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Schäden an Eurem Smartphone kommen nicht immer von außen. / © nextpit Bildquelle: NextPit

Keinen Lockscreen verwenden

Weniger Euer Smartphone als Eure Privatsphäre und Euer Bankkonto können ziemlich darunter leiden, wenn Ihr Euer Smartphone nicht adäquat gegen Fremdzugriff schützt. Dank der Sperre kommen Dritte nicht an Eure Daten und können keine Service-Rufnummern anrufen. Auch Eure Social-Media-Accounts und das E-Mail-Postfach werden damit gesperrt, sodass Eure Identität geschützt bleibt. Leider finden gewiefte Datendiebe immer einen Weg, um an Eure Fotos zu gelangen.

  • 5 Lockscreen-Alternativen: Mach mehr aus Deinem Sperrbildschirm
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Lockscreens sind ein wichtiger Riegel zwischen Euren Daten und unbefugten Dritten. / © Cover Bildquelle: Cover

Keine Software-Updates durchführen

Sowohl für das Android-Kernsystem als auch für einzelne Apps (manchmal letztere in Abhängigkeit von ersterem) kommen regelmäßig Updates heraus. Wer diese nicht bei Verfügbarkeit installiert, riskiert offene Sicherheitslücken und öffnet Tür und Tor für Hacker und Datendiebe. Deshalb sollte die Android-Version auch ein Kaufkriterium bei Tablets und Smartphones sein.

  • Android-Updates: So informiert Ihr Euch bei Eurem Hersteller

Smartphone irgendwo am USB-Anschluss laden

Das Aufladen über den USB-Anschluss Eures PCs dauert nicht nur länger, es ist auch unsicher. Malware kann so vom Computer auf Euer Smartphone übergreifen und erheblichen Schaden anrichten. Vereinzelte Messungen ergaben außerdem, dass Spannungen an Front-USB-Anschlüssen gelegentlich schwanken und dadurch große Schäden in der angeschlossenen Elektronik anrichten können.

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Nur der Original-Lader lädt im richtigen Tempo und damit schonend. / © nextpit Bildquelle: NextPit

Daten nicht sichern

Wieder weniger auf die Hardware und mehr auf Euer digitales Hab und Gut bezogen, raten wir Euch zu regelmäßigen Daten-Backups. App-Daten, Dateien und Verweise gehen bei Factory-Resets verloren, die manchmal notwendig sind, wenn Software-Updates oder Bastel-Projekte misslingen. Natürlich solltet Ihr die Sicherungen auf einem anderen Gerät unterbringen, damit Ihr auch dann auf Nummer Sicher geht, wenn Euer Smartphone einmal komplett über den Jordan gehen sollte.

Daten ungeschützt online sichern

Wenn Ihr Eure Daten, wie oben beschrieben, gesichert habt, ist das nur die halbe Miete. Hinzu kommt, dass die Daten auch sicher gesichert werden müssen. Liegen sie einfach so in einem unverschlüsselten Cloud-Ordner, kann noch immer jeder auf sie zugreifen, der sich Zutritt zu Dropbox, Google Drive oder einem anderen Dienst von Euch verschaffen konnte. Apps wie BoxCryptor klinken sich zwischen Eure Dateitransfers und verschlüsseln sie für zusätzlichen Schutz.

INSTALLIEREN (com.boxcryptor2.android)

Leerer Akku, dauerhaftes Laden und Überhitzen

Falls der Füllstand des Akkus auf zwei Prozent absinkt, ist es ein guter Instinkt, eine Ladesteckdose aufzusuchen. Denn wenn Ihr Euren Akku zu oft tief entladet, kann es Schäden geben und er altert zu schnell. Umgekehrt gilt aber dasselbe: Sobald Euer Akku aufgeladen ist, solltet Ihr den Ladestecker wieder trennen, da auch der höchste Füllstand für den Akku zur Strapaze wird.

Manche Akkus neigen auch zum Anschwellen. Bei diesem Prozess kann es im Innern zu Kurzschlüssen kommen, die teilweise eine Brandgefahr darstellen.

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Fehlerhafte Akkus oder Ladegeräte sind eine wahre Brandgefahr. / © nextpit Bildquelle: Sammy Hub

Lasst den Bildschirm Eures Smartphones ungeschützt

Moderne Smartphones zeichnen sich durch einen besonders schmalen Rahmen um das Display aus. Was zunächst edel anmutet, macht sie sehr anfällig für Stoßschäden. Dagegen helfen Bumper, die wie beim Autoscooter Stöße an der Außenkante abfedern und meistens einen Glasbruch zu verhindern wissen. Wenn Euer Smartphone ein Kunststoff-Display hat, lohnt sich zusätzlich der kauf einer Schutzfolie, die Kratzer abfängt.

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Sturzschäden wie dieser sind für wenig Geld vermeidbar. / © nextpit Bildquelle: NextPit

Benutzt Euer Smartphone an nassen Orten

Ein weiterer, zuverlässiger Weg für Smartphones über den Jordan führt direkt durch ihn hindurch: Gerade zu Zeiten, in denen Sony oder Samsung mit Zertifizierungen IP57, IP58 oder IP68 werben, werden Kunden leichtsinnig und schießen mit ihrem Xperia Z3 Bilder am Strand von Acapulco, bis die erste Welle sie erfasst und alles aus ist. Salzwasser, Seifenwasser oder beschleunigte Stürze auch ins flache Wasser überschreiten schnell die spezifizierten Werte. Und dann schüttelt auch der Kundenservice den Kopf und tauscht Euer Gerät nicht mehr aus.

  • Falsche Werbung? Wie wasserdicht ist das Xperia Z wirklich?
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Spritzwasser ist okay, aber lange Tauchgänge fallen auch mit IP-Zertifizierung aus. / © nextpit Bildquelle: NextPit

Installiert zweifelhafte Apps

Googles Play Store ist eine recht sichere Angelegenheit. Auch wenn Dutzende oder gar hunderte Apps qualitativ haarsträubend sind und die Masse an Werbung einem bei manchen von ihnen den Spaß verdirbt, sind sie doch zumindest durch eine maschinelle Prüfung gegangen und sehr wahrscheinlich virenfrei. Trotzdem kann man Apps unbekannter Herkunft installieren und zusätzlich die Verifizierung abschalten; die Haken sind in den Sicherheitseinstellungen leicht zu finden. Aber aufgepasst: Manche Anwendungen, deren Installations-APKs man irgendwo findet, sind gezinkt und installieren neben den nützlichen auch schädliche Komponenten, die Eure Daten auslesen, Passwörter aufzeichnen und finanziellen Schaden anrichten können. Erschleichen diese sich zusätzlich Root-Rechte, können selbst Antiviren-Apps nicht mehr einschreiten, wenn Ihr sie erst nach Auftreten des Schadens installiert.

  • Ist eine Antivirus-App für Android sinnvoll?
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Achtet beim App-Download auf die Quelle. / © nextpit Bildquelle: NextPit