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Ausgefördert – Keine Neuauflage der KfW-Förderung für E-Autos!

Auto Solarstrom
© annebel146 / AdobeStock

Im vergangenen Jahr startete die Bundesregierung mit dem Förderprogramm "Solarstrom für Elektroautos" eine umstrittene Maßnahme, die bereits nach einem Tag erschöpft war. Im Jahr 2024 sollte eigentlich eine Neuauflage der Förderung stattfinden. Allerdings scheint der Fördertopf erschöpft zu sein und die KfW-Förderung 442 kehrt nicht zurück.

Die KfW-Förderung 442 erhält keine Neuauflage

Die Förderung 442, oder das "Solarstrom für Elektroautos"-Programm, startete im Jahr 2023 einen riesigen Ansturm auf die Website der KfW. Bereits vorab gab es zahlreiche Informationen und mit der Freigabe der Antragsformulare war es innerhalb von 24 Stunden nicht mehr möglich, neue Förderanträge zu stellen. Die Mittel waren zu diesem Zeitpunkt bereits erschöpft.

Daraufhin war die Rede davon, dass das umstrittene Förderprogramm 2024 erneut aufgelegt werden sollte, allerdings kamen selbst nach wochenlangen Nachfragen der Medien keine konkreten Antworten. Wie die Kollegen von PV-Magazine.de jetzt von einer Ministeriumssprecherin erfuhr, wird es hier auch keine neue Förderung mehr geben. Die Fördermittel sind schlichtweg erschöpft.

"Aufgrund der erforderlichen Haushaltskonsolidierung und der erfolgten Schwerpunktsetzung auf prioritäre Investitionen (wie zum Beispiel den Aufbau des Deutschlandnetzes mit bundesweit 9.000 Lademöglichkeiten – regional und an Autobahnen) können nicht alle Förderprogramme des BMDV im geplanten Umfang fortgeführt werden. Das gilt auch für das Förderprogramm 'Solarstrom für Elektroautos" heißt es von der Quelle. Das bedeutet, dass die geplanten Mittel nicht für das Förderprogramm genutzt werden können und somit keine Neuauflage der KfW-Förderung 442 geschieht.

Förderungen werden wie geplant ausbezahlt

Ursprünglich hatte die Bundesregierung 500 Millionen Euro für das Förderprogramm bereitgestellt. Bereits im September des vergangenen Jahres berichteten wir zum Förderprogramm "Solarstrom für Elektroautos". Der Bund plante, Privatpersonen mit bis zu 10.200 Euro zu fördern, wenn ein Gesamtsystem aus PV-Anlage, Speichersystem und Wallbox (zur Bestenliste) vorlag.

Auf Nachfrage der Kollegen von golem.de bestätigte das Bundesverkehrsministerium nun, "dass die erfolgten Förderzusagen in vollem Umfang ausgezahlten werden können". Neufinanzierungen sind allerdings nicht mehr möglich.

Fördergelder wurden umverlagert

"Nicht genutzte Fördermittel müssen zur Bekämpfung der Coronakrise genutzt werden". So heißt es in einem Urteil des Bundesverfassungsgerichtes, das dafür sorgte, dass viele Förderprogramme schlichtweg gestrichen wurden. Neben der KfW-Förderung 442 fiel etwa auch die Umweltprämie für Elektroautos diesem Urteil zum Opfer.

Allerdings blieb zumindest die Förderung des Deutschlandnetzes, durch das bis zu 1.000 neue Schnellladepunkte bis 2026 errichtet werden sollen. Somit sollte zumindest der Andrang zu öffentlichen Ladesäulen auf dem Land verringert werden. Ob die Förderung der KfW in einer anderen Art wiederkommt, ist zwar nicht ausgeschlossen, aufgrund der Aussage des Bundesverkehrsministeriums jedoch recht unwahrscheinlich.

Was haltet Ihr davon? Habt Ihr Euch die KfW-Förderung 442 sichern können oder habt Ihr auf eine Neuauflage gehofft? Lasst es uns in den Kommentaren wissen!

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Zu den Kommentaren (5)
Dustin Porth

Dustin Porth
Experte für Deals und Gaming

Ich habe 2019 mein Studium zum Technikjournalisten begonnen. Neben einigen Artikeln für unsere Studierendenzeitung und für das Uni-Magazin "technikjournal", habe ich ebenfalls IT-Artikel für einen Blog verfasst und kam anschließend zu tvfindr. Dort lernte ich Technik erst so richtig lieben und verfasste auch meine eigenen Testberichte. Ich selbst bin leidenschaftlicher Gamer und interessiere mich für alles, was einen Stecker oder Akku hat.

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5 Kommentare
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  • 24
    Jens vor 1 Monat Link zum Kommentar

    Auch wenn es den e Fans nicht gefallen wird. Es hätte nie eine Förderung durch Steuergelder hätte geben dürfen.
    Nun wo dies entfällt fallen die Preise, die Gewinne in den Zeiten der Förderung haben sich die Hersteller eingesteckt.

    Wie sagt unser Meister immer, mit der Förderung hat man die dummen Scharfe gelockt. Jetzt werden sie gemolken. Die Preise an den Ladern werden steigen ( müssen steigen) da diese nicht gewinnbringend sind.

    E Autos als gebrauchte unbeliebt, beim Käufer aber auch bei uns als Händler. Der Kostenfaktor ist hier klar der Akku.

    Je nach dem wo man lebt, kostet bereits heute die KWh am öffentlichen Lader 50-60cent. Unsere Stadtwerke liegen bereits bei 68 Cent zzgl. Grundpreis.

    Sehe den Vorteil der e Autos nur beim zuhause laden. Und bei wenig Langstrecke


  • Jörg W. 64
    Jörg W. vor 1 Monat Link zum Kommentar

    Kein Wunder das die Verkaufszahlen im Januar bei E Autos eingebrochen sind. Verstehe eh nicht warum die Dinger gefördert wurden . Wenn man sich mal mit dem Thema richtig beschäftigt kommt man zu dem Schluß das die sich für die Umwelt erst nach ca. 60000km lohnen .


  • Olaf 44
    Olaf vor 1 Monat Link zum Kommentar

    Wie jetzt? Nun auch offiziell keine staatliche Förderung mehr für Besserverdienende mit Wohneigentum und Wallbox samt Hang zum 50.000 Euro plus X E-SUV? Da kommt wieder Mehrarbeit auf die Steuerberater zu.


    • Maximilian HE 51
      Maximilian HE vor 1 Monat Link zum Kommentar

      So ein himmelschreiender Quatsch.
      Ein Freund von mir, übrigens eigentlich ein großer Klimaschützer und einem Jahreseinkommen bei ca. 50.000 Euro brutto wollte von Hybrid auf E-Auto umsteigen.
      Diese sind aber ohne Subventionen so teuer, dass sie sich die die sie sich leisten können sollten! nicht mehr leisten können.

      Jetzt ist er auf einen Benziner umgestiegen. (übrigens sowohl altes als auch neues Autoleasing).


      • Olaf 44
        Olaf vor 1 Monat Link zum Kommentar

        Es geht hier aber nicht um die Förderung des Elektroautos an sich, sondern um "Solarstrom für Elektroautos". Die Nummer hier war also ein wenig größer gedacht. Ich zitiere mal aus dem Artikel: "Der Bund plante, Privatpersonen mit bis zu 10.200 Euro zu fördern, wenn ein Gesamtsystem aus PV-Anlage, Speichersystem und Wallbox (zur Bestenliste) vorlag." Ergo: Die Kohle, die bereits nach einem Tag rausgehauen war, floss so ziemlich ausschließlich an Häuslebauer und Co. Womit im Grunde genommen alles gesagt ist. Denn natürlich ist da der städtische oder ländliche Mieter sowie so ziemlich jeder ohne notwendiges Kleingeld raus. Wieso also umgekehrt diejenigen MIT ohnehin vorhandenem Kleingeld "gefördert" werden mussten, bleibt wohl das Geheimnis der Strategen, die das Ding auf den Weg gebracht haben. Zugegriffen wurde natürlich gerne.

        McTweet

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