Videokonferenz-Tools im Überblick: Meeten, Zoomen, Freunde schauen

Videokonferenz-Tools im Überblick: Meeten, Zoomen, Freunde schauen

Zoom, Google Meet, WhatsApp ... Habt Ihr bei allen Möglichkeiten zur digitalen Kommunikation auch die Übersicht verloren? Gar kein Problem, denn wir zeigen Euch die Vor- und Nachteile beim "Meeten", "Zoomen" und "Skypen" und zeigen die beste Videokonferenz-App für jeden Einsatzzweck.

Ja, auf NextPit wollen wir immer möglichst aktuelle Themen bearbeiten. Dabei erfinden wir das Rad natürlich nicht neu, wenn wir zum x-ten Mal auf Möglichkeiten eingehen, mit denen Ihr im Netz mit Freunden chatten und vor allem videochatten könnt. Da uns Lockdowns und Kontaktverbote aber nach wie vor beschäftigen, haben wir unseren Artikel zum Thema noch einmal geupdated.

Moment einmal, ich musste mich kurz daran erinnern, hier nicht bloß aufzuschreiben, wie wir Themen auswählen. Lasst uns also mit dem Thema fortfahren. Ihr kennt höchstwahrscheinlich die meisten der in diesem genannten Artikel Tools bereits, vielleicht gibt es ein, zwei Neuheiten. Aber meiner Meinung nach ist ein Update dieses Artikels gerade Ende 2020 sinnvoll, da sich auf dem Markt der Videokonferenz-Tools echt viel tut.

Es ist auch eine Gelegenheit, einen Schritt zurück zu der Auswahl anderer Websites zu gehen, die sich seit den Kontaktbeschränkungen Anfang des Jahres diesem Thema widmen. Denn hervorragend können wir später unsere eigenen Erfahrungen mit den Tools schildern, die wir in den letzten Monaten nur allzu gut kennen lernen konnten. 

Inhalt:

Google Meet: Zuverlässiger Videochat für bis zu 100 Personen

NextPIT Google Meet
Google Meet ist meiner Meinung nach die beste Möglichkeit, um Feiertage wie Weihnachten aus der Ferne zusammen zu feiern. / © NextPit

Bewertung

Bewertung Design und Handling

Pro

  • Intuitive G Suite-Integration
  • Benutzerfreundlichkeit
  • Kostenlos
  • Mit bis zu 100 Teilnehmern kostenlos nutzbar
 

Contra

  • Google bekannt für weitreichende Datenanalysen
  • Länge von Videotelefonaten offiziell seit September auf 60 Minuten begrenzt

Google Meet ist meine persönliche Wahl, da es das Tool ist, das ich am häufigsten verwende. Der große Vorteil von Meet ist seine Einfachheit. Die meisten von uns arbeiten beruflich ohnehin im Google-Ökosystem und fast jeder besitzt ein Google-Konto. Ja, ich weiß, nicht Ihr, Ihr Profis, die Protonmail bevorzugen und einen VPN selbst auf dem Aluhut installiert habt.

Die Meet-Anwendung ist in Googles G-Suite integriert und ermöglicht die Teilnahme an Meetings über einen einfachen Weblink, den Ihr auf Eurem Laptop, in der mobilen App und sogar per Telefonanruf nutzen könnt. Wenn Eure Firma wie NextPit die G-Suite verwendet, könnt Ihr diesen Link auch direkt in einer Google-Kalender-Einladung platzieren.

Zugegeben, ich benutze Google Meet in den meisten Fällen beruflich, aber das hat uns nicht davon abgehalten, einen betrunkenen Escape-Game-Abend mit der ganzen Redaktion zu verbringen (und dabei mit der integrierten Funktion zur Bildschirmfreigabe zu schummeln).

Google hat sich außerdem dazu verpflichtet, Meet bis zum 31. März 2021 für alle G Suite-Benutzer kostenlos zu machen. Auf dem Desktop ist für die Installation keine Software oder eine extra-Anwendung erforderlich. Ihr müsst nur ein Google-Konto haben, einen Chatroom erstellen und dann einen Freigabelink generieren, bevor Ihr ihn an die Empfänger Eurer Wahl sendet. Ihr müsst dann nur noch auf diesen Link klicken, um auf die Show zuzugreifen.

Meet ist auch als PWA verfügbar und funktioniert sogar auf einem Huawei-Smartphone ohne Google-Dienste. Ich verwende es derzeit selbst auf dem Huawei Mate 40 Pro mit der Quick Apps-Funktion, mit der Ihr PWAs als Widget direkt auf Eurem Startbildschirm installieren könnt.

Ein Chatraum bietet Platz für bis zu 100 Personen und zeigt zehn dieser Teilnehmer gleichzeitig auf dem Bildschirm an. Wie auch die kostenlose Version von Zoom begrenzt Meet Eure Konversationen zeitlich. Offiziell sind die Gespräche auf 60 Minuten limitiert, wobei mein Kollege Ben anmerkte, dass er bei sonntäglichen Privatgesprächen über Meet auch schon länger telefonieren konnte. Wenn Ihr bereits Google-Dienste wie Google Mail oder Kalender verwendet, findet Ihr Euch auch bei Google Meet zurecht.

Persönlich habe ich meinen Google Kalender mit meinem Slack-Konto (einem Chat-Programm für Unternehmen) verknüpft. Daher erhalte ich 10 Minuten vor dem Meeting eine Benachrichtigung von Google Kalender mit einem Weiterleitungslink zum Meet-Chatroom. Dies ist meiner Meinung nach die praktischste Lösung.

Jitsi Meet, die datenfreundlichere Alternative

NextPIT Jitsi Meet
Jitsi Meet ist im Vergleich zu Meet ein wenig sicherer. / © NextPit

Bewertung

Bewertung Design und Handling

Pro

  • Datenschutz
  • Verschlüsselung
  • Gratis
  • Keine Zeitbeschränkung
  • Kein Konto nötig
 

Contra

  • Nicht sonderlich bekannt und somit müsst Ihr Teilnehmer überzeugen

Jitsi Meet ist eine Open-Source-Videokonferenzsoftware, deren Hauptverkaufsargument (keine Angst, das Tool ist kostenlos) darin besteht, dass es nicht zu Gafam gehört (Google, Amazon, Facebook, Apple, Microsoft). Jitsi Meet benötigt kein Konto und ist standardmäßig verschlüsselt. Das Tool schützt Eure persönlichen Daten somit wesentlich besser als einige Alternativen. Der Dienst funktioniert auf Smartphones und Tablets über eine Anwendung oder auf Eurem Computer per Webbrowser.

Viel weniger verbreitet und bekannt als andere Dienste, wird es wahrscheinlich einen kleinen Kampf erfordern, um Eure Chat-Partner von der Nutzung zu überzeugen. Der Service ist jedoch sehr umfangreich und bietet viele Features. Ihr könnt beispielsweise die Anzeige der Teilnehmer innerhalb eines Mosaiks umschalten, indem Ihr auf die Schaltfläche mit den vier Quadraten klickt, Euren Bildschirm freigeben, auf einen Chat zugreifen und sogar "Eure Hand reden", um anzuzeigen, dass Ihr sprechen wollt, ohne Eure Gesprächspartner zu unterbrechen.

Ihr könnt auch Euren Hintergrund verschwimmen lassen, ein YouTube-Video freigeben, das direkt in den Video-Chat integriert wird, Euer Gespräch live auf YouTube übertragen und das gesamte Video-Meeting freigeben. Und zumindest entkommt Ihr den weitläufigen Fängen bekannter Webgiganten ein wenig, die nach Euren persönlichen Daten gieren.

Marco Polo: Video-Chat mit Walkie-Talkie-Konzept

NextPIT Marco Polo
Statt auf Kommunikation in Echtzeit vertraut MarcoPolo auf ein Walkie-Talkie-System. / © MarcoPolo

Bewertung

Bewertung Design und Handling

Pro

  • Verkauft Eure Daten nicht
  • Kostenlos und ohne Werbung
  • Kein Größenlimit bei Videos
 

Contra

  • Telefonnummer ist Voraussetzung
  • Videos werden in der Cloud gespeichert
  • Keine Live-Videoanrufe

Wir haben alle super verrückte Großeltern oder einen Cousin, den wir seit 10 Jahren nicht mehr gesehen haben, nachdem er Mariokart Double Dash von uns auf Gamecube "ausgeliehen" hat, ohne es jemals zurückzugeben. Oder einen ehemaligen Kollegen, ein Bürokameraden, an den wir alle drei Monate eine WhatsApp-Nachricht senden, in dem Wissen, dass wir uns unweigerlich aus den Augen verlieren werden. Was? Fange ich etwa wieder damit an, meine Lebensgeschichte zu erzählen?

Im Ernst, manchmal haben wir nicht unbedingt den Wunsch, die Zeit oder die Gelegenheit, einen ganzen Silvesterabend in einem Videoanruf mit jemandem zu verbringen. Aber weil Ihr Präsenz zeigen und in guter Erinnerung bleiben wollt, zwingt Ihr Euch ein wenig, dennoch Nachrichten an eher flüchtige Bekanntschaften zu senden. "Hallo! Ich hoffe, bei dir ist alles gut. Wir müssen uns mal wieder sehen." Nicht dieses Jahr, denn wie wäre es mit einer Videobotschaft?

Natürlich kann man das einfach mit WhatsApp erledigen. Die maximale Dateigröße sollte dabei aber nicht größer als 16 MB oder je nach Aufnahmequalität 90 Sekunden bis drei Minuten überschreiten. Mit Marco Polo wird Euch keine Größenbeschränkung auferlegt.

Denn bei Marco Polo könnt Ihr Videobotschaften an Personen oder Diskussionsgruppen senden, auf die Eure Gesprächspartner antworten können. Im Gegensatz zu Snapchat zeichnet Marco Polo alle Videonachrichten auf Dauer auf, sodass Ihr Eure Konversationen selbst sehen könnt und die Gesprächspartner auch später noch einmal reinschauen können. Ihr könnt auch lustige Sprachfilter und Effekte hinzufügen.

Die Anwendung behauptet dabei, Euren Datenschutz zu respektieren und gibt an, nichts an Dritte weiterzuverkaufen. Die App ist völlig kostenlos und ohne Werbung. Zusammen mit den zahlreichen Filtern ist Marco Polo das perfekte Werkzeug, um Schuldgefühle zu vermeiden und einem geliebten oder nicht ganz so geliebten Menschen unverbindliche Neuigkeiten zu überbringen. 

Zoom: Vom Business-Tool zum Videochat-Superstar

Zoom
Zoom ist kostenfrei und funktioniert zuverlässig und einfach. / © NextPit

Bewertung

Bewertung Design und Handling

Pro

  • Gratis nutzbar
  • Sehr einfache Bedienung
  • Keine Accounts nötig
  • Bis zu 100 Personen in einem Call
 

Contra

  • Startschwierigkeiten mit Sicherheits-Bedenken
  • Anrufe auf 40 Minuten limitiert

Selten schaffen es Unternehmen, ihren Firmennamen in ein geflügeltes Verb zu verwandeln. Man "Googlet" beispielsweise, statt zu suchen und im Jahr 2020 ist auch noch "zoomen" dazugekommen. Damit meine ich nicht das, was ich in jedem Smartphone-Testbericht gerne in aller Ausführlichkeit beschreibe, sondern Videokonferenzen mit dem Tool "Zoom". Zu Beginn der Corona-Krise hat irgendwer das damals noch unbekannte Tool genutzt und jemanden überzeugt, der jemanden überzeugte, der jemanden überzeugte ...

Was eigentlich als Lösung für Unternehmen gedacht war, wurde somit zu einem beliebten Videochat-Tool für unzählige Menschen. Die Entwickler von Zoom waren davon überrascht, da sie durch die auf Unternehmen fixierte Nutzung nicht einmal Sicherheitsfunktionen in die App integriert hatten. Hierdurch war auch der Datenschutz im April 2020 noch mangelhaft. Nach einigen Beschwerden und Vorfällen, in denen Zoom-Links plötzlich für alle Welt geöffnet waren, hat sich der Dienst als sichere Bank in der Videochat-Welt gemausert. Werdet Ihr Euch in den Absprachen zu einem Videocall nicht einig, ist Zoom dank seiner auf Links basierenden und vor allem ohne Accounts arbeitenden Teilnahme ein guter Kompromiss.

Allerdings sind Zoom-Calls in der kostenfreien Version begrenzt und das äußert sich, wie in vielen anderen vorgestellten Diensten, in der Zahl der Teilnehmer und in der Dauer eines Videocalls. Während Ihr mit dem 100-Personen-Limit noch locker klar kommen solltet, ist gerade die 40-minütige Zeitbegrenzung vielen "Zoomern" ein Dorn im Auge. Kurz raus, wieder rein und schon könnt Ihr 40 weitere Minuten telefonieren. Die Sperre ist zwar nervig, aber kein großes Hindernis.

Zoom könnt Ihr sowohl als Web-App nutzen als auch für Apple iOS und Android herunterlade:

 

Google Duo, WhatsApp und sonstige Messenger

Ich weiß, ich weiß, es gibt viel mehr "Hype" und beliebte Anwendungen, die derzeit von Zoomern verwendet werden, wie zum Beispiel Houseparty (von der ich eher abraten, aber dazu später mehr). Aber für meine Wochenends-Videochats mit einigen meiner engen Freunde halte ich mich an Klassiker wie WhatsApp oder Google Duo.

Google Duo, die Meet-Alternative für Android-Smartphones

NextPIT Google Duo
Google Duo ist die Messenger-Variante von Google Meet. / © NextPit

Bewertung

Bewertung Design und Handling

Pro

  • Gratis
  • Unter Android vorinstalliert
  • Verfügbar für iOS
  • Keine Zeitbegrenzung
  • Ende-zu-Ende-Verschlüsselung
 

Contra

  • Nur mit 12 Personen gleichzeitig
  • Telefonnummer ist Voraussetzung

Wie Google Mail, Google Maps oder Chrome ist Google Duo eine der Anwendungen, die Android-Hersteller installieren müssen, wenn sie den Google Play Store auf ihren Geräten verwenden möchten. Sofern Ihr also kein aktuelles Huawei-Handy (neuer als Mate 30) besitzt, ist Google Duo auf jedem Android-Smartphone vorinstalliert, was die überwiegende Mehrheit der Geräte weltweit darstellt.

Um einen Sprachanruf zu tätigen, müsst Ihr lediglich Eure Telefonnummer eingeben und die Person(en) Eurer Wahl aus den Kontakten auswählen. In letzter Zeit kann Google Duo bis zu 12 Personen gleichzeitig im selben Chatroom unterbringen.

Wir sind zwar weit davon entfernt von den 32 Teilnehmern, die Facetime unter Apple iOS zusammenbringt. Da diese Anwendung jedoch nur mit Apple-Geräten funktioniert, bevorzuge ich Google Duo, das ein tendenziell mehr Nutzer abdeckt.

Es ist wirklich die einfachste Lösung, um Videoanrufe auf dem Smartphone zu starten. Ihr müsst keine zusätzlichen Apps installieren, es sei denn Ihr nutzt ein Apple-Smartphone, denn Duo ist logischerweise nicht unter iOS vorinstalliert. Die App ist jedoch kostenlos im App Store erhältlich. 

WhatsApp und Facebook Messenger: Warum das Leben kompliziert machen?

NextPIT WhatsApp
WhatsApp und der Facebook Messenger sind super stark verbreitet. Warum also nicht auch hier telefonieren?. / © NextPit

Bewertung

Bewertung Design und Handling

Pro

  • Gratis (WhatsApp und Messenger)
  • Kein Zeitlimit
  • Ende-zu-Ende-Verschlüsselung (Nur bei WhatsApp)
  • 50 Personen in einem Call (Facebook Messenger)
 

Contra

  • Facebook- oder Instagram-Konto vorausgesetzt (Facebook Messenger)
  • Telefonnummer vorausgesetzt (WhatsApp)
  • 8 Personen Maximum (WhatsApp)
  • Nur 6 Personen auf einem Bildschirm (Messenger)

Dies sind sicherlich die beiden Anwendungen auf dieser Liste, die ich Euch wirklich nicht noch zeigen muss. Beide Dienste gehören zu Facebook, WhatsApp ist der Messenger mit der höchsten Nutzerzahl in Deutschland.

Zwar fehlen wichtige Funktionen für den professionellen Einsatz, für Anrufe in kleinen Gruppen reicht es aber aus. Um sich zu registrieren und die Messenger zu verwenden, ist lediglich eine Telefonnummer oder ein Konto bei Facebook erforderlich. Während Ihr auf dem Smartphone sowohl mit WhatsApp und dem Facebook Messenger videochatten könnt, verweist Euch die Online-Version von WhatsApp, WhatsApp Web, bei einem Anruf zu Facebook.

Persönlich werde ich Weihnachten alleine in Berlin auf meinen 15 Quadratmetern verbringen und dank WhatsApp kann ich wenigstens zusammen mit meiner Schwester, die in Frankreich wohnt, in Verbindung bleiben. Vielleicht essen wir auch zusammen an Weihnachten das Weihnachtsessen, mal schauen.

Messenger ist der andere sehr beliebte Messenger von Facebook. Weniger sicher (Gespräche werden nicht automatisch verschlüsselt) – es gibt aber weniger Einschränkungen für Videoanrufe, bei denen bis zu acht Personen zusammenkommen und auf Smartphones, Tablets und auch Computern reden können.

Die einzige Einschränkung ist allerdings, dass Eure Lieben im Gegensatz zu WhatsApp über ein aktives Facebook-Konto verfügen müssen, um eine Verbindung zum Dienst herstellen zu können. Seit Ende 2019 ist es nicht mehr möglich, sich nur mit einer Telefonnummer für Messenger zu registrieren. Wenn Ihr Facebook meiden wollt, lohnt sich die Reaktivierung Eures alten Kontos aufgrund zahlreicher Alternativen nicht wirklich. 

Houseparty: Von dieser Videokonferenz-App rate ich ab 

Wie ich in einem früheren Artikel ausführlich erklären konnte, ist Houseparty eine Video-Chat-Anwendung, von der wir in diesen Krisenzeiten viel hören. Ihr habt sie wahrscheinlich in einer Liste der "besten Videokonferenz-Apps" gefunden, die seit Lockdowns und Einschränkungen ohne Ende ins Netz geschrieben werden.

Ich gebe zu, die Bedienung der App ist sehr einfach. In den virtuellen Räumen, in denen bis zu 8 Personen Platz finden, könnt Ihr bequem per Video-Chat plaudern. Die Besonderheit von Houseparty ist, dass Freunde von Freunden ebenfalls teilnehmen können. Ihr könnt Euren Chatroom natürlich auch auf privat stellen, um ungebetene Personen auszuschließen. Houseparty bietet auch eine kleine Auswahl an integrierten Minispielen an, die über den Dienst gestartet werden können (Pictionary, Trivial Pursuit usw.).

Wenn Ihr jedoch einen kurzen Blick auf die Datenschutzrichtlinie der Anwendung werft, stoßt Ihr auf eine unnötig umfangreiche Liste an gesammelten Daten. Wenn der angeforderte Zugriff auf Eure Kontakte Euch noch nicht überzeugt hat, ruft die Anwendung die IP-Adresse des Benutzers, die IMEI-Nummer Eures Handys, den Netzbetreiber und viele weitere Orte ab. Name, Standort, aber auch Fotos seiner Benutzer will die App wissen. Diese Informationen braucht Ihr gar nicht.

Aber die Mütze auf der Datenkrake ist die Möglichkeit für Houseparty, "den Inhalt aller über den Dienst geführten Gespräche zu nutzen, einschließlich aller Ideen, Erfindungen, Konzepte, Techniken oder Know-how".

Vergesst die Verschlüsselung von Konversationen und sagt ja zur Archivierung (Video und Audio) all Eurer Konversationen für kommerzielle Zwecke. Lauft weg von dieser App und schaut nie wieder zurück! 

Diesen Artikel haben wir am 16. Dezember 2020 neu geschrieben und auf den neusten Stand gebracht.

Weiterlesen auf NextPit: 

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2 Kommentare

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  • Rexxar vor 8 Monaten Link zum Kommentar

    Ich bin mir nicht sicher ob das von Houseparty mit der IMEI anhand der Berechtigungen festgemacht wird, aber man darf nicht vergessen dass diese Zugriffe auf IMEI bzw Telefonstatus häufig dazu dienen, einen Anruf zu erkennen und beispielsweise dabei den Chat zu pausieren.


  • C. F.
    • Admin
    vor 9 Monaten Link zum Kommentar

    Das Thema per se finde ich sehr interessant. Wenn man jedoch die derzeitige (auch schulische) Situation betrachtet, in der sich Schulen, Lehrer, Schüler und andere Institutionen befinden, sind gerade zwei Themen an erster Stelle angesiedelt: DSGVO-Konformität und Serverauslastung der Anbieter. Die hier aufgezählten Möglichkeiten fallen betreffend DSGVO mit Pauken und Trompeten durch. Außer Jitsi meet. Nur als ich das mal ausprobierte, waren die Server wohl alle am glühen. Wo sind hier Möglichkeiten wie BigBlueButton oder wire professionell?