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Sony WH-1000XM4 im Test: Solltet Ihr 300 € für Kopfhörer ausgeben?

Sony WH-1000XM4 im Test: Solltet Ihr 300 € für Kopfhörer ausgeben?

Die Sony WH-1000XM4 rutschen immer wieder in die kritische Zone unter 300 Euro! Juckt es Euch bei Rabattaktionen in den Fingern, haben wir die Over-Ear-Kopfhörer mit ANC einem ausführlichen Test unterzogen. Spoilerwarnung: Wollt Ihr in den nächsten Monaten Geld sparen, solltet Ihr eventuell nicht weiterlesen.

Bewertung

Pro

  • Sehr guter Klang
  • Hoher Tragekomfort
  • Sehr gutes ANC
  • LDAC und AAC an Bord
  • Überraschend intelligent
  • Gute Akkulaufzeit (bis zu 30 Stunden)

Contra

  • Recht lockerer Halt
  • Leider nicht mehr mit aptX HD (im Vorgängermodell)
  • Sonys App trübt den Premium-Eindruck
  • Wenig Neuerungen im Vergleich zu WH-1000XM3

Kurzfazit zu den Sony WH-1000XM4

"Womit möchten Sie denn zahlen? EC-Karte oder Kredit? ... Na dann viel Spaß damit!"

Habt Ihr das nötige Kleingeld übrig und seid auf der Suche nach hochwertigen Over-Ear-Kopfhörern mit ANC, könnt Ihr bei den Sony WH-1000XM4 getrost zuschlagen. Denn die Kopfhörer bieten insgesamt ein beeindruckendes Klangerlebnis, das sich aus mehreren Komponenten zusammensetzt.

Kurz und knapp meine ich damit die sehr hohe Klangqualität, die Anpassbarkeit der Kopfhörer über Sonys App und das effektive ANC, das Euch zur Not zur Ruhe bringt. Dank der Bluetooth-Codecs LDAC und AAC sowie Sonys eigener Optimierung namens DSEE Extreme bilden die Kopfhörer die Qualität Eurer Audioquelle sehr gut ab.

NextPit Sony WH 1000XM4 case open
Die Kopfhörer lassen sich zusammenfalten. / © NextPit

Während die Akkulaufzeit von bis zu 30 Stunden und der Tragekomfort auf sehr hohem Niveau sind, vermisse ich im Vergleich zu den Vorgängermodellen die Unterstützung von AptX HD. Auch der Halt auf dem Kopf ist selbst auf der kleinsten Stufe recht locker. Ohne zu viel aus meinem Privatleben zu offenbaren: Headbangen ist nicht drin.

 

Das Ende meines Kurzfazits soll aber der Preis machen: Im Juni 2021 zahlt Ihr immer wieder Preise unter 300 Euro für Sonys Over-Ear-Kopfhörer. Ein hoher, aber keineswegs ein ungerechtfertigter Preis, wie ich finde.

Design & Tragekomfort: Gemütlich, aber ein bisschen locker

Bei den Sony WH-1000XM4 handelt es sich um Over-Ear-Kopfhörer. Das bedeutet, die Ohrmuscheln schließen Eure Lauscher komplett ein. Das Gewicht liegt bei knapp 250 Gramm und im Lieferumfang ist eine Reisetasche enthalten. Um diese möglichst kompakt zu halten, lassen sich die Sony-Headphones falten. Das Case misst somit nur 22 x 16 x 6 Zentimeter.

Hat mir gefallen:

  • Auch bei längerem Tragen kein Druckgefühl
  • Meiner Meinung nach ein cooler Look
  • Hochwertige Verarbeitung
  • Hübsches und kompaktes Tragecase

Hat mir nicht gefallen:

  • Fliegen beim Headbangen vom Kopf
  • Sehr viel Plastik

In allen vier Farbvarianten handelt es sich bei den Sony WH-1000XM4 um schlichte und unauffällige Kopfhörer. Egal, ob Weiß, Schwarz, Silver oder "Midnight Blue" – wohl kaum jemand wird Euch auf der Straße aufgrund Eures auffälligen Kopfschmucks ansprechen. Stattdessen könnt Ihr ganz in Ruhe den hohen Tragekomfort der Kopfhörer genießen.

NextPit Sony WH 1000XM4 headphones
Die Sony WH-100XM4 unterscheiden sich kaum von ihren Vorgängern. / © NextPit

Denn die Ohrmuscheln sind mit einem Innendurchmesser von 6,5 x 4 Zentimetern groß genug, dass mein Ohr darin Platz findet. Hierdurch entstehen keine unangenehmen Druckgefühle und als Heavy-User fand ich selbst 8 Stunden am Tag nicht störend. Im Gegenteil, mir könnten die Kopfhörer sogar ein wenig fester am Kopf aufliegen.

Denn Sonys Softie-Programm sorgt für einen recht lockeren Halt auf dem Kopf. Eine Freundin, der ich die Kopfhörer probeweise auf den Kopf setzte, kommentierte, mit denen könne sie trotz geilem Klang nicht tanzen. Wenn sie damit Headbangen meint, stimme ich Ihr zu.

Schon bei stärkerem Kopfschütteln fangen die Kopfhörer an, über meine Ohren hinwegzurutschen. Anders als bei den Apple AirPods Max ist das nicht unbedingt dem Gewicht geschuldet, das mit 255 Gramm nicht übermäßig hoch ist.

NextPit Sony WH 1000XM4 Benjamin Test
Lässt Euch schonmal verträumt wegsinken: Das effektive ANC sorgt für viel Ruhe. / © NextPit

Interessant ist Sonys Liebe zum Detail, die sich seit nunmehr vier Generationen ausprägen durfte. An der linken Ohrmuschel gibt's beispielsweise einen kleinen Knubbel, mit dem Ihr auch ohne Hinschauen kontrollieren könnt, ob die Kopfhörer richtig herum sitzen. Da es meiner Meinung nach zur "Schönheit" von Kopfhörern beiträgt, will ich Sonys Computerstimme zudem offiziell als "Worlds most sexiest Computervoice" nominieren. Flüstert mir weiter ins Ohr, Sony WH-1000XM4, bitte!

tl;dr: Schick und bequem. Allerdings gefällt mir der lockere Halt abseits des Schreibtischs nicht immer. Dafür konnte ich die Sony WH-1000XM4 während meines Tests bis zu acht Stunden lang tragen, ohne ein übermäßiges Druckgefühl zu verspüren. Hier zeigt sich Sonys Erfahrung im Kopfhörer-Game.

Sound: Multitalent ohne Bassfetisch

Sony platziert in den WH-1000XM4 40 Millimeter große Neodym-Treiber mit einer Membran aus aluminiumbeschichtetem Flüssigkristallpolymer. Materialien, auf die Sony sogar in den 2.200 Euro teuren MDR-Z1R setzt.  Der Frequenzbereich liegt bei hohen 4 bis 40.000 Hertz bei kabelgebundener Nutzung. Mit Bluetooth 5.0 sinkt er trotz LDAC auf 20 bis 40.000 Hertz. Neben LDAC sind auch AAC und Sonys KI-Optimierung namens DSEE Extreme an Bord.

Hat mir gefallen:

  • Ausgeglichener Sound
  • Sehr klare Auflösung von Instrumenten
  • Auf Wunsch superlaut
  • Auch mit leerer Batterie per 3,5-Millimeter-Klinkenkabel nutzbar
  • 360-Grad-Sound weiß zu beeindrucken

Hat mir nicht gefallen:

  • Sony hat AptX HD gestrichen
  • "Nur" mit Bluetooth 5.0

Nachdem ich Euch schon ein bisschen Tech-Porn geboten hab und ich mir die Frequenzbereiche gerne nochmal von Sonys sexy Computerstimme ins Ohr flüstern lassen würde, geht's nachfolgend um meine persönlichen Eindrücke. Denn meiner Meinung nach klingen die Sony WH-1000XM4 für die meisten Genres sehr gut.

Meine Hörgewohnheiten reichen von krachigem Metal à la Death und Gojira über seichten Jazz hin zu bebenden Hip-Hop- und teils unmöglichen Elektro-Beats. Dabei kommen Sonys 40-Millimeter-Treiber eigentlich immer sehr gut weg. Als Equalizer hat sich die Einstellung "Begeistert" in der Sony-App als mein Favorit herausgestellt.

NextPit Sony WH 1000XM4 power
Kabelgebunden könnt Ihr die Kopfhörer entweder passiv oder aktiv nutzen. Cool! / © NextPit

Hier liegt der Fokus ein wenig auf den Höhen, wodurch sich viel Klarheit zwischen Instrumenten und Sounds ergibt. Als Tipp für Bassfanatiker würde ich die WH-1000XM4 aber nicht empfehlen. Bei Mr. Oizos basslastigem "Bear Biscuit" beispielsweise fehlt es schon fast ein wenig an Wumms, um dem Beat die richtige Wirkung zu geben.

Da die Popmusik inzwischen eine deutliche Tendenz zum Bass aufweist (#BillieEilish), kann ich mir gut vorstellen, dass Bassliebhaber von den Kopfhörern ein wenig enttäuscht sind. Ich persönlich schätze die Flexibilität der WH-1000XM4 allerdings sehr und war ein wenig ernüchtert, als meine privaten Soundcore Life Q30 mir plötzlich bei jedem Song die Trommelfelle massieren wollten. 

360-Grad-Sound und fehlendes aptX HD

Zwei interessante Merkmale gibt es beim Klang der Sony WH-1000XM4 noch. Zum einen profitiert Ihr mit dem richtigen Musikstreaming-Abonnement von Sonys 360 Reality Audio, das ich schon beim Test der Sony WF-1000XM4 bewundern durfte. Dabei simuliert Sony ziemlich eindrucksvoll ein Surround-Setup auf Stereo-Kopfhörern.

Sony App 02 NextPit
Um den 360-Grad-Sound zu aktivieren, müsst Ihr Euer Ohr abfotografieren. / © Sony / Screenshot: NextPit

Tidal beispielsweise bietet leider nur knapp 20 360-Grad-Titel, die mir beim ersten Hören ein Lächeln auf die Lippen zauberten. Dafür müsst Ihr zudem das 20 Euro teure Monats-Abonnement Tidal HiFi abonnieren. Am Ende ist das Feature eher etwas, um seine Freunde zu beeindrucken. Im Alltag hatte ich aber nie wirklich das Bedürfnis danach.

 

Schade finde ich im Vergleich zum Vorgängermodell, dass Sony die Unterstützung für Qualcomms Bluetooth-Codec aptX HD gestrichen hat. Ein nicht zu unterschätzender Standard, der neben hohen Bitraten auch geringe Latenzen bringt. AptX HD gilt allgemein als bester Kompromiss aus Kompatibilität und geringem Qualitätsverlust. Verständlich, dass Sony auf seinen eigenen Codec bauen will, schade ist es aber dennoch.

tl;dr: Die Klangqualität ist meiner Meinung nach der Hauptgrund, sich für die Sony WH-1000XM4 zu entscheiden. Das liegt vor allem an der recht neutralen Klangcharakteristik, die sich für alle möglichen Genres eignet. Noch einmal betonen will ich den Komfort, der sich dadurch ergibt, dass sich die Headphones auch mit leerem Akku über ein Kabel betreiben lassen. 

Geräuschunterdrückung: Effektiv und clever

Stören Euch Umgebungsgeräusche, könnt Ihr mit den WH-1000XM4 eine aktive Geräuschunterdrückung aktivieren. Dabei nutzen die Kopfhörer Antischall, um Geräusche zu minimieren. Mit Features wie Adaptive Sound Control oder dem Quick-Attention-Modus könnt Ihr einfach und clever zwischen ANC und dem Transparenzmodus umherschalten.

Hat mir gefallen:

  • Sehr gute Geräuschunterdrückung bei gleich
  • Clevere Features zur Steuerung des ANC

Hat mir nicht gefallen:

  • Leichter Unterdruck bei aktiviertem ANC

Sonys Over-Ear-Bluetooth-Kopfhörer haben sich nicht zuletzt aufgrund ihrer guten Geräuschunterdrückung einen Namen gemacht. Der Hersteller gibt auf seiner Homepage selbst damit an, dass Sony laut eigener Untersuchungen im Markt für kabellose Bügelkopfhörer mit Geräuschminimierung branchenführend sei. Nun ...

Dabei setzen die Kopfhörer Störgeräuschen, die aus Eurer Umgebung in Euer Ohr dringen wollen, Frequenzen mit umgekehrter Polarität entgegen. Der sogenannte Antischall schafft es dann mehr oder minder, die Störgeräusche zu filtern.

NextPit Sony WH 1000XM4 1
Die Mikros für Umgebungsgeräusche nehmen Krach auf, dem dann Antischall entgegengeschossen wird. / © NextPit

Wie üblich sind es vor allem gleichbleibende Geräusche in tiefen Frequenzen, die von den getesteten Kopfhörern fast vollständig herausgenommen werden. An einem regnerischen Tag kann ich die recht laute Straße vor meiner Wohnung kaum noch wahrnehmen, wenn ich die Kopfhörer am offenen Fenster aufsetze. Plötzliche Geräusche wie hupende Autos kommen hingegen noch recht deutlich durch.

Das ist aber ziemlich normal und insgesamt gehört das ANC der WH-1000XM4 subjektiv zu einem der besten. Meiner Meinung nach ist das Herausfiltern von Geräuschen aber längst nicht mehr alles, was ein Feature zur Geräuschunterdrückung leisten sollte. Und hier holen sich die WH-1000XM4 einige Extrapunkte.

Clevere Steuerung der Geräuschunterdrückung

Denn das ANC voll aufzudrehen, ist nicht in jeder Situation ratsam. Geht Ihr beispielsweise in der Stadt spazieren, könnt Ihr mit aktiver Musikwiedergabe und ANC locker schonmal einen Krankenwagen überhören. Für solche Fälle bietet Sony die "Ambient Sound Control".

Dabei misst die App die Bewegungen Eures Handys und erkennt so, ob Ihr Euch gerade bewegt, irgendwo in der Gegend herumsteht oder auf einem Stuhl sitzt. Je nach Euren Vorlieben schalten die Kopfhörer dem ANC dann ganz von selbst Umgebungsgeräusche hinzu. Manuell lässt sich der Transparenzmodus in der App übrigens in 20 Stufen steuern.

Zusätzlich könnt Ihr Umgebungsgeräusche auch dann durchschalten, wenn Ihr ein Gespräch anfangt. Werdet Ihr auf der Straße angesprochen, könnt Ihr aber auch einfach eine Hand auf den rechten Ohrhörer legen und schon werden Geräusche durchgespeist und die Lautstärke Eurer Musik verringert.

Gewöhnt Ihr Euch dran, will man diese Komfortfunktionen nicht mehr missen. Vor allem dann, wenn Ihr die nervige Benachrichtigung der Ambient Sound Control in der Sony-App deaktiviert.

tl;dr: Sony behauptet, branchenführendes Noise Cancelling zu bieten – und dem kann ich gar nicht viele Argumente entgegensetzen. Die Geräuschunterdrückung ist sehr effektiv und Sony steuert diese mit echt interessanten Funktionen ganz von selbst.

Bedienung und Zusatz-Features: Swipen oder Handeln

An der rechten Seite der Sony WH-1000XM4 findet Ihr ein Touch-Eingabefeld. Darüber hinaus erkennen die Kopfhörer, wenn Ihr sie auf dem Kopf tragt sonst gibt es ein paar weitere Zusatzfunktionen und Details, die ich Euch gerne zeigen möchte.

Hat mir gefallen:

  • Intuitive Touch-Bedienung
  • Praktischer Custom-Button
  • Gute Trageerkennung

Hat mir nicht gefallen:

  • Touch-Elemente wie immer regenanfällig

Mit der Bedienung der Sony WH-1000XM4 will ich mich – wie im Alltag – gar nicht allzu lange aufhalten. Praktisch ist es durchaus, dass Ihr über Wischbewegungen am rechten Ohrhörer die Lautstärke variieren oder einen Track weiterschalten könnt. Dazu gibt's an der linken Seite einen An-Schalter und einen benutzerdefinierten Knopf, dem Ihr ein Feature zuweisen könnt.

Beispielsweise lässt sich so Siri oder der Google Assistant aktivieren, mit dem die Kopfhörer kompatibel sind. Die Verbindung zu Eurem Android-Handy ist dank Googles "Fast Pair" zudem echt easy. Ihr registriert den Kopfhörer in Eurem Account und anschließend steht Euch die Verbindung auch auf anderen Geräten zur Verfügung. Alternativ könnt Ihr das Pairing dank NFC auch mit Auflegen Eures Handys aktivieren.

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Neben den zwei Knöpfen gibt's noch eine Touch-Bedienfläche an der rechten Ohrmuschel. / © NextPit

Dazu gibt's Multi-Pairing von zwei Geräten gleichzeitig, zwischen denen die WH-1000XM4 dann automatisch umschalten. Manuell geht das auch, dafür steuert Ihr die App an.

Apropos App: Hier muss ich Sony mal wieder einen erhobenen Zeigefinger vorsetzen. Die Anwendung schaut recht altbacken aus und nimmt ein wenig das Premium-Feeling, das die Audio-Produkte des Herstellers ab einer bestimmten Preisklasse verströmt. Hier wäre ein Update mit einem neuen Design echt mal nötig.

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Die Sony-App sieht meiner Meinung nach ein bisschen altbacken aus. / © Sony / Screenshot: NextPit

Erwähnenswert ist zu guter Letzt die Trageerkennung, die über einen Distanzsensor im rechten Ohrhörer funktioniert. Das ist echt praktisch, wenn Ihr die Kopfhörer kurz zur Seite legt. Hängt Ihr sie Euch allerdings um den Hals, pausiert die Wiedergabe nicht. Denn der Faltmechanismus dreht sich in Richtung Eurer Schultern und nicht nach oben gen Himmel.

tl;dr: Auch bei der Bedienung hat sich Sony etwas einfallen lassen. Dabei handelt es sich zwar nur um eine Trageerkennung und einen Custom-Knopf, das ist aber dennoch positiv zu erwähnen. Die App ist meiner Meinung nach ein Schwachpunkt von Sonys Audio-Produkten. Hier ist mal echt ein Update fällig.

Akku: Bis zu 38 Stunden sind drin

Die Akkulaufzeit der Sony WH-1000XM4 gibt der Hersteller mit bis zu 38 Stunden bei deaktiviertem ANC an. mit ANC sinkt die Laufzeit auf 30 Stunden. Diese Angaben halte ich nach zwei Wochen der Nutzung für realistisch. Ein Quick-Charging-Feature ist auch mit an Bord und dieses bringt Euch in nur 10 Minuten Ladezeit fünf Stunden weiteren Musikgenuss.

Hat mir gefallen:

  • Lange Akkulaufzeit
  • Quick-Charging

Hat mir nicht gefallen:

Bei der Akkulaufzeit gibt es meiner Meinung nach nicht viel zu kritisieren. Ihr könnt die Kopfhörer bis zu 30 Stunden lang nutzen und ein Quick-Charging-Feature ist auch mit an Bord. Bevor ich mich dreimal wiederhole: Gut gemacht, Sony!

Was Ihr noch über die Sony WH-1000XM4 wissen solltet

Kurz vor Schluss gibt's noch ein paar Dinge, die ich Euch noch über die WH-1000XM4 erzählen möchte. Ganze Absätze sind dafür aber nicht nötig, finde ich!

NextPit Sony WH 1000XM4 case
Die Sony WH-1000XM4 kommen im praktischen Transport-Case. / © NextPit
  • Die Gesprächsqualität ist dank Sonys Precise Voice Pickup-Technologie sehr gut – meine Gesprächspartner:innen habe nicht gemerkt, dass ich Kopfhörer genutzt habe
  • Im Reise-Etui sind neben den Kopfhörern ein Flugzeug-Adapter, ein Klinkenkabel (1,2 Meter) und ein USB-C-Kabel (circa 20 Zentimeter) enthalten
  • Zum Ausprobieren legt Sony drei Monate eines Premium-Musikstreamingdienstes Eurer Wahl drauf

Technische Daten

Specs im Überblick

Eigenschaft Sony WH-1000XM4
Größe 22 x 16 x 6 Zentimeter (Case)
Gewicht circa 255 Gramm
Treiber 40-Neodym-Treiber mit Membran aus aluminiumbeschichtetem Flüssigkristallpolymer
Frequenzgang Max. 4 - 40.000 Hz (Kabelgebunden, aktiv)
Bluetooth Bluetooth 5.0
ANC Ja
Bluetooth-Codecs SCB, AAC, LDAC
Akkulaufzeit Bis zu 38 Stunden (NC aus) | Bis zu 30 Stunden (NC an)
Quick-Charging Ja
Features DSEE Extreme, 360-Grad-Sound, Google Assistant, Siri, Trageerkennung, Freisprechen
Preis UVP: 379 € | Preis im Juni 2021: ~ 200 €

Abschließendes Urteil

Mit dem leichten Preisverfall, den die Sony WH-1000XM4 seit Release erlebt haben, sind die Over-Ear-Kopfhörer noch empfehlenswerter geworden! Denn Ihr holt Euch sehr gute Kopfhörer, die viele moderne Technologien mitbringen. Im Alltag gewöhnt man sich schnell an Funktionen wie die Ambient-Noise-Control und den Quick-Attention-Modus und irgendwie will man nicht mehr drauf verzichten.

NextPit Sony WH 1000XM4 inside
Die Trageerkennung funktioniert über einen kleinen Sensor in der linken Ohrmuschel. / © NextPit

Das alles setzt Sony auf eine sehr gute Grundlage mit hohem Tragekomfort, einem sehr guten Klang und höchst effektivem ANC. Als Negativpunkte muss ich aber das Fallenlassen des aptX-Codecs bemängeln, das es in den WH-1000XM3 noch gab. Auch der Halt auf meinen Ohren war nicht immer optimal – die Sony-Kopfhörer sind eher Reise- und Zuhause-Kopfhörer als für den Sport geeignet.

 

Zuletzt sind es aber die spannenden Alternativen, die mir eine Kaufentscheidung am Ende doch recht schwierig machen. Bose bietet für einen Straßenpreis von 250 Euro die Noise Cancelling Headphones an und die Bose QC 35 II gibt's immer mal wieder für knapp 180 Euro. Aktuell sind wir noch dabei unsere Bestenliste der Over-Ear-Kopfhörer zu aktualisieren. Daher gebe ich Euch als Alternative einige Testberichte an die Handy, die Euch bei der Kaufentscheidung helfen:

18 Kommentare

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  • Moritz vor 3 Monaten Link zum Kommentar

    Was wäre zum WH-1000XM4 denn das Pendant von Bose?


  •   9
    Gelöschter Account vor 3 Monaten Link zum Kommentar

    Ich hab mir den Vorgänger (WH-1000XM3) vor ca. einem Jahr für 180€ gekauft. Wüsste nicht, wieso ich für den XM4 so viel mehr bezahlen sollte. Naja, hoffentlich sinkt der XM4 auch so krass im Preis wie sein Vorgänger :)


  • Tim vor 3 Monaten Link zum Kommentar

    So gut die Kopfhörer von der Technik her vielleicht auch sind, aber ich persönlich würde mir einfach nie wieder Kopfhörer kaufen, die komplett aus Plastik sind. Vor allem nicht für mehrere hundert Euro.
    Meine Sennheiser Momentum haben ähnlich viel gekostet und sind vielleicht nicht ganz so leistungsstark beim ANC, dafür aber vor allem dank der Edelstahl-Bauweise deutlich robuster und langlebiger und das erwarte ich bei Kopfhörern - gerade in so einer Preisklasse.


    • Oleole vor 3 Monaten Link zum Kommentar

      Das kann man so pauschal auch nicht sagen. Ich habe über 20 Jahre alte "Plastik-Kopfhörer" von Sennheiser, die unverwüstlich sind. Und die klingen übrigens auch immer noch wesentlich besser als neue, kabellose ANC-Kopfhörer - unabhängig von der Marke.

      Wenn ich das richtig weiß, sind die meisten High-End-Kopfhörer von Sennheiser hauptsächlich aus Plastik. Aber zugegebenermaßen fühlen sich meine Beoplay aus kühlem Metall und echtem Leder im Vergleich schöner an.


      • Tim vor 3 Monaten Link zum Kommentar

        Ist natürlich irgendwo auch was persönliches. Ich hatte auch schon viele, teurere Kopfhörer aus Plastik und ich habe eben die Erfahrung gemacht, dass diese trotz guter Pflege nach meist einem Jahr oder weniger schon Risse im Plastik hatten oder ganz kaputt gingen. War auch bei meinen ersten Kopfhörern von Sennheiser aus Plastik so. Meine Momentum hingegen sind jetzt 3.5 Jahre alt und abgesehen von den Ohrpolstern (irgendwie logisch 😅) noch quasi nagelneu.


  • René H. vor 3 Monaten Link zum Kommentar

    300,- Euro? Gewiss nicht für einen Sony. So gut wie früher ist Sony nicht mehr, die bauen auch nurnoch "Standard".


  • HEB vor 3 Monaten Link zum Kommentar

    App altbacken? Kann man die Essen? Oder soll sie kunterbunt sein? Wichtig ist doch das man die Funktionen einstellen und nutzen kann. Oder was genau meint Ihr?


  • Reginald Barclay vor 3 Monaten Link zum Kommentar

    "...Hübsches und kompaktes Ladecase..." Ladecase?


    • Benjamin Lucks
      • Admin
      • Staff
      vor 3 Monaten Link zum Kommentar

      Tragecase sollte es heißen! Laden funktioniert natürlich über den USB-C Port :)


      • René H. vor 3 Monaten Link zum Kommentar

        Weshalb sagt/schreibt ihr nicht auf "altdeutsch" Tragetasche? 😉


      • Tenten vor 3 Monaten Link zum Kommentar

        Weil das auf dem Foto ein Case ist und keine Tasche.

        Tim


      • René H. vor 3 Monaten Link zum Kommentar

        Case = das Etui, die Tasche, die Hülle, die Kiste, der Koffer....


      • Tenten vor 3 Monaten Link zum Kommentar

        Einfach übersetzen geht leider nicht, denn Case hat sich inzwischen als fester Begriff für eine Art von Tasche etabliert. Will man also präzise sein, muss man es Case nennen. Schuhe sind ja auch nicht einfach nur Schuhe, sondern Brogues, Loafers, Sneaker, Derbys, Chelseas, Oxfords und so weiter.

        Tim


      • René H. vor 3 Monaten Link zum Kommentar

        Dann aber bitte kein Denglisch. Tragecase klingt blöd. 😉


      • Tenten vor 3 Monaten Link zum Kommentar

        Aber an Over-Ear-Kopfhörer, Spoilerwarnung, Bluetooth-Codecs, Headbangen, cooler Look, Heavy-User, Softie-Programm, Computerstimme, Musikstreaming, Zusatz-Features, Touch-Bedienung und nicht zuletzt an Reise-Etui störst du dich nicht? Alles Begriffe aus dem Artikel.

        Gelöschter AccountTim


      • Benjamin Lucks
        • Admin
        • Staff
        vor 3 Monaten Link zum Kommentar

        Könnte alternativ noch "Ladekäs" anbieten!


      • Reginald Barclay vor 3 Monaten Link zum Kommentar

        Du meinst Tragekäs?!
        Wie wäre es mit Transport- oder Aufbewahrungsschachtel?🤐

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