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Google Pixel 7 Pro Test: das beste Pixel aller Zeiten

NextPit Google Pixel 7 Pro Test Camera
© NextPit

Wie schon im letzten Jahr kommt auch das neue Pixel 7 Pro zu einem ziemlich bodenständigen Preis auf den Markt. Googles großes Flaggschiff für dieses Jahr hat einen exzellenten Bildschirm, eine extrem vielseitige Kamera und einen Prozessor mit ziemlich solider Leistung. Aber ist das genug, um mit großen Smartphone-Herstellern wie Apple und Samsung zu konkurrieren? Findet im Test des Pixel 7 Pro heraus!

Bewertung

Pro

  • Tolles AMOLED-Display
  • Solide Leistung
  • Geniale und vielseitige Kamera
  • Überdurchschnittliche Akkulaufzeit
  • Top-Preis-Leistungs-Verhältnis

Contra

  • Rutschiges Gehäuse
  • Langsame Ladegeschwindigkeit
  • Netzadapter nicht im Lieferumfang enthalten

Google Pixel 7 Pro: Preis und Verfügbarkeit

Nachdem im August die beiden Smartphones offiziell angekündigt wurden, kommen das neue Google Pixel 7 und das Google Pixel 7 Pro morgen offiziell auf den Markt. Während die Vanilla-Variante einen Startpreis von 649 Euro hat, kann die Pro-Variante ab 899 Euro erworben werden. Beide Modelle sind ab soforot in Googles offiziellem Store und bei Amazon & Co. erhältlich.

  Google Pixel 7 Google Pixel 7 Pro
128 GB 649 Euro 899 Euro
256 GB tbc tbc
512 GB Nicht verfügbar Nicht verfügbar
1 TB Nicht verfügbar Nicht verfügbar

Wenn Ihr das Pixel 7 Pro bis zum 17. Oktober kauft, legt Google eine Google Pixel Watch als Geschenk mit in das Paket – je nach Variante. Hier findet Ihr alle Informationen zur Vorbesteller-Aktion mit dem Pixel 7 Pro und der Google Pixel Watch

Ein sehr vertrautes Design

Mit seinem gebogenen 6,7-Zoll-Display bleibt das neue Pixel 7 Pro ein großes Smartphone.  Mit einem Aluminiumgehäuse, das zu 100 Prozent aus recyceltem Material besteht, hat das Pixel 7 Pro einige spezifische Änderungen gegenüber dem Design der vorherigen Generation erfahren.  Die Pro-Variante bringt nun deutlich hervorgehobene Bereiche für die verschiedenen Linsen des Kameramoduls auf der hinteren horizontalen Leiste mit. Dadurch wird das Design der Kameramodulleiste und des Gehäuses vereinheitlicht, was es meiner Meinung nach robuster macht.


Gefällt mir:

  • gute Verarbeitungsqualität und wertige Materialien
  • perfekt in das Gehäuse integriertes Kameramodul
  • IP68-Zertifizierung

Gefällt mir nicht:

  • glänzendes Metall ist ein Magnet für Fingerabdrücke
  • sehr rutschig

Google Pixel 7 Pro
Das glänzende Metall des Kameramoduls ist direkt in das Gehäuse des Pixel 7 Pro integriert und ein Magnet für Fingerabdrücke. / © NextPit

Das neue Pixel 7 Pro gibt es in drei Farben: Snow, Obsidian und der neue Farbton Hazel. Doch wie schon im letzten Jahr scheint es mir, dass die schönste Farbe wieder exklusiv dem Vanilla-Modell vorbehalten ist, das eine Variante in Lemongrass hat.

Ehrlich gesagt, trotz Googles Behauptung, dass die Serie "ein komplett neues Design" hat, scheint es mir, als hätte das Pixel 7 Pro nur eine Überarbeitung des Materials erfahren: Wir haben mehr Aluminium in dieser neuen Generation. Und die Tatsache, dass der Formfaktor des Pixel 6 Pro beibehalten wurde, ist in meinen Augen sehr positiv, da es ein leicht zu unterscheidendes Design in einer Welt von sehr ähnlichen Smartphones ist.

Google Pixel 7 Pro Selfie-Kamera
Ist die Selfie-Kamera aktiv, zeichnet das Pixel 7 Pro einen Kringel um die Punch-Hole-Notch. / © NextPit

Ein weiterer positiver Punkt ist, dass die Serie die IP68-Zertifizierung für Wasser- und Staubdichtigkeit beibehalten hat, was zusammen mit den fünf Jahren Sicherheitsupdates die Nutzung dieses Modells auf lange Sicht noch attraktiver macht. Allerdings wurden die offiziellen Schutzhüllen von Google nicht optimiert. Es ist möglich, dass sie – wie im letzten Jahr geschehen – mit der Zeit erheblich abbauen. Vorsicht übrigens, nutzt Ihr Euer Smartphone ohne Schutzhülle: Das Pixel 7 Pro ist sehr rutschig.

Ein fantastisches Display

Eine weitere Komponente, an der sich nicht viel geändert hat, ist das Display - was kein Problem ist, da das Display des Pixel 6 Pro hervorragend ist. Das Display ist immer noch 6,7 Zoll groß, hat ein Seitenverhältnis von 19,5:9, eine QHD+-Auflösung und eine Bildwiederholfrequenz bis zu 120 Hz. Bei einem LTPO-OLED-Panel reicht die Bildwiederholrate von 10 bis 120 Hz, was zu Einsparungen beim Akku führt.


Was mir gefallen hat:

  • fantastische Display-Qualität
  • fasst sich seitlich weniger scharf an
  • variable Bildwiederholrate

Was mir nicht gefallen hat:

  • -

Google Pixel 7 Pro Display
Das AMOLED-Display des Pixel 7 Pro ist einfach ein Hochgenuss. / © NextPit

Auch hier hat sich Google für Gorilla Glass Victus entschieden und vertraut auf die von der Marke Corning garantierte Haltbarkeit. Was die Helligkeit angeht, so erreicht das Display des Pixel 7 Pro bis zu 1.000 Nits (HDR) und bis zu 1.500 Nits (peak).

Mir persönlich haben die Farbgebung und die Helligkeit des Displays sehr gut gefallen. Es ist einfach ein Genuss, Inhalte auf diesem Gerät zu konsumieren. Trotz meiner aktuellen Vorliebe für flache Bildschirme sind die nur mehr sanft stark gewölbten Bildschirmränder des Pixel 7 Pro ein echter Pluspunkt, was die Änderungen gegenüber der vorherigen Generation angeht.

Android 13 powered by AI

Softwaretechnisch verlässt das Pixel 7 Pro das Werk mit Android 13 . Die aktuellste Version der Google-Software bietet eine Reihe von Optionen zur Anpassung der Benutzeroberfläche sowie erweiterte Sicherheitsfunktionen, die noch mehr Kontrolle über die Hardwarekomponenten des Smartphones bieten. So findet bei Private Computer Core die Verarbeitung der persönlichen Daten nun lokal statt, d.h. auf dem Smartphone selbst. Und: Es gibt langfristigen Software-Support.


Gefällt:

  • anpassbare Benutzeroberfläche
  • erweiterte Sicherheitsfunktionen
  • langfristiger Software-Support

Gefällt nicht:

  • neue intelligente Funktionen teilweise noch nicht verfügbar

Die Pixel-Serie hat einige einzigartige Funktionen, etwa die Audiotranskription. Diese Funktion ist zum Beispiel für den Alltag eines Journalisten oder eines Studenten sehr wichtig – aber für andere Nutzer vielleicht nicht so attraktiv. Diese Spracheingabetechnologie wird jedoch in Verbindung mit Googles Machine-Learning-Technologie für natürliche Sprache auch in anderen Bereichen des Systems eingesetzt.

Mit der Ankündigung des neuen Pixel 7 und 7 Pro wurde die Audiotranskriptionsfunktion direkt in die Nachrichten-App integriert und sollte theoretisch eine Transkription von Sprachnachrichten ermöglichen, die zwischen den Nutzern der Serie verschickt werden. Wir haben es im Test leider noch nicht geschafft, die Funktion zu aktivieren. Womöglich muss diese erst zum Marktstart von Google freigeschaltet werden.

Google Pixel mit Android 13
Zusammen mit Android 13 hat das Pixel 7 Pro alle wichtigen Google-Apps an Bord. / © NextPit

Eine andere Spracheingabefunktion im Google Assistant, mit der Emojis eingegeben werden können, funktionierte ebenfalls nicht. Die intelligenten Funktionen zur Sofortübersetzung oder Bilderkennung von Google Lens sind jedoch immer noch erstklassig. Wenn Ihr mehr über die wichtigsten Softwarefunktionen von der neuesten OS-Version erfahren möchtet, schaut Euch unseren Leitfaden zu Android 13 an.

Außerdem erhalten die neuen Modelle nun drei Jahre lang Android-Updates und fünf Jahre lang Sicherheitsupdates. Ihr startet also jetzt mit Android 13 und bekommt noch Android 16 erhalten soll, das wohl 2025 veröffentlicht wird.

Tensor G2: Eine solide Leistung

Einer der Hauptunterschiede zwischen den Generationen der Pixel-Reihe liegt im Prozessor. Der Tensor G2 bringt Verbesserungen in den wichtigsten Subsystemen des SoCs und natürlich Optimierungen bei Machine-Learning-Funktionen mit, etwa bei der Spracheerkennung . Die beste Nachricht ist, dass sich die Leistung als ziemlich solide erwiesen hat.


Gefällt:

  • reibungslose und flüssige User Experience
  • große Stabilität bei gleichzeitig hoher Leistung
  • schnelle Bild- und Videoverarbeitung
  • Fingerabdrucksensor und Gesichtserkennung funktionieren gut

Gefällt nicht:

  • -

Google Pixel 7 Pro Gaming
Die Stabilität des Pixel 7 Pro in Spielen erwies sich als ziemlich solide. / © NextPit

Der Tensor G2 beherbergt eine Reihe verschiedener Kerne: Da wären zwei Super-Big ARM Cortex-X1, zwei Big A76, vier Small Cortex-A55. Das Pixel 7 Pro kommt in Deutschland mit 128 oder 256 GB UFS-3.1-Speicher und 12 GB LPDDR5-RAM auf den Markt und wird von der Mali-G710 GPU-Grafik unterstützt. Mit Ausnahme der GPU ist das Tensor G2 dem Tensor-SoC der ersten Generation sehr ähnlich, ebenso wie die Benchmark-Ergebnisse – aber seht selbst:

  Google Pixel 7 Pro
(Tensor G2)
Google Pixel 6 Pro
(Tensor G1)
Apple iPhone 14 Pro Max
(Apple Bionic 16)
Samsung Galaxy Z Fold 4
(Snapdragon 8+ Gen 1)
3D Mark Wild Life 6,527 6,446 Zu mächtig 8,611
3D Mark Wild Life Stresstest Bester Loop: 6.492
Schlechtester Loop: 5.876
Beste Loop: 6.367
Schlechtester Loop: -
Beste Loop: 9,599
Schlechtester Loop: 8.121
Beste Loop: 10.332
Schlechtester Loop: 5.606
Geekbench 5 Einzel: 1.050
Multi: 3.239
Einzel: 1.043
Multi: 2.876
Einzel: 1.885
Multi: 5.406
Einzel: 1.332
Multi: 3.947

In diesem Zusammenhang bleibt der Tensor G2 hinter den aktuellen Modellen von Apple und Samsung zurück, deren Chips wie oben beschrieben von TSMC hergestellt werden. Im Vergleich dazu wird der Google-Chip von Samsung im 4nm-Prozess hergestellt.

Obwohl die Benchmark-Ergebnisse sehr unterschiedlich ausfielen, erwies sich die tägliche Erfahrung mit dem Pixel 7 Pro als sehr solide. Das Gerät hat sich zu keinem Zeitpunkt überhitzt, auch nicht bei 60-minütigen Gaming-Sessions oder fast zwei Stunden Kameratests mit intensiver Bildnachbearbeitung.

Wenn es um Datensicherheit geht, arbeitet der Tensor-G2-Prozessor mit dem Titan-M2-Sicherheitschip zusammen, der eine zusätzliche Schutzschicht gegen komplexe Angriffe bietet.

Wenn wir schon beim Thema Sicherheit sind: Einer meiner größten Kritikpunkte am Pixel 6 Pro im letzten Jahr betraf die grundlegendste Sicherheitsfunktion: die biometrische Entsperrung des Bildschirms. Das Pixel 7 Pro nutzt eine Kombination aus Gesichtserkennung und Fingerabdruck-Authentifizierung, um das Gerät zu entsperren. Und das funktioniert gut.

Das Problem ist, dass die Gesichtserkennung des Pixel 7 Pro im Gegensatz zu Apples Face ID nicht auf einem 3D-Authentifizierungssystem basiert, sondern auf KI-Lernmodellen für die Gesichtserkennung. Somit ist die Gesichtserkennung eine Funktion der Frontkamera und kein abgeschlossenes System.

Eine tolle Kamera auf Software-Ebene

Auf dem Papier unterscheidet sich das Kameramodul des Pixel 7 Pro nicht wesentlich von dem der vorherigen Generation. Wir haben ein Set aus drei Objektiven, wobei der Schwerpunkt auf der 48-MP-Telekamera liegt, die jetzt Bilder mit 5-fachem optischen Zoom aufnehmen kann. Das 50-MP-Hauptobjektiv nimmt mithilfe der Quad-Pixel-Binning-Technik 12-MP-Bilder auf. Google hat hier den 1/1,31-Zoll-Sensor mit 1,2 µm, f/1,85-Blende und optischer Stabilisierung (OIS) der vorherigen Generation beibehalten.

Die Ultra-Weitwinkel-Kamera hat 12 Megapixel, eine Blende von f/2.2 und eine Pixelgröße von 1,25 µm mit einem Sichtfeld von 125,8 Grad. Dieses Bauteil wurde von einer Generation zur nächsten leicht aktualisiert: Es gibt nun einen Autofokus und bessere Makroaufnahmen.

Auf der Vorderseite befindet sich ein 10,8-MP-Sensor mit der Möglichkeit, Bilder mit einem Ultraweitwinkel-Sichtfeld aufzunehmen. Dieselbe Kamera wird für die Entsperrfunktion des Bildschirms per Gesichtserkennung verwendet.

Google Pixel 7 Pro Kamera
Google Pixel 7 Pro: ein vielseitiges Kameramodul, das geradezu schreit: Hier bin ich! / © NextPit

Gefällt:

  • beeindruckende Super-Res-Zoom-Funktion
  • solider Nachtsichtmodus
  • kein Hochformat-Modus
  • nützliche Helligkeits- und Farbeinstellungen auf dem Bildschirm
  • konsistent arbeitende Bildalgorithmen

Gefällt nicht:

  • intelligente Funktionen immer noch uneinheitlich
  • Moviemodus mit Bokeh funktioniert nicht wie erwartet.

In gut beleuchteten Umgebungen sind die mit der Kamera des Pixel 7 Pro aufgenommenen Bilder scharf, mit ausgewogener Helligkeit und Farbmetrik, und selbst bei starker Hintergrundbildbearbeitung bleiben sie natürlich. Die Tatsache, dass wir die Belichtung, den Kontrast und den Weißabgleich auf dem Bildschirm steuern können, lässt uns bei der Gestaltung der Aufnahme kreativer sein.

Bei Nacht sind Funktionen wie Night Sight ein echter Hingucker, denn der Modus erzeugt nicht nur hellere Fotos, sondern erhöht auch den Kontrast in den Bildern intelligent. Das Ergebnis sind wirklich schöne Aufnahmen.

 

Genau wie die vorherige Generation ist das Pixel 7 Pro mit seinen Objektiven sehr vielseitig und bietet alles von Makroaufnahmen bis hin zu absurden 30-fachen Zoom-Auflösungen. Und das ist eines der großen Highlights der Pixel-Serie: sich auf Software zu verlassen, um das Fehlen von Hardware zu minimieren.

Seit dem Pixel 6 Pro haben wir ein ziemlich ausgeprägtes Kameramodul in der Serie, denn Google behauptet, dass dieses Design es ermöglicht, die Komponenten der Telekamera besser anzuordnen und einen größeren optischen Zoom zu ermöglichen. Im Falle des Pixel 7 Pro beträgt der optische Zoom 5x. Darüber hinaus ist Google mit der Software in der Lage, über einen weiten Bereich von Entfernungen zu zoomen: genau gesagt bis zum 30-fachen.

Diese Funktion nennt sich Super Res Zoom und wird durch neue Machine-Learning-Fähigkeiten des Tensor G2 unterstützt. Ab dem 2-fachen Zoom beschneidet die Super-Res-Funktion ein 50-Megapixel-Hauptkamerabild auf ein 12,5-Megapixel-Bild und bietet damit eine höhere Auflösung als zuvor – genauso funktionier's übrigens auch beim 48-Megapiel-Sensor des iPhone 14 Pro. Um das durch die kleineren Pixel verursachte Rauschen zu minimieren, wird das Bild jedoch in ein traditionelles Bayer-Format umgewandelt. Das Ergebnis ist ein Foto mit 12,5 Megapixeln bei zweifacher Vergrößerung.

Für die anderen Entfernungsbereiche muss dann wieder "normal" interpoliert werden. Ab dem 15-fachen Zoom kommt die Zoomstabilisierung ins Spiel, damit Ihr überhaupt noch Objekte erkennen und die Kamera stabilisieren könnt. Ihr seht das dann in der linken Ecke des Bildschirms der Kamera-App.

Wenn wir den 20-fachen Zoom auslösen, erstellt die Super Res-Technologie ein Foto, das die Daten aller drei Kameras in Verbindung mit den ML-Modellen des Tensor G2 verwendet.

In der Praxis sind die Ergebnisse sehr unterschiedlich. Mir fällt auf, dass das Ergebnis umso verblüffender ist, je größer der tatsächliche Abstand zum Objekt ist. Und natürlich sinkt die Qualität erheblich. Aber auch ein 30-facher Zoom kann manchmal beeindrucken.

Google bietet auch neue Bearbeitungsfunktionen wie "Unblur", das verspricht, die Schärfe von Bildern aus Google Fotos wiederherzustellen. Die Verbesserungen erweisen sich jedoch als ziemlich subtil – ähnlich wie die bereits von der letzten Pixel-Generation bekannte Funktion Magic Eraser.

Was die Videofunktion angeht, so hat Google die Kamerasoftware um die Funktion Cinematic Blur erweitert, mit der Videos mit unscharfem Hintergrund aufgenommen werden können. Im Gegensatz zu Apples Lösung, die den Kinomodus aufgrund von Hardwarebeschränkungen sowohl für die vordere als auch für die hintere Kamera anbietet, erlaubt Google die Verwendung vom Cinematic Blur nur mit dem Hauptkameramodul. Außerdem ist es nicht möglich, den Fokus nachträglich noch zu bearbeiten.

In den Beispielen unten seht Ihr, wie instabil der Fokus ist – vor allem, wenn sich Objekte vor dem Objektiv bewegen. Wenn mein Kollege Antoine und ich uns bewegen, verschwimmt der Fokus deutlich. Im Studio hingegen, wenn ein Objekt direkt vor der Kamera platziert wurde, war die Erkennung von Objekten besser.

Wie ich bereits sagte, scheint Google von der Qualität der vorherigen Kamerageneration überzeugt zu sein und hat sich entschieden, in diesem Jahr nur wenig an der Hardware der Kamera-Suite zu ändern. Die Machine Learning-Modelle des neuen Tensor G2 scheinen jedoch das Highlight des Upgrades zwischen den Generationen gewesen zu sein. Insgesamt bleibt die Kamera der Pixel-Reihe hervorragend!

Ein Akku für den ganzen Tag

Mit einer typischen Kapazität von 5.000 mAh bietet das Pixel 7 Pro einen Akku, der den ganzen Tag lang hält, ohne dass Ihr Euch Sorgen machen müsst.


Gefällt:

  • tolle Akkulaufzeit

Gefällt nicht:

  • langsames Aufladen
  • Netzadapter nicht in der Box enthalten

Google Pixel 7 Pro USB-C-Anschluss
Das Google Pixel 7 Pro kann über den USB-C-Anschluss mit einer maximalen Ladeleistung von 23 W geladen werden. / © NextPit

Letztes Jahr erwies sich der Akkuverbrauch des Pixel 6 Pro als sehr hoch, vor allem nach einer Reihe von Problemen mit dem Software-Update. Aber zum Glück hat das Pixel 7 Pro hier keine Probleme gezeigt. Im PCMark-Akkutest kam das Pixel 7 Pro auf eine Akkulaufzeit von 14h35min.

Trotz der guten Reichweite dauert das sogenannte "Schnellladen" jedoch bis zu 40 Minuten, um 53 Prozent der Ladung zu erreichen. Für eine volle Ladung brauchte das Smartphone im Test rund 100 Minuten. Was das Aufladen angeht, berichtet Google, dass das Gerät ein 30W-Ladegerät unterstützt. Der Akku des Pixel 7 Pro selbst erlaubt jedoch nur eine maximale Ladeleistung von 23 Watt. Das Pixel 7 Pro bietet außerdem kabelloses Qi-Laden und kabelloses Rückwärtsladen.

Google Pixel 7 Pro: Technische Daten

  Technisches Datenblatt
Produkt
Foto Google Pixel 7 Pro
Display 6,7-Zoll-LTPO-OLED
1.440 x 3.120 Pixel (512 ppi) bei 120 Hertz
Bis zu 1.000 nits (HDR) und bis zu 1.500 nits (Peak)
Abmessungen 162,9 x 76,6 x 8,9 mm
212 g
SoC Google Tensor G2 | Titan M2
Speicher
(variiert je nach Region)
12 GB LPDDR5
128 GB oder 256 GB UFS 3.1
Micro SD nein
Hauptkamera 50 MP mit Octa PD und Quad Bayer | f1.85 | 1.2 µm | 82° FoV | OIS
(Sensorgröße: 1/1,31'')
Ultra-Weitwinkel 12 MP mit Autofokus | f/2.2 | 1.25 µm | 125.8° FoV
Teleobjektiv 48 MP mit Quad Bayer PD | f/3.5 | 0.7 µm | 20.6° FoV | 5x optischer Zoom | 30x SuperRes
Video 4K bei 30 und 60 fps (hinten) | 1080p bei 30 und 60 fps (hinten)
4K bei 30 und 60 fps (vorne)
Selfies 10,8 MP mit Fixfokus | f/2,2 | 1,22 µm | 92,8° FoV
Audio Stereo-Lautsprecher
Batterie 5.000 mAh
Aufladen per Kabel Max. 23 Watt
Kabelloses Laden (Qi) Max. 23 Watt
UWB Ja
IP-Zertifizierung IP68
Preis 899 Euro / 999 Euro

Vorläufiges Urteil

Im Jahr 2021 war das Google Pixel 6 Pro von Inkonsistenz geprägt: Während auf der einen Seite viele Geräte keine Fehler aufwiesen, kam es auf der anderen Seite bei verschiedenen Varianten zu einer Häufung von Fehlern zwischen einem Systemupdate und dem nächsten. Leider gehörte unser Testgerät des Pixel 6 Pro zu jenen Modellen, die mehrere Probleme aufwiesen: langsame Entsperrung des Bildschirms per Biometrie, hoher Stromverbrauch, gelegentliche Probleme bei der Kameraqualität und ständiges Stottern und Langsamkeit des Systems.

Obwohl es sich um ein Flaggschiff handelt, hatte das im letzten Jahr veröffentlichte Modell den Vorteil, dass es das erste Smartphone war, das mit Googles eigenem Prozessor ausgestattet war. Mit anderen Worten: Wenn es reibungslos funktionierte und Hardware und Software hervorragend integriert waren, war es großartig. Wenn es Probleme gab – und das war der Fall – hatte Google zumindest noch eine Ausrede. Es war ja schließlich der erste Versuch.

Aber im Jahr 2022 können sich Sundar Pichai und sein Team keine Fehler mehr erlauben... und vielleicht haben sie deshalb dieses Mal alles richtig gemacht!

Auf dem Papier ist das große Highlight des Pixel 7 Pro der Tensor G2. Wie wir in diesem Test gezeigt haben, ist die Leistung der vorherigen Generation sehr ähnlich, aber sie ist gefestigter. Durch die Verwendung neuer ML-Modelle bietet das neue SoC auch eine Reihe neuer Funktionen, wenn es um computergestützte Fotografie geht, bei der sich das Pixel 7 Pro einmal mehr als herausragend erwiesen hat.

Viele der neuen Softwarefunktionen konnten wir jedoch entweder nicht testen, weil sie noch nicht verfügbar waren, oder sie blieben hinter den Erwartungen zurück, wie z. B. die Hintergrundunschärfe-Funktion für Videos. Damit unterstreicht Google die Idee eines Unternehmens, das Software liefert, die sich permanent in der Entwicklungsphase befindet. Um eine Vorstellung davon zu bekommen, was das bedeutet: Der Bewegungsmodus der Pixel-Kamera, der mit dem vorherigen Pixel in der Beta-Version kam, ist heute immer noch in der Beta-Version.

Ob es nun an der starken Vermarktung der Serie oder am Kostenvorteil liegt: Ich glaube, dass die Pixel-Smartphones vom letzten Jahr bis jetzt immer beliebter geworden sind. Dennoch fällt es mir schwer zu glauben, dass Google die Blase von Apple und Samsung auf dem Smartphone-Markt durchbrechen kann. Aber das Pixel 7 Pro ist tatsächlich das beste Pixel von allen!

Jetzt möchte ich Eure Meinung wissen: Wie hat Euch das neue Google Pixel 7 Pro gefallen? Ich freue mich darauf, Eure Kommentare zu lesen!

 

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Camila Rinaldi

Camila Rinaldi

Seit über 10 Jahren teste ich Smartphones und andere Geräte. Auch wenn ich vor kurzem in das Apple-Ökosystem eingetaucht bin, ist Android immer noch eine meiner Leidenschaften. Früher war ich Chefredakteur von AndroidPIT und Canaltech in Brasilien, jetzt schreibe ich für den US-Markt. Ich bin (immer noch) auf Twitter (@apequenarinaldi)!

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25 Kommentare

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  • Sabrina vor 1 Monat Link zum Kommentar

    "Ob es nun an der starken Vermarktung der Serie oder am Kostenvorteil liegt: Ich glaube, dass die Pixel-Smartphones vom letzten Jahr bis jetzt immer beliebter geworden sind. Dennoch fällt es mir schwer zu glauben, dass Google die Blase von Apple und Samsung auf dem Smartphone-Markt durchbrechen kann. Aber das Pixel 7 Pro ist tatsächlich das beste Pixel von allen!"

    Was sehr deutlich für das Pixel spricht, sind die meist sehr natürlichen Farben, sowie die sehr natürliche Ausbelichtung, die sehr natürlichen Kontraste tagsüber. Man kann die Fotos verwenden, ohne an Kontrasten, Schärfen, Wonwertkorrektur groß rumspielen zu müssen. Die Fotos kommen schon gut aus der Kamera..
    Auch der Telezoom ab 5x liefert nach den Fotos, die ich bisher gesehen habe, meist recht gut ab.
    Was gegen das Pixel spricht, sind die schlimmen Lens flares, sobald eine Leuchte im Bild ist, was nachts schwierig zu vermeiden ist - Siehe die Fotos vom Alten Museum. Gegen das Pixel spricht auch, dass der High Super Ultra Maxi Resolut Resolution Zoom und insbesondere das zusammensetzen von Bildern aus mehreren Kameras qualitativ eben nicht mit einem optischen Zoom mithalten kann. Gegen das Pixel spricht, dass das UWW nur mit 1,25 µm Pixeln ausgestattet ist. Samsung ist mit 1,4 µm sichtbar besser beim UWW. Nicht begeistert bin ich, dass beim UWW immer noch die Optische Bildstabilisierung fehlt.

    Caro


  • Nightlife vor 1 Monat Link zum Kommentar

    Das beste Pixel aller Zeiten..... hm, das ist ja wieder mal so eine Aussage.... wäre ja auch ein Armutszeugnis von Google, wenn es das nicht wäre, auch das S22 ist besser als das S21, auch iphone 14 ist besser als das 13er...


  • Oliver L vor 1 Monat Link zum Kommentar

    Wenn du dich auch nur ansatzweise mit Umweltthemen beschäftigen würdest, dann würdest du die Eigenschaft, dass endlich kein weiteres USB-C-Netzteil mehr mitgeliefert wird, ganz schnell von der Negativ- auf die (sogar besonders) Positivseite verschieben. Unglaublich.


    • Matthias "MaTT" Zellmer
      • Staff
      vor 1 Monat Link zum Kommentar

      Naja, nachdem sich heraus gestellt hat, dass Fremd-Netzteile kontraproduktiv bei der Ladung sind, ist dieser Aspekt einer negativen Bewertung durchaus nachvollziehbar.


      • Oliver L vor 1 Monat Link zum Kommentar

        Hast du einen Link mit einem Nachweis/Test, dass Google den Power Delivery Standard nicht sauber unterstützt? Oder auf welche Geräte/Hersteller/Marken/Tests beziehst du dich?


    • André vor 1 Monat Link zum Kommentar

      Ja und damit die alten Netzteile noch im Jahr 2025 zeitgemäß sind, lädt Google seine Smartphones auch im Jahr 2025 mit sagenafter Geschwindigkeit von 23 Watt auf 😂😂


      • Antiappler vor 1 Monat Link zum Kommentar

        Was ist denn an 23 Watt so schlimm?

        Ich lade meine Geräte mit "nur" 18 Watt. Hab bisher dadurch noch nie Probleme gehabt, wobei ich zusätzlich nur bis maximal 80% lade. Und mein Huawei MediaPad M3 Lite LTE ist mittlerweile über 5 Jahre alt.

        Ob es das auch geworden wäre, wenn ich den Akku mit viel mehr Watt geladen hätte?

        Das Laden mit hoher Wattzahl ist doch wohl eher für Leute gedacht, die ihr Gerät maximal zwei Jahre behalten. Wenn der Akku dann Schwierigkeiten macht, bekommen die das doch gar nicht mehr mit.

        Dazu habe ich noch von keinem Hersteller gelesen, der sich dafür verbürgt, dass der Akku auch noch nach 5 Jahren nicht versaut ist, wenn er mit viel Watt (und schnell) geladen wird.


    • Michael K. vor 1 Monat Link zum Kommentar

      Ich halte es auch für einen Nachteil, wenn der Lader nicht mitgeliefert wird, und bevorzuge bei vergleichbaren Geräten die, bei denen noch einer dabei ist.

      Da wären die angesprochenen Kompatibilitätsprobleme mit Fremdladern, aber auch der Umstand, dass man eigentlich nie genug Lader haben kann, weil schnell mal einer verlegt wird.
      Und ob es tatsächlich sinnvoll für die Umwelt ist, einen zehn Jahre alten Lader, der mit 70% Wirkungsgrad und zwei Watt Ruheaufnahme ständig am Netz saugt, weiter zu betreiben, wenn es auch möglich ist, mit einem modernen Lader 96% Wirkungsgrad bei 0,3 Watt Ruheaufnahme zu erreichen, halte ich für sehr fragwürdig. Aus dem Grund kann es auch sinnvoll sein, einen intakten, aber 20 Jahre alten Kühlschrank zu ersetzen, oder noch extremer, Glühbirnen auch dann durch LED-Lampen zu ersetzen, wenn sie noch funktionieren.


  • Conjo Man vor 1 Monat Link zum Kommentar

    Kann man die Display Auflösung beim Pixel 7 Pro auf FHD+ ändern, um weniger Akku zu verbrauchen?


    • Olaf vor 1 Monat Link zum Kommentar

      Es wird sogar mit FHD+ als Standard-Einstellung ausgeliefert. Kann ich nun beurteilen, da ich das 7 Pro seit gestern besitze. Wer QHD will, der muss in den Display-Einstellungen auf "Volle Auflösung" umstellen.


    • Nightlife vor 1 Monat Link zum Kommentar

      Es bringt nicht viel, das zu ändern, wie man denkt, denn alle Pixel sind doch sowieso "aktiv" und leuchten. Strom spart man da höchsten in der GPU, da weniger berechnet werden muss, das wird aber nur sehr wenig Strom sparen.


      • Conjo Man vor 1 Monat Link zum Kommentar

        @Nightlife
        Es ist doch erstens ein OLed Display, da leuchten nicht unbedingt alle Pixel und bei einer niedrigeren Auflösung sind logischerweise prinzipiell weniger Pixel am Leuchten...oder habe ich etwas nicht richtig verstanden?


  • Frieda Brown vor 1 Monat Link zum Kommentar

    Datenblätter lesen ist nun ja auch mal sehr schwer, muss man mal entschuldigen können.


    • Olaf vor 1 Monat Link zum Kommentar

      Trollen ist dafür umso einfacher, wird allerdings auch nicht entschuldigt. Danke für nichts. Denn die sinnfreie Wiederholung eines ohnehin schon sinnfreien Kommentars macht die Sache nicht wertvoller. Von daher: Trollen Sie sich.


  • Conjo Man vor 1 Monat Link zum Kommentar

    "Wenn Ihr das Pixel 7 Pro bis zum 17. Oktober kauft, legt Google eine Google Pixel Watch als Geschenk mit in das Paket – je nach Variante"

    Bitte auch anmerken, dass hier Google vermeldet "[...solange Vorrat reicht...]. Also verbindlich ist die Uhr bzw sind die Buds nicht dabei ;-)


    • Olaf vor 1 Monat Link zum Kommentar

      Derlei Hinweise sind durchaus üblich. Und es ist davon auszugehen, dass für die Vorbesteller-Aktion mehr als jeweils 10 Exemplare von Google zur Verfügung gestellt werden. Bis zum 30. November würde ich mit meinem Antrag allerdings auch nicht warten.


    • Michael K. vor 1 Monat Link zum Kommentar

      Und wenn das Geschenk fehlt, geht das bestellte Gerät halt wieder zurück.
      Ich würde auch nicht davon ausgehen, dass der Vorrat tatsächlich begrenzt ist, dieser Hinweis soll wohl eher von einer schnellen Bestellung überzeugen. Sonst könnte man konkreter werden, und z.B. von den ersten 200000 Bestellern schreiben, die das Geschenk bekommen.


  • abdullah vor 1 Monat Link zum Kommentar

    Schon heftig wenn man überlegt dass das iPhone 14 pro max einfach mal 550€ mehr kostet und da ist die gratis Uhr nicht mal einberechnet.sogar das normale 14er ist hunderter teurer.


  • Yiruma vor 1 Monat Link zum Kommentar

    Ich habe mir das Pixel 7 Pro mal geholt. Watch ist für 300€ verkauft, und somit zahle ich 599€. Das ist es mir wert, um es als Zweithandy neben meinem iPhone 14 Pro Max zu nutzen. Bin mal gespannt, wie es sich so schlägt. Preis/Leistung ist natürlich herausragend für das Pixel 7 Pro.


  • Conjo Man vor 1 Monat Link zum Kommentar

    Pro und Contra Punkte sind identisch aufgeführt

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