Pros des OPPO Find X

  • Innovatives Design
  • Schnelles Aufladen
  • Gute Fotos bei guten Lichtverhältnissen
  • Schnelle und zuverlässige Gesichtserkennung
  • Dual-SIM

Contras des OPPO Find X

  • Hoher Preis
  • Kein kabelloses Laden
  • Keine IP6X-Zertifizierung
  • Speicher nicht erweiterbar
  • Kein NFC
  • Mono-Lautsprecher

Preise zum Fürchten

Mit der Vorstellung am 19. Juni in Paris im Louvre-Museum konnte Oppo mit dem Find X sofort für viel Aufmerksamkeit sorgen. Das Flaggschiff des chinesischen Unternehmens wird in Frankreich, Holland und Spanien vermarktet und ist seit dem 7. September in den Farben Blau und Burgunder verfügbar. 

Der Preis? 999 Euro, mehr als das Huawei P20 Pro und genau so viel wie das Samsung Galaxy Note 9. Das Find X ist kein bescheidenes Smartphone, auch nicht im Vergleich zu den teureren Flaggschiffen von 2018. Oppo verfolgt eine völlig andere Strategie als z.B. Xiaomi, aber reicht das Find X, um Europa zu erobern?

Das Find X kostet mit 999 Euro mehr als ein Huawei P20 Pro und genau so viel wie ein Samsung Galaxy Note 9.

Der Hersteller hat auch eine Version veröffentlicht, die in Zusammenarbeit mit Lamborghini entwickelt wurde und den Preis auf 1699 Euro erhöht. Im Gegensatz zum normalen Modell kommen hier satte 512 GByte Speicher zum Einsatz, und dank Super-VOOC lädt es auch noch etwas schneller.

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Beide Farben erzeugen auf der Rückseite tolle Lichteffekte, ich persönlich bevorzuge aber das bordeauxfarbene Find X. / © NextPit Bildquelle: NextPit by Irina Efremova

Im Lieferumfang findet Ihr neben dem Smartphone ein Paar Kopfhörer, den VOOC-Ladeadapter, das USB-Kabel Typ C zum Laden, einen Stift zum Herausziehen des Steckplatzes für die SIM-Karte, einen Adapter für den Kopfhöreranschluss, eine Schutzabdeckung und die klassischen Bedienungsanleitungen.

Außergewöhnliches Design

Mit dem Find X versucht Oppo, das Konzept der Smartphones zu ändern. Diesmal greift der chinesische Hersteller nicht die Linien des viel kopierten iPhone X auf, sondern setzt auf ein einzigartiges Design. Und diesen Begriff in der Welt der Smartphones zu verwenden, ist heutzutage nicht mehr so einfach.

Die Front wird komplett vom Display eingenommen, eine Kerbe ist hier nicht zu finden.

Auf der Front sitzt ein gebogenes Glas, Gorilla Glass 5 sorgt vorne und hinten für ausreichend Schutz, zusammengehalten wird das Ganze von einem dünnen Metallrahmen. Auf der Vorderseite sind die Kanten um den Bildschirm herum fast nicht vorhanden und führen zu einem Bildschirm-zu-Gehäuse-Verhältnis von 93,8%. Es gibt keine Notch. Die Front ist vollständig mit dem Panoramic Arc Display (so lautet der offizielle Name) bedeckt. Aber die größte Überraschung ist auf den ersten Blick gar nicht zu sehen , und fährt erst später oben heraus.

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Gorilla Glass 5 schützt die Front- und Rückseite. / © NextPit Bildquelle: NextPit

Wenn Ihr das Smartphone einschaltet und die Kamera-App startet, bewegt sich der obere Teil des Find X und zeigt auf der Rückseite die Doppelkamera mit dem LED-Blitz in der Mitte und vorne die Kamera, die dem Selfie gewidmet ist und auch zum Entsperren des Smartphones durch Gesichtserkennung verwendet wird. Die Kameras kommen schnell heraus (laut Oppo dauert es 0,06 Sekunden bis sich der Mechanismus vollständig ausfährt). Wenn das Modul nicht ausgefahren ist, sieht das Find X aus wie eine dünne und elegante Glasscheibe, die nur das Markenlogo auf der Rückseite zeigt.

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Das Find X kommt edel und elegant daher. / © NextPit Bildquelle: NextPit by Irina Efremova

Eine stilistische Wahl, die sich von der üblichen unterscheidet, die schon auf den ersten Blick auffällt, auch wenn das Find X von vorne etwas an die Galaxy S-Linie von Samsung erinnert. Besorgniserregend ist die Langlebigkeit dieser mobilen Komponente: Oppo garantiert 300.000 Bewegungen. Wir wissen nicht, ob das Modul einen Sturz von oben überstehen kann – wir hatten nicht den Mut, es zu testen -, aber es ist möglich, sie manuell zum Einfahren zu zwingen. Dazu drückt man einfach etwas stärker von oben auf das Modul und schiebt es in das Gehäuse.

Legt Ihr das Find X auf rutschigen Oberflächen ab, verabschiedet es sich auch gerne mal.

Das Find X misst  156,7 x 74,2 x 9,4 Millimeter und wiegt 186 Gramm (6 Gramm mehr als das P20 Pro, aber noch weniger als das Note 9). Wie alle Geräte aus Glas zieht es leicht Fingerabdrücke an, es liegt aber sehr gut in der Hand. Auf glatten Oberflächen neigt es schnell dazu, einfach wegzurutschen. Es gibt ja kein Kamera-Modul, an dem es sich festhalten könnte.

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Das Oppo Find X unterstützt Dual-SIM, eine MicroSD-Karte findet allerdings keinen Platz. / © NextPit Bildquelle: NextPit

Am unteren Rand neben dem USB-Typ-C-Anschluss befindet sich auch ein Steckplatz, in dem zwei Nano-SIMs Platz finden. Eine MicroSD-Karte wird nicht unterstützt und es verfügt auch über keinen Kopfhöreranschluss, eine verständliche Designwahl beim Betrachten des Smartphones. Das Find X bietet keine IP6x-Zertifizierung, ist aber immerhin wasserabweisend.

Oppo hat es mit dem Find X geschafft, mich zu überraschen und hat auch eines der Probleme gelöst, die die meisten neuen Smartphones haben, die vorstehende Kamera. Danke Oppo!

Ein Fingerabdrucksensor findet keinen Platz mehr

Wir erwarteten, den Fingerabdruckleser unter dem Bildschirm zu finden, wie ihn Huawei im Mate RS Porsche Design integriert hatte, aber Oppo hat sich dagegen entschieden. Lieber setzte man auf die Gesichtserkennung zum Entsperren, damit das Design so minimalistisch und sauber bleiben konnte, wie möglich.

Drückt Ihr den Powerbutton, fährt die Kamera schon aus, bevor das Display an ist.

Zum Entsperren bietet Oppo zwei Modi an: Entweder müsst Ihr zunächst auf dem Sperrbildschirm wischen oder Ihr drückt einfach nur den Power-Button, um die Kamera ausfahren zu lassen. Die erste Variante ist standardmäßig aktiv, ich habe aber schon am Samstagabend die zweite Option aktiviert, da ich sie definitiv praktischer finde. Wenn Ihr dann den Power-Button drückt, wird die Kamera schon ausgefahren, bevor der Bildschirm aktiv ist.

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Das Entsperren per Gesichtserkennung klappt schnell und präzise. / © NextPit Bildquelle: NextPit

Das System ähnelt dem von Apple: Dank der Advanced 3D Structured Light-Technologie projiziert es 15.000 Punkte auf das Gesicht des Benutzers und erzeugt ein komplettes 3D-Modell, das mit dem zuvor aufgenommenen verglichen werden kann.

Das Gesichtserkennungssystem des Find X kann auch für Zahlungen bei WeChat, die in China am häufigsten verwendete Instant-Messaging-App, verwendet werden.

Oppo drängt den Benutzer regelrecht, sich mit diesem neuen Entsperrungssystem Vorlieb zu nehmen, das noch sicherer sein sollte als der herkömmliche Fingerabdrucksensor. Das System ist schnell, genau und funktioniert auch im Dunkeln. Wenn Ihr es jedoch nicht verwenden möchtet, könnt Ihr es natürlich deaktivieren und Euch auf die herkömmlichen Methoden verlassen.

  • Wir haben den Fingerabdrucksensor unter dem Display ausprobiert – und lieben gelernt

F*** you Notch!

Ein Highend-Smartphone ohne Notch zu finden, wird langsam zu einem Kunststück. Es gibt aber Ausnahmen, wie z.B. Samsung und eben Oppo mit dem Find X.

Das führt dazu, dass Oppo dem Nutzer ein Display mit einem hohen Bildschirm-zu-Gehäuse-Verhältnis und einem Display bieten kann, das praktisch frei von jeglichen Unterbrechungen und Rahmen ist. Die Frontkamera für Selfies ist vorhanden, tritt aber nur bei Bedarf in den Vordergrund, ebenso wie der Sensor, mit dem Ihr das Gerät entsperren könnt.

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Das 6,4 Zoll große OLED-Display kommt ohne Notch oder anderen Kanten und Ecken aus. / © NextPit Bildquelle: NextPit

Mit einem 19,6:9-Format und einer Diagonale von 6,42 Zoll erfüllt das Display die Bedürfnisse von Spielern und Fans von TV-Serien, Filmen und Multimedia-Inhalten im Allgemeinen. Oppo verwendet auf seinem Find X ein gebogenes OLED-Panel im Dual-Edge-Stil mit einer Auflösung in FHD+, was zu 401 ppi führt.  Das Display schneidet gut ab , auch wenn es nicht das Niveau der OLEDs erreicht, die bei Samsung-Flaggschiffen zum Einsatz kommen: 

  • Oppo Find X: Lichteffekte und notchloses Display im Detailcheck

Im Display verborgene Sonderfunktionen

Einige der Sonderfunktionen des Find X sind in der Anzeige versteckt . In den entsprechenden Einstellungen findet Ihr einen Panoramalichteffekt, der die drei Kanten des Displays beim Empfangen von Benachrichtigungen und Anrufen beleuchtet (eine ähnliche Funktion ist auch bei der Galaxy-S-Serie verfügbar). Eine toller Effekt, wenn Ihr in einem dunklen Raum seid. Ihr könnt die Farbtöne anpassen und sie für Benachrichtigungen und/oder eingehende Anrufe aktivieren.

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Die Panorama-Lichteffekte könnt Ihr in den Einstellungen aktivieren. / © NextPit Bildquelle: NextPit

Die geschwungenen Kanten des Displays verbergen dann zwei nützliche Features: Mit zwei Mal Antippen wechselt Ihr zu der zuletzt verwendeten App. Auch um die Übersicht der zuletzt verwendeten Apps zu öffnen, gibt es eine entsprechende Geste. Das Oppo find X bietet auch ein Always On Display (unter dem Namen Screen Clock), das Uhrzeit, verpasste Anrufe, SMS und ungelesene Nachrichten anzeigt.

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Dank des Edge-Displays könnt Ihr nützliche Gesten einrichten. / © NextPit Bildquelle: NextPit

ColorOS: immer besser, aber weiterhin mit Problemen

Das Find X ist mit ColorOS 5.1 auf Basis von Android 8.1 Oreo ausgestattet . Der Sicherheitspatch ist allerdings auf dem Stand von Mai 2018. Die Oberfläche von Oppo ist sehr individuell, wie es bei chinesischen Marken oft der Fall ist. Die internationale Software wird mit integriertem Google-Servicepaket inklusive Play Store ausgeliefert. Ihr werdet nicht viele vorinstallierte Apps oder einen App-Drawer finden, alle Apps werden auf den Homescreens angezeigt.

Das Update auf Android 9.0 Pie sollte auf jeden Fall kommen. Das Find X ist zu dem auch mit dem Google Assistant und Google Lense ausgestattet.

  • Android 9 Pie: Update-Übersicht für Smartphones und Tablets
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Auf dem Oppo Find X läuft ColorOS 5.1, basierend auf Android 8.1 Oreo. / © NextPit Bildquelle: NextPit

In den Homescreen-Einstellungen findet Ihr Hintergrundbilder und Themes, die Ihr anwenden könnt, um das Gerät etwas persönlicher zu machen. Einige der Themes sind kostenlos, es gibt aber auch kostenpflichtig. Ihr könnt durch das System mit Hilfe von Gesten navigieren, an die Ihr Euch sicher erst gewöhnen müsst, oder…. sie schnell wieder deaktiviert, um zu den klassischen Navigationstasten zurückzukehren. So ist es mir zumindest ergangen. Aber so ergeht es offensichtlich nicht jedem. Es wird Zeit brauchen, bis ich mich daran gewöhnt habe. Kleine Anmerkung, die Gesten sind standardmäßig nicht aktiv.

Insgesamt läuft ColorOS sehr rund und ist angenehm zu bedienen, es gibt aber weiterhin einige Probleme.

Ich fand den integrierten intelligenten Assistenten praktisch: Er optimiert die Ressourcenverwaltung und liefert personalisierte Informationen auf dem Bildschirm, die von links nach rechts zugänglich sind: Wettervorhersage, Schrittzähler, Fotos, Kontakte, Events, Online-Bestellungen, Routenmanagement, schnelles Öffnen einer App mit einem Fingertipp. Und alles kann nach den eigenen Wünschen angepasst werden.

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Eines der Themes, welches das Oppo Find X bietet und das Einstellungsmenü / © NextPit Bildquelle: NextPit

Auf dem Find X findet Ihr nützliche Funktionen wie Clone-App (seit einiger Zeit auch von Huawei angeboten und nützlich, um zwei Facebook-, Instagram-, WhatsApp-, etc. Accounts gleichzeitig zu nutzen), Game Space (für ein optimiertes und störungsfreies Spielerlebnis), Splitscreen (einfach die Multitasking-Taste gedrückt halten, um den Bildschirm zu teilen), Private Sicherheit (zum Schutz Ihrer privatesten Inhalte), Kinderbereich (zur Kontrolle der Aktivitäten von Kindern) und Schutz personenbezogener Daten (hier werden den Apps, die versuchen, Informationen wie Kontakte, Nachrichten und Ereignisse zu lesen, leere Informationen geliefert). Es gibt auch einen integrierten Telefon-Manager, der dem von Huawei-Geräten sehr ähnlich ist.

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ColorOS bietet einige interessante Features. / © NextPit Bildquelle: NextPit

Insgesamt ist ColorOS flüssig, schnell und angenehm zu bedienen. Aber man muss sich daran gewöhnen, so sind die Einstellungen z.B. deutlich anders sortiert, als wir es von Android normalerweise gewöhnt sind. Es ist schön zu sehen, wie Oppo daran gearbeitet hat, eine viel ausgereiftere Software zu liefern, aber es gibt noch etwas zu tun.

Einige Menüpunkte sind nicht korrekt übersetzt, Benachrichtigungen können nicht mit einem kurzen Wisch gelöscht werden, und dann gibt es das Systemproblem, das das Eintreffen von Benachrichtigungen auf nur 5 Anwendungen beschränkt. Ein Problem, das wir bereits mit dem Oppo R15 hatten und das immer wieder auftritt. Gmail, WhatsApp, Instagram, YouTube, Facebook…. und für andere Apps, was ist mit denen? Ihr müsst ihre Benachrichtigungen manuell überprüfen.

Snapdragon 845 als Performance-Versicherung

Auch die Hardwarekomponenten des Oppo Find X sind eines 2018-Flaggschiff würdig : Snapdragon 845 und Adreno 630 GPU laufen im Inneren des Geräts neben 8 GByte RAM und bis zu 256 GByte internem Speicher. Der Prozessor von Qualcomm hat uns bereits gezeigt, dass er ausgezeichnete Ergebnisse erzielen kann, und Oppo hat auch bei der Softwareoptimierung gute Arbeit geleistet.

Beim Find X läuft alles reibungslos. Selbst bei längeren Spielsitzungen erlebte ich keine ungewöhnliche Überhitzung: Nur bei Benchmarktests wurde der Rahmen wärmer, was aber nicht weiter beunruhigend ist.

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Mit Game Space könnt Ihr Euer Spielerlebnis noch etwas verbessern. / © NextPit Bildquelle: NextPit by Irina Efremova

Beim Geekbench-Benchmark positionierte sich das Find X etwas unter den anderen Flaggschiffen mit Snapdragon 845 und dem Exynos 9810 vom Galaxy S9, überholte aber den Kirin 970 des Huawei P20 Pro und den älteren Snapdraon 835, der vom Pixel 2 XL genutzt wird. Auf dem Papier gibt es einige Unterschiede zum Exynos 9810, der die schlechtesten 3D-Mark-Tests in Bezug auf die Grafikleistung aufweist, aber das wird bei PassMark eingelöst, wo das chinesische Flaggschiff jedoch besser abschneiden konnte als das Note 9.

  • Oppo Find X: Schön, schnell und trickreich

Sauberer Klang, aber schlecht positionierter Lautsprecher

Das Find X bietet einen einzelnen Lautsprecher an der Unterseite des Geräts, links. Es ist ein Moto-Lautsprecher, aber er macht sich bemerkbar, weil er eine ziemlich hohe Lautstärke und einen sauberen Klang bietet.

Das gesamte Audioerlebnis, ob beim Spielen, Musik- oder Videospielen, ist gut. Ich habe jedoch ein Problem: Es ist einfach, den Lautsprecher bei Videoanrufen oder während der Wiedergabe mit der Hand zu bedecken. 

Der Lautsprecher ist schnell beim Spielen oder Video-Gucken mit der Hand abgedeckt.

Das Find X integriert auch ein intelligentes Mikrofon, das in der Lage ist, den Umgebungsgeräuschpegel zu analysieren und seine Leistung entsprechend anzupassen, was die Interaktion mit dem Google Assistant verbessert: Die Erkennung des Befehls ‚Hey Google‘ ist somit einfacher. 

Zwei versenkbare Kameras und 3D-Selfies

Betrachtet man das Find X , scheint es als hätte Oppo vergessen, eine der wichtigsten Komponenten in einem Smartphone zu implementieren: die Kameras. Sowohl Haupt- als auch Frontkamera sind nicht sichtbar, da sie im Gerät verborgen sind.

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Sowohl Front- als auch Rückkamera sind auf den ersten Blick nicht zu sehen, sondern erst, wenn das Modul herausgefahren ist. / © NextPit Bildquelle: NextPit

Wenn Ihr die Kamera-App startet, zeigt das Oppo Find X am Gehäuse eine Doppelkamera, die vom LED-Blitz unterstützt wird. Das Setup besteht aus einem 20-Megapixel- und einem 16-Megapixel-RGB-Sensor (bzw. Sony IMX376k und IMX519 mit 1,22nm Pixel) mit f/2,0 Blende. eine optische Stabilisierung ist auch vorhanden.

Auf der Vorderseite befindet sich ein 25-Megapixel-Objektiv mit f/2.0-Blende und Sony IMX576-Sensor. Selfies werden von Oppo nicht erneut vernachlässigt und wenn Ihr Porträts liebt, dürft Ihr Euch darüber freuen, dass die Kamera das gerahmte Objekt leicht isolieren kann, indem sie den Hintergrund verwischt. Um das fotografische Erlebnis zu optimieren, ist die KI in der Lage, die gerahmten Szenarien zu erkennen und die Einstellungen entsprechend anzupassen.

Aber wie gut sind die Fotos vom Find X? Alle Details über das fotografische Erlebnis des Find X findet Ihr im entsprechenden Artikel:

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Die Farbwiedergabe der Kamera des Find X ist wirklich großartig. / © NextPit Bildquelle: NextPit

Integrierte VOOC-Aufladung, aber kein drahtloses Laden

Das Find X besitzt einen 3750 mAh starken Akku , der beim PCMark Battery Test ein Ergebnis von 8 Stunden und 17 Minuten erzielt hat (der Test misst die Zeit, die das Gerät benötigt, um von 80 bis 20% der Ladung zu kommen). Ein nicht überraschendes, aber dennoch gutes Ergebnis. Bei intensiver Nutzung des Gerätes könnt Ihr auf einen Tag Laufzeit setzen, während bei moderater Nutzung der Weg zum nächsten Tag kein Problem darstellt.

Im PCMark Battery Test erreicht das Find X eine Laufzeit von 8 Stunden und 17 Minuten.

Für diejenigen, die OPPO kennen, ist die VOOC Charge Schnellladung nichts Neues und wurde auch in das neue Flaggschiff des Hauses integriert. In anderthalb Stunden könnt Ihr das Find X von 15% auf 100% bringen. Leider klappt das allerdings nur mit Kabel, kabelloses Aufladen unterstützt das Find X nicht.

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Das Find X bietet zwar eine schnelle Aufladung, aber keine kabelloses Laden. / © NextPit Bildquelle: NextPit by Irina Efremova

OPPO Find X: Technische Daten

Innovationen, die sich bezahlt machen

Endlich etwas Neues in der Welt der Smartphones! Ein interessantes Design, ein noch optimierteres Display und ein Datenblatt, das allen anderen Spitzenprodukten des Jahres 2018 das Wasser reichen kann. Gute, aktualisierte Hardwarekomponenten werden von gut optimierter Software begleitet. Letztere, eines der Hauptanliegen der Nutzer, wurde weiter verbessert und bietet ein gutes Gesamterlebnis. Oppo muss jedoch noch daran arbeiten, um sie besser zu machen und einige Probleme zu lösen.

Die wasserdichte Zertifizierung und die Mini-Buchse für die Kopfhörer fehlen, aber das Oppo Find X unterstützt Assistenten, Google Lens und stellt eine innovative versenkbare Kamera vor. Insgesamt ist das Find X ein echtes Flaggschiff, mit einigen Fehlern, die aber im Alltag eher selten wirklich stören.

Sein größtes Problem bleibt allerdings der Preis von 999 Euro. Nicht erstaunlich, wenn man sich Geräte wie das iPhone X und das Galaxy Note 9 ansieht, aber weniger überzeugend, wenn man die Popularität der Marke in unserem Land betrachtet. Es wird interessant zu sehen sein, ob das Find X ähnlich günstiger wird wie Samsungs Flaggschiffe, dies würde zweifellos helfen, dass es den verdienten Erfolg findet.