Wie kam es zur Kooperation mit Joko Winterscheidt?

Das war ganz entspannt. Wir haben einen gemeinsamen Bekannten, der hat meinen ersten Prototyp gesehen und ihm gezeigt. Joko fand’s cool und ist zu einem ungewöhnlich frühen Zeitpunkt dazugekommen. Er hat in die Idee und auch in mich investiert und daran geglaubt. Seit vergangenem Herbst haben wir dann an dem Projekt gearbeitet. Seine Bekanntheit hilft auf jeden Fall, es ist Wahnsinn, was medial gerade passiert. Es ist ein schöner Effekt, dass an dem Markt kräftig gerüttelt wird.

Warum hat der Motor der Sushi Bikes nur 200 Watt statt der erlaubten 250 Watt?

Der Motor ist dadurch sowohl kleiner als auch günstiger. Einer der Hauptgründe ist aber, dass kein anderer Motor, den wir getestet haben, mit dem Single-Speed-Rad so ein harmonisches Fahrgefühl geboten hat. Er fährt sich einfach schöner und verbraucht zudem noch weniger Strom, ist effizienter. Das kommt unserer kleinen Batterie zugute. Für unseren klar definierten Einsatzbereich ist das perfekt.

Was ist denn der Einsatzzweck des Sushi Bikes?

Das Sushi Bike ist ein Rad für Stadt und Umland. Wenn mich Leute fragen, ob sie damit auch lange Touren durch den Schwarzwald machen können, rate ich eher ab. Da sind andere Fahrräder besser geeignet.

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Joko Winterscheidt und Andy Weinzierl sind ein gutes Team. / © Sushi Bikes Bildquelle: Sushi Bikes

Warum verzichtet Ihr auf die Gangschaltung?

Vielleicht ist das eine Erziehungssache. [lacht] Man ist die Schaltung am Fahrrad gewöhnt, ähnlich wie beim Auto, auch wenn der Vergleich ein wenig hinkt. Nach den Testfahrten mit dem Sushi Bike steigen viele Menschen ab und sagen ‚Wow, hätte ich mir nicht vorstellen können mit nur einem Gang, aber fährt sich gut!‘.

Was macht Ihr besser als die billigen Baumarkträder?

Bei Baumarkträdern wird oft an den Komponenten gespart, das wollten wir nicht. Die Sushi Bikes bestehen aus hochwertigen Einzelteilen. Wir machen es lieber puristisch und auch Design-orientiert, damit es auch einen gewissen Reiz hat, so ein Fahrrad zu fahren. Das war der Gedanke dahinter.