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Casa Casi 53: Gefährliche Milliardäre

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Der höchst investigative Tech-Podcast Eures Vertrauens befasst sich heute mit einer ganz außergewöhnlichen Spezies: Den Tech-Multimilliardären. Wir sprechen über unanständig reiche Menschen allgemein und über Elon Musk im Speziellen im NextPit-Podcast Casa Casi.

Nicht wundern, wenn ihr in die neue Folge reinhört und ein Dé·jà-vu erlebt: Ja, wieder müssen Casi und Palle ohne Fabi auskommen und wieder geht es um Elon Musk. Heute knöpfen wir uns generell Tech-Milliardäre vor. Mehr als die Hälfte der 15 reichsten Menschen der Welt stammen aus dem Tech-Zirkus und darunter finden sich ein paar Gestalten, die man durchaus ambivalent betrachten kann.

Hier sind die neun Menschen, die aus dem Tech-Bereich stammen und es in die Top 15 der reichsten Menschen geschafft haben:

  • 1 Elon Musk (Tesla) 282 Milliarden
  • 2 Jeff Bezos (Amazon) 183,6 Milliarden
  • 4 Bill Gates (Microsoft) 134,2 Milliarden
  • 6 Larry Page (Google) 115,4 Milliarden
  • 7 Larry Ellison (Oracle) 114,1 Milliarden
  • 9 Sergey Brin (Google) 110,8 Milliarden
  • 11 Steve Ballmer (Microsoft) 97 Milliarden
  • 12 Carlos Slim Helú (Telmex) 91,6 Milliarden
  • 15 Mark Zuckerberg (Meta) 79,6 Milliarden

Zu diesen "Gestalten" gehört zweifellos auch Elon Musk, auf den wir uns in der heutigen Folge konzentrieren wollen. Wir haben daraus übrigens wieder eine Doppelfolge gemacht. In der nächsten Woche sprechen wir dann über zwei weitere extravagante Tech-Milliardäre: Mark Zuckerberg (Meta) und Jeff Bezos (Amazon). Im zweiten Teil überlegen wir uns dann auch, was für eine Gefahr von solchen Menschen ausgehen kann – und wie mögliche Lösungsansätze aussehen könnten.

Visionär oder Verrückter? Oder beides?  

Wir müssen hier natürlich aufpassen, dass unsere Casa Casi sich nicht zum Elon-Musk-Watchblog entwickelt. Aber kommt: Wie können wir über gemeingefährliche Tech-Multimilliardäre reden, ohne uns den reichsten und vielleicht abgedrehtesten von ihnen vorzunehmen? Eben! In der heutigen Folge befassen wir uns natürlich mit der jüngsten Geschichte und Elon Musks Übernahmeplänen, was Twitter angeht. 

Wir könnten monatelang am Stück über das Absurditätenkabinett des Elon Musk sprechen. Aber so viel Zeit haben wir natürlich nicht. Hier nur ein kleiner Überblick über sein buntes Treiben der letzten Tage in der Twitter-Causa:

  • 14. März 22: Musk wird größter Twitter-Shareholder (schließlich 9,2 Prozent), kommuniziert es aber nicht.
  • 04. April 22: Elon Musk macht es offiziell, hat aber in der Zwischenzeit noch zukaufen können und die Preise durch entsprechende Tweets vorher noch beeinflusst.
  • 05. April 22: Elon Musk will in den Verwaltungsrat.
  • 11. April 22: Elon Musk will doch nicht in den Verwaltungsrat. Dafür überlegt er, Obdachlose im Twitter-Hauptquartier unterzubringen.
  • 14. April 22: Elon Musk will Twitter für etwa 41 Milliarden Dollar komplett übernehmen – und dann von der Börse nehmen!
  • 20. April 22: Elon Musk will dem Twitter-Vorstand das Gehalt streichen.

Dazu hat er sich jüngst auch zu den rückläufigen Netflix-Abonnentenzahlen geäußert. Er sagte: "Der Virus des woken Gedankenguts macht Netflix unanschaubar". Wie Ihr seht, bedient er sich dort eines Framings, bei dem der Begriff "Wokeness" als Kampfbegriff herhalten muss. Wir haben es hier also mit einem Menschen zu tun, der Twitter wiederholt zur Manipulation genutzt hat. Nicht selten, um sich selbst einen gehörigen finanziellen Vorteil zu verschaffen.

Ähnlich wie Donald Trump seinerzeit hat Musk genug Macht auf Twitter, um mit einem einzigen Tweet einem Unternehmen einen Geldregen oder einen Shitstorm zu bescheren. Habt Ihr eine Idee, was ihm damit möglich wäre, wenn er zudem Twitter besitzen und die dortigen Spielregeln bestimmen dürfte?

Ihr könnt Euch mit dieser Frage jetzt ein wenig still auseinandersetzen – und im zweiten Teil unserer "Gefährliche Milliardäre"-Reihe sprechen wir dann über weitere Gefahren, die uns durch diese Multimilliardäre drohen – dann wie gesagt stehen Zuckerberg und Bezos im Fokus. Bis dahin ganz viel Spaß mit der heutigen Folge!

Casa Casi 53: Show Notes

Wir wollen Euer Feedback! Ihr könnt Euch auf WhatsApp, Signal und Threema mit Sprachnachrichten (und natürlich auch Textkommentaren) beteiligen. Wir freuen uns auf Eure Reaktionen, auf Lob, Kritik und Verbesserungsvorschläge und natürlich auch auf spannende Themenvorschläge. Hier ist unsere Telefonnummer und unsere Threema-ID für Euer Feedback:

  • Telefonnummer: +49 160 98090008
  • Threema-ID: EB6YBNSE

  • Statista – Übersicht der 25 reichsten Menschen der Welt
  • FAZ.net – Artikel über Schadensersatzforderungen von Twitter-Aktionären an Elon Musk
  • Parag Agrawal auf Twitter – Bestätigung, dass Elon Musk doch nicht in den Verwaltungsrat bei Twitter einsteigt
  • Elon Musk und Twitter – MeTacheles-Newsletter #4
  • SZ – Bericht in der Süddeutschen über Musks "Signal"-Tweet, der einem Unternehmen kurzzeitig einen unnormalen Sprung an der Börse verschaffte.
  • Tagesschau – Bericht über die Sammelklage gegen Elon Musk
  • T3n – In dem Artikel geht es um den Verdacht auf Insiderhandel und die Ermittlungen der US-Börsenaufsicht gegen Elon Musk und seinen Bruder
Carsten Drees

Carsten Drees

Fing 2008 an zu bloggen und ist irgendwie im Tech-Zirkus hängengeblieben. Schrieb schon für Mobilegeeks, Stadt Bremerhaven, Basic Thinking und Dr. Windows. Liebt Depeche Mode und leidet mit Schalke 04.

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4 Kommentare

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  • Martin Kay vor 7 Monaten Link zum Kommentar

    Wer von euch beiden sitzt eigentlich im Restaurant und lasst die Aufnahme beim Mittagessen mitlaufen?

    Ich höre die ganze Zeit Geschirr- und Besteckgeklimper :-)


  • Bernhard Feder vor 7 Monaten Link zum Kommentar

    "Wokeness" ist ein Kampfbegriff. Und zwar von denen, die überall "Wokeness" fordern. Für die, die sich moralisch überlegen fühlen und allen ihre Sicht aufzwingen wollen. Und dies eben mangels Argumente und logischem Denken mit Framing und Cancel Culture tun. Das sind Menschen, die meinen, wenn man für seine Meinung nicht ins Gefängnis kommt, ist die Meinungsfreiheit gewahrt. Die wollen andere Meinungen aber nicht stattfinden lassen.
    Die sind tatsächlich eine Gefahr für die Demokratie. Die wollen ja bestimmen, welche Informationen wir bekommen. Zum Beispiel brauchte der ÖRR 4 Tage um über die Silvestervorkommen 2015 zu berichten. Weil das ja ein schlechtes Bild auf eine bestimmte Bevölkerungsgruppe wirft. Doof nur, dass andere schon berichtet haben. Der ehemalige Innenminister de Maizière mochte nicht verraten, warum das Länderspiel damals in Hannover abgesagt wurde - auch, um die Bevölkerung nicht zu verunsichern. Nicht gerade beruhigend.
    Wir leben auch in einem Land, wo überall Anzeigen wegen Volksverhetzung drohen. Außer wenn man gegen Deutsche hetzt (ich erinnere an "Köterrassse").
    Nein, ich bin froh, dass Musk Twitter übernommen hat. Wenn er sein Versprechen bezüglich freie Meinungsäußerung hält, werde ich mir wohl ein Twitterkonto zulegen.


    • Tenten vor 7 Monaten Link zum Kommentar

      Sehr richtig, Wokeness ist ein Kampfbegriff, und zwar aus dem rechten Lager. Wokeness ist nichts anderes als Political Correctness und das war jahrzehntelang nichts anderes, als der faire Umgang mit seinen Mitmenschen. Das Erstarken der Rechten in den letzten Jahren hat dazu geführt, dass dieser faire Umgang mit seinen Mitmenschen immer mehr unter die Räder gekommen ist und natürlich in letzter Konsequenz auch dazu, dass sich eine härtere Linke gebildet hat, quasi als Gegenpol (da haben wir es, das Hufeisen). Quid pro quo.


      • Carsten Drees
        • Staff
        vor 7 Monaten Link zum Kommentar

        Ja, sehe das auch wie Tenten. Es wäre absurd zu behaupten, dass "woke" Leute den Begriff "Wokeness" als Kampfbegriff nutzen. Ebenso absurd ist es, so zu tun, als gäbe es hier eine Meinungsdiktatur, in der man nicht mehr sagen dürfte, was man wolle. Vielleicht müssen sich diejenigen, die sich so gern echauffieren (und die tatsächlich zum überwiegenden Teil vom ganz rechten Rand auf die Gesellschaft blicken), einfach mal mit dem Gedanken abfinden, dass ihre Meinung vielleicht doch nicht die des Volkes abbildet – auch, wenn das durch den Filterblasen-Zerrspiegel betrachtet so wirken mag. Ankündigungen wie die von Bernhard, sich jetzt doch ein Twitter-Konto zulegen zu wollen, sind davon ab ebenso lächerlich wie die Ankündigungen, nicht mehr im Supermarkt XY einkaufen zu gehen, weil die Zigeunersauce im Regal plötzlich Paprikasauce ungarischer Art heißt.

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