Xiaomi Mi 11 im Test: Exakt so, wie ein Flaggschiff sein sollte

Xiaomi Mi 11 im Test: Exakt so, wie ein Flaggschiff sein sollte

Das Xiaomi Mi 11 ist das erste Android-Smartphone mit Snapdragon 888, das in Europa veröffentlicht wird. Mit seinem für ein Flaggschiff recht moderaten Preis von 799 Euro ist es ein direkter Konkurrent zum Samsung Galaxy S21. Ist das Xiaomi Mi 11 ein Galaxy-Killer? Lasst uns das gemeinsam herausfinden!

Bewertung

Pro

  • 120Hz WQHD+ Amoled-Display
  • 480Hz Abtastrate
  • Der allmächtige Snapdragon 888
  • Solide Akkulaufzeit und 55-Watt-Schnellladung
  • Kabelloses Laden mit 50 Watt
  • 108 Megapixel
  • Cleanes, simples Design
  • Ladegerät mit dabei

Contra

  • Fotomodul nicht sehr vielseitig
  • Kein dediziertes Teleobjektiv
  • Überhitzungsprobleme bei starker Nutzung
  • Keine IP-Zertifizierung
  • Kein microSD-Steckplatz

Kurzfazit

Das Xiaomi Mi 11 ist zweifelsohne ein Flaggschiff, ein High-End-Smartphone! Es ist kein halbherziger oder schlampiger Versuch, eine etwas günstigere Alternative zu den aktuellen High-End-Handys von Samsung oder Oppo anzubieten.

Das Xiaomi Mi 11 ist seit dem 9. März in zwei Speicherkonfigurationen mit 8/128 GB oder 8/256 GB für 799,90 oder 899,90 Euro erhältlich. Damit liegt es in Deutschland preislich ungefähr im Bereich des Samsung Galaxy S21, wobei hier das Ladegerät im Karton fehlt. Die deutschen Xiaomi-Fans zahlen leider einen herben Aufpreis, wenn man in die Onlineshops anderer Länder schaut. In Frankreich beispielsweise kostet das Mi 11 mit 128GB nur 749€ und die Version mit 256 Gigabyte internem Speicher nur 799€. Zugegeben, das ist ein wenig unfair.

Allerdings ist das Mi 11 auch das erste Android-Smartphone in Europa, das mit dem Snapdragon 888-SoC von Qualcomm ausgestattet ist, was es zu einem der leistungsstärksten Smartphones auf dem Markt macht. So mächtig, dass es einige Benchmarks so in Verlegenheit bringt, dass sie lieber das Handtuch werfen!

Es bietet außerdem einen der besten 120Hz-Amoled- und WQHD+-Bildschirme, die ich je getestet habe, während es eine solide Akkulaufzeit samt Schnellladen mit 55 Watt kabelgebunden und 50, ja 50 Watt, kabellos bietet. Sein Triple-108-MP-Kameramodul ist durchaus potent, auch wenn es ihm an Vielseitigkeit fehlt und das Smartphone unter einer Tendenz zur Überhitzung leidet, wenn es an seine Grenzen gebracht wird.

Für knapp 800 Euro bekommt man also ein ausgewogenes und auch in Deutschland nicht überteuertes Flaggschiff, das zwar nicht frei von Makeln ist, aber mit vielen Qualitäten glänzt. Ich höre auf, alles zu verraten, fangen wir mit dem Test an!

 

Tolles Design, nur ein bisschen unvollkommen

Das Xiaomi Mi 11 verfügt über ein letztlich recht klassisches Design, das sich um das Dreiergespann Glasrückseite + Metallkanten + Edge-Bildschirm dreht. Diese Optik  war bis Mitte 2020 der Standard für jedes Flaggschiff, bevor Samsung oder Oppo anfingen, vegane Leder- oder pOlYkArBoNaT (das ist PLASTIK!!!!!) Handys mit Flachbildschirmen anzubieten.

Kurz gesagt, das hat mir gefallen:

  • der gebogene Bildschirm
  • die matte Glasrückseite
  • das Original-Fotomodul

Kurz gesagt, das hat mir nicht gefallen:

  • kein microSD-Anschluss oder IP-Zertifizierung
  • die Aufdrucke auf der Rückseite ist zu sichtbar
  • leichtes Spiel bei den Lautstärke- und Einschalttasten
NextPit Xiaomi Mi 11 back
Das Design des Xiaomi Mi 11 ist sehr aufgeräumt / © NextPit

Ich respektiere alle Überzeugungen und fast alle Geschmäcker, ohne sie zu bestätigen oder zu befürworten. Aber ich persönlich mochte diese Mischung aus "back to basics" mit dem gebogenen Bildschirm und der Glasrückseite, die mit einem modernen Touch mit mattem, statt glänzendem Glas versehen ist.

Die Rückseite ist zwar matt, zeigt aber bei Tageslicht trotzdem ein paar Reflexionen. Ein Effekt, der mit der blauen Farbe des Smartphones, die wir leider nicht bekommen haben, noch viel schöner ist. Aber selbst bei dieser schwarzen Version haben mich die bläulichen oder sogar silbernen Reflexe verführt, die das Mi 11 auf der Rückseite zeigt und die einen interessanten Kontrast zur glatten, matten Oberfläche bilden.

NextPit Xiaomi Mi 11 5G
Warum sollte man ein schönes Design verderben, indem man diese Aufdrucke so sichtbar macht / © NextPit

Der Hersteller hat es geschafft, den Formfaktor des Xiaomi Mi 11 gut zu optimieren, denn es ist leichter (196 vs. 208 Gramm) und dünner (8,06 vs. 9 mm dick) als das Xiaomi Mi 10, während seine Diagonale größer ist. Ein Kunststück, das Xiaomi mit der Verkleinerung des Akkus sicherlich gelungen ist.

Andererseits würde ich mir wirklich wünschen, dass Xiaomi damit aufhört, die "CE"-Aufdrucke oder das durchgestrichene Mülleimer-Logo für Elektronik so prominent zu platzieren. Ja, man kann sehen, dass Xiaomi sich Mühe gegeben hat, indem sie sich für eine "dezente" Schrift und eine silberne Farbe entschieden haben, aber es ist immer noch ziemlich hässlich, besonders für ein Flaggschiff.

NextPit Xiaomi Mi 11 side
Das Xiaomi Mi 11 ist für ein Flaggschiff ziemlich dünn und leicht. / © NextPit

Mir gefiel auch das Aussehen des Dreifach-Kameramoduls auf der Rückseite. Sie ist in einer "Squircle"-förmigen Insel angeordnet, ja dieses Wort existiert und bezeichnet eine halbkreisförmige, halbquadratische Form. Dieser Squircle (Ihr werdet mich nicht davon abhalten, dieses Wort, das ich gerade gelernt habe, viel zu oft zu verwenden), besteht aus drei übereinander liegenden Schichten, die jeweils einen Teil des Fotomoduls beherbergen, wobei der Hauptsensor mit 108 MP auf dieser "Pyramide" sitzt.

Flaggschiff verpflichtet natürlich mittlerweile, keine 3,5-mm-Buchse einzusetzen. Noch bedauerlicher ist allerdings das Fehlen eines microSD-Anschlusses sowie jegliche Art von wasserdichter (IP-)Zertifizierung.

NextPit Xiaomi Mi 11 usb
Kein microSD-Steckplatz und keine 3,5-mm-Buchse – das muss ein echtes Flaggschiff sein! / © NextPit

Wären da nicht die Aufdrucke auf der Rückseite und das leichte Spiel, das ich spürte, wenn ich mit dem Finger über die Lautstärke- und Einschalttaste am rechten Rand fuhr, wäre die Verarbeitung der eines Premium-Smartphones durchaus würdig. Das Fehlen einer IP-Zertifizierung ist bei diesem Preis allerdings schwer zu entschuldigen. Das Design des Xiaomi Mi 11 ist also sehr gelungen, aber für ein Flaggschiff zu unvollkommen.

Ein tolles 120 Hz / WQHD-Amoled-Display

Das Xiaomi Mi 11 verfügt über ein 6,81 Zoll großes Amoled-Panel mit WQHD+-Auflösung von 3.200 x 1.440 Pixeln, was einer Dichte von 515 ppi entspricht, das Ganze im Seitenverhältnis 20:9. Das Display des Xiaomi Mi 11 unterstützt HDR10+ und bietet eine Bildwiederholrate von 120 Hz.

Kurz gesagt, ich mochte:

  • die Bildwiederholfrequenz von 120 Hz
  • die WQHD+ Auflösung
  • die 480-Hz-Touch-Abtastrate

Kurz gesagt, es hat mir nicht gefallen:

  • die adaptive WQHD+-Auflösung

Nach Meinung fast aller meiner Mittester ist dies einer der besten Bildschirme auf dem heutigen Markt. Ich persönlich habe weder die Werkzeuge noch das Fachwissen, um die gleiche Beobachtung zu machen. Aber allein vom Sehen und Fühlen her kann ich diesen Eindruck nur bestätigen.

NextPit Xiaomi Mi 11 display
Der Bildschirm des Xiaomi Mi 11 ist einfach überragend / © NextPit

Bei der Bildwiederholfrequenz könnt Ihr zwischen 60Hz und 120Hz wählen, wobei die 120Hz-Option zwar dynamisch arbeitet, aber nicht ganz so dynamisch ist, wie Samsungs Dynamix AMOLED 2X. Der Bildschirm des Mi 11 zeigt immer noch 120 FPS über die UI und alle System-Apps an, aber er schaltet aus Gründen der Akkuschonung auf 60 Hz zurück, wenn das Bild statisch ist.

Ansonsten läuft der Bildschirm bei vielen Apps und Spielen mit 120 Hz sowie bei Netflix, YouTube, Prime Video, dem Standard-Mi-Video-Player und einigen Spielen mit 60 Hz. Ihr könnt Euch selbst davon überzeugen, indem Ihr den nativen FPS-Zähler von Android 11 über die Entwickleroptionen aktiviert.

Ein letztes Detail, das mir ebenfalls sehr gut gefallen hat, ist die Berührungsabtastrate, d. h. die Anzahl der Male pro Sekunde, die der Bildschirm Berührungen registriert. Das Xiaomi Mi 11 bietet eine 480Hz-Rate und ist somit sogar besser als das Asus ROG Phone 5, das allerneuste Gaming-Smartphone aus 2021.

Die Reaktionsfähigkeit und Leichtgängigkeit der Touch-Steuerung in mobilen Spielen ist einfach hervorragend. Das ist ein Detail, das nicht viele Benutzer bemerken werden, aber ich muss diesen sehr guten Punkt von Xiaomi wirklich loben.

Insgesamt habe ich den Bildschirm des Xiaomi Mi 11 während meines Tests sehr genossen, wenn nicht sogar geliebt. Es ist wirklich sehr seltsam zu sagen, aber "Flüssigkeit" und die Auflösung spielen wirklich eine Schlüsselrolle dabei, ob sich ein Smartphone hochwertig anfühlt oder nicht. Das Panel meines OnePlus 8T, das ich im täglichen Gebrauch verwende, sah zum Vergleich sehr altmodisch aus.

Snapdragon 888 ist allmächtig, vielleicht sogar zu mächtig

Das Xiaomi Mi 11 ist das erste (angekündigte) Android-Smartphone mit dem Snapdragon 888, dem neuesten High-End- und 5G-SoC und von Qualcomm. Damit ist es auch das erste Smartphone mit einem Snapdragon 888, das ich testen durfte. Ich hatte also hohe Erwartungen an das Xiaomi Mi 11!

Der Snapdragon 888 arbeitet mit einem Octa-Core-Prozessor, der wiederum aus einem ARM Cortex-X1-Kern besteht, der mit 2,84 GHz getaktet ist. Zusätzlich gibt's drei ARM Cortex-A78-Kerne, die mit 2,4 GHz getaktet sind und vier ARM Cortex-A55-Kernen, die mit 1,8 GHz getaktet sind. Die GPU ist Qualcomms Adreno 660.

Kurz gesagt, das hat mir gefallen:

  • Solide Rohleistung

Kurz gesagt, das hat mir nicht gefallen:

  • eine Tendenz zur Überhitzung
  • Stabilitätsprobleme (Framerate)

Auf dem Papier soll das Xiaomi Mi 11 eines der leistungsstärksten Android-Smartphones sein, die derzeit auf dem Markt sind. Und das ist in der Tat in den meisten Situationen der Fall, aber es gibt ein "aber". Fangen wir mit dem Positiven an: Das Xiaomi Mi 11 ist bei einigen Grafik-Benchmarks teilweise zu leistungsstark.

xiaomi mi11 review performance thermal throttling2
Ein guter Marketingpunkt für Xiaomi / © NextPit

So sind fast alle Testszenarien von 3DMark unbrauchbar, weil das Gerät "zu leistungsstark ist", wie eine In-App-Benachrichtigung mitteilt. Das ist das erste Mal, dass mir das passiert ist. Ich weiß, es ist total albern, aber dieses Eingeständnis von Benchmark-Schwäche gegenüber meinem allmächtigen Smartphone kitzelte meine niederen Instinkte. Ein bisschen wie der Klang einer Glocke, wenn man auf dem Rummel dieses Spiel spielt, dass einen betrunken davon überzeugt, dass man in diesem Moment, an genau dieser Stelle, der Allerstärkste ist!

Ja, ich weiß, es ist dumm, aber ich habe Euch gewarnt. Lasst mich doch mal fünf Minuten lang träumen. Tatsache ist, dass das Xiaomi Mi 11 auf dem Papier sehr gut abschneidet und logischerweise andere High-End-Android-SoCs übertrifft. Selbst gegen den Exynos 2100 des Samsung Galaxy S21 Ultra, den Kirin 9000 des Huawei Mate 40 Pro und mit weniger Arbeitsspeicher schneidet das Xiaomi in puncto Rohleistung sehr gut ab.

Xiaomi Mi 11

Grafik-Benchmarks
Benchmarks Xiaomi Mi 11 Samsung Galaxy S21 Ultra Asus ROG Phone 3 Huawei Mate 40 Pro
3D Mark Sling Shot Extreme ES 3.1 Nicht getestet 7373 7724

8093

3D Mark Sling Shot Vulkan Nicht getestet 5175

7079

5217

3D Mark Sling Shot ES 3.0 Nicht getestet 7291

9833

9920

Geekbench 5 (Einzel / Multi) 1085/3490 942 / 3407 977 / 3324

Nicht getestet

Speicher PassMark

26.333 31.752

28.568

Nicht getestet

PassMark-Diskette

120.430 81.108

124.077

Nicht getestet

ABER ... Ja, jetzt müssen wir das große Manko dieses Smartphones ansprechen: das Überhitzen. Während die meisten Tests von 3DMark auf dem Xiaomi Mi 11 nicht funktionierten, weil es zu leistungsstark war, funktionierten die 3DMark-Benchmarks Wild Life und Wild Life Stress Test durchaus.

Diese beiden Tests simulieren eine intensive Gaming-Nutzung des Smartphones über eine kurze Zeit (1 Minute) für Wild Life und über eine lange Sitzung (20 Minuten) für Wild Life Stress Test. Die Idee ist, zu sehen, wie gut das Smartphone in der Lage ist, ein gleichbleibendes Leistungsniveau in einem "extremen" Szenario beizubehalten.

Und das ist der Punkt, an dem der Boden für das Xiaomi Mi 11 ernsthaft ausfällt. Die erzielten Werte sind zwar sehr gut und übertreffen Gaming-Smartphones wie das Lenovo Legion Duel oder das Asus ROG Phone 3. Nur die Stabilität und die Temperaturregelung lassen wirklich zu wünschen übrig. Erster schwarzer Punkt: Am Ende jeder meiner 3 gestarteten Testsessions, die jeweils 15 Minuten auseinander lagen, zeigte das Xiaomi Mi 11 systematisch eine Überhitzungswarnung an und unterbrach sogar einen der Benchmarks.

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Das Xiaomi Mi 11 ist leistungsstark, überhitzt aber stark / © NextPit

Über einen kurzen Zeitraum, 1 Minute, simuliert durch den Wild Life Test, schafft es das Xiaomi Mi 11 offensichtlich, eine konstante Temperatur von 29 ° C zu halten, was angesichts der Dauer des Tests ganz normal ist. Aber auch "kalt" ist die Framerate alles andere als stabil und schwankt merklich zwischen 24 und 42 FPS.

xiaomi mi11 review wild life
Auch "kalt" hat das Xiaomi Mi 11 einige Stabilitätsprobleme / © NextPit

Die wirklichen Probleme treten nach intensiver und längerer Nutzung auf, wie sie der Wild Life Stress Test simuliert. Wir sehen die Auswirkungen der thermischen Drosselung, mit anderen Worten, das Xiaomi Mi 11 begrenzt selbst die Leistung, um sich vor Überhitzung zu schützen.

Wir können einen sehr deutlichen Leistungsunterschied zwischen der ersten Schleife des Tests (Schleife 1) und der letzten Schleife (Schleife 2) erkennen, während die Temperatur weiter auf 53°C ansteigt. Was die Framerate betrifft, so schwankt sie zwischen 19 und 41 FPS. Ich werfe dem Smartphone nicht vor, dass es sich aufheizt, sondern dass es die Wärme falsch verwaltet und die Leistung aufgrund dieses falschen Managements einschränkt.

Ich habe gesehen, dass viele Tester, die erfahrener und kompetenter sind als ich, Xiaomi diese Unzulänglichkeiten verzeihen und behaupten, dass bei einer "normalen" Nutzung keine Leistungsprobleme zu verzeichnen sind. Und es stimmt, ich habe das Xiaomi Mi 11 mit meinen üblichen Spielen (Call of Duty Mobile, Sky: Children of the Light, Genshin Impact) getestet und ich habe keine Verlangsamungen oder ernsthafte Framerate-Einbrüche bemerkt, solange ich nicht länger als eine Stunde gespielt habe.

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Die Temperaturregelung des Xiaomi Mi 11 ist nicht effektiv / © NextPit

Insgesamt kann ich nicht sagen, dass das Xiaomi Mi 11 kein leistungsfähiges Smartphone ist. Alle mobilen Spiele laufen mit maximaler FPS und Grafikleistung. Es ist in der Tat eines der leistungsstärksten Android-Smartphones, die derzeit auf dem Markt sind. Aber ich kann auch nicht sagen, dass ich nicht von den Stabilitäts- und vor allem Temperatursteuerungsproblemen enttäuscht war, die der Leistung schaden und bei einem Smartphone, das ein Flaggschiff sein soll, unentschuldbar sind.

Fotomodul leider ohne Tele

Das Xiaomi Mi 11 verfügt über ein Dreifach-Kameramodul mit:

  • einem 108 MP Weitwinkel-Hauptobjektiv, Blende f/1.9, 26mm äquivalent, 1/1.33" (Sensorgröße), 0.8µm (Pixelgröße), mit PDAF und OIS
  • einem 13-MP-Ultraweitwinkelobjektiv, Blende f/2,4, 123˚ FOV und 1/3,06" (Sensorgröße), 1,12µm (Pixelgröße)
  • einem 5 MP Makro-Objektiv, Blende f/2.4, 1/5.0" (Sensorgröße), 1.12µm (Pixelgröße)
NextPit Xiaomi Mi 11 camera
Das Dreifach-Kameramodul des Xiaomi Mi 11 verzichtet auf das dedizierte Teleobjektiv / © NextPit

Das Kameramodul ist dem des letztjährigen Xiaomi Mi 10 sehr ähnlich, mit Ausnahme des 3D-Sensors zur Verarbeitung von Tiefendaten, der beim Xiaomi Mi 11 wegfällt.

Kurz gesagt, ich mochte:

  • Der 108-MP-Sensor und seine gute Detailtreue, das geringe Rauschen und die natürliche Farbgebung
  • Der Ultraweitwinkelsensor bei Tag

Kurz gesagt, ich mochte nicht:

  • Der reine Digitalzoom, schlecht schon ab 2-facher Vergrößerung
  • Der gefälschte "automatische" Nachtmodus, der nicht effizient genug ist
  • Der Mangel an Vielseitigkeit

Die Xiaomi Mi 11 Weitwinkelfotos

Bei Tageslicht schneidet der 108-MP-Hauptsensor natürlich sehr gut ab, wie man auch schon in unzähligen anderen Testberichten von anderen Smartphones lesen konnte.

Der Sensor ist der gleiche, der auch im letztjährigen Mi 10 verwendet wurde. So finden wir ein Samsung Isocell Bright HMX mit einem Quad-Bayer RGGB-Filter (2x2), was bedeutet, dass das Objektiv ein Pixel-Binning um 4 betreibt. Die endgültige Standardauflösung der Weitwinkelfotos beträgt daher 27 MP (108/4).

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Das Xiaomi Mi 11 ist bei der Nachbearbeitung überraschenderweise maßvoller als Samsung / © NextPit

Ich fand die Fotos recht natürlich, vorausgesetzt man schaltet den "AI"-Modus aus, der über eine Szenenerkennung die Farben sättigt, und Schatten dort erzeugt, wo keine sein sollten. Die Farbmetrik ist recht originalgetreu und der Kontrast ist gut gelungen.

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Die 27-MP-Aufnahmen sind detailliert genug, und Ihr werdet die 108 Megapixel für den digitalen Zoom benötigen / © NextPit

Auch die 27-MP-Aufnahmen sind für ein High-End-Smartphone ausreichend scharf und detailreich. Bei dem herrlichen Berliner Wetter, das ich während meines 10-tägigen Tests genießen konnte, ist es schwer zu sagen, aber der Dynamikbereich könnte meiner Meinung nach von einer größeren Bandbreite profitieren.

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Die Schärfe ist im Allgemeinen gut, aber bei Ästen und Sträuchern macht sich die Glättung bemerkbar / © NextPit

Das Mi 11 verfügt über einen speziellen 108-MP-Modus für die Aufnahme von Fotos in voller Auflösung. Persönlich sehe ich keinen großen Nutzen darin, da die Bilder mehr Rauschen und somit weniger Details aufwiesen als die 27 MP "pixel binned" Aufnahmen.

Xiaomi Mi 11 Ultra-Weitwinkel-Fotos

Das 13-MP-Ultraweitwinkel-Objektiv basiert auf einem OmniVision OV13B10-Sensor, der normalerweise in günstigeren Modellen als einem Flaggschiff zu finden ist.

Ich fand seine Leistung recht anständig. Im Vergleich zu Weitwinkelaufnahmen, die mit dem Hauptsensor gemacht wurden, fehlt es ein wenig an Konsistenz in Farbe und Dynamikbereich. Aber das ist immer noch sehr subtil, zumindest genug, um das Endergebnis nicht ernsthaft zu beeinflussen.

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Ultraweitwinkel (oben) und Weitwinkel (unten). / © NextPit
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Wir können eine leichte Verzerrung an den Rändern des Bildes erkennen. / © NextPit

Abgesehen von diesen Bedenken bezüglich der Farbgebung und des Dynamikumfangs muss ich als Gegengewicht den Detailgrad erwähnen, der über dem Marktdurchschnitt in dieser Preisklasse liegt. Ich habe eine sehr, sehr leichte Verzerrung an den Rändern des Bildes bemerkt, aber wir sind Lichtjahre von einem "Fischaugen"-Effekt entfernt, was sehr gut ist.

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Das Ultraweitwinkel-Foto sieht hier etwas kühler aus / © NextPit
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Der Dynamikbereich ist weniger groß als bei Weitwinkel / © NextPit

Ultraweitwinkelfotos sind definitiv dunkler, zumindest ist das der Eindruck, der in den meisten Fällen durch den geringeren Dynamikbereich dieses Objektivs entsteht. Es ist ein bekannter "Fehler" von Ultraweitwinkel-Objektiven, dass sie zur Unterbelichtung neigen, aber selbst mit aktiviertem "AI"- und "HDR"-Modus fand ich, dass die Schatten zu viel Vorrang hatten.

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Das Sichtfeld des Ultraweitwinkelobjektivs beträgt 123°. © NextPit

Xiaomi Mi 11 Telefotos

Obwohl die App die Zoomstufen x2, x5, x10 und x30 bietet, fehlt dem Xiaomi Mi 11 ein dediziertes Teleobjektiv. Ich weiß, dass nicht jeder Spaß daran hat, stundenlang an Gebäude / Monumente heranzuzoomen, und dass das Vorhandensein eines Teleobjektivs kein wesentliches Kaufkriterium für ein gutes Nutzungserlebnis ist.

Aber ich fand es wirklich schade, dass fast alle meine gezoomten Aufnahmen kaum brauchbar, wenn nicht sogar schlecht waren, sobald ich über die x2-Vergrößerung hinauskam.

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Von links nach rechts, von oben nach unten: x2, x5, x10 und x30 Zoom / © NextPit

Wenn Ihr Euch das Bild oben genau anschaut, sieht sogar diese ostdeutsche Frau aus den 60er Jahren, die auf dem berühmten "Unser Leben-Wandbild" abgebildet ist, durch die x30-Zoom-Qualität völlig verstört aus. Versteht mich nicht falsch, mir ist durchaus bewusst, dass ein digitaler Zoom unweigerlich zu einem Qualitätsverlust führt. Aber ich habe viel mehr erwartet, zumindest für das x5-Zoom.

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Wir verlieren nicht nur Details, das Foto verliert durch diese plötzliche Überbelichtung zudem jeglichen Zusammenhang, sobald der x2-Zoom überschritten wird / © NextPit

Google und sein Super Res Zoom (übrigens nicht der einzige) auf den Pixels haben uns gezeigt, dass bei begrenzten Vergrößerungen auch ein rein digitaler Zoom sehr gut funktionieren kann. Beim Super Res Zoom von Google werden jedoch mehrere Aufnahmen gemacht und kombiniert, um den Detailgrad zu maximieren, bevor sie beschnitten werden, um den Zoom anzuwenden.

Eine sehr komplexe Technik, die ich sehr vulgär vereinfacht habe, die aber in diesem faszinierenden Artikel von Google, der beim Erscheinen des Pixel 3 veröffentlicht wurde, detailliert beschrieben wird, falls Ihr mehr darüber wissen wollt. Eine Technik, die Xiaomi nicht verwendet, da das Mi 11 nur ein einfaches "Crop & Upscale" macht, also ein Ausschneiden und Beschneiden des Bildes. Und das sieht man.

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Ich finde den Detailgrad hier zufriedenstellend, selbst bei x10. Aber noch einmal: Wo ist die Konsistenz in der Farbmessung und Belichtung? Und lasst uns bitte nicht über den x30-Zoom sprechen! / © NextPit

Xiaomi Mi 11 Nachtaufnahmen

Bei Nacht schlägt sich das Xiaomi Mi 11 gut, ohne zu glänzen natürlich. Aber die Ergebnisse sind für ein Smartphone in dieser Preisklasse recht ordentlich. Ich finde, dass sich das digitale Rauschen ziemlich in Grenzen hält. Zugegeben, es ist auf dem Bild unten rechts recht präsent, aber das ist ein Foto mit x10-Zoom, wenn man also auf dem Hauptweitwinkelsensor und dem x2-Zoom bleibt, ist das Ergebnis recht anständig.

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Bei Nacht schlägt sich das Xiaomi Mi 11 ziemlich gut, wenn es um Fotos geht / © NextPit

Wir sind kein Meister der Nacht wie bei den Pixel-Geräten von Google oder Huaweis Fotohandys, aber die Aufnahmen sind in den meisten Situationen mehr als brauchbar.

Wenn Ihr zudem den AI-Modus aktiviert habt, fungiert er als Szenenerkennung und aktiviert, wenn er erkennt, dass es dunkler als gewöhnlich ist, automatisch den Nachtmodus, wenn die Umgebungshelligkeit dies erfordert.

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Oben: "automatischer" Nachtmodus, unten: echter dedizierter Nachtmodus / © NextPit

Auf dem Papier ist es so ähnlich wie das, was Apple seit dem iPhone 11 gemacht hat. In Wirklichkeit handelt es sich aber um einen Fake-Nachtmodus, der im Vergleich zum echten dedizierten Nachtmodus (gut versteckt im "Mehr"-Menü der Foto-App) alles andere als effektiv ist. In diesem Modus muss man fast zwei Sekunden still halten, um die Belichtungszeit zu verlängern. Aber das Bild bleibt zu dunkel und es fehlt an Schärfe.

Der dedizierte Nachtmodus korrigiert auch viel besser das Problem des "Flare", das auftritt, wenn das Xiaomi Mi 11 mit starken Lichtquellen, wie z.B. Straßenlaternen in der Stadt, nicht zurechtkommt und dann das Bild an diesen Stellen überbelichtet. Der Nachtmodus hilft, diesen Effekt abzuschwächen und das Foto zu verbessern.

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Straßenlaternen sind Euer Feind / © NextPit

Insgesamt war ich von dem Kameramodul des Xiaomi Mi 11 etwas enttäuscht, da es zu wenig vielseitig ist. Ein Weitwinkel / Ultraweitwinkel-Duo mit einem Makro obendrauf ist zu wenig für ein High-End-Smartphone, das ein Flaggschiff sein soll. Das Teleobjektiv wird meiner Meinung nach schmerzlich vermisst. Auf der anderen Seite muss ich anmerken, dass die mit dem Xiaomi Mi 11 aufgenommenen Fotos trotz der eingeschränkten Möglichkeiten insgesamt mehr als anständig waren, außer eben beim Zoomen.

Überraschend starke Akkulaufzeit

Im Xiaomi Mi 11 ist ein Akku mit 4600 mAh verbaut. Das ist etwas weniger als beim Mi 10 mit seinen 4780 mAh, aber deutlich mehr als beim Samsung Galaxy S21 mit seinen 4000 mAh. Der Akku besteht aus zwei Zellen mit je 2300 mAh für MMT-Schnellladung (von der Mitte bis zu den Enden jeder Zelle).

Wie so oft bei einem Xiaomi-Smartphone empfand ich die Akkulaufzeit als sehr anständig. Ich persönlich ziehe es vor, das Smartphone zu missbrauchen und die 120Hz-Bildwiederholrate in WQHD+-Auflösung immer aktiviert zu lassen. In dieser Konfiguration hielt ich im Durchschnitt einen ganzen Tag lang zwischen 8 und 10 Stunden durch. So musste ich das Smartphone am Ende des Tages immer noch an das Stromnetz anschließen.

Aber Xiaomi bietet viele Modi und Optionen, um den Akku des Mi 11 zu schonen. Mit diesen aktivierten Modi und der Einstellung der adaptiven Auflösung habe ich einen halben Tag Nutzungszeit dazugewinnen können. Ihr könnt also leicht eineinhalb Tage oder fast 20 Stunden durchhalten.

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Das Xiaomi bietet viele Stromsparmodi / © NextPit

Der Akku des Xiaomi Mi 11 unterstützt kabelgebundenes Schnellladen mit 55 W und kabelloses Laden mit 50 W, was enorm ist, sowie kabelloses Rückwärtsladen mit 10 W.

Das USB-C-Ladegerät wurde mir in der Box zur Verfügung gestellt. Ich habe im offiziellen Store nachgesehen, und es werden keine Angaben zum Ladegerät gemacht. Aber bei der europäischen Markteinführung des Smartphones hatte Xiaomi bestätigt, dass das Mi 11 mit einem mitgelieferten Ladegerät verkauft wird und im Durchschnitt brauchte ich nur 45 Minuten, um eine volle Ladung von 0 % verkabelt zu erhalten.

Insgesamt empfand ich die Akkulaufzeit des Xiaomi Mi 11 als solide. Das Smartphone hält den Torturen des stromhungrigen Spec-Sheets samt 120Hz und WQHD+ gut stand. Ich war immer gut gelaunt, wenn ich zu meinen Fototests hinausging, weil ich wusste, dass ich mindestens einen ganzen Tag durchhalten würde. Die Energiesparmodi sind recht effektiv und können bis zu einem halben Tag der Nutzung einsparen. Es ist nicht das ausdauerndste Smartphone auf dem Markt, aber es schneidet besser ab als einige seiner Konkurrenten wie das Samsung Galaxy S21.

Technische Daten und weitere Details

Ich werde hier, zusätzlich zum vollständigen Datenblatt des Xiaomi Mi 11, einige Dinge über das Smartphone auflisten, die ich nicht für relevant hielt, um sie in meinem Test im Detail zu behandeln :

  • das Xiaomi Mi 11 läuft auf MIUI 12, das wiederum auf Android 11 basiert. Dies ist das erste Xiaomi-Smartphone, das standardmäßig mit Android 11 verkauft wird. Aber die MIUI 12 Oberfläche ist nicht so neu und wir kennen sie bereits gut. Weitere Informationen findet Ihr in meinem vollständigen MIUI 12-Testbericht.
  • Ihr könnt in 4K mit 30/60 FPS, 1080p mit 30/60/240 FPS mit automatischem HDR und Gyro-EIS (elektronische Videostabilisierung) aufnehmen
  • die Fotoanwendung bietet verschiedene Modi bzw. Filter wie z. B. SuperMoon (zur Aufnahme des Mondes) oder "Document" zum Scannen von Dokumenten
  • Ihr könnt auf Eure Videos "Filmeffekte"-Filter wie MagicZoom, Slow Shutter, Time Freeze, Time Lapse oder Parallel World anwenden, um schrittweise heranzuzoomen, Licht- und Flare-Effekte aktivieren oder ein Doppelvideo zu erstellen und die beiden symmetrisch zu überlagern
  • das Xiaomi Mi 11 bietet einen Spielemodus, der zwar recht eingeschränkt ist, den man aber im Spiel durch Wischen nach rechts von der linken oberen Ecke aus erreichen kann (mit dem Smartphone im Querformat)

Xiaomi Mi 11

Technische Daten
  Specs
Bildschirm 6,81 Zoll / 120 Hz / WQHD+ / HDR10+ / Gorilla Glass Victus
SoC Qualcomm Snapdragon 888 mit Adreno 660
Speicher 8 GB LPDDR5 / 128 oder 256 GB UFS 3.1 / kein microSD-Steckplatz
Hauptkamera 108 MP f/1,9 / 1/1,33" Kamera
Ultra-Weitwinkel 13 MP / f/2,4 / 123° Sichtfeld / 1/3,06".
Makro 5MP / f/2.4 / 1/5.0" / Fixfokus
Selfie-Kamera 20MP / 27mm / 1/3,4"
Video 8K maximal bei 30 Bildern pro Sekunde
Konnektivität 5G / WiFi 6 / Bluetooth 5.2 / NFC / Infrarot
Batterie 4.600 mAh / 55 Watt Schnellladung / 50 Watt kabellos / 10 Watt Reverse Charge
Farben Grau / Blau
Preis 799,90€ / 899,90€

Fazit

Das Xiaomi Mi 11 ist ein hervorragendes High-End-Smartphone. Sein Display hat mich einfach umgehauen, obwohl ich nicht über die gleichen wissenschaftlichen Werkzeuge verfüge wie andere Tester. Die WQHD-Auflösung und die Bildwiederholrate von 120Hz sollten für ein Flaggschiff Standard sein und ich kann Xiaomi nur applaudieren.

Der Snapdragon 888 erwies sich ebenfalls als überraschend leistungsstark und ich bin froh, dass ich das SoC endlich testen konnte. Das Xiaomi Mi 11 ist das erste Smartphone, das ich in den Händen hatte, das einen Grafik-Benchmark buchstäblich durchgespielt hat. Das Spielerlebnis mit der Abtastrate von 480 Hz, die selbst Gaming-Smartphones nicht bieten, war ebenfalls eine Wucht.

Andererseits habe ich ein bisschen ein Problem mit der Bezeichnung "Flaggschiff". Ich finde, dass es für einfache High-End-Smartphones oder "Vanilla", wie man im Englischen sagt, nicht mehr gilt. So wie das Samsung Galaxy S21 nicht das High-End-Flaggschiff von Samsung ist, sondern das Galaxy S21 Ultra, so ist auch das Xiaomi Mi 11 nicht das Flaggschiff von Xiaomi, zumindest nicht mehr lange, denn es soll auch eine Pro-Variante geben.

Diese erschwinglichen "Flaggschiffe" sind offensichtlich und ohne Frage High-End-Smartphones. Ihr eher moderater Preis von unter 800 Euro spiegelt aber auch einige Unzulänglichkeiten oder Mängel wider, die bei dieser Art von Produkt schwer zu verzeihen sind. Ob es sich nun um Details im Zusammenhang mit dem Design oder der Konzeption handelt oder um Überhitzungsprobleme, die sich auf die Leistung auswirken, oder um das Fehlen einer IP-Zertifizierung oder ein dediziertes Teleobjektiv zugunsten eines Makroobjektivs ...

Das sind Entscheidungen, die die Premium-Seite des Smartphones, das als Flaggschiff tadellos sein soll, trüben. Aber das ist sicher mein kranker Zynismus, der mich das sagen lässt. Und für einen weniger technikaffinen Nutzer, der einfach nur ein gutes (sehr gutes) preiswertes Flaggschiff sucht, ist das Xiaomi 11 definitiv das, was ein Flaggschiff sein sollte. Denn es kostet genau das, was ein Flaggschiff im Jahr 2021 kosten sollte.

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Top-Kommentare der Community

  • Maximilian HE vor 1 Monat

    Achsoooo.
    Nur weil die meisten keinen Wert auf schnellen Speicher als Zusatzspeicher setzen ist es besser erst gar keine Möglichkeit zu verbauen? :D..

    Aiaiaiai....

  • Tim vor 1 Monat

    Ja, wegen Geld.
    Es ist für den Hersteller besser, mehrere Speichergrößen anzubieten, statt SD-Slot.
    Wenn ein Hersteller für 256 statt 128GB 50-100€ mehr verlangt, macht er 50-100€ mehr Gewinn, da ihn Speicher quasi nichts kostet. Bei einer SD-Karte hingegen macht er keinen Cent Gewinn, sondern hat durch den extra Slot, die Lizenzen dafür etc. sogar eher noch mehr Kosten.

  • Black Mac vor 1 Monat

    Ich konnte das Wort „Flaggschiff“ schon vorher nicht mehr hören, aber der Text hier setzt eine neue Marke. Der Rest ist aber schön geschrieben. 🤗

  • Michael K. vor 1 Monat

    Ein bisschen Eigenverantwortung muss der Käufer schon auf sich nehmen. Zum einen muss er die SD-Karte ja nicht verwenden, um Spieledaten darauf abzulegen, sondern kann sie für Musikdateien, PDFs oder Videos (zum ansehen) verwenden, aber er kann ja auch eine schnelle SD-Karte kaufen. Mit der selben Logik könnte man auch gegen Mittelklasse- und Einsteigergeräte sein, denn auch da könnten sich Kunden beschweren, dass der aktuelle First-Person-Shooter nur im Zeitlupentempo zuckelt.

  • Meister Yoda vor 1 Monat

    Und das obwohl es eigentlich gar kein Flaggschiff ist. Es ist wie bei einem Konzert eine Vorband, die die Leute unterhalten soll bis der eigentliche Star kommt. Das ist im Fall von Xioami das Mi 11 pro /Ultra.

36 Kommentare

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  • @paganini "Grundlagen Computer Hardware bitte erstmal lernen ;-)" Wäre mir neu, dass Spiele direkt von der Speicherkarte aus verarbeitet und dargestellt werden. Oder hast du zufällig eine SD mit einer integrierten GPU?? Die Lesegeschwindigkeit der Karte, bzw. des Speichers, wird dich mit einem Adreno 430 und 2GB RAM auch nicht weiterbringen, sobald ein aufwendiges 3D-Spiel läuft.


  • ,,Es ist nicht das ausdauerndste Smartphone auf dem Markt, aber es schneidet besser ab als einige seiner Konkurrenten wie das Samsung Galaxy S21."

    Wenn sollte man es gegen das s21 Ultra vergleichen, denn es hat wie dieses auch 6.8 Zoll.

    Und da gewinnt Samsung im Ausdauer und gleichzeitigem Tenperaturvergleich ganz klar.


  • Kann ich so nicht zu stimmen in sämtlichen Zeitraffervergleichen, wird es unter Volllast mit Abstand am heißesten und ich Rede hier von bis zu 68 Grad, wo Iphone 12 pro max, note 20 Ultra und s21 Ultra gerade mal bei 40 Grad Temperatur sind!

    Auch im Akku vergleich verliert es ganz klar gegen andere Flagschiffe.


    Beim Laden das selbe, es wird unglaublich heiss, fast 70 Grad!!! So ein Akku ist nach kürzester Zeit im Eimer.

    So sollte doch kein Flagschiff sein.

    Hier mal Auszüge aus dem Aufladevergleich mit Temperaturmessung:

    https://youtu.be/c8vkzarCL2M


    Das selbe Spiel bein Entladen...

    https://youtu.be/tk8ZV-Sv_lY

    Spricht mal total gegen das Chipset, mir würde die Lust daran vergehen so ein super heißes Teil bedienen zu müssen, so können beim Gaming Frameraten nur einbrechen...

    Das Teil ist das beste Beispiel für ein schlechtes Chipset und Energieineffiziens. Snapdragon 888 hin und her, dann passt es halt nicht mit der Software oder es hackelt an anderen Komponenten.


    Löblich ist es wie kompakt die 6,8 Zoll verbaut wurden, direkt daneben wirkt ein s21 Ultra auch mit z,8 Zoll größer, da kann man nicht meckern.


  • Ich kann an diesen stark herunterskalierten Fotos überhaupt nicht beurteilen, was die Kameras taugen.
    Oft spricht herunterskaliert dafür, dass die Qualität der Kamera nicht wirklich gut ist.
    1,12 µm Pixel bei der Ultraweitwinkelkamera reist einen nun auch nicht vom Hocker. 1,4 µm sollten eigentlich der Standard sein, damit man auch Nachts gute Aufnahmen erzielen kann.

    Ohne gute Kamera (faktisch kein Tele) ist der Preis völlig überzogen. Aber man probiert es halt erstmal. Man muss nur aufpassen, dass man die Kunden damit nicht so verärgert, dass die dann auch bei niedrigerem Preis sagen: Nö - jetzt will ich nicht mehr.


  • @paganini "Naja für Mittelklasse Geräte reicht evtl eine billige Micro SD Karte [...]" Auch für super duper High-End-Geräte reicht eine SD-Karte aus, weil die Nutzungsmöglichkeiten dieselben sind. Hier wird es niemand schaffen, seine Appdaten auf eine SD-Karte auszulagern, denn das ist schlichtweg nicht möglich.
    Also bleibt es bei der üblichen Nutzung für Medien, Dokumente und sonstiger Dateien. An sich auch die cleverste Lösung, denn dadurch hat man mehr Speicher zur Verfügung für Dinge, die auch die Performance des Gerätespeichers nutzen können.

    Wenn sich Hersteller schon dazu entscheiden, keinen SD-Karten-Slot zu verbauen, sollen sie auch gefälligst mehr Gerätespeicher zur Verfügung stellen. Xiaomi hat hier nur versucht nach außen hin ein Flagschiff anzubieten, aber ein Snapdragon 888 alleine reicht dafür nicht aus.


  • Das mit verschiedenen Speichergrößen geht schon immer nur aufs Geld aus. Seit 10 Jahren regt mich das beim iPhone auf, weil es Abzocke ist und sonst nichts. Inzwischen machen es quasi alle Hersteller. Vor ein paar Tagen habe ich einen neuen Imac gekauft. Da ist der Aufpreis für Arbeitsspeicher derart absurd, man könnte schon fast meinen Apple hält seine Kunden für extrem dämlich. Wenigstens kann man ihn beim 27 Zoll für 1/6 des Preises selbst aufrüsten. Dennoch: Solche Maßnahmen dienen nur der Gewinnoptimierung und sollten immer kritisch hinterfragt werden. Eine Speicherkarte hat noch nie den internen Speicher ersetzt. Allerdings ist sie perfekt um Medien zu speichern und damit den internen Speicher zu entlasten.


    • @Deichkind, mit dem Speicher das stimmt, sowas ist einfach nur dreist.

      Ich rege mich auch auf, mein teures s21 Ultra mit 128gb und keiner sd Karte mehr.

      Kurz danach bringen die Mittelklasse, mit Klinke und sd karte.

      Da kann man sich nur verarscht vor kommen und das bei einem schon extremen Preis, dies sind Versuche den Extrem Preis noch viel extremer hin zu bekommen.


  • Wartet bis der Autor dieses Artikels das "OnePlus 9 Pro" testet. Dann lautet jedes zweite Wort "Flagshipkiller", obwohl das Gerät nichts besser kann als ein "echtes" Flaggschiff, sondern nur die niedrigere Unverbindliche Preisempfehlung hat. #QualitätsjournalismusStattClickbait 😉


  • Dafür wären mir 100€ zu schade.


  • Keine gute Kamera und nicht Hitzebeständig; das nennt man bei NextPit jetzt Top? 🙃....


  • Kein Tele, Foto nicht vielseitig und Hitzeprobleme. Aber hey, ein Ladegerät ist ja dabei.
    So sollte ein Flaggschiff sein?


  • Ich sehe das achso. Das hier ist nicht Xioamis Flaggschiff. Auch wenn es jetzt den 888er SD als erstes verbaut hat. Es ist eine solide Vorstufe zum eigentlichen Flaggschiff, dem Mi11 pro. Das hier natürlich einiges an Kritik aufgekommen ist ist aufgrund der kommenden, besseren Ausstattung auch irgendwie klar. Irgendwie muss Xiaomi (und auch andere Hersteller) genug Abstand halten um den deutlich höheren Preis zu gerechtfertigen.


  • Ich finde es gut das es keinen SD Kartenslot gibt, gerade für 4K Videos benötigt man einen schnellen Speicher. Die meisten würden doch eh nur die billigste SD Karte nehmen und sich dann wundern warum das Gerät „langsam“ ist.


    • Achsoooo.
      Nur weil die meisten keinen Wert auf schnellen Speicher als Zusatzspeicher setzen ist es besser erst gar keine Möglichkeit zu verbauen? :D..

      Aiaiaiai....


      • @Maximilian
        Das ist meine Meinung, darf ich die nicht sagen? 🤷‍♂️

        Und das hier bestätigt meine Vermutung, gerade bei Spielen ist eine SD Karte ein Nachteil…

        „ Even the best A1 Class 10 SD cards will not perform fast enough for modern Android games.“

        makeuseof.com/tag/disadvantages-sd-card-android/

        Der Kunde ist der erste der sagt „also bei mir läuft das Spiel nicht gut, so ein Schrott Handy“.
        So passiert das nicht. Aus Herstellersicht völlig in Ordnung

        Edit: Thema Sicherheit ist es auch besser oder denkst du jeder weiß was eine Verschlüsselung ist bzw. Wie diese funktioniert?


      • Ein bisschen Eigenverantwortung muss der Käufer schon auf sich nehmen. Zum einen muss er die SD-Karte ja nicht verwenden, um Spieledaten darauf abzulegen, sondern kann sie für Musikdateien, PDFs oder Videos (zum ansehen) verwenden, aber er kann ja auch eine schnelle SD-Karte kaufen. Mit der selben Logik könnte man auch gegen Mittelklasse- und Einsteigergeräte sein, denn auch da könnten sich Kunden beschweren, dass der aktuelle First-Person-Shooter nur im Zeitlupentempo zuckelt.


      • Naja für Mittelklasse Geräte reicht evtl eine billige Micro SD Karte, aber bei einem Highend Gerät das 144hz hat eher nicht.
        Klar kann man dem Kunden die Verantwortung geben aber vermutlich wird der Kunde eher nicht daran denken dass seine Karte zu langsam ist sondern es auf das Gerät schieben. Und wenn du eine gute Micro SD Karte haben willst zahlst für 64GB auch so ca. 40€

        Aber nun gut paar finden es gut paar eher nicht, daher kann ja jeder seine Meinung haben


      • Und Anbieter mit schlechter Netzabdeckung sollten High-End-Geräte-Anbieter dann auch vorab sperren, denn der Kunde könnte den schlechten Empfang ja auf das Gerät schieben, und sagen, es ist Mist?
        Viel schneller interner Speicher ist natürlich nie ein Fehler, und wenn es soviel ist, dass der Käufer keine SD-Karte braucht, um so besser. Aber zusätzlichen SD-Speicher bestücken zu können, ist nie ein Fehler. Selbst der naivste Käufer wird sich fragen, warum es die gleichen Speichergrößen in günstig und teuer gibt, und die Beschreibungen der Karten erlauben keine Zweifel am Grund dafür. Wer Daten, denen geringe Speicherperformance genügt, auf eine günstige SD-Karte auslagert, kann den wertvollen internen Speicher für anspruchsvollere Zwecke wie Spiele reserviert halten.


      • „ Selbst der naivste Käufer wird sich fragen, warum es die gleichen Speichergrößen in günstig und teuer gibt, und die Beschreibungen der Karten erlauben keine Zweifel am Grund dafür.“

        Dennoch wird der Käufer vermutlich zur billigeren Karte greifen einfach weil es billiger ist. Sieht man ja bspw bei den Eiern, da steht Bodenhaltung drauf aber diese werden dennoch gekauft weil die billiger sind.

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