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Sony Xperia 10 IV im Test: Kompakter Dauerläufer mit Schwächen

NextPit Sony Xperia 10 IV Review
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Mit glatt 6 Zoll ist das Sony Xperia 10 IV im Jahr 2022 eher ein kompakter Vertreter der Smartphone-Zunft. Was das Handy auf dem Kasten hat und wie es sich in der Mittelklasse schlägt, erfahrt Ihr hier im ausführlichen Test.

Bewertung

Pro

  • Schöne Haptik
  • Tolles Display
  • Nahezu pures, aufgeräumtes Android
  • Großer Akku mit langer Akkulaufzeit
  • 3,5-mm-Audioanschluss und microSD-Slot

Contra

  • Mäßige Kamera
  • Zu wenig Leistung für diese Preisklasse
  • Weder Quick Charging noch Wireless Charging
  • Kein Charger in der Box

Kurzfazit

Als das SonyXperia 10 IV an der Seite des Xperia 1 IV in der ersten Jahreshälfte vorgestellt wurde, riefen die Japaner 499 Euro als UVP auf. So viel vorab: Das ist viel zu viel für dieses Gerät! Mittlerweile sind wir unter die 400-Euro-Marke gefallen beim Straßenpreis, was deutlich angemessener erscheint. 

Dabei macht Sony sehr viel richtig bei diesem kompakten Handy mit seinen lediglich sechs Zoll: Es ist sehr leicht trotz riesigem 5.000-mAh-Akku, liegt super in der Hand und fasst sich ähnlich gut an. Es ist IP68-zertifiziert, bietet Platz für 3,5-mm-Audiostecker und microSD-Karte und kommt mit einem sehr schlichten, aufgeräumten Android 12. Gegenüber dem Vorgänger spendiert Sony der Hauptkamera jetzt optische Bildstabilisierung, und auch das Gorilla-Glass-Victus-geschützte OLED-Panel weiß zu gefallen.

Aber leider schießt sich Sony auch so manchen Bock: Die Kamera-Performance finde ich ein wenig enttäuschend, in der Preisklasse hätte ich mehr erwartet als einen Snapdragon 695, es gibt nur einen Single-Speaker, Wireless- oder Quick-Charging hingegen gar nicht. Unterm Strich gefällt mir eigentlich trotzdem, dass Sony einen anderen Weg einschlägt als viele der Mitbewerber aus China. 

Wer das ähnlich sieht und ein kompaktes Smartphone sucht, das lange durchhält, kann entweder aktuell für Preise zwischen 340 und 399 Euro zuschlagen – oder wartet vielleicht noch wenige Tage und hofft auf einen Schnäppchenpreis am Black Friday 2022

Design und Verarbeitung

Das Sony Xperia 10 IV ist ein erfreulich schlankes, kompaktes und wasserdichtes Smartphone mit einem Gewicht von lediglich 161 Gramm und den Maßen 153 × 67 × 8,3 mm.  Trotz Plastik-Rückseite und -Rahmen macht es in der Hand einen angenehmen, wertigen Eindruck.

Gefällt:

  • schlank, kompakt, leicht
  • Sehr schöne Haptik
  • Gut verarbeitet
  • IP68
  • 3,5-mm-Audioanschluss

Gefällt nicht: 

  • Nur ein Lautsprecher
  • Plastikrahmen

Direkt nach dem Auspacken fiel mir auf, wie gut sich das Sony Xperia 10 IV in der Hand anfühlt. Das hängt zum einen damit zusammen, dass es sehr schmal ist (lediglich 6,7 Zentimeter) und somit super zu halten ist. Außerdem mag ich aber auch das matte Finish, das Sony dem Teil verpasst hat. Ja, es ist nur Plastik, hat aber eine wirklich schöne Beschaffenheit und fühlt sich trotzdem sehr wertig an. 

Durch die Materialwahl ist das Handy auch angenehm leicht, vermutlich aber auch weniger robust. Zumindest für den Rahmen hätte ich mir Metall gewünscht. Vorne immerhin setzt Sony auf Gorilla Glass Victus. Wasserdicht ist der Spaß auch, wovon die IP68-Zertifizierung zeugt. Toll auch, dass Sony weiterhin auf einen Audioanschluss für eine 3,5-mm-Klinke setzt. Ebenso könnt Ihr im SIM-Karten-Slot auch eine Speicherkarte versenken. 

Sony Xperia 10 IV von hinten auf einem Schreibtisch
Was sagt Ihr zu dieser Farbe? Auf eine schräge Art mag ich sie, ehrlich gesagt. / © NextPit

Die Japaner gehen gleich mehrere Dinge etwas anders an als die Konkurrenz – was durchaus ein Pluspunkt ist, da man auf diese Weise aus dem China-Einheitsbrei hervorsticht. So lässt sich die SIM- bzw. microSD-Karte beispielsweise ohne Extra-Tool einsetzen – die Schublade lässt sich einfach so öffnen!

Dein Fingerabdrucksensor gibt es übrigens an der Seite statt ins Display integriert. Irgendwo habe ich gelesen, dass er nur überschaubar gut reagiert. Selbst konnte ich da keine Schwächen feststellen. Er könnte einen Tacken schneller sein, hat aber sehr zuverlässig entsperrt. 

Xperia 10 IV von oben mit Blick auf den Audioanschluss
Wer seine 3,5-mm-Klinke einstöpseln will, wird an der Oberseite fündig. / © NextPit

Da es auch an der Verarbeitung nichts zu mäkeln gibt, bleibt beim Design eigentlich nur ein Punkt, den ich kritisieren möchte: Ich hätte so gerne zwei Lautsprecher gehabt. Davon ab ist das Sony Xperia 10 IV für mein Empfinden in seiner Schlichtheit ein echter Hingucker. Vielleicht liegt das aber auch an der Farbe meines Testgeräts: Mir wurde von Sony das Modell in der Farbe Mintgrün kredenzt – alternativ könnt Ihr Euch für Schwarz, Weiß oder Lavendel entscheiden.

Display

Das 6 Zoll große OLED-Display kommt im 21:9-Format und bietet eine FHD+-Auflösung von 2.520 x 1.080 Pixeln. Somit macht Sony hier so ziemlich alles richtig – wenn da nicht die Bildwiederholrate wäre ...

Gefällt:

  • Schönes OLED-Display mit hohem Kontrast und knackigen Farben
  • Hohe Pixeldichte

Gefällt nicht: 

  • Nur 60 Hz Bildwiederholrate
  • Etwas zu dicke Ränder

Beim Display hätte sich Sony glatt eine 1 mit Sternchen verdienen können. Das OLED-Panel überzeugt durch kräftige Farben und hohen Kontrast. Selbst bei der Helligkeit hat Sony nachgebessert, sodass das Gerät auch in der Sonne noch recht ordentlich ablesbar ist. Die Farben kippen auch nicht, wenn Ihr schräg aufs Gerät schaut, und durch die geringe Größe des Displays ergibt sich eine hohe Pixeldichte von 457 ppi.

Blick auf das Display des Xperia 10 IV
Die Ränder oben und unten sind ein bisschen zu fett für meinen Geschmack. / © NextPit

Leider zieht es sich bei dem kompletten Test wie ein roter Faden durch alle Punkte, dass Sony immer viele Dinge richtig, manche leider aber eben auch falsch macht. So ist mir völlig unverständlich, wieso man einem 500-Euro-Handy nicht wenigstens eine Bildwiederholrate von 90 Hertz verpassen kann. 60 Hertz müssen Euch hier also reichen – und ja, das merkt Ihr durchaus, etwa beim Scrollen durch längere Webseiten.

Außerdem habe ich die dicken Ränder unter "gefällt nicht" verbucht, was aber meinem persönlichen Geschmack geschuldet ist. Vielleicht steht ja der ein oder andere auf den Look, der sich aus der etwas breiteren Stirn und dem etwas breiteren Kinn ergibt. Immerhin benötigt Sony auf diese Weise keine hässliche Notch oder ein Punch-Hole für die Selfie-Cam. Die findet bequem im oberen Rand Platz.  

Software: Pur und aufgeräumt

Wer pures Android mag, wird sich mit dem Sony Xperia 10 IV auf Anhieb gut verstehen. Weniger schön ist der überschaubare Software-Support.

Gefällt:

  • Beinahe nacktes Android
  • keine Bloatware

Gefällt nicht: 

  • Lediglich zwei große Android-Updates

Bezüglich der Software werde ich mich angenehm kurz halten. Es gibt schlicht nicht viel zu erzählen über eine Oberfläche, die sich fast wie reines Android 12 anfühlt. Ich mag schlichte, aufgeräumte, übersichtliche Interfaces und bin daher ziemlich happy mit dem, was Sony hier präsentiert. Auch auf Bloatware haben die Japaner weitestgehend verzichtet, es finden sich lediglich ein paar Apps wie Facebook, LinkedIn vorinstalliert auf dem Hobel. 

Weniger lobenswert ist bei Sony leider der Software-Support. Da hinken oft die Sicherheits-Updates mal ein paar Monate hinterher. Aktuell hab ich immerhin ein Update von Anfang Oktober. Drei Jahre lang werde ich sporadisch weiter mit den Sicherheits-Patches versorgt, dann ist Schicht. Auch bei den Android-Versionen ist Sony mit zwei dicken Updates eher Low-Performer – sobald Android 13 auf dem Gerät ankommt, gibt es also nur noch eine weitere Iteration des Betriebssystems.

Performance: Sony im So-La-La-Land

Sony packt in dieses Mittelklasse-Modell einen Snapdragon 675 5G und stellt ihm in der einzigen Ausführung 6 GB RAM und 128 GB erweiterbaren Speicher zur Verfügung.

Gefällt:

  • Speicher per microSD erweiterbar
  • 5G, olé!
  • keine übermäßige Hitzeentwicklung

Gefällt nicht: 

  • Überschaubare Performance des Snapdragon 675
  • Nur Bluetooth 5.1 und Wi-Fi 5

Das Sony Xperia 10 IV ist keine Performance-Rakete. Eher das Pferd, das nur so hoch springt, wie es muss – und den Sprung hin und wieder auch mal verweigert.  Was will der Autor dieser Zeilen damit sagen? Vermutlich, dass das SoC ausreicht, um alle Alltagsaufgaben recht zuverlässig zu absolvieren. Selbst Spielen könnt Ihr mit dem Gerät einigermaßen gescheit, wenn Ihr bereit seid, bei den Einstellungen Kompromisse zu machen. 

Die Frage ist, ob das der Anspruch ist bei einem 500-Euro-Device, dass alles so einigermaßen zu bewältigen ist. Insgesamt hab ich das Gefühl, dass die Performance trotz identischem Chipsatzes beim Motorola Edge 30 Neo etwas anständiger war. Bei den Wild-Life-Benchmark-Tests sind beide Geräte auf Augenhöhe, aber Geekbench 5 bestätigt dann doch meinen Eindruck. 

  Sony Xperia 10 IV Motorola Edge 30 Neo Samsung Galaxy A53 Xiaomi Redmi Note 11 Pro Google Pixel 6a
3D Mark Wild Life 1.217 1.205 2.280 1.096 5.762
3D Mark Wild Life Stress Test Bester Loop: 1.216
Schlechtester Loop: 1.208
Bester Loop: 1.208
Schlechtester Loop: 1.109
Bester Loop: 2.298
Schlechtester Loop: 2.293
Bester Loop: 1.099
Schlechtester Loop: 1.094
Bester Loop: 4.941
Schlechtester Loop: 2.860
Geekbench 5 Single: 663
Multi: 1.826
Single: 1.208
Multi: 4.310
Single: 1.155
Multi: 3.356
Single: 505
Multi: 1.754
Single: 1.038
Multi: 2.890

Auch, wenn die Leistung für die meisten Anwendungen locker passt: Behaltet aber auch im Hinterkopf, dass Ihr ja vielleicht plant, das Gerät auch zwei bis drei Jahre lang zu nutzen. 

Ansonsten gibt es nicht viel Aufregendes zu vermelden. Ihr funkt im 5G-Netz, habt natürlich NFC an Bord, werdet allerdings mit Wi-Fi 5 und Bluetooth 5.1 abgespeist. Da hätte ich mir aktuellere Versionen gewünscht. 

Kamera:

12-MP-Weitwinkelkamera, 8-MP-Ultraweitwinkelkamera und eine 8-MP-Telekamera mit zweifachem optischen Zoom: Das klingt ziemlich exakt nach dem Kamera-Setup des Vorgängers. Neu ist allerdings die optische Bildstabilisierung.

Gefällt:

  • Sehr realistische Farbdarstellung
  • Hauptkamera mit optischer Bildstabilisierung
  • ordentliche 8-MP-Telekamera mit 2x-Zoom

Gefällt nicht: 

  • insgesamt unterdurchschnittliche Performance der Kameras
  • träge Kamera-App

Ich hab das Gefühl, in dieser Preisklasse liest man folgenden Satz immer wieder: "Bei Tageslicht könnt Ihr mit der Hauptkamera richtig gute Ergebnisse erzielen". Ihr könnt diesen Satz wie eine Schablone auf fast jeden Testbericht anwenden bei günstigeren Smartphones. Auch hier beim Xperia 10 IV passt der Satz wieder, obwohl ich angesichts des Preises etwas mehr erwartet hatte. 

Im Grunde präsentiert uns Sony – wie oben geschrieben – ein identisches Kamera-Setup wie im Vorgänger, dem Sony Xperia 10 III. Die Triple-Cam wird also erneut angeführt von einer 12-MP-Kamera mit f1.8-Blende. Die anderen beiden Knipsen – Ultraweitwinkel und Tele – vertrauen weiterhin auf 8 MP. Neu gegenüber dem Vorjahresmodell ist, dass die Bilder der Hauptkamera nun optisch stabilisiert werden. 

Rückseite des Sony Xperia 10 IV
Das Kamera-Array passt zum Rest des Geräts mit seiner Schlichtheit. / © NextPit

Richtig gut haben mir die Farben gefallen, die Ihr mit dem Xperia 10 IV einfangt. Während viele der China-Phones da schwer auf die Tube drücken, gibt sich das Sony-Handy eher zurückhaltend. Soll heißen, dass Ihr hier sehr akkurate Farben geboten bekommt statt übertrieben knallige. Das kann gerade bei sonnigen Bedingungen zu sehr schönen Ergebnissen führen. 

Aber (und Ihr wusstet, dass da ein "aber" kommt, richtig?) ich hab auch das Gefühl, dass das Gerät die Bilder zu oft ein wenig Schwierigkeiten mit der Belichtung hat. Klickt mal durch die Galerie und sagt mir, ob Ihr das ähnlich seht wie ich. Und wenn Ihr schon dabei seid: Achtet auch auf den Detailreichtum, weil ich auch damit nicht besonders happy bin. Gerade, wenn ich bei den Fotos auf die Bäume schaue, erscheinen mir die Bilder nicht sonderlich detailliert und scharf zu sein. Je schlechter das Licht ist, desto verrauschter werden die Fotos natürlich. 

Ihr könnt Euch vorstellen, dass das nicht gerade besser wird, wenn Ihr nachts Fotos schießen wollt. Verabschiedet Euch von dem Gedanken, dass das Xperia 10 IV das richtige Gerät ist, wenn Eure Leidenschaft die Nachfotografie ist. Ehrlich gesagt hatte ich gehofft, dass die Kamera-Experten von Sony auch in der Mittelklasse abliefern. Aber das Kamerasystem ist in Summe sehr durchschnittlich.

Lasst uns kurz noch auf die anderen Qualitäten der Kamera eingehen: Videos profitieren natürlich von der optischen Bildstabilisierung und hier dürft Ihr auch ordentliche Ergebnisse erwarten. Schluss ist aber immer noch bei Full-HD mit bis zu 60 fps. Die Selfie-Kamera bietet 8 MP und tut auch genau, was sie soll und das auf einem Niveau, das absolut klar geht. 

Bleibt noch die App selbst. Mir dünkt, wir stellen hier erneut fest, dass der Prozessor etwas lahm ist. Denn die App startet mir persönlich ein bisschen zu langsam. Auch beim Auslösen hab ich das Gefühl, dass das fertige Bild flotter da sein sollte. Ist allerdings kein wirkliches Drama. 

Akku: Läuft lange, lädt lange

Das Sony Xperia 10 IV verbirgt in seinem kompakten Inneren einen fetten 5.000-mAh-Akku. Mit dem kommt Ihr sehr bequem über den Tag.  Leider gibt es aber weder eine Schnellladefunktion noch Wireless-Charging.

Gefällt:

  • Großer Akku mit langer Laufzeit

Gefällt nicht: 

  • Lädt sehr langsam
  • kein Wireless Charging
  • Weder Charger noch Ladekabel in der Verpackung

Schaue ich oben in meine Pro- und Contra-Liste, sehe ich ein Pro und drei Contras. Klingt eigentlich schlecht, oder? Aber so schlimm ist es gar nicht. Im Gegenteil: Die ausgesprochen gute Akkulaufzeit ist sogar eines der Highlights des Smartphones. Obwohl nur 161 Gramm schwer, bringt Sony im Xperia 10 IV einen fetten 5.000-mAh-Akku unter, mit dem Ihr aber sowas von entspannt über den Tag kommt. 

Ich will mich sogar weiter aus dem Fenster lehnen: Man muss sich schon gewaltig strecken, will man dafür sorgen, dass der Akku nach einem Tag intensiver Nutzung die Grätsche macht. Wer einigermaßen moderat mit seinem Smartphone umgeht, muss erst am zweiten Abend wieder die Augen nach einer Steckdose aufhalten.

In dieser Hinsicht ist also alles top. Einen Haken gibt es aber leider auch, oder besser gesagt gleich mehrere. So vermisse ich eine Schnellladefunktion, und auch induktives Laden ist mit dem Handy leider nicht möglich. Ebenfalls als negativ hab ich vermerkt, dass Sony uns weder Kabel noch Ladegerät in die Box stopft. 

Dieser Punkt ist aber verhandelbar. Da es eh kein Quick-Charging gibt, ist es ja kein Drama, ein bereits vorhandenes Ladegerät eines anderen Herstellers zu nutzen. Und das haben die meisten von uns wohl eh herumfliegen, richtig? Außerdem hat sich Sony auch die Nachhaltigkeit auf die Fahnen geschrieben. Ich will nicht schon wieder die Green-Washing-Diskussion aufmachen, aber Fakt ist halt, dass es für die Umwelt schon mehr Sinn macht, den Charger wegzulassen. 

Technische Daten

  Technische Daten
Produkt
Abbildung
Sony Xperia 10 IV
Display 6-Zoll-OLED, 21:9-Format, 2.520 x 1.080 Pixel (FHD+), 60 Hertz Bildwiederholfrequenz
Maße 153 × 67 × 8,3 mm
Gewicht 161 g
SoC Qualcomm Snapdragon 695 5G
Speicher 6 GB RAM
128 GB ROM, per microSD erweiterbar
Software Android 12
Hauptkamera 12 MP | f1.8 Blende | 1/2,8” | 79° | OIS
Ultraweitwinkel-Kamera 8 MP | f/2.2 Blende | 1/4” | 120°
Tele-Kamera 8 MP | f/2.2 Blende | 1/4,4" | 43° | 2x Zoom
Selfie 8 MP | f/2.0 | 1/4”
Video FullHD bei 30/60 fps
Audio Hi-Res Audio | Single Speaker | 3,5 mm Klinkenanschluss
Akku 5.000 mAh
Aufladen per Kabel Max. 68 W, Wireless Charging (Qi)
IP-Zertifizierung IP68
Sicherheit Fingerabdrucksensor seitlich im Power-Button
Konnektivität 5G, Wi-Fi 5 (802.11 a/b/g/n/ac), Bluetooth 5.1, NFC, USB-C, A-GPS, GLONASS, Galileo
Farben Schwarz, Weiß, Mint, Lavendel
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Fazit

Dieser Test war eine Achterbahnfahrt. Kaum ging es rauf – Hui, schönes AMOLED-Display – ging es auch schon wieder runter – echt nur 60 Hz?

Rauf – tolle Akkulaufzeit – und runter – schade, kein Quick- und Wireless-Charging

Und nochmal auf – feiner, schlanker Formfaktor – und runter – kein zweiter Lautsprecher.

Das könnte ich jetzt ewig so weitermachen: Optische Bildstabilisierung, aber sonst eher mäßige Kamera-Experience. Fast pures Android, aber nur zwei große Updates und so weiter. 

Aber irgendwie hat es mir das Gerät dennoch angetan. Ich bin ehrlich gesagt eher Fan größerer Displays. Dennoch sind das Sony Xperia 10 IV und ich in den letzten Wochen Kumpels geworden. Ich mag den Look und wie sich das Handy anfühlt und ich verzeihe ihm auch die etwas breiteren Displayränder. 

Xperia 10 IV von vorne
So präsentiert sich das Xperia 10 IV in seiner ganzen Pracht. / © NextPit

Vermutlich mag ich einfach, dass das Gerät so einen gechillten Eindruck macht. Es geht hier nicht um die beste Kamera oder die stärkste Performance. Es ist kein Mittelklasse-Smartphone auf Rekordjagd. Eher eins, das viele Dinge ordentlich und manche Dinge richtig gut macht. 

Ich hab mit mir gerungen und überlegt, wie viele Sterne ich vergeben möchte. dreieinhalb oder vier? Wisst Ihr was? Ich vergebe vier Sterne! Würde es nach wie vor 499 Euro kosten, hätte ich das nicht getan. Aber aktuell gibt es das Xperia 10 IV für 399 Euro, der Tiefstpreis liegt sogar schon bei 340 Euro. Spätestens bei 299 Euro würde ich unterschreiben, dass das ein Preis ist, bei dem ihr genauer hinschauen solltet – und es dann vielleicht auch in unsere Bestenliste der Smartphones unter 300 Euro packen.

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Carsten Drees

Carsten Drees

Fing 2008 an zu bloggen und ist irgendwie im Tech-Zirkus hängengeblieben. Schrieb schon für Mobilegeeks, Stadt Bremerhaven, Basic Thinking und Dr. Windows. Liebt Depeche Mode und leidet mit Schalke 04.

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4 Kommentare

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  • Rennschnecke vor 1 Woche Link zum Kommentar

    Das Einsteiger-Xperia 10 IV als auch Flaggschiff 1 IV haben eine Gemeinsamkeit:
    sie sind für ihren gewaltigen Preis in vielen Bereichen einfach unzureichend - und zwar jedes Gerät auf seine Weise:

    Das Flaggschiff 1 IV verspricht die gewaltigste Kameraleistung ever, bietet diese aber nicht, und zusätzlich ist auch die Akkuleistung für diese Größe unter aller Kritik.

    Das 10 IV würde als tolles Einsteigergerät durchgehen, würde es bloß 250 Euro kosten. Für den aufgeriebenen Wucherpreis von 500 Euro erwarte ich mir deutlich mehr als eine nicht ruckelfreie Gelegenheitsknipse im Plastikgehäuse.

    Das einzige über die Maßen interessante Gerät aus dem aktuellen Lineup ist das 5 IV, weshalb ich mir dieses auch gekauft habe, obschon auch das zu teuer angesetzt ist. Aber ich bin nunmal ein Fan von Klinke, SD-Kartenslot und vor allem der Notification-LED. Da jetzt auch 120 Hz unterstützt werden. drahtloses Laden möglich und auch die Akkuleistung ein Traum ist, war mir aufgrund des fast unschlagbaren Gesamtpakets die Investition wert.

    Abgesehen davon ist das ewig gleiche Design auch nicht jedermanns Sache, so eine Strategie kann sich Apple leisten, nicht aber Sony. Mir gefallen die Geräte allerdings sehr.


    • Antiappler vor 1 Woche Link zum Kommentar

      "Abgesehen davon ist das ewig gleiche Design auch nicht jedermanns Sache, so eine Strategie kann sich Apple leisten, nicht aber Sony."

      Warum sollte das nicht auch für Sony gelten? Hat wie bei Apple einen Wiedererkennungswert, und auch wenn ich wegen des Formats und dem kantigen Design mir kein Gerät von Sony kaufen würde, finde ich es vom Aussehen her wirklich gut.

      Mein letztes Gerät von Sony war aus dem Gemeinschaftsunternehmen mit Ericsson, das Xperia Arc S. Danach hat Sony für mich die Kurve nicht mehr bekommen, und die folgenden Geräte waren völlig an mir vorbei produziert.


  • Olaf vor 1 Woche Link zum Kommentar

    Und obwohl das Sony Klinke UND Micro SD-Einschub hat, worüber sich doch viele Foristen auch hier ein Loch in den Schuh freuen müssten, interessiert sich scheinbar niemand für das Gerät. Zumindest, wenn es nach den bislang überschaubaren Reaktionen auf den Test geht.

    Mir selbst wären sowohl die 60 Hz (sind auch auf meinem Pixel 7 Pro wieder eingestellt, und es ist mein mittlerweile x-tes Gerät, das eigentlich 120 Hz unterstützt) als auch die endlich vorhandene 5G-Unterstützung herzlich egal. Letztgenannte nutze ich mittlerweile über beide von mir verwendeten Sim-Karten und die jeweiligen Tarife (Telekom und Vodafone), und geändert hat sich im Rahmen meiner Nutzung im Vergleich zu 4G...? Genau, rein gar nichts. Ich lade mir eben unterwegs nicht mal schnell den Xtended Cut der Herr der Ringe-Trilogie in 4K herunter. Dafür braucht es aber wegen der mickrigen Reichweite des Standards Sendemasten en masse - muss man mögen.

    Nicht egal sind allerdings die mickrigen zwei Updates und damit die zu erwartende Unterstützung der Software darüber hinaus. Damit wird übrigens auch das fehlende Netzteil im Rahmen von mehr Nachhaltigkeit konterkariert. Man braucht halt nach drei Jahren nur das Smartphone, nicht auch noch ein Netzteil in die Tonne zu kloppen? Wow, gut gemacht, Sony!

    Bei einem Marktpreis von derzeit unter 400 Euro lässt sich eigentlich auch mit einer so la la-Kamera leben. Ebenso wie mit den eher weniger großzügigen Leistungsreserven eines Snapdragon der unteren Kategorie. Mehr bietet der Wettbewerb in diesen Preisregionen auch nicht. Ja, dafür liegt die UVP bei Sony auch deutlich höher, richtig. Das war bei Sony aber schon immer so und ist leider nichts Neues. Und die UVP zahlt halt tatsächlich auch niemand. So, wie sich scheinbar auch niemand dieses Smartphone anschaut.


    • Antiappler vor 1 Woche Link zum Kommentar

      "Und obwohl das Sony Klinke UND Micro SD-Einschub hat, worüber sich doch viele Foristen auch hier ein Loch in den Schuh freuen müssten, interessiert sich scheinbar niemand für das Gerät."

      Liegt vielleicht auch daran, dass es zu kantig ist und am 21:9 Format?

      Wären jedenfalls für mich die Gründe, dass ich mir das Gerät nicht kaufen würde. Und ich möchte kein pures Android mehr. Hab ich mit dem Xiaomi Mi A1 ausprobiert, und hat mir nicht wirklich gefallen.

      Sind halt doch zu viele Einschränkungen, die es bei den anderen Androiden nicht gibt.

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