Pros des Moto 360 (2015)

  • Moto 360 läßt sich sehr leicht individualisieren
  • Wasserdicht durch IP67-Zertifizierung
  • Drahtloses Laden klappt ohne Probleme
  • Armbänder lassen sich leicht abnehmen

Contras des Moto 360 (2015)

  • Der Sensor unter dem Display verdeckt Informationen
  • Akkulaufzeit wurde nicht wirklich verbessert
  • Gelegentlich Probleme mit der Touch-Steuerung

Moto 360 (2015): Preis und Verfügbarkeit

Die zweite Generation der Moto 360 wurde fast genau 12 Monate nach der Vorstellung der ersten Generation im Rahmen der IFA 2015 am 2. September 2015 offiziell vorgestellt. Anders als die Ur-Moto-360 kann die Smartwatch in diesem Jahr auch im deutschen Moto Maker konfiguriert und bestellt werden. Der Startpreis beträgt 299 Euro.

Im Google Store taucht die Moto 360 (2015) ohne Preis auf und wird als nicht verfügbar gelistet.

AndroidPIT moto 360 2015 11
Viel hat sich am Design der Motor 360 der 2. Generation nicht geändert. / © nextpit Bildquelle: NextPit
Empfohlener redaktioneller Inhalt
Dieser externe Inhalt von YouTube wurde von der nextpit Redaktion ausgewählt und ergänzt den Artikel. Du hast die Wahl, ob du diesen Inhalt laden möchtest.
Externen Inhalt erlauben
Ich bin damit einverstanden, dass externer Inhalt geladen wird. Personenbezogene Daten werden womöglich an Drittplattformen übermittelt. Nähere Informationen enthält die Datenschutzerklärung.

Moto 360 (2015): Design und Verarbeitung

Das Erste, was man über die neue Moto 360 (2015) wissen muss, ist, dass sie in zwei Größen angeboten wird: Eine Variante der Smartwatch ist 46 Millimeter dick, die andere 42 Millimeter. Die etwas größere Version soll laut Motorola für Männer, die etwas schmalere Moto 360 für Frauen geeignet sein. Davon sollte man sich aber nicht verwirren lassen, da beide Versionen sowohl von Männern als auch Frauen getragen werden können – vom Design her betrachtet. Es kommt schlicht auf den eigenen Geschmack an, ob man eine etwas dickere oder schmalere Moto 360 (2015) will und ob sie zum Handgelenk passt. 

AndroidPIT moto 360 2015 52
Welche Größe darf es denn sein? Die Moto 360 wird in zwei Größen, 46mm oder 42mm angeboten. / © nextpit Bildquelle: NextPit

Das Design der neuen Moto 360 (2015) sieht im Vergleich zum Vorgänger einfach schöner aus. An der gewohnt hochwertigen Verarbeitung hat Motorola zum Glück nichts verändert. Nur eine kleine Änderung wurde vorgenommen, denn bei der neuen Version ist der physische Eingabe-Button etwas nach oben gewandert, wodurch sich die Moto 360 (2015) nun besser bedienen lässt. 

Moto 360 2nd gen 08
Die Damenwelt wird es freuen: Die Moto 360 (2015) gibt es in einer kleineren Version mit 42 mm Durchmesser. / © nextpit Bildquelle: NextPit

Neu ist auch, dass das Armband nun direkt mit dem Uhrengehäuse verbunden ist. Das Armband kann trotzdem ausgetauscht werden, was nach kurzem Einüben und mit Hilfe der Fingernägel auch recht leicht vonstatten geht. Im ersten Hand-On war subjektiv noch etwas Fingerspitzengefühl nötig, das ist nun nicht mehr so. Wir können es also gelten lassen, Motorolas Versprechen, dass die Armbänder sich „innerhalb von Sekunden“ tauschen lassen, um die Uhr „jeden Tag“ seinem Geschmack bzw. seiner Mode anpassen zu können.

Moto 360 2nd gen 07
An die Damen hat Motorola dieses Jahr auch gedacht und bietet dieses Doppelarmband an. / © nextpit Bildquelle: NextPit

Auf der Rückseite der neuen Moto 360 ist ein Sensor angebracht, der alle fünf Minuten den Herzschlag misst und und eine Analyse an die Smartwatch schickt. Laut den Entwicklern kann so der Gesundheitszustand des Nutzers über einen Zeitraum von bis zu 24 Stunden überprüft und überwacht werden. 

AndroidPIT moto 360 2015 53
Welches ist die Moto 360 aus diesem Jahr? Kleiner Hinweis: die Smartwatch mit Lederarmband ist aus 2015 / © nextpit Bildquelle: NextPit

Um möglichst jeden Geschmack abzudecken, bietet Motorola für die neue Moto 360 mehr Armbänder und unterschiedliche Designelemente und Farben für das Gehäuse an. Insgesamt stehen acht Gehäuse-Farbvariationen bereit, für das Armband jeweils sechs. Beim Armband kann man außerdem zwischen Leder-Version und einer Metal-Variante wählen. Einige Armbänder kosten etwas mehr, zum Beispiel die Version mit den doppelten Riemen. 

Anhand von mehr Widgets lässt sich auch das Android-Betriebsystem nach eigenen Vorstellungen anpassen und optimieren.

AndroidPIT moto 360 2015 2
Der Hardware-Button ist nun weiter nach Oben gerutscht. / © nextpit Bildquelle: NextPit
  Moto 360 2015 (46mm) Moto 360 2015 (42mm) Moto 360
Durchmesser 46mm 42mm 46mm
Dicke 11.4mm 11.4mm 11.5mm
Akkukapazität 400 mAh 300 mAh 320 mAh

Moto 360 (2015): Display

Da es zwei unterschiedliche Größen der Moto 360 (2015) gibt, gibt es auch zwei unterschiedliche Display-Größen. Die Herren-Version (46mm) löst mit 360 × 330 Pixeln auf, die kleiner Variante (42mm) mit 360 × 325. Durch die im Vergleich zum Vorgänger (320 x 290 Pixeln) höhere Auflösung wirken die Inhalte schärfer und einfach schöner. Bei der neuen Moto 360 spiegelt das Display auch nicht mehr so sehr. Leider ist ein großes Manko geblieben: Das Display sieht aus, als ob es einen Platten hat (Flat-Tire-Design), weil der untere Teil durch den Umgebungslichtsensors abgeschnitten ist. Und damit werden ungünstiger Weise Informationen abgeschnitten, die andere Smartwatches mit wirklich kreisrundem Display anzeigen. 

Immerhin: Die Display-Helligkeit lässt sich nun auch individuell in fünf Schritten einstellen. Jedoch wirkt sich ein besonders helles Display auch wie üblich auf die Akkuleistung aus!

AndroidPIT moto 360 2015 50
Das Gehäuse ist rund, aber das Display ist es wegen des Umgebungslichtsensors es leider nicht. / © nextpit Bildquelle: NextPit

Das Display sieht also insgesamt sehr gut aus, es reagierte aber leider nicht immer sofort auf die Touch-Eingaben. Das ist vor allem dann störend, wenn man es eilig hat und schnell eine bestimmte App aufrufen will. Hier sollte Motorola per Patch unbedingt noch nachbessern. 

AndroidPIT moto 360 2015 3
Leider reagiert das Display nicht immer sofort auf die Touch-Eingaben. / © nextpit Bildquelle: NextPit

Im Großen und Ganzen ist das Display der Moto 360 (2015) zufriedenstellend. Bei der nächsten Version sollte alles aber etwas flotter vonstatten gehen. Und das „Flat-Tire-Design“ sollte verschwinden. 

Moto 360 (2015): Software

Die Moto 360 (2015) wird mit der aktuellen Version von Android Wear ausgeliefert. Gegenüber dem Model aus 2014 wurden in dieser Version zahlreiche Verbesserungen vorgenommen. Bestes Beispiel ist die Unterstützung für WLAN, so dass die Moto 360 (2015) nun auch ohne Smartphone funktioniert – vorausgesetzt ein WLAN-Hotspot ist in der Nähe. Außerdem gibt es eine ganze Fuhre an neuen Watchfaces, die jetzt teilweise auch mit Widgets für Zusatzinformationen ausgestattet sind.

AndroidPIT moto 360 2015 12
Die neuen Watchfaces zeigen nun Zusatzinformationen, wie Akkuladestand an. / © nextpit Bildquelle: NextPit

Zwei Funktionen die mich während des Tests am meisten beeindruckten, waren zum einen Möglichkeit die Moto 360 (2015) als Fernbedienung für Android TV zu nutzen, zum anderen die Anzeige von wichtigen Fitness-Informationen beim Sport.

Der integrierte Pulsmesser und Schrittzähler der Moto 360 waren im Test durchaus akkurat, auch wenn im Internet viele Nutzer die Genauigkeit eines optischen Pulsmesser und des Schrittzählers in einer Smartwatch bezweifeln. Für den normale Nutzer, der nur einen Richtwert braucht sind die Messungen aber ausreichend akkurat genug. Für medizinische Zwecke taugen die Messwerte einer Smartwatch bisher nicht.

AndroidPIT moto 360 2015 21
Viele Einstellungen lassen sich über die Android Wear App an der Moto 360 vornehmen. / © nextpit Bildquelle: NextPit

Die Moto 360 (2015) ist nicht nur für Android-User interessant, sondern auch für iPhone-Nutzer. Die Android-Wear-App steht für iOS 8.2 und höher im Apple App Store bereit. Der Funktionsumfang der Kombination iPhone und Android Wear ist aber nicht identisch mit dem zwischen Android Wear und Android OS. Mehr dazu weiter unten.

Moto 360 (2015): Performance

Die erste Generation der Moto 360 musste viel Kritik wegen der schwachen Hardware einstecken. Die neue Moto 360 spielt nun in einer Liga mit der Konkurrenz auf dem Android-Wear-Markt. Wie fast die gesamte Konkurrenz nutzt auch die Moto 360 (2015) den Snapdragon 400 Quad-Core-Prozessor mit 1.2 GHz und 512 MB Arbeitsspeicher. Der interne Speicher für Apps und Dateien bleibt bei 4 GB Größe. Verbindung mit der Außenwelt stellt die neue Moto 360 nun wahlweise über WLAN oder per Bluetooth 4.0 LE her. Letzteres setzt natürlich ein Smartphone auf dem die Android Wear Companion App installiert ist.  

AndroidPIT moto 360 2015 32
Die Moto 360 (2015) reagiert dank Harwdare-Update nun schneller. / © nextpit Bildquelle: NextPit

Android Wear ist, wie ich schon in der Sektion Software erwähnt, endlich für iOS erhältlich und lässt sich zum Beispiel mit einem iPhone 6 verbinden. Natürlich lassen sich mit der App auch die Konkurrenz-Modelle, wie die Apple Watch

Während meines Test habe ich die neue ​​Moto 360 mit einem iPhone 6 ausprobiert, aber neben öfteren Verbindungsproblemen war das Erlebnis nicht das gleiche. Zwar konnte man Sprachsuchen durchführen, aber WhatsApp-Nachrichten konnte ich nicht beantworten. Das ist auch das Hauptproblem, denn es gibt aktuell einfach zu wenig iOS-Apps, die mit Android Wear kommunizieren können. 

AndroidPIT moto 360 2015 15
Die Moto 360 (2015) nutzt die aktuellste Version von Android Wear. / © nextpit Bildquelle: NextPit

Die Moto 360 (2015) ist vollgepackt mit Sensoren: Angefangen mit dem Beschleunigungssensor, Gyroskop, Umgebungslichtsensor bis hin zum Pulssensor ist alles mit dabei. Auch ein kleiner Vibrationsmotor steckt in der Moto 360 (2015). Er informiert Euch nicht nur über eingehende Nachrichten, sondern macht auch als eine Art haptisches Feedback Eingaben auf dem Touchscreen spürbar. 

Für eine Smartwatch ist die Sprachsteuerung das wichtigste Feature überhaupt. Schade ist hier, dass Motorola es nicht erlaubt ist, seine eigene Spracherkennung zu nutzen. Eie schon unsere Tests zum Moto X Syle und Moto X Play gezeigt haben, ist Moto-Voice der Sprachsteuerung von Google überlegen. Nicht nur die Spracherkennung ist dadurch schlecht, sondern auch die Positionierung des Mikrofons. Bei der Moto 360 (2015) befindet sich das Mikrofon im unteren Rahmen, dicht an der unteren Armbandanbringung. Diese Platzierung wirkt ungünstig, denn wenn man den Arm hoch nimmt, dann wäre die beste Platzierung für das Mikrofon eigentlich weit oben am Gehäuse. Der obere Gehäuserahmen wäre somit der dem Mund am nähesten gelegene Ort an einer Smartwatch. 

AndroidPIT moto 360 2015 42
Nicht optimal ist die Mikrofon-Platzierung am Moto-360-Gehäuse. / © nextpit Bildquelle: NextPit

Den interne 4 GB großen Speicher könnt Ihr nicht nur mit Apps füllen, sondern auch mit Musikstücken. Dank dieser Funktion und der Bluetooth-fähigkeit können Jogger ihr Smartphone auch zu Hause lassen. Das einzige was Ihr benötigt ist ein paar Bluetooth Kopfhörer und schon könnt Ihr die Musik vom internen Speicher der Smartwatch abspielen und genießen. 

Moto 360 (2015): Akku

Die kleine Moto 360 mit 42 mm Durchmesser besitzt einen Akku mit 300 mAh Akku, während die große Moto 360 über einen 400 mAh Akku verfügt. Während der Produktvorstellung auf IFA 2015 in Berlin erzählten mir die Techniker von Motorola, dass die neue Moto 360 mit einer Akkuladung ganze zwei Tage durchhalten würden. Nach nun mehr 10 Tagen intensiven Tests muss ich aber leider sagen, dass die kleine Moto 360 diese Versprechen nicht einlösen konnte. Sie hielt nicht mal einen ganzen Tag durch. Ob die größere Moto 360 länger durchhält, prüfen wir aktuell noch und reichen diese Information in Kürze nach.

AndroidPIT moto 360 2015 51
Auch die 2. Generation der Moto 360 ist kein echter Dauerläufer. / © nextpit Bildquelle: NextPit

Zum Glück ist das Laden der Moto 360 dank Wirelss Charging sehr einfach. Einfach die Uhr abnehmen und in die Ladeschale legen und schon wird die Moto 360 geladen. Kein lästiges Gefummel mit MicroUSB-Kabel und Abdeckungen wie es bei einer Sony-Smartwatch immer noch der Fall ist. 

Um die Akkulaufzeit selbst zu verlängern solltet Ihr die Helligkeit des Bildschirms heruntersetzen, Wi-Fi abschalten und die Always-On-Funktion des Displays sollte auch abgeschaltet werden. 

Moto 360 (2015): Technische Daten

Abschließendes Urteil

Von der ersten Moto 360 war ich wenig begeistert, die zweite Version gefällt mir da schon deutlich besser. Das liegt vor allem an der deutlich besseren Software und Performance der Smartwatch. Auch kann ich die Moto 360 (2015) ganz nach meinen Vorstellungen gestalten und sie so an meine Gewohnheiten und Vorlieben anpassen. Die neue Moto 360 sieht auch einfach besser und schicker aus als das Vorgängermodell und es ist zum Beispiel viel leichter, ein Armband auszuwechseln. 

Jedoch merkt man der Uhr noch an, dass sich Android Wear noch im Entwicklungsstadium befindet. Die Performance ist zwar insgesamt gut, einige Berührungen und Eingaben werden aber leider nicht sofort erkannt. Das kann besonders bei hektischen Situationen zu Frust führen. Dass auch nicht immer alles auf den runden Bildschirm passt, ist ein weiterer Kritikpunkt, den Motorola bei künftigen Modellen beheben sollte.