Oppo Reno 6 5G im Test: Was kann die neue iPhone-Alternative für 500 €?

Oppo Reno 6 5G im Test: Was kann die neue iPhone-Alternative für 500 €?

Oppo wirft mit dem Reno 6 5G eine interessante Android-Alternative zum iPhone auf den Markt! Denn das Handy erinnert optisch an die jüngsten Apple-Handys und ist für 500 Euro fast unverschämt gut verarbeitet. Ben konnte das Handy für NextPit schon eine Woche vor dem Release testen und verrät im Test, ob sich der Kauf lohnt!

Bewertung

Pro

  • Solide verarbeitet
  • Superschnelles Quick-Charging
  • Schickes AMOLED-Display mit 90 Hertz
  • Gute Akkulaufzeiten

Contra

  • Leistungstechnisch hinter der Konkurrenz
  • Kamera ohne Teleobjektiv
  • Nur IP54-Zertifiziert
  • Mono-Speaker
  • Kein Micro-SD-Port bei einer einzigen Speicherkonfiguration

Kurzfazit zum Oppo Reno 6 5G

Hinweis: Ich habe das Oppo Reno 6 5G knapp eine Woche lang vor Release testen können. Beim getesteten Gerät handelt es sich allerdings nicht um eine Pre-Production-Unit.

Mit harten Gehäusekanten und einer soliden Verarbeitungsqualität erinnerte mich das neue Oppo Reno 6 5G beim Auspacken an das iPhone 12. Im weiteren Test entpuppte sich das Smartphone dann als guter Begleiter im Alltag. Besonders das schnelle Quick-Charging und das helle AMOLED-Display mit 90 Hertz waren im Büro, daheim und unterwegs eine Wonne.

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Das Kamera-Setup ist ohne dedizierte Telekamera aber eher langweilig und die Performance des Dimensity 900 haut einen nicht wirklich vom Hocker. Als Negativpunkte viel mir beim Genuss von Musikstreamingdiensten der Mono-Speaker auf und die IP54-Zertifizierung ist höchstens in Ordnung. Zu einer unverbindlichen Preisempfehlung von 499 Euro ist das Reno 6 5G dennoch ein taugliches und vor allem wertiges Stück Technik.

Design & Display: Fühlt sich teurer an!

Oppo stattet das neue Reno 6 5G mit einer Anti-Fingerabdruck-Rückseite im Retro-Design aus. Dabei handelt es sich im Grunde genommen um Glas, das sich wie Aluminium anfühlt. Die Maße des Smartphones liegen bei genau 156,8 x 72,1 x 7,59 Millimetern und dank eines Display-zu-Gehäuse-Verhältnisses von 91,7 Prozent passt ein 6,43-Zoll-AMOLED-Display ins Gehäuse. Dieses wiederholt mit schnellen 90 Hertz.

Hat mir gefallen:

  • Schickes AMOLED-Display mit 90 Hertz
  • Echt gut verarbeitet
  • Tolle Rückseite, die wirklich keine Fingerabdrücke sammelt

Hat mir nicht gefallen:

  • Wohl nur Platz für einen Mono-Speaker
  • Fingerabdrucksensor im Display nicht immer präzise

In der Überschrift zu meinem Testbericht habe ich das Oppo Reno 6 5G mit dem iPhone verglichen. Das sollte Euch keineswegs in den Artikel locken, beim Auspacken hatte ich die Assoziation zum teureren Apple-Handy direkt. Auch Stefan, der das iPhone 12 Pro Max seit einigen Monaten nutzt, beschrieb ein "iPhoneiges" Gefühl, als ich ihm das Reno 6 5G in die Hand drückte.

NextPit Oppo Reno 6 corner
Oppo stattet das Handy mit einer Anti-Fingerabdruck-Rückseite aus. / © NextPit

Der Grund sind zum einen die harten Kanten, die sich um das Gehäuse des Reno 6 5G ziehen. Zwar sind die Ecken abgerundet, die Übergänge von den Seiten zum Display sind allerdings hart wie Arnold Schwarzenegger in den 80ern. Ebenfalls zuträglich zum Apple-Feeling ist die hohe Verarbeitungsqualität, die Oppo erreicht. Das Reno 6 5G fühlt sich gut und wertig an, die Knöpfe haben meines Empfindens nach sehr gute Druckpunkte. Selbst der Vibrationsmotor ist qualitativ hochwertig. Wie Ihr seit unserer Umfrage wisst, ist das meiner Meinung nach ein wichtiges Kriterium.

Nicht diskutabel ist bei einem Smartphone die Wichtigkeit des Bildschirms. Beim Reno 6 5G misst dieser 6,43 Zoll und wird durch eine dezente Punch-Hole-Notch durchbrochen. Die Ränder ringsherum sind schön schmal, lediglich das Kinn könnte ein wenig dünner sein. Qualitativ glänzt das Display mit AMOLED-Technologie, einer maximalen Helligkeit von 600 Nits und einer Bildwiederholrate von 90 Hertz. Die Auflösung ist mit 1.080 x 2.400 Pixeln ausreichend.

Im gleißenden Sonnenlicht bleibt der Bildschirm sehr gut ablesbar. Lediglich Oppos Helligkeitssteuerung nervte mich im Alltag ein wenig. In dunkleren Umgebungen fährt das installierte ColorOS die Helligkeit recht rigoros herunter. In Kombination mit der Software überzeugt auch der Fingerabdrucksensor im Alltag nicht ganz. Er sitzt wie bei vielen Handys im Jahr 2021 unter dem Display, ist aber recht unpräzise und träge. Bei perfektem Auflegen des Fingers braucht es knapp eine Sekunde, bis das Handy entsperrt. Der Umstand, dass Ihr per Wischgeste zwischen Nummernblock und Fingersensor umherschalten müsst, gefiel mir im Alltag ebenfalls nicht so sehr.

NextPit Oppo Reno 6 front camera
Die einzelne Punch-Hole-Notch ist deutlich dezenter als noch beim Vorgänger. / © NextPit

Weiterhin kritisieren muss ich die recht geringe IP54-Zertifizierung, die gerade mal für die sichere Nutzung im Regen reicht. Ins Wasser fallen sollte das Oppo Reno 6 5G also lieber nicht. Zu guter Letzt gibt's einen großen Daumen nach unten für den Mono-Speaker an der Unterseite. Dieser ist zwar laut, klingt aber nicht besonders gut. Dazu deckt Ihr ihn schnell ab, wenn Ihr das Handy mit einer Hand haltet.

tl;dr: Das gute Display ist eine der Stärken des neuen Reno 6 5G. Es ist sehr gut ins schöne Gehäuse eingebaut und lässt sich auch in gleißendem Sonnenlicht gut ablesen. Während die Verarbeitung sehr gut ist, stören mich die geringe IP-Zertifizierung und der Mono-Lautsprecher an der Unterseite.

Leistung: Dimensity 900 reicht aktuell aus

Im Oppo Reno 6 5G kommt ein Dimensity 900 von MediaTek zum Einsatz. Der Chip unterstützt 5G und bietet ansonst ein für Mittelklasse-SoCs gewöhnliches Leistungsniveau. Bei den Funkstandards glänzt Oppo mit WiFi 6 und Bluetooth 5.2, die Standards für 8 GB RAM und 128 GB ROM sind daher recht lahm. Ihr müsst mit LPDDR4x und UFS 2.1 Vorlieb nehmen.

Hat mir gefallen:

  • Ausreichend Leistung für Alltag und für Mobile Games
  • Keine Probleme mit Überhitzung
  • Bluetooth 5.2 und WiFi 6

Hat mir nicht gefallen:

  • Teils deutlich leistungsschwächer als vergleichbare Handys
  • Recht langsame RAM- und ROM-Standards

Der Blick aufs Datenblatt des Oppo Reno 6 5G ist zugegeben sehr unspannend. Das SoC zaubert Mobile Gamern kein Lächeln aufs Gesicht und die gebotenen Speicherstandards sind ebenfalls höchstens Durchschnitt. Dennoch ergibt sich im Alltag mit dem Reno 6 5G eine zufriedenstellende Performance. Vor allem dann, wenn man die Dauer der Animationen im Betriebssystem ColorOS auf die Hälfte reduziert.

Um Euch ein paar Vergleichswerte zu schaffen, habe ich das Reno 6 5G mal durch die gängigsten Benchmarks gejagt:

Benchmark-Vergleich mit aktuellen Gaming-Smartphones

  Oppo Reno 6 5G Realme GT Samsung Galaxy A72 OnePlus Nord 2 Motorola Edge 20
3D Mark WildLife 2023 5947 1.090 bei 6,5 FPS 4.175 2.492 bei 14,9 FPS
3D Mark Sling WildLife Stresstest 2045 / 2038 5945 1.093 / 1.090 4.181 / 2.515 2.494 / 2.461
Geekbench 5 (Single / Multi) 712 / 2125 1116 / 3480 548/1616

1119/3657

768/2.776
Speicher PassMark 25.483 25.709 - 69.304 -
Disc PassMark 78.226 107.337 - 31.648 -

Vergleichen wir das Reno 6 5G mit gleichpreisigen Geräten im Benchmark, müssen wir eine unterdurchschnittliche Leistung festhalten. Gerade mit Blick auf das Realme GT, in dem ein Flaggschiff-SoC arbeitet und auf das OnePlus Nord 2 ist das Handy unterlegen. Das ist auch deutlich, wenn wir uns die Benchmarks für Speicher und Disc anschauen. Hier siegt das Nord 2 mit recht üppigem Abstand.

NextPit Oppo Reno 6 display
Das installierte Betriebssystem läuft flüssig - viel mehr solltet Ihr aber nicht vom Reno 6 erwarten. / © NextPit

Aus diesem Grund habe ich den Zusatz "aktuell" in die Überschrift dieses Absatzes geschrieben. In der Praxis überzeugt die Leistung in Mobile Games und auch die Systemperformance. Allerdings kann ich mir gut vorstellen, dass beide Eigenschaften mit zusätzlichen installierten Apps und nach einigen Wochen des Zumüllens des Handyspeichers abnehmen.

tl;dr: Insgesamt ist die Leistung nicht ganz auf dem Niveau eines 500-Euro-Handys. Besonders die Unterstützung für aktuelle Funkstandards wie 5G, Bluetooth 5.2 und WiFi 6 fallen jedoch positiv auf. Ebenfalls löblich ist, dass das Reno 6 5G auch unter andauernder Volllast keine Überhitzungsprobleme bekommt.

Kamera: Angriff auf Apples Porträt-Selfie-Modus

Auf der Rückseite des Oppo Reno 6 5G findet Ihr eine Triple-Kamera mit einer maximalen Auflösung von 64 Megapixeln. Neben der Hauptkamera gibt's eine Ultraweitwinkelkamera mit 8 Megapixeln und eine Makrokamera mit 2 Megapixeln. Besonderen Wert legt Hersteller Oppo auf einen digitalen Bokeh-Videomodus, der mit der 32-Megapixel-Frontkamera zusammenarbeitet. Damit will man offenbar Apples Porträt-Selfie-Feature ein Schnippchen schlagen.

NextPit Oppo Reno 6 camera
Die Triple-Kamera kennen wir schon vom Vorgänger. Allerdings hat Oppo dem Modul einen Farbsensor spendiert. / © NextPit

Hat mir gefallen:

  • Schöne Bilder bei Sonnenlicht
  • HDR-Modus findet gute Mitte zwischen effektiv und natürlich
  • Digitales Videobokeh ganz nett

Hat mir nicht gefallen:

  • Keine Telekamera
  • Überflüssige Makrokamera
  • Keine optische Bildstabilisierung

Gerade vom Kamerasetup bin ich beim Blick auf das Preisschild des Oppo Reno 6 5G ernüchtert. Hier gibt es bei anderen Herstellern bereits Sensoren mit 108 Megapixeln und Telekameras. Oppo entscheidet sich für vollkommen ausreichende 64 Megapixel, eine solide Ultraweitwinkelknipse und bessert das Datenblatt noch mit einer 2-Megapixel-Makrokamera auf. Bevor ich Euch deren Ergebnisse zeige, kurz was zum Videomodus.

In der Pressemitteilung zum Reno 6 5G hat der Hersteller besonders auf einen KI-gestützten Video-Bokehmodus hingewiesen. Dieser wertet die Informationen der 32-Megapixel-Selfiekamera so aus, dass Euer Gesicht scharf und der Hintergrund unscharf ist. Digitales Video-Bokeh kennen wir bereits von Samsung, doch daran hat sich Oppo beim Timing sicher nicht orientiert. Apple wird am 14. September, also wenige Tage nach dem Launch des Reno 6 5G, das iPhone 13 präsentieren. Und genau für dieses wurde ein digitales Porträt-Bokeh bereits spekuliert.

 

 

Bei Oppo funktioniert der Videomodus recht zuverlässig. Meiner Meinung nach sieht das Bokeh aber keineswegs natürlich aus. Das liegt zum einen an einer recht dramatischen Unscharfzeichnung des Backgrounds. Und zum anderen an einigen Artefakten, die sich von der Hintergrundmaske auf Euer Gesicht ziehen. Bilder, wenn es hell ist

Abgesehen von den Selfie-Porträtvideos knipst die 64-Megapixel-Hauptkamera des Reno 6 5G echt schöne Fotos bei gutem Licht. Hier sind es gerade schwierige Lichtsituationen, in denen mir die Fotos des Handys gefallen. Das liegt an Oppos bekanntlich sehr guten HDR-Modus, der bei deaktivierter KI-Szenenoptimierung auch ganz gute Farben produziert.

Oppo Reno 6 HDR 2 NextPit
Im Gegenlicht liefert das Reno 6 5G Oppo-typisch echt gut ab. Wie beim Reno 4 gefällt mir die Farbstimmung. / © NextPit

Die Auflösung der Aufnahmen liegt übrigens nicht bei 64 Megapixeln. Denn das Reno 6 5G nutzt wie viele Smartphones Pixel-Binning und rechnet in diesem Falle vier Pixel zu einem Zusammen. Das Ergebnis sind 16-Megapixel-Bilder, die laut Hersteller besser sein sollen, als herkömmliche 16-MP-Fotos. Wollt Ihr die 64-Megapixel voll und ganz ausfahren, gibt es aber auch hierfür eine Option in der Kamera-App.

Was ich Oppo echt bemängeln muss, ist, dass es im Reno 6 5G keine Telekamera gibt. Dadurch müsst Ihr beim Zoomen immer auf eine digitale Vergrößerung zurückgreifen, um Motive näher heranzuholen. Das sorgt trotz 64-MP-Sensor für wenige Details und einem ziemlichl künstlichen Schleier über den Bildern.

Oppo Reno 6 Zoom NextPit
Zoomen funktioniert nur digital. Die Ergebnisse sind aber ganz in Ordnung. / © NextPit

Im Ultraweitwinkel räumt das Handy dann aber wieder ab, auch wenn die Auflösung von 8 Megapixeln besser sein könnte. Trotzdessen mochte ich die Fotos in puncto Lichtstimmung, Farben und Kontrast. Allerdings müsst Ihr mit recht starken Verzeichnungen an den Rändern des Bildes rechnen.

Oppo reno 6 ultrawide 2
Die Bilder der Ultraweitwinkelkamera gefallen mir gut. Lediglich die Ränder sind ein wenig unscharf. / © NextPit

Bilder, wenn es dunkel ist

Geht die Sonne am Ende des Tages unter, könnt Ihr mit dem Reno 6 5G natürlich auch noch Fotos machen. Hierfür integriert der Hersteller einen Nachtmodus in das Handy. Die Ergebnisse gefallen mir vor allem aus dem Grund, dass sie dunkle Bildbereiche nicht übermäßig aufhellen. Das Festival of Lights in Berlin am Sonntag vor Oppos Release konnte das Handy ganz gut festhalten.

Oppo Reno 6 Night NextPit
Der Nachtmodus des Reno 6 5G. / © NextPit

Zoomen wir an das Bild oben heran, sehen wir allerdings, dass der Berliner Dom doch recht unscharf ist. Das liegt zum Einen an meiner unruhigen Hand und am anderen an der Rauschunterdrückung, die das Handy nutzt. Das ist allerdings keine große Besonderheit des Reno 6 5G, denn viele Hersteller nutzen kleinere Sensoren in den Zweit- und Drittkameras ihrer Handys. Die dritte Kamera, die eine Makrokamera mit 2 Megapixeln darstellt, kritisiere ich im Preisbereich um die 500 Euro dennoch.

Bilder, die Ihr von Euch selbst aufnehmt

Schließen wir den Kreis und kommen noch einmal zum Anfang dieser Kamera-Sektion zurück. Das Reno 6 5G bietet sowohl bei seinen Hauptkameras als auch bei der Selfie-Kamera einen Porträtmodus, der den Hintergrund unscharf stellt. Erwartungsgemäß sind die Bilder der Hauptkamera-Porträts besser als die Bilder der Selfie-Kamera.

Oppo Reno 6 Selfie NextPit
So sehen Selfies mit dem Reno 6 5G aus. / © NextPit

Die Unscharfzeichnung der Bilder gefällt mir hier weitaus besser als bei den Videos.

tl;dr: Leider scheitert Oppos Versuch, der Kamera des Reno 6 5G mit den Selfie-Porträtvideos etwas besonderes hinzuzufügen, ein wenig Das Feature ist höchstens in Ordnung und kann daher nicht von der ziemlich mittelmäßigen Kamera ablenken. Dieser fehlt es für 500 Euro an einer Telekamera und auch die Makrokamera mit 2 Megapixeln sieht man echt ungerne.

 

Oppo Reno 6 5G: Akku

Im Reno 6 kommt ein ausdauernder Akku mit 4.300 Milliamperestunden zum Einsatz. Diesen könnt Ihr über das mitgelieferte Netzteil mit rasanten 65 Watt wieder aufladen. Oppo kennt sich beim Quick-Charging sehr gut aus und somit wird der Akku des Handys innerhalb einer halben Stunde wieder zu 100 Prozent voll. Geil!

Hat mir gefallen:

  • Echt solide Akkulaufzeit dank 4.300 mAh und 90-Hertz-Display
  • Quick-Charging ist in puncto Geschwindigkeit erstklassig

Hat mir nicht gefallen:

  • Kein Wireless-Charging
  • Netzteil mit USB-A-Anschluss (Geschmackssache)

Zu guter Letzt will ich Euch über die Akkulaufzeiten und das Quick-Charging beim Reno 6 informieren. Die Batterie des Handys bietet eine Kapazität von 4.300 Milliamperestunden und das sorgt im Praxistest für echt solide Akkulaufzeiten. Bei meinem Nutzungsverhalten konnte ich das Handy ohne Probleme zwei Tage ohne Steckdose betreiben. Das liegt aber auch daran, dass die Schnellladefunktion meinen Über-Nacht-Rhythmus durcheinander gebracht hat.

Denn mit der Stoppuhr in der Hand konnte ich folgende Schnellladezeiten über das mitgelieferte Netzteil festhalten. Start ist hierbei bei 5 Prozent Akkustand:

  • bis 20 Prozent in 3 Minuten
  • bis 30 Prozent in 4.30 Minuten
  • bis 50 Prozent in 9 Minuten
  • bis 75 Prozent in 16 Minuten
  • bis 100 Prozent in 27 Minuten

Möglich wird das wie beim Vorgängermodell durch Oppos Schnellladetechnologie namens "SuperVOOC 2.0". Das Feature ist technisch beeindruckend und in Notsituationen, wenn Ihr kurz vorm Aufbrechen zum Beispiel noch Saft braucht, echt super praktisch. Bei ständiger Nutzung könnte es allerdings sein, dass es bei langjähriger Handynutzung die Akkulaufzeit beeinträchtigt.

tl;dr: Stromtechnisch ist beim Reno 6 alles top! Das Handy bietet sowohl lange Akkulaufzeiten als auch schnelles Quick-Charging. Lediglich das kabellose Aufladen fehlt.

Oppo Reno 6 5G: Technische Daten

Oppo Reno 6 5G: Technische Daten auf einen Blick

 
  Oppo Reno 6 5G
Prozessor MediaTek Dimensity 900
Speicher (RAM / intern) 8 GB / 128 GB
Speicher erweiterbar? Nein
Dual-SIM Ja
Display 6,43 Zoll AMOLED mit 90 Hertz
Größe 156,8 x 72,1 x 7,59 mm
Gewicht 182 Gramm
Konnektivität 5G, LTE, WLAN 802.11 a/b/g/n/ac/6, Bluetooth 5.2, USB Typ-C, NFC, GPS
Hauptkamera 64 MP Weitwinkelkamera (f/1.7)
Ultraweitwinkel 8 MP Ultraweitwinkelkamera (f/2.2)
Makro 2 MP (f/2.4)
Frontkamera 32 MP
Video Max. 30 FPS bei 4K
Akkukapazität 4.300 mAh
Ladetechnologien Quick-Charging mit 65 Watt
Authentifizierung Fingerabdrucksensor unter dem Display
Betriebssystem Android 11
Preis 499 Euro

Abschließendes Urteil

Wäre das Oppo Reno 5 5G in Deutschland erschienen, hätte ich dessen Testbericht fast schon kopieren können. Denn bis auf das SoC und die Kamera gibt es wenige Unterschiede zwischen den beiden Handys. Leider ist das auch fast beim Sprung vom Reno 4 5G der Fall.

Denn die Entscheidung Oppos, auf einen MediaTek-SoC beim neusten Reno-Modell zu setzen, ist keine Schlagzeilenmeldung. Auch das Upgrade der Kamera erfolgt nur auf eine durchschnittliche Triple-Kamera, der es an einem Telesensor fehlt. Dass Oppo die doppelte Punch-Hole-Notch im Reno 6 abgeschafft hat, ist wiederum sehr, sehr positiv.

NextPit Oppo Reno 6 usb
Der Mono-Speaker sorgt leider für Ernüchterung bei YouTube und Co. / © NextPit

Denn offenbar sind Selfie-Videos mit Bokeh auch so möglich. Das Highlight-Feature des Handys kann in der Praxis zwar überzeugen, ist im Alltag aber weitaus weniger wichtig als fehlende Upgrades. So gibt es lediglich eine IP54-Zertifizierung, keine größeren Speicheroptionen, keinen Micro-SD-Slot und auch einen Stereo-Speaker könnte man für 500 Euro im Jahr 2021 erwarten.

 

Zu den Glanzlichtern gehören dennoch das schnelle Quick-Charging und vor allem eins: Die Verarbeitung und das Design, das in Anlehnung an Apple mal wieder echt schön geworden ist. Das Reno 6 ist daher wieder eine Empfehlung, wenn Ihr Euch optisch in das Handy verguckt habt. Ansonsten gibt es für weniger als 500 Euro leistungsstärkere und spannender Alternativen.

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10 Kommentare

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  • Oliver Eissner-Eissenstein vor 4 Tagen Link zum Kommentar

    Ich finde es lustig das immer so getan wird als ob Apple mit dem iphone oder der Applewatch der erste Hersteller mit kantigen Design war,was definitiv nicht so ist.


  • Sabrina vor 1 Woche Link zum Kommentar

    Keine Telekamera und keine optische Bildstabilisierung?
    Vielleicht sollte man dann doch ganz auf die Kamera verzichten.

    Da sind 500€ aber sehr ambitioniert.
    Am Ende gibt es die Dinger beim ALDI im Angebot.


  • Mastermind vor 1 Woche Link zum Kommentar

    Wow, schon die 6er Serie, Oppo haut die Dinger auch wie verrückt auf den Markt.


  • Karsten vor 1 Woche Link zum Kommentar

    Das Kameramodul erinnert irgendwie an das vom Fold 2.. 🤔💭


  •   1
    Gelöschter Account vor 1 Woche Link zum Kommentar

    64 /4 entspricht nach Adam Riese 16MP und nicht deine genannten 12MP. Leute... liest denn eure Artikel niemand gegen??? Einem Tech-Journalisten sollten solche einfachen Rechenfehler eigentlich nicht unterlaufen. Was RAM- und ROM-Speicher betrifft, sei anzumerken, dass es bis vor ein, zwei Jahren in der Mittelklasse noch üblich war Smartphones mit LPDDR3X und EMMC5.1 zu veröffentlichen. Insofern die Standards LPDDR4X und UFS 2.1 /2.2 als lahm zu bezeichnen paar ebenfalls nicht so wirklich ins Bild. Für den aufgerufenen Preis von Oppo gibt es zwar sicher andere Hersteller mit besseren Speicherformaten, für die Mittelklasse ist das allerdings immer noch sehr solide Kost. Außerdem weiß jeder, der sich etwas mit der Materie beschäftigt, dass Oppo sich auch seinen Namen Bezahlen lässt... Berechtigt oder nicht, entscheidet der geneigte Kunde für dich selbst.


    • Tim vor 1 Woche Link zum Kommentar

      Wenn du sowas schon so heftig kritisierst, solltest du vielleicht auch wissen, was "ROM" eigentlich heißt und es entsprechend NICHT die Bezeichnung für den internen Speicher hier ist, weil es echt unpraktisch wäre, wenn man ihn nur lesen, aber nicht beschreiben kann ^^


      • Benjamin Lucks
        • Admin
        • Staff
        vor 1 Woche Link zum Kommentar

        Da hast Du natürlich recht. Allerdings bezeichnen Hersteller den internen Speicher in Datenblättern immer wieder selbst als ROM. Das gute alte Dilemma der Sprachgewohnheiten vs. 100%iger Korrektheit. #LCD-Display #öfters #machtSinn

        Tim


    • Benjamin Lucks
      • Admin
      • Staff
      vor 1 Woche Link zum Kommentar

      Wusste ich doch, dass mir das Sitzenbleiben in der Schule wegen Mathe und Französisch nochmal zum Verhängnis wird! 😉 Habe ich natürlich geändert und da Dir Mathekenntnisse offenbar so wichtig sind, dass sie über meiner Karriere bestimmen sollten: Gut gerechnet, Andunastir!

      Die zweite Kritik beantwortest Du Dir selbst schon: "Für den aufgerufenen Preis von Oppo gibt es zwar sicher andere Hersteller mit besseren Speicherformaten," ... das ist der Grund, warum ich es hier mit aufgeführt habe.

      Auch wenn Oppo einen Aufschlag für seinen Namen verlangen sollte (!), macht das die Leistung des Reno 6 in meinen Augen nicht besser. Wenn es bei der Konkurrenz mehr zum selben Preis gibt, muss ich das anmerken.

      Und wie Du auch schon geschrieben hast: Ob man kauft oder nicht - das entscheidet am ende jeder für sich selbst.

      LG
      Ben


  • Tim vor 1 Woche Link zum Kommentar

    Okay und was genau ist an dem Ding jetzt bitte ein "Alternative zum iPhone"? Nur weil es ein kantiges Design hat?
    Mit der Logik müssten ja dann ALLE anderen Android-Smartphones bis heute eine Alternative zum iPhone 11 sein...

    Das Ding ist echt alles, aber keine Alternative zum iPhone. Zumal der Software-Support dank MediaTek wahrscheinlich das Letzte sein dürfte...

    Und die 91,7% Screen-to-body ratio stimmen schlicht auch nicht.


    • paganini vor 1 Woche Link zum Kommentar

      Tim
      Das dachte ich mir auch was daran eine Alternative sein soll, in keiner Kategorie ist es das nämlich und 90hz ob man das als besser erkennen kann wage ich zu bezweifeln da das Display sicher beim iPhone besser sein wird

      Tim

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