Ray-Ban Meta Smart Glasses: Preis und Verfügbarkeit

Nachdem Meta uns gerade erst die Quest 3 als vermutlich aktuell beste Standalone-VR-Brille präsentiert hat, folgt nun die Kollektion der Ray-Ban Meta Smartglasses. Die smarte Brille ist seit dem 27. September 2023 bei Ray-Ban und Meta zu kaufen. Der Startpreis mit entsprechenden Standardgläsern beträgt 329 Euro. Zur Auswahl stehen das Wayfarer- und Headliner-Design in den Farben Schwarz, Blau, Braun und Transparent.

Meta Smart Glasses
Ray-Ban und Meta präsentieren die Smartglasses der nächsten Generation. / © Meta Bildquelle: nextpit

Selbstverständlich könnt Ihr die unterschiedlichen Gestelle auch mit polarisierten Gläsern ab 359 Euro, Transitions-Gläsern für 409 Euro und entsprechenden Korrektionsgläsern bekommen. Hier variieren die Preis je nach Sehstärke. Laut Meta kommt Ihr durch unterschiedlich farbige Gläser insgesamt auf eine Auswahl von 150 Variationen. Mit dazu gibt es ein braunes Ladeetui im typischen Ray-Ban-Design, was optisch an Leder erinnert, aber laut meiner Nase keines ist.

Ray-Ban Meta Smart Glasses: Design und Verarbeitung

Man muss schon genauer hinschauen, um zu erkennen, dass es sich bei den IPX4-zertifizierten Ray-Ban Meta Smartglasses um eine Brille mit modernster Technologie handelt. Das Brillengestell ist aus Kunststoff und macht auf uns einen wertigen Eindruck. Weder die fünf Mikrofone, die beiden rechts und links in den Bügeln verbauten „Open Ear„-Lautsprecher, noch das auf dem rechten Bügel befindliche Touchpad lassen sich für einen Außenstehenden auf den ersten Blick erkennen.

Meta Smart Glasses
Im rechten Gelenk befindet sich der Power-Button aus Metall. / © nextpit Bildquelle: nextpit

Wer genauer hinschaut, erkennt innen links am Gelenk einen Power-Schalter aus Metall, von vorn links die Aufnahme-Kontroll-LED und vorn rechts die 12-MP-Weitwinkel-Kamera. Diese nach außen gerichtete LED dient wohl den Datenschutzbestimmungen, wodurch Außenstehenden signalisiert wird, dass sie nun unter Umständen aufgenommen werden.

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Die Multi-Color-LED zeigt Euch die Verbindung zu Eurem Smartphone an. / © nextpit Bildquelle: nextpit

Nicht so leicht ersichtlich ist innen links im Brillengestell eine weitere Multi-Color-LED zur Kontrolle der Bluetooth-Verbindung mit dem Smartphone und eine weitere Hardwaretaste zum Starten und beenden von Videoaufnahmen und dem Erstellen von Fotos.

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Auf dem rechten Bügel befindet sich kaum ersichtlich die Taste zum Auslösen von Fotos und Videos. / © nextpit Bildquelle: nextpit

Schwer beeindruckt bin ich von dem mitgelieferten Etui, welches sehr hochwertig verarbeitet ist und ebenfalls mit einer Multi-Color-LED im angedeuteten Druckknopf ausgestattet ist. Sie lädt die smarte Brille bis zu achtmal komplett auf und bietet so eine Kapazität von 32 Betriebsstunden. Das Etui selbst hat an der Unterseite einen USB-Type-C-Anschluss.

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Das Ladeetui sieht sehr edel aus und bietet ausreichend Energie, um die smarte Brille bis zu 8 mal aufzuladen. / © nextpit Bildquelle: nextpit

Anwendungsgebiete

Meta Smart Glasses
Die nach außen gerichtete LED soll Außenstehenden signalisieren, dass entweder ein Foto oder Video erstellt wird. / © nextpit Bildquelle: nextpit

Die Ray-Ban Meta Smartglasses ist keine Augmented-Reality-Brille, wie man vielleicht aufgrund von Meta und seinen inzwischen drei VR- und MR-Standalone-Brillen vermuten mag. Primär ist die stylishe Brille als praktisches Wearable zu verstehen, mit dem Ihr Telefonate starten und annehmen könnt. Durch die verbauten Lautsprecher könnt Ihr Musik via Spotify konsumieren und die besten Momente für die Ewigkeit als Video (max. 60 Sekunden), Foto oder Livestream auf Instagram oder Facebook festhalten.

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Ebenfalls lassen sich hierzulande einfache Sprachbefehle mit den Aktivierungsworten „Hey Meta“ ausführen. Dazu zählen einfache Dinge wie „mach ein Video“, „sende ein Foto an nextpit auf WhatsApp“, wie ist das Wetter?“ oder „Play“, „Pause“ und „lauter“ oder „leiser“. Für das kommende Jahr wurde noch ein Update angekündigt, welches die Google-Übersetzer-Funktion liefern soll. 

Ray-Ban Meta Smart Glasses: Software

Screenshot
Screenshot der Meta-View-App / © nextpit Bildquelle: nextpit

Um die Ray-Ban Meta Smartglasses im vollen Umfang nutzen zu können, benötigt Ihr die kostenlose „Meta View“-App aus dem Google-Play- oder Apple-App-Store. Sie ermöglicht Euch, Eure aufgenommenen Fotos und Videos via WLAN aufs Smartphone zu kopieren oder auf den sozialen Meta-Kontakten zu teilen. Ebenfalls erlaubt Euch die Anwendung einige Einstellungen wie unter anderem die Sprachsteuerung, Aufnahmedauer, Helligkeit der LED und der Gestensteuerung vorzunehmen.

Screenshot
Screenshots der Meta-View-App / © nextpit Bildquelle: nextpit

Technische Daten und Akkuleistung

Die smarte Brille von Meta hat den nagelneuen „Snapdragon AR1 Gen 1“-Prozessor verbaut. Zugegeben ein Aspekt, der mich ursprünglich hat hoffen lassen, dass es sich bei den Ray-Ban-Smartglasses um eine Augmented-Reality-Brille handelt. Computer sagt aber „Nein“. Dazu gibt es 32 GB internen Programmspeicher für knapp 500 Fotos oder 50 60-Sekunden-Videos.

Da wir gerade schon die technischen Daten thematisieren, ergänze ich diese hier noch mit Bluetooth 5.3, WiFi 6 und einem Gewicht von 50,8 g für die IPX4-zertifizierte Brille. Eine Akkukapazität des festverbauten Energiespeichers wird nicht genannt. Man gibt jedoch an, dass die smarte Brille mit einer Ladung rund vier Stunden bei einer durchschnittlichen Nutzung halten soll – was immer das auch heißen mag. In unserem ausführlichen Test werden wir darauf ein wenig detaillierter eingehen.

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Das Ladeetui hat an der Unterseite einen USB-Type-C-Port, um selbst Energie für acht Ladungen zu erhalten. / © nextpit Bildquelle: nextpit

Eine vollständige Ladung über das Etui dauert knapp 75 Minuten. Eine Schnellladung findet bei 50 Prozent der maximalen Kapazität binnen 22 Minuten statt.

Ray-Ban Meta Smart Glasses: Audio

Die  Ray-Ban Meta Smartglasses hat wie bereits erwähnt in beiden Brillenbügeln jeweils einen „Open Ear“-Lautsprecher verbaut, der nach oben und unten hin geöffnet ist. Der Hersteller beschreibt die Treiber als 50 Prozent lauter zu Ihren Vorgängern und je zweimal mehr Bass.

Meta Smart Glasses
Die Lautsprecher strahlen so wohl nach oben … / © nextpit Bildquelle: nextpit

Ich möchte diese Aussage gar nicht anzweifeln, doch klangtechnisch war ich alles andere als begeistert. Das liegt weniger an der maximalen Lautstärke, als dem Umstand, dass kein Lautsprecher irgendwie mit den Ohren direkt in Kontakt tritt. Im realen Einsatz bedeutet das, dass Eure Platznachbarn in Bahn, Bus oder Büro mindestens genauso viel hören wie Ihr. Das mag für eine ordentliche Dubstep-Session ganz lustig sein. Wenn Ihr aber vertrauliche Telefonate führen wollt, ist das eher kontraproduktiv.

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… als auch nach unten ab. Der direkte Weg zu den Ohren wäre ein anderer. / © nextpit Bildquelle: nextpit

Ray-Ban Meta Smart Glasses: Kamera

Meta und Ray-Ban verbauen in Ihrer smarten Brille eine 12-MP-Ultraweitwinkel-Kamera mit einer verbesserten Stabilisierung. Diese erstellt Fotos mit einer Blende von f/2.2 und einer maximalen Auflösung von 3.024 X 4.032 px. Videos produziert sie hingegen mit 1.920 x 1.440 px bei 30 Bildern pro Sekunde – jedoch im Hochformat. Die Audio-Abtastrate liegt bei 48.000 kHz und einer Bitrate von 120 kBit/s. Diese Einstellungen lassen sich auch in der App nicht verändern.

Meta Smart Glasses
Die Ray-Ban Meta Smartglasses ist mit einer 12-MP-Ultraweitwinkelkamera ausgestattet. / © nextpit Bildquelle: nextpit

Ich habe Euch mal ein paar Testfotos hochgeladen, doch ich denke, ich erspare es mir, diese großartig zu bewerten, da vermutlich jede 2-MP-Smartphone-Kamera bessere Ergebnisse liefert.

Testaufnahme mit den Ray-Ban Meta Smartglasses
12-MP-Ultra-Weitwinkelkamera | am Tag
Quelle: nextpit
Testaufnahme mit den Ray-Ban Meta Smartglasses
12-MP-Ultra-Weitwinkelkamera | am Tag
Quelle: nextpit
Testaufnahme mit den Ray-Ban Meta Smartglasses
12-MP-Ultra-Weitwinkelkamera | am Tag
Quelle: nextpit
Testaufnahme mit den Ray-Ban Meta Smartglasses
12-MP-Ultra-Weitwinkelkamera | am Tag
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Testaufnahme mit den Ray-Ban Meta Smartglasses
12-MP-Ultra-Weitwinkelkamera | am Tag
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Testaufnahme mit den Ray-Ban Meta Smartglasses
12-MP-Ultra-Weitwinkelkamera | am Tag
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Testaufnahme mit den Ray-Ban Meta Smartglasses
12-MP-Ultra-Weitwinkelkamera | am Tag
Quelle: nextpit
Testaufnahme mit den Ray-Ban Meta Smartglasses
12-MP-Ultra-Weitwinkelkamera | am Tag
Quelle: nextpit
Testaufnahme mit den Ray-Ban Meta Smartglasses
12-MP-Ultra-Weitwinkelkamera | am Tag
Quelle: nextpit
Testaufnahme mit den Ray-Ban Meta Smartglasses
12-MP-Ultra-Weitwinkelkamera | am Tag
Quelle: nextpit
Testaufnahme mit den Ray-Ban Meta Smartglasses
12-MP-Ultra-Weitwinkelkamera | am Tag
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Testaufnahme mit den Ray-Ban Meta Smartglasses
12-MP-Ultra-Weitwinkelkamera | am Tag
Quelle: nextpit
Testaufnahme mit den Ray-Ban Meta Smartglasses
12-MP-Ultra-Weitwinkelkamera | am Tag
Quelle: nextpit
Testaufnahme mit den Ray-Ban Meta Smartglasses
12-MP-Ultra-Weitwinkelkamera | am Tag
Quelle: nextpit
Testaufnahme mit den Ray-Ban Meta Smartglasses
12-MP-Ultra-Weitwinkelkamera | am Tag
Quelle: nextpit

Vorläufiges Urteil

Meta Smart Glasses
Ray-Ban und Meta präsentieren die Smartglasses der nächsten Generation. Links die Aufnahme-LED und rechts die 12-MP-Kamera. / © nextpit Bildquelle: nextpit

Die Ray-Ban Meta Smartglasses sind mit ihrem Startpreis von 329 Euro kein Schnapper. Für den Preis bekommt man in der Regel auch schon Smart Glasses mit AR-Funktion. Allerdings kann man auch für eine Ray-Ban-Sonnenbrille mal auf die Schnelle zwischen 100 und 200 Euro hinblättern.

Bleibt also erst einmal der Nutzen und Mehrwert der Brille an sich zu bewerten. Für die Meta-Brille spricht, dass sie mit Korrektionsgläsern oder Sonnenschutzgläsern mit Sehkorrektur verwendet werden kann. Brillenträger sparen sich also ein optisch sichtbares Headset, In-Ear- oder andersgeartete Kopfhörer. 

Gegen die smarte Brille spricht, dass von dem, was aus den Lautsprechern kommt, auch Nebenstehende etwas haben. Auch die 12-MP-Kamera erstellt uns keine großartigen Fotos oder Videos. Mit einer Augmented-Reality-Funktion, die Google-Live-Übersetzungen oder eine Navigation mit eingeblendeten Symbolen darstellen könnte, würde ich die Brille ohne zu zucken weiterempfehlen. So kauft Euch die smarte Brille nur, wenn Ihr Euch ohnehin eine Ray-Ban-Brille zulegen wolltet und die Smart-Funktionen praktisch als „nice to have“-Goodie zusätzlich bekommt.

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