Pros des @VARIANT

  • Gute Haptik
  • Gutes Display
  • IP68-Zertifizierung
  • Schneller Prozessor
  • Gute Update-Garantie
  • Sehr gute Akku-Laufzeit
  • Moto My UX und Ready For
  • 125-Watt-TurboPower-Netzteil

Contras des @VARIANT

  • Kamera nicht auf Flaggschiff-Niveau
  • Nur eine Speicherkonfiguration
  • Keine analoge Klinkenbuchse
  • Kein microSD-Support

Kaufen & Kurzfazit

Das Motorola Edge 40 Pro gibt es seit Anfang April auch hierzulande zu kaufen, wobei Ihr die Wahl zwischen den beiden Farben Interstellar Black und Lunar Blue habt. In Deutschland ist das Device leider nur in einer Speicher-Konfiguration erhältlich, obwohl die chinesische Lenovo-Tochter im Heimatland zwei Varianten im Angebot hat. Während man sich in China auch für 512 GB entscheiden kann, sind es hierzulande „vorerst nur“ 12 GB LPDDR5X RAM und nicht erweiterbaren UFS-4.0-Programmspeicher mit einer Kapazität von 256 GB.

Und obwohl ich persönlich diese Größe für komplett ausreichend halte, habe ich den fehlenden microSD-Karten-Support in der Gesamtbewertung als negativen Kritikpunkt einfließen lassen. Manch einer wünscht sich diesen, wenngleich die Lese- und Schreib-Geschwindigkeit fernab von dem ist, was der interne Speicher zu leisten vermag.

Der Blick auf die technische Daten verrät uns, dass sich das Motorola Edge 40 Pro in der Klasse der Flaggschiffe unter 1.000 Euro einsortiert. Dort gibt es schlagkräftige Konkurrenz wie das Samsung Galaxy S23, das Apple iPhone 14 oder auch das Xiaomi 13 gilt es zu schlagen. Lasst uns also gemeinsam herausfinden, ob Moto bei der prominenten Konkurrenz als günstigster Anbieter mit einem Preis von 899,99 Euro da mithalten kann.

Kurzfazit:

Das Motorola Edge 40 Pro mag augenscheinlich einen Strategiewechsel bei der Lenovo-Tochter einläuten: Man will eindeutig verstärkt in der 1. Liga mitspielen. Das ist dem neuesten Moto-Flaggschiff mit einem 165-Hz-Display, schnellem UFS-4.0-Speicher und dem Snapdragon 8 Gen 2 gelungen. Und das auch noch zu einem nahezu konkurrenzlosen Preis von unter 900 Euro. Dafür erst einmal Chapeau Motorola.

Auch bei der Akku-Leistung haben wir dank mitgelieferten 125-W-Netzteil nichts zu kritisieren. Lediglich die 60-MP-Front- und das Hauptkamera-Trio konnten uns primär bei den Nachtaufnahmen nicht überzeugen. Das kann aber im Nachhinein noch softwaretechnisch gelöst werden. Sollte das Motorola noch via Update gelingen, ist das Motorola Edge 40 Pro eine absolute Empfehlung wert, die unter Umständen von vielen bislang übersehen wurde!

Design & Display

Das Motorola Edge 40 Pro wirkt edel mit seinem auf allen Seiten gewölbtem Glas. Wie die Front wird auch die Rückseite durch Corning Gorilla Glass Victus geschützt und beherbergt zudem eine auffällige Kamera-Insel. Beim Display fällt vor allem die hohe Bildwiederholrate auf: 165 Hz sind schon eine stolze Ansage und sonst nur in einem Gaming-Smartphone anzufinden.

Gefällt mir:

  • Fingerabdruck resistentes Design
  • IP68-Zertifizierung
  • Tasten sind gut positioniert
  • Smartphone liegt gut in der Hand
  • Auch ein FHD+-Display kann überzeugen

Gefällt mir nicht:

  • Kein 3,5-mm-Klinkenanschluss
  • Kein microSD-Support
Motorola Edge 40 Pro
Eine Bildwiederholrate von 165 Hz findet man sonst nur in einem Gaming-Smartphone. / © NextPit Bildquelle: NextPit

Das 6,67 Zoll große pOLED-Display bietet ansonsten eine eher marktübliche Auflösung von 2.400 x 1.080 px, was ein wenig verwundert, da die Konkurrenz mehr maximale Pixel auf dem Bildschirm bietet. Zumindest trägt es sachdienlich dazu bei, kostbaren Strom zu sparen. Und Hand aufs Herz, ist der Unterschied der Auflösung auf dem „kleinen“ Display wirklich auf Anhieb zu erkennen? Wir meinen eher nicht. Das Panel überzeugt auf ganzer Linie, nicht zuletzt durch seine außergewöhnliche Blickwinkel-Stabilität.

Motorola Edge 40 Pro
Das Curved-Display des Motorola Edge 40 Pro ist nicht jedermanns Sache, aber sehr blickwinkelstabil. / © NextPit Bildquelle: NextPit

Die gebogenen Ränder mögen vermutlich nicht jedem gefallen, aber bei der Unterstützung für Dolby Vision und HDR10+ sind sich dann sicher wieder alle einig. Apropos Dolby: Auch Dolby Atmos wird unterstützt, darüber hinaus gibt es zwei Speaker für Stereosound. Der Sound klingt aufgrund des bedingten Platzmangels entsprechend gut.

Auf der Rückseite fällt der Kamera-Bereich auf, der die drei Sensoren in einer fast quadratischen Insel zusammenfasst. Vorn findet die Selfie-Knipse im zentralen Punch-Hole Platz. Hier setzt der Konzern zumindest auf dem Datenblatt eine satte Duftmarke mit stolzen 60 MP. Das Motorola Edge 40 Pro ist IP68-zertifiziert, wiegt 199 Gramm und misst 161,16 x 74 x 8,59 mm. Das Edge 40 Pro ist sehr hochwertig verarbeitet und liegt auch angenehm in der Hand. Die satinierte Rückseite bietet einen sicheren Halt und verhindert zudem unschöne Fingerabdrücke. Wer auf Nummer Sicher gehen will, nutzt die beigelegte Schutzhülle!

Motorola Edge 40 Pro
Auch die Rückseite besteht aus Glas und dank Satinierung auch resistent gegen Fingerabdrücke./ © NextPit Bildquelle: NextPit

@VARIANT: Software

Lenovo bzw. Motorola liefert das Edge 40 Pro mit Android 13 aus. Mit dabei die hauseigene Moto My UX (User Experience) und Ready For, als mobile Schnittstelle zu einem TV oder PC-Monitor. Bei den Updates liegt man mit drei großen Android-Iterationen und Support für vier Jahre Google-Sicherheitsupdates im soliden Android-Mittelfeld. Wer sich das Teil gönnt, wird also zumindest noch mit Android 16 bedacht. 

Gefällt mir:

  • Android 16 wird garantiert
  • Clean und ohne Bloatware
  • Google-Roots erkennbar

Gefällt mir nicht:

Motorola Edge 40 Pro
Das Motorola Edge 40 Pro bietet 3 Jahre System- und 4 Jahre Google-Sicherheits-Updates. / © NextPit Bildquelle: NextPit

Im Gegensatz zu so manchem Mitbewerber auf diesem Marktsegment verschont Euch das Edge 40 Pro, was Bloatware angeht – sofern Ihr ein umfangreiches Sortiment an Google-Anwendungen nicht als Bloatware anseht. Auf den ersten Blick präsentiert sich die Oberfläche wieder so aufgeräumt wie bei der Vorgänger-Serie rund ums Edge 30 Pro. Genauer werde ich darauf aber dann im ausführlichen Test eingehen. So viel ist aber klar: Die hauseigene Benutzeroberfläche samt „Ready For“ ist sehr dezent und dennoch effektiv. Auch die stark an Googles „Material You“-Design angelegten Design-Modifikationen gefallen sehr. Überhaupt leugnet Motorola nicht seine einstigen Google-Wurzeln (2012 bis 2014), die auch dem Edge 40 Pro gut zu Gesicht stehen.

Motorola Edge 40 Pro
Motorola Edge 40 Pro / Bildquelle: NextPit

@VARIANT: Performance

Motorola kombiniert den Snapdragon 8 Gen 2 mit 12 GB LPDDR5X RAM und 256 GB UFS-4.0-Speicherplatz und legt gegenüber dem Vorjahresmodell noch einmal eine Performance-Schippe drauf. Auch bei der Konnektivität gibt sich das Unternehmen keine Blöße: Neben Wi-Fi-6E-Funktionalität wird das Edge 40 Pro bereits als „Wi-Fi 7 ready“ ausgewiesen.

Gefällt mir:

  • Sehr gute Performance
  • Schneller RAM und schneller Speicher

Gefällt mir nicht:

  • Kein microSD-Karten-Support
  • Keine Speicherwahl beim Kauf
Motorola Edge 40 Pro
Mit einem Snapdragon 8 Gen 2 und 12 GB RAM lässt sich nach Lust und Laune alles zocken, was der Google Play Store hergibt! / © NextPit Bildquelle: NextPit

Hardcore-Spielsession zeigen, dass das Motorola-Smartphone, beziehungsweise das im 4-nm-Prozess gefertigte SoC (System on a Chip) auch durchaus bereit sind, eine gewisse Hitze auszustrahlen. Wer also das Edge 40 Pro richtig hart ran nimmt, sollte auch mit gewissen Temperaturen auf der Rückseite rechnen. Jedoch nichts, was nicht von menschlicher Hand auszuhalten wäre. Es konzentriert sich hauptsächlich rechts neben dem Kamera-Array, wo augenscheinlich auch der Prozessor verbaut zu sein scheint.

Motorola Edge 40 Pro
Das Motorola Edge 40 Pro kann an gewissen Stellen auch wärmer werden. / © NextPit Bildquelle: NextPit

Die Performance ist – wen wundert – über jeden Zweifel erhaben. Nur Samsung bietet den aktuell schnellsten Qualcomm-Prozessor mit leichten Modifikationen augenscheinlich etwas performanter an. Ob das wirklich etwas im Alltag bringt, darf gern angezweifelt werden. Aber natürlich wollten wir auch in unserem ausführlichen Test des Motorola Edge 40 Pro wissen, wie groß die Unterschiede im Detail sind. Hier also unsere Übersicht der Benchmark-Ergebnisse:

  Motorola Edge 40 Pro Samsung Galaxy S23 Apple iPhone 14 Xiaomi 13
Snapdragon 8 Gen 2 SD 8 Gen 2 „For Galaxy“ A15 Bionic Snapdragon 8 Gen 2
3D Mark Wild Life 8.062 Zu leistungsstark Zu leistungsstark Zu leistungsstark
3D Mark Wild Life Stress Test Bester Loop: 12.125 
Schlechtester Loop: 6.099
Bester Loop: 11.049
Schlechtester Loop: 6.169
Bester Loop: 9.761
Schlechtester Loop: 8.321
Bester Loop: 12.914
Schlechtester Loop: 10.432
Geekbench 5 Single: 1476
Multi: 4765
Single: 1537
Multi: 4807
Single: 1.699
Multi: 4.817
Single: 1481
Multi: 4310

Zumindest im „3D Mark Wild Life“ und „Wild Life Stress Test“ konnte das Motorola Edge 40 Pro deutlich besser als das übertaktete Samsung Galaxy S23 abschneiden. Lediglich im Geekbench 5 musste sich das Moto dem S23 geschlagen geben. Während im Single-Core-Test das 40 Pro schlechter als das Xiaomi 13 abschneidet, kann es im Multi-Core-Test mit 4.765 Punkten wieder überzeugen. Man kann also zusammenfassend resümieren, dass sich das Motorola Edge 40 Pro im Gesamtfeld der aktuellen Flaggschiffe im guten Mittelfeld platziert.

Motorola Edge 40 Pro
Das Motorola Edge 40 Pro befindet sich im Flaggschiff-Segment im goldenen Mittelfeld. / © NextPit Bildquelle: NextPit

Speicher

Das Motorola bietet in europäischen Gefilden anders als im Lenovo-Heimatland China nur eine Speicherkonfiguration des Edge 40 Pro auf. Positiv gesehen erleichtert es die Qual der Wahl für den potenziellen Kunden. Da es sich hier um 12 GB schnellen LPDDR5X Arbeitsspeicher und 256 GB UFS-4.0 internen Programmspeicher handelt, was aktuell das schnellste ist, was der Markt so hergibt, gibt es auch hier wenig Platz zur Kritik.

Sicher, es gibt immer noch Liebhaber der guten alten microSD-Karte. Doch ich halte es da wie Google, die diese Art der Datenspeicherung aufgrund der langsamen Lese- und Schreibgeschwindigkeiten ablehnen. Klar will das auch die Cloud-Datenspeicherung fördern, der nicht alle vertrauen. Ein echter Kritikpunkt ist das in meinen Augen aber nicht, auch wenn ich mich der Mehrheit unseren treuen Leser „noch“ beuge. 

Motorola Edge 40 Pro
256 GB sollten in der Regel reichen! / © NextPit Bildquelle: NextPit

@VARIANT: Kamera

Die Kamera präsentiert sich vielseitig: Neben der Hauptkamera mit 50 MP komplettieren ein kombinierter Ultraweitwinkel-Makro-Sensor mit 50 MP und die 12-MP-Telefoto-Cam das Kamera-Lineup. Vorn kommt wieder ein Selfie-Shooter mit 60 MP zum Einsatz, der zumindest auf dem Datenblatt fast furchteinflößend wirkt.

Gefällt mir:

  • Sehr gute Tagesaufnahmen
  • Selfies wissen bei Tage zu gefallen
  • Auch Weitwinkel- und Zoom-Kamera können bei Tage überzeugen

Gefällt mir nicht:

  • Hauptkamera kann bei Nacht nicht glänzen 
  • 16-fache Vergrößerung ist nicht mehr zu gebrauchen
  • Nachtaufnahmen mit der Frontkamera sind noch schlimmer
Motorola Edge 40 Pro
Die 60-MP-Frontkamera ist am Tag top und in der Nacht ein Flopp! / © NextPit

Motorola setzt wieder auf die „Quad Pixel“-Technologie. Der Bildsensor der Hauptkamera wächst auf 1/15 Zoll an. Die Pixelgröße beträgt 1.0 μm, die sich aber durch besagte „Quad Pixel“-Technologie auf 2.0 μm verdoppelt. Gerade bei miesen Lichtbedingungen sollten wir da wohl von besseren Ergebnissen ausgehen. Neben der 50-MP-Ultraweitwinkel-Knipse, die sich auch um die Makro-Fotos kümmert, ist zudem eine 12-MP-Porträt-Kamera mit einer Blende von f/1.6 und einer Pixelgröße von 1.22 μm mit an Bord. 4K-Videos sind mit allen Sensoren möglich, die Hauptkamera liefert Euch bei 30 fps sogar 8K-Videos.

In meinem Hands-on habe ich über Ostern das Motorola Edge 40 Pro dank IP68-Zertifizierung mit zum Brandenburger „Tropical Island“ mitgenommen und für Euch ein paar Testfotos erstellt. Da diese aber überwiegend zur Nachtzeit stattgefunden haben, gibt es auch noch ein paar Aufnahmen außerhalb der ehemaligen Zeppelin-Halle. Der erste Eindruck weicht der vorherrschenden Euphorie. Versteht mich nicht falsch: Das Edge 40 Pro macht hervorragende Tagesaufnahmen. Auch die Makro-, Weitwinkel- und Zoom-Aufnahmen wissen bei ausreichenden Lichtverhältnissen zu gefallen. Abzüge gibt es in unserem Test aber für den 16-fachen Zoom, als auch speziell den Nacht-Aufnahmen. Das verwundert ein wenig, da die sogenannte „Quad Pixel“-Technologie genau das verhindern soll.

Motorola Edge 40 Pro Testfotos
Tagesaufnahme
Quelle: NextPit
Motorola Edge 40 Pro Testfotos
Tagesaufnahme
Quelle: NextPit
Motorola Edge 40 Pro Testfotos
Tagesaufnahme
Quelle: NextPit
Motorola Edge 40 Pro Testfotos
Tagesaufnahme im Gebäude
Quelle: NextPit
Motorola Edge 40 Pro Testfotos
Tagesaufnahme im Gebäude
Quelle: NextPit
Motorola Edge 40 Pro Testfotos
Tagesaufnahme
Quelle: NextPit
Motorola Edge 40 Pro Testfotos
Tagesaufnahme
Quelle: NextPit
Motorola Edge 40 Pro Testfotos
Tagesaufnahme
Quelle: NextPit
Motorola Edge 40 Pro Testfotos
Tagesaufnahme
Quelle: NextPit
Motorola Edge 40 Pro Testfotos
Tagesaufnahme
Quelle: NextPit
Motorola Edge 40 Pro Testfotos
Tagesaufnahme
Quelle: NextPit
Motorola Edge 40 Pro Testfotos
Tagesaufnahme
Quelle: NextPit
Motorola Edge 40 Pro Testfotos
Makroaufnahme
Quelle: NextPit
Motorola Edge 40 Pro Testfotos
Tagesaufnahme
Quelle: NextPit
Motorola Edge 40 Pro Testfotos
Tagesaufnahme mit Ultra-Weitwinkelkamera
Quelle: NextPit
Motorola Edge 40 Pro Testfotos
1x Zoom (verlustfrei)
Quelle: NextPit
Motorola Edge 40 Pro Testfotos
2x Zoom (verlustfrei)
Quelle: NextPit
Motorola Edge 40 Pro Testfotos
16-facher Zoom (digital)
Quelle: NextPit
Motorola Edge 40 Pro Testfotos
1x Zoom (verlustfrei)
Quelle: NextPit
Motorola Edge 40 Pro Testfotos
2x Zoom (verlustfrei)
Quelle: NextPit
Motorola Edge 40 Pro Testfotos
3x Zoom (verlustfrei)
Quelle: NextPit
Motorola Edge 40 Pro Testfotos
10-facher Zoom (digital)
Quelle: NextPit
Motorola Edge 40 Pro Testfotos
16-facher Zoom (digital)
Quelle: NextPit
Motorola Edge 40 Pro Testfotos
Selfie bei Tage (HDR)
Quelle: NextPit
Motorola Edge 40 Pro Testfotos
Selfie bei Tage (HDR)
Quelle: NextPit
Motorola Edge 40 Pro Testfotos
Nachtaufnahme
Quelle: NextPit
Motorola Edge 40 Pro Testfotos
Nachtaufnahme
Quelle: NextPit
Motorola Edge 40 Pro Testfotos
Nachtaufnahme
Quelle: NextPit
Motorola Edge 40 Pro Testfotos
Nachtaufnahme
Quelle: NextPit
Motorola Edge 40 Pro Testfotos
Nachtaufnahme
Quelle: NextPit
Motorola Edge 40 Pro Testfotos
Nachtaufnahme
Quelle: NextPit
Motorola Edge 40 Pro Testfotos
Nachtaufnahme
Quelle: NextPit
Motorola Edge 40 Pro Testfotos
Nachtaufnahme
Quelle: NextPit
Motorola Edge 40 Pro Testfotos
Selfie bei Nacht
Quelle: NextPit

Die Aufnahme in dem „Urwald“ wurde beispielsweise bei Nacht aufgenommen. Die Farben im Hintergrund lassen eher den Eindruck zu, dass es sich um Tagesaufnahmen handelt. Tatsächlich ein Phänomen, das jetzt nicht nur bei Motorola zu finden ist. Schlimmer da der Selfie, der zur gleichen Tageszeit aufgenommen wurde und trotz hoher Auflösung der Frontkamera keine Glanzleistung abliefert. Fotos hingegen, wie die von dem Berliner Fernsehturm gegen 18:00 Uhr oder innerhalb der Galerie Kaufhof wissen wiederum zu gefallen.

Auch bei den Aufnahmen der Blumen bei Tage in der Standard-Einstellung als auch im Makro-Modus gibt es keine Kritik. Die 12-MP-Zoom-Aufnahmen wissen im Grunde bei guten Lichtverhältnissen bis zur 10-fachen Vergrößerung zu gefallen. Wie bei den Bildern von der 3. Etage runter in den Hof, sind Blumen samt Rasen gut zu erkennen. Beim 16-fachen Zoom wird es dann aber eher matschig und unansehnlich. Ein Phänomen, welches nur wenige Smartphones beherrschen. Allerdings geht da die maximale Vergrößerung auch einmal hoch bis zum 100-fachen, wie zuletzt das Vivo X90 Pro+, dessen Fotoergebnisse im Vergleich deutlich besser abschneiden.

Motorola Edge 40 Pro
Die drei Hauptkameras können durchaus überzeugen, haben aber auch ihre Schattenseiten. / © NextPit Bildquelle: NextPit

Dagegen kann die Frontkamera bei ausreichend Licht wieder sehr gute Ergebnisse abliefern. Es hapert wohl allgemein bei Fotos mit wenig Licht. Während beim Selfie die schlechte Qualität bei dem zu kleinen Sensor und weniger der Auflösung an sich zu suchen ist, dürfte es bei der Hauptkamera eher eine Software-Einstellung sein, die bereits mit dem nächsten Update gefixed werden könnte.

@VARIANT: Akku

Der Akku ist im Vergleich zum Motorola Edge 30 Pro von 4.800 mAh auf 4.600 mAh geschrumpft. Das ist gegenüber der Konkurrenz wie dem Xiaomi 13 Pro (Test) mit 4.820 mAh oder dem Samsung Galaxy S23+ (Test) mit 4.700 mAh leider schlechter. Macht aber nichts, da die Ladeleistung mit 125 W fast verdoppelt wurde.

Gefällt mir:

  • Benchmark-Zeit spielt ganz oben mit
  • Wireless Charging möglich
  • Akku-Laufzeiten wissen zu gefallen
  • Kabelgebundenes Laden mit 125 W trotz USB 3.2

Gefällt mir nicht:

  • 15 W Wireless Charging hat noch Steigerungspotential
Motorola Edge 40 Pro
Die 125 Watt pumpen das Edge 40 Pro schleunigst „auf“! / © NextPit Bildquelle: NextPit

Beim Akku erfüllt Motorola alle wichtigen Kriterien: Das Edge 40 Pro lädt nicht nur richtig schnell, sondern auch kabellos mit 15 W – und Reverse-Charging ist ebenfalls möglich. Zudem packt Euch die Lenovo-Tochter den Charger auch mit in die Verpackung. Laut Motorola reichen sechs Minuten an der Steckdose, damit Ihr das Handy wieder für den ganzen Tag nutzen könnt.

In unserem Test gab es nach 5 Minuten Ladezeit 24 Prozent auf dem Tacho. Nach 20 Minuten waren es bereits 71 Prozent und keine 35 Minuten und der Akku ist von 0 auf 100 Prozent aufgeladen. Damit kann ich und jeder andere vermutlich gut leben.

Kommen wir zu den Laufzeiten, die vermutlich für die meisten von Euch deutlich wichtiger sind. Natürlich sind diese werte immer sehr unterschiedlich zu betrachten. Der eine hat mit mehreren E-Mail-Konten, starken Internet-Konsum und regelmäßigen Austausch mit seinen vielen sozialen Kontakten einen anderen Tagesbedarf als jemand, der sein Smartphone nur zum Telefonieren nutzt. Mein erster Eindruck vermittelt aber trotz intensivem Kamera-Gebrauch eine gesicherte Tagesnutzung ohne Steckdose.

Doch einen echten vergleichbaren Wert bekommt Ihr durch unseren standardisierten „PC Mark Work 3.0“-Batterietest. Hier wird das Smartphone in den Flugmodus versetzt und das Display mit einer Helligkeit von 200 Nits versehen. Das Ergebnis ist eine Laufzeit von 14 Stunden und 39 Minuten bis der Akku auf 20 Prozent runter genuckelt ist. Das ist schon einmal deutlich mehr als das Honor Magic 5 Pro mit einem 5.100 mAh starken Akku abliefert (13h 59 min). Auch ein Samsung Galaxy S23 Ultra kann da nicht mithalten (13h 9 min). Lediglich das Vivo X90 Pro+ kann diesen Wert mit 15 Stunden und 53 Minuten überbieten.

Motorola Edge 40 Pro
Das Motorola Edge 40 Pro ist mit einer Akku-Laufzeit von mehr als 14 Stunden schon im oberen Mittelmaß angelangt. / © NextPit Bildquelle: NextPit

@VARIANT: Technische Daten

  Technische Daten
Produkt
UVP ab 899,99 €
Display 6,67″, pOLED
2.400 x 1.080 px
165 Hz Bildwiederholrate
SoC Qualcomm Snapdragon 8 Gen 2
Arbeitsspeicher 12 GB RAM
Speicher 256 GB
Speicher erweiterbar?
OS Android 13
Kamera Hauptkamera: 50 MP, Blende f/1.8, OIS
Ultraweitwinkel/Makro: 50 MP, Blende f/2.2
Tele: 12 MP, Blende f/1.6
Selfie-Kamera 60 MP, Blende f/2.2
Akku 4.600 mAh
125 W Schnellladen, Ladegerät inklusive
bis zu 15 W kabelloses Laden
5 W kabelloses Power-Sharing
Konnektivität 5G / LTE / Wi-Fi 6E (Wi-Fi 7 ready) /Wi-Fi Direct / Bluetooth 5.3 / NFC
IP-Zertifizierung IP68
Farben Interstellar Black, Lunar Blue
Abmessungen und Gewicht 161,16 x 74 x 8,59 mm, 199 g

Abschließendes Urteil

Motorola Edge 40 Pro
Das Motorola Edge 40 Pro bietet für einen Preis von knapp 900 Euro viel Technik! / © NextPit

Das Motorola Edge 40 Pro ist auch nach unserem ausführlichen Test bei einem Preis von knapp 900 Euro und einem verbauten Snapdragon 8 Gen 2, samt 12 GB RAM und 256 GB Programmspeicher, sowie einem 6,7 pOLED-Display mit einer Bildwiederholrate von 165 Hz ein echtes „Sonderangebot“ unter den Flaggschiff-Smartphones das mir stolze 4,5 Sterne wert ist. 

Leistungstechnisch liefert die Lenovo-Tochter auf ganzer Linie ab. Wenn man das Doppelhaar in der Suppe sucht, findet man es bei der Kamera-Leistung, die bei der Nachtfotografie und dem 16-fachen Telezoom nicht auf ganzer Linie zur Premium-Konkurrenz überzeugen kann. Die Akku-Kapazität wirkt mit 4.600 mAh unter Umständen zur Konkurrenz ein wenig schmächtig, kann aber im „PC Mark Work 3.0“-Batterietest die Konkurrenz locker an die Wand spielen. On top legt Motorola trotz USB-Type-C in der Version 3.2 noch ein 125-W-Turbo-Charger mit in den Lieferumfang, der Euch das Smartphone in knapp 30 Minuten von 0 auf 100 Prozent aufpumpt. Konkurrent Xiaomi schafft es gerade auf 90 Watt bei dem schnelleren USB-Port.

Motorola Edge 40 Pro
Das Motorola Edge 40 Pro muss leider auch Federn lassen, wenngleich sie verkraftbar sind. / © NextPit Bildquelle: NextPit

Die Update-Garantie, ein schlankes Android 13 ohne Bloatware und tollen „Moto My UX“- und „Ready For“-Funktionen machen das Motorola Edge 40 Pro zu einer echten Alternative im sonst über 1.000 Euro teuren Flaggschiff-Segment. Ich für meinen Teil kann das Motorola Edge 40 Pro ruhigen Gewissens empfehlen, mit der Hoffnung, dass die Lenovo-Tochter noch ein Kamera-Update nachliefert, was die Nachtfotografie noch einen Tick optimiert.

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