Pros des Carrera Hybrid

  • Tolle Steuerung
  • Innovatives Konzept
  • Mächtiger Spielspaß
  • Erweiterbar und modular

Contras des Carrera Hybrid

  • Relativ teuer
  • Smartphone zur Steuerung zwingend erforderlich
  • Könnte noch Feinschliff vertragen

Carrera Hybrid: Preis und Verfügbarkeit

Die Carrera Hybrid kostet als Starterpaket mit zwei Autos aktuell rund 150 Euro. Schaut man sich die Hardware allein an, ist das eigentlich zu viel. Denn hier liegt nicht so richtig viel Wert auf dem Tisch. Doch die Lizenzen mit Porsche und die komplette Neuentwicklung des Ökosystems machen sich im Preis deutlich bemerkbar. 

Wollt Ihr zusätzliche Autos, sind für ein einzelnes der 10 cm langen Modelle satte 50 Euro fällig. Den gleichen Betrag verlangt Carrera für die Rennstrecken-Erweiterungspakete. Wer also einen ganzen Kindergeburtstag ausstatten will, landet schnell im mittleren dreistelligen Euro-Bereich. 

Carrera Hybrid im Test: Das steckt im Paket

Die Carrera Hybrid bricht mit so ziemlich allen Traditionen der bekannten Rennbahnen. Denn statt kleiner kabelgebundener Fernbedienungen gibt es eine Smartphone-Steuerung, und die Autos sind auch nicht mehr an eine feste Streckenführung gebunden, sondern können sich frei bewegen. Was bleibt, sind die Auto-Designs und der Spaß, gegeneinander Rennen zu fahren. Doch gelingt die Digitalisierung der analogen Rennbahn?

Öffnet man die Verpackung der Carrera Hybrid wundert man sich erstmal über die Abwesenheit von einigem früher ganz gebräuchlichem Zubehör. Denn Ihr braucht keinen Stromanschluss mehr, die Bahn-Einzelteile sind nur noch hauchdünne Kunststoff-Matten statt stromleitender Platten und Controller fehlen völlig. Neben den Bahn-Abschnitten gibt es zwei Autos, eine Bedienungsanleitung und aufgedruckte QR-Codes. Das war es. 

Carrera Hybrid - Autos auf der Rennstrecke
Carrera Hybrid – Autos auf der Rennstrecke. / © Michael Büttner / nextpit Bildquelle: Michael Büttner / nextpit

Die dünnen Platten sind mit einem simplen Stecksystem in wenigen Minuten zu einer ausgewachsenen Rennstrecke zusammengesteckt und schon kann es losgehen. Doch Ihr braucht die Strecke auch eigentlich gar nicht. Ihr könnt auch einfach frei im Raum herum- und gegeneinander Rennen fahren. Das sorgt für massigen Spielspaß, vor allem, weil Kinder so auch ihre eigenen Rennstrecken durch die ganze Wohnung bauen können und keine teuren Erweiterungen mehr nötig sind. 

Wollt Ihr aber auf der eigentlichen Rennstrecke spielen, könnt Ihr ihre Form in der App auswählen oder virtuell auch neue erstellen. Das gelingt schnell, und nach dem Verknüpfen der einzelnen Autos mit dem Rennen weiß das System auch, wer alles am Rennen teilnimmt. So können theoretisch dutzende Rennfahrer mitmachen. Mit dem versendeten Set der Carrera Hybrid seid Ihr zum Start aber auf zwei Fahrer beschränkt. 

Carrera Hybrid - Autos auf der Rennstrecke
Carrera Hybrid – Autos auf der Rennstrecke / © Michael Büttner / nextpit

Robuste Autos, wenn auch etwas grob

Die beiden beigelegten Autos sind robust und halten auch Stürze und Karambolagen aus. Die Aufhängungen der Räder sind jedoch eher dünn und könnten etwas mehr Material vertragen. Dazu kommt eine eher grobschlächtige Gestaltung der Boliden, vor allem von unten betrachtet. Das wird Kinder nicht stören, Modell-Auto-Fans werden sich aber eher abwenden. Das trifft auch bei der Beleuchtung der kleinen Renner zu. Sie ist asymmetrisch und nicht gerade elegant. Aber sie erfüllt ihren Zweck. Denn so flitzen die Autos auch noch deutlich sichtbar durch dunkle Kinderzimmer oder unter Schränken oder Sofas herum. Apropos: Ihr ladet die Rennwagen mittels modernem USB-C-Anschluss und so hat wohl jeder die betreffende Ladeinfrastruktur zu Hause. 

Carrera Hybrid - Autos auf der Rennstrecke
Carrera Hybrid. Geladen wird per USB-C an der Unterseite der Fahrzeuge. / © Michael Büttner / nextpit

Top-Steuerung über das Smartphone

Bei der Steuerung der Boliden fällt recht schnell auf, dass die Fahreigenschaften realistischer sind als gedacht. Beschleunigung, Lenk- und Bremsverhalten sowie „Gangschaltung“ fühlen sich gar nicht so digital, sondern realistisch an. Das bremst bei wenig geübten Fahrern zum Start etwas die Action, weil man schon ein wenig trainieren muss, um die Autos auf der Rennstrecke zu halten. Das Ganze könnt Ihr aber auch über die App regeln. Denn Ihr könnt verschiedene Fahrmodi auswählen, die eine mehr oder weniger starke Fahrassistenz zulassen. Sogar den Reifenabrieb kann man in der App einstellen. 

Carrera Hybrid - App des Rennspiels
Carrera Hybrid – App des Rennspiels / © Michael Büttner / nextpit Bildquelle: Michael Büttner / nextpit

Das Ganze fühlt sich richtig gut an und macht nach einigen Proberunden mächtig Spaß. Vor allem die freie Fahrspurwahl, also die Freiheit überall hinzufahren, wo man will, ist eine echte Bereicherung gegenüber den klassischen Rennbahnen von Carrera. Dazu sind die Geschwindigkeiten, die die kleinen Rennwagen erreichen, überraschend hoch und auf einer festgelegten Rennstrecke kaum zu erreichen.

Fahrt Ihr frei im Raum und habt etwas Platz, beschleunigen die Flitzer bis zur kaum mehr kontrollierbaren Höchstgeschwindigkeit. Gut, dass es eine separate Bremse in der App gibt. „Ein-Pedal-Fahren“ ist aber so nicht möglich. Doch das unterstützt massiv die Realitätsnähe des Fahrgefühls.

Carrera Hybrid - App des Rennspiels
In der App habt Ihr viele Möglichkeiten, den Rennspaß nach Euren Bedürfnissen anzupassen. / © Michael Büttner / nextpit

Damit der Spielspaß lange anhält, hat Carrera in der Hybrid-App auch einige Gimmicks verbaut, die man eigentlich in Racing-Games vom PC oder Konsole kennt. So könnt Ihr neue Aufgaben und Tuning freischalten und Bestenlisten führen. Das alles ist auch optisch ansprechend in der App umgesetzt und man kommt recht schnell intuitiv mit den digitalen und virtuellen Funktionen klar. 

App mit kleinen Schwächen

Die App an sich ist, wie schon erwähnt, optisch und funktional schön gestaltet. Beim Einrichten müsst Ihr allerdings auf einen Hochkant-Modus verzichten, was beim Eingeben von Text, beispielsweise bei Namen, nicht optimal ist. Das ließe sich aber mit einem Update beheben. Die Bluetooth-Verbindung mit den Autos läuft dagegen flüssig und ohne Probleme. Etwas fummeliger ist das Starten oder Beitreten zu einem Rennen. Das sind aber Kleinigkeiten, die keine echten Schwächen darstellen. Den letzten Feinschliff hätte aber Carrera mit dem Partner Sturmkind etwas liebevoller durchführen können. 

Carrera Hybrid - App des Rennspiels
Die Optionen in der Carrera-Hybrid-App erinnern an softwarebasierte Rennspiele. / © Michael Büttner / nextpit

Abschließendes Urteil

Die Carrera Hybrid ist ein starkes Rennkonzept ohne echte Schwächen. Die Steuerung und das Spielprinzip sind top, der Spielspaß hoch und die Motivation auch auf längere Zeit gesichert. Einige Details sollte Carrera noch mittels Update ausbügeln, aber grundsätzlich ist die Carrera Hybrid ein gelungenes Spielzeug für Kinder und Erwachsene. 

Eines kann die Carrera Hybrid leider nicht. Die Screentime von Kindern heruntersetzen. Gerade in diesem Zusammenhang wäre ein etwas analogeres Konzept ebenfalls begrüßenswert gewesen. Warum nicht alle Autos mit einem einzelnen Smartphone verbinden und dann kleine analoge Controller zur Steuerung nutzen? Damit wäre der Blick frei auf die Autos und die Action, ohne die Ablenkung eines Displays in den Kinderhänden. Das kann man Carrera nicht anlasten, Eltern sollten sich aber bewusst sein, dass das Smartphone essenzieller Bestandteil des Spielvergnügens darstellt. 

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