Pebble Time Round: Preis und Verfügbarkeit

Die Pebble Time Round wird mit einem 20 Millimeter breiten Armband momentan (März 2016) für rund 230 Euro verkauft. Zur Auswahl stehen die Farben Schwarz/Grau und Beige/Braun. Wer ein 14 Millimeter breites Armband bevorzugt, bezahlt die gleiche Summe für drei weitere Farbvarianten. Mit rund 265 Euro stehen drei weitere Farbkombinationen ebenfalls für 14-Millimeter-Armbänder zur Verfügung.

Pebble Time Round: Design und Verarbeitung

Bei unserer Testversion handelt es sich um das Modell mit einem 14 Millimeter breiten Armband aus Leder. Das Edelstahlgehäuse hat die Farbe Roségold. Durch die verwendeten Materialien wirkt die Uhr um einiges hochwertiger als die quadratischen Pebble-Uhren.

Die Pebble Time Round ist die schmalste Smartwatch auf dem Markt.

Uns gefällt auch Anordnung der drei Buttons auf der rechten Seite der Uhr. Diese stehen aufgrund des runden Designs etwas mehr auseinander und nicht so eng zusammen wie zum Beispiel bei der Pebble Time. Mit einer Dicke von 7,5 Millimeter ist die Pebble Time Round laut Hersteller die derzeit schmalste Smartwatch auf dem Markt.

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Auch ein runder Rücken der Smartwatch kann entzücken. / © nextpit Bildquelle: NextPit

Diese schlanken Maße könnten den Smartwatch-Trägern gefallen, denen zum Beispiel die Moto 360 (Test) zu groß ist. Andererseits wirkt die Pebble Time Round gerade bei großen Armen wie eine Kinder-Uhr. Aber das ist Geschmackssache.

Mit der Pebble Time Round hat das Startup auf jeden Fall bewiesen, dass es auch Smartwatches mit einem edlen Design entwickeln kann.

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Die edle Smartwatch von Pebble. / © nextpit Bildquelle: NextPit

Pebble Time Round: Display

Neues Design, altes Display. So lässt sich die Pebble Time Round am einfachsten beschreiben und vor allem Kenner früherer Pebble-Uhren werden keine großen Unterschiede beim Bildschirm feststellen. So ist das Display immer noch etwas dunkel und die Farben wirken alles andere als kräftig oder scharf. Bei einer Auflösung von 180×180 Bildpunkten kann man aber auch nicht zu viel erwarten.

Eine Schwäche des Displays der Pebble Time Round zeigt sich, wenn der Nutzer seitlich auf die Uhr schaut. Dann lässt sich fast nichts mehr erkennen. Da Nutzer normalerweise von oben auf die Uhr schauen, wenn sie am Handgelenk befestigt ist, dürfte das kein Problem sein. Trotzdem sollte Pebble das beim nächsten Modell ausbessern.

Bei ungünstigen Lichtverhältnissen gibt es im Vergleich zu früheren Modellen aber keine allzu großen Schwierigkeiten mehr. So erkennt der Nutzer auch bei hellen Lichtverhältnissen sowohl die Schrift als auch Symbole. Wer dennoch Probleme dabei hat, etwas auf dem Display zu erkennen, sollte in den Einstellungen die Helligkeit auf Maximum stellen, sowie ein besonders helles Ziffernblatt auswählen.

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Eine hohe Auflösung darf man auch bei der Pebble Time Round nicht erwarten. / © nextpit Bildquelle: NextPit

Pebble Time Round: Software

Bei Smartwatches als auch Smartphones ist die Touch-Steuerung Standard. Die Pebble-Uhren machen da eine Ausnahme und auch die Pebble Time Round lässt sich nur über die drei Knöpfe auf der rechten Seite sowie den Button auf der linke Seite bedienen. Das funktioniert sehr gut, auch sind die Druckpunkte ausgezeichnet. Bevor es aber so richtig losgeht, muss das Android-Smartphone oder iOS-Gerät über Bluetooth verbunden werden.

Wie bei der Pebble Time lassen sich dann über das Smartphone Apps auf die Pebble Time Round übertragen. Diese Apps holt sich der Besitzer der Pebble-Uhr entweder aus dem Pebble Store oder dem Google Play Store. Zu Beginn befindet sich auf der runden Pebble-Uhr eine eher kleine Auswahl an Apps, wie zum Beispiel eine Benachrichtigungs-Funktion für Termine sowie ein Musik-Player. Wir finden es gut, dass die Pebble-Uhr nicht mit Apps vollgestopft wurde, andererseits wären sinnvolle vorinstallierte Anwendungen nicht schlecht.

Generell könnten Entwickler mehr Apps für die Pebble Time Round und die anderen Pebble-Uhren bereitstellen. Es ist zwar ganz nett, dass TripAdvisor oder Evernote auch Pebble-Anwendungen anbieten, im Vergleich zu aktuellen Android-Smartwatches wie der Moto 360 (2015) oder der ZenWatch 2 (Test) ist das Angebot aber eher gering.

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Die Auswahl an passenden Pebble-Apps könnte größer sein. / © nextpit Bildquelle: NextPit

Pebble Time Round: Akku

Eine der großen Stärken der Pebble-Uhren ist der geringe Akku-Verbrauch. So hält die Pebble Time bei unseren Tests rund vier Tage durch. Das schafft die Pebble Time Round nicht. Bei normaler Nutzung musste die Uhr nach ungefähr 30 Stunden wieder an eine Stromquelle angeschlossen werden. Das ist im Vergleich zur Moto 360 (2015) aber immer noch ein guter Wert, denn die Motorola-Smartwatch benötigt meist schon nach zehn Stunden wieder Energie. Ein weiterer Vorteil der Pebble Round Time ist, dass sie nach ungefähr 45 Minuten wieder voll aufgeladen ist.

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Akku-Sorgen? Nicht bei der Pebble Time Round. / © nextpit Bildquelle: NextPit

Abschließendes Urteil

Pebble-Uhren müssen nicht hässlich sein. Das beweist die Pebble Time Round. Zumindest unsere weiße Version kann sich sehen lassen, auch fühlt sich die Uhr hochwertig an. Für viele Nutzer könnte die aktuell schmalste Smartwatch aber etwas zu klein sein. Das ist aber Geschmackssache, wie auch die Bedienung über Knöpfe statt einer Touch-Steuerung.

Schaut man auf die Leistung und Software-Ausstattung, dann bekommt der Käufer eine Smartwatch, die rund läuft und deren App-Angebot zwar ganz ordentlich, aber überschaubar ist.

Dass die Akku-Leistung der Pebble Watch Round im Vergleich zur Pebble Time etwas geringer ist, ist zwar schade, aber bei über 24 Stunden Laufzeit und einer sehr kurzen Aufladezeit, ist das zu verschmerzen.

Wer also schon immer mit dem Kauf einer Pebble-Uhr geliebäugelt hat, das Design der früheren Modelle aber zu altbacken fand, sollte jetzt zugreifen. Wer Wert auf eine große Auswahl an Apps legt, holt sich lieber eine Android-Smartwatch wie die Samsung Gear S.