Realme X3 SuperZoom im Test: High-End unter 500 Euro

Realme X3 SuperZoom im Test: High-End unter 500 Euro

Realme etabliert sich langsam auf dem europäischen Markt, wo vor allem im Jahr 2020 schon viele unterschiedliche Smartphone-Modelle erschienen sind. Das Realme X3 SuperZoom ist ein High-End-Kamera-Smartphone, das mit einem 64-Megapixel-Sensor, einem periskopischen Teleobjektiv und einem 60-fachen Zoomobjektiv ausgestattet ist – und das alles für weniger als 500 Euro. Wir haben uns das Gerät genauer angesehen und verraten Euch, wo Ihr zu dem Preis Abstriche machen müsst.

Bewertung

Pro

  • 120Hz LCD-Bildschirm
  • Interessanter Formfaktor
  • Saubere und intuitive Benutzeroberfläche
  • Snapdragon 855+ Chipsatz weiterhin gut

Contra

  • Äußerst enttäuschende Super-Zoom-Leistung
  • Inkonsistente Fotoperformance

Realme X3 SuperZoom: Preis und Verfügbarkeit

Das Realme X3 SuperZoom ist in verschiedenen Farben erhältlich: Arctic White und Glacier Blue. In Deutschland ist das Smartphone in nur einer Variante erhältlich: 256 GB interner Speicher und 12 GB Arbeitsspeicher. 

Das Realme X3 SuperZoom wurde im High-End-Kamera-Smartphone-Markt angesiedelt, ohne dass es die 500-Euro-Marke durchbricht. Im Ernst, welche anderen Alternativen gibt es auf dem Markt für ein Kamera-Smartphone, das unter 500 Euro kostet? Zu diesem Preispunkt scheint der Realme X3 SuperZoom in einer ganz eigenen Liga zu spielen.

 

Ein Design der Spitzenklasse mit schöner Farbe

Die Designsprache von Realme hat sich im Laufe der zahlreichen Smartphones, mit denen der chinesische Hersteller in diesem Jahr den Markt überschwemmt hat, nur wenig weiterentwickelt. Tatsächlich ist die matte Glasrückseite, begleitet von einer perlweißen Farbe, in meinen Augen recht ansprechend.

Realme-Smartphones können als eher "massiv" oder zumindest als dick angesehen werden. In diesem Testbericht bin ich von einem Samsung Galaxy S20 Plus, das ich im Vergleich dazu sehr dünn fand, zum Realme X3 SuperZoom übergegangen, das mir viel voluminöser erschien. Glücklicherweise hat das Handy weiterhin einen sehr guten Griff, insbesondere die Einschalttaste, die gleichzeitig als Fingerabdruckscanner dient, ist auf der rechten Seite beibehalten worden.

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Die weiße Farbe des Realme X3 SuperZoom ist sehr elegant. / © NextPit

Auf der anderen Seite bietet dieser Knopf nicht die Bauqualität, die ich erwartet hatte. Ich hatte oftmals das Gefühl, dass der Taster nicht wirklich fest sitzt, sondern rausfallen könnte. Ich würde diesen Fehler auf einen Herstellungsfehler in meinem Sample zurückführen oder vielleicht auf einen früheren Tester, der das Gerät vorher hatte.

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Selbst ohne eine 3,5-mm-Buchse bleibt das Realme X3 SuperZoom ziemlich dick. / © NextPit

Das Smartphone hat Kurven an den richtigen Stellen, wobei das Verhältnis von Größe zu Bildschirm laut Realme bei respektablen 90,6 Prozent liegt. Ich hatte keine Probleme es mit einer Hand zu bedienen; Power- und Lautstärketasten sind sehr gut erreichbar. Die Kamerainsel auf der Rückseite ist für meinen Geschmack aber etwas zu hoch angehoben.

Insgesamt empfand ich das Design des Realme X3 SuperZoom als sauber und doch ziemlich schlicht, so dass es ziemlich schwierig ist, es von den anderen Modellen des Herstellers zu unterscheiden.

Ein schönes 120 Hz IPS-LCD-Display

Das Display des Realme X3 SuperZoom besteht aus einem flachen IPS-LCD-Panel in Full HD+-Auflösung mit einem 20:9-Format und einer Auflösung von 1.080 x 2.400 und 399 ppi (Pixel pro Zoll). Wie oben erläutert, ist die Screen-to-Body-Ratio von 90,6 Prozent gut, aber das Smartphone behält einen recht auffälligen unteren und oberen Rahmen bei.

Ich bin wirklich kein Fan des pillenförmigen Loches für die Selfie-Kamera, aber immerhin ist die Aussparung oben links auf dem Bildschirm ausgerichtet, was weniger ablenkt. 

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Der IPS-LCD-Bildschirm des Realme X3 SuperZoom hat eine Bildwiederholfrequenz von 120Hz. / © NextPit

Der Bildschirm bleibt bei direkter Sonneneinstrahlung trotz eines höheren Reflexionsgrades als bei einem OLED-Display gut sichtbar. Die von Realme behauptete maximale Leuchtkraft von 480 nits ist zwar nach wie vor recht gering, zumal unsere Kollegen von GSMArena 437 nits gemessen haben. Aber insgesamt ist die Lesbarkeit immer noch recht gut. Die Farben bleiben lebhaft und scheinen den größten Teil des DCI-P3-Spektrums abzudecken (das sind Farben, die mit dem bloßen menschlichen Auge sichtbar sind).

Am interessantesten ist die Bildwiederholrate von 120 Hz, die bei einem Smartphone dieser Preisklasse immer noch recht selten ist. Die Navigation läuft sehr flüssig, und ich habe keinen Unterschied zwischen diesem Display und dem meines Samsung Galaxy S20 Plus bemerkt, wenn beide auf 120Hz Bildwiederholrate eingestellt sind.

Die Anzeige wechselt je nach Bedarf zwischen 60 und 120 Hz. Wenn Ihr den Akku also nicht schneller als gewöhnlich entladen wollt, könnt Ihr ihn jederzeit unter den Entwickleroptionen auf 60 Hz umstellen. 

AndroidPIT Realme X3 front camera
Das pillenförmige Stanzloch des Realme X3 SuperZoom beherbergt die beiden vorderen Fotosensoren. / © NextPit

Als begeisterter Smartphone-Gamer empfand ich das Display des Realme X3 SuperZoom als extrem scharf und vor allem sehr flüssig, auch wenn es ihm etwas an Helligkeit fehlt.

Abgesehen von dem was ein OLED-Display bieten kann, ist der Bildschirm des Realme X3 SuperZoom nach wie vor äußerst kompetent, und ich glaube nicht, dass man auf dem Android-Markt momentan ein besseres LCD-Panel findet.

Realme UI: Man liebt oder hasst es

Die Realme UI, die auf Android 10 basiert, ist nicht die attraktivste auf dem Markt. Mit ihren runden Anwendungssymbolen ähnelt die Oberfläche beinahe Googles Pixel Launcher. Apropos Google, es gibt eine Menge vorinstallierter Apps aus Mountain View.

Glücklicherweise konnte ich keine Werbung in der Oberfläche finden, obwohl der Hersteller im Dezember letzten Jahres angekündigt hatte, dass Werbung in das Overlay eingebettet werden soll, wie es bei Xiaomis MIUI der Fall ist.

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Die Benutzeroberfläche von Realme UI ist sehr sauber. / © NextPit

Realme UI ist sehr clean, aber der pillenförmige Helligkeitsregler gefällt mir nicht wirklich. Auf der anderen Seite hat das Einstellungsmenü den Vorzug, eines der saubersten unter allen Android-Overlays zu sein. Eine Beschreibung des Inhalts für jede Option mag zwar nützlich sein, aber ich habe die Wahl, im Gegensatz zu Samsungs OneUI, durch Gesten direkt zu den wesentlichen Einstellungen zu gelangen.

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Trotz seines Aussehens funktioniert Realme-UI einfach. / © NextPit

Die Realme-Benutzeroberfläche ist großartig, denn sie funktioniert einfach sehr intuitiv. Ihr habt einen Dunkelmodus, könnt Apps klonen, einen Spielmodus zur Optimierung der Leistung mit Game Space nutzen und Benachrichtigungen gezielt verwalten.

Kurz gesagt, die Realme-Benutzeroberfläche wird nicht jeden zufrieden stellen können, aber sie ist eine reine und saubere Oberfläche, die im Einklang mit der Philosophie des Herstellers direkt auf den Punkt kommt.

Der Snapdragon 855+ hält sich immer noch gut

Das Fehlen eines High-End-Chipsatzes wie des Snapdragon 865-Prozessors im Jahr 2020 wird sicherlich für einige ein No-Go sein. Es besteht aber derzeit an vielen Stellen absolut kein Bedarf an 5G-Modems, die in Qualcomms neuestem Chipsatz eingebaut sind.

Es besteht auch keine Notwendigkeit, 8K-Video ausgerechnet auf einen IPS-LCD-Bildschirm zu streamen. Auch wenn der Snapdragon 855+ also nicht mehr der neueste Prozessor auf dem Markt ist, so bleibt er doch ab Ende 2019 als High-End-Chipsatz erhalten, so dass wir das Thema veraltete Hardware nicht ganz berücksichtigen können.

Es ist derselbe Chipsatz, mit dem mein treues OnePlus 7T betrieben wird, das ich mehrere Monate lang verwendet hatte, bevor ich zum Samsung Galaxy S20 Plus wechselte. Wenn es um Spiele geht werden meine Erwartungen erfüllt. Allerdings wird das Realme X3 SuperZoom zweifellos immer noch unter den Leistungsbenchmarks des Realme X50 Pro liegen, das mit dem Snapdragon 865-Chipsatz ausgestattet ist und 100 Euro mehr kostet.

Beim Zocken von Call of Duty: Mobile auf der Stufe "Hoch" gab es keine Probleme in Bezug auf die Flüssigkeit, und ich habe auch keine Verlangsamung oder Frameratenverluste festgestellt. Das Problem der Überhitzung wird dank Flüssigkeitskühlsystem gut bewältigt.

Realme X3 SuperZoom: Benchmark-Vergleich

Benchmark Realme X3 SuperZoom (SD 855+) Realme X50 Pro (SD 865) OnePlus 7T (SD 855+)
3D-Mark Slingshot Extreme ES 3.1 5409

7133

6020

3D-Mark Slingshot Vulkan 4850

6613

5245

3D-Mark Slingshot ES 3.0 6552

8864

6649
Geekbench 5 (Einzel/Multi) 789/2566

887/3313

786/2825

PassMark-Speicher

26798

27118

32960

PassMark-Disk

86456

50083

50068

Auch das grafisch sehr anspruchsvolle Spiel Sky: Children of the Light lief auf dem Realme X3 SuperZoom perfekt, dank 12 GB RAM, die dem Snapdragon 855+ und seiner Adreno 640 GPU Gesellschaft leistet. In Kombination mit dem 120Hz-Bildschirm war die Game-Erfahrung absolut überzeugend.

Ich sollte jedoch anmerken, dass andere Smartphones mit leistungsstärkeren Prozessoren eine bessere Leistung bei gleichem oder etwas teurerem Preis bieten.

SuperZoom ist super enttäuschend

Was die Fotografie betrifft, so verfügt das Realme X3 SuperZoom über ein vierfaches Fotomodul, das sich auf der Rückseite befindet, wobei der Höhepunkt ... Trommelwirbel ... die Zoomfunktion ist. 

Mein Kollege Stefan, der deutlich Kamera-affiner ist als ich, widmete dem Realme X3 SuperZoom eine vollständige Kamerarezension, die ich hier teilweise zusammenfassen werde. Diese Komponenten kommen bei der SuperZoom-Kamera zum Einsatz:

  • Samsung GW1 Weitwinkel-Hauptsensor 64MP, f/1,8, 26 mm
  • Periskopisches Teleobjektiv 8 MP, f/3,4, 124 mm, 5-facher optischer Zoom
  • Ultra-Weitwinkel-Sensor 8MP, f/2,3, FOV 119˚, 16mm
  • Makro-Objektiv 2MP, f/2,4

Der Hauptsensor

Das Hauptobjektiv des Realme X3 SuperZoom ist der Samsung GW1-Mittelklassesensor, der als "großer" Sensor von 1/1,72 Zoll gilt und bis zu 64 Megapixel bietet. Es handelt sich dabei um den "Sternsensor" und nicht um das Teleobjektiv, wie der Name "SuperZoom" vermuten lässt.

Tagsüber könnt Ihr mit dem Hauptsensor schöne Fotos aufnehmen, vorausgesetzt, Ihr befindet Euch in guten Lichtverhältnissen. Die Farbverbesserung ist sehr auffällig, aber es mir nichts aus, künstlich veränderte Aufnahmen zu machen, solange die Farbsättigung angemessen bleibt.

Wenn es jedoch um Details geht, sind die Ergebnisse etwas ernüchternd. Während die meisten der 16-Megapixel-Weitwinkel- und Tagesaufnahmen mehr als gut aussehen, gibt es einen gewissen Detailverlust, der sich auf die Bildränder konzentriert.

AndroidPIT realme x3 superzoom image quality details
Bei 16MP hat der Hauptsensor des Realme X3 SuperZoom Schwierigkeiten, einen sehr guten Detailgrad am Bildrand wiederzugeben. / © NextPit

Durch Umschalten auf den 64-Megapixel-Aufnahmemodus gibt das Realme X3 SuperZoom mehr Details wieder, was Bildern eine zusätzliche Schärfe verleiht, wie in der Aufnahme unten gezeigt. Allerdings dauert es länger, bis der Sensor auslöst, und Ihr werdet feststellen, dass sich der Speicherplatz schneller als normal füllt.

AndroidPIT realme x3 superzoom image quality 64 vs 16 mp
Der 64 MP-Modus erhöht den Detailreichtum und verfeinert Fotos. / © NextPit

Nachts fabriziert das Realme X3 SuperZoom durchwachsene Bildergebnisse. Trotz der Größe seines Hauptsensors ist die Software-Verarbeitung nicht in der Lage, Fehler zu korrigieren, die bei schlechten Lichtverhältnissen auftreten. Das digitale Rauschen ist viel zu präsent, und selbst der Nachtmodus kann die Aufnahme nicht vollständig korrigieren.

Der Starry-night-Modus (Astrofotografie) nimmt eine Serie von Fotos mit langer Belichtungszeit auf und kombiniert sie danach zu einer einzigen Aufnahme. Bei diesem Modus gab es ein paar Probleme bei der Kompensation der Erdrotation, wie einige Sterne zeigen, die als Sternschnuppen endeten, obwohl sie es nicht sein sollten.

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Das helle Mondlicht ist für den Sternenmodus eher ungeeignet. / © NextPit

Dieser Hauptsensor funktioniert daher in den meisten Fällen korrekt: Die Ergebnisse sind manchmal sehr gut, auch wenn es Inkonsistenzen in den Ergebnissen gibt.

Der Ultra-Weitwinkel-Sensor

Wie es bei Smartphones immer der Fall ist, fängt der Ultra-Weitwinkel-Sensor deutlich weniger Licht ein als der Hauptsensor. Das Sichtfeld ist gut, aber auf dem Bild unten können wir sofort einen starken Moiré-Effekt bemerken (die schwarzen Streifen).

Insgesamt bleiben Farbmetrik und Weißabgleich mit den Aufnahmen des Hauptsensors konsistent.

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Die Ultraweitwinkelaufnahme zeigt einen starken Moiré-Effekt. / © NextPit

Aber wir leiden unter viel zu großen Detailverlusten, wenn wir vom Weitwinkel zum Ultraweitwinkel wechseln. Wie Ihr unten sehen könnt, hat das Gras in der Ultraweitwinkel-Aufnahme weit weniger Schärfe, während der Dynamikbereich am Ende sehr viel schmaler wird.

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Der Realme X3 SuperZoom in Weitwinkel (oben) und Ultra-Weitwinkel. / © NextPit

5-fach-Teleobjektive und 60-fach-Zoomobjektiv

Wie bei allen Smartphones, die eine übermäßig hohe Zoom-Vergrößerung bieten, ist diese Funktion nichts weiter als eine Spielerei. Aus einem ganz einfachen Grund: Es ist nicht das periskopische Teleobjektiv, das ins Spiel kommt, wenn ein 60-facher Zoom angepriesen wird. Das Tele-Objektiv kann nur 5-fach optisch zoomen. Solange man sich innerhalb dieser Vergrößerungsgrenzen bewegt, macht das Realme X3 SuperZoom einen wirklich guten Job. Der Detailverlust ist minimal und sowohl die Farbmetrik als auch der Dynamikbereich bleiben mehr oder weniger gleichmäßig. Mit anderen Worten, es leistet in dieser Hinsicht bewundernswerte Arbeit.

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Das Realme und sein 1x-Zoom, 3x-Zoom, 5x-Zoom und 10x-Zoom. / © NextPit

Sobald jedoch eine 10-fache Vergrößerung erreicht ist, wird auf den hybriden Digitalzoom umgeschaltet. An dieser Stelle beginnt sich die Bildqualität drastisch zu verschlechtern. Der Weißabgleich zieht zu den Gelbtönen hin, und man kann Verzerrungen und Unschärfen an der Stelle sehen, an der das Kreuz oben endet.

Beim Digitalzoom wird ein Foto, das mit dem Teleobjektiv bei höchster optischer Vergrößerung aufgenommen wurde, einfach beschnitten und anschließend digital vergrößert (daher der Name hybrides optisch/digitales Zoomen).

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Der 60-fache Zoom des Realme X3 SuperZoom ist super enttäuschend. / © NextPit

So haben wir am Ende einen Haufen von Pixeln. Manchmal ist mehr weniger. Alles in allem ist das Kameramodul des Realme X3 SuperZoom eines Preispunktes von 500 Euro für ein Kamera-Smartphone würdig, das in puncto Vielseitigkeit einiges zu bieten hat.

Realme X3 SuperZoom: Akku

Was die Akkulaufzeit betrifft, so verfügt das Realme X3 SuperZoom über einen 4.200 mAh-Akku, der zwar nicht wahnsinnig langlebig ist, aber in diese Preisklasse passt.  Der Akku supportet Fast Charge 4.0 und 30 Watt mit dem mitgelieferten USB-C-Kabel und Adapter.

Mit dem Ladegerät konnte ich in knapp einer Stunde eine volle Ladung erreichen, was beeindruckend ist. Damit wurde das Versprechen des Herstellers, eine volle Akkuladung innerhalb von 55 Minuten zu erreichen, erfüllt.

Nach unseren Akkulaufzeit-Tests im Rahmen des PC Mark-Benchmarks hielt das Realme X3 SuperZoom bis zu 16 Stunden bei 60 Hz Bildiwederholfrequenz und knapp 14 Stunden bei 120 Hz. In meinen Augen ist das eine mehr als respektable Leistung, die sich im täglichen Gebrauch sehen lassen kann.

Realme X3 SuperZoom: Technische Daten

Akkukapazität: 4200 mAh
Display-Größe: 6,6 Zoll
Display-Technologie: LCD
Bildschirm: 2400 x 1080 Pixel (399 ppi)
Kamera vorne: 32 Megapixel
Kamera hinten: 64 Megapixel
Android-Version: 10 - Q
Benutzeroberfläche: Nicht vorhanden
RAM: 12 GB
Interner Speicher: 256 GB
Wechselspeicher: Nicht vorhanden
Chipsatz: Qualcomm Snapdragon 855 Plus
Konnektivität: HSPA, LTE, NFC, Bluetooth 5.0

Abschließendes Urteil

Mit weniger als 500 Euro ist das Realme X3 Pro nicht das beste Kamera-Smartphone auf dem Markt. Das Versprechen, auf das sein Name hinweist, ist schlicht und einfach Marketing-Sprache. Lassen wir uns nicht in die verrückten Zoom-Kriege und Marketing-Floskeln reinziehen, mit denen ein Datenblatt aufgeblasen wird.

Tatsächlich hätte ich lieber einen einfachen Hauptsensor und ein gutes Teleobjektiv als Periskope, 60fach-, 100fach-Zoom und anderen technischen Schnickschnack. Was den Rest des Geräts betrifft, so fühlt sich die Bauqualität wirklich solide an, und das LCD-Display ist dank der flüssigen Performance und 120 Hz-Bildwiederholrate sehr angenehm zu bedienen.

Hier sind die zwei wirklich starken Punkte dieses Smartphones: das saubere Design und der Snapdragon 855+-Prozessor, der weiterhin gut funktioniert, obwohl er das letztjährige Flaggschiff unter den Chipsätzen von Qualcomm war. Tatsächlich hat Realme seine Marketing-Versprechen mehr oder weniger erfolgreich erfüllt und ist auf dem besten Weg, durchweg gut funktionierende Geräte zu liefern.

Bei einem solchen Preisniveau und im Vergleich zu einem Pocophone F2 Pro oder einem Realme X50 Pro, die 100 Euro mehr kosten und mit einem Snapdragon 865-Chipsatz und einem OLED-Display ausgestattet sind, glaube ich jedoch nicht, dass das Realme X3 SuperZoom derzeit die beste Wahl wäre. Sogar das OnePlus 7T bietet, obwohl es auf dem Papier eine schlechtere Kamera hat, mehr oder weniger die gleichen oder sogar bessere Spezifikationen zu einem ähnlichen Preis.

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8 Kommentare

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  •   22
    Gelöschter Account vor 2 Monaten Link zum Kommentar

    Ist schon irgendwie kurios wenn man ein Smartphone mit dem Zusatz "Superzoom" vermarktet und das dann genau in dieser Disziplin komplett versagt.


  • Es kann noch so günstig sein aber wenn das Hauptargument der Marketingabteilung so kläglich versagt ist es immer noch zu teuer.
    Da würde ich eher zum OnePlus Nord greifen obwohl kein High-End Chipsatz verbaut ist aber Amoled Display mit 90hz und 5G.

    paganiniGelöschter Account


  • Da suggeriert der Hersteller mit dem Zusatz im Handy-Typ "Super Zoom" dass der Fokus auf die Kamera gerückt ist und dann liefert der Hersteller dieses Kameraergebnis ab...für mich etwas enttäuschend.

    paganiniGelöschter Account


  •   23
    Gelöschter Account vor 2 Monaten Link zum Kommentar

    Marketingsprache und irgendwelche Versprechungen macht doch jeder Hersteller um sein eigenes Produkt hoch zu loben. Erst mal finde ich dieses Smartphone echt toll. Danke auch für den schönen Bericht


  • Tim vor 2 Monaten Link zum Kommentar

    "[...] und einem 60-fachen Zoomobjektiv ausgestattet ist"
    Nö, ist es nicht ^^
    Und auch die 90,6% Screen-to-Body Ratio stimmen im Leben nicht.

    Und es gibt einen Haufen Alternativen für ein Kamera-Smartphone. Vor allem, wenn die einzigen beiden Kritikpunkte auf die Kamera gerichtet sind...

    paganiniGelöschter Account


    • @Tim
      Schade das sich die Sony QX10/100 nicht durchgesetzt haben. Ich hatte beide und muss sagen die Qualität war echt gut, die App leider nicht. Aber der Ansatz war nicht schlecht


    • Gut aufgepasst, das Screen to Body Ratio soll laut Realme Homepage bei 90,5% liegen.


      • Auch das im Leben nicht mit dem Chin. Die 84.81% bei Phonearena klingen schon eher realistisch.
        hxxps://www.phonearena.com/phones/realme-X3-SuperZoom_id11436

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