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Richtigen Handyvertrag finden: Darauf müsst Ihr bei Telekom, O2 & Co. achten

Richtigen Handyvertrag finden: Darauf müsst Ihr bei Telekom, O2 & Co. achten

Wie viel Datenvolumen braucht man wirklich und sind Handys im Vertrag wirklich günstig? In dieser Anleitung erklärt Euch NextPit, wie Ihr den richtigen Handyvertrag für Eure Ansprüche und Bedürfnisse findet. Anschließend wisst Ihr garantiert besser Bescheid, welcher Vertrag bei 1&1, o2, der Deutschen Telekom und weiteren Anbietern zu Euch passt.

Mobilfunkanbieter locken immer wieder mit etlichen Gigabyte an Datenvolumen oder versprechen wahnsinnige Datenraten im mobilen Netz. Dabei übersteigen die meisten Tarife das, was Endverbraucher:innen wirklich brauchen. Ziel ist es natürlich, mehr Geld zu verdienen und genau dafür sind Eure hart verdienten Brötchen zu knackig. Als Teil der NextPit Tarif-Checks verrate ich Euch nachfolgend, wie Ihr passende Handyverträge findet. Hierzu könnt Ihr zum Einen unser Vergleichselement nutzen:

Zum anderen habe ich Euch eine Checkliste mit Dingen zusammengestellt, auf die Ihr beim Abschluss eines Vertrages achten müsst!

Checkliste x Inhaltsverzeichnis

  1. Wie viel Datenvolumen?
  2. Wie schnell?
  3. Braucht Ihr 5G?
  4. Allnet-Flat für SMS & Telefon?
  5. Neues Handy dazu?
  6. Kosten & Kostenfallen
  7. Vertragslaufzeiten
  8. EU-Roaming & weiteres
  9. Rufnummermitnahme inklusive Boni
  10. Neuen Handyvertrag direkt auf NextPit suchen

Da ich natürlich nicht genau weiß, wie viel Datenvolumen Ihr braucht, halte ich mich in diesem Artikel an allgemeine Tipps. Lest diesen Artikel wie einen Leitfaden, bei dem Ihr bei jedem Punkt einen Anhaltspunkt dafür bekommt, was Ihr wirklich braucht. Mit diesen Anhaltspunkten könnt Ihr dann gezielt nach dem Vertrag suchen, der Eure Bedürfnisse zum bestmöglichen Preis erfüllt.

Punkt 1: Wie viel Datenvolumen braucht man eigentlich?

So gut wie alle Handyverträge im Jahr 2021 kommen mit einem gewissen Kontingent an "Datenvolumen". Dieses wird in Gigabyte angegeben und beschreibt streng genommen das Datenkontingent an High-Speed-Volumen, das Euch monatlich zur Verfügung gestellt wird. Enthält ein Vertrag 5 Gigabyte "Datenvolumen" bedeutet das also nicht, dass Ihr im mobilen Netz nur 5.000 Megabyte versurfen könnt.

Stattdessen wird das mobile Surfen nach Ablauf dieser 5 Gigabyte nur meist quälend langsam. Es gibt aber durchaus Handyverträge, bei denen die LTE-Geschwindigkeit nach Ablauf des Datenkontigents zumindest für WhatsApp und mobile Navigation reicht. Auf diesen Punkt gehen wir aber später noch einmal ein. Denn erst einmal wollen wir ja erfahren, wie viel Gigabyte an Datenvolumen überhaupt nötig sind.

Data Usage NextPit
Danke an Rahul, der für diesen Artikel seine mobile Datennutzung offengelegt hat! / © NextPit

Am besten nehmt Ihr Euch genau jetzt einen Zettel und einen Stift oder gleich Euren Terminkalender. Markiert Euch einmal die Tage rot, an denen Ihr tatsächlich mit dem Handy unterwegs seid und wann auf der Reise kein WLAN-Netzwerk bereitsteht. Gerade in der bei vielen Menschen veränderten Arbeitssituation nach der Corona-Pandemie ist der Bedarf an mobilem Datenvolumen sicher drastisch zurückgegangen.

Steuert Ihr einmal die Einstellungen Eures Handys an und sucht dort nach der Statistik zur Nutzung des mobilen Internets. Dort könnt Ihr sehen, wie viel Eurer mobilen Daten Ihr im letzten Monat tatsächlich genutzt habt. Auch wenn ich im Techtember zu oft mein Handy wechseln muss, bin ich mir sicher, dass ich höchstens 1 Gigabyte an mobilen Daten im Monat verbrate. Denn streng genommen wechsle ich von einem WLAN-Netzwerk ins nächste und nutze unterwegs lediglich Spotify und WhatsApp.

Punkt 2: Wie schnell soll Euer LTE-Volumen sein?

Der nächste Punkt, mit dem Mobilfunkbetreiber gerne werben: Die Geschwindigkeit des mobilen Internets. In meinen Tarif-Checks auf NextPit bewerbe ich gerne High-Speed-Tarife für diejenigen unter Euch, die mobil arbeiten oder Filme streamen wollen. Hier solltet Ihr aber wieder auf Eure Anforderungen achten. In der nachfolgenden Tabelle habe ich Euch ein paar Orientierungspunkte zusammengefasst.

So schnell muss Eure Verbindung sein

Service Stellvertretend für Min. Max.
YouTube Videostreaming 0,7 Mbit/s bei 360p 20 Mbit/s bei 4K
Netflix Videostreaming 3 Mbit/s bei SD 25 Mbit/s bei 4K
Spotify Musikstreaming 24 Kbit/s 320 Kbit/s
Stadia Game-Streaming 10 Mbit/s 35 Mbit/s bei 4K

Neben Euren Bedürfnissen solltet Ihr Euch auch über einen Zusatz bei Handyverträgen bewusst sein: das "bis zu ...". Denn mit diesem sichern sich Mobilfunkanbieter dagegen ab, dass sich verärgerte Kund:innen über zu langsames Internet beschweren. Das wohl berühmt-berüchtigtste Beispiel ist der 1-Gbit-Kabelvertrag, den Vodafone seit 2019 anbietet. Theoretisch könnt Ihr hier mit bis zu 1 Gigabit pro Sekunde surfen – in der Praxis werden diese Geschwindigkeiten aber nur an wenigen Standorten und dort auch nur zu bestimmten Zeiten erreicht. Die perfekte Überleitung in ein anderes Thema!

Punkt 3: Braucht Ihr wirklich schon 5G?

Unterstützt Euer Handy bereits den neuen Mobilfunkstandard 5G? Falls ja, könnte sich ein Vertrag mit 5G-Kompatibilität eventuell bereits lohnen. Denn in manchen Großstädten lassen sich 5G-Netze und 5G-kompatible Ankernetze bereits ganz gut nutzen. Dabei kommt Ihr bereits mehr oder weniger in den Genuss der Vorteile, die 5G in den nächsten Jahren bieten wird.

Ben 5G
Im 5G-Test konnte ich herausfinden, dass der neue Mobilfunkstandard selbst in der Hauptstadt noch nicht grandios ist.  / © NextPit

Neben höheren Geschwindigkeiten gehören dazu auch mehr Kapazitäten für Teilnehmer an einem Mobilfunkmasten oder geringere Latenzen. Wohnt Ihr auf dem Land oder in kleineren Städten, ist 5G aber noch nicht ganz so relevant. Bei meinem 5G-Test mit dem Redmi Note 9T in Berlin war ich insgesamt recht wenig begeistert von der Abdeckung. Deutlich höhere Geschwindigkeiten konnte ich nur in Berlin-Mitte erreichen. Und wenn Ihr dort wohnt, braucht Ihr Euch um günstigere Handyverträge womöglich nicht wirklich zu sorgen.

Punkt 4: Allnet-Flat für Telefonie und SMS?

Diesen Punkt können wir ganz kurz abhandeln: Telefoniert Ihr viel und schreibt Ihr noch SMS, statt auf WhatsApp oder seine Alternativen zurückzugreifen? Dann achtet in den Tarifdetails unbedingt auf die Unterstützung für Allnet-Flatrates. Denn so braucht Ihr Euch um zusätzliche Kosten beim Telefonieren oder "simsen" keine Sorgen mehr zu machen.

Punkt 5: Neues Handy dazu?

Es ist echt verlockend, zum neuen Handyvertrag auch gleich ein neues Handy zu bekommen. Denn diese sind in den Onlineshops von 1&1 und Co. gerne mal überraschend günstig. Ein aktuelles Top-Smartphone für eine Zuzahlung von nur einem Euro zum Vertrag dazuzubekommen klingt nach einem Geschenk, das Euch der Anbieter für Eure Kundentreue dazugibt. Geschenkt gibt's aber bei Handyverträgen in den meisten Fällen gar nix.

 

Denn vergleicht Ihr mal den Vertrag mit dem vermeintlich günstigen Handy mit dem Basisvertrag, werdet Ihr wahrscheinlich einen großen Unterschied beim Monatspreis sehen. Das Geld, das Ihr zu Beginn des Vertrages spart, stottert Ihr anschließend über einen Zeitraum von 24 Monaten ab. Häufig zahlt Ihr dabei mehr, als Ihr bei guten Angeboten im Netz ausgeben würdet.

Versteht mich nicht falsch: Es kann sich durchaus rentieren, ein neues Handy über zwei Jahre abzustottern. Allerdings solltet Ihr Euch dabei nicht in eine Kostenfalle locken lassen und immer erst ausrechnen, wie teuer der Handyvertrag und wie teuer das Handy auf zwei Jahre gerechnet ist.

Punkt 6: Kosten, versteckte Kosten und Kostenfallen

Wir haben nun schon viel über die Eigenschaften von Handyverträgen gesprochen. Dabei ist der ausschlaggebende Punkt am Ende des Monats aber das, was von Eurem Konto abgebucht wird. Beim Abschluss des Vertrages kommen zudem weitere Kosten wie der Einmalpreis des inkludierten Handys, die Anschlussgebühren und Versandkosten dazu.

Behaltet im Hinterkopf, dass diese "versteckten" Kosten zusätzlich zur ersten Monatsgebühr abgebucht werden. Der erste Monat eines neuen Handyvertrags kann schonmal echt ins Geld gehen. Besonders beim Anbieter 1&1 fällt mir während der Tarif-Checks zudem auf, dass es Staffelungen nach sechs oder 12 Monaten gibt. Dabei steigen die monatlichen Kosten nach einem kurzen Zeitraum zum Teil gleich auf das Doppelte an.

Beworben werden die Verträge natürlich mit dem günstigeren Monatspreis. Und das Aufschieben der höheren Kosten auf "in ein paar Monaten" sorgt zudem für einen psychologischen Effekt. Das Prokrastinieren der hohen Vertragskosten kann ganz schön gefährlich sein und im schlimmsten Falle wärt Ihr nicht die ersten, die sich durch einen überflüssigen Handyvertrag einen negativen Schufa-Eintrag einheimsen. Hier ist Vorsicht geboten, die Ihr mit dem Aufschreiben und Ausrechnen der Kosten ein wenig mindern könnt.

Punkt 7: Vertragslaufzeiten und automatische Verlängerungen

Relevant bei den Gesamtkosten eines Vertrages sind auch diese beiden Punkte: Wie lange läuft der Vertrag und falls es eine Mindestlaufzeit gibt, um welchen Zeitraum verlängert sich der Vertrag dann? Auch das letztmögliche Kündigungsdatum solltet Ihr vor dem Abschluss des Vertrags recherchieren und direkt beherzigen.

Hier spreche ich aus eigener Erfahrung und erzähle gerne von dem Fehler, vor dem ich Euch schützen will. Mein Handyvertrag bei 1&1 ist nach 12 Monaten teurer geworden und hat sich nur 9 Monate später um ein weiteres Jahr um die höheren Kosten verlängert. Insgesamt ist mein Google Pixel 3 XL also ein echt teures Handy geworden, auch wenn der Deal zu Vertragsbeginn echt gut schien. Eigene Dummheit ja, aber es gibt Verträge, bei denen genau diese Dummheit ein bisschen ausgenutzt wird.

Punkt 8: EU-Roaming, Streaming-Optionen und Co.

Kleinvieh macht auch Mist und manche Anbieter für Handyverträge bieten coole Zusatz-Optionen. Seien es Zweit-SIMs für Euer Tablet, kostenfreies EU-Roaming oder Streaming-Optionen wie Telekom StreamOn: Kostenfreie Zusätze können echt Spaß machen, wenn Ihr sie gebrauchen könnt. Schaut also in den Vertragsdetails nach, welche Goodies Ihr zum Vertrag dazu bekommt.

Und wenn Ihr sie nicht gebrauchen könnt, sind diese Zusätze eben genauso ein Gegenargument für einen teureren Vertrag, wie überflüssiges Datenvolumen. Hier wieder mein Tipp: Schreibt's Euch auf und stellt Kosten sowie Vor- und Nachteile mit Zettel und Stift gegenüber.

Punkt 9: Rufnummermitnahme inklusive Boni

Kurz und knapp noch ein weiterer Punkt: Mobilfunkanbieter ermöglichen häufig die Mitnahme Eurer Rufnummer. Die Vorteile dabei liegen auf der Hand, doch es gibt noch einen etwas unbekannteren: In manchen Fällen wird die Rufnummermitnahme durch Bonuszahlungen oder Rabatten belohnt. Also haltet Ausschau nach solchen Angeboten und lest Euch die Konditionen dabei gut durch!

Punkt 10: Neue Handyverträge direkt auf NextPit finden

Als Magazin mit Fokus auf Smartphones berichten wir natürlich auch regelmäßig über günstige Handyverträge. In den NextPit Tarif-Checks stellen wir meist ein besonders gutes Angebot vor, bei dem wir alle Kosten und Inklusivleistungen aufführen. Behaltet die NextPit-Homepage also im Blick oder lasst Euch über neue Tarif-Checks über unseren RSS-Feed informieren. Zusammen mit Abo-Möglichkeiten bei Facebook, Twitter und Co. findet ihr diesen gleich unter diesem Artikel.

Was sind Eure Tipps, um passende Handyverträge zu finden? Teilt es mir in den Kommentaren mit und schreibt mir euch gerne Eure Wünsche für zukünftige Tarif-Checks!

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1 Kommentar

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  • BuddyHoli vor 3 Wochen Link zum Kommentar

    Danke für die Übersicht. Ich stimme dir zu, auch wenn die Nutzungsstatistiken bei mir anders aussehen und ich jeden Monat rund 30GB verbrate. Darum auch eine Entscheidung für einen entsprechenden Tarif.

    Grundsätzlich ist deine Darstellung recht gut. Ich vermisse nur ein paar wichtige Dinge:

    1) Zubuchoptionen wie zweite SIM-Karte/eSIM für Smartwatch, Tablet und Co.
    2) Social Media Flats
    3) Anschlussgebühren bei Zweitkarten, Zusatzkarten sind oftmals eklig
    4) Bonusprogramme