Poco F5 im Test: Flaggschiff-Performance mit einer Portion Bloatware

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NextPit Xiaomi Poco F5 Review
© NextPit

Das Poco F5 ist im NextPit-Büro angekommen und hat große Fußstapfen zu füllen: Es ist nicht nur der direkte Nachfolger des sehr (SEHR) beliebten "Flaggschiff-Killers" Poco F1 (Test), sondern auch das erste Handy, das im Westen mit dem vielversprechenden neuen "Snapdragon 7+ Gen 2"-Prozessor veröffentlicht wurde. Das Smartphone schafft es, aktuelle Flaggschiffe in Sachen Leistung und Akkulaufzeit zu schlagen, aber zu welchem Preis? Lest weiter, um es herauszufinden!

Bewertung

Pro

  • Ausgezeichnete (und stabile) Leistung
  • Tolle Akkulaufzeit
  • Guter Bildschirm
  • Kopfhörerbuchse

Contra

  • Vorinstallierte Apps lösen keine Freude aus
  • Das Kameramodul ist spartanisch
  • Keine microSD-Unterstützung

Xiaomi Poco F5 in Kürze

Das Poco F5 wurde im Mai 2023 zusammen mit dem F5-Pro-Modell angekündigt. Als Teil der F-Familie bieten beide Geräte nahezu Flaggschiff-Prozessoren zu einem niedrigeren Preis als ihre Konkurrenten. Dabei gehen sie in der Regel Kompromisse bei der Kamera ein, wie sie bei Gaming-Phones üblich sind.

Xiaomi stattet das Poco F5 – ebenso wie seinen chinesischen Zwilling Redmi Note 12 Turbo – mit dem neuen "Snapdragon 7+ Gen 2"-Chip von Qualcomm aus. Der Snapdragon-Prozessor ist ein absolutes Highlight des Poco F5. Er bietet eine CPU-Konfiguration, die der von Flaggschiff-Chips ähnelt, und überzeugt mit seiner High-End-Leistung, wie ihr weiter unten sehen werdet.

Poco F5 @ NextPit test
Das OLED-Display bietet die mittlerweile übliche flüssige Bildwiederholrate von 120 Hz. / © NextPit

Das Poco F5 ist in zwei Speicherkonfigurationen erhältlich, eine mit 8 GB RAM und 256 GB Speicherplatz und die andere mit 12/256 GB, jeweils nach den Standards LPDDR5 und UFS 3.1. In China ist sein Zwilling, das Redmi Note 12 Turbo, zusätzlich mit einer 12/512-GB-Option erhältlich.

In Deutschland ist es ab sofort zu haben – wer schnell zuschlägt, kann dabei sogar von den Frühbucher-Angeboten profitieren.

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Gestaltung und Anzeige

Mit seinen Wurzeln in der Redmi-Note-12-Familie ist es nicht verwunderlich, dass das Poco F5 ein helles 6,67'' OLED-Display mit "Full HD+"-Auflösung und 120 Hz Bildwiederholrate besitzt. Und das in einem relativ kompakten Rahmen, der trotz des großen Bildschirms leicht ist und gut in der Hand liegt.


Stärken des Poco F5:

  • Erstaunlich leicht
  • Guter 120 Hz OLED-Bildschirm
  • Dünne Ränder
  • Leicht zu halten
  • Kopfhörerbuchse

Schwächen des Poco F5:

  • Keine IP-Zertifizierung
  • Kein erweiterbarer Speicher
  • Die Kunststoffrückseite ist ein Magnet für Fingerabdrücke.

Unser Testgerät kam in Schwarz und zeichnet sich durch ein Design aus, das nicht so auffällig ist wie bei einigen Poco-Handys der X-, M- oder C-Serie. Mit dem dezenten Branding und der Dreifach-Kamera auf der Rückseite könnte man das F5 leicht mit einem Redmi Note verwechseln.

Apropos Rückseite: Sie besteht aus Kunststoff mit einer kohlefaserähnlichen Oberfläche. Sie liegt gut in der Hand, ohne rutschig zu sein, ist aber nicht so leicht sauber zu halten, da sich Fingerabdrücke sehr schnell ansammeln.

Poco F5 @ NextPit test
Die Rückseite des Poco F5 besitzt ein kohlefaserähnliches Finish, ist aber ein Magnet für Fingerabdrücke. / © NextPit

Die Griffigkeit wird auch dadurch begünstigt, dass das Poco F5 mit 161,1 x 74,9 x 7,9 mm und einem Gewicht von 181 Gramm in Anbetracht seiner Akku- und Displaygröße recht dünn und kompakt ist.

Das 6,67-Zoll-Display ist von dünnen Rändern umrandet und die Aussparung für die Selfie-Kamera ist kleiner als die des Redmi Note 12 Pro+, das wir vor einigen Wochen testeten. Dank der Bildwiederholfrequenz von 120 Hz sind die Animationen flüssig und mit einer maximalen Helligkeit von 1000 nits ist das Display auch im Freien gut ablesbar.

Poco F5 @ NextPit test
Der Fingerabdruckleser an der Einschalttaste ist schnell und präzise. / © NextPit

Die Farbwiedergabe ist sehr gut – OLED-Panels werden anscheinend zur Massenware. Es ist schon eine Weile her, dass wir einen Bildschirm gesehen haben, der enttäuschte. Das Panel punktet zudem mit einem guten Kontrastverhältnis und Unterstützung für Dolby Vision und HDR10+-Inhalte.

An den Seiten des Poco F5 befinden sich die Lautstärke- und die Einschalttaste an leicht zugänglichen Stellen, wobei die Einschalttaste auch als sehr schneller und präziser Fingerabdruckleser fungiert. Auf der Unterseite befinden sich der USB-C-Anschluss und der SIM-Kartensteckplatz, auf der Oberseite der Kopfhöreranschluss und Xiaomis üblicher IR-Blaster.

Leistung und Software

Das Poco F5 ist das erste Handy mit dem "Snapdragon 7+ Gen 2"-Prozessor, dass wir testen. Dieses verfügt über eine leistungsstarke Cortex-X2-CPU, die bisher nur in den Top-Chips von Qualcomm, MediaTek oder Samsung zu finden war. Obwohl das SoC mit "bescheidenen" 2,9 GHz taktet, bietet es eine Leistung, die mit jedem Flaggschiff-Handy von 2022 mithalten kann – wahrscheinlich, weil er auf dem effizienten N4-Prozess von TSMC aufbaut.


Stärken des Poco F5:

  • Leistung auf Flaggschiff-Niveau
  • Keine Probleme mit Stabilität oder Hitze
  • Nettes (und nützliches) Gaming-Overlay

Schwächen des Poco F5:

  • Viele vorinstallierte Apps
  • Die Update-Politik könnte besser sein.

In synthetischen Benchmarks schneidet das Poco F5 genauso gut ab wie Devices mit dem Snapdragon 888, 888+ und 8 Gen 1 und ist nicht weit von aktuellen Flaggschiffen mit dem 8+ Gen 1 und 8 Gen 2 entfernt . Im täglichen Gebrauch war die Leistung ebenfalls flaggschiffartig, wozu die Kombination aus schnellem LPDDR5- und UFS 3.1-Speicher beitrug.

  Poco F5
(Snapdragon 7+ Gen 2)
Xiaomi 12
(Snapdragon 8 Gen 1)
OnePlus 9
(Snapdragon 888)
Google Pixel 7
(Tensor G2)
Nothing Phone (1)
(Snapdragon 778G+)
3D Mark Wild Life 7625 Ausgeschöpft 5879 6656 2809
3D Mark Wild Life
Stresstest
Bester Loop: 7632
Schlechtester Loop: 7582
Bester Loop: 8615
Schlechtester Loop: 4589
Bester Loop: 5889
Schlechtester Loop: 3228
Bester Loop: 6651
Schlechtester Loop: 4902
Bester Loop: 2832
Schlechtester Loop: 2816
Geekbench 6 Single: 1107
Multi: 4232
Single: 999
Multi: 3196
Einzeln: 981
Multi: 3379
Einzeln: 1454
Multi: 3794
Single: 796 (v5)
Multi: 2889 (v5)

Noch besser: Der Snapdragon 7+ Gen 2 zeigte im 3D-Mark-Stresstest sehr konstante Ergebnisse, mit weniger als einem Prozent Abweichung zwischen dem besten und dem schlechtesten Ergebnis in einer kontinuierlichen 20-Test-Schleife. Anders als die meisten mit Snapdragon 888 oder 8 Gen 1 ausgestatteten Handys zeigte das Poco F5 keine Anzeichen von Überhitzung und funktionierte einfach tadellos.

In Spielen wie Call of Duty: Mobile lief das Poco F5 wie ein Champion, mit stabiler Leistung über längere Sessions hinweg und sogar mit der Möglichkeit, hochauflösende Texturen zu verwenden.

Poco F5: 3DMark
Konstante Leistung ohne Überhitzungsprobleme und ein einfach zu bedienendes GPU-Kontrollfeld. / © NextPit

Spieler:innen finden hier nicht nur die üblichen Steuerelemente zum Stummschalten von Benachrichtigungen und Aufzeichnen von Spielesitzungen, sondern auch die Adreno-GPU-Einstellungen, um Bildqualität, Framerate und Stromverbrauch auszugleichen.

Software

Während die Leistung des Poco F5 wahrscheinlich die Stärke des Geräts darstellt, kann die Software als sein schwächster Punkt angesehen werden. Nicht, dass die MIUI nicht gut funktionieren würde, denn sie ist so flott und einfach zu bedienen wie immer. Das Problem ist wirklich die Menge der vorinstallierten Apps auf dem Handy.

Poco F5 apps
Der Screenshot des Poco F5 zeigt eine frische Installation mit vorinstallierten Apps. / © NextPit

Wir haben 17 Apps von Drittanbietern gezählt, die standardmäßig auf dem Poco F5 installiert sind. Die Palette reicht von zugegebenermaßen (für manche) unverzichtbaren Apps wie Spotify und Netflix bis hin zu acht Casual Games mit Werbung und/oder Mikrotransaktionen. Andererseits scheint das MIUI-Build auf dem Poco F5 nicht mit Werbung gespickt zu sein. Das könnte aber auch daran liegen, dass das Handy erst seit weniger als einer Woche im Einsatz ist.

Und wie bei seinen Redmi-Note-Geschwistern ist die Update-Politik von Xiaomi definitiv nicht auf Flaggschiff-Niveau. Nicht nur, dass frühere Modelle wie das F2 Pro nur bis zu zwei große Betriebssystem-Upgrades erhalten haben, auch für die Modelle F3 und F4 plant Poco, Android 13/MIUI 14 erst im zweiten Quartal 2023 zu verteilen, fast 6 Monate, nachdem OnePlus und Samsung ihre Flaggschiffe auf Android 13 aktualisiert haben.

Xiaomi Poco F5: Kamera

Wie seine Vorgänger ist auch das Poco F5 kein wirklicher Anwärter auf das beste Kamerahandy. Während die Bilder mit der Hauptkamera bei Tageslicht schön und angenehm sind, präsentieren sich die zusätzlichen Kameras als nicht so nützlich.


Stärken des Poco F5:

  • Gute Bilder bei Tageslicht
  • Schöne Bilder bei Nacht mit etwas Beleuchtung
  • Selfies wurden nicht übermäßig bearbeitet

Schwächen des Poco F5:

  • Kein Teleobjektiv
  • Die 2 MP Makrokamera ist nicht nützlich.

Fotografie ist nicht gerade die Stärke von Poco, und das F5 ist da keine Ausnahme. Mit seinen Redmi-Note-12-Wurzeln ist das Poco F5 mit einem Dreifach-Kameramodul – 64 MP Haupt-, 8 MP Ultraweitwinkel- und 2 MP Makrokamera – auf der Rückseite und einem 16-Megapixel-Sensor für Selfies ausgestattet.

Poco F5 Kamera
Das Kameramodul weist große Inseln um die kleinen Linsen auf. / © NextPit

Die 64-MP-Hauptkamera lieferte gute Ergebnisse mit wenig bis gar keinem Rauschen und einer guten Detailgenauigkeit – und das, obwohl das Wetter nicht gerade mitspielte. Auch bei Nacht waren die Bilder je nach Lichtverhältnissen angenehm, sowohl mit eingeschaltetem als auch mit ausgeschaltetem Nachtmodus.

Die Ultraweitwinkel-Kamera lieferte gemischte Ergebnisse: Während die Aufnahmen bei Tageslicht anständig waren – wenn auch mit einigen Farbunterschieden zur Hauptkamera –, waren die Nachtaufnahmen eher unscharf, mit dem Nachtmodus etwas weniger.

Auch bei den Selfies überzeugen die Ergebnisse nicht komplett, ohne dass sich die Hauttöne zu stark bearbeitet oder das Gesicht mit "Beauty"-Effekten aufgedonnert präsentierte. Auch die Porträtbearbeitung ist gut gelungen, mit einer klaren Trennung zwischen Motiv und Hintergrund.

Die Makrokamera hingegen ist erwartungsgemäß fragwürdig, denn die geringe Auflösung des 2-Megapixel-Sensors macht die Bilder kaum brauchbar. Wenn ihr nicht gerade etwas aus nächster Nähe aufnehmen müsst, ist es wahrscheinlich besser, die Hauptkamera zu verwenden.

Xiaomi Poco F5: Akku

Xiaomi ist beim Poco F5 in Sachen Akku auf Nummer sicher gegangen. Das Telefon ist mit einem 5000-mAh-Akku ausgestattet, ähnlich wie die meisten neuen Geräte der Redmi-Note- (und der Galaxy-A-) Serie. Was das Aufladen angeht, bricht das mitgelieferte 67-Watt-Netzteil zwar keine Geschwindigkeitsrekorde, ist aber immer noch schneller als die meisten Konkurrenten.


Stärken des Poco F5:

  • Schnelle Ladezeiten
  • Mitgeliefertes 67-Watt-Netzteil im Karton
  • Ausgezeichnete Akkulaufzeit

Schwächen des Poco F5:

  • Kein kabelloses Laden

Die Akkulaufzeit liegt bei durchschnittlicher täglicher Nutzung im Bereich von "zwei Tagen" und Nutzer:innen, die keine anspruchsvollen Spiele spielen oder Streaming-Serien schauen, können durchaus eine Akkulaufzeit von drei Tagen erreichen, wenn sie einige Energiesparfunktionen aktivieren.

Poco F5 @ NextPit test
Mit dem mitgelieferten 67-Watt-Netzteil ist das Aufladen schnell erledigt. / © NextPit

Selbst bei grafikintensiven Aktivitäten wie dem 3DMark-Stresstest mussten wir eine Reihe von zusätzlichen Durchläufen durchführen, um den Akku zu entleeren, damit wir die Ladezeiten testen konnten. Der Eindruck spiegelte sich im PC-Mark-Akkutest wider, bei dem das Poco F5 einen beeindruckenden Wert von 15h33min erzielte, wenn es von 80 auf 20 Prozent gebracht wurde.

Aufladen Poco F5 Galaxy A53 Redmi 12 Pro+ Galaxy A34
5 Minuten
  • 21 %
  • 6 %
  • 9 %
  • 9 %
10 Minuten
  • 36 %
  • 10 %
  • 39 %
  •  
20 Minuten
  • 61 %
  • 20 %
  • 69 %
  •  
30 Minuten
  • 85 %
  • 29 %
  • 98 %
  • 51 %
1 Stunde  
  • 58 %
 
  • 85 %
Volle Ladung
  • 48 min
  • < 2h
  • 32 min
  • 1h24
PC Mark Batterietest
  • 15h33
  • 13h19
  • 11h51
  • 11h53

Wie ihr in der Tabelle oben seht, beginnt der Ladevorgang mit dem mitgelieferten 67-Watt-Adapter eindrucksvoll mit 21 Prozent Ladung in nur fünf Minuten. Wie üblich geht es dann langsamer voran und erreicht 85 Prozent in 30 Minuten, bevor das Gerät in knapp 50 Minuten voll aufgeladen ist.

Poco F5: PCMark
Hervorragende Leistung des Poco F5 im PCMark-Battery-Test. / © NextPit

Das Einzige, was dem Poco F5 für ein echtes Flaggschiff-Erlebnis in der Akku-Abteilung fehlt, ist das kabellose Laden. Da es sich dabei aber um eine Funktion handelt, die in dieser Preisklasse normalerweise nicht zu finden ist, ziehen wir deswegen keine Punkte hinsichtlich unserer Bewertung ab.

Xiaomi Poco F5: Technische Daten

Xiaomi Poco F5 (aka Redmi Note 12 Turbo)
Display 6,67-Zoll-OLED-Display
2.400 x 1.080 Pixel (FHD+)
120 Hz Bildwiederholfrequenz
Abmessungen 161,1 x 74,9 x 7,9 mm
Gewicht 181 g
SoC Qualcomm Snapdragon 7+ Gen 2
Speicher 8 / 12 GB LPDDR5 RAM
256 GB UFS3.1 ROM
Software MIUI 14 basierend auf Android 13
Erweiterbarer Speicher
Kamera Hauptkamera: 64 MP | f/1.8 Blende
Ultra-Weitwinkel: 8 MP | f/2.2
Makro: 2 MP | f/2.4
Selfie 16 MP | f/2.4 Blende
Audio Dual-Lautsprecher
Dolby Atmos
3,5 mm Kopfhörerbuchse
Akku 5.000 mAh
Kabelgebundenes Laden 67 Watt (inklusive)
Kabelloses Laden (Qi) Keine
IP-Zertifizierung Keine
Konnektivität Wi-Fi 6 | Wi-Fi Direct | Bluetooth 5.3 | NFC

Andere Punkte, die die NextPit Community interessieren könnten:

  • Das Poco F5 bietet NFC-Unterstützung und ist mit Google Pay für kontaktlose Zahlungen kompatibel.
  • Die Verpackung des Testgeräts enthielt das 67-W-Ladegerät, ein USB-A-auf-USB-C-Ladekabel, eine Schutzhülle und ein SIM-Tool.
  • Die Softwareversion während des Tests war 14.0.2.0(TMREUXM) (Sicherheitspatch vom März 2023).
  • Nach dem Zurücksetzen des aktualisierten Handys zeigte das Betriebssystem 32,6 GB belegten Speicherplatz an.

Abschließendes Urteil

Als Nachfolger des ersten Pocophone ist das Poco F5 ein Handy, das dem Erbe des Poco F1 würdig ist, auch wenn es keinen Snapdragon-Prozessor der Spitzenklasse verwendet.

Poco F5 @ NextPit test
Die Kopfhörerbuchse wird selbst im Mittelklasse-Segment immer seltener, aber nicht so beim Poco F5. / © NextPit

Der Snapdragon 7+ Gen 2-Chip des Xiaomi-Handys bot eine ähnliche Leistung wie alle anderen Flaggschiff-Handys der Jahre 2021 und 2022 in Spielen und alltäglichen Apps – dabei jedoch ohne die Überhitzungsprobleme, von denen diese Geräte betroffen waren.

Das Poco F5 verbessert sich in der Kameraabteilung im Vergleich zu seinen Vorgängern leider nicht wesentlich. Aber das war auch nie die Mission von Poco. Die DNA des Redmi Note 12 zeigt sich deutlich in der fragwürdigen Auswahl der Sekundärkameras, die mit einem Teleobjektiv viel nützlicher sein könnten.

Ein weiterer negativer Punkt ist die Anzahl der vorinstallierten Apps von Drittanbietern. Das schedint aber ein Kompromiss zu sein, um das Gerät in einer so niedrigeren Preisklasse platzieren zu können. Wenigstens hat Xiaomi uns nicht davon abgehalten, die 15 Apps in Marie-Kondo-Manier zu sortieren.

Letztendlich versucht das Poco F5, wie seine Vorgänger, der schwer fassbare "Flaggschiff-Killer" zu sein, den wir von Handys wie dem OnePlus 1 und dem Poco F1 kennen. Und trotz der Abstriche bei der Software und der Kamera ist das Poco F5 definitiv ein Flaggschiff-Killer – wenn Eure Prioritäten die Akkulaufzeit und die konstante Leistung sind.

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Rubens Eishima

Rubens Eishima

Seit 2008 habe ich für zahlreiche Webseiten in Brasilien, Spanien, Deutschland und Dänemark geschrieben. Mein Fachgebiet sind Smartphone-Ökosysteme inklusive der Hardware, Komponenten und Apps. Mir sind dabei nicht nur die Leistung und die technischen Daten wichtig, sondern auch Reparierbarkeit, Haltbarkeit und Support der Hersteller. Trotz Tech-Brille auf der Nase arbeite ich immer hart daran, die Sicht der Endverbraucher nicht aus den Augen zu verlieren.

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2 Kommentare

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  • Conjo Man vor 3 Wochen Link zum Kommentar

    Das OnePlus 1 und Poco F1 waren seinerzeit zu Recht sehr außergewöhnliche Geräte zu einem LowBudget Preis, die zur richtigen Zeit das richtige Marketing erfahren haben (Invite System beim OnePlus, sehr schneller SoC im Poco F1). Ist aber jetzt nicht mehr so, weil es viele Hersteller gibt die viele Geräte launchen. Alles hatte seine Zeit...
    Diese Modelle können mich nicht mehr richtig erreichen, da kein Alleinstellungsmerkmal bzw Features vorhanden sind, die mich persönlich begeistern können - langweilig wie die Vorgänger auch


    • Strekks vor 3 Wochen Link zum Kommentar

      Kann ich total nachvollziehen. Mein 1. Xiaomi war das Mi 9 Lite, das hat mich damals komplett überzugt, und zwar so dass ich erstmal komplett vom iPhone umgestiegen bin.
      Die 2 Geräte danach, Redmi Note 10 pro und Mi 11 lite waren dann schon leider Enttäuschungen. Software Bugs die nie behoben wurden und bei einem Gerät kam noch ein Hardware Fehler dazu zudem sich Xiaomi nie geäußert hat.
      Irgendwie schade, wurde vom Geheimtipp zum lahmen teuren Mainstream.
      Noch dazu scheint Xiaomi mittlerweile fast nur noch 6,7 Zoll Displays zu haben. Viel zu groß.
      Um zum 9 lite zurück zukommen, das läuft nach fast 4 Jahren immer noch, nutzt meine Frau und das absolut problemlos.