Die besten Fitness-Tracker 2021

Update: Xiaomi Mi Band 6 und Huawei Band 6 ergänzt
Die besten Fitness-Tracker 2021

Ein Fitnesstracker am Handgelenk scheucht Stubenhocker nach draußen, informiert Euch über zurückgelegte Schritte und hilft Euch beim Sport zu überprüfen, in welchen Herzfrequenzphasen Ihr Sport treibt. Bei allen Möglichkeiten ist die Wahl des für Euch richtigen Smartbands aber nicht so einfach. Aus diesem Grund haben wir passende Modelle für jeden Nutzertypen herausgesucht.

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Inhaltsverzeichnis

  1. Der beste Fitnesstracker: Das Xiaomi Mi Band 6
  2. Die beste Alternative zum Xiaomi Mi Band 6: Das Huawei Band 6
  3. Fitnesstracker beim Schwimmen: Samsung Gear Fit 2 Pro oder Fitbit Charge 4
  4. Bestes Preis-Leistungs-Verhältnis: Das Xiaomi Mi Band 5
  5. Beste Smartwatch-Alternative: Fitbit Charge 4
  6. Fitnesstracker mit SpO2-Sensor: Xiaomi Mi Band 6 & Huawei Band 6
  7. Was gilt es beim Kauf eines Fitnesstracker zu beachten?
  8. Haben Fitnesstracker Auswirkungen auf die psychische Gesundheit?
  9. Wo kauft Ihr Fitnesstracker am besten?

Doch bevor wir mit unserem Tipp des besten Fitnesstrackers starten, müssen wir kurz auf zwei grundlegende Unterschiede eingehen. In diesem Artikel geht es um Fitnesstracker, also um dezente Armbänder, die Sensoren für die Messung der Herzfrequenz oder zum Zählen von Schritten besitzen. Smartwatches hingegen sind zumeist klobiger, besitzen smarte Zusatzfunktionen, verbinden sich auch ohne Smartphone mit dem Internet und werden in unserem Vergleich der besten Smartwatches abgehandelt.

Im folgenden Widget könnt Ihr auf einen Blick die aktuellen Marktpreise unserer Favoriten einsehen und vergleichen: 

 

Der beste Fitnesstracker: Das Xiaomi Mi Band 6

NextPit Xiaomi Mi Band 6 9 Xiaomi Mi Band 6: Der König der Fitnesstracker / © NextPit

Bewertung

Bewertung Design und Handling

Vorteile:

  • Größeres Display
  • SpO2-Tracking
  • Hoher Tragekomfort
  • Tolles Preis-Leistungs-Verhältnis
 

Nachteile:

  • Kein GPS
  • Etwas kürzere Akkulaufzeit als beim Mi Band 5

Das Mi Band 6 ist eine verbesserte Version des Mi Band 5. Obwohl es die gleiche Größe wie die 2020er-Variante hat, wurde das Display optimiert und ist nun auf stolze 1,56 Zoll angewachsen. Mit 152 x 486 Pixeln hat Xiaomi dabei auch die Pixeldichte erhöht.

Bei den Funktionen hat der chinesische Hersteller dem Mi Band 6 den SpO2-Sensor ergänzt, dafür ging der Button unterhalb des Displays flöten. Letzteres ist der Vergrößerung des Displays geschuldet. Auch die Akkulaufzeit leidet unter dem größeren AMOLED-Panel, ist aber mit zwischen 7 und 8 Tagen immer noch sehr ordentlich ist.

Einer unserer Kritikpunkte an Xiaomis Smartband ist, dass es noch immer kein integriertes GPS mitbringt. Wollt Ihr also Eure Läufe oder Radtouren tracken, seid Ihr nach wie vor drauf angewiesen, dass Ihr Euer mit dem Tracker verbundenes Smartphone bei Euch tragt.

Wer bereits das Mi Band 5 besitzt, muss nicht unbedingt auf das Mi Band 6 umsteigen – es sei denn, das größere Display ist für Euch wichtig genug. Für alle anderen, die günstig in die Welt der Fitnessarmbänder einsteigen wollen, empfehlen wir ohne zu zögern das Mi Band 6. Die 6. Generation des Branchenprimus ist besser als je zuvor!

Aktuell bekommt Ihr das Xiaomi Mi Band 6 bei Amazon für knapp 38 Euro. 

Die beste Alternative zum Xiaomi Mi Band 6: Das Huawei Band 6

NextPit huawei band 6 wrist
Ein größerer Bildschirm macht alles besser / © NextPit

Bewertung

Bewertung Design und Handling

Vorteile:

  • Schönes AMOLED-Display
  • Schlichtes Design
  • Tolle Anbindung an die Huawei Health-App
  • SpO2-Tracking den ganzen Tag über
  • Solide Akkulaufzeit
 

Nachteile:

  • Kein GPS
  • Zyklus-Tracking nur auf HMS-Geräten

Das Huawei Band 6 eignet sich hervorragend zur Erfassung von Fitness- und Vitaldaten. Das liegt an den 96 Sportmodi, dem 24-Stunden-SpO2-Tracking und der langen Akkulaufzeit. Im Test des Huawei Band 6 konnten wir feststellen, dass auch die Bedienung und Handhabung des Smartbands ausgezeichnet ist.

Im Vergleich zum Xiaomi Mi Band 6 ist der Nachteil auch hier das fehlende GPS-Modul. Ein weiterer Nachteil ist die Tatsache, dass Android-Handys mit Unterstützung für Google-Dienste das Zyklus-Tracking nicht nutzen können.

Für das Huawei Band 6 spricht jedoch, dass es bis zu 5 ATM wasserdicht ist und somit auch im Schwimmbad getragen werden kann, dass man die Helligkeit des Displays manuell einstellen kann und dass es eine flüssigere Experience bietet als die Samsung Galaxy Fit 2.

Darüber hinaus bietet das Smartband von Huawei eine lange Akkulaufzeit und kann auch schnell wieder geladen werden. Angesichts der Größe des Displays sind das gute Nachrichten. Das Huawei Band 6 gibt es derzeit für etwa 48 Euro, Amazon bietet zudem auch ein Bundle an, bestehend aus Band 6 und Körperwaage für zwanzig Euro mehr. 

Fitnesstracker beim Schwimmen: Samsung Gear Fit 2 Pro oder Fitbit Charge 4

Samsung Gear Fit 2 Pro
Der Samsung Gear Fit 2 Pro bietet einen leistungsstarken Schwimm-Modus. / © NextPit

Bewertung

Bewertung Design und Handling

Pro

  • Design
  • Sehr guter AMOLED-Bildschirm
  • Für Schwimmer geeignet
 

Contra

  • Hoher Kaufpreis
  • Nerviger Einrichtungsprozess
  • Ungenaue Pulsmessung

Noch gelenkschonender als beim Joggen geht es beim Schwimmen zu und wenn Ihr das regelmäßig macht, lohnt sich die Anschaffung des Samsung Gear Fit 2 Pro oder des Fitbit Charge 4. An dieser Stelle liste ich Euch zwei Fitnesstracker auf, da der Samsung Gear Fit 2 Pro schon etwas älter und dadurch günstiger geworden ist. Ihr findet das Gerät im Netz zu Preisen ab 110 Euro, der Fitbit Charge 4 kostet hingegen noch einmal rund 40 Euro zusätzlich.

Beide Fitnesstracker bieten eine zum Schwimmen geeignete Wasserdichte, die die Hersteller bis 50 Meter Tiefe ausschreiben. Während es viele Fitness-Armbänder gibt, die Ihr beim Sprung ins Wasser am Handgelenk lassen könnt, bieten Fitbit und Samsung noch eine wichtige, weitere Funktion an.

Denn mit beiden Fitnesstrackern könnt Ihr die Länge der Bahnen manuell festlegen und automatisch tracken lassen. Hierdurch müsst Ihr die Anzahl der zurückgelegten Bahnen nicht umständlich selbst zählen und könnt die Zeiten anschließend noch einmal auswerten. Geht Ihr zum Ausgleich auch joggen, besitzen beide Fitnesstracker sowohl einen GPS-Sensor als auch ein Messgerät für Euren Puls.

Bestes Preis-Leistungs-Verhältnis: Das Xiaomi Mi Band 5

Xiaomi Mi Band 5
Das Xiaomi Mi Band 5 kommt mit Farbdisplay und einer sehr langen Akkulaufzeit / © Xiaomi

Bewertung

Bewertung Design und Handling

Pro

  • Unschlagbares Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Lange Akkulaufzeit
  • Helles AMOLED-Display
  • Trainings werden automatisch erkannt
  • Wasserdicht
 

Contra

  • Kein GPS-Empfänger
  • Sehr kleine Schrift

Sucht Ihr nach einem Fitness-Armband im Jahr 2021, wird das Xiaomi Mi Band 5 Eure Erwartungen und Bedürfnisse voraussichtlich am ehesten erfüllen. Denn das Smartband bietet eine lange Akkulaufzeit, misst Herzfrequenz und Schritte zuverlässig, bietet massig Funktionen, die getrackten Daten werden in der Mi-Fit-App vorbildlich aufbereitet und dabei ist es auch noch sehr günstig. Unserer Meinung nach funktioniert das möglichst lückenlose und zuverlässige Aufzeichnen Eurer Vitaldaten gerade aufgrund der langen Akkulaufzeit sehr gut.

Denn die Zeit, die das Mi Band 5 in einem Monat an der Steckdose hängt, ist sehr gering. Da das Gerät zudem günstig ist, ist die Sorge um Beschädigungen womöglich geringer, als bei hochpreisigen Alternativen. Gleichzeitig ist der AMOLED-Bildschirm auch bei direkter Sonneneinstrahlung gut ablesbar und seit der fünften Generation könnt Ihr das Mi Band auch per Magnetkontakt laden. Für mehr Infos werft einen Blick auf unseren Testbericht des Xiaomi Mi Band 5.

Auf einen integrierten GPS-Empfänger müsst Ihr verzichten, das sollte Euch vor dem Kauf unbedingt bewusst sein. Um Eure Jogging- oder Radfahrstrecke also zu tracken, müsst Ihr mit dem Xiaomi Mi Band 5 Euer Smartphone mitnehmen. Denn in Kombination greift das Smartband per Bluetooth auf den GPS-Empfänger Eures Handys zu und behält Eure Strecke so im Blick. Wollt Ihr nicht auf GPS verzichten, da Euch das Handy zu klobig ist, haben wir für alle Jogger nachfolgend eine kaum schlagbare Kombination.

Zu Kaufen gibt es das Xiaomi Mi Band 5 derzeit zu Preisen von knapp 30 Euro. Ein Import ist dabei nicht nötig, denn Xiaomi verkauft das Smartband erfreulicherweise auch offiziell in Deutschland.

Beste Smartwatch-Alternative: Fitbit Charge 4

Fitbit Charge 4
Der Fitbit Charge 4 ist eine gute Alternative, wenn Euch Smartwatches zu klobig sind. / © NextPit

Bewertung

Bewertung Design und Handling

Pro

  • Lange Akkulaufzeit (knapp 7 Tage)
  • Dezent und leicht
  • Präziser Herzfrequenzsensor
  • GPS und Fitbit Pay mit an Bord
 

Contra

  • Voller Funktionsumfang nur mit kostenpflichtigem Abo
  • GPS nicht sehr präzise
  • Musiksteuerung exklusiv für Spotify
  • Fitbit Pay hierzulande nur per Kreditkarte

Gefällt Euch die Optik eines Fitnesstrackers und erwartet Ihr von einem Wearable die Funktionen einer Smartwatch, könnte der Fitbit Charge 4 etwas für Euch sein. Das dezente Smartband verfügt über ein eingebautes GPS-Modul und unterstützt dank NFC Fitbit Pay. Sofern Ihr eine Kreditkarte habt, könnt Ihr Eure Kreditkartendaten in der Fitbit-App hinterlegen und cool mit dem Handgelenk an der Supermarktkasse zahlen. Darüber hinaus unterstützt der Fitbit Charge 4 die Installation von Apps und lässt Euch eingehende Benachrichtigungen per Quick-Reply beantworten.

Der Fitbit Charge 4 ist wie unser Tipp für Schwimmer bis 50 Metern tiefe Wasserdicht. Da Fitbit seinen Tracker allerdings zu Preisen über 140 Euro verkauft, eignet er sich eher für Käufer, die bereit sind, für einen Fitnesstracker ein wenig Geld auszugeben. Allerdings gibt es zu diesen Preisen bereits Smartwatches wie die Fitbit Versa, die mit einem größeren Bildschirm bereits mehr Möglichkeiten bietet.

Bester Fitnesstracker mit SpO2-Sensor: Xiaomi Mi Band 6 und Huawei Band 6

NextPit huawei band 6 vs xiaomi mi band 6Sowohl das  Xiaomi Mi Band 6 als auch das Huawei Band 6 sind hervorragende Fitnesstracker-Optionen mit SpO2-Sensor / © NextPit

Sowohl das Xiaomi Mi Band 6 als auch das Huawei Band 6 sind bereits in dieser Liste aufgeführt. Den ersten Kandidaten halten wir für den besten Fitnesstracker des Jahres, das Huawei Band 6 ist ähnlich stark und damit unsere erste Alternativempfehlung. It's as simple as that! Es gibt also nichts Logischeres, als einen dieser beiden Tracker für diejenigen von Euch zu empfehlen, die nicht auf einen SpO2-Sensor verzichten wollen. 

Mit dem Mi Band 6 musste Xiaomi das Rad nicht neu erfinden, aber die Erfassung der Sauerstoffsättigung des Blutes (SpO2-Messung) wurde fürs neue Modell ergänzt. Gerade in dieser Preisklasse ist das ein weiteres Kaufargument für das Mi Band 6. Das Huawei Band 6 hingegen verfügt über einen Herzfrequenzmesser, der auch die Sauerstoffsättigung des Blutes messen kann. Das Positive daran ist, dass dies während der kompletten 24 Stunden des Tages geschieht.

Hinweis: Die SpO2-Werte dienen nur als Anhaltspunkte, d.h. sie können zur Orientierung verwendet werden, haben aber keinen medizinischen Charakter! Zieht also immer einen Fachmann zu Rate, statt Euch ausschließlich auf die ermittelten Werte zu verlassen.

Was gilt es beim Kauf eines Fitnesstracker zu beachten?

Seid Ihr mit dieser Liste noch nicht ganz am Ende der Suche nach einem geeigneten Fitnesstracker angelangt, verraten wir Euch nachfolgend noch einige Grunddisziplinen bei der Auswahl von Fitnesstrackern. So könnt Ihr auf Saturn, Media Markt, Amazon und Co. gezielt selbst nach geeigneten Smartbändern schauen.

Braucht Ihr einen GPS-Empfänger?

Wer beim Joggen aus Sicherheitsgründen oder zum Musikhören immer sein Handy mitnimmt, braucht nicht auf einen GPS-Empfänger im Fitnesstracker zu achten. Denn so gut wie jeder Fitnesstracker bietet die Möglichkeit, zurückgelegte Strecken in Partnerschaft mit dem Handy aufzunehmen.

Fitbit Collage
Fitnesstracker wie der Fitbit Charge 4 können Eure Jogginstrecke dank GPS präzise aufzeichnen.: NextPit

Die GPS-Empfänger moderner Smartphones sind dabei oft sogar präziser als die Module in Fitnesstrackern. Meiner Erfahrung nach kommt es bei Fitnesstrackern mit integriertem GPS-Modul zu Verbindungsabbrüchen und dann rennt Ihr innerhalb von einer Sekunde laut Aufzeichnung durch Wände und über Häuser. In solchen Fällen ist die Aufzeichnung der Joggingstrecke natürlich unbrauchbar und der Ärger groß.

Musiksteuerung oder Musik-Player?

Eine weitere Falle bei der Wahl des richtigen Fitnesstrackers ist der Unterschied zwischen Musiksteuerung und Musik-Player. Durch einen integrierten Musik-Player könnt Ihr Songs auf einen integrierten Speicher laden und ganz ohne Handy unterwegs hören. Hierfür lassen sich in der Regel Bluetooth-Kopfhörer oder True-Wireless-Headphones an das Smartband anschließen.

Verkauft ein Hersteller seinen Fitnesstracker mit integrierter Musiksteuerung, könnt Ihr davon ausgehen, dass Ihr Musik nur über Euer Handgelenk steuern könnt. Die aktive Wiedergabe auf Eurem Smartphone könnt Ihr so steuern und das Handy in der Tasche lassen. Achtet bei Fitbit zudem auf die Spotify-exklusive Musiksteuerung, wie Ihr sie im Fitbit Charge 4 finden könnt.

Ist ein SPO2-Sensor wirklich sinnvoll?

Unterwegs auch die Sauerstoffsättigung im Blick zu behalten, wie es beispielsweise auch das OnePlus Band beherrscht, klingt auf den ersten Blick nach einem tollen Feature. Mein Kollege Stefan, der einmal eine Ausbildung zum Fitness-Trainer gemacht hat, erklärte mir im Rahmen dieses Vergleichstest aber noch einmal, dass der Blutsauerstoff bei gesunden Menschen kaum schwankt. Die Kontrolle ist somit eher beim Sporttreiben in Berggebieten oder bei extremer Belastung ratsam.

Habt Ihr das nicht vor, ist ein dementsprechender Sensor eher zu missachten. Ohnehin gibt es ihn in eher wenigen Modellen, wodurch Ihr Euch also nicht verunsichern lassen solltet.

Welche Schnittstelle nutzt mein Fitnesstracker?

Die ganze Bandbreite an gesammelten Daten lässt sich bei Fitnesstrackern nur in den mitgelieferten Apps betrachten. Hierzu müssen die Informationen aber erst einmal vom Tracker auf das Handy oder den PC gelangen. Zumindest sollte Euer Fitnesstracker daher über die Bluetooth-Schnittstelle verfügen, damit Ihr die Daten reibungslos auf Euer Handy übertragen könnt.

In dieser Liste findet Ihr ausschließlich Modelle, die zumindest über Bluetooth verfügen. Praktisch ist es allerdings auch, wenn WLAN in Euren Fitnesstracker integriert ist. Somit landen die Daten gleich in einer Cloud, wenn Ihr nach dem Sport zu Hause angelangt seid. Könnt Ihr zudem Musik auf das Gerät herunterladen, ist der Download per WLAN noch einmal deutlich schneller. Sind solche Funktionen für Euch unverzichtbar, ist aber schon fast der Griff zur Smartwatch ratsam.

Schlaf-Tracking und Achtsamkeit

Ein gesunder Alltag besteht nicht nur aus Pumpen, Joggen und Schwimmen! Ihr müsst auch zur Ruhe kommen und erfreulicherweise helfen Euch Smartbänder auch dabei. Die häufigste und sinnvollste Funktion hierfür ist das Schlaf-Tracking, das die Dauer und die Qualität Eures Schlafs überwacht. Der menschliche Schlaf besteht dabei aus verschiedenen Phasen, leichter Schlaf, Tiefschlaf und die sogenannte REM-Schlafphase.

Jede Schlafphase zeichnet sich durch bestimmte Bewegungsmuster aus und da Ihr den Fitnesstracker beim Schlaf-Tracking um das Handgelenk tragt, kann dieser Euren Schlaf überwachen. So praktisch diese Funktion auch ist, so störend kann ein Fitnesstracker beim Schlafen sein. Neben dem Gerät an sich, das Euch bei der gemütlichen Schlafposition im Weg sein kann, ist das nächtliche Tragen eines Fitnesstracker auch eine Hygienefrage. Ein Stoffband, das eben noch komplett im Schweiß ertrunken ist, will wohl keine mit ins Bett nehmen.

Zum Thema Achtsamkeit finden sich bei Fitnesstrackern übrigens Meditations-Features oder Atemübungen. Diese nutzen häufig Euren Puls und schauen, ob dieser sich bei der geplanten Ruhephase verändert.

Kompatibilität zu weiterer Hardware

Wer mit seinem Fitnesstracker nicht nur laufen gehen möchte, sondern auch beim Kampfsport oder Gymnastik-Training seinen Puls im Auge behalten möchte, der sollte sich ein Modell von Huawei oder Garmin auswählen. Denn in der Huawei Health-App und bei Garmins Forerunner-Uhren könnt Ihr Zusatzgeräte wie Brustgurte mit Pulsmeter nutzen. Gerade bei Bewegungen, wenn Ihr beispielsweise das Handgelenk anwinkelt oder der Fitnesstracker aus anderen Gründen verrutscht, kann es zu Fehlern bei der Messung kommen. Darüber hinaus können die HRM-Run-Modelle von Garmin auch die vertikalen Bewegungen und Eure Bodenkontaktzeit aufzeichnen.

Sonderfunktionen wie Benachrichtigungen, kontaktloses Bezahlen oder Telefonie 

Wie eingangs schon erwähnt, wird es immer schwerer, zwischen Fitnesstrackern und Smartwatches zu unterscheiden. Denn mit immer neuen Funktionen gibt es auch immer neue Verkaufsargumente und so landeten Features wie kabelloses Bezahlen oder Mikrofone und Lautsprecher zum Telefonieren inzwischen auch in Fitnesstrackern. Während diese Features noch eher selten sind, könnt Ihr mit fast allen handelsüblichen Smartbändern auf Eure Benachrichtigungen zugreifen, einen Wecker stellen oder die Zeit messen.

NextPit Fitbit Charge 4 side
Unterstützt Euer Fitnesstracker GPS, könnt Ihr mit dem richtigen Dienst auch kontaktlos am Handgelenk bezahlen. / © NextPit

Dazu lassen sich die Modelle mit eigenen Ziffernblätter personalisieren. Hier ist Euer Geschmack gefragt und ein objektives Argument für einen Kauf lässt sich von den konfigurierbaren Designs nicht wirklich ableiten. Auch wenn Hersteller durchaus mit wahnwitzigen Zahlen verfügbarer Watchfaces werben.

Materialien, Gehäuse und Gewicht

Ähnlich individuell und von Eurem Geschmack abhängig ist das Design des Fitnesstrackers, wobei es auch praktische Einflüsse gibt. Denn Lederbänder, Stoffbänder oder Bänder aus Kunststoff sind je nach Sportart von Vor- oder Nachteil. Beim Schwimmen beispielsweise kann ein Stoffband schnell eklig werden, während es nachts beim Schlafen natürlich am bequemsten ist.

Während sich Bänder aber in der Regel neu kaufen und austauschen lassen, sind das Gewicht und die Maße gesetzt. Habt Ihr die Möglichkeit, einen Fitnesstracker in einem Elektrogeschäft auszuprobieren, empfehle ich Euch das durchaus!

Welche Auswirkungen haben Fitnesstracker auf die psychische Gesundheit?

Sport ist für die meisten Menschen gesund, da wird mir niemand großartig widersprechen. Aber ist es wirklich ratsam, die Herzfrequenz und Vitaldaten wie den Blutsauerstoff ständig im Auge zu behalten? Die psychologischen Folgen eines Fitnesstrackers kommt meiner Meinung nach in dieser Art Kaufberatung zu kurz und aus diesem Grund möchte ich Euch einige Befunde mit auf den (Lauf)weg geben.

Eine Studie der Universität Kopenhagen aus dem August 2020 legt diesbezüglich nahe, dass Fitnesstracker in einer Versuchsgruppe bestehend aus Menschen mit einer Herzerkrankung zwischen 28 und 74 Jahren durchaus zu mehr Motivation führten. Gleichzeitig stieg aber auch die Sorge um die eigene Gesundheit, da die gewonnenen Daten ohne ärztlichen Rat interpretiert wurden. 

So hätten Patienten die Daten der Uhr eher als ärztlichen Rat behandelt und darin keine Datengrundlage gesehen, die von einem ärztlichen Personal hätte interpretiert werden müssen. Zwar handelt es sich bei den Personen um Menschen mit einer Vorerkrankung, Vitaldaten wie Ruhepuls oder Herzfrequenzbereiche werden bei vielen Fitnesstrackern nicht ausreichend erläutert.

Der Kauf eines Fitnesstrackers ersetzt also nicht den Gang zum Arzt, wenn Ihr Euch als Sportmuffel langsam an einen aktiven Lifestyle gewöhnen wollt. Darüber hinaus ist Euer Körpergefühl natürlich noch immer der beste Indikator für Eure Gesundheit. Schmerzt jeder Schritt, solltet Ihr die Motivationsversuche Eures Fitnesstrackers also ein wenig ignorieren.

Wo kauft Ihr Fitnesstracker am besten?

Zu guter Letzt stelle ich Euch noch ein paar Tipps zum Kauf eines Fitnesstrackers zusammen. Denn wie im Abschnitt über die Größe bereits erwähnt, wird bei den Geräten häufig mit Standard-Größen genannt. Eher selten gibt es Fitnesstracker zudem in verschiedenen Gehäusegrößen, wie es bei Smartwatches üblich ist. Habt Ihr also entweder besonders dicke oder besonders dünne Handgelenke, könnten die Bänder einen schlechten Sitz haben.

Das gewünschte Gerät vor dem Kauf auszuprobieren, ist daher ratsam. Dabei habt Ihr den Vorteil, dass Fitnesstracker nicht nur von Elektronikfachhändlern verkauft werden, sondern es Geräte von Fitbit, Garmin und Co. auch in Sportgeschäften gibt. Das geschulte Personal kann Euch dabei hier auch eine Hilfestellung für Zubehör oder Zusatzprodukte geben. Neben dem geschulten Personal im Laden könnt Ihr auch Euren Arzt um Hilfe bitten. Zwar wird diese Euch nicht unbedingt eine technische Beratung liefern, allerdings könnt Ihr Ihn darauf ansprechen, die Vitaldaten zu interpretieren.

Eventuell kann Euer Arzt Euch dabei eigene Erfahrungswerte mitteilen und verraten, mit den Protokollen welcher Hersteller er schon einmal gearbeitet hat.

Abschließend hoffen wir, dass Ihr nach diesem Artikel entweder bereits einen Fitnesstracker gefunden habt oder zumindest wisst, wie Ihr das für Euch richtige Modell finden könnt. Was sind Eure Anforderungen an einen Fitnesstracker und welche Geheimtipps sollten wir beim nächsten Update mit in diese Liste aufnehmen?

Dieser Artikel wurde am 26. August 2021 zu großen Teilen neu geschrieben und veröffentlicht. Bisherige Kommentare wurden übernommen.

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44 Kommentare

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  • Thomas Grube vor 6 Monaten Link zum Kommentar

    Hi ich habe seit Freitag das Xiaomi Mi Band 5 was es für knappe 20€ bei Aldi Nord gab bin sehr zufrieden. Wer bisschen Fitter werden will und noch Wetter Nachrichten verpasste Anrufe und vieles mehr haben möchte dazu ein sehr gutes Display bis 5 m Wasserdicht ist ist Bestens Bedient. Die App Mi Fit ist sehr gut


    • Babb vor 3 Wochen Link zum Kommentar

      Die MiFit App ist sehr gut?

      Schlaftracking ab 6 Uhr morgens probiert? Wird nicht aufgezeichnet ... schlecht für Schichtarbeiter oder Leuten mit Schlafstörungen (meinereiner).

      Uhr neu Koppeln, weil z. B. ein Update fehl schlug bzw. die Smartwatch entkoppelt wurde?
      MiFit lässt z. B. nur eine Smartwatch-Kopplung zu.
      Neu koppeln wegen etwaig aufgetretener Fehler oder (kostenpflichtiger) Apps wie "Notify & Fitnes for Amazfit" (Android) ist zwar möglich; jedoch sind (meist) all deine synchronisierten Daten weg!
      Gut, wenn man fortlaufend (in Zusammenarbeit mit dem Arzt) seine Schlafgewohnheiten festhalten und vergleichen will ... vor allem rückwirkend.

      Neutral: fehlerhafte Übersetzung ins Deutsche; immer noch besser als gar keine. "Sehr gut" ist für mich relativ. 🙃

      Leider gibt es für IOS kein sehr gutes Gegenstück zu "Notify & Fitnes for Amazfit".


  • Werner Lüttecken vor 9 Monaten Link zum Kommentar

    Die Amazfit BIP hat sehr wohl ein Farbdisplay... Nur mal so am Rande.. :)


    • Benjamin Lucks
      • Admin
      • Staff
      vor 9 Monaten Link zum Kommentar

      Ups, hab ich angepasst!
      Danke für den Hinweis =)


  • Thomas H. vor 9 Monaten Link zum Kommentar

    Also als zumindest ehemals begeisterter Läufer, kann ich nur vom Pulstracking dieser gesamten Bänder abraten. Der Brustgurt ist nach wie vor die zuverlässigere Wahl.
    Wenn ich jetzt allerdings bei korrekter Arretierung mein Mi Band 4 im Studio trage ( also weder als Hula Hoop ums Handgelenk , noch auf Spannung geschnürt ) ist die Messung recht genau. Wo das Laufband oder die Treppenmaschine 137 bmp anzeigt, zeichnet mein Band 130 bis 132 Schläge auf.
    Bei Schritten erkennt es bei mir 93-95 von 100. Es gibt allerdings hier und da Situationen wo es zu Fehlmessungen kommt.

    Man kann jetzt sicher über die Wertung des Mi Band 5 streiten, aber eines ist Fakt : Diese ganzen Bänder sind "Motivations-Gadgets" , ich besitze von Mi auch noch die Waage und bin mit der Kombi schwer zufrieden. An Tagen wo ich mal nen Durchhänger habe, motiviert mich ein Blick auf die Schritte nochmal ne Runde um den Block zu drehen und wenn ich mich Morgens mal komplett gerädert fühle, liefert ein Blick auf die Schlafdaten oft eine neue Erkenntnis.

    Eines sind die Dinger aber alle nicht : Sportwissenschaftliche Geräte.

    Ich glaube die Erwartungen sind allgemein etwas hoch an diese Gadgets. Für mich waren die immer Armbanduhrenersatz mit Zusatzfeatures.
    Beim Laufen war für mich aber immer Runtastic in Verbindung mit Brustgurt die bessere Wahl. Wer also immer im Auge haben möchte ob er gerade in den aneroben Bereich kommt und das per Headset kommuniziert haben will, der ist mit sowas besser dran. Natürlich kostet ein ordentlicher Gurt und die Vollversion mehr als ein Mi Band.


  • Tim vor 9 Monaten Link zum Kommentar

    Finde es irgendwie komisch in so einem Artikel etwas wie das Mi Band 5 als "bester Fitness Tracker" hinzustellen, obwohl ihr ihn doch gar nicht getestet habt...
    Die Xiaomi-Tracker mögen günstig und dem Preis entsprechend gut sein, aber gerade der Pulsmesser bei aktivem Training war zumindest bis einschließlich Version 4 totaler Müll (beim 5er weiß ich es zugegeben nicht) und ziemlich inakkurat. Das sollte bei einem "besten Fitness-Tracker" nicht sein.

    Fände es persönlich schöner, wenn in solchen Artikeln auch nur Produkte vorkommen, die ihr auch selbst getestet habt, denn sonst liest sich das Ganze eher wie Werbung und sonst nichts.


  • Gabriel G. 06.11.2019 Link zum Kommentar

    Geil, dass AP schon wieder einen 2 Jahre alten Artikel erneut publiziert. Lächerlich.


    • Anton K. 06.11.2019 Link zum Kommentar

      Geil, das es das Honor Band 5 noch keine zwei Jahre gibt😜.
      Allen recht getan, ist eine Kunst, die niemand kann!


  •   77
    Gelöschter Account 04.11.2019 Link zum Kommentar

    Mi Band 4 👍


  • Marco Ketterer 06.10.2017 Link zum Kommentar

    Ich habe mir den Vivosmart HR+ geholt
    Damals wusste ich aber noch nicht, dass es für bestimmte Sportarten spezielle Tracker gibt. Hätte mir gerne einen mit Sauerstoffmessung geholt.Danke für den aufschlussreichen bericht.


  •   18
    Gelöschter Account 21.01.2017 Link zum Kommentar

    Ich habe sowohl eine AWS2@42mm von Nike, als auch ein MiBand2 (davor gekauft). Mit beiden sehr zufrieden, jedoch ist, klar, die Apple Watch genauer. Aber gut, man vergleicht hier auch 430€ mit 30€


  • Yolande Kimmel 21.01.2017 Link zum Kommentar

    Ich benutze seit August das Mi Band 2 von Xiaomi. Eher was für Leute die nur einen guten Überbick über ihren Bewegungsstand wollen und was zur Motivation. Also für Einsteiger. Für +- 35€ ein Topgerät. Low Energie Bluetooth, zählt Schritte auch ohne dauernde Verbindung. Zeigt Uhr, Schritte, km, kal,Puls und Akkustand. Vibriert bei eingehender Nachricht oder Anruf .Wecker und Erinnerungen lassen sich einstellen, via App. Inaktivitätswarnung und Schlafüberwachung. Gute Optik, kein Klotz am Handgelenk, also auch für Frauen gut tragbar. Hübsche Austausch Armbänder und der Knaller, bei mir hält der Akku 30 TAGE !!! Was will mann mehr ?


  • Frauke N. 20.01.2017 Link zum Kommentar

    Für mich ist der Polar 600M perfekt,
    Android wear, GPS, HF-Messung, Sportprofile und vor allen Dingen -> wirklich wasserdicht!


  • Ron Henn 20.01.2017 Link zum Kommentar

    Ich besitze seit kurzem die Charge 2 von Fitbit. Einfach nur zum überwachen und motivieren. Sehr genaue und permanente Pulsmessung, gute App. Auch als Uhr verwendbar. Gibt Benachrichtigungen über Anrufe und Nachrichten, auch WA, aus. Leider nicht wasserdicht, nur geschützt! Etwas teuer, aber sehr gute Qualität.


  • Step3006 20.01.2017 Link zum Kommentar

    Ich bin von einer Garmin Vivosmart HR auf eine Samsung Gear Fit 2 gewechselt.
    Da ich rein sportlich nur laufen gehe ist sie mit dem integrierten GPS für mich ideal...


  • b.setzer 19.01.2017 Link zum Kommentar

    ist doch völlig Bockwurst ob jemand sone Wanze mit sich rumschleppt oder nicht.
    das merkst du spätestens bei Kilometer 10.^^


  • Torben 19.01.2017 Link zum Kommentar

    Solange es keine Open-Source Lösung gibt, kommt es leider für mich nicht in Frage. Schade, denn gerade für den Sport wäre es eine echte Bereicherung.


    • Izzy
      • Blogger
      29.04.2017 Link zum Kommentar

      Gibt es schon, sind nur hier nicht berücksichtigt worden. Schau einfach einmal in meine entsprechende App-Übersicht (die Du unter https://android.izzysoft.de/applists/category/named/sport_fitness findest) – und achte dort auf die Icons von F-Droid und IzzyOnDroid (sowie auf "Github" Links). Außerdem solltest Du, sofern Dir Privatsphäre wichtig ist, auf die Kandidaten mit "Monitor-Icons" lieber einen Bogen machen – insbesondere wenn sie davon gleich mehrere haben.

      Wobei es in diesem Artikel ja eher um die Hardware ging. Und da dürften Open-Source Lösungen wohl eher Mangelware sein, sofern sie überhaupt existieren.


  • C. F.
    • Admin
    19.01.2017 Link zum Kommentar

    Auch in diesem Artikel wieder kein Wort über Datensicherheit und Berechtigungsanforderungen der jeweiligen Apps. Warum?


    •   7
      Gelöschter Account 19.01.2017 Link zum Kommentar

      ? Weil es in diesen Artikel primär um die Funktionen der Fitnesstracker geht und NICHT wie die Hersteller unsere Daten behandeln.

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