Pros des Apple iPad mini 6 (2021)

  • Der richtige Formfaktor für (m)ein Tablet
  • iPadOS 15 läuft perfekt darauf
  • Super Performance

Contras des Apple iPad mini 6 (2021)

  • Display ohne 120 Hertz und ProMotion
  • Kein Face-ID

Preislich gesehen mit Pro-Faktor

Das iPad mini (2021) ist ab einem Preis von 549 Euro zu haben. Dafür gibt es die kleine Variante mit 64 GByte. Das ist preislich gesehen sicher kein Schnapper, angesichts des Gebotenen aber noch verschmerzbar.

Alternative gesucht? Alle iPad-Modelle im Vergleich

Will man 256 GByte im Apple-Tablet, wird es schnell sehr teuer. Dann kostet das iPad mini 6 als WLAN-Ausführung bereits 719 Euro. Und ganze 889 Euro, will man auch einen SIM-Karten-Slot dazu, dann aber immerhin auch mit 5G.

Apple iPad mini 6 (2021)

Mit einem Aufpreis in der Grundversion von 100 Euro ist das iPad mini 6 merklich teurer als die fünfte Generation. Vergleicht man es mit den Preisen des iPad Pros, kommt man vielleicht sogar auch ins Grübeln: Kleinerer Formfaktor und Abstriche beim Display, wenn ich für rund 400 Euro mehr ein 11 Zoll großes Tablet als Notebook-Ersatz haben kann?

Die Frage, die ich mir bei diesem Test gestellt habe, ist: Wenn Du die exklusive Wahl hättest zwischen iPad mini und iPad Pro – welches würdest Du am Ende kaufen? Es ist eine wirklich schwierige Frage.

Die Leute, die mich kennen, wissen, dass ich das iPad mittlerweile oft als primäres Arbeitsgerät nutze. Ich schreibe Artikel darauf, nutze es zum Malen, Skribbeln und Brainstormen. Ja, ich schneide sogar ab und an kleinere Videos damit. Kriege ich also all das zukünftig nur noch mit dem iPad mini 6 hin – und wieso gerade mit der 2021er-Generation?

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Design: Klein. Und nicht wie das iPad Pro

Das iPad mini 6 gleicht dem großen Bruder iPad Pro in Sachen Aussehen: flaches Design, runde Ecken – aber ansonsten schnörkellos. Im Vergleich zum alten iPad mini hat die 2021er-Version dadurch deutlich an Bildschirmgröße hinzugewonnen. Die Bildschirmränder oder Bezels sind alleine schon wegen des fehlenden Home Buttons deutlich schmaler geworden und bereiten so Platz für ein 8,3 Zoll großes Display.

Pro

  • größeres Display und kleinere Bezels als beim Vorgänger
  • Lautstärkeregler passen sich automatisch der Halterichtung an
  • perfektes Notizbuch-Format mit Apple Pencil
  • Touch-ID-Sensor im Power-Button

Contra

  • immer noch kein Face ID

Noch einen Unterschied weist das iPad mini (2021) im Vergleich zum Vorgänger auf: Anstatt eines Home-Buttons verbaut Apple einen Touch-ID-Sensor im seitlichen An-Aus-Taster. Dazu fällt mir ein: Toll, dass das iPad mini Touch-ID an Bord hat. Das würde ich mir nämlich immer wieder beim iPad Pro wünschen. Aber gleichzeitig schade (und nicht selten auch nervig), dass Face ID fehlt!

NextPit Apple iPad Mini Display
Die Rahmen rund ums Display sind geschrumpft. Damit gibt’s bei gleichem Formfaktor ein größeres Display. / © NextPit Bildquelle: NextPit

Face-ID ist ein Feature, das ich tatsächlich nicht selten vermisse – gerade auch deshalb, weil man es sonst so sehr gewöhnt ist, dass das iPad oder das iPhone einen erkennt. Außerdem weiß man nicht selten, wo sich der Touch-Sensor gerade befindet und muss unter Umständen (wenn man beispielsweise nicht genügend Finger registriert hat) mühselig umgreifen, um eine Freigabe zu erteilen.

Die Lautstärke-Taster befinden sich beim iPad mini (2021) nun ebenfalls auf der Stirnseite des Apple-Tablets. Cooles Detail: Immer der obere Knopf der beiden Taster macht lauter – immer abhängig davon, wie man das iPad mini 6 eben gerade hält.

Bester Formfaktor. Zu wenig Pro.

Ich muss aufpassen, dass dieser Absatz hier nicht zu meinem Fazit mutiert. Es waren nämlich der Formfaktor und das Design, die mich primär dazu gebracht haben, das iPad mini (2021) wirklich jeden Tag überall mit hinzunehmen und täglich viele Stunden zu benutzen. Das iPad Pro verwende ich dagegen seither deutlich seltener.

Obwohl ich für das Gesamtpaket des iPad mini 6 voller Lob bin, gibt es mehrfach ein großes „Aber“. Wenn ich etwas zu kritisieren habe, dann dass Apple offenbar seine iPad-Pro-Reihe nicht zu sehr kanibalisieren wollte – und das iPad mini absichtlich kleingehalten hat. Mehr dazu lest Ihr in den Abschnitten Kamera und Display.

NextPit Apple iPad Mini Button
Praktisch, gerade mit Maske: Im Ein/Aus-Button ist ein Fingerabdrucksensor integriert. / © NextPit Bildquelle: NextPit

Das Notizblockformat macht den Apple Pencil für mich noch wertvoller

Etwas weniger flexibel als die Lautstärkeregler – die sich, wie schon beschrieben, der Halterichtung des iPads anpassen und immer den Lauterknopf oben anbieten – ist die magnetische Halterung für den Apple Pencil. Dieser hält sich nämlich immer magnetisch auf einer der breiten Seiten fest, was die Halterichtung des Tablets ein Stück weit vorgibt.

Dafür wird man dann aber mit einem perfekten digitalen Notizblock belohnt, der wirklich immer dann bereit steht, wenn man ihn braucht. Sofern man das iPad mini dabei hat, natürlich. Dank des Formfaktors aber passt das Tablet schon fast in eine Hosen-, mindestens aber in meine Jackentasche. Und in Rucksack und Umhängetasche fällt das Tablet kaum auf.

Display: Gut, aber nicht perfekt.

Das Displaypanel des iPad mini (2021) ist im Vergleich zum diesjährigen iPad Pro ein echtes Downgrade. Die 120-Hertz-Anzeigen mit der für das Runterregeln der Bildwiederholungsfrequenz verantwortlichen ProMotion-Technologie sind den iPad-Pro-Varianten vorbehalten. Stattdessen steckt im kleinen iPad ein LCD-Panel mit 2266 x 1488 Pixeln, das mit 60 Hertz sein Bild wiederholt. 

Pro

  • tolle Bildqualität beim LCD-Panel mit akkurater Farbwiedergabe und scharfer Darstellung

Contra

  • bei direktem Sonnenlicht nicht so gut ablesbar wie das iPad-Pro-Panel
  • maximal 60 Hertz

Ich jammere hier allerdings auf hohem Niveau. Denn bis auf etwas weniger flüssige Bewegungen beim Herumwischen auf dem Bildschirm fällt die geringere Hertzzahl kaum auf – beziehungsweise nur dann, wenn man um jeden Preis eine Schwachstelle finden möchte. Die etwas geringere Displayhelligkeit des iPad mini 6 im Vergleich zum Pro ist dagegen bei starkem Sonnenlicht auffällig. Mit dem iPad mini tut man sich draußen sprichwörtlich sichtlich schwerer.

NextPit Apple iPad Mini Keyboard
Das iPad Mini 6 hat ein tolles Display – wenngleich mit „nur“ 60 Hertz. / © NextPit Bildquelle: NextPit

Trotzdem kann ich auch dem Display des iPad minis 2021 nach gut zwei Monaten absolute Alltagstauglichkeit bescheinigen – jedenfalls außerhalb der Biergartensaison. Ich verwende das iPad mini mittlerweile für fast alles und auch überall: Serien oder Sport gucke ich unterwegs, lange Texte tippe ich über die externe Tastatur ebenso wie kurze Notizen – und auch beim abendlichen Lesen auf der Couch macht das Tablet eine gute Figur.

Beim Display des iPad mini ist es wohl auch so, wie im echten Leben mit anderen Dingen und selbst Menschen: Es muss nicht immer alles perfekt sein, um etwas rundum gut zu finden.

iPadOS ist das perfekte Betriebssystem für Tablets

So wie iOS 15 auf den aktuellen iPhones, so optimal ist iPad OS 15 auf das iPad mini (2021) angepasst. Das Betriebssystem läuft auf dem kleinen Tablet einfach ideal.

Pro

  • iPadOS 15 läuft auch auf dem iPad mini reibungslos und sorgt für perfektes Arbeiten

Contra

  • n.a.

iPadOS 15 läuft auch dem iPad mini 2021 reibungslos . Meine anfängliche Befürchtung, das kleinere Display könnte den Nutzerfluss in irgendeiner Weise negativ beeinflussen, hat sich sehr schnell zerstreut.

NextPit Apple iPad Mini Test Fabi
Das iPad mini 6 lässt sich wunderbar in einer Hand halten und ist damit einfach deutlich handlicher als seine größeren Geschwister. / © NextPit Bildquelle: NextPit

Klar muss man beim Bearbeiten von Fotos oder Videos manchmal mit der Nase etwas näher an den Bildschirm rücken. Doch die von mir genutzten Apps haben die verfügbare Displayfläche stets gut ausgenutzt. Ich konnte keinerlei Einschränkungen im Vergleich zum iPad Pro feststellen.

Apple iPad mini 6 (2021): Performance

Der Apple-eigene Chip A15 Bionic treibt das iPad mini an und macht aus dem Tablet eine echte Powermaschine. Es ist das selbe SoC, das auch im iPhone 13 verbaut ist und auch dort für eine ausgezeichnete Performance sorgt. Wollt Ihr mehr über die Leistungsfähigkeit von Apples neuestem Chip wissen, dann lege ich Euch den Testbericht des aktuellen iPhone 13 ans Herz:

Apple iPad mini 6 (2021): Kamera

Das iPad mini hat sowohl vorne, als auch hinten eine 12-Megapixel-Knipse, wobei die Selfie-Kamera einen Ultraweitwinkel hat und die Hauptkamera hinten mit bis zu 4K aufnehmen kann. 

Pro

  • Centerstage für die Frontkamera ist sehr praktisch für Videocalls
  • ordentliche Bildqualität für die Frontkamera

Contra

  • Nur eine Rückkamera. Aber wer fotografiert mit dem Tablet?!

Cool ist, dass mit der Frontkamera auch die Funktion Center Stage möglich ist – eine Funktion, die Apple in diesem Jahr zum ersten Mal beim iPad Pro zeigt. Die Kamera folgt einem in Videoanrufen dann scheinbar und hält so immer die sprechende Person im Fokus. Außerdem erkennt das iPad mini 6, wenn weitere Personen oder Objekte im Sichtfeld wichtig werden und ebenfalls eingeblendet werden sollen.

iPad mini 6 – Testfoto Hauptkamera bei Tag
Die Bildqualität bei Tageslicht geht in Ordnung. Allerdings ist die 12-Megapixel-Kamera im iPad mini 6 nicht gerade ein Detail-Monster. Aber zum ernsthaften Fotografieren habt Ihr hoffentlich ein Smartphone dabei.
Quelle: NextPit
iPad mini 6 – Testfoto Hauptkamera bei Nacht
Bei Nacht lässt die Abbildungsleistung logischerweise merklich nach. Die Beleuchtung der Straßenlaternen reicht aber aus, um ein brauchbares Bild aufs iPad mini 6 zu zaubern.
Quelle: NextPit
iPad mini 6 – Testfoto Frontkamera bei Tag
Die Selfie-Kamera überzeugt mit guter Bildqualität. Zwar bricht die Abbildungsleistung keine Rekorde, doch die Farbwiedergabe ist gut, insbesondere bei den Hauttönen.
Quelle: NextPit
iPad mini 6 – Testfoto Frontkamera bei Nacht
Auch bei wenig Licht liefert die Frontkamera noch ein brauchbares Bild. Da freuen sich die Kollegen, wennu0027s im Homeoffice nachmittags schon schummrig wird.
Quelle: NextPit

Die 12-Megapixel-Selfiekamera liefert bei guten Lichtverhältnissen eine ordentliche Qualität. Die Farben werden akkurat wiedergegeben, die Hauttöne sehen akkurat aus. Und auch bei spätnachmittäglichen Videocalls im schummrig beleuchteten Homeoffice geht die Qualität noch in Ordnung.

Die Hauptkamera auf der Rückseite bietet ebenfalls die Apple-üblichen 12 Megapixel. Die Bildqualität geht in Ordnung und reicht dicke aus, um schnell ein paar Dokumente abzufotografieren, einen Barcode zu scannen oder auch mal ein Foto zu schießen, wenn man das Handy gerade nicht aus der Tasche kramen möchte. Aber im Ernst: Wer fotografiert mit dem Tablet?

Der Akku ist gut. Aber nicht überragend.

Das iPad mini 6 ist wie geschaffen zum supermobilen Arbeiten. Entsprechend wichtig ist hier ein Akku, der einen Arbeitstag im Zug oder im Park übersteht. Und tatsächlich: das klappt.

Pro

  • Reicht gut für einen Arbeitstag aus
  • Lädt auch ohne Schnellladen recht schnell

Contra

  • Bei Powerusern mit Videoschnitt & Co. wird’s bei langen Arbeitstagen knapp 
  • Für Poweruser wäre in diesem Fall Quick Charging schön

Die Laufzeit seiner Batterie im iPad mini gibt Apple mit bis zu 10 Stunden an. Aus der Praxis kann ich das so in etwa bestätigen. Sprich: Man kommt auch bei starker Nutzung ohne Ladung etwa über den Tag.  An anspruchslosen Tagen reicht’s manchmal auch darüber hinaus – wobei ich ehrlich gesagt eher der Typ „ich-lade-wann-immer-ich-kann“ bin – daher komme ich selten an die Grenzen.

Der Akku des iPad minis ist von daher okay. Aber im Vergleich zur Sprung, den die aktuelle iPhone-Generation bei der Akku-Laufzeit gemacht hat, hinkt das iPad mini 2021 dann doch um Einiges hinterher.

Abschließendes Urteil

Apple hat einen tollen Job mit dem iPad mini gemacht, insbesondere bei der Analyse der Use Cases – also dafür, wie man ein Produkt benutzt und wofür man es hauptsächlich verwendet. Hier liegt auch der Grund, warum ich mir zukünftig ein iPad mini anstatt eines iPad Pros holen würde, sollte ich mich für eines der beiden Modelle entscheiden müssen:

Das iPad mini ist im Vergleich zum iPad Pro einfach sehr viel kompakter, und die Abstriche halten sich in Grenzen.

Das iPad mini dabei nicht nur sehr viel einfacher zu transportieren. Es ist auch wirklich sehr viel komfortabler und praktischer zu halten! Mit einer mobilen Tastatur ist es auch für das Arbeiten an größeren Aufgaben geeignet.

Zugegeben: Beim Schreiben extrem langer und komplexer Texte (Hallo, CMS!) oder beim Arbeiten an detaillierten Präsentationen, da stößt das iPad mini irgendwann an Grenzen. Auch bei Fotobearbeitung oder Videoschnitt gilt: mehr Display, mehr Spaß.

NextPit Apple iPad Mini iPad Pro
Ganz klar: Bildbearbeitung & Co. machen auf dem großen Display des iPad Pro mehr Spaß. / © NextPit Bildquelle: NextPit

iPad Pro oder iPad mini?

Es bleibt also die eingangs gestellte Frage: Welches iPad sollte ich mir persönlich kaufen: ein iPad Pro oder ein iPad mini? Meine Antwort darauf auf mich ganz persönlich bezogen, wäre beim aktuellen iPad-Lineup ganz klar das iPad mini 6.

Für diejenigen, die auf der Suche nach einem mobilen Tablet sind, das vor allem für Arbeiten wie Notizen anfertigen, einfache Präsentationen, E-Mails oder kleinere Texte reichen und sonst vor allem für mobiles Surfen, Gaming und Entertainment eingesetzt werden soll – all denen sei das iPad mini 2021 wirklich ans Herz gelegt.

Apple iPad mini 6 (2021)

Klar, für die wirklich „großen“ Aufgaben nutze ich weiterhin mein Notebook oder meinen iMac. Aber das iPad mini ist 2021 größer geworden – ohne physisch größer geworden zu sein. Die Lücke zum vollwertigen Computer ist geschrumpft, und ich bin in den letzten Wochen ein echter mini-Fan geworden. 

Im Preisvergleich seht Ihr noch einmal die tagesaktuellen Bestpreise aller Varianten des iPad mini 6 (2021):

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