Gerüchte über günstigeres Galaxy Z Flip 3: Flippt nicht zu früh aus!

Gerüchte über günstigeres Galaxy Z Flip 3: Flippt nicht zu früh aus!

Der Modellname des zukünftigen Samsung Galaxy Z Flip 3 ist am Dienstag, den 29. Dezember, durchgesickert. Aus der Modellnummer lässt sich ableiten, dass Samsungs nächstes Foldable erschwinglicher sein könnte, indem es ohne 5G seinen Status als Ultra-Premium-Flaggschiff verliert.

Die niederländische Seite Galaxy Club, die sich mit Samsung beschäftigt, soll den Modellnamen des nächsten Samsung Galaxy Z Flip 3 entdeckt haben: SM-720F. Behält Samsung dabei die Bedeutungen der einzelnen Bestandteile der Modellnummer bei, wäre es möglich, auf die Positionierung des zukünftigen faltbaren Samsung-Smartphones im Samsung-Lineup zu schließen.

So weist das "F" am Ende des Namens zunächst darauf hin, dass es sich um ein internationales Modell handelt. Genauer gesagt, dass es auch für Europa bestimmt ist. Letztlich ist das aber von geringer Bedeutung, denn im Gegensatz zum Galaxy S und Note sind Samsungs Z Fold und Z Flip auch in Europa mit einem Snapdragon-SoC von Qualcomm und nicht mit einem Exynos ausgestattet.

Aber das Vorhandensein dieses berüchtigten "F" lässt auch die Spekulation zu, dass das Samsung Galaxy Z Flip 3 ohne 5G in den Handel kommen könnte. Denn laut der Website hätten die 5G-Varianten von Samsung alle den Buchstaben "B" am Ende ihres Namens.

In jedem Fall würde es sich bei diesem speziellen Modell, dem SM-720F, lediglich um eine 4G/LTE-Version handeln. Das ist genug, um Leaker denken zu lassen, dass das Z Flip 3 demzufolge günstiger sein wird und vielleicht nicht einmal als Flaggschiff-Modell, sondern als Mitteklasse-Gerät verkauft wird.

Ein Samsung Galaxy Z Flip 3 in der Mittelklasse, wirklich?

Persönlich bleibe ich da lieber noch skeptisch, was die Entschlüsselung des Da Vinci Code durch den Leaker Robert Langdon angeht. Ich habe nachgesehen und die Modellbezeichnungen des Samsung Galaxy Z Flip (SM-700F) und Z Flip 5G (SM-707B) in Europa scheinen diese Theorie einer 4G-Variante für das Z Flip 3 zumindest nicht zu widerlegen.

Absolut gesehen spricht aber nichts dafür, dass die gesamte Z Flip-Reihe, also die der faltbaren Flip-Smartphones, günstiger sein wird, nur weil sie kein 5G bieten. Samsung könnte einfach wieder eine günstigere 4G-Variante neben einem "normalen" und ultrahochwertigen Z Flip 3 5G anbieten.

Der südkoreanische Riese ist ohnehin dabei, seinen High-End-Katalog mit der langsamen Verschmelzung der Galaxy-S- und Galaxy-Note-Reihen umzubauen. Das Jahr 2021 wird dabei aber voraussichtlich noch ein Übergangsjahr sein, in dem das Line-up noch ziemlich klassisch bleiben wird.

AndroidPIT Samsung Galaxy Z Flip closed
Das Samsung Galaxy Z Flip 5G, das im Juli 2020 erscheint, ist mit dem Snapdragon 865 ausgestattet und kostet 1500 Euro / © AndroidPIT

Allerdings ist Samsungs Z-Serie, so bezeichnet Samsung seine Foldables, ohne Zweifel diejenige, für die der Hersteller in den kommenden Monaten und Jahren die größten Anstrengungen aufwenden wird. Neben der traditionellen Serie an Flaggschiffen, der Galaxy S-Serie, wird das Galaxy Z Fold / Flip eine der beiden Säulen des High-End-Katalogs von Samsung sein.

Dabei sehe ich es noch nicht wirklich, dass der Hersteller im Jahr 2021 ein faltbares Mittelklasse-Smartphone herausbringen wird. Das wäre viel zu früh! Trotzdem ist etwas Wahres dran, dass die Abwesenheit von 5G zumindest etwas Optimismus zulässt. Denn in der Tat haben die neuesten High-End-SoCs von Qualcomm, die normalerweise im Galaxy Z Fold / Flip integriert sind, alle ein 5G-Modem. Ab 2020 sind fast alle SoCs, sowohl High-End als auch Low-End, standardmäßig 5G-kompatibel.

Beim Galaxy S20 waren nur die europäischen Modelle mit dem Exynos 990-Chip mit 4G-only erhältlich. Die Snapdragon-865-Varianten kamen nicht ohne 5G aus, da Qualcomm dem Hersteller sein 5G-Modem X55 aufzwang, obwohl es nicht einmal in den Chipsatz integriert war. Das allererste Galaxy Z Flip kam schließlich noch mit dem Snapdragon 855+ ohne X55-Modem aus.

Ist der Formfaktor es wert?

Sollte das Samsung Galaxy Z Flip 3, oder eine seiner Varianten, tatsächlich ohne 5G kommen, dann könnte ein Snapdragon 855+ SoC aus dem letzten Jahr zum Einsatz kommen. Ein "total veralteter" Prozessor, wenn Ihr der von Herstellern und der Tech-Presse auferlegten Marketing-Obsoleszenz Glauben schenkt.

Ungeachtet dessen ist es natürlich logisch, dass Samsung ein Smartphone mit einem 2019er-SoC nicht wirklich als Flaggschiff für 1500 Euro, dem Preis des bisherigen Galaxy Z Flip, verkaufen kann. Das wäre ja ein vollkommener Irrtum in Bezug auf das Preis-Leistungs-Verhältnis! Im Ernst: Der Snapdragon 855+ ist auch 2020 noch sehr konkurrenzfähig und verhält sich, was die rohe Leistung angeht, wie ein Snapdragon 765G.

Für die 90 Prozent der Benutzer mit klassischer Smartphone-Nutzung, die nicht über das Surfen im Internet, soziale Netzwerke, Video- und Musikstreaming und das Starten einiger mobiler Minispiele hinausgehen, wären die Auswirkungen auf das Benutzererlebnis kaum spürbar. Wir brauchen den Snapdragon 865 oder den 888 absolut nicht – noch weniger brauchen wir nur 5G zu diesem Zeitpunkt.

Aber es ist nicht zu leugnen, dass Samsung sich die Preissenkung selbst eingebrockt hätte. Indem sie nämlich 5G als sakrosanktes Verkaufs- und Innovationsargument nutzen, haben sich die Hersteller selbst in den Fuß geschossen. Ein High-End-Smartphone herauszubringen, das 2020 oder 2021 nicht 5G-fähig ist, wirkt nun völlig "veraltet".

Auf der anderen Seite wäre es für den Kunden deutlich fairer, ein High-End-Smartphone zu verkaufen, das man als Mittelklasse-Modell bewirbt und das erschwinglicher ist und gleichzeitig auf eine Technologie verzichtet, die ohnehin noch niemand wirklich braucht und nutzen kann.

NextPit Samsung Galaxy Z Fold 2 fold screen
Andere Gerüchte kündigen ein "erschwingliches" Galaxy Z Fold im Jahr 2021 an, ich glaube es auch nicht / © NextPit

Was ich damit meine, ist, dass ein technisch weniger ambitioniertes, dafür aber günstigeres faltbares Smartphone eines der ersten Anzeichen für den Preisverfall wäre, auf den wir seit der Veröffentlichung des ersten Galaxy Z Fold gewartet haben. Ein Weg, der es mehr Nutzern ermöglicht, ein faltbares Smartphone zu erwerben, ohne mehr als einen Monatslohn zahlen zu müssen.

Ich persönlich denke, dass der einzigartige Formfaktor und die innovative Benutzererfahrung, die damit einhergeht, die höheren Kosten im Vergleich zu "normalen" Handys durchaus Wert sind. Ich habe das Z Fold 2 geliebt und das Smartphone in meinem Test angepriesen. Aber ich weiß genau, dass ich mir so ein teures Smartphone nie leisten könnte. Und ich wäre bereit, ein paar kleine technische Zugeständnisse zu machen, um eine preiswertere, weniger abgefahrene, Technologie in die eigenen Hände zu bekommen.

Und ehrlich gesagt, sich mit einem 2019er High-End-SoC Snapdragon 855+ ohne 5G begnügen zu müssen, scheint mir ein mehr als akzeptables Opfer zu sein, sofern das Smartphone unter 1.000 Euro kostet. Und dann wache ich wieder auf: Ich sehe kein Paralleluniversum, in dem Samsung im Jahr 2021 ein faltbares Smartphone für weniger als 1.000 Euro verkaufen würde.

Das ist noch zu früh. Wenn das Samsung Galaxy Z Flip 3 meiner Meinung nach und laut diesem Leak mit einer 4G-Variante erschwinglicher sein könnte, müssen wir noch mindestens ein bis zwei Jahre warten, bis wir ein wirklich erschwingliches faltbares Smartphone auf dem Markt finden.


Dieser Text wurde maschinell übersetzt, anschließend geprüft und korrigiert. Hier geht's zum Original:


Weiterlesen auf NextPit:

Quelle: Galaxy Club

Neueste Artikel

20 Kommentare

Neuen Kommentar schreiben:
Alle Änderungen werden gespeichert. Änderungen werden nicht gespeichert!
Neuen Kommentar schreiben:
Alle Änderungen werden gespeichert. Änderungen werden nicht gespeichert!

  • Sehr sehr komisch, mal wieder wird die Exynos zu Unrecht verpönt aber eine alte Qualcom 855 ist dann wieder gut?
    Die Logik muss man nicht verstehen.


  • Die Industrie entscheidet sowieso ueber den Standard. Wenn sie keine Barren mehr produzieren, werdet ihr wohl Foldables kaufen muessen. So einfach ist das.


  • @Jack Black

    Warum so negativ?

    Gratis würde ich auf jeden Fall ein Gerät nehmen. 🤑


  • Witziger Artikel. 😀👍

    Das wird ganz sicher noch einige Jahre dauern, bis solche Geräte nicht mehr so extrem teuer sind. Was auch durch die hohen Entwicklungskosten kommt.

    Wer sich so ein Gerät unbedingt zulegen will, aus welchem Grund auch immer, wird das in den allermeisten Fällen auch tun.

    Ich würde jedenfalls noch ohne Probleme einige Jahre warten können, bevor die Kinderkrankheiten beseitigt sind, die Preise nicht mehr so extrem hoch und die Geräte bei "Entfaltung" mindestens 9-10 Zoll haben. Vorher hat es für mich keinen Wert, denn der Kauf sollte dann den Besitz eines Tablets überflüssig machen.

    Bin auf jeden Fall sehr gespannt, wie sich die Geräte in Zukunft entwickeln. Nicht nur was da Preise angeht.


  • 5G ist ja nun wirklich kein Luxusmerkmal mehr auch wenn die Hersteller uns das gerne glauben lassen wollen. Gibt es ja auch bei Samsung schon für "wenig" Geld. Siehe S20 FE 5G (mit zugegeben schlechter 5G Kompatibilität)


  • Ich denke, dass dieser Faltmechanismus Zukunft hat.... (mehr, als die Galaxy-Fold-Mechanik).... Wenn man irgendwann 12mm zugeklappt erreicht.... und es mit der Zeit deutlich günstiger wird, insb. wenn andere Hersteller auf den Zug aufspringen.... dann kann es zum Massenprodukt werden


  • =====eines der ersten Anzeichen für den Preisverfall wäre, auf den wir seit der Veröffentlichung des ersten Galaxy Z Fold gewartet haben=====

    Man wartet auf einen Preisverfall, ist ja Samsung, logisch. 1500€ kosten auch gerne mal "normale" Barrenhandys. Wem es zu teuer ist oder es nicht braucht, muss es nicht kaufen. Aber haben wollen es sicherlich viele.
    Ach ja, sollte ein bekannter Hersteller sein eigenes Foldable auf den Markt bringen, würde bestimmt noch nicht mal das Einsteigermodell unter 2000€ zu haben sein.


    • Tim vor 3 Monaten Link zum Kommentar

      Da du mit "ein bekannter Hersteller" ziemlich sicher auf Apple abzielst -> wenn man mal RICHTIG vergleicht, sind die Produkte von Apple nicht teurer, als der Rest. Also nö, das Einsteigermodell würde ziemlich garantiert keine 2000€+ kosten. Es sei denn der gesamte Markt entwickelt sich in diese Richtung.


      • Ja, Apple ist auch gemeint, aber es gibt ja auch noch andere Hersteller. Und die Preisschraube dreht sich bestimmt noch was. Da ist noch Luft.


      • Mag gut sein, dass Apple da preislich die Latte noch einmal höher legen wird. Allerdings kann man sich dann auch sicher sein, dass es reichlich gute und ans Format angepasste Software geben wird.


      • Das sollte auch so sein. Samsung wirkt da ja leider etwas verschlafen.


      • @Tim. Vielleicht nicht teurer als Samsung, aber ansonsten ist das wohl Wunschdenken.


  • Weckt mich wenn Klapp-Faltsmartphones einen vernünftigen Nutzen haben. Bisher sehe ich hier nämlich vorallem viel verschwendetes Geld.


  • Nicht meins !Würde es auch nicht für 300 Euro kaufen . Kann mit der Form nichts anfangen .


  • ilias vor 3 Monaten Link zum Kommentar

    Finde diese Art des Telefons auch nicht interessant.
    Hätte lieber ein dünneres und ausziehbares Smartphone.


  •   16
    Gelöschter Account vor 3 Monaten Link zum Kommentar

    Langweilig


  • Erstens viel zu teuer und zweitens würde ich auch gratis keins haben wollen.

    Gelöschter Account


  • Tim vor 3 Monaten Link zum Kommentar

    "Erschwinglich" ist zudem ein ziemlich dehnbarer Begriff ^^ Samsungs 4G-Versionen waren bisher immer um die 100€ günstiger - mehr nicht. Also nur 4G allein drückt sicherlich nicht den Preis nach unten und auch ~1000€ sind nicht wirklich erschwinglich. Egal was man dafür bekommt, es sind und bleiben 1000€.

Neuen Kommentar schreiben:
Alle Änderungen werden gespeichert. Änderungen werden nicht gespeichert!