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Honor Magic V im Hands-on: ein neuer Anwärter für die Foldable-Krone?

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Honor hat auf dem MWC sein erstes Foldable vorgestellt. Das Honor Magic V will es mit den Besten aufnehmen und weist optisch auch eine Ähnlichkeit mit dem Galaxy Z Fold 3 auf. Aber kann das Magic V mit dem Samsung-Foldable-Primus mithalten? Hier ist unser erster Eindruck.

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Honor Magic V: Preis und Verfügbarkeit

Bei den faltbaren Smartphones hat es bislang nur Samsung geschafft, eine wirklich runde User-Experience zu bieten. Die aktuellen Modelle aus der Galaxy-Z-Serie sind zwar nicht perfekt, aber mit Abstand die derzeit besten Foldables. Honor möchte das mit seinem Magic V ändern.

Preise und Marktstart für Deutschland sind noch nicht bekannt – ein billiges Vergnügen wird das Honor Magic V aber nicht.

Honor Magic V: Design und Verarbeitung

Was kann gegen die auffälligen Falte in der Mitte des aufgeklappten Displays von Foldables unternommen werden? Nicht viel, so scheint es, es sei denn, Smartphones mit rollbaren Displays werden zum Mainstream. Durch die Waterdrop-Scharniertechnologie versucht Honor den großen Spalt, der normalerweise beim Aufklappen des Geräts entsteht, zu eliminieren. Je nach Blickwinkel, aus dem Ihr auf das aufgeklappte Panel schaut, verschwindet die Falte auch tatsächlich. Aber natürlich ist sie dennoch immer noch da und zumeist auch sichtbar.

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Honor Magic V: Keine Zwischenräume! / © NextPit

Das schwebende Wassertropfen-Scharnier, das aus Zirkonium-Flüssigmetallen, hochfesten Karbonfasern und einer Titanlegierung besteht, soll bis zu 200.000 Faltungen standhalten. Das heißt, selbst wenn Ihr es jeden Tag bis zu hundert Mal öffnet und schließt, sollte es nach fünf Jahren noch so gut wie neu sein.

Für das Display wird kein Gorilla Glass verwendet. Aber Honor zufolge ist das Panel mit einem ultradünnen Nano-Kristallglas geschützt, das eine höhere Widerstandsfähigkeit gegen Stöße und Stürze bietet. Das Magic V ist zusammengeklappt 14,3 mm und aufgeklappt 6,7 mm dick und wiegt 293 Gramm.

Auf der Rückseite sind die Kameras in einer rechteckigen Insel in der oberen linken Ecke untergebracht. Das vertikale Gitter erinnert mich irgendwie an einen Koffer. Dies ist sicherlich eine Abkehr von den glatten Rückseiten aus Glas oder Kunststoff, die man heutzutage bei vielen Handys findet.

Der Dual-SIM-Einschub befindet sich an der Oberseite des Geräts. Die Stereolautsprecher erhörten den Eindruck, dass wir hier ein Flaggschiff-Smartphone in Händen halten.

Honor Magic V: Display

Auf der Außenseite befindet sich ein 6,45-Zoll-Display, das eine Screen-to-Body-Ratio von 90 Prozent aufweist. Dadurch hat man das Gefühl, ein normalgroßes Smartphone zu benutzen, das etwas dicker ist als üblich. Das Panel bietet eine Bildwiederholfrequenz mit 120 Hz und eine maximale Helligkeit von 800 Nits. Mit der 42-MP-Selfie-Cam im Punch-Hole-Design schießt Ihr Selfies, ohne das Gerät öffnen zu müssen.

Klappt Ihr das Magic V auf, begrüßt Euch ein 7,9-Zoll-Display im nahezu quadratischen Seitenverhältnis von 10,3:9. Das ist ein deutlich verbessertes Seherlebnis im Vergleich zum Außen-Bildschirm. Etwa so, als ob Ihr Euch auf Tablet-Territorium begeben würdet.

Das Display bietet eine staub-, wasser- und ölabweisende Beschichtung. Das interne Display bietet eine maximale Helligkeit von 1.000 Nits und bildwiederholt mit maximal 90 Hz.

NextPit Honor Magic V screenMWC 2022
Ein Smartphone, zwei Bildschirme! / © NextPit

Mir gefällt die Tatsache, dass die Split-Screen-Nutzung mit dem Magic V wirklich mal Sinn ergibt.  So kann ich zwei Apps in voller Größe auf jeder Seite des Displays nutzen, sowie zwei weitere schwebende Fenster – wer kann, der kann! Vielleicht möchte man einige Informationen von einer App in eine andere App für Notizen tippen, während man mit der schwebenden Taschenrechner-App Berechnungen durchführt – all das ist jetzt möglich, ohne dass es zu unübersichtlich wird.

Honor Magic V: Software

Auf dem Honor Magic V läuft das Magic UI 6.0, ein auf Android 12 basierendes Inferface . Das Sicherheitsupdate auf dem Gerät ist von Dezember 2021. Honor verrät bislang noch nicht, wie viele Android-Updates das Magic V erhalten wird – und wie viele Jahre Sicherheitsupdates. Orientieren wir uns an der Vergangenheit, dürfen wir von Honor höchstwahrscheinlich zwei große Android-Updates und drei Jahre Sicherheitsupdates erwarten.

Honor Magic V: Performance

Der neueste " Snapdragon 8 Gen 1"- Prozessor treibt das Magic V an, was sicherstellen sollte, dass ihm nicht so schnell die Puste ausgeht.  Immerhin handelt es sich dabei um das Flaggschiff-SoC von Qualcomm für dieses Jahr. Ihr habt die Wahl zwischen 256 GB oder 512 GB internem Speicher, wobei beiden Modellen 12 GB RAM zur Seite stehen. In Sachen Konnektivität bietet Honor uns WiFi 6 und 5G-Funktionalität. Damit sollte gewährleistet sein, dass das Magic V auch in einigen Jahren noch gut nutzbar ist. 

Honor Magic V: Kamera

Die rechteckige Kamerainsel auf der Rückseite beherbergt eine 50-MP-Hauptkamera mit Weitwinkel (Blende f/1.9). Dazu kommen noch eine 50-MP-Ultraweitwinkel-Kamera mit einem 122-Grad-Blickwinkel (Blende f/2.2) und eine sogenannte "Spectrum-Enhanced-Cam" mit ebenfalls 50 Megapixeln (Blende f/2.0).

Das Fotografieren ist mit dem Magic V auf jeden Fall einfacher, wenn es zusammengeklappt bleibt. Viel Glück übrigens bei der Suche nach einem Gimbal oder Selfie-Stick, der für das Gerät in aufgeklapptem Zustand geeignet ist.

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Das Honor Magic V hat eine rechteckige Kamerainsel auf der Rückseite / © NextPit

Honor Magic V: Akku

Das Honor Magic V wird von einem 4.750-mAh-Akku angetrieben, der mit dem 66-W-Schnellladegerät oder dem 66-W-Autoladegerät aufgeladen werden kann . Drahtloses Aufladen wird hier nicht unterstützt. Da wir nur kurz Zeit für einen ersten Eindruck hatten, können wir über die Akkulaufzeit zu diesem Zeitpunkt noch nicht viel sagen. 

Was fehlt ...

Ich hätte mir gewünscht, dass dem Magic V ein Stylus beiliegt, denn die großzügige Displayfläche lädt geradezu zum Kritzeln und Notieren ein. Eine andere Sache, die schön gewesen wäre: Unterstützung für kabelloses Aufladen (und Reverse Wireless Charging für kabellose In-Ears!). Zu guter Letzt ist das Fehlen einer IP-Zertifizierung definitiv ein Makel, da sowohl das Galaxy Z Fold 3 als auch das Galaxy Z Flip 3 eine IPX8-Zertifizierung haben.

Wir hoffen, dass Honor schon bald den Startschuss für einen globalen Verkaufsstart gibt. Dann können wir uns auch ausführlicher mit dem Magic V befassen. Bis dahin könnt Ihr uns in den Kommentaren gerne verraten, was Ihr von dem Honor-Foldable haltet. 

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5 Kommentare

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  • Olaf Gutrun vor 2 Monaten Link zum Kommentar

    Noch wartend auf mehr Entwickkung brenne ich auf solche Geräte.

    Könnte da echt viel mit Anfangen, alleine schon Fotos und Notizen auf einer Seite sehen zu können und auf der anderen Seite mit Exel arbeiten zu können wäre tatsächlich für mich Gold wert.

    Dennoch wird es noch eine Weile dauern bis solche Geräte an jetzige High End Phones heran kommen könnnen.

    Ich selber arbeite unfassbar viel mit dem Smartphone und verdiene mein Geld damit. Gute Fotos sind dabei der Schlüssel zum Verkauf, die Macht der Fotos unterschätzen viele.

    In Sachen Kamera und Akku müsste so ein Foldable für mich auf High End Level sein.


  • Tim vor 2 Monaten Link zum Kommentar

    "[...] soll bis zu 200.000 Faltungen standhalten. Das heißt, selbst wenn Ihr es jeden Tag bis zu hundert Mal öffnet und schließt, sollte es nach fünf Jahren noch so gut wie neu sein."
    Ehm, nö. Das heißt, dass es nach 200.000x noch funktionieren sollte. Man verspricht BIS ZU 200.000x.
    Das heißt definitiv nicht, dass es danach immer noch "wie neu" ist.

    Ich verstehe ehrlich gesagt nie diese komische Platzierung des Kamera auf dem inneren Screen. Natürlich, sie kann nicht genau in der Mitte sitzen, aber wieso packt man sie bitte in die Mitte von einer der Hälften? Es wäre doch viel besser, sie in die Ecke zu packen?


    • Franz Hartmann vor 2 Monaten Link zum Kommentar

      @Tim
      Die Kamera kann auf dem inneren (rechten) Screen nur in der Mitte sein, weil auf der rechten Ecke auf der Rückseite an der Stelle die Hauptkamera auf der Rückseite ist.


    • dieCrisa vor 2 Monaten Link zum Kommentar

      "Man verspricht BIS ZU 200.000x."
      Ja, das beinhaltet, dass es auch weniger als 200.000x sein können.

      Bei ähnlichen Formulierungen von Apple hört man von Dir jedoch nie solche Kritik.

      "Eine gewöhnliche Batterie behält bei 500 vollständigen Ladezyklen unter normalen Betriebsbedingungen in der Regel bis zu 80 % ihrer ursprünglichen Kapazität."
      Quelle: support.apple.com/de-de/HT208387

      Ja, schon klar - Apple untertreibt natürlich. Garantiert. ;)

      Wie immer: zweierlei Maß.


      • Olaf Gutrun vor 2 Monaten Link zum Kommentar

        Ja vorallem gibt Apple nur 1 Jahr Garantie, also trauen die Ihren Geräten nicht viel zu.

        Habe es selbst beim Iphone meiner Ex Frau erlebt, nach einem Jahr und einer Woche ging die Hörmuschel kaputt.

        Garantie wurde abgelehnt, kostenvoranschlag lag schon bei.
        Fand ich schon sehr ernüchternd und eigentlich ein Unding, das Gerät sah aus wie neu und hatte keinerlei Fall schäden oder was dann auch.

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