Pros des Honor 9

  • Design
  • Performance im Alltag
  • Preisleistungsverhältnis

Contras des Honor 9

  • Kein innovatives Design
  • Keine neuen Features
  • Kein optischer Bildstabilisator

Honor 9: Preis und Verfügbarkeit

Vorgestellt wurde das Honor 9 am 27. Juni 2017 bei einem Event in der Max-Schmeling-Halle in Berlin und kann ab sofort online über Vmall, dem Online-Shop von Honor, erworben werden. Der Listenpreis liegt bei 429 Euro und das Smartphone ist in Europa in den Farben Blau, Grau und später auch in Schwarz mit einem einzigartigen Muster verfügbar. Bis zum 11. Juli gibt es außerdem eine 30-Euro-Cashback-Aktion, es kostet also für schnell Entschlossene gerade einmal 399 Euro – Voraussetzung ist aber, dass Ihr eine Rezension verfasst und online teilt. Zusätzlich erhaltet Ihr bei der Aktion sogar ein Honor Band 3 kostenlos dazu.

Das Honor 9 verfügt es über 4 GByte RAM und 64 GByte internen Speicher. Eine Version mit 6 GByte RAM und 128 GByte Speicher ist nur für China vorgesehen.

In Anbetracht des Preises könnte man auch auf das OnePlus 5 in der Version mit 6 GByte RAM und 64 GByte internen Speicher, Kostenpunkt 499 Euro, als direkten Konkurrenten zum Honor 9 sehen und wenn man nach den technischen Daten geht kann man das Telefon gut mit dem Huawei P10 vergleichen, welches mit 649,90 gestartet ist und bereits für 480 Euro erhältlich ist.

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Das Honor 9 ist in Europa in den Farben Blau, Grau und Schwarz mit einem einzigartigen Muster verfügbar. / © NextPit Bildquelle: NextPit
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Honor 9: Design und Verarbeitung

Als ich das Smartphone aus der Box zog, hatte ich den Eindruck ein Galaxy S8 in den Händen zu halten. Dies lag daran, dass das Gerät mit einer schwarzen Folie bedeckt war, welche den Eindruck eines rahmenlosen Displays erweckte.

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Die Front des Honor 9 ist mit 2,5D-Glas bedeckt. / © NextPit Bildquelle: NextPit

In Wirklichkeit hat der Bildschirm des Honor 9 nichts mit dem Infinity Display der südkoreanischen Marke gemeinsam. Das Display ist nicht gekrümmt und seitlich befinden sich dünne Kanten in der Gerätefarbe.

Der glatte Body und die saubere, mit 3D-Glas bedeckte Rückseite hat Charme, erinnert aber stark an ein Samsung Galaxy S7.

Wenn wir uns die Rückseite anschauen, sieht das Gerät eher aus wie ein Galaxy S7. Der glatte Körper und die saubere, mit 3D-Glas bedeckte Rückseite hat Charme. Die geschwungenen Linien auf der rechten und linken Seite erinnern mich außerdem an das Xiaomi Mi 6 und verleihen dem Gerät eine gute Ergonomie und Eleganz.  

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Erinnert Euch das Honor 9 nicht auch etwas an das Galaxy S7? / © NextPit Bildquelle: NextPit

Die Lichtreflexionen auf unserem grauen Testmodell wirken wirklich schön und auch beim Honor 8 wurde schon mit diesem Effekt gespielt. Die Maße des Honor 9 betragen 147,3 x 70,9 x 7,5 mm und dabei wiegt es 155 Gramm, zwei mehr als sein Vorgänger und zehn Gramm mehr als das Huawei P10.

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Mono-Lautsprecher und USB TYP-C. / © NextPit Bildquelle: NextPit

In der oberen linken Ecke des Gerätes befindet sich die Kamera. Die beiden Linsen ragen nicht aus dem Gehäuse und auch beim Berühren mit der Hand kann man keinen Unterschied in der Höhe zum Gehäuse erkennen. Direkt daneben befindet sich ein Dual-LED-Blitz, der Autofokus-Laser und der Aufdruck DUAL LENS hybrid zoom. Das Honor 9 nutzt einen USB-Typ-C-Anschluss, welcher sich an der Unterseite des Gerätes zwischen dem Kopfhöreranschluss und dem Mono-Lautsprecher befindet.

Der Fingerabdrucksensor, welcher auch als Navigationsbutton fungiert, befindet sich auf der Vorderseite des Gerätes.

Wie auch beim Huawei P10, sitzt der Fingerabdrucksensor des Honor 9 auf der Vorderseite des Gerätes, welcher auch als Navigationstaste dient. Auf der oberen Seite des Smartphones befindet sich die Frontkamera, der Näherungssensor und der Lautsprecher für Anrufe.

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Power-Button und Lautstärkewippe befinden sich auf der rechten Seite. / © NextPit Bildquelle: NextPit

Die Hardware-Buttons sitzen auf der rechten Seite des Gerätes. Anders als beim P10 ist der Power-Button nicht geriffelt, um ihn besser zu ertasten, allerdings kann man ihn dennoch gut finden. Auf der linken Seite befindet sich der Schacht für die SIM- und Speicherkarte oder eine zweite SIM-Karte.

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Die Lichteffekte auf dem Gehäuse sind wirklich schön. / © NextPit Bildquelle: NextPit

Das Gerät in den Händen zu halten macht Spaß: Es ist einfach mit einer Hand zu bedienen, bietet einen guten Halt und rutscht nicht weg. Das Gerät hat eine gute Verarbeitung und das Aussehen erinnert stark an das Galaxy S7. Das Gehäuse des Honor 8 war ein Fingerabdruckmagnet, doch mit dem Honor 9 hat der Hersteller auf Userwünsche gehört und eine fettabweisende Oberfläche verwendet. Daher werdet Ihr auf dem Telefon keine Folie finden, wenn Ihr dieses aus dem Karton holt.

Ich denke, das Honor 9 ist derzeit das schönste Modell der Marke. Doch Design ist ja bekanntlicherweise immer Geschmacksache. Die Verarbeitung ist in jedem Fall sehr gut.

Im Karton findet Ihr neben dem Telefon außerdem ein Tool zum Entfernen der SIM-Karte, ein transparentes Cover, ein paar Kopfhörer und ein Schnellladegerät mit einem Kabel.

Honor 9: Display

Das Honor 9 ist mit einem 5,15-Zoll-Bildschirm mit Full-HD-Auflösung ausgestattet, welcher mit 2,5D-Glas überzogen ist. Die Pixeldichte beträgt 428 ppi. Wie zuletzt OnePlus mit dem OnePlus 5, hat sich auch Honor dafür entschieden, nicht auf QHD aufzurüsten. Ist das schlimm? Nun, VR-Fans dürften enttäuscht sein, ansonsten reicht Full-HD vollkommen aus.

In den Display-Einstellungen hat Honor eine neue Option namens „Lesbarkeit bei Sonnenlicht verbessern“ hinzugefügt

Im direkten Vergleich zum Bildschirm des Huawei P10 zeigt das Honor-9-Display bei gleichen Einstellungen etwas wärmere Farben. In den Display-Einstellungen lassen sich die Farbtemperatur aber weiter anpassen.

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In den Einstellungen warten einige Optionen zur Personalisierung des Displays. / © NextPit Bildquelle: NextPit

Wir finden in den Display-Einstellungen eine weitere, neue Option: Lesbarkeit bei Sonnenlicht verbessern. Die Berliner Sonne hat mir beim Test dieser Funktion leider nicht unbedingt geholfen, sie ist dann doch etwas schwach. Aber nach Aktivierung war das Display bei direkter Sonneneinstrahlung etwas besser abzulesen, erwartet hier aber keine Wunder. Das Honor 9 bringt auch einen Blaulichtfilter mit, um Eure Augen in der Dunkelheit zu schonen.

Das Display bietet eine oleophobe Beschichtung.

Im Allgemeinen sind die Blickwinkel gut. Bei einer Helligkeit von 60 Prozent sind Inhalte gut ablesbar und der Akkuverbrauch ist nicht zu hoch. Unter Einstellungen > Erweiterte Einstellungen > Eingabehilfen lassen sich die Farben auch invertieren (weiße Schrift auf schwarzem Grund).

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5,15-Zoll-Display mit Full-HD-Auflösung. / © NextPit Bildquelle: NextPit

Honor 9: Software

Wenig überraschend läuft auf dem Honor 9 Android 7.0 Nougat mit EMUI 5.1 inklusive aller Features, die wir schon vom Huawei P10 und Mate 9 kennen. Unser Testgerät hat den Sicherheitspatchstand von Mai 2017.

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Mit Phone Clone können schnell und einfach die Daten vom alten Smartphone übertragen werden. / © NextPit Bildquelle: NextPit

Beim Durchscrollen der Einstellungen (Erweiterte Einstellungen > Datentransfer) freute ich mich, Phone Clone zu entdecken, mit dem die Daten vom alten Smartphone schnell und einfach übertragen werden können. Das Feature ist auch schon auf dem Honor 8 und 8 Pro präsent. Phone Clone ist ein Feature, das meiner Meinung nach jeder Hersteller im Repertoire haben sollte. Zumindest bis Google dafür sorgt, dass das schon vorhandene System flächendeckend genutzt wird.

Dass der Fingerabdrucksensor auf die Front gewandert ist, bedeutet auch, dass er bestimmte Funktionen verliert, wie die Möglichkeit, die Kamera auszulösen.

In den Einstellungen kann gewählt werden, ob man die kapazitiven Navigationstasten oder den Fingerabdrucksensor zur Navigation nutzen möchte. Auch der App-Drawer lässt sich hier aktivieren.

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Der Fingerabdrucksensor befindet sich nun auf der Front. / © NextPit Bildquelle: NextPit

Dass der Fingerabdrucksensor auf die Front gewandert ist, bedeutet auch, dass manche Funktionen verschwunden sind. Zum Beispiel kann man darüber nun die Kamera nicht mehr auslösen. Ich persönlich fand es bereits beim P10 schade, als Huawei sich für diesen Schritt entschieden hatte. Ich habe mich an die neue Position aber schnell gewöhnt. Der Sensor des Honor 9 reagiert schnell und zuverlässig, auch wenn das Einrichten etwas länger als sonst gedauert hat.

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Dank Twin App kann man zwei WhatsApp- und Facebook-Accounts gleichzeitig nutzen. / © NextPit Bildquelle: NextPit

Von den 64 GByte Flash-Speicher bleiben beim Testgerät 47,53 GByte zur eigenen Nutzung übrig. Unter den vorinstallierten Apps sind Instagram, TripAdvisor, Booking, eBay, Results (Sport), Google Apps, ein Spiele-Ordner und ein paar Apps eigener Dienste wie Vmall. Die vorinstallierten Apps sind aber vom jeweiligen Markt abhängig.

Die Software machte während meines Tests keine Probleme. Auch Google Assistant und Google Now, auf Englisch, reagierten stets auf meine Anweisungen. Im Allgemeinen wirkt die Software deutlich ausgereifter und erwachsener als jemals zuvor und bietet einige Anpassungsmöglichkeiten Liebhaber von Stock Android werden aber wohl keine großen Fans von EMUI. Das Honor 9 hat auch NFC und einen Infrarotsender an Bord, aber leider kein UKW-Radio.

Honor 9: Performance

Das Honor 9 ist mit einem Achtkern-Prozessorcom Typ Kirin 960 ausgestattet mit 4x Cortex-A73 mit 2,4 GHz und 4x Cortex-A53 mit 1,8 GHz, also der selbe Prozessor wie im P10. Ihm zur Seite steht eine Mali-G71-MP8-GPU. Auch der Arbeitsspeicher mit 4 GByte und der interne Speicher mit 64 GByte ist identisch mit dem P10. Letzterer ist mit Hilfe einer MicroSD-Karte um bis zu 256 GByte erweiterbar.

Was bedeutet all das für die Alltagsnutzung? Das Wechseln zwischen Apps geht stets flüssig von der Hand, das Gleiche gilt für das Multitasking. Apps starten zügig und auch während längeren Spiele-Sessions stellte ich keine Probleme fest. Das Gehäuse erwärmt sich etwas bei Spielen, aber nichts, was einem Sorge bereitet. Das Spiel Sonic ist insgesamt zweimal abgestürzt. Das war bei Real Racing 3 und Crossy Road nicht der Fall, daher könnte das auch mit dem Spiel selbst zusammenhängen.

Im Folgenden findet Ihr die Benchmark-Ergebnisse im Vergleich zum Huawei P10 und OnePlus 5. Die Ergebnisse des OnePlus 5 beziehen sich allerdings auf das Modell mit 8 GByte Arbeitsspeicher und 128 GByte internem Speicher, was natürlich mit 559 Euro auch deutlich teurer ist als das Honor 9.

Honor 9 im Benchmark-Vergleich

 
  Honor 9 OnePlus 5 Huawei P10
3DMark SlingShot ES 3.1 2011 3341 2033
3DMark SlingShot ES 3.0

2907

4337 2627
3DMark Ice Storm Unlimited 29132 39419 28128
Geekbench Single Core 1858 1944 1913
Geekbench Multi Core 6446

6666

6032
PCMark Work Performance 6155 6545 6194
PCMark Storage

9019

5044

Honor 9: Audio

Das Honor 9 ist mit einem Mono-Lautsprecher am unteren Rand ausgestattet. Dieser wurde in Kooperation mit Monster entwickelt. Vor allem bei Spielen kann er typischerweise versehentlich schnell mit der Hand abgedeckt werden, aber insgesamt ist die Performance gut. Die maximale Lautstärke ist hoch und im direkten Vergleich mit dem P10 klingt AC/DCs TNT etwas klarer. Die Eindrücke sind aber natürlich subjektiv und können von Hörer zu Hörer anders ausfallen.

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Dank dem Infrarotsender kann man das Honor 9 als Fernbedienung nutzen. / © NextPit Bildquelle: NextPit

Bei Telefonaten ist der Sound klar und das Mikrofon unterstützt eine aktive Geräuschunterdrückung.

Unser Testgerät kam leider ohne Kopfhörer, aber wenn Ihr Euch für das Smartphone entscheidet, werdet Ihr sie in der Verpackung vorfinden. Für meinen Test benutzte ich daher andere Kopfhörer. Dank Fernbedienung und integriertem Mikrofon, ist Musik hören und Telefonieren mit diesen kein Problem gewesen.

Honor 9: Kamera

Das Honor 9 hat eine Dual-Kamera auf der Rückseite, welche aus einem 20-Megapixel-Sensor und einem monochromen 12-Megapixel-Sensor besteht. Die Blendenöffnung beträgt f/2.2. Die aufgenommen Informationen beider Kameras werden kombiniert und liefern so mehr Details. Die Kamera ist mit Autofokus, einem Hybrid-Zoom und einem Dual-Blitz ausgestattet. Honor hat für das neue Smartphone nicht erneut mit Leica kooperiert, desweiteren fehlt ein optischer Bildstabilisator. Die Selfie-Kamera löst mit 8 Megapixeln auf und weist über die Blendenzahl f/2.0 auf. Mit dem Honor 9 können Videos in 4K-Auflösung und Full-HD-Auflösung mit 60 Bildern pro Sekunde aufgenommen werden.

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Auch Honor setzt auf eine Dual-Kamera. / © NextPit Bildquelle: NextPit

Die Kamera-App startet sehr schnell und ähnelt der des P10: Ein Wisch von rechts nach links und die Einstellungen öffnen sich. Das Honor 9 bringt einen Pro-Mode für Videos mit, wie auch schon das Honor 8. Hier könnt Ihr dann verschiedene Parameter manuell anpassen (zum Beispiel den Autofokus und die Belichtung).

In den Einstellungen finden wir auch 3D-Panoramafotos (entwickelt von Fyuse) und den 3D-Creator vor, welcher auch beim Honor 8 Pro vorhanden war. Letzterer erlaubt die Erstellung von 3D-Avataren, die auch in eine GIF umgewandelt werden können. Hierfür solltet Ihr aber eine ruhige Hand haben. Diese Features zeigen, dass sich Honor vor allem an Digital Natives richtet, sowie an alle, die gerne moderne Multimedia-Dienste nutzen.

Um zu zoomen müsst Ihr einfach nur auf die Anzeige 1.0x klicken. Der neue Hybrid-Zoom kombiniert die Bilder beider Kameras für ein besseres Ergebnis miteinander. Die schwarz-weiß Kamera liefert dabei eine höhere Auflösung und sorgt beim Zoomen für mehr Informationen, ergo mehr Details. Für alles andere findet Ihr Filter, einen Portrait-Modus und einen Bokeh-Effekt vor, die uns schon vom Honor 8 und Huawei P10 bekannt sind. Sogar die Front-Kamera unterstützt einen Panorama-Modus, Videoaufnahmen, 3D-Panoramafotos und Filter zusätzlich zur Time-Lapse-Funktion.

Bei guten Lichtverhältnissen sind die Bilder klar und detailliert, Farben sind sehr nah an der Realität. Bei Nacht, wenn nicht mehr viel Licht vorhanden ist, braucht Ihr eine sehr ruhige Hand oder müsst Euch auf ein Stativ verlassen, um verwackelte Bilder zu verhindern.

  • Galerie mit Bildern des Honor 9

Auch unser Fotoexperte Stefan Möllenhoff hat sich die Kamera des Honor 9 angesehen. Hier ist seine Meinung zur neuen Kamera:

“Bei guten Lichtverhältnissen liefert die Kamera des Honor 9 viele Details. Die Belichtung ist sehr ausbalanciert, aber der dynamische Bereich des Sensors ist nicht besonders hoch, ein typisches Problem bei Smartphones. Aktuelle Top-Smartphones lösen das Problem mit einem automatischen HDR-Modus, der mehrere Bilder mit verschiedenen Belichtungen miteinander zu einem Bild kombiniert, das dann einen hohen Dynamikbereich bietet. Auch das Honor 9 bietet einen HDR-Modus, der aber in den Einstellungen aktiviert werden muss. Verglichen mit aktuellen Flaggschiffen bietet das Honor 9 eine schwächere Performance bei Situationen mit hohen Kontrastwerten.

Bei Tageslicht sind die Bilder sehr detailliert und nah an der Realität. Bei schlechteren Lichtverhältnissen lieferte der automatische Weißabgleich warme Töne, bei dunklen Verhältnissen tendiert er zu grünen Tönen. Aber auch das ist bei einem Smartphone recht normal. Das Honor 9 erhöht den ISO-Wert bei wenig Licht und Rauschen in den Farben kann entstehen, vor allem Hauttöne verlieren Tiefe. Die Rauschunterdrückung funktioniert aber gut: Bilder erhalten eine Menge Farben und Details ohne das Rauschen zu verstärken.

Da ein optischer Bildstabilisator fehlt, setzt das Honor 9 bei schlechten Lichtverhältnissen auf eine schnelle Verschlusszeit. Die langsamste gemessene Geschwindigkeit waren 1/15 Sekunden (zum Vergleich, das Galaxy S8 lieferte 1/4 Sekunden).

Der Bokeh-Effekt weicht den Hintergrund auf und liefert gute Resultate, wenn auch keine perfekten Portraits. Man sieht ein paar Fehler. Desweiteren bietet die Kamera des Honor 9 einen verlustfreien zweifachen Zoom, der die Auflösung dann auf 20 Megapixel schraubt. Die Unterschiede des Endergebnisses dieses Zooms sind nicht weit entfernt von normalen Bildern, die in Photoshop um 200% vergrößert worden sind. Das gleiche gilt für den Vergleich von 12-Megapixel- und 20-Megapixel-Bildern. Das Bild mit der geringeren Auflösung zeigt sogar mehr Details.

Die 8-Megapixel-Frontkamera zeigt gute Farben und eine gute Belichtung bei Portraits. Bei Selfies ohne den automatischen HDR-Modus wirkt der Himmel im Hintergrund verschwommen. Zusammenfassend kann man sagen das Honor 9 macht bei guten Lichtverhältnissen mit hohen Kontrastwerten gute Bilder und bei wenig Licht hat es leichte Probleme. Mein Eindruck ist, dass aktuelle Flaggschiff-Smartphones dem Honor 9 einen Schritt voraus sind.”

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Der Hybrid-Zoom: Ein schwarz-weiß Bild mit hoher Auflösung (1) und ein Farbbild mit niedriger Auflösung (3) werden zu einem Bild kombiniert (2). © NextPit Bildquelle: NextPit

Honor 9: Akku

Dem Honor 9 steht ein Akku mit einer Kapazität von 3200 mAh zur Verfügung, der mit Huaweis alter Schnellladetechnologie mit 2 Ampere und 9 Volt aufgeladen wird. Im Vergleich zum Vorgänger sind das 200 mAh mehr. Ich habe das Smartphone zum Test mit 12 Prozent Akkuladung um 10:22 Uhr angeschossen, um 12:22 Uhr hatte es 98 Prozent erreicht. Erwartet hinsichtlich Laufzeit aber keine Wunder, am Ende eines Tages muss es meist geladen werden.

Im Akku-Benchmark mit deaktiviertem WLAN, aktivierter SIM und einer Helligkeit von 50 Prozent erreichte das Honor 9 eine Laufzeit von 6 Stunden und 58 Minuten.

Bei meiner normalen Nutzung des Smartphones mit einer Displayhelligkeit von 50 Prozent, ein bisschen Chatten per WhatsApp, Fotografieren, E-Mails, Surfen im WWW, ein paar YouTube-Videos und ein paar Spielen wie Sonic und Asphalt 8 und erreichte ich kurz vor dem Schlafengehen eine Akkuladung von 15 Prozent.

Im Akku-Benchmark mit deaktiviertem WLAN, aktivierter SIM und einer Helligkeit von 50 Prozent erreichte das Honor 9 eine Laufzeit von 6 Stunden und 58 Minuten und liegt damit knapp unter dem Honor 8 und Huawei P10. In den Einstellungen könnt Ihr die Akkusparmodi aktivieren.

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Das Honor 9 will jeden Abend aufgeladen werden. / © NextPit Bildquelle: NextPit

Honor 9: Technische Daten

Abschließendes Urteil

Das Honor 9 ist toll anzusehen und fühlt sich sehr gut an. Der Hersteller hat ein wirklich schönes Design gewählt, auch wenn es nicht wirklich eigenständig ist. Die Gemeinsamkeiten mit dem Samsung Galaxy S7 fallen schnell auf. Die Hardware wurde teilweise vom Huawei P10 übernommen, so ist die Performance auch recht ähnlich. EMUI 5.1 und Android 7.0 Nougat haben schon bei anderen Smartphones bewiesen, dass sie sehr gut zusammen funktionieren und die Hersteller-Oberfläche bietet einige Anpassungsmöglichkeiten.

Mit einem Preis von 429 Euro bietet das Honor 9 ein attraktives Preisleistungsverhältnis und ist auf einer Höhe mit dem Bruder, dem Huawei P10 und dem neuen OnePlus 5. Ich persönlich würde mich für das Honor 9 entscheiden. Auch in Sachen Multimedia bringt es einige interessante Features mit. Mit dem Pro-Modus der Kamera für Bilder und Videos spricht es auch fortgeschrittene Fotografen an. Das einzige Problem des Honor 9 ist wohl, dass es ein schon bekanntes Design mit bekannten Features kombiniert. Aber das ist wohl bei den meisten aktuellen Smartphones der Fall.

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