Pros des Motorola Moto X (2014)

  • Design und Verarbeitung
  • Intelligente Software-Funktionen

Contras des Motorola Moto X (2014)

  • Display nur Durchschnitt
  • Kamera mit Fokusproblemen
  • Akku zu schwach

Motorola Moto X (2014): Preis und Verfügbarkeit

Wer sich für ein Motorola Moto X (zweite Generation) interessiert, sollte jetzt schnell bei cyberport.de vorbeischauen. Dort wird das Smartphone in seiner 16-GB-Variante für nur 239 Euro angeboten. Versandkosten sind inklusive. Durch dieses Angebot spart man über 100 Euro, Interessierte sollten aber schnell zugreifen, denn die Aktion ist auf wenige Geräte begrenzt. Update: Die Aktion wurde leider schon beendet.

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Motorola Moto X (2014): Design und Verarbeitung

Das Moto X liegt wirklich sehr gut in der Hand und fühlt sich hochwertig an. Das liegt zum einem an der nach außen gewölbten Rückseite und zum anderen am Alurahmen, der nicht nur Wertigkeit vermittelt, sondern dem Moto X auch das nötige Gewicht verleiht. Trotz allem gehört es mit seinen 144 Gramm noch zu den leichteren Modellen. Zum Vergleich: Das HTC One (M8) im Alu-Unibody bringt 160 Gramm auf die Waage, das aus Glas und Alu gefertigte Sony Xperia Z3 152 Gramm.

moto x sim
Dank der gebogenen Rückseite liegt das Moto X gut in der Hand. / © nextpit Bildquelle: NextPit

Die Rückseite des Moto X ist beim Standard-Modell aus dem gleichen samtigen Kunststoff, den man auch schon vom Nexus 5 kennt. Dadurch wird die Gefahr verringert, dass es aus der Hand rutscht, allerdings zieht die Rückseite auch Fingerabdrücke und Flecken nahezu magisch an. Das ist aber überhaupt kein Problem, denn im Moto Maker kann man sein Moto X individuell gestalten. Dazu später mehr.

moto x back close
Hier gut zu sehen: Das eingelassene Motorola-Logo und der Kamera-Ring für den Blitz. / © nextpit Bildquelle: NextPit

Ebenfalls auf der Rückseite zu finden sind zwei weitere optische Besonderheiten: Das große, runde Motorola-Logo ist konkav eingelassen und dient so als Ablage für den Zeigefinger. Um die Kamera herum ist ein Ringblitz mit zwei an den Seiten angebrachten LEDs – ein Design, das man so bisher noch nicht bei anderen Smartphones gesehen hat.

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Der Power-Button ist zur besseren Unterscheidung geriffelt. / © nextpit Bildquelle: NextPit

Trotz aller positiven Aspekte gibt es aber auch zwei kleinere Kritikpunkte: Die Lautsprecher auf der Display-Front sind erhaben und als Nest für Staub und Schmutz nahezu prädestiniert. Die Power- und Lautstärketasten auf der rechten Seiten liegen sehr nah beieinander, sodass es gerade am Anfang leicht passieren kann, dass man aus Versehen den falschen Button drückt. Das scheint aber auch Motorola erkannt zu haben, deshalb ist der Power-Button zur besseren Unterscheidung geriffelt und nicht glatt wie die Lautstärkewippe.

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Unter den Lautsprechern sammelt sich schnell Staub und Schmutz an. / © nextpit Bildquelle: NextPit

Eine weitere Anmerkung noch zu den Front-Lautsprechern: Auch wenn es durchaus so aussieht, Ton kommt nur aus dem unteren Lautsprecher und dann auch nur in Mono. Anders als zum Beispiel das Xperia Z3 oder das HTC One (M8) liefert das Moto X 2014 keinen Stereosound. Dafür ist der Lautsprecher aber ausreichend laut, ohne dabei blechern zu klingen.

Motorola Moto X (2014): Display

Motorola verwendet beim Moto X wie schon beim Vorgänger ein AMOLED-Display mit Full-HD-Auflösung auf 5,2 Zoll. Die verwendete Displaytechnologie ist primär dem Software-Feature „Moto Infos“ geschuldet, bei dem Benachrichtigung in weißer Schrift und in weißen Symbolen auf einem schwarzen Hintergrund angezeigt werden. Schwarze Flächen verbrauchen bei AMOLED-Bildschirmen keinen Strom, da die entsprechenden Pixel einfach ausgeschaltet bleiben. Einen weiteren Vorteil gibt es aber noch: Das Display des Moto X ist extrem blickwinkelunabhängig und lässt sich aus jeder Perspektive nahezu ohne Farbverfälschungen betrachten.

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Das Display des Moto X ist bestenfalls nur Durchschnitt. / © nextpit Bildquelle: NextPit

Leider war es das dann auch schon mit dem Lob zum Display. Anders als viele LCD-Vertreter oder Samsung-Flaggschiffe ist der Bildschirm des Moto X 2014 nicht besonders hell und vollfarbige Flächen (z.B. der weiße Hintergrund bei Google Chrome) sind körnig und blass, selbst bei 100 Prozent Helligkeit. Darüber hinaus hat es einen minimalen Blaustich. Das Display ist deshalb bestenfalls Durchschnitt und für ein 500-Euro-Flaggschiff einfach nicht gut genug.

Motorola Moto X (2014): Besonderheiten

Im Moto X sind Infrarot-Bewegungssensoren verbaut, die zum Beispiel erkennen, wenn man sich mit der Hand dem Gerät nähert. Das Moto X zeigt dann „Moto Infos“ an, eine Kombination aus der aktuellen Uhrzeit und Benachrichtigungen. Aber die Sensoren werden auch dazu genutzt, um die Kamera zu starten, indem man das Moto X zweimal kurz schüttelt.

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Moto Infos informiert über eingehende Benachrichtigungen. / © nextpit Bildquelle: NextPit

Außerdem hört das Moto X auf Wunsch immer mit und verarbeitet auch bei ausgeschaltetem Display Sprachbefehle. Alles in allem sind Hard- und Software eng aufeinander abgestimmt.

Motorola Moto X (2014): Software

Nahezu pures Android

Auf dem Moto X 2014 läuft Android 4.4.4 KitKat in nahezu unveränderter Version, wie man es auch schon von Nexus-Geräten kennt. Lediglich ein paar System-Apps hat Motorola ausgetauscht, darunter die Kamera und Galerie, darüber hinaus ist neben Hangouts noch eine dedizierte SMS-App vorinstalliert.

„Moto“ ist das Kernstück

Kernstück des Moto X ist aber definitiv die App “Moto” und die kann richtig viel: Im Bereich “Regeln” lassen sich Aktionen festlegen, die bei bestimmten Umständen greifen. Im Modus “Nachtruhe”, dessen Zeitraum (z.B. 23:00 bis 08:00 Uhr) frei festgelegt werden kann, schaltet sich das Moto X automatisch stumm und lässt den Bildschirm ausgeschaltet, sodass dieser nur noch über den Power-Button, nicht aber durch die Annäherung mit der Hand eingeschaltet werden kann. Ist man mit dem Auto unterwegs, kann man automatisch Musik abspielen und sämtliche Nachrichten vorlesen lassen. Das Vorlesen von Nachrichten funktioniert auch dann, wenn man zu Hause ist. Ist man hingegen in einem wichtigen Meeting, schaltet sich das Moto X stumm, antwortet automatisch auf entgangene Anrufe und Nachrichten und zeigt relevante Kalender an.

Im Bereich “Actions” wird die Gestensteuerung verwaltet. Ein Winken über das Display schaltet beispielsweise Anrufe stumm; wenn man zweimal schnell das Handgelenk dreht, startet die Kamera, und wenn man nach dem Telefon greift, wird Moto Infos gestartet.

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Die Moto-App zeigt, was das Moto X drauf hat. / © nextpit Bildquelle: NextPit

Der Bereich “Sprache” beherbergt alles, was mit dem gesprochenen Wort zu tun hat. Hier kann man zum Beispiel festlegen, auf welchen Auslösesatz das Moto X als Sprachbefehl reagieren soll. “OK Moto X” ist der Standardsatz, aber auch ausgefallene Sätze wie “Hör mir zu, Igor!” sind möglich. Hört das Moto X einmal zu, kann es eine Vielzahl verschiedener Befehle entgegennehmen und verarbeiten, ähnlich wie bei Apples Sprachassistent Siri.

Zu guter Letzt gibt es im Bereich “Infos” Personalisierungsoptionen für das oben genannte „Moto Infos“. Wer nicht für jede App Benachrichtigungen in „Moto Infos“ erhalten möchte, kann unerwünschte Apps hier ganz einfach ausschließen. Auch können hier Benachrichtigungsdetails zum Schutz der Privatsphäre ausgeschaltet werden. Der Inhalt von E-Mails oder SMS wird dann nur im entsperrten Zustand angezeigt.

Eine zweite Zusatz-App ist „Moto Connect“. Mit ihr lässt sich Zubehör wie die Moto 360 verwalten, außerdem ermöglicht sie in Zusammenspiel mit der gleichnamigen Chrome-Erweiterung die Verwaltung von SMS und Anrufen.

Motorola Moto X (2014): Performance

Im Moto X 2014 werkelt ein aktueller Quad-Core-Prozessor vom Typ Snapdragon 801 mit 2,5 GHz, der von 2 Gigabyte Arbeitsspeicher unterstützt wird. Das sorgt für eine durch und durch flüssige Bedienung, egal ob bei alltäglichen Aufgaben (wie z.B. WhatsApp, SMS, E-Mail) oder auch anspruchsvollen Dingen, darunter Foto- und Videobearbeitung oder grafikintensive 3D-Spiele. Oder um es noch einfacher auszudrücken: Egal, vor was für eine Aufgabe man das Moto X auch stellt, es lässt einen nie im Stich.

Motorola Moto X (2014): Kamera

Die Kamera ist ein zweischneidiges Schwert beim Moto X. Das Kamera-Interface überzeugt zwar durch seine Schlichtheit und die Möglichkeit, Fotos mit einem Tipp auf eine beliebige Displaystelle aufzunehmen, andererseits fehlen aber Optionen wie manuelle Belichtung, ISO oder auch simple Dinge wie ein Selbstauslöser. Ambitionierte Smartphone-Fotografen kommen also um die Verwendung einer alternativen Kamera-App nicht drumherum.

moto x 2014 kamera interface screenshot
Das schlichte Kamera-Interface des Moto X. / © nextpit Bildquelle: NextPit

Die Qualität der geschossenen Bilder ist leider auch nur mittelmäßig. Die Kamera löst zwar schnell aus und eignet sich dadurch in der Theorie für schnelle Schnappschüsse, allerdings enttäuscht sie durch unscharfe Aufnahmen und blasse Farben. Für Nahaufnahmen ist die Kamera nahezu ungeeignet, da Objekte einfach nicht richtig fokussiert werden. Das trübt den Foto-Spaß mit dem Moto X 2014 ungemein und auch der Ringblitz, der für eine natürlichere Beleuchtung bei Fotos, die mit Blitz geschossen wurden, sorgen soll, macht in der Praxis keinen Unterschied zu herkömmlichen LED-Blitzen. Kurzum: Die Kamera ist bestenfalls Mittelmaß und wer auf der Suche nach einem Smartphone mit guter Kamera ist, sollte einen großen Bogen um das Moto X machen.

Alle Testfotos in voller Auflösung findet Ihr auf meinem Google+-Profil.

Moto X 2014 Camera Sample
Quelle: NextPit
Moto X 2014 Camera Sample
Quelle: NextPit
Moto X 2014 Camera Sample
Der spezielle Blitz des Moto X liegt in der Praxis gleichauf mit ‚herkömmlichen‘ LED-Blitzen.
Quelle: NextPit
Moto X 2014 Camera Sample
Die Kamera produziert meistens unscharfe Bilder
Quelle: NextPit
Moto X 2014 Camera Sample
Quelle: NextPit
Moto X 2014 Camera Sample
Quelle: NextPit
Moto X 2014 Camera Sample
Quelle: NextPit

Motorola Moto X (2014): Akku

Mit 2.300 mAh fällt der Akku des Moto X im Vergleich zu aktuellen 2014er Flaggschiffen erstaunlich klein aus. Motorola selbst verspricht bis zu 24 Stunden Laufzeit bei gemischter Nutzung, aber diese höchst theoretische Angabe lässt sich in der Praxis unmöglich reproduzieren. Durchschnitts-Nutzer kommen vielleicht gerade noch so durch den Tag, Vielnutzer müssen aber damit rechnen, das Moto X spätestens nach einem halben Tag wieder mit Strom versorgen zu müssen.

moto x 2014 akkuverlauf
Akkuverlauf nach 8 und 12 Stunden. / © nextpit Bildquelle: NextPit

In unserem Praxistest hatte das Moto X nach einem 12-Stunden-Tag noch 26 Prozent Restladung. In dieser Zeit wurden ein paar Fotos geschossen, ab und an soziale Netzwerke wie Twitter/Facebook/Google+ besucht und knapp 30 Minuten im Internet gesurft. Telefonate wurden nicht geführt, ebenso keine Spiele gespielt.

Motorola Moto X (2014): Technische Daten

Im Einzelhandel wird das Moto X 2014 nur mit 16 GB internem Speicher verfügbar sein. Personalisiert man es über den Moto Maker von Motorola, stehen noch 32 Gigabyte als Option zur Wahl (für 50 Euro Aufpreis). Überhaupt ist der Moto Maker ein mächtiges Tool, lässt sich hier doch das Moto X nach Lust und Laune frei gestalten. Nicht nur verschiedene Farben stehen zur Auswahl, auch Rückseiten aus Leder oder Holz bietet Motorola an.

Abschließendes Urteil

Das Moto X hinterlässt gemischte Gefühle bei uns: Auf der einen Seite überzeugt es durch die hochwertige Verarbeitung und Haptik sowie die intelligenten Software-Funktionen. Auf der anderen Seite stehen jedoch mit dem mittelmäßigen Display, der durchschnittlichen Kamera und dem schlechten Akku so starke Gegengewichte auf der anderen Seite der Waagschale, dass dem Moto X eine Empfehlung verwehrt bleiben muss, zumindest solange der Preis nicht nach unten geht. Während sich das mittelmäßige Display noch verschmerzen ließe, sind gerade die Einbußen bei der Kamera und der Akkulaufzeit zu groß für ein 500-Euro-Smartphone. Eigentlich schade, denn das Moto X sah sehr vielversprechend aus.

Preis und Verfügbarkeit

Das Moto X der zweiten Generation ist ab Oktober zu einem Preis ab 499 Euro erhältlich. Mit zusätzlichen Personalisierungen und mehr Speicher kostet es im Moto Maker entsprechend mehr.