Pros des Sonos One

  • Guter Sound
  • Google-Cast-fähig
  • Gute App
  • Große Auswahl an Streaming-Diensten

Contras des Sonos One

  • Keine Integration in Google Home
  • Kein Bluetooth
  • Einrichtung und Vernetzung zum Teil mühsam

Sonos One: Preis und Verfügbarkeit

Sonos One und Play:1 sehen fast gleich aus und klingen auch gleich gut. Dass Sonos One beim Hersteller 50 Euro mehr kostet, hängt mit der Alexa-Integration zusammen. Der Sprachassistent braucht sechs zusätzliche Mikrofone im Gehäuse, und die lässt sich Sonos teuer bezahlen. Wer auf den Sprachassistenten verzichtet oder ohnehin Streaming-Dienste verwendet, die Alexa nicht bedient, kann sich den Aufpreis sparen und zum 179 Euro teuren Sonos Play:1 greifen. Für vernünftigen Stereo-Betrieb müsst Ihr zwei gleiche Modelle kaufen. Beide Lautsprecher lassen sich jeweils oder zusammen mit der Playbar oder Playbase zu einem Raumklang-System kombinieren. Beide Modelle sind in schwarz oder weiß erhältlich.

Sonos One: Design und Verarbeitung

Als WLAN-Speaker populär wurden, war Sonos einer der ersten Hersteller, der sich am neuen Markt einen Namen machen konnte. Heute bietet Sonos ausschließlich hochpreisige Lautsprecher an, die sich einzeln verwenden und Stück für Stück zu drahtlosen Heimkino- oder Multi-Room-Systemen vernetzen lassen. Durch die zentrale Einrichtung in der recht gut gestalteten App gelingt zumindest die Ersteinrichtung intuitiv und meist auf Anhieb.

Ein Sonos-Lautsprecher und Steuergerät auf einer dunklen Oberfläche.
Die Alexa-fähigen Sonos One haben auf der oberen Seite ein Touch-Panel statt Tasten. / © NextPit by Irina Efremova Bildquelle: NextPit by Irina Efremova

In unserem Test erhielten wir je zwei Modelle der neuen One-Serie sowie zwei der Play:1-Serie. Wir konnten alle in der App vernetzen. Nach der Verknüpfung mit Spotify und Google Play Music war auch das Musik-Streaming innerhalb der Sonos-App möglich. Die App bietet zudem unterschiedliche Möglichkeiten, die Speaker miteinander zu verknüpfen.

Sonos-Speaker Kombinationsmöglichkeiten

Speaker Kombinationen
2 x Sonos One Mono-Multi-Room, Stereo
2 x Sonos Play:1 Mono-Multi-Room, Stereo
2 x One + 2 x Play:1 Mono-Multi-Room, Stereo-Multi-Room
Sonos-App-Oberfläche mit Musikoptionen von Spotify und Google Play Music.
Sonos lassen sich vielfältig koppeln. / © NextPit Bildquelle: NextPit

Erfreut stellte ich fest, dass auch die Alexa-Lautsprecher Sonos One Google Cast unterstützen. Die Lautsprecher tauchen nicht in der Google-Home-App auf und lassen sich dort nicht zu Multi-Room-Systemen koppeln. Kreiert Ihr aber in der Sonos-App Lautsprecher-Gruppen, erscheinen sie in der Auswahl der Cast-fähigen Geräte in Cast-fähigen Apps. Dann jedoch lassen sich die einzelnen Lautsprecher nicht mehr aus jenen Apps heraus ansteuern, sondern bloß noch die Gruppen.

Screenshots der Sonos-App-Oberfläche, die Geräteverbindungen und Wiedergabeoptionen zeigen.
Cast-fähige Apps, Alexa und Spotify erkennen die Sonos-Lautsprecher, Google Home (rechts) hingegen nicht. / © NextPit Bildquelle: NextPit

Noch rätselhafter verhält sich das Zusammenspiel mit Alexa. Besonders die Kommunikation zwischen Sonos, Alexa und Streaming-Dienstleistern ist äußerst zerlüftet. Oberste Regel für die Sprachsteuerung der Sonos One, dass Euer Streaming-Anbieter von Alexa überhaupt unterstützt wird; und das ist gar nicht so wahrscheinlich. Nach Amazon Music und Spotify war zumindest zum Zeitpunkt des Tests und in meiner Alexa-App Schluss mit Auswahl.

Sonos-App-Oberfläche zeigt Musikdienste wie Spotify und Amazon Music mit Kontoeinstellungen.
Sonos ist mit 56 Anbietern fast schon Streamingdienst-agnostisch. Alexa hingegen wird da zum Nadelöhr. / © NextPit Bildquelle: NextPit

Alexa konnte zwar einen laufenden Musik-Stream pausieren oder Lieder überbringen, die ich mit der Google-Play-Music-App gestartet hatte. Doch für die Suche nach neuen Tracks bräuchte man dringend ein Abo bei entweder Amazon oder Spotify. Selbst die Sonos-App hat da da mit insgesamt 56 Anbietern mehr Auswahl. Diese lassen sich dann aber nicht per Alexa-Sprachbefehl steuern.

Zwei Sonos-Lautsprecher, einer rechteckig mit Bedienelementen und einer zylindrisch, auf einer dunklen Oberfläche.
Wenn Euer Streaming-Dienst nicht Alexa-tauglich ist (oder umgekehrt), könnt Ihr statt der One die 50 Euro günstigeren Sonos Play:1 kaufen. / © NextPit by Irina Efremova Bildquelle: NextPit by Irina Efremova

 Prinzipiell steht und fällt also die Kaufentscheidung Play:1 vs. Sonos One mit den Möglichkeiten und Einschränkungen, die Euch die Alexa-Erweiterung bringt. Wollt Ihr den Sprachassistenten, lohnt er sich nur im Zusammenhang mit entweder einem Amazon- oder Spotify-Streaming-Konto.

Zwei Sonos-Lautsprecher, einer weiß und einer schwarz, zeigen ihre Rückports und Design.
Wo bei den One (links) der Pairing-Button sitzt, haben die Play:1 ein Gewinde für Standfüße. / © NextPit by Irina Efremova Bildquelle: NextPit by Irina Efremova

Entscheidet Ihr Euch für die Alexa-behaftete Variante Sonos One, müsst Ihr Euch mit den potenziell immer lauschenden Alexa-Mikrofonen in Eurer Wohnung anfreunden. der Mehrwert entsteht natürlich erst in Verbindung mit weiterem Smart-Home-Zubehör, das Ihr über die Spracheingabe steuern könnt.

Zwei Sonos-Lautsprecher, einer schwarz und einer weiß, übereinander gestapelt mit einem Steuerpad darunter.
Schwarz: Sonos Play:1. Weiß: Sonos One. / © NextPit by Irina Efremova Bildquelle: NextPit by Irina Efremova

Ist dieser Vorteil für Euch nicht gegeben, könnt Ihr stattdessen auf die Play:1 und einen separaten Echo Dot setzen, der inzwischen noch rund 45 Euro kostet.

Wie ist der Klang der Sonos One und Play:1?

Die Sonos One und Play:1 klingen genau gleich. in diesem Test fokussieren wir uns auf die Smart-Home-Fähigkeiten. Für eine Analyse des Klangbildes empfehlen wir Euch die Tests anderer Medien:

Womit vernetzten sich Sonos-Lautsprecher noch?

Künftige Software-Updates werden die Konnektivität der Sonos-Lautsprecher weiter verbessern. Schon jetzt unterstützten beide Google Cast. Die Steuerung mit der Google Home App und damit per Google Assistant wurde angekündigt und wird das genannte Problem lösen. Dann lassen sich die Lautsprecher auch in Multi-Room-Systeme mit Lautsprechern anderer Hersteller gruppieren. Apple-Nutzern wurde ein Update mit AirPlay-2-Support versprochen.

Sonos One: Technische Daten

Sonos One und Sonos Play:1

  Sonos One Sonos Play:1
Abmessungen 161,45 x 119,7 x 119,7 mm 161,45 x 119,7 x 119,7 mm
Gewicht 1,85 kg 1,85 kg
Verstärker  2 x Digital, Klasse D 2 x Digital, Klasse D
Hochtöner 1 1
Mitteltöner 1 1
Bass
Mikrofone 6 Fernfeld
Bedienung Sprache, Touch-Panel 3 Tasten
WLAN 802.11b/g, 2,4-GHz 802.11b/g, 2,4-GHz
LAN 10/100 Mbps Ethernet-Port 10/100 Mbps Ethernet-Port
Lieferumfang Stromkabel, flaches Ethernet-Kabel, Kurzanleitung zur Installation Stromkabel, flaches Ethernet-Kabel, Kurzanleitung zur Installation
Montagehalterung 1/4 Zoll (6,35 mm) / 20er-Gewinde
Google Cast ja ja
Alexa ja nein
Bluetooth nein nein
Google Assistant nein nein

Abschließendes Urteil

Sonos schafft einen den unmöglichen Spagat. Der Hersteller erlaubt dank seines zum Konzept erhobenen Produktportfolios langfristige Planung bei der Anschaffung der Geräte. Braucht Ihr zuhause den Sprachassistenten Alexa, kauft Ihr Sonos One. Kauft Ihr Play:1, bekommt Ihr den gleich guten Klang ohne Spracheingabe.

Beide Modelle verknüpfen sich dank Google Cast oder Sonos mit etlichen Streaming-Apps. Beide erweitern Euer Sonos-Raumklang-System. Und überdies bietet kein anderer Hersteller ein so strukturiertes Produktkonzept, das sich in der einen, zentralen Steuerungs-App widerspiegelt. Die Geräte sind über Jahre hinweg miteinander kompatibel und erweiterbar.

In dem zerklüfteten Smart-Home-Markt, so jeder Online-Dienstanbieter sein Süppchen kochen will, ist Sonos der Schlichter und der Hoffnungsschimmer. Dass die Lautsprecher dabei gut klingen, ist ein willkommener Bonus.

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