Das Xperia Z in seiner Ladestation, die mit dem Gerät verkauft werden soll.

Wenn man das Xperia Z in der Hand hält, fühlt es sich an, wie eine perfekte Kombination aus Nexus 4 und iPhone 5. Man spürt regelrecht, dass Sony sich bei dem Gerät mächtig angestrengt hat, endlich ein Oberklasse-Smartphone zu bauen, das ein Siegertyp ist und nicht nur versucht, den Anschluss nicht zu verlieren. Die Verarbeitung ist klasse, Display und gläserne Rückseite perfekt in den eleganten Rahmen aus glasfaserverstärktem Polyamid eingepasst.

Der schicke runde Ein-/-Ausschalter und die Lautstärke-Wippe sitzen mittig auf der rechten Seite, wodurch sie mühelos zu erreichen sind und die Bedienung des 5-Zöllers deutlich erleichtern. Beide Elemente sind aus Aluminium gefertigt. Eigentlich hat man beim Xperia Z gar nicht das Gefühl ein so großes Smartphone in der Hand zu halten. Hat man keinen direkten Vergleich, sieht es durch sein schlichtes, aber sehr elegantes Design kleiner aus, als es in Wirklichkeit ist.

Zwei Smartphones nebeneinander, eines von Sony und das andere von HTC, beide zeigen die Uhrzeit 11:38 auf dem Bildschirm.
Nur im direkten Vergleich sieht man, dass das Xperia Z größer als das One X+ ist, das ein 4,7-Zoll-Display hat. Bildquelle: nextpit

Der Sony-Mitarbeiter, der mir das Gerät gab, sagte zwar, dass die Firmware noch nicht final sei. Aber wie ein Vorserienmodell verhielt sich das Xperia Z, das ich in der Hand hatte, nicht. Man könnte schon fast glauben, der Bildschirm reagiert, bevor er berührt wird, so auf Zack ist Sonys neues Glanzstück. Egal, was ich mit dem Gerät machte, es zeigte keine Schwächen. Ich hatte auch nicht – wie Andreas beim Xperia T – den Eindruck, das eine überfrachtete Benutzeroberfläche das Smartphone ausbremst. Es hat einfach richtig Spaß gemacht, mit dem Sony-Smartphone zu spielen. 

Ein Sony Smartphone steht in einem durchsichtigen Behälter mit Wasser, Bildschirm zeigt die Uhrzeit 21:03 und App-Symbole.
Trotz seines edlen Äußeren ist das Xperia Z wasserfest. Bildquelle: nextpit

Nachdem schon die Kamera des Xperia T beeindrucken konnte, war ich gespannt, welche Bilder das Xperia Z schießt. Ein paar Fotos unter der Sonne Nevadas sind natürlich nur eine Stichprobe, aber ich lehne mich mal so weit aus dem Fenster zu sagen, dass die Kamera mindestens ebenso gut ist, wie die des Xperia T – vermutlich sind sie ja auch weitgehend baugleich. An der App hat mir besonders gut gefallen, dass die Automatik „live“ den Szenemodus anpasst. Das bedeutet beispielsweise, dass die Kamera auf Portrait geschaltet ist, wenn eine Person Richtung Smartphone blickt und selbstständig in den Bewegungsmodus schaltet, wenn die Person losgeht. Schade ist aber, dass Sony beim Xperia Z auf einen richtigen Auslöser verzichtet hat. Der zusätzliche Knopf hätte dem Design sicher nicht geschadet.

Ein Smartphone zeigt die Aufnahme eines Gebäudes mit der Aufschrift "LAS VEGAS CONVENTION CENTER" und Menschen davor.
Links oben wird angezeigt, welcher Modus gerade eingestellt ist. Bildquelle: nextpit

Zu guter Letzt noch ein paar Sätze zum Display. Es ist einer der schärfsten und knackigsten Bildschirme, die ich bisher in einem Smartphone gesehen habe. Er ist außerdem hell genug, um in der prallen Sonne noch ablesbar zu sein. Farben lässt er leuchten, ohne es dabei zu bunt zu treiben. Auf den ersten Blick würde ich sagen, dass das Display durchaus das Zeug dazu hat, die Bildschirm-Referenz der kommenden Monate zu werden. Ich freue mich schon auf einen ausführlichen Test im Februar.

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Fotos: kwe/AndroidPIT