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Ecoflow Delta 2 im Hands-on: smarte Powerstation mit App

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© NextPit

Ecoflow hat auf der IFA seine neue Powerstation Delta 2 vorgestellt. Das Besondere: Die mobile Energieversorgung ist dank Bluetooth, WLAN und eigener App smart, was praktischer ist als erwartet. NextPit hat die Powerstation bereits ein paar Tage lang ausprobieren können – hier kommt unser erster Hands-on-Eindruck.

Pro

  • Netzteil im Gehäuse integriert
  • sehr viele Power-Anschlüsse
  • erstaunlich praktische App
  • Henkel stehen seitlich ab und schützen Display und Ports

Contra

  • Henkel stehen seitlich ab und sind im Weg
  • teurer als Konkurrenten mit gleicher Kapazität

Ecoflow Delta 2: Design und Verarbeitung

Die Ecoflow Delta 2 kommt in puncto Design nach ihren Vorgängermodellen. Das Kunststoffgehäuse ist unten in dunklem Grau gehalten, das obere Viertel ist aus silbernem Kunststoff gefertigt und mündet rechts und links in zwei solide Tragegriffe. Dass die Griffe seitlich abstehen und fixiert sind, hat Vor- und Nachteile: Einerseits machen sie das Gehäuse breiter und unpraktischer zu packen. Andererseits schützen sie aber auch die eingesteckten Kabel vor Beschädigung, da man diese nicht versehentlich komplett an die Wand schieben kann. Die Unterseite der Powerstation besteht aus einem äußerst rutschfesten Gummi. Unterm Strich fühlt sich die Delta 2 hochwertig verarbeitet an.

Ecoflow Delta 2
Haben Vor- und Nachteile: die seitlich abstehenden Griffe der Ecoflow Delta 2. / © NextPit

Seitlich an der Ecoflow Delta 2 befindet sich oben ein schickes Display, das Euch über Ladestand, Eingangs- und Ausgangsleistung sowie mögliche Probleme oder Fehler informiert. Darunter sitzen vier USB-A-Ports und zwei USB-C-Ports. Um die USB-Einheit ein- und auszuschalten, gibt es hier eine separate Taste. Darunter findet Ihr schließlich noch einen allgemeinen Ein/Aus-Button für die Powerstation.

Ecoflow Delta 2
Das Display der Ecoflow Delta 2 ist schön anzusehen. / © NextPit

Auf der gegenüberliegenden Seite findet Ihr ein ganzes Array weiterer Anschlüsse, nämlich gleich vier 230-Volt-Steckdosen sowie drei 12-Volt-Anschlüsse, einer davon im Zigarettenanzünder-Format. Auch die 230-Volt- und 12-Volt-Anschlüsse lassen sich separat per Button ein- und ausschalten. Über diesen Ausgängen gibt es schließlich noch eine Klappe, die die Eingänge verbirgt. Hier findet Ihr einen Gleichstrom-Eingang, um die Powerstation beispielsweise über Solarpanel oder den Zigarettenanzünder im Auto zu laden. Daneben gibt es einen 230-Volt-Anschluss für ein Standard-Kaltgerätekabel.

Ecoflow Delta 2
Die Ecoflow Delta 2 geizt nicht mit Steckdosen. / © NextPit

Das war's aber noch nicht mit den Anschlussmöglichkeiten. Als eine von wenigen Powerstations bietet die Delta 2 auch Bluetooth und sogar WLAN sowie eine eigene App, die überraschend praktisch ist. Das initiale Pairing per Bluetooth über die Ecoflow-App dauert gerade einmal zehn Sekunden – zum Verbinden per WLAN müsst Ihr lediglich die SSID auswählen und das WLAN-Passwort eintippen. Und schon seht Ihr auch auf der App die aktuelle Eingangs- und Ausgangsleistung sowie den Füllstand des Akkus und die Restlaufzeit bei der aktuellen Beanspruchung.

Ecoflow-App: Screenshots
Die Ecoflow-App bietet erstaunlich viele praktische Einstellungsmöglichkeiten. / © NextPit

Praktisch ist auch, dass Ihr die einzelnen Ausgangskategorien per App ein- und ausschalten könnt. So habt Ihr in der Powerstation quasi smarte Steckdosen integriert. Außerdem ist es in den Einstellungen auch etwa möglich, den lauten Piepton zu deaktivieren, die Ladeleistung zu begrenzen, die Netzfrequenz anzupassen oder die Timeouts für die unterschiedlichen Ausgänge festzulegen.

Ecoflow Delta 2: Performance

Die Performance der Ecoflow Delta 2 konnten wir leider noch nicht ausgiebig testen. Allerdings machen die technischen Daten bereits Lust auf mehr. Die Ecoflow Delta 2 bietet eine Kapazität von 1024 Wattstunden, die maximale Ausgangsleistung liegt im Dauerbetrieb bei 1200 Watt pro Steckdose, gesamt sind maximal 1800 Watt möglich.

Ecoflow Delta 2
Die Ecoflow Delta 2 schafft bis zu 1800 Watt Ausgangsleistung. / © NextPit

Über die drei 12-Volt-Ausgänge liefert die Ecoflow Delta 2 bis zu 126 Watt. Von den vier USB-A-Anschlüssen schaffen zwei 12 Watt und zwei 18 Watt. Flotter klappt's mit den beiden USB-C-Ports darunter, die jeweils bis zu 100 Watt in Eure Gadgets pumpen.

Eingangsseitig sind maximal 1200 Watt an der Steckdose möglich. Praktisch finde ich an dieser Stelle das ins Gehäuse integrierte Netzteil. Klar ist die Powerstation damit etwas schwerer als Modelle mit separatem Netzteil. Aber Ihr habt eben insgesamt weniger Teile mitzuschleppen. Und solltet Ihr das Kaltgerätekabel mal zu Hause vergessen, findet Ihr so ziemlich überall auf dem Planeten schnell einen günstigen Ersatz.

Ecoflow Delta 2
Die Eingänge zum Aufladen per Wechsel- oder Gleichstrom sitzen hinter dieser Klappe. / © NextPit

Apropos überall auf dem Planeten: Die Ecoflow Delta 2 könnt Ihr auch per Solarpanel aufladen – oder über den Zigarettenanzünder im Auto. Das dafür notwendige Kabel ist im Lieferumfang enthalten. Über den Gleichstrom-Eingang nimmt die Powerstation bis zu 500 Watt Ladeleistung an.

Vorläufiges Urteil

Die Ecoflow Delta 2 unterscheidet sich in zwei Punkten von vielen konkurrierenden Powerstations. Erstens setzt sie auf die Akkutechnologie LiFePO4, die mit langer Haltbarkeit punktet. Zweitens bringt sie eine App mit, die viele überraschend praktische Features bietet. Auf der anderen Seite haben diese Vorzüge auch ihren Preis: Die Delta 2 ist teurer als andere Konkurrenten mit ähnlicher Kapazität und Ausgangsleistung, beispielsweise die auch gerade auf der IFA vorgestellte Jackery Explorer 1000 Pro (zum Hands-on). Wir sind auf jeden Fall schon gespannt darauf, wie sich die Powerstation im Langzeittest schlägt.

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1 Kommentar

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  • Thomas_S vor 3 Wochen Link zum Kommentar

    Die Anzahl der Tracker (7) und Permissions (35!) der Ecoflow App ist rekordverdächtig.🤨
    reports.exodus-privacy.eu.org/en/reports/com.ecoflow/latest/