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Whoop 4.0 im Test: Fitnesstracker ohne Display im Abo-Modell

NextPit Whoop 4 0 Review
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Der Whoop 4.0 macht so ziemlich alles anders als gewöhnliche Fitness-Tracker – und ist dabei eigentlich viel mehr Fitness-Tracker als all die Fitbit Charges und Honor Bands da draußen, die mittlerweile eher schmale Smartwatches sind. Wieso der Whoop 4.0 auf so viele Arten anders ist und ob das Konzept aufgeht, lest Ihr im Testbericht.

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Bewertung

Pro

  • kann vielfältig getragen werden
  • umfassende Analyse-Funktionen
  • kein Display

Contra

  • unterstützt keine Brustgurte
  • langfristig teures Abomodell
  • kein Display

Kurzfazit & Verfügbarkeit

Im Wesentlichen beantwortet der Whoop 4.0 zwei Fragen: Trainierst du richtig? Und erholst du dich richtig? Hier wie dort bekommt Ihr eine quantifizierte Antwort, die Euch dabei helfen soll, Euch im richtigen Maß zu verausgaben und zu erholen. Die Ansprüche formuliert der Whoop klar und deutlich mit Hilfe einfacher Parameter und übersichtlicher Diagramme in der App.

Allerdings sind diese Ansprüche gewaltig. Wer sich im Berufsalltag wenig bewegt, muss in der Freizeit schon ordentlich ranklotzen, um die Belastungsziele zu erreichen. Drei Stunden intensive Bewegung mit über 1200 verbrannten Kalorien? 13,9 von 21 Punkte! Und auch die Schlafziele von teilweise mehr als zehn Stunden sind für mich – zumindest unter der Woche – nicht zu erfüllen. Ich gehe jedenfalls nicht freiwillig 20:30 Uhr ins Bett.

Whoop 4.0
Der Whoop 4.0 ist mit den Stoff-Armbändern außergewöhnlich bequem zu tragen. / © NextPit

Auch abseits dieser sehr klar formulierten Ziele macht der Whoop 4.0 vieles anders. Statt ihn zu kaufen, abonniert Ihr den Tracker – kaufen könnt Ihr lediglich allerlei „Befestigungen“ am Körper, von Sport-BHs bis Kompressionshemden. Das Abo kostet bei monatlicher Zahlweise 30 Euro pro Monat. In der Jahresmitgliedschaft zahlt Ihr monatlich 24 Euro, im Zwei-Jahres-Abo sind es noch 20 Euro pro Monat – also stattliche 480 Euro. Dafür bekommt Ihr dann aber auch immer das neueste Modell, sofern Euer Vertrag noch mindestens sechs Monate läuft.

Design & Bedienung

Der Whoop 4.0 ist ein Fitness-Tracker – und wirklich nur das.  Es gibt (praktisch) keine Notifications, keine Musiksteuerung, ja, nichtmal ein Display für die Uhrzeit. Dafür hat der Tracker andere Stärken – und dank des flexiblen Zubehörsystems ist der Tracker so flexibel wie kaum ein anderer am Körper anzubringen. 

Was mir gefällt:

  • schickes Design mit vielen Optionen
  • hochwertige, robuste Verarbeitung
  • 24/7 bequem zu tragen

Was mir nicht gefällt:

  • Helle Stoffarmbänder schwer zu reinigen

Der eigentlich Whoop-Tracker ist etwa briefmarkengroß und rund einen halben Zentimeter dick. Auf beiden Seiten des Trackers gibt es Befestigungspunkte für das Zubehörset des Herstellers. Die Armbänder sind in wenigen Sekunden getauscht. Positiv fällt auf, dass der Tracker beim Tragen am Handgelenk komplett durch das Armband und die Schließe geschützt ist. 

Whoop 4.0
An Handgelenk ist der Whoop 4.0 komplett in Armband und Schließe eingepackt und damit gut geschützt. / © NextPit

Im Lieferumfang enthalten ist ein schwarzes Armband, mit dessen Hilfe Ihr den Tracker am Handgelenk befestigt. Für Aufpreise zwischen 49 bis 99 Euro bekommt Ihr zahlreiche stylische Armband-Alternativen. Wir hatten im Test zusätzlich die Versionen Ice (hellblau) und Arctic (weiß), die wirklich schick aussehen. Bedenkt allerdings, dass gerade die hellen Bänder mit der Zeit leiden, wenn Ihr gerne mal im Staub und Matsch wühlt.

Hier bieten sich dann die alternativen Tragelösungen an. Die Armbänder beispielsweise gibt es auch in einer längeren Version, sodass Ihr den Tracker am Oberarm tragen könnt. Das ist nicht nur praktisch, wenn Ihr Euch die Hände öfters schmutzig macht, sondern beispielsweise auch bei Sportarten, die die Handgelenke stark beanspruchen. Bei Liegestütze & Co. leidet am Handgelenk häufig die Genauigkeit der optischen Pulsmessung, da der Blutfluss am Handgelenk nicht mehr ungehindert gegeben ist.

Whoop 4.0
So blütenweiß bleibt das Armband des Whoop 4.0 nicht lange. / © NextPit

Zur Bedienung selbst gibt es nicht viel zu sagen. Der Fitness-Tracker tut wirklich nur, was der Name verspricht – nämlich tracken. Ein Display gibt es nicht, entsprechend müsst Ihr auch auf Funktionen wie Notifications, Musiksteuerung & Co. verzichten – beziehungsweise dürft! Denn so habt Ihr eben auch völlige Ruhe. Die einzige Interaktion besteht darin, dass der Tracker auf einen Doppeltipp hin Euer Handgelenk anleuchtet. Grün bedeutet mehr als 50 Prozent Akku, Orange beziehungsweise Rot wollen sagen: Langsam wird der Saft knapp und knapper.

Im Gehäuse ist schließlich noch ein Vibrationsmotor integriert. Dessen einzige Aufgabe besteht darin, Euch aufzuwecken, wahlweise zu einer festgelegten Uhrzeit oder mit Hilfe des sogenannten Sleep Coaches innerhalb eines Zeitraumes möglichst passend zu Euren Schlafphasen. Nachdem ich freiwillig keine Minute meines Schlafes herschenke, habe ich den Schlafphasenwecker nur einmal getestet – funktionieren tut er jedenfalls.

Whoop 4.0
Links oberhalb des Pulssensors erkennt Ihr die LED, die den Akkustand auf Euer Handgelenk leuchtet. / © NextPit

Tracking & Sensoren

Der Whoop 4.0 bietet ein überzeugendes Array an Sensoren und kondensiert die Daten in zwei primäre Messgrößen: Belastung und Erholung.  Anhand dieser Werte bekommt Ihr dann konkrete Empfehlungen für Euer Training.

Was mir gefällt:

  • gelungene und akkurate Tracking-Funktionen
  • langfristiges Tracking und umfassende Auswertungen

Was mir nicht gefällt:

  • zu wenige Möglichkeiten zum Korrellieren von Daten
  • geschlossenes Ökosystem

Der Whoop 4.0 hat auf der Unterseite einen optischen Sensor mit insgesamt fünf LEDs: dreimal Grün, einmal Rot und einmal Infrarot. Vier Fotodioden analysieren das reflektierte Licht und bestimmen so Herzfrequenz, Herzfrequenzvariabilität und Blutsauerstoffsättigung. Zudem verbaut der Hersteller noch ein Thermometer für die Hauttemperatur im Whoop 4.0. Aus all diesen Daten generiert der Tracker zwei Werte, die fortan Euer Leben bestimmen – oder zumindest die App dominieren: Belastung (Strain) und Erholung (Recovery). Die Whoop-App ist übrigens seit kurzem auch auf Deutsch verfügbar.

Whoop 4.0 Screenshots
Die Whoop-App zeigt Euch auf oberster Ebene die wichtigsten Daten an. Durch einen Wisch nach links bzw. rechts wechselt Ihr zwischen den verschiedenen Ansichten. / © NextPit

Strain: Belastung streng nach Puls

Mit dem Strain- beziehungsweise Belastungswert ermittelt der Whoop 4.0, wie sehr Ihr Euch verausgabt. Maßgeblich dafür sind ausschließlich die Daten des Pulssensors über den Tag hinweg. Ob Ihr Euch also in HIIT-Workouts verausgabt oder Terrassenfliesen durch die Gegend schleppt: Jede Aktivität erhöht Euren Punktestand. Los geht's morgens bei Null, der Maximalwert des Algorithmus liegt bei 21.

Diese Messmethode hat Vor- und Nachteile. Der Vorteil ist, dass tatsächlich Eure individuelle Belastung erfasst wird. Ein 10-Kilometer-Lauf bei 5:00 Minuten pro Kilometer ist schließlich für einen Marathonläufer ein Erholungslauf, für Ungeübte dagegen ein Ding der Unmöglichkeit. Gewertet wird hier also, wie anstrengend etwas gerade für Euer persönliches Herz-Kreislauf-System ist.

Whoop 4.0 Screenshots
Wischt Ihr auf den verschiedenen Screens nach unten, bekommt Ihr mehr Details im Verlauf über die Zeit zu sehen. / © NextPit

Andererseits fand ich die gemessene Belastung nicht unbedingt übereinstimmend mit der gefühlten Belastung. Ein morgendliches Krafttraining beispielsweise hatte kurze, dafür aber extrem anstrengende Phasen mit hoher Herzfrequenz. Obwohl ich mich hinterher wirklich überfahren gefühlt habe, war die vom Whoop 4.0 gemessene Belastung mit "9,3" eher gering. Der entspannte 20-Minuten-Lauf in der Mittagspause danach kam auf "11,9", war aber gefühlt deutlich weniger anspruchsvoll. Beide Workouts zusammen plus das Herumsitzen am Schreibtisch und auf der Couch ergaben übrigens dann eine Tagesbelastung von 14,2.

Die Pulsmessung selbst ist erfreulich akkurat. Bei dem gerade erwähnten Lauf misst die Whoop 4.0 einen Maximalpuls von 172 und einen Durchschnittspuls von 159 Schlägen pro Minute. Mit einem Garmin-Brustgurt komme ich bei paralleler Messung auf exakt die gleichen Werte. Etwas anders sieht's dann allerdings beim Krafttraining aus. Bei einer Schulter- und Arme-Session komme ich mit dem Whoop 4.0 auf einen Durchschnitt von 122 und maximal 158 Schläge pro Minute. Der Brustgurt spuckt maximal 165 und durchschnittlich 126 Schläge pro Minute aus.

Neben der Messung für die Whoop-App selbst könnt Ihr den Whoop 4.0 auch als Pulssensor für andere Apps nutzen. Dazu aktiviert Ihr einfach in den Einstellungen den Herzfrequenz-Broadcast. Andersherum ist es leider nicht möglich, Third-Party-Brustgurte mit Whoop zu verbinden. Schade, denn von den großen Fitness-Gadget-Herstellern schottet sich sonst nur Fitbit derart ab.

Whoop 4.0 Screenshots
Die Pulssensoren machen gute Arbeit – achtet aber am besten darauf, den Tracker so zu tragen, dass er an keinem gerade extrem beanspruchten Körperteil den Puls erfasst. Das gilt übrigens für alle optischen Pulssensoren. / © NextPit

Recovery: Erholung als komplexer Faktor

Der zweite große Bereich bei Whoop betrifft die Erholung. Der sogenannte Recovery- beziehungsweise Erholungsfaktor gibt auf einer Skala von null bis 100 Prozent an, wie frisch Ihr gerade seid. Die maßgeblichen Faktoren sind hier Herzfrequenzvariabilität, Tagesruhepuls, Atemfrequenz sowie geschlafene Stunden. Je höher dieser Wert, desto stärker könnt Ihr Euch verausgaben.

Ob der Wert nun "Body Battery" (Garmin), "Daily Readiness" (Fitbit) oder eben "Recovery" heißt – jedenfalls für mich persönlich hege ich gewisse Zweifel an der Sinnhaftigkeit. Wer Sport treibt, kennt seinen Körper ja und kann einschätzen, wie viel Belastung nun sinnvoll ist. Hilfreicher finde ich dagegen den Health Monitor, zu dem ich in wenigen Absätzen noch einmal genauer komme.

Eine interessante Option finde ich, gewisse Verhaltensweisen zu protokollieren. So könnt Ihr in der App einen Fragenkatalog einrichten, den Whoop dann jeden Tag beim ersten Öffnen der App abfragt. Das kann beispielsweise sein, wie viel Gramm Protein Ihr zu Euch genommen habt, ob Ihr Alkohol getrunken habt, Sex hattet, Creatin supplementiert habt und so weiter. Schade finde ich allerdings, dass es noch keine Analysemöglichkeit gibt, diese protokollierten Verhaltensweisen mit der Leistungsfähigkeit in Verbindung zu setzen. Spannend für mich wäre etwa: Hat das Glas Rotwein am Abend einen Einfluss auf meine Herzfrequenzvariabilität oder Leistungsfähigkeit am Morgen?

Whoop 4.0 Screenshots
Wer hart trainiert, braucht viel Schlaf. Sehr viel, sagt Whoop. / © NextPit

Schlafen: Whoop, das Murmeltier

Schließlich erfasst der Whoop 4.0 noch Euren Schlaf. Die Einschlaf- und Aufwachzeiten stimmen im Test sowohl mit meinen Erinnerungen als auch mit den Werten der Garmin Epix 2 und Garmin Fenix 7 überein, die ich abwechselnd parallel zur Whoop getragen habe. Einblicke in die verschiedenen Schlafphasen gibt die Whoop-App nicht, wobei ich diese Werte ohnehin oft zweifelhaft finde, da sie dem Nutzer oft wenig Spielraum für konkrete Verbesserungen geben.

Dennoch generiert der Whoop 4.0 einen Prozentwert für die Schlaf-Performance. Diese errechnet sich ganz einfach als Verhältnis zwischen geschlafenen Stunden und von Whoop ermitteltem Schlafbedarf. Allerdings ist der Schlafbedarf für mich kaum erreichbar – der Wert liegt häufig über zehn Stunden. Nachdem mein Wecker üblicherweise zwischen 6 und 7 klingelt, müsste ich zwischen 20 und 21 Uhr ins Bett gehen – not gonna happen. Entsprechend schwankt mein Sleep Performance Score zwischen 50 und 75 Prozent.

Health Monitor mit Hauttemperatur und SpO2

Ein interessantes Feature ist der Health Monitor in der App. Dieser überwacht Atemfrequenz, Sauerstoffsättigung, Ruhepuls, Herzfrequenzvariabilität und Hauttemperatur. Bricht einer der Werte aus, erhaltet Ihr eine Warnung. Das kann in der Praxis durchaus sinnvoll sein. Stürzt Ihr Euch bei beispielsweise erhöhter Haut- beziehungsweise Körpertemperatur in ein extrem belastendes Workout, erwischt Euch ein gerade anrollender Infekt womöglich heftiger. Ihr könnt die Daten aus dem Health Monitor übrigens als PDF exportieren – ebenso wie wöchentliche oder monatliche Leistungszusammenfassungen.

Whoop 4.0 Screenshots
Der Health Monitor auf dem Startbildschirm zeigt auf einen Blick an: Alles im grünen Bereich. Sollte das einmal nicht so sein, erhaltet Ihr eine Warnung per Push-Notification. Bei mir war das einmal passiert, weil ich den Tracker im Halbschlaf vom Handgelenk gezogen und auf den Nachttisch gelegt hatte. Entsprechend waren die Messwerte murks. / © NextPit

Akkulaufzeit: Laden mal anders

Mit knapp einer Woche ist die Akkulaufzeit des Whoop 4.0 überzeugend. Ebenfalls sehr praktisch finde ich das innovative Ladekonzept von Whoop, das Euch erlaubt, den Tracker niemals abzunehmen.

Was mir gefällt:

  • Ordentliche Akkulaufzeit
  • Pfiffiges Ladekonzept

Was mir nicht gefällt:

  • keine Notification bei voll geladenem Akku

Ob im Bett, beim Sport, unter der Dusche oder in der Sauna: Den Whoop 4.0 sollt Ihr für ein lückenloses Tracking idealerweise 24 Stunden am Tag tragen. Entsprechend hat sich der Hersteller auch ein Ladekonzept ausgedacht, dank dessen Ihr den Tracker selbst während des Aufladens tragen könnt. Zum Energie-Tanken schiebt Ihr nämlich eine kleine Powerbank auf den Tracker.

Whoop 4.0
Das Battery Pack hält gut auf dem Whoop 4.0 und stört im Alltag nicht. / © NextPit

Der Ladevorgang dauert etwa zwei Stunden – ebenso lange dauert es auch, um das Battery-Pack über den integrierten USB-C-Port aufzuladen. Übrigens ist nicht nur der Whoop 4.0, sondern auch das Battery Pack wassergeschützt. Ich habe mich allerdings während des Testzeitraums nicht mit aufgestecktem Lademodul unter die Dusche getraut. Beim Händewaschen hatte ich aber jedenfalls keine Angst vor Spritzwasser.

Die Akkulaufzeit im Test beträgt etwa fünf Tage. Bei 20 Prozent Restlaufzeit – also etwa einen Tag vor Ende – erhaltet Ihr eine Notification über die App. Wie eingangs erwähnt, könnt Ihr den Akkustand auch über einen Doppeltipp auf das Gehäuse abrufen. Um zu sehen, ob der Akku jetzt voll geladen ist, bleibt leider nur der Blick in die App. Die LED am Whoop 4.0 leuchtet nämlich bereits ab 50 Prozent grün.

Whoop 4.0
Das Battery Pack selbst ladet Ihr über einen USB-C-Anschluss auf. / © NextPit

Auch die LED auf der Oberseite des Charging Packs stellt mich etwas vor Rätsel. Sie leuchtet beim Aufschieben der Powerbank auf den Whoop 4.0 grün, solange sie noch Energie zum Laden übrig hat. Wie viel das ist, verrät das Battery Pack allerdings nicht. Auch gibt es keine Möglichkeit, den Ladestand abzurufen, beispielsweise durch ein doppeltes Antippen des Gehäuses. Aber irgendwas muss ja auch für den Whoop 5.0 übrig bleiben.

Abschließendes Urteil

Nach gut einem Monat mit dem Whoop 4.0 habe ich unzählige spannende Daten über meine Workouts und mein Schlafverhalten generiert und kann diese in detaillierten PDFs bewundern. Allerdings bleibt eine Frage häufig etwas unbeantwortet: Was mache ich denn nun mit diesen Daten? 

Ja, der Whoop 4.0 gibt mir konkrete Empfehlungen wie: "Gehe heute um 20:45 Uhr ins Bett" oder "Trainiere heute mit einer Belastung von 12,9 für ein optimales Training". Was mir aber noch fehlt, ist der Blick aufs große Ganze – und mehr Möglichkeiten, die erfassten Daten zu korellieren. Wie wirkt sich Creatin auf meine Workouts aus? Wie Alkohol auf meinen Schlaf? Trainiere ich besser morgens, mittags oder abends? 

Die Rohdaten dafür wären theoretisch vorhanden, aber so richtig smarte Ratschläge hat mein virtueller Coach noch nicht auf Lager. Das ist allerdings kein spezifisches Whoop-Problem, sondern ein unerfülltes Versprechen der gesamten Fitness-Gadget-Branche. Daten sammeln, das geht problemlos. Aber die richtigen Schlüsse daraus zu ziehen, ist und bleibt eine Herausforderung.

Unterm Strich hat der Whoop 4,0 einen recht eng abgesteckten Funktionsumfang und versucht nicht, auf mehreren Hochzeiten zu tanzen. Und was der Tracker können soll, das macht er auch wirklich gut. Allerdings muss man auch sehen, dass es für die 480 Euro des Zwei-Jahres-Abos auch ausgewachsene Sport-Smartwatches gibt, beispielsweise die Garmin Venu 2 Plus.

 

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6 Kommentare

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  • Torsten vor 3 Wochen Link zum Kommentar

    Irgendwie glauben immer mehr Unternehmen in letzter Zeit irgendwelche Sachen per Abo anbieten zu müssen. Würde man den Preis als fair empfinden, könnte das vielleicht sogar klappen. Aber bei zwei Jahren Nutzung (spätestens nach drei) gehört er doch zu den teuersten Trackern. Und da er im Prinzip nichts wirklich besser kann, auch noch mit miesem Preis/Leistungsverhältnis.


    • Stefan Möllenhoff
      • Admin
      • Staff
      vor 3 Wochen Link zum Kommentar

      Mal sehn, das nächste iPhone gibt's ja vielleicht auch im Abo-Modell von Apple ;)


  • Olaf Gutrun vor 3 Wochen Link zum Kommentar

    Bin mit meiner Galaxy Watch 4 classic Lte echt zufrieden, richtig eingestellt nervt sie mich überhaupt nicht, die Permanente Stressmessung ist für mich sehr interessant und spiegelt mir auch die Realität gefühlter Ermüdung und Belastungen im Altag wieder. Die Auflistung meiner Schlafphasen ist sehr genau, sauerstoff und schnarch Aufnahmen offenbaren mir simple vorkommnisse im Schlaf, die Verbindung und Integration zum Smartphone läuft problemlos und frei von nervigen Dingen. Die meisten Dinge lassen sich gut auf der Uhr betrachten und mit einem Klick sofort auf dem Handy. Das daddeln und beantworten von WhatsApp nachrichten mit t9 hat seinen reitz, hätte nicht gedacht wie praktisch es sein kann kurz und schnell mit der Uhr zu antworten, oder mit einem Kurzen blick zu sehen von wem eine Benachrichtigung kommt und man mal das Handy gesperrt in der Tasche lässt. Genauso kam die Freiheit dazu, das Handy einfach liegen zu lassen, erreichbar bleibt man. Durch die Uhr konnte ich die Handynutzung reduzieren, was in meinem Fall angebracht ist.

    Bixby Knopf gedrückt halten: Countdown 10 minunten, oder Stopuhr an machen. So ist die Uhr wirklich für ein praktisches helferlein. Zuhause das licht dimmen oder die Farbe ändern, natürlich mit meiner Smartwatch, selbes bei Musiksteuerung oder der Tv Widergabe, die Uhr vereinfacht mir einiges. Es ist schön Zuhause auf dem Roller, im Auto einfach an der Lünette drehen zu können um die Lautstärke von Musik zu ändern. Irgendwie schöner als das Handy nehmen zu müssen und alles geht ziemlich automatisch von statten ohne das man mit der Uhr großartig rum spielen muss.
    Die Egk Funktion ist für mich derzeit nicht nötig.

    Die Messung der Körperzusammensetzung allerdings schon, praktisch bekommt die Uhr per Smart Wage mein Gewicht, berechnet meinen Bmi und spuckt mir sehr genau Körperfett, Skeletmuskel, Körperwasser u.s.w aus.


    Der nur Uhrmodus kann auch fein sein.

    Wüsste nicht was ich mit einem so teuren Armband machen sollte zumal es doch für sport da sein soll, da möchte man doch beim Workout eventuell auch mal informationen hören oder sehen?

    Finde es bei der Galaxy Watch schon recht cool z.b bei einem Fahrrad Workout alle 5 minuten per sprache infos über die gefahrenen km, durchschnitzgeschwindigkeit, überwundene Steigungen u.s.w zu bekommen.

    Obwohl die Uhr kein puurer Fitness tracker ist, beherscht sie wichtige Funktionen und setzt teils noch einen drauf. Desweiteren kostet sie weniger ist gleichzeitig ein Handy kann aber auch nur eine Uhr sein.

    Okay Laufzeiten von einer Woche bekomme ich damit nicht hin, dennoch finde ich das Nachladen recht entspannt, bei mir reicht es nach dem Aufstehen die Uhr kurz nach zu laden.


    Finde es jedenfalls essentiell auf dem Gerät selber Daten abrufen zu können, ohne Display naja und ein so hoher Abo Preis wofür?


  • Jörg W. vor 3 Wochen Link zum Kommentar

    Was soll ich damit ohne Display ? Man hätte ja wenigstens die Uhrzeit anzeigen lassen können !


  • AG7 vor 4 Wochen Link zum Kommentar

    Ich hab das Whoop Band 4.0 nun 4 Wochen getestet und noch innerhalb der 30 Tage zurückgeschickt - wieso? Ich nutze seit Jahren eine Apple Watch und hab beide Devices parallel genutzt. Mein Fokus ist Krafttraining mit kleineren Ausdauerparts. Letztere klappen wirklich gut von der Herzfrequenzmessung her - das Krafttraining ist eine Katastrophe. Gerade die Peaks der Herzfrequenz werden teilweise um 20-30 bpm unterschritten bzw. nicht wahrgenommen, was am Ende dann zu einem niedrigeren Belastungswert führt. Nachdem Whoop alles von der Herzfrequenzmessung abhängig macht, ist das für mich nicht zuverlässig am Ende. Ich habe laut einer sportmedizinischen Messung einen Grundumsatz pro Tag von 2078 kcal - diesen Wert erreiche ich laut Whoop trotz Workouts nur wenn ich eine Ausdauereinheit mache. Somit ist für mich auch die Kalorienangabe nicht hilfreich um irgendwas zu tracken - würde ich z.B. einen Überschuss von 300 kcal aufgrund der Zielsetzung Muskelaufbau ansetzen, würde ich genau das Gegenteil bewirken, würde ich mich auf das Whoop verlassen. Mein Problem ist, dass ich das Whoop inkl. Ladecase und App genial finde - tolles Konzept und ähnlich den 3 Ringen von Apple, motiviert es einen, sich mit der Belastung und Erholung Tag für Tag zu messen. Aber am Ende bekomme ich eben keine Live-Werte, alles passiert "heimlich" nachts und das zeigt mir dann mein Gesundheitsmonitor an. In meinem Fall waren die gemessenen HRV-Werte zwischen Apple Watch und Whoop teilweise sehr groß, weshalb bei mir die Erkenntnis blieb...Hammer Konzept mit einem enormen Potenzial, aber so lange die Hardware derartige Schwächen hat, rechtfertigt das nicht einen Preis von 30 Euro pro Monat - selbst 24 Euro im Jahresmodell sind noch viel zu viel. Ich wäre gerne bereit Whoop hier auf dem Weg zum etablierten Fitnesstracker zu unterstützen, aber wie schon im Artikel erwähnt, für die Summe bekommt man eine zuverlässige Smartwatch von nahezu jedem Hersteller. Letzte Anmerkung...der Fokus liegt laut Whoop auf der Erholung...nun sollte sich jeder selbst fragen, ob er seine sportliche Aktivität davon abhängig macht, was der Recovery-Wert am Morgen eines Tages ausgibt? Ich bin kein Spitzensportler und hab z.B. trotz einem Recoverywert von 35 eine harte Krafttrainingseinheit absolviert und ich war topfit. Aber das führt am Ende auch erneut zu meinem Hauptproblem...Whoop kann das Krafttraining nur von der (falsch gemessenen) Herzfrequenz messen...die Muskelbelastung inkl. Muskelkater etc. geht verloren. Somit hilft mir am nächsten Tag eine Recovery von 90 nicht wirklich weiter. Schade Whoop.


  • Christoph B. vor 4 Wochen Link zum Kommentar

    Wenn ich mir die Abo-Preise anschaue, relativieren sich die hohen Preise z.B. einer Fenix 7 doch schon sehr.

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