Mittlerweile haben wir uns daran gewöhnt, mit Fitness-Trackern und Smartwatches alle möglichen Körperdaten zu erfassen – vom Aktivitätsniveau über den Schlaf bis hin zu Ruhepuls, VO2Max und mehr. Mit seinem Urinlabor namens U-Scan geht Withings nun einen Schritt weiter und misst im Urin der Nutzer unterschiedliche Biomarker.

Das kleine UFO mit 9 cm Durchmesser hat einen Einlass zum Sammeln von Flüssigkeiten. Ein Temperatursensor erkennt, ob es sich um Urin handelt oder um Wasser aus der Toilettenspülung, das auch gleich zum Reinigen des Sensors dient. Sobald U-Scan Urin erkennt, wird dieses in der Testkartusche auf diverse Parameter untersucht. Die Messdaten schickt das Gadget dann per WLAN in die Cloud. Die Ergebnisse findet Ihr dann in der Health-Mate-App von Withings.

Withings U-Scan Aufbau
Im Inneren des Withings U-Scan sitzt eine rotierende Einheit mit der Analyse-Kartusche. / © Withings Bildquelle: Withings

Ihr müsst übrigens nicht vor jedem Toilettengang den Sensor tauschen. Anhand der individuellen Urin-Zusammensetzung erkennt Withings verschiedene Nutzer automatisch. Der Akku im Gehäuse ist wiederaufladbar und soll drei Monate lang halten. So lange hält übrigens auch die im Lieferumfang enthaltene Messkartusche.

Empfohlener redaktioneller Inhalt
Dieser externe Inhalt von YouTube wurde von der nextpit Redaktion ausgewählt und ergänzt den Artikel. Du hast die Wahl, ob du diesen Inhalt laden möchtest.
Externen Inhalt erlauben
Ich bin damit einverstanden, dass externer Inhalt geladen wird. Personenbezogene Daten werden womöglich an Drittplattformen übermittelt. Nähere Informationen enthält die Datenschutzerklärung.

Wie eingangs erwähnt, wird es zwei verschiedene Kartuschen geben. U-Scan Cycle Sync zielt dabei auf das Tracking des weiblichen Zyklus ab, U-Scan Nutri Balance soll beim Tracking der Ernährung helfen. Der FAQ auf der Herstellerwebseite zufolge werden die folgenden Parameter erfasst.

U-Scan Cycle Sync:

  • LH (Luteinisierendes Hormon) zur Vorhersage des Menstruationszyklus und zur Bestimmung des Ovulationsfensters
  • Spezifisches Gewicht für den Wasserhaushalt
  • pH-Wert für den Protein-Gemüse-Haushalt

U-Scan Nutri Balance:

  • Spezifisches Gewicht für den Wasserhaushalt
  • pH-Wert für den Protein-Gemüse-Haushalt
  • Ketone für den Energiestoffwechsel
  • Vitamin-C-Spiegel

In seinen diversen YouTube-Videos verspricht Withings, die Daten für die Nutzer verständlich aufzubereiten und anschließend konkrete Empfehlungen herauszuarbeiten. Im nachfolgend eingebundenen Clip ist beispielsweise zu sehen, wie die App Beiträge empfiehlt, wie man sich auf einen Lauf optimal vorbereitet oder seinen Vitamin-C-Haushalt aufpoliert. Außerdem lassen sich die erfassten Messwerte über die Zeit hinweg verfolgen.

Empfohlener redaktioneller Inhalt
Dieser externe Inhalt von YouTube wurde von der nextpit Redaktion ausgewählt und ergänzt den Artikel. Du hast die Wahl, ob du diesen Inhalt laden möchtest.
Externen Inhalt erlauben
Ich bin damit einverstanden, dass externer Inhalt geladen wird. Personenbezogene Daten werden womöglich an Drittplattformen übermittelt. Nähere Informationen enthält die Datenschutzerklärung.

Ein günstiger Spaß ist Withings U-Scan nicht, wenn das Gadget dann im zweiten Quartal auf den Markt kommen soll. Der Sensor mit einer Kartusche für drei Monate kostet knapp 500 Euro. Weitere Kartuschen soll es wahlweise im Abo oder einzeln auf der Webseite des Herstellers zu kaufen geben. Nachdem das Abo rund 30 Euro pro Monat kosten soll, dürfte der Kartuschenpreis bei etwa 90 Euro liegen. 

Withings U-Scan in Toilette
Laut Withings passt U-Scan in die allermeisten Toiletten im „westlichen Stil“. / © Withings Bildquelle: Withings

Ob ein Tracker am Handgelenk oder in der Kloschüssel: Ein großes Fragezeichen ist und bleibt, welche persönlichen Daten man in die Cloud schieben möchte. Zwar ist Withings ein europäischer Hersteller und dürfte sich daher recht penibel an DSGVO & Co. halten, doch eine Möglichkeit zur lokalen Speicherung der Daten gibt es nicht.

Was denkt Ihr über Withings U-Scan? Könnt Ihr Euch vorstellen, Euch ein smartes Urinlabor in die Toilettenschüssel zu hängen – womöglich auch dann, wenn die Preise in Zukunft deutlich niedriger sind? Und spielt für Euch der Cloud-Zwang eine Rolle? Ich freue mich auf Eure Meinung in den Kommentaren!

Mit diesem Symbol kennzeichnen wir Partner-Links. Wenn du so einen Link oder Button anklickst oder darüber einkaufst, erhalten wir eine kleine Vergütung vom jeweiligen Website-Betreiber. Auf den Preis eines Kaufs hat das keine Auswirkung. Du hilfst uns aber, nextpit weiterhin kostenlos anbieten zu können. Vielen Dank!