Unter den neuesten Mods aus dem Hause Motorola befindet sich ein kleiner Drucker, der einem Z-Smartphone auf den Rücken geschnallt wird. In Deutschland ist er zwar offiziell angekündigt und kann auch auf der Webseite des Herstellers betrachtet werden, noch ist er aber nicht erhältlich. Die Kosten für den Insta-Share Printer werden sich auf 168 Euro belaufen.

Polaroid Version 2.0

Die Jüngeren unter Euch kennen vielleicht die gute alte Polaroid nicht mehr aus der Nähe. Diese Kamera macht es möglich, ein Foto direkt nach der Aufnahme zu drucken. Der Aufstieg der Digitalkameras haben die Technik zwischenzeitlich allerdings etwas in Vergessenheit geraten lassen. Die Idee dahinter, bekommt in letzter Zeit wieder etwas mehr Rückenwind – Stichwort Retro –, findet nun aber den Einsatz in einem ganz neuen Produkt.

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Der Drucker wird einfach auf das Moto Z-Smartphone aufgesetzt. / © NextPit Bildquelle: NextPit

Im Allgemeinen ist das Konzept das Selbe wie damals: Es geht darum, ein Bild zu schießen und direkt ausdrucken zu können. In der Praxis sieht das allerdings nun ganz anders aus, denn der Mod ist viel kleiner, leiser und intelligenter. Ein weitere entscheidender Vorteil: Nicht alle geschossenen Bilder werden direkt ausgedruckt, sondern der Nutzer kann seine Lieblingsbilder gezielt auswählen. Somit reduziert man schlagartig den unnötigen Papierverbrauch, die Bäume werden uns danken. In der App kann aber das passende Papier direkt nachbestellt werden.

Natürlich setzt Motorola hier stark auf Nostalgie, und hofft, dass sich viele alte Fans finden, die an einem Kauf interessiert sind. Der Mod richtet sich doch an eine bestimmte Klientel.

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Die Verbindung des Mods mit dem Smartphone könnte nicht einfacher von der Hand gehen. / © NextPit Bildquelle: NextPit

Eine kinderleichte Einrichtung

Wie auch alle weiteren Mods, hängt auch diese Kamera auf der Rückseite eines Moto Z-Smartphones. Das Anbringen klappt sofort und Magneten sorgen für den perfekten Halt. Will man es wieder entfernen, muss man schon ein bisschen Kraft aufbringen. Das sorgt für Vertrauen, dass die Konfiguration auch immer hält.

Auf der Vorderseite der Kamera ist eine passende Aussparung angebracht, damit die Kamera des Smartphones weiterhin freie Sicht genießt. Darunter wird der Mod dann deutlich dicker, was natürlich an der Druckeinheit und dem Papiertank liegt. Hier lässt sich der Mod öffnen, um Papier nachzulegen. Hier sei darauf hingewiesen, dass nur Papier mit 2 x 3 Zoll Platz findet. Standardmäßig handelt es sich dabei um ZINK Zero-Ink Papier. Die Technik des Papiers kennen wir schon von einem anderen Polaroid-Gerät, dem Instant Snap Touch. Diese Papier ist nicht ganz günstig, bei Amazon kosten 30 Blatt knapp 18,50 Euro.

Die Einrichtung auf dem Smartphone ist ebenso einfach wie das Anbringen des Mods. Sobald der Drucker  angeschlossen ist, erscheint eine Meldung auf dem Bildschirm, die über den angeschlossenen Mod informiert. Hier wird man dann auch aufgefordert, die passende App zu installieren. Eine weitere Einrichtung ist nicht nötig, der Drucker ist sofort einsatzbereit.

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Der Mod macht das Moto Z2 Play deutlich dicker. / © NextPit Bildquelle: NextPit

Was können wir mit dem Drucker alles machen?

Um ein Bild zu drucken, muss die offizielle App genutzt werden. Sie nennt sich passenderweise Insta-Share Printer und bringt allerhand Funktionen mit sich. Die erste erschließt sich von selbst: Fotos schießen und ausdrucken. Auf der Hauptseite der App befindet sich dafür ein Button namens “Take Photo”. Nach der Aufnahme des Bildes könnt Ihr es natürlich noch mal genauer ansehen, Filter anwenden und Sättigung, Kontrast, Helligkeit und viele andere Option anpassen, bevor Ihr es ausdruckt. Auch Rahmen, Texte oder andere Elemente können dem Bild hinzugefügt werden.

Habt Ihr die Bearbeitung beendet, klickt Ihr einfach auf Drucken oben rechts im Fenster. Das Bild wird dann sofort ausgedruckt und ist schnell abgetrocknet. Kurz gesagt, eine Polaroid mit Bildbearbeitung.

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Die App ist auch sehr einfach zu bedienen. / © NextPit Bildquelle: NextPit

Die App bietet aber noch weitere Möglichkeiten. Ihr wollt ein Bild drucken, dass Ihr schon aufgenommen habt? Kein Problem, auch das ist natürlich möglich. Zum einen erlaubt die App nachträglichen Zugriff auf alle Bilder, die über die App gemacht wurden. Hier finden Ihr dann auch alle Bilder, die Ihr nicht ausgedruckt habt. Ihr habt hier aber auch Zugriff auf Euren internen Speicher und könnt so Bilder drucken, die mit der hauseigenen Kamera-App oder irgendeiner anderen geschossen wurde.

Aber die App geht noch weiter und bindet weitere Bildquellen ein. Unten rechts befindet sich eine Schaltfläche, die die Verbindung zu Google Photos herstellt. Der Button auf der linken Seite ist den Fans von sozialen Netzwerken wohlbekannt: Hier könnt Ihr Euch in Euer Instagram-Konto einloggen und auf die Bilder zugreifen. Direkt daneben findet Ihr das Facebook-Logo vor, das selbiges nur eben mit Facebook erlaubt. Wiederum links daneben befindet sich der Button, um ein Bild aus dem internen Speicher auszuwählen.

Wie sieht es mit der Akkulaufzeit aus?

Der Insta-Share Printer verfügt über einen eigenen Akku und wird auch über einen eigenen USB-Typ-C-Anschluss aufgeladen. Leider ist dieser Port auf der Rückseite untergebracht und somit verdeckt, wenn der Mod mit dem Smartphone verbunden ist. Zum Aufladen muss er also immer vom Smartphone getrennt werden. Im Gegensatz zu anderen Mods ist das direkte Aufladen des Druckers mit Hilfe des Akkus des Smartphones nicht möglich. Um so bedauerlich ist seine eher begrenzte Akkulaufzeit. So lassen sich nur gut 20 Bilder drucken, bevor er sich schon verabschiedet.

Und wie sieht es mit der Bildqualität aus?

Die Qualität der ausgedruckten Bilder hängt selbstverständlich zunächst einmal von der Qualität der verwendeten Smartphone-Kamera ab. Im Falle unseres Moto Z2 Play, das wir für den Test verwendet haben, sind wir etwas enttäuscht, denn die Kamera ist die Schwachstelle des Smartphones.

Des Weiteren sind auf dem Bild leider vertikale Tinten-Streifen zu sehen, wie Ihr auf dem Bild unten erkennen könnt. Die Farben sind auch recht blass und erinnern etwas an die 90er Jahre. Ob das wohl Absicht ist? Vielleicht ist das Ziel, entsprechende Nostalgie hervorzurufen, in der heutigen Zeit können wir aber etwas mehr erwarten.

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In Sekundenschnelle landet das digitale Bild auf dem Papier. © NextPit Bildquelle: NextPit

Ist der Mod seinen Preis wert?

In Deutschland und den anderen Ländern in Europa wird der Insta-Share Printer 168 Euro kosten. Das ist durchaus eine Stange Geld, also lohnt es sich, den Kauf vorher genau zu hinterfragen. Solltet Ihr aus reiner Neugier den Drucker testen wollt, kann es gut sein, dass er Euch schon nach 5-6 gedruckten Bildern langweilig und der Mod in der Ecke landet. Es muss auch darauf hingewiesen werden, dass Foto-Enthusiasten von der Qualität der Bilder eher enttäuscht sein werden. Als Party-Spaß eignet sich der Drucker hervorragend, will einfach nur seine Lieblingsbilder ausdrucken, gibt es deutlich günstigere und effektivere Lösungen.