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Dreame L10s Ultra im Test: der beste Saug-Wischroboter?

NextPit Dreame L10s Ultra 10
© NextPit

Der Dreame L10s Ultra kostet satte 1100 Euro, verspricht dafür aber eine blitzblanke Wohnung. Der Saugroboter mit Wischfunktion bietet 5300 Pa Saugleistung und wischt mit zwei rotierenden Wischpads und bringt dabei sogar ein Reinigungsmittel aus. NextPit hat den Dreame L10s Ultra bereits für Euch getestet.

Bewertung

Pro

  • schnelles und einfaches Setup
  • ausgezeichnete Wischleistung
  • ordentliche Saugleistung
  • sehr gute Selbstreinigung
  • spitze bei Navigation und Mapping

Contra

  • macht Teppichkanten leicht feucht
  • App zeigt Position nicht immer in Echtzeit an

Dreame L10s Ultra: Preis und Verfügbarkeit

Der Dreame L10s Ultra bietet mit seinen zwei rotierenden Scheiben eine hervorragende Wischleistung – und spielt bei der Saugleistung in einer Liga mit dedizierten Saugrobotern. Die Softwareunterstützung und das Mapping sind ebenfalls sehr ordentlich. Unterm Strich leistet sich der L10s Ultra keine echten Schwächen und ist der beste Saugwischroboter, den wir bis dato getestet haben. Allerdings hat der Putzhelfer mit 1100 Euro auch einen saftigen Preis.

Dreame L10s Ultra Wischpads
Der Dreame L10s Ultra sorgt für blitzeblanke Böden. / © NextPit

Ihr könnt den Dreame L10s Ultra ab sofort bei MediaMarkt, Saturn und Cyberport kaufen. Bis einschließlich 30. September gilt der obengenannte Einführungspreis von 1099 Euro, am 1. Oktober ist der Dreame L10s Ultra 100 Euro teurer.


Disclaimer: Dieser Testbericht ist Teil einer Kooperation zwischen NextPit und Dreame. Auf das Testergebnis und die redaktionelle Meinung von NextPit hat diese Zusammenarbeit keinen Einfluss.


Dreame L10s Ultra: Auspacken und Einrichten

Der Dreame L10s Ultra ist in wenigen Minuten einsatzbereit und hat Eure Wohnung dank Lasersystem ebenso schnell vermessen. Anschließend habt Ihr in der App alle Möglichkeiten, um Eure Wohnung nach Zeitplan oder nach Bedarf zu reinigen. Und in der DreameHome-App könnt Ihr den Roboter sogar als Überwachungskamera auf Patrouille schicken.

Gefällt:

  • schnelles und unkompliziertes Setup
  • gute Verarbeitung und solides Design
  • Support via Xiaomi- und DreameHome-App

Gefällt nicht:

  • keine Kamera-Funktion über Xiaomi-App

Der Karton des Dreame L10s Ultra ist riesig und sauschwer. Neben dem solide verarbeiteten Saugroboter findet Ihr im Karton noch die Basisstation mitsamt Reinigungsmittel und ein paar Kleinteilen. Das Aufbauen ist denkbar einfach: Absaugstation aufstellen und anschließen, Reinigungsbürste in den Roboter einstecken und diesen in die Basisstation einschieben. Zu guter Letzt müsst Ihr noch den Tank für sauberes Wasser füllen sowie den kleinen Tank mit dem Reinigungsmittel einstecken.

Dreame L10s Ultra Station Wassertanks
Zwischen den beiden Tanks für sauberes (weiß) und schmutziges Wasser (schwarz) ist Platz für eine Kartusche mit Reinigungsmittel. / © NextPit

Anschließend geht's ans Software-Setup. Ihr habt hier die Wahl zwischen der DreameHome-App und der Xiaomi-App. In beiden Fällen funktionierte das Einrichten binnen weniger Minuten: Verbindung zum Dreame L10s Ultra per Bluetooth herstellen, WLAN-Zugangsdaten eintippen, und fertig. Die Apps bieten für den Reinigungsroboter nahezu den gleichen Funktionsumfang – nur die Kamera-Überwachungsfunktion steht ausschließlich über die DreameHome-App zur Verfügung.

Anschließend folgt das erste Mapping, das dank Lasernavigation blitzschnell geht, im ersten Anlauf übersieht der Saugroboter allerdings ein Zimmer. Das macht aber nichts – im ersten Reinigungsdurchgang vervollständigt der Dreame L10s Ultra den Grundriss. Sobald dieser steht, könnt Ihr ihn in einzelne Zimmer aufteilen. So könnt Ihr den Putzroboter dann einzelne Zimmer reinigen lassen – und die Küche nach dem Kochabend beispielsweise auch gleich Doppelt oder Dreifach. Natürlich könnt Ihr auch No-Go-Zonen für den Roboter einrichten, um etwa einen besonders empfindlichen Teppich zu schützen.

Dreame L10s Ultra Screenshots
Der Dreame L10s Ultra leistet beim Mapping gute Dienste. Ihr könnt den Saugroboter mit Wischfunktion auch auf mehreren Ebenen einsetzen – tragen müsst Ihr ihn dann aber selbst. / © NextPit

Schließlich gibt's in der App die üblichen Optionen, um Zeitpläne für die automatische Reinigung anzulegen oder den Roboter für's Spot-Cleaning an eine bestimmte Stelle zu beordern. Außerdem könnt Ihr den Roboter auch als Überwachungskamera nutzen – dann allerdings nur über die DreameHome-App. Entweder steuert Ihr Ihn via Live-Kamerabild und über virtuelle Pfeiltasten oder Ihr lasst ihn über Wegpunkte auf Eurem Grundriss patrouillieren.

Dreame L10s Ultra Screenshots
Der Dreame L10s Ultra dient auch als fahrende Überwachungskamera. Ihr könnt den Saugroboter sogar auf Patrouille schicken – oder einfach an bestimmte Punkte Eurer Wohnung.. / © NextPit 

Saug- und Wischleistung im Test

Wenn Ihr's wartungsarm blitzeblank haben wollt, dann seid Ihr beim Dreame L10s Ultra an der richtigen Adresse. Der Saugroboter mit Wischfunktion saugt und wischt überdurchschnittlich gründlich und braucht dank integrierter Tanks für Reinigungsmittel und sauberes beziehungsweise schmutziges Wasser sowie Absaugfunktion inklusive Staubbeutel in der Station nur wenig Pflege. 

Gefällt:

  • gute Saugleistung für einen Saug-Wisch-Roboter
  • ausgezeichnete Wischleistung
  • Wischpads werden zuverlässig gereinigt und getrocknet

Gefällt nicht:

  • sorgt für leicht feuchte Teppichkanten

Der Dreame L10s Ultra überzeugt im Test mit einer makellosen Saug- und Wischleistung. Die Saugkraft ist nicht nur auf dem Papier mit 5300 Pa ausgezeichnet, auch im NextPit-Benchmark reicht der L10s Ultra an die Saugleistung reiner Saugroboter heran. Lediglich bei größeren Partikeln schwächelt der Roboter etwas – in unserem Test fällt das beim Reis auf, den der L10s Ultra nur zu 94 Prozent aufnimmt. Im Praxistest fällt auch auf, dass auf dem makellos sauberen Boden gerne mal einzelne lange Haare liegenbleiben.

Dreame L10s Ultra Kameramodul
Dank Lasernavigation und Kameramodul entgeht dem Dreame L10s Ultra nichts. / © NextPit

Auf Teppichboden schlägt sich der L10s Ultra ebenfalls sehr ordentlich. Mit den Werkseinstellungen fährt er automatisch die Saugleistung nach oben, was deutlich zu hören ist. Bei unserem Sand-Benchmark finden wir 90 Prozent des ausgestreuten Sands nach einem Durchgang wieder im Tank. Zum Vergleich: Der aktuelle Spitzenreiter Roborock Q7 Max+ hat hier auch "nur" 93 Prozent geschafft. Auf Teppichen zieht der L10s Ultra übrigens die Wischbürsten ein, um diese nicht nass zu machen. Mit leicht feuchten Teppichkanten müsst Ihr aber dennoch rechnen.

  Testvolumen (g) Ansaugvolumen (g) Reinigungsleistung (%)
Reis
  • 10 g
  • 9,4 g
  • 94 %
Hafer
  • 10 g
  • 9,9 g
  • 99 %
Kaffee
  • 10 g
  • 9,9 g
  • 99 %
Sand
  • Laminat: 10 g
  • Teppichboden: 10 g
  • Laminat: 9.8 g
  • Teppichboden: 9.0 g
  • Laminat: 98 %
  • Teppichboden: 90 %
Dreame L10s Ultra Screenshots
In der App habt Ihr die Möglichkeit, die Saugleistung zu regeln (links). Außerdem seht Ihr hier, wie der Zustand der Verschleißteile und Verbrauchsmaterialien ist. / © NextPit

Die Wischleistung schließlich ist ausgezeichnet – insbesondere mit dem mitgelieferten Reinigungsmittel. Der Dreame L10s Ultra entfernt im Test sogar eingetrocknete Spuren von Tomatensoße vom Küchenboden. Auch das für den Test verteilte Ketchup entfernt er mühelos. Sobald der Roboter den Reinigungsvorgang abgeschlossen hat und ins Dock zurückgekehrt ist, spült er erst kräftig die Bürsten durch und föhnt sie anschließend sanft und kaum hörbar trocken. Der Vorgang dauert etwa zwei Stunden, anschließend sind alle Ketchup- und Tomatenspuren aus den Pads entfernt und diese komplett getrocknet.

Dreame L10s Ultra Wischpads
Die Station saugt den Staubtank automatisch leer. Außerdem reinigt und trocknet sie nach jedem Saug-Wisch-Vorgang zuverlässig die Reinigungspads. / © NextPit

Die Akkulaufzeit schließlich ist ebenfalls sehr solide. Nach 34 m2 einfachem Wischen und Saugen beziehungsweise stehen noch 77 Prozent Akkuleistung auf der Uhr. Beachtet, dass hier nicht die Grundfläche Eurer Wohnung zählt, sondern nur die freie Grundfläche. Sofas, nicht unterfahrbare Wandschränke, Badewanne, Dusche & Co. müsst Ihr aus Eurer Wohnungsfläche also herausrechnen. Mal grob extrapoliert sollte der Dreame L10s Ultra also 150 bis 200 m2 Wohnfläche in einem Rutsch schaffen. Und reicht die Akkukapazität tatsächlich mal nicht aus, dann fährt der Roboter zwischendurch ans Dock und setzt seine Arbeit nach dem Laden fort.

Fazit: Wie gut ist der Dreame L10s Ultra?

Der Dreame L10s Ultra ist der beste Saugroboter mit Wischfunktion, den wir bislang im Test hatten. Die Saugleistung ist sehr ordentlich, die zwei rotierenden Wischpads sorgen für einen blitzeblanken Boden. Ob Ihr die DreameHome- oder die Xiaomi-Home-App nutzt: Die Software gefällt mit zahlreichen Funktionen. Wenn der L10s Ultra bei Euch ins Budget passt, solltet Ihr ihn auf jeden Fall in die engere Wahl schließen.

Dreame L10s Ultra LiDAR-Navigation
Dank LiDAR-Navigation blieb der Dreame L10s Ultra im Test nicht ein einziges Mal hängen oder stecken. Auch aus engen Ecken findet der Roboter zuverlässig wieder heraus. / © NextPit
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