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Xiaomi Redmi Note 13 Pro+ im Test: Das beste Smartphone seiner Klasse?

nextpit Xiaomi Redmi Note 13 Pro
© nextpit

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An der Spitze der neuen Redmi-Note-Generation, der "nur" fünf Modelle angehören, steht das Xiaomi Redmi Note 13 Pro+. Was taugt das Android-Smartphone, das von einem MediaTek Dimensity 7200 Ultra angetrieben wird, eine 200-MP-Hauptkamera mitbringt und ab 449 Euro zu kaufen ist? Ja, genau: Exakt das klären wir in diesem ausführlichen Test des Xiaomi Redmi Note 13 Pro+.

Xiaomi Redmi Note 13 Pro+ 5G

Pro

  • IP68-zertifiziert
  • Dual-SIM + eSIM
  • Gute Verarbeitung
  • Schnelles Aufladen
  • Starke Hauptkamera
  • Solide Update-Politik
  • Sehr schönes Display
  • Vorn wie hinten Gorilla Glass Victus
  • Richtig gutes Preisleistungsverhältnis

Contra

  • Die unvermeidliche 2-MP-Makro-Cam
  • Kein 3,5-mm-Klinkenanschluss
  • "Nur" MIUI 14 statt HyperOS
  • Kein Wireless Charging
  • Eimerweise Bloatware
  • Kein microSD
Xiaomi Redmi Note 13 Pro+ 5G
    Xiaomi Redmi Note 13 Pro+ 5G: Alle Angebote

    Kurzfazit und Kaufen

    Das Xiaomi Redmi Note 13 Pro+ 5G ist das Flaggschiff der Serie, was wir unter anderem bei der ordentlichen Performance, der 200-MP-Hauptkamera und der Materialwahl merken. Es hat auch durch die Rundungen – Curved-Design vorn wie hinten – für meinen persönlichen Geschmack eine deutlich anspruchsvollere, edlere Anmutung als der Rest der Serie. Die Bloatware nervt, ist allerdings nicht wirklich ein Problem. Mehr trifft mich da schon, dass auch dieses Spitzenmodell der Redmi-Familie mit Android 13 und MIUI 14, anstelle von Android 14 und HyperOS ausgeliefert wird. 

    Andererseits sagt Xiaomi zumindest drei große Software-Upgrades und vier Jahre Sicherheitsupdates zu, was sich wiederum sehen lassen kann. Sehen lassen können sich auch die Fotos mit der 200-MP-Cam, wohingegen aber Ultraweitwinkel mit 8 MP und 2-MP-Makrosensor deutlich abfallen. Die Akkulaufzeit ist solide und dank der 120-W-Schnellladung nahezu nebensächlich. Wireless Charging wäre aber langsam auch mal in dieser Preisklasse schön. 

    Apropos Preis: Zwei Versionen sind hierzulande erhältlich:

    • Xiaomi Redmi Note 13 Pro+ mit 8 GB RAM und 256 GB Speicher: 449,90 Euro
    • Xiaomi Redmi Note 13 Pro+ mit 12 GB RAM und 512 GB Speicher: 499,90 Euro

    Unser Testmodell kam in der Farbe Midnight Black, alternativ könnt Ihr Euch auch für Moonlight White oder Aurora Purple entscheiden.

     

    Design und Display

    Das Redmi Note 13 Pro+ präsentiert sich vorn wie hinten mit Glas, ist auch sonst recht edel im Design und wirkt wertiger als seine Geschwister der Redmi-Note-13-Generation. Auch das helle AMOLED-Display ist mit seinen 2.712 x 1.220 px, die sich auf 6,67 Zoll verteilen, über jeden Zweifel erhaben.


    Stärken des Xiaomi Redmi Note 13 Pro+:

    • Sehr schönes, helles 120-Hz-OLED-Display
    • Das wertige Design atmet Premium-Luft
    • Gorilla Glass Victus über dem Display
    • IP68-zertifiziert
    • Schneller Fingerabdrucksensor im Display
    • Schutzhülle im Lieferumfang enthalten
    • eSIM-Unterstützung

    Schwächen des Xiaomi Redmi Note 13 Pro+:

    • Glatte, kippelige, Fingerabdruck-liebende Rückseite
    • 3,5-mm-Kopfhörerbuchse fehlt
    • Kein microSD-Slot

    Ja, so manches Mal hadere ich ein wenig mit dem Design der Xiaomi-Phones. Ich akzeptiere es, weil mir Xiaomi eben meistens viel Technik zum fairen Preis in das Gerät stopft und mir ja klar ist, dass eine 300-Euro-Gurke nicht aussieht wie ein iPhone oder ein Samsung Galaxy S24 Ultra (Test), das irgendwie fünfmal so viel kostet. 

    Xiaomi Redmi Note 13 Pro+ von der Seite mit Blick auf die Buttons und die Kameras
    Ihr erkennt die Rundungen des Redmi Note 13 Pro+ und die präzise gefertigten Tasten, sowie die separat herausstehenden Kameras. / © nextpit

    Hier mit dem Note 13 Pro+ catcht mich aber Xiaomi durchaus. Das Glas, das vorn (hier sogar Gorilla Glass Victus) wie hinten zum Einsatz kommt – ist an den Seiten jeweils abgerundet, wodurch dieses "klotzige", was den anderen günstigeren Xiaomi-Phones innewohnt, eliminiert wird. Ist mir aber natürlich auch klar, dass das eine Geschmacksfrage ist und viele von Euch Curved Displays nicht mögen. Übrigens ist nicht nur das Curved Design des Pro+ exklusiv in der Redmi-Note-13-Familie – es ist auch das einzige Modell mit IP68-Zertifizierung.

    Das Smartphone fasst sich gut an, liegt super in der Hand, besitzt allerdings auch eine etwas rutschige Rückseite. Das obere Drittel mit der Kamera-Sektion ist auf Hochglanz poliert, und auch dadurch, dass die Kameras – ähnlich wie bei Samsung – separiert aus dem Gehäuse ragen, statt aus einer wuchtigen Kamera-Insel, verstärkt sich der positive optische Eindruck. Der Haken bei dieser glänzenden Oberfläche: Nicht nur ich liebe sie, Fingerabdrücke tun es auch. Es liegt übrigens eine Hülle bei, die das Gerät schützt, allerdings gleichzeitig auch das schöne Design verbirgt.

    Den 3,5-mm-Klinkenanschluss für Kopfhörer sucht Ihr leider ebenso vergeblich wie den Slot für die microSD-Karte. Bedauerlicherweise robbt sich Xiaomi mit dem Gerät auch in dieser Hinsicht an die übliche Praxis bei High-End-Modellen heran. Dafür gibt es aber zwei Lautsprecher für Stereo-Sound und einen Slot für zwei SIM-Karten – und in dem Zusammenhang sei auch der erfreuliche eSIM-Support erwähnt.

    Während an einer Seite nichts Auffälliges zu finden ist, sehen wir auf der rechten Seite wie gewohnt eine Lautstärke-Wippe oberhalb des Power-Buttons. Beide sind ähnlich hochwertig verarbeitet und eingepasst wie der Rest und für mein Empfinden auch gut erreichbar. Mag sein, dass das mit kleineren Händen etwas anders aussehen kann.

    Display

    Auch beim Display lohnt sich ein zweiter Blick: Alle fünf Redmi-Note-13-Geräte besitzen ein 6,67 Zoll großes Panel, aber nicht alle lösen so hoch auf wie das Redmi Note 13 Pro+, das ungewöhnliche 2.712 x 1.220 px bietet. Das ergibt eine echt sehr ordentliche Pixeldichte von 446 ppi. Außerdem punktet das Display mit einer hohen maximalen Helligkeit von 1.800 cd/m² und der fast schon gewohnten Bildwiederholrate von 120 Hz. Bei letzterer könnt Ihr alternativ auf 60 Hz umstellen, aber es gibt auch die Option, "automatisch" auszuwählen.

    Das Display des Redmi Note 13 Pro+
    Ich habe es probiert, aber nein: Es gibt an diesem tollen AMOLED-Display einfach nichts auszusetzen. / © nextpit

    Der DCI-P3-Farbraum wird zu 100 Prozent ausgenutzt, es gibt Support für Dolby Vision und HDR 10+ sowie einen flott und zuverlässig reagierenden Fingerabdrucksensor unten im Panel, sodass sich resümierend festhalten lässt: Jau, das Display ist so gut, dass es ganz sicher auch in einem doppelt so teuren Device nicht negativ auffallen würde. Gut gemacht, Xiaomi!

    Xiaomi Redmi Note 13 Pro+ 5G: Software

    Alles beim Alten in Xiaomi-Land: MIUI 14, Android 13 und eine ganze Ladung Bloatware. Die dreijährige Android-Unterstützung ist absolut lobenswert.


    Stärken des Xiaomi Redmi Note 13 Pro+:

    • Ordentliche Update-Politik
    • MIUI ist immer noch ein sehr vielseitiges und gelungenes Overlay

    Schwächen des Xiaomi Redmi Note 13 Pro+:

    • Bloatware all over
    • (Noch) nix Android 14, (noch) nix HyperOS

    Mittlerweile ist es liebgewonnene Xiaomi-Folklore geworden: Im Kamerateil schüttle ich den Kopf angesichts der 2-MP-Makro-Knipse, im Software-Teil heule ich wegen zu viel Bloatware. Das ist auch hier wieder der Fall, aber vermutlich ist das der Preis, bei dem wir akzeptieren müssen: damit drückt Xiaomi den UVP in den Keller. Wie Ihr wisst, könnt Ihr den ganzen Kram ja auch problemlos von der Kiste werfen. 

    Auch darüber hinaus kann ich Euch hier nicht wirklich bahnbrechend Neues berichten: Kollege Rubens hat bei seinem Test zum Redmi Note 13 Pro 5G den Software-Part auch nahezu ignoriert. Macht ja auch keinen Sinn, in jeden Xiaomi-Test alles noch einmal aufzuführen. HyperOS und damit Android 14 haben es leider auch hier nicht aufs Gerät geschafft, obwohl Android 14 nun wahrlich lang genug auf dem Markt ist. Das Update auf HyperOS kommt natürlich dennoch, ist ja klar. 

    Drei große Software-Updates wird es geben, Sicherheits-Patches werden vier Jahre lang verteilt, was insgesamt ein wirklich toller Sotware-Support ist. Aktuell begnügt Ihr Euch eben noch mit MIUI 14 (Test) auf Basis von Android 13.

    Performance und Konnektivität

    Der MediaTek Dimensity 7200 Ultra treibt das Xiaomi Redmi Note 13 Pro+ an und weiß dabei bis zu 12 GB RAM und bis zu 512 GB Speicher an seiner Seite. Das Gerät reißt keine Bäume aus, bietet aber sehr souverän ausreichend Performance für all das, was Ihr mit dem Smartphone anstellt oder vorhabt anzustellen. 


    Stärken des Xiaomi Redmi Note 13 Pro+:

    • Absolut ausreichende Performance
    • Keine übermäßige Hitzeentwicklung

    Schwächen des Xiaomi Redmi Note 13 Pro+:

    • noch kein Support für Wi-Fi 6E oder gar 7

    Der Speerspitze der Redmi-Note-13-Serie gebührt natürlich auch der stärkste Prozessor, richtig? Xiaomi hat sich in diesem Fall für den MediaTek Dimensity 7200 Ultra entschieden, der erst im letzten September als eine optimierte Fassung des Anfang 2023 gelaunchten Dimensity-7200-SoCs vorgestellt wurde. 

    Das SoC wird mit 4-nm-Strukturbreite gefertigt und besteht aus zwei Cortex-A715-Kernen (bis zu 2,8 GHz Taktrate) und sechs Cortex-A510-Stromspar-Kernen. Unterstützt werden Kameras mit maximal 200 MP, LPDDR5 RAM und UFS-3.1-Speicher, was Xiaomi mit dem Redmi Note 13 Pro+ auch komplett ausreizt.

    Der Dimensity 7200 Ultra läuft jetzt nicht gerade Gefahr, das Redmi Note 13 Pro+ Performance-technisch ohne Umwege in die Smartphone-Flaggschiff-Klasse zu katapultieren, enttäuscht aber auch keineswegs.

    Schauen wir hier auf die Benchmarks, stellen wir beim "3D Mark Wild Life Stresstest" fest, dass sich das Redmi Note 13 Pro+ deutlich sowohl gegen das zweitstärkste Modell der Redmi-Note-13-Familie behauptet, als auch gegen den direkten Vorgänger, dem Redmi Note 12 Pro+. Auch das Galaxy A54 mit Exynos 1380 wird vom Note 13 Pro+ locker weggegrätscht, das dann aber gegen das Poco F5 und das Pixel 7a das Nachsehen hat, wie auch der Geekbench-6-Test dokumentiert. Werft am besten selbst einen Blick auf unsere Testergebnisse:

      Redmi Note 13 Pro+ 5G
    (Mediatek Dimensity 7200 Ultra)
    Redmi Note 13 Pro 5G
    (Snapdragon 7s Gen 2)
    Poco F5
    (Snapdragon 7+ Gen 2)
    Galaxy A54
    (Exynos 1380)
    Google Pixel 7a
    (Tensor G2)
    Redmi Note 12 Pro+
    (Dimensity 1080)
    3D Mark Wild Life
    Stresstest
    Bester Loop: 4.306
    Schlechtester Loop: 4.276
    Bester Loop: 3.050
    Schlechtester Loop: 2.754
    Bester Loop: 7.632
    Schlechtester Loop: 7.582
    Bester Loop: 2.840
    Schlechtester Loop: 2.804
    Bester Loop: 6.590
    Schlechtester Loop: 4.980
    Bester Loop: 2.281
    Schlechtester Loop: 2.268
    Geekbench 6 Single: 1.107
    Multi: 2.685
    Single: 889
    Multi: 2523
    Single: 1107
    Multi: 4232
    Single: 1.022
    Multi: 2.889
    Single: 1.417
    Multi: 3.549
    Single: 965
    Multi: 2408
    PCMark Work 3.0 12.230 13.047 14.335 13.477 10.532 11.855

    Im Stresstest erhitzte das SoC auf maximal 32 Grad bei einer Stabilität von 99,7 Prozent. Etwas wärmer wurde es beim längeren Zocken von Genshin Impact. Als ich mich in Asphalt 8 hinter das virtuelle Lenkrad klemmte, blieb das Smartphone kalt wie 'ne Hundeschnauze. Was die Performance beim Zocken angeht, dürft Ihr zwar keine Wunderdinge erwarten, könnt aber die meisten Spiele problemlos und schmerzfrei spielen. 

    Kommen wir zur Konnektivität: Natürlich funkt das Spitzenmodell der Redmi-Serie im 5G-Netz und wer mag, stopft gleich zwei SIM-Karten ins Gerät. Eine davon könnt Ihr, ich erwähnte es weiter oben bereits, auch als eSIM hinterlegen. Was gibt's noch zu sagen? NFC ist mit an Bord, Bluetooth 5.3 auch und Ihr könnt per GPS bis auf einen Meter genau geortet werden.

    Xiaomi Redmi Note 13 Pro+ 5G: Kamera

    An der Spitze der Triple-Cam des Redmi Note 13 Pro+ steht zweifelsfrei die 200 MP auflösende Hauptkamera. Der Rest fällt dahinter dann doch recht deutlich zurück. Ich rede von der 8-MP-Ultraweitwinkel-Cam und dem üblichen Makro-Quatsch.


    Stärken des Xiaomi Redmi Note 13 Pro+:

    • Starke Hauptkamera überzeugt tagsüber und nachts
    • Der 200-MP-Modus bietet hohen Detailreichtum und ist keineswegs nur ein Marketing-Gag

    Schwächen des Xiaomi Redmi Note 13 Pro+:

    • Da ist er wieder, der 2-MP-Makro-Sensor
    • Die Ultraweitwinkel-Cam ist allenfalls okay

    Ich verrate Euch was: Ich liebe Smartphones mit guten Kameras, bin gleichzeitig aber auch super eingeschränkt, was die Vielseitigkeit meiner Knips-Künste angeht. Soll heißen: Ich halte gern schnell mal drauf und freue mich, wenn das Ergebnis toll aussieht, verliere mich aber selten in den Pro-Einstellungen und vergesse bisweilen auch mal, dass ich ja eigentlich auch Panorama-Bilder oder Zeitlupen-Videos usw. machen könnte. Fotos mache ich als Erinnerung, für Social Media und natürlich als Beweis, um meine besten Freunde diskreditieren zu können. 

    Redmi Note 13 Pro+ von hinten mit Fokus auf die Kameras
    Vor allem die Hauptkamera im Redmi Note 13 Pro+ weiß zu überzeugen. / © nextpit

    Wozu die lange Einleitung? Um zu sagen, dass ich mit der Hauptkamera richtig happy bin! Meistens interessiere ich mich nicht mal für den 200-MP-Modus, weil das 16-zu-1-Pixel-Binning und die daraus resultierenden 12,5-MP-Fotos einfach gut gelingen. Die Bilder sind knackig scharf, sehr dynamisch und die Farbdarstellung durchaus realistisch. Klar, der 200-MP-Modus kitzelt da noch einmal einiges an Details aus Eurem Motiv, aber meistens ist das einfach nicht notwendig. 

    Die 200-MP-Cam funktioniert auch nachts bestens. Auch da überzeugt die hohe Auflösung der Kamera, aber auch die Kombination aus 12,5-MP-Bildern und Nachtmodus liefert für diesen Preis äußerst zufriedenstellende Ergebnisse. Ich mag es übrigens, dass ich direkt in der normalen Ansicht der Kamera unkompliziert die 200 MP als Modus auswählen kann. Manchmal ist der Modus für die hochauflösenden Fotos deutlich tiefer in der App verbuddelt. Ich möchte festhalten, dass diese 200 MP einen echten Mehrwert darstellen können und nicht nur ein Marketing-Instrument sind, damit Xiaomi mit einer hohen Zahl auftrumpfen kann.

    Das folgende Bild soll veranschaulichen, wieso es mehr Sinn ergibt, ein 200-MP-Foto zu machen und das gewünschte Motiv freizustellen, statt den 4-fach-Zoom zu nutzen:

    Zwei Bilder einer LED-Tafel mit Abfahrtzeiten der U-Bahn, einmal mit Zoom und einmal mit 200-MP-Cam fotografiert
    Links seht Ihr den Ausschnitt aus dem 200 MP-Foto, rechts den aus dem Bild mit 4-fach-Zoom. / © nextpit

    Lasst uns über die anderen Kameras nicht zu viele Worte verlieren. Der Ultraweitwinkel-Shooter mit seinen 8 MP bietet ziemlich exakt das, was wir in der Preisklasse erwarten dürfen, aber keinesfalls mehr. Ich erziele recht ordentliche Bilder, die natürlich umso besser ausfallen, je besser das Licht ist. Manchmal gehen mir gerade zum Bildrand hin zu viele Details verloren und ich glaube auch, dass die eigentlich gute Farbdarstellung dort manchmal ins etwas zu Blasse abdriftet. 

    Wollt Ihr mit der Ultraweitwinkel-Kamera nachts knipsen, lege ich Euch dringend den Nachtmodus ans Herz, der so manches Foto retten kann. Ohne Nachtmodus überzeugen mich die Ergebnisse jetzt nicht. Klingt alles gerade vielleicht etwas zu negativ, aber eigentlich ist der Ultraweitwinkel-Sensor eben doch "okay". Das wiederum kann man nicht vom 2-MP-Makro-Witz behaupten. Das war's, kein Wort mehr zu diesem dritten Sensor, der nur dekorative Zwecke erfüllt. 

    Selfies gelingen mit 16 MP und auch das einigermaßen zufriedenstellend. Beim Porträtmodus ist mir aufgefallen, dass ich nicht ganz sauber freigestellt werde, wenn ich beim Knipsen ein wenig zu viel rumzappelte, oder mich in Bewegung befand. Davon ab leistet der Modus aber gute Arbeit. 

    Vermisse ich eine Tele-Kamera? Ja, vielleicht, auch wenn der 2-fach-Zoom wirklich gut performt. Mit Abstrichen geht auch die 4-fache Vergrößerung noch. Aber ganz ehrlich: Wir reden hier immer noch von einem 450-Euro-Handy – angesichts der vorhandenen Qualitäten des Smartphones vergesse ich das glatt zwischendurch.

    Akku und Laden

    Die Akkulaufzeit des Redmi Note 13 Pro+ 5G ist ordentlich, aber das ist fast egal, da der 5.000-mAh-Akku mit 120 W druckbetankt wird. Eine Option für kabelloses Laden bietet das Gerät allerdings leider nicht.


    Stärken des Xiaomi Redmi Note 13 Pro+:

    • Schnelles Aufladen mit 120 W
    • Charger in der Verpackung
    • Ordentliche Akkulaufzeit

    Schwächen des Xiaomi Redmi Note 13 Pro+:

    • Kein Wireless Charging

    Wir kennen das ja längst: Xiaomi spielt seit Jahren immer in der Schnelllade-Champions-League mit um den Titel. Da ist es Ehrensache, dass das stärkste neue Redmi-Modell auch in dieser Disziplin entsprechend ausgestattet wird. Dank der 120-W-Leistung des mit dem Smartphone ausgelieferten Ladegeräts braucht Ihr bei ausgeschaltetem Display knapp 30 Minuten, um den 5.000-mAh-Akku komplett bis 100 Prozent vollzupumpen. 

    Das weiße 120-W-Ladegerät auf einem Tisch
    Mit 120 W ist das Redmi Note 13 Pro+ schneller voll, als der freundliche Samsung-Mitarbeiter erklären kann, wieso man keine Ladegeräte in die Box packt. / © nextpit

    Beim Test reichten mir lediglich fünf Minuten an der Steckdose, um das Handy mit 20 Prozent Akku zu versorgen. Beim Benchmark-Test wurde mir der Wert von 13 Stunden und fünf Minuten ermittelt, was wohl tatsächlich ziemlich durchschnittlich ist – was aber nichts Schlechtes heißt. Im Praxis-Test ging ich nach einem Tag intensiverer Nutzung immerhin noch mit 30 Prozent Rest-Akku zu Bett.

    Screenshots des Akku-Benchmark-Tests
    Über 13 Stunden im Benchmark-Test ist ein Wert, mit dem wir sehr gut leben können. / © nextpit

    Viel mehr Worte brauchen wir darüber auch gar nicht verlieren – abgesehen von der traurigen Tatsache, dass das Redmi Note 13 Pro+ 5G leider kein Wireless Charging beherrscht.

    Xiaomi Redmi Note 13 Pro+ 5G: Technische Daten

      Technische Daten des Xiaomi Redmi Note 13 Pro+
    Produkt
    Bild Xiaomi Redmi Note 13 Pro+ 5G Product Image
    Preis (UVP)
    • 499,90 €
    Display
    • 6,67-Zoll-AMOLED
      2712 x 1220 Pixel
      120 Hz
    SoC
    • MediaTek Dimensity 7200 Ultra
    Speicher
    • 8 / 12 GB LPDDR5 RAM
      256 / 512 GB UFS 3.1-Speicher
    OS
    • MIUI 14 auf Basis von Android 13
      Drei Android-Upgrades
      Vier Jahre Sicherheitsupdates
    Kamera
    • Hauptkamera: 200 MP, f/1.65
      Ultraweitwinkel: 8 MP, f/2.2
      Makro: 2MP, f/2.4
    Selfie-Kamera
    • 16 MP, f/2.45
    Batterie
    • 5.000 mAh
      120 W kabelgebundenes Laden
    Konnektivität
    • 5G | Wi-Fi 6 | Bluetooth 5.3 | NFC
    IP-Zertifizierung
    • IP68
    Abmessungen und Gewicht
    • 161,4 x 74,2 x 8,99 mm, 204,5 g

    Fazit

    Das Xiaomi Redmi Note 13 Pro+ ist ein gutes Smartphone, sogar ein richtig Gutes. Das AMOLED-Display überzeugt mich komplett, ebenso wie die Hauptkamera mit 200 MP und das Schnellladen mit 120 W. Das Smartphone ist hübscher – für meinen Geschmack – als viele andere günstigen Smartphones und auch hochwertig verarbeitet. 

    Das Redmi Note 13 Pro+ von vorn auf einem Tisch liegend mit aktivem Display
    An einem rundum guten Mittelklasse-Smartphone sticht u.a. das tolle AMOLED-Display hervor. / © nextpit

    Ebenfalls fällt positiv auf, dass Ihr bis zu vier Jahre lang mit Sicherheits-Updates versorgt werdet, wobei das nicht mehr ganz taufrische Android 13 einen etwas faden Beigeschmack erzeugt. Über die Kritikpunkte möchte ich eins sagen: Ja, ich meckere darüber, dass es kein Wireless Charging gibt, keine Telekamera und die Ultraweitwinkel-Kamera eher so "mittel" ist. Aber vergesst nicht, dass Ihr diesen Hobel ab 450 Euro kaufen könnt und ich hier auf wirklich hohem Niveau jammere. 

    Leute, die eh hauptsächlich die Hauptkamera nutzen, nicht die technisch aufwändigsten Spiele zocken und keine Curved-Display-Phobie haben, werden absolut glücklich mit diesem Smartphone, davon bin ich überzeugt. Für alle, die dann doch Kleinigkeiten vermissen, empfehle ich den folgenden Link. Dort seht Ihr, was andere Modelle in dieser Preisklasse zu bieten haben. 

    Ich überlege gerade, ob 4,5 Sterne zu viel sind für dieses schöne und hochfunktionelle Gerät. Und wisst Ihr was? Nee, ist es nicht – gerade, wenn wir das Gebotene ins Verhältnis zum aufgerufenen Preis setzen! 

    Die besten Smartphones unter 400 Euro auf einen Blick

      Tipp der Redaktion Beste Alternative Beste Kamera Preis-Leistungs-Sieger Bestes Design
    Produkt
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    Carsten Drees

    Carsten Drees
    Senior Editor

    Fing 2008 an zu bloggen und ist irgendwie im Tech-Zirkus hängengeblieben. Schrieb schon für Mobilegeeks, Stadt Bremerhaven, Basic Thinking und Dr. Windows. Liebt Depeche Mode und leidet mit Schalke 04.

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