Die besten Videostreamingdienste: Netflix, Disney+ und Co. im Vergleich

Die besten Videostreamingdienste: Netflix, Disney+ und Co. im Vergleich

Welcher Videostreamingdienst bietet die besten Inhalte in der besten Qualität zum günstigsten Preis? Egal, ob Platzhirsch Netflix oder Newcomer wie Disney+ – NextPit hat Onlinedienste für Filme und Serien im Vergleich.

Seid Ihr noch Sklaven des linearen Fernsehens und nutzt noch keinen Videostreamingdienst? Dann verpasst Ihr wirklich was, denn Netlfix, Amazon Prime und Co. zeigen Euch unzählige Filme und Serien in Top-Qualität, zu jedem erdenklichen Zeitpunkt auch häufig auch im Originalton oder mit zusätzlichen Infos. 

Damit Ihr vom stetig wachsenden Angebot an Streamingdiensten nicht überfordert seid, hat NextPit für Euch das Angebot im Jahr 2021 gecheckt. Dabei zeigt sich, dass Ihr längst nicht mehr nur bei Netflix nach neuen Inhalten schauen solltet. Denn Disney+, Amazon Prime oder kleinere Anbieter wie Mubi heizen dem Streaming-Giganten ganz schön ein.

Inhaltsverzeichnis:

Wahl der Redaktion: Netflix

Netflix ist auch im Jahr 2021 die beste Wahl, wenn es um Videostreamingdienste geht. Wie Ihr vielleicht wisst, startete Netflix schon im letzten Jahrtausend in den USA als Online-Videothek und schickte damals noch Filme und Serienboxen per Post in unzählige Haushalte. Mit dem Schritt auf digitales Videostreaming hat Netflix sich dann auch international einen Namen machen können.

Heutzutage bietet Netflix den umfangreichsten und vielfältigsten Katalog, die übersichtlichsten Apps und die umfassendste Kompatibilität. Netflix ist so ziemlich auf jeder Plattform verfügbar. Die Abopreise sind zwar in den letzten Jahren immer wieder angestiegen, das Angebot ist meiner Meinung nach aber noch immer echt unschlagbar.

NextPIT Samsung Galaxy S21 Ultra
Netflix, die Wahl der Redaktion / © NextPit

Netflix ausprobieren

Pro

  • Umfangreicher und vielfältiger Streaming-Qualität
  • Menge und Qualität der Eigenkreationen
  • Sehr gute Apps
  • Leistungsstarke Suche und zuverlässiger Algorithmus
    • Fast für jede Plattform verfügbar
 

Contra

  • Kosten steigen stetig an
  • 480p-Auflösung im Basis-Tarif ein kleiner Skandal
  • Keine Staffel 3 für Marco Polo und keine Staffel 2 für Damnation trotz gewaltiger Cliffhanger
     

Preise der Abonnements

Netflix

Preise für Abonnements
Abonnement Preis Streaming-Qualität Anzahl der Teilnehmer
Basis 7,99/Monat SD (480p) 1
Standard 12,99/Monat HD (720p oder mehr) 2
Premium 17,99/Monat 4K UHD + HDR 4

Katalog

Der Netflix-Katalog ist einer der umfangreichsten Streaming-Kataloge überhaupt. Es gibt ständig Neuerscheinungen und diese sind so aktuell, wie's nur geht. Aktuelle Kinofilme gibt es aber nicht, denn auch Netflix handelt im Rahmen der Verwertungsgesetze und darf Kinofilme mit über 100.000 Zuschauern erst nach 36 Monaten zeigen. Dafür gibt es inzwischen viele Eigenproduktionen, die zum Teil locker mit Kinofilmen mithalten können. 

Hierdurch stimmt es allerdings, dass Netflix sich zunehmend von seinem Backkatalog (also alle Inhalte, die nicht eigens für Netflix erstellt wurden) zugunsten seiner Originals entfernt. Hauptgründe dafür sind die Übertragungsrechte und die Konkurrenz durch andere Plattformen. Aber im Moment kann meiner Meinung nach kein anderer Streamingdienst mit Netflix konkurrieren – nicht einmal in Bezug auf die Vielfalt und den Umfang.

Schnittstelle und Funktionen

Wenn man einmal von der Schnapsidee absieht, dass jedes Mal, wenn man mit dem Mauszeiger über ein Film- oder Serienposter fährt, Trailer angezeigt werden, ist die Netflix-Benutzeroberfläche zweifelsohne die reibungsloseste und am besten optimierte auf dem Markt. Die Suchfunktion ist sehr leistungsfähig und verfügt über die berühmten "Geheimcodes", die den Zugang zu den "versteckten" Kategorien des Katalogs ermöglichen.

Der Vorschlagsalgorithmus ist ebenfalls sehr fortschrittlich, selbst wenn Netflix Euch keine Kontrolle darüber gibt (z. B. keine Möglichkeit, die Filme zu bewerten). Ich persönlich habe oft den Eindruck, dass abgesehen von den großen Binge-Watchern, die Netflix mit genügend Daten versorgen, um die Empfehlungen zu verfeinern, Durchschnittsnutzer am Ende das Gleiche zur gleichen Zeit sehen.

Als weitere Funktionen glänzt Netflix mit der Möglichkeit, bestimmte Inhalte mit Audiodeskription zu konsumieren, einer Kindersicherung, die an vier Altersgruppen angepasst werden kann, der Möglichkeit, Inhalte herunterzuladen und Sonderfunktionen wie interaktiven Filmen. Auch die Android- und iOS-Anwendungen werden nicht ausgelassen. Hier habt Ihr beispielsweise die Möglichkeit, das Display während des Zuschauens zu Sperren, um versehentliche Eingaben zu unterbinden.

Streaming-Qualität

Netflix ermöglicht es Euch, Inhalte in 4K anzuschauen. Vorausgesetzt, Ihr nutzt das teuerste Premium-Abonnement und verfügt über die richtige Verbindung (mindestens 15 Mb/s). Ach, und einen 4K-Fernseher oder ein entsprechendes Handy braucht Ihr auch. Für Normalsterbliche wie mich ist das Standard-Abonnement auf Full HD beschränkt, und für Nutzer des billigsten Basic-Pakets gibt es nur 480p.

Ernsthaft, 480p für ein Abonnement, das 8 Euro im Monat kostet? Ich finde das beleidigend, zumal noch kein anderer Streamingdienst versucht hat, sich zu revanchieren. Andererseits muss ich zugeben, dass der adaptive AV1-Videocodec je nach Qualität der Verbindung einen ziemlich reibungslosen Übergang von einer Definition zur anderen ermöglicht. Ich kann den Wechsel von 1080 zu 480p kaum spüren, wenn mein Mitbewohner anfängt, League of Legends zu spielen.

Bestes Preis-Leistungs-Verhältnis: Amazon Prime Video

Wenn ich von einem optimalen Preis-Leistungs-Verhältnis spreche, dann meine ich das in absoluten Zahlen. Also in Bezug auf die Ausgaben und den Nutzen. Denn Amazons Streamingdienst ist in jedem Prime-Abonnement enthalten und zeigt sich bei genauerem Hinsehen als waschechter Streamingdienst mit zahlreichen Features und sehr großem Katalog.

Le meilleur rapport qualite prix: Amazon Prime Video
Amazon Prime Video, das beste Preis-Leistungs-Verhältnis / © NextPit

Amazon Prime Video ausprobieren

Pro

  • Mehr als nur ein netter Zusatz
  • Günstigstes Abonnement, zusammen mit Apple TV+.
  • Originelle Kreationen für Fans von Comics, Fantasy und Science-Fiction
  • Interessantes X-Ray-Feature für Filmnerds
 

Contra

  • Backkatalog noch zu dürftig
  • Zu wenig Neuerscheinungen
  • Zu viele kostenpflichtige Inhalte
  • Schwierig auf dem Fernseher zu verwenden (siehe Bewertungen von Prime Video für Android TV)

Preis des Abonnements

Das Prime Video-Abonnement ist Teil des Amazon Prime-Abonnements, das 5,99 € pro Monat oder 49 € pro Jahr kostet. Es gibt auch ein Studierenden-Jahrespaket, das den Jahrespreis auf 24 € senkt, sofern Ihr die entsprechenden Schulzeugnisse vorlegen könnt.

Amazon Prime Video

Preis des Abonnements
Abonnement Preis Qualität der Videos Anzahl der Bildschirme
Amazon Prime 7,99 €/Monat oder 69 € im Jahr 4K UHD 3
Amazon Prime Student 34 Euro / Jahr 4K UHD 3

Katalog

Der Katalog von Prime Video lässt im Vergleich zu Netflix ein wenig zu wünschen übrig. Ich liebe einige der Exklusivserien wie The Boys, die erste Staffel von The Man in the High Castle, The Expanse, Jack Ryan (nicht lachen) und kürzlich Invincible, die ich ausgezeichnet fand. Aber mit dieser Liste habe ich Euch auch schon fast alle Eigenprodukten von Amazon genannt.

Der Back-Katalog von Prime Video ist nicht der vielfältigste auf dem Markt. Ich stoße beim Durchstöbern häufiger mal auf einen Film oder eine Serie, die ich als Extra ausleihen / kaufen kann, als auf ein seltenes Juwel. Wir haben zwar ein paar Klassiker und Kultfilme, die uns glücklich machen, aber das Angebot ist insgesamt recht dürftig.

Aber die Ankunft der heiß-erwarteten Serie, die im Universum des Herrn der Ringe spielt, dürfte diesen Katalog deutlich stärken. Denn sie wird ihm voraussichtlich die erste Event-Serie bescheren. Wir sehen uns am 22. September 2022, wenn Illúvatar es will.

Apps und Funktionen

Als Prime Video 2016 auf den Markt kam, war die Benutzeroberfläche eine Katastrophe. Eine echte Schande in Bezug auf die Benutzerfreundlichkeit und völlig ungeeignet für nicht-englischsprachige Nutzer. Im Jahr 2021 ist das deutlich besser geworden, aber es bleibt der größte Schwachpunkt von Prime Video. So wurde beispielsweise der Player stark verbessert und ermöglicht es Euch, mit einem Klick die Besetzung der Schauspieler, die Videoqualität sowie den Datenverbrauch oder die Änderung der Untertitel anzuzeigen. Dieses Feature nennt Amazon "X-Ray" und es ist eines der Alleinstellungsmerkmale Primes.

Wenn Ihr, wie ich, Eure Streaming-Inhalte auf einem Fernseher konsumiert, ist die App dort noch immer langsam und nervtötend. Die Kommentare zur Prime Video-App für Android TV im App-Store sprechen ebenfalls Bände über die Benutzerfreundlichkeit. Obwohl Amazon Prime Video nach wie vor umständlich in die Amazon-Homepage integriert ist, stellt diese Seite den angenehmsten Zugriff auf Prime dar.

Ich werde mich nicht zu Amazons Suche oder zum Vorschlagsalgorithmus äußern, da ich versuche, diese nicht zu benutzen. Es gibt so viele Inhalte außerhalb des Prime-Abonnements, für die man separat bezahlen muss, dass ich mich nur an die Rubrik "In Prime enthalten" oder "Amazon Originals" halte.

Qualität der Videos

Was die Videoqualität angeht, so bietet Prime Video Ultra HD mit HDR10+-Unterstützung und manchmal sogar Dolby Vision. Vorausgesetzt, Ihr habt einen Glasfaseranschluss oder sehr gutes ADSL.

Was den Ton betrifft, so ist Prime Video mit Dolby Digital 5.1 und Dolby Atmos kompatibel. Wieder vorausgesetzt, dass die Programme und die von den Verleihern zur Verfügung gestellten Kopien das zulassen.

Alternative für Arthouse & Klassiker: Mubi

Hinweis von Ben: Antoine hat an dieser Stelle einen Streamingdienst empfohlen, den es nur exklusiv in Frankreich gibt. Beim Übersetzen habe ich daher Mubi mit aufgenommen, einen interessanten Streamingdienst für Fans von Filmkunst, Klassiker und Arthouse. Mubi fliegt ein wenig unter dem Radar, bietet aber jeden Monat 30 handverlesene Filme einer eigenen Redaktion.

Dabei ist der Streamingdienst mit 9,99 Euro im Monat teurer als Netflix und bietet einen kleineren Katalog ohne Serien oder Eigenproduktionen. Die Idee von Mubi ist es, Qualität statt Quantität zu bieten und so featured der Streamingdienst täglich einen neuen Film. Vorschläge und Neuaufnahmen übernehmen dabei angestellte Kuratoren und keine Algorithmen. Diese verfassen auch Artikel auf dem Mubi-eigenen Blog "Notebook".  

Mubi
Die Alternative: Canal+ Ciné Séries+ / © NextPit

Mubi ausprobieren

Pro

  • Ausgewählte Filme von "echten" Kuratoren
  • Viele Klassiker, Arthouse-Filme und Kunstfilme
  • Bis zu fünf Geräte im Standard-Abonnement
 

Contra

  • Vergleichsweise kleiner Katalog
  • Keine Serien
  • Nicht ganz günstig

Preis des Abonnements

Mubi Abonnement

Preis des Abonnements
Abonnement Preis Qualität der Videos Anzahl der Bildschirme
Mubi-Abonnement 9,99 Euro im Monat oder 71,88 im Jahr HD-Qualität 5

Katalog

Wie bereits erwähnt, ist der gesamte Katalog von Mubi handverlesen und wird von einem Team aus Kuratoren betreut. Der Fokus liegt dabei auf Klassikern und Filmen, die einen künstlerischen oder filmhistorischen Anspruch haben. Wie Mubi auf der eigenen Homepage schreibt, soll es dabei um "Klasse statt Masse gehen".

Gleichzeitig spricht Mubi von der größten Community aus Filmfans auf der ganzen Welt. Um diese mit Inhalten bei der Stange zu halten, erscheint auf Mubi zu jedem neuen Film ein Blog-Eintrag auf dem eigenen Blog "Notebook". Generell dürft Ihr bei Mubi einmal am Tag einen neuen Film erwarten.

Aktueller als die Filmübersicht von Mubi, die Euch auch ohne Abonnement zur Verfügung steht, kann ich Euch den Katalog des Streamingdienstes nicht näher bringen. Daher leite ich Euch einmal auf die Mubi-Homepage weiter!

Apps und Funktionen

Mubi bietet neben seiner Homepage mit eigenem Player auch Apps für iOS und Android an. Dort könnt Ihr Filme sowohl im WLAN, als auch im mobilen Netz streamen und auch Downloads sind im Rahmen der Anwendung drin. Darüber hinaus führt Mubi Apps für Apple TV, Sonys PlayStation, Roku und Samsungs Smart-TVs.

Besondere Funktionen gibt es bei diesem Streaminganbieter neben der Auswahl der Originalsprache nicht. Wie bereits erwähnt, können Filmfans sich jedoch über Blogeinträge zu den einzelnen Inhalten freuen. Das ist etwas, das weder Netflix, noch Amazon und Disney+ bieten.

Qualität der Videos

Die Streamingqualität ist bei Mubi auf Full-HD begrenzt. Wie der Anbieter auf seiner Homepage schreibt, steht diese Qualität automatisch immer dann zur Verfügung, wenn Eure Internetgeschwindigkeit ausreichend ist.

Preisvergleich zwischen Netflix, Prime Video, Disney+ etc...

SVOD-Abonnements

Vergleich der Preise
Plattform Abonnement/Monatlicher Preis Qualität der Videos Anzahl der Bildschirme
Netflix
  • Basis: 7,99 €.
  • Standard: 12,99 €.
  • Premium: 17,99 €
  • SD oder 480p
  • HD 720p oder mehr
  • UHD/4K
  • 1
  • 2
  • 4
Amazon Prime Video
  • Standard: 6,99 € / Monat oder 69 € / Jahr
  • Prime Student: 34 € / Jahr

UHD/4K

3
Disney+: 8,99 €/Monat oder 89,90 €/Jahr 8,99/ Monat oder 89,90 €/Jahr UHD/4K 4

Apple TV+

4,99€ UHD/4K 6
Mubi. 9,99 Euro im Jahr / 71,88 € im Jahr UHD/4K 1

 

Weitere Streamingdienste: Apple TV+, Disney+ und mehr

Natürlich gibt es noch viele andere Streamingdienste als die drei, die wir Euch gerade empfohlen haben. Aber dieser Artikel soll eine Auswahl der besten Angebote sein, kein Katalog aller Videostreaming-Plattformen, die es auf der Welt gibt. Ich werde also nicht näher auf die Angebote von Hulu, HBO Max, Salto oder OCS eingehen.

Aber um Euch dabei zu helfen, die bestmögliche Wahl zu treffen, gebe ich Euch noch Auskunft über zwei weitere Dienste: Apple TV+ und Disney+. Ich empfehle sie nicht als eigenständige Abonnements, aber sie haben jeweils Stärken, die sie zu einer guten Wahl für ein ergänzendes Angebot zu Eurem Haupt-Streamingdienst machen könnten.

Disney+

Beginnen wir mit Disney+. Ich verstehe, warum einige von Euch es für unfair halten, dass ich den Streamingdienst von Disney nicht empfehle. Disney+ ist eine sehr spezialisierte Plattform, aber das dortige Angebot ist sehr umfangreich.

Disney Plus
Netflix, die Wahl der Redaktion/ © NextPit

Disney+ ausprobieren

Pro

  • Reichhaltiger und spezialisierter Katalog
  • Original Pixar-, Marvel- und Star Wars-Filme
  • Bestes Angebot für junges Publikum und Familien
  • Verfügbar auf praktisch allen Plattformen
 

Contra

  • Umständliche App
  • Spezialisierter Katalog nicht für alle Nutzer als Haupt-Streamingdienst geeignet

Die größte Stärke von Disney+ ist natürlich der Backkatalog, der mit Klassikern aus der Kindheit und neuen Pixar-, Star-Wars- oder Marvel-Serien gefüllt ist. Es ist auch DIE Referenz in Sachen Streaming für Familien und Kinder.

Und ich persönlich fand Gefallen an ihren jüngsten Eigenkreationen wie den Serien Loki und WandaVision, ganz zu schweigen natürlich von The Mandalorian. Disney+ bietet auch einen frühzeitigen Zugang zu den neuen Filmen, sowohl Animations- als auch Live-Action-Filmen, für einen Aufpreis von 21,99 €. Im Grunde bezahlt Ihr, um die Medienchronologie zu überspringen.

Die Oberfläche von Disney+ ist ziemlich übersichtlich, aber ich finde die Anordnung der Kataloge völlig unintuitiv. Die Suche nach einem bestimmten Film oder einer bestimmten Serie ist mühsam. Die Sortierung der Filme und Serien nach Franchise ist zwar eine gute Idee, aber ich finde die Trennung zu streng. Auch der Player ist ziemlich unflexibel. Man muss bis zum Ende des Abspanns warten, bevor die Abspieltaste für die nächste Folge erscheint. Die automatische Wiedergabe startet oft nicht richtig usw.

Im Übrigen ist der Funktionsumfang ähnlich wie bei Netflix. Ihr könnt eine Sendung anhalten, um sie später auf einem anderen Gerät fortzusetzen, die Untertitel anpassen, eine Kindersicherung einrichten oder Eure Inhalte herunterladen, um sie offline zu sehen.

Wenn Ihr Euch für Marvel-Filme und das Star Wars-Universum begeistern könnt und / oder eine altersgerechte Ergänzung zu Eurem Haupt-Streamingdienst sucht (z. B. für Eure Kinder), dann ist Disney+ definitiv eine Überlegung wert. Mit einem so großen Katalog und einem Preis von nur 8,99 € pro Monat für 4 Bildschirme gleichzeitig mit 4K UHD ist es eindeutig keine schlechte Wahl.

Apple TV+

Apple TV+ ist der neueste (seit 2019) und günstigste Streamingdienst auf dem Markt mit einem Abonnement für 4,99 € pro Monat. Aber er ist auch derjenige mit dem kleinsten Katalog. Dadurch ist er nicht wirklich als eigenständige Lösung zum Filme- und Serien-Streaming zu sehen.

Apple TV Plus
Netflix, die Wahl der Redaktion / © NextPit

Apple TV+ ausprobieren

Pro

  • Schöne Integration in Apples TV-App
  • Wenige, aber gute Originalkreationen
  • Sehr günstiges Abonnement
  • Bis zu 6 Bildschirme gleichzeitig
 

Contra

  • Quantitativ begrenzter Katalog

Die Apple TV-App ist fast überall verfügbar und nicht nur auf Apple-Geräte beschränkt. Aber man kann den Katalog in ein paar Wochen durcharbeiten, das ist keine Übertreibung. Ich würde nicht empfehlen, das Programm allein zu abonnieren. Es sei denn, es ist Teil eines Gruppenkaufs von Apple, da Cupertino beim Kauf eines seiner Produkte jede Menge kostenlose Testversionen anbietet.

Wenn Ihr die wenigen Filme der Plattform ausprobieren wollt, erwarten Euch hochwertige Inhalte. Diese sind allesamt sehr gut produziert und unser Chef Fabi kriegt gar nicht genug von der Serie "Ted Lasso". Ihr erhaltet eine einwöchige kostenlose Testversion, und wenn Ihr ein Apple-Produkt kaufen, gibt's eine 3-monatige Testversion umsonst dazu. Ihr müsst das Abo allerdings innerhalb von 3 Monaten nach der Ersteinrichtung starten. Vielleicht ist die Einführung des iPhone 13 im September eine gute Gelegenheit, den Schritt zu wagen.

Abgesehen von diesen sehr speziellen Fällen würde ich Euch nicht wirklich raten, Euch für Apple TV+ als Euren Haupt-Streamingdienst zu entscheiden. Aber als Ergänzung, wenn Ihr Euch ohnehin im Apple-Ökosystem bewegt, warum nicht? Immerhin bietet die Plattform 4K UHD mit HDR10+ und Account Sharing auf 6 Bildschirmen gleichzeitig. Wenn der Katalog erweitert wird, wird er sofort interessanter.

Wie NextPit die besten Streamingdienste ausgewählt hat

Wie zu Beginn dieses Artikels erläutert, habe ich meine Meinung zu den einzelnen Plattformen in dieser Auswahl im Wesentlichen anhand der Qualität der App, des Umfang des Katalogs und der gebotenen Videoqualität gewählt.

Ich persönlich nutze Netflix Standard seit Jahren als meine primäre SVOD-Plattform und bin seit 2018 bzw. 2020 auch Abonnent von Amazon Prime Video und Disney+. Ich konsumiere die Inhalte fast ausschließlich über den Webbrowser auf meinem PC und gelegentlich auf meinem iPad.

Ich habe Apple TV+ für die Dauer der kostenlosen Testphase ausprobiert, aber es ist ein sehr eingeschränkter Dienst. Ben nutzt Mubi zudem seit einigen Wochen und hat dort eine Handvoll ausgewählter Filme geschaut.

Warum erzähle ich Euch jetzt von meiner Lebensgeschichte? Nun, um Euch zu zeigen, dass meine Kriterien und meine Erfahrungen notwendigerweise eingeschränkt sind. Meine Auswahl ist damit nicht objektiv und könnte sich von der Euren entscheiden. Jeder hat seine eigenen Bedürfnisse und Vorlieben, und dieser Vergleich will das auch gar nicht leugnen. Ich lade Euch ein, mir Euer Feedback mitzuteilen und mich möglicherweise dazu zu bringen, meine Meinung zu bestimmten Punkten zu ändern. Dann können wir diese Auswahl gemeinsam mit Euren Einflüssen anreichern.

Was ist Euer Lieblings-Streamingdienst und wie sind Eure Erfahrungen mit denen, die hier genannt werden? Teilt es mir in den Kommentaren mit!

NextPit erhält bei Einkäufen über die markierten Links eine Kommission. Dies hat keinen Einfluss auf die redaktionellen Inhalte, und für Euch entstehen dabei keine Kosten. Mehr darüber, wie wir Geld verdienen, erfahrt Ihr auf unserer Transparenzseite.
Hat Dir der Artikel gefallen? Jetzt teilen!
Jetzt mitdiskutieren

11 Kommentare

Neuen Kommentar schreiben:
Alle Änderungen werden gespeichert. Änderungen werden nicht gespeichert!
Neuen Kommentar schreiben:
Alle Änderungen werden gespeichert. Änderungen werden nicht gespeichert!

  • Florian Schaller vor 2 Wochen Link zum Kommentar

    Also wir nutzen seit Dezember 2019 Netflix und sind sehr zufrieden damit. Seit Sommer 2020 kam noch das Sky Abo dazu und um das alles zu benutzen lassen wir es über unseren Receiver von der Telekom laufen. Sind mit dem gesamten Paket so zufrieden. Da braucht man Sky select, Store usw. Von sky nicht. Und seit diesem Sommer ist noch dazn dazu gekommen. Da ich gerne die Bundesliga, DFB-POKAL CHAMPIONS LEAGUE UND FORMEL 1 schaue. Und vom Angebot der Filme und Serien sind Sky und Netflix wirklich richtig gut. Disney Plus haben wir mal getestet, Bat uns aber nicht wirklich überzeugt.


  • BuddyHoli vor 2 Wochen Link zum Kommentar

    Tolle Übersicht, danke dafür.
    Ich denke, das Vorwort, dass ich es fürchterlich finde, dass man heutzutage zum Abonnieren eines Streamings-Dienstes genötigt wird, wenn man nicht ganz hinterm Mond leben will und auch nur ein wenig Interesse an Serien und Filmen hat, kann ich mir beinahe sparen. Der Trend, dass immer mehr Studios und Portale Streamingdienste anbieten, ist beängstigend, denn am Ende ist die Liste ja noch deutlich länger als in diesem Artikel.

    Amazon Prime Video (teil von Prime), Netflix, Disney+, Joyn, YouTube Filme & Shows, Pantaflix, Rakuten TV, Chili, Sky (Ticket), Videobuster, Save.tv, Apple.tv, Dazn, Eurosport Player, freenet Video, o2 TV, kividoo, Mubi, PS Video, realeyz, TVNow, videociety, Videoload, Viewster, Watchbox, Zatoo, Starzplay... und die Liste ist noch lange nicht zu Ende.

    Als Fußballfan kommt man an Sky und DAZN kaum vorbei (35 + 15 Euro), Netflix (8 Euro) und Prime (7 Euro) sind auch beinahe Pflicht. Doch damit hat man erstmal noch 0 Zugriff auf Marvel, Disney, Pixar, Star Wars und Co, also noch Disney+ dazu (9 Euro). Macht summa summarum 74 Euro für den monatlichen TV Genuss. Braucht man´s? Irgendwie schon. Ich zumindest. Toll finde ich es dennoch nicht, denn es gab auch mal Zeiten, wo ein 30 Euro Abonnement für all das ausreichte.

    Besorgniserregend ist zudem der Trend, dass sich die großen US-Filmstudios inzwischen auch verselbstständigen und es nur eine Frage der Zeit zu sein scheint, bis die Inhalte der Streaming Dienste noch mehr auseinandergerissen werden und neben den US-Studios wie HBO, Paramount, BBC und Co. vielleicht auch irgendwann Universal, Warner Bros, 20th Century, Lucas, Miramax, Touchstone, usw. ihr eigenes Süppchen kochen.

    Da versprühen Nachrichten darüber, dass Amazon MGM kauft, schon beinahe Freude.

    Zudem ist all das natürlich noch ein echter Dämpfer für die gesamte "Hardware" Branche. DVD-Player, Bluray Player, Blurays und DVDs erfahren einen regelrechten Preissturz und das Bluray Regal im Wohnzimmer, das in meinem Fall mal 2.000 Blurays umfasste, ist einer Netflix- und Sky-Fernbedienung gewichen. Spart Platz, ja. Erfreut - mich zumindest - aber auch deutlich weniger.


    • Benjamin Lucks
      • Admin
      • Staff
      vor 2 Wochen Link zum Kommentar

      Ja, da gebe ich Dir in vielen Punkten Recht!
      Habe gestern beim Wohnungsputz noch vor meinen alten DVDs und CDs gestanden und einen Moment lang überlegt, warum ich diese überhaupt noch im Regal stehen habe.

      Für den Wert und die Wertschätzung eines Kunstwerkes finde ich diese "Dinghaftigkeit" aber nach wie vor sehr wichtig. Als Kind habe ich mir eine CD nach dem Kauf stundenlang angeschaut und rauf- und runter gehört. Sie hatte eine gewisse Aura, die man so beim Stolpern über einen neuen Release in der Streaming-App einfach nicht mehr spürt.

      Gestern hat Kanye West beispielsweise nach ewigem Medien-Tamatam sein neues Album released. Das hab ich vier Lieder lang angehört, für Uninteressant befunden und bin dann wieder abgesprungen. Komfortabel ist das schon und das Ausprobieren ist mit keinerlei Risiko verbunden, der Respekt gegenüber dem Künstler und seinem Werk geht aber echt verloren.

      Bin gespannt, wie sich das in Zukunft entwickelt – vor allem bei den "Streaming-Media-Natives".


  • Tenten vor 3 Wochen Link zum Kommentar

    Zuerst einmal vielen Dank für diesen guten und langen Artikel,war sicher nicht wenig Arbeit.

    Für mich ist Prime an erster Stelle, weil da für mich das Gesamtpaket aus kostenlosem Angebot, den Channels und Leih- und Kauffilmen und Serien am interessantesten ist. Gerade durch die Ausleihe kann man etliches sehen, was man sonst am deutschen Markt nur auf Bluray findet oder sich halt illegal besorgen müsste, was für mich nicht in Frage kommt.

    Netflix war vor einigen Jahren noch das große Ding, aber deren Klassiker hat man auch mal durchgesehen und was derzeit neues nachkommt, ist in meinen Augen uninspirierte Massenware, die sich nur noch am Mainstream orientiert. Gute Autoren, Showrunner und Regisseure sind abgewandert und durch den Erfolg von Streamingdiensten ist es für Netflix auch nicht mehr so einfach, gute Serien und Filme zuzukaufen, weil inzwischen alle ihre eigenen Dienste planen. Meine Prognose ist, dass Netflix in den nächsten fünf Jahren entweder vom Markt ganz verschwindet oder zumindest bedeutungslos werden wird.


    • BuddyHoli vor 2 Wochen Link zum Kommentar

      Was Prime Video angeht, gebe ich dir recht, was Netflix angeht dagegen nicht. Es gibt bis heute unzählige qualitativ hochwertige Serien auf Netflix, auch neue Releases, die den Rest des Angebots deutlich übertrumpfen. Die Prima Video Movies dagegen werden von der Audience oft nur und zu recht nur mit 1-2 Sternen bewertet.

      ich habe nicht den geringsten Zweifel daran, dass Netflix und Prima (und viele weitere) sich noch langfristig halten werden, weil Streamen leider die Zukunft des Unterhaltung ist.

      Ich würde mir aber wünschen, dass andere Portale ihr Angebot bündeln.


      • Tenten vor 2 Wochen Link zum Kommentar

        Ich glaube nicht, dass Angebote in den nächsten Jahren gebündelt werden. Eben weil Streaming so aktuell ist wird jeder selbst versuchen, sich zu etablieren und den Rahm abzuschöpfen. Die Bündelung gibt's vielleicht für die ohne großen eigenen Content und ich vermute auch, dass einige von den von dir oben aufgezählten gänzlich verschwinden werden oder von anderen großen Playern aufgekauft werden und vielleicht als "Dreingabe" erhalten bleiben. Aber drei, vier Dienste, die dann praktisch das gesamte Angebot abdecken wird es als Abo nicht geben.
        Vorstellbar wäre das höchstens als Ausleihe, bei der man für jede Serie und jeden Film gesondert zahlt, so wie Amazon das schon macht.


    • Benjamin Lucks
      • Admin
      • Staff
      vor 2 Wochen Link zum Kommentar

      Bei Amazon Prime nerven mich die Integration in die Homepage am PC und die häufig fehlenden Originalversionen ziemlich. Daher hab ich mein Prime-Abo irgendwann eingestampft und miete zwischendurch mal einen Film ohne Abonnement.

      Zusammen mit miet/kaufbaren Filmen finde ich die Auswahl bei Prime aber schon echt gewaltig. Statt sich nach irgendwelchen unsicheren Streaming-Möglichkeiten abseits etablierter Angebote umzusehen, zahle ich da gerne ein paar Euro für einen Filmabend.


  • rolli.k vor 3 Wochen Link zum Kommentar

    amazon prime video nutze ich über den Account meiner Tochter, ich persönlich würde für so sowas keinen Cent opfern.
    Eigentlich könnte ich mich da abmelden, so selten bin ich da drin......


    • route9 vor 3 Wochen Link zum Kommentar

      Wir haben zusätzlich einen Netflix-Familienaccount von dem ich persönlich genauso wenig halte. Mein kulturell eher anspruchsvoller Geschmack wird da kaum bedient. Man sieht vorwiegend den einheitlichen Verdummungsbrei: Gewalt (bis zur geisteskranken Abartigkeit), Liebe (geht noch) und so manch pseudo-spassige Ami-Serie, wo man den Zusehern Gelächter einspielen muss, damit sie wissen, wann es lustig war.

      Aber ich bin als Literatur-, Opernfreak und Theaterbesucher sicherlich kein geeigneter Maßstab, das ist mir natürlich bewusst.

      Ich bin da, zumindest auf musikalischer Ebene, mit dem Streamingdienst Netflix weit besser bedient, da der sehr viele Nischen abdeckt und ich da stets Neues entdecken kann.


      • Tenten vor 3 Wochen Link zum Kommentar

        Da solltest du dir aber dann vielleicht mal das oben vorgeschlagene Mubi ansehen. Da ist der Anspruch weitaus höher und man findet interessante Sachen, die du sonst teilweise nur schwer findest. Als Liebhaber asiatischer Filme sowie von Filmen der 30er und 40er Jahre hab ich es auch eine Weile genutzt, aber musste dann feststellen, dass ich das meiste eh schon in meiner eigenen Sammlung habe oder ausführlich kenne.


      • BuddyHoli vor 2 Wochen Link zum Kommentar

        Ja, da bist Du wahrscheinlich tatsächlich nicht die Zielgruppe. :)

Neuen Kommentar schreiben:
Alle Änderungen werden gespeichert. Änderungen werden nicht gespeichert!