NextPit

iPhone 13 Pro im Test: von wegen Unglückszahl!

iPhone 13 Pro im Test: von wegen Unglückszahl!

Das iPhone 13 Pro sieht auf den ersten Blick aus wie sein Vorgänger – kantig und in Aluminium gehüllt, die drei Kameras auf der Rückseite und eine Notch über dem Display. Auf den zweiten Blick aber offenbaren sich die Unterschiede: Die Notch ist geschrumpft, das Kameramodul dafür gewachsen – und es gibt neue Farben. Auch sonst hat das neue Pro-Modell vieles zu bieten, was mich und wohl viele von Euch glücklich machen wird. Hier kommt unser Test des iPhone 13 Pro!

Bewertung

Pro

  • Grandioses 120-Hz-Display
  • Ausgezeichnete Akkulaufzeit
  • Tolles neues Kameramodul

Contra

  • USB-C-Port ist überfällig
  • "Fast" Charging nur mit 20 Watt

Fazit in Kürze: iPhone 13 Pro

Eines Vorab: Wer das ganze iPhone-Lineup auf einen Blick sehen möchte, dem sei unser großer Überblick empfohlen: Alle iPhones 2021 im Vergleich!

Die erste große Erkenntnis: Die Gerüchtekantine hatte Unrecht – und Apple Eier bewiesen, indem sie das neue iPhone ganz frech "iPhone 13 (Pro)" nennen. Dabei überspringen doch schon seit Jahrzehnten Hotelketten und Fluglinien bei Zimmernummerierung oder Sitzplätzen geflissentlich die Dreizehn. Nicht so Apple – anstatt des iPhone 12s gibt es voll eins auf die Dreizehn. Und zwar literally.

Denn das iPhone 13 Pro ist das derzeit schnellste Smartphone mit einer der besten Kameras und dem ausbalanciertesten Betriebssystem auf dem Markt. Zieht man dann noch in Betracht, dass iPhones im Vergleich zu den meisten Konkurrenten enorm preisstabil sind, ist das iPhone 13 Pro das derzeit beste Mobiltelefon – auch, wenn die Anfangsinvestition ganz schön krass ist.

Für das iPhone 13 Pro mit 128 GByte internem Speicher legt man derzeit rund 1.149 Euro auf die Ladentheke. Bei der 1-TByte-Variante sind es dann sogar satte 1.729 Euro. Die tagesaktuellen Angebote könnt Ihr in unserem Preisvergleich einsehen. Außerdem haben wir uns auch bei den großen Providern umgesehen und für Euch alle Angebote für die iPhone-13-Serie mit Vertrag zusammengefasst

 

Design: Never change a winning team

Dass das diesjährige iPhone eine vollwertige Zahl erhält, geht für mich völlig in Ordnung.  Auch, wenn sich Apple beim Design ganz und gar am iPhone 12 orientiert hat. Nur die iPhone-Connaisseure da draußen können auf einen Blick die drei Unterschiede ausmachen, die das iPhone 13 Pro vom Vorgänger unterscheiden: 1. Farbe, 2. Notch und 3. Kameramodul.


Hat mir gefallen

  • Wunderschönes Design (finde ich)
  • Großartige Verarbeitungsqualität
  • IP68-Zertifizierung

Hat mir nicht gefallen

  • Immer noch verhältnismäßig große Displayränder

Das sind die sichtbaren Änderungen beim iPhone 13 Pro

Da wäre zum einen die schönen neuen Farben: Graphite, Gold, Silber und mein Favorit: Sierra Blue. Dem kantigen und flachen Design ist Apple beim iPhone 13 Pro treu geblieben. Die Seiten sind aus glänzendem Edelstahl – und würde man sie nicht, wie fast jeder iPhone-Eigentümer, in eine Handyhülle packen, wäre sie mit Fingerabdrücken übersät. Jeder Tatort-Kommissar hätte eine wahre Freude daran.

NextPit Apple iPhone 13 Pro camera module
Das Kamera-Modul steht ganz schön weit aus dem Gehäuse heraus. / © NextPit

Punkt zwei ist die etwa 20% kleinere Notch. Der Extra-Platz auf dem Display fällt allerdings kaum auf – ebenso wenig wie die Tatsache, dass beim iPhone 13 Pro aktuell YouTube-Videos im Vollbild an der Stelle der Notch ganz leicht eingedrückt sind. Das scheint derzeit seitens YouTube noch nicht angepasst zu sein. Hätte mich mein Kollege Stefan allerdings nicht darauf aufmerksam gemacht, mir wäre es nicht ins Auge gesprungen.

Dann ist da noch dieses Kameramodul auf der Rückseite, das tatsächlich auch sichtbar deutlich größer geraten ist, um die neuen, tollen Kamerafunktionen zu ermöglichen. Nicht nur die Linsen selbst sind größer – sie ragen auch etwas mehr aus dem Gehäuse. Legt man sie nun ohne Handyhülle auf einen Tisch, so läge das Telefon etwas schief auf der Platte.

iPhone 13 Pro: die unsichtbaren Veränderungen

Die übrigen Neuerungen beim Design und der Fertigung des iPhone 13 Pro sind vor allem in die Haltbarkeit des Telefons geflossen. Da ist zum Einen das Display, das durch ein sogenanntes Ceramic Shield deutlich widerstandsfähiger als andere Bildschirme sein soll. Und dann zum Anderen die Rückseite des iPhone 13 Pro, die gar das härteste Glas aller Smartphones haben soll. Zumindest unser Testgerät ist noch unzerkratzt.

Sollte das iPhone außerdem mal in einen Pool fallen, auch kein Problem: Es ist nach IP68 zertifiziert und somit bei einer Wassertiefe bis zu 6 Metern ganze 30 Minuten lang wasserdicht. Mindestens.

NextPit Apple iPhone 13 Pro black
Könnte so auch im Pool chillen: Das iPhone 13 Pro ist wasserdicht. / © NextPit

Schutz hin, Schutz her – ich rate, wie alle Biologielehrerinnen und -lehrer, zur Hülle! Es ist ein echter peace of mind, solange man nicht, so wie ich, das iPhone mit mehreren Schlüsseln in die Hosentasche steckt. Denn dann sind leichte Gebrauchsspuren fast unvermeidbar.

Display: Hier schlagen meine 120 Her(t)zen

Dass das Display die Qualität meines Wortwitzes schlägt, war leicht. Da hätten wahrscheinlich auch 20 Hertz gereicht. Aber Apple hat aber eben mal 100 mehr und kommt damit in der Gegenwart an. Ganz im Gegenteil zu meinen Witzen. 


Hat mir gefallen

  • Butterweiches ProMotion-Display
  • Hohe Bildschirmhelligkeit

Hat mir nicht gefallen

  • Adaptive Bildwiederholrate lässt sich nicht manuell einstellen

Trotzdem:  Das iPhone-XDR-Display ist ein Augenschmaus. Ein Augenschmeichler. Der wohlige, butterweiche Mantel, der sich um meine Netzhaut legt – und man fragt sich: Wieso erst jetzt? Bevor aber die kritischen „ich-habs-ja-schon-immer-gesagt-die-sind-nicht-so-geil-hat-android-doch-schon-lange“-Leute, laut gegen dieses Feature auflehnen … Apple hat nicht einfach nur ein 120-Hertz-Display in sein Telefon genagelt.

NextPit Apple iPhone 13 Pro notch
Die Notch ist um etwa 20 Prozent geschrumpft. / © NextPit

Vielmehr agiert der iPhone-Bildschirm schlau und passt seine Hertz-Zahl an die jeweiligen Situationen an. Scrollt man, steigt die Hertzzahl bis auf 120. Tut man nichts, verringert sich die Bildwiederholrate auf nur noch 10 Hz. Das spart selbstverständlich sehr viel Energie und schont den Akku – auch wenn das Display die Maximalhelligkeit von 1000 nits ausfährt.

Ein bisschen so, wie bei unserem echten Herzen. ProMotion nennt Apple diese neue Funktion, die zugegebenermaßen auf dem gesamten Smartphonemarkt nun so neu nicht ist. Selbstverständlich ist auch beim iPhone 13 Pro und Pro Max die True-Tone-Technologie verbaut, die den Weißabgleich des Displays passend an das Umgebungslicht angleicht und so für ein angenehmeres Lesen sorgt.

iOS 15 an Bord: besser geht's kaum

Dass iPhones so beliebt sind, liegt auch am Betriebssystem. Mit iOS 15 hat Apple eine Menge neuer Funktionen vorgestellt, die es zu weiten Teilen auch auf ältere iPhones schaffen. 


Hat mir gefallen

  • Hardware und Software sind perfekt aufeinander abgestimmt.
  • Bedienung macht mit 120-Hz-Screen sehr viel Spaß

Hat mir nicht gefallen

  • -

Gerade in Sachen Datenschutz hat sich bei dieser Version eine Menge getan. Mit iCloud+ gibt es Funktionen, die beispielsweise den genauen Standort von iPhone-Nutzerinnen und -Nutzern verschleiern und so Daten-Haien das Leben schwer machen.

Ich persönlich finde aber die Funktion Live Text am Besten. Via iPhone-Kamera lässt sich Text direkt aus einem Bild herauskopieren und so weiterverarbeiten. Ich verspreche: Wer es einmal verwendet hat, will Live Text danach nicht mehr missen.

nextpit apple iphone 13 pro live text
Mit dem Live-Text-Feature scannt Ihr Texte über die Kamera-App ein. / © NextPit

Mit den einzelnen Details von iOS 15 möchte ich mich an dieser Stelle gar nicht weiter aufhalten. Alle Details zur aktuellen Version vom iPhone-Betriebssystem findet Ihr in unserem großen Überblick zu iOS 15.

Performance: nochmal besser dank A15 Bionic

Beim SoC macht die iPhone-13-Serie den üblichen Schritt auf die nächste Prozessorgeneration, dieses Mal auf den A15 Bionic. Apple verspricht gegenüber dem Hauptkonkurrenten (vermutlich ist hier der Snapdragon 888 gemeint) 50 Prozent Mehrleistung – und 30 Prozent bessere Grafikperformance. Abseits dieser schwer nachvollziehbaren Zahlen können wir nur sagen: Das Ding ist einfach sauschnell.


Hat mir gefallen

  • Ausgezeichnete Performance bei Spielen und beim Interface
  • Aufwändige AI-Features klappen in Echtzeit
  • A15 Bionic ermöglicht spannende Kamera-Features

Hat mir nicht gefallen

  • -

Im Rahmen unseres Testberichts zum Basismodell iPhone 13 hat sich Camila bereits ausführlicher mit der Leistung auseinandergesetzt. Entsprechend möchte ich Euch an dieser Stelle dorthin weiterleiten für mehr Details zur Performance des A15 Bionic.

NextPit Apple iPhone 13 Pro camera
Das Kameramodul sieht beinahe comichaft groß aus. / © NextPit

Kamera: Influencer im Visier

Dieser Absatz ist von meinem Kollegen und echten Kamerspezialisten Stefan getestet und geschrieben worden. Vielen Dank für die tolle Hilfe!!

Wäre da nicht das comichaft große Kamera-Modul auf der Rückseite, man möchte das iPhone 13 Pro glatt mit seinem Vorgänger verwechseln. Aber wie viel Mehr an Bildqualität bringen die dicken Linsen wirklich?


Hat mir gefallen

  • großartige Bildqualität mit natürlichen Farben
  • schnelle App und flotter Autofokus
  • Kinomodus macht wirklich Spaß
  • Tele zoomt jetzt dreifach und hat OIS

Hat mir nicht gefallen

  • Wirre Umschalt-Automatik zwischen Makro- und Telemodus bei Nahaufnahmen
  • Fotografische Stile können die Bildqualität beeinträchtigen 

Größere Sensoren als beim 12er und ein bildstabilisiertes Teleobjektiv auch im "kleinen Pro": Gerade das iPhone 13 Pro hat auf dem Papier einen Sprung nach vorne gemacht, was die Kamera angeht. Entsprechend ist es keine Überraschung, dass das Smartphone bei Tageslicht wunderbare Fotos in den Speicher schreibt. Die Farben sind satt und angenehm – ohne überdreht zu wirken wie bei manch einem Fernost-Konkurrenten (*Hust*Oppo*Hust*Samsung). Die HDR-Automatik rettet Details in dunklen und hellen Bildbereichen, ohne die natürliche Lichtstimmung zu killen. 

iPhone 13 Pro Sample Photo
0,5x
iPhone 13 Pro Sample Photo
1,0x
iPhone 13 Pro Sample Photo
3,0x
Das iPhone 13 Pro leistet über alle drei Kameras hinweg eine tolle Bildqualität. Unterschiede bei der Farbreproduktion sind kaum vorhanden. / © NextPit

Etwas anders sieht das allerdings aus, wenn Ihr es mit den Fotografischen Stilen übertreibt. Die Bilder sehen dann je nach Geschmack allesamt kälter aus, wärmer aus oder wie aus Kaugummi, und zwar konsequent. Wer dem eigenen Instagram-Kanal einen einheitlichen Look verpassen möchte, kann diesen so bereits ab Werk in die Fotos einbacken.

iPhone 13 Pro Sample Photo
0,5x
iPhone 13 Pro Sample Photo
1,0x
iPhone 13 Pro Sample Photo
3,0x
iPhone 13 Pro Sample Photo
15x
Berliner Hinterhof, quietschebunt: Bei diesen Fotos war der Fotografische Stil "Lebendig" aktiviert. Dadurch wirken die Fotos ganz schön Samsung-esque – allerdings hier noch mit kompromissloserem Kontrast. Die hellen Bereiche sind überstrahlt, die Beete unten saufen im Schatten ab. / © NextPit

Allerdings muss man dazusagen, dass die Fotografischen Stile nicht ganz so fein abgestimmt sind wie die Bilder mit den Standardeinstellungen – angesichts der Vielzahl an Einstellungsmöglichkeiten kann man das Apple aber kaum zum Vorwurf machen. Wer zu viel am Kontrast dreht, muss eben mit abgesoffenen Bildbereichen leben. Wenn Ihr die Aufnahmen allerdings so wie 99 Prozent der Menschen nicht mit professionellen Ansprüchen macht, dann dürfte das herzlich egal sein.

NextPIt iphone 13 pro photographic style
Zu viel Kontrast? Haare und Kragen sind bei diesem Foto ganz schön abgesoffen. Wie bei normalsterblichen Filtern gilt auch für die fotografischen Stile: Übertreibt's ned. / © NextPit

Bei Aufnahmen in geschlossenen Räumen bleibt die Qualität konstant gut. Allerdings machen sich die längeren Verschlusszeiten bemerkbar – Fotos verwackeln schneller, und hektische Gestalten verschwimmen schnell mal. Wird's dann richtig finster, schaltet die Kamera-App dann automatisch den Nachtmodus zu. Mit mehrsekündigen Belichtungszeiten kratzt dieser auch in den schummrigsten Bars noch die letzten Photonen zusammen und bastelt daraus ein ansehnliches Foto.

NextPit iphone 13 pro sample low light
Das iPhone 13 Pro schießt auch bei schlechten Lichtverhältnissen noch brauchbare Fotos und meistert den Weißabgleich bei Kunst- beziehungsweise Mischlicht. / © NextPit

Besonders erfreulich: Das iPhone 13 Pro bügelt hier nicht mehr alles so gleichmäßig hell wie noch das iPhone 12 Pro (Max), sondern lässt die ganz finsteren Ecken auch mal wirklich dunkel. Dadurch bleibt auf den Fotos die natürliche Lichtstimmung besser erhalten. Nachdem Huawei – zumindest auf dem deutschen Markt – inzwischen praktisch keine Rolle mehr spielt, gibt es derzeit niemanden, der Apples freihändiger Langzeitbelichtung das Wasser reichen könnte. 

iPhone 13 Pro Sample Photo
0,5x
iPhone 13 Pro Sample Photo
1,0x
iPhone 13 Pro Sample Photo
3,0x
Zugegeben: Hier war's wirklich stockfinster. Bei vergrößerter Betrachtung fällt auf, dass die Aufnahme der Hauptkamera deutlich mehr Details erhält als die der beiden anderen Linsen. / © NextPit

Im Wesentlichen lassen sich diese Aussagen von der Hauptkamera auch auf die Ultraweitwinkel- und die Telekamera transportieren. Aufgrund kleinerer Sensoren und im Telebereich erforderlicher kürzerer Verschlusszeiten bricht die Bildqualität hier jedoch schneller ein als bei der Hauptkamera. Auch dieses Phänomen kann man bei nahezu allen anderen Smartphones beobachten. 

iPhone 13 Pro Sample Photo
Selfie-Kamera
iPhone 13 Pro Sample Photo
Portrait-Modus
iPhone 13 Pro Sample Photo
Telezoom (3,0x)
Ob mit der Selfie-Kamera, mit dem Portrait-Modus oder einfach nur so: Das iPhone 13 Pro hat ein flexibles Kamerasystem und schießt wirklich schöne Fotos. / © NextPit

Was den Videomodus angeht, legt das iPhone 13 Pro die Latte fürs Smartphone-Filmen wieder ein Stückchen höher. Neben der tollen Videoqualität ist dafür insbesondere der neue Kinomodus verantwortlich. Per Fingertipp könnt Ihr hier den Fokuspunkt im Bild verschieben. Dank framegenauer Tiefenkarte stellt das iPhone dann das Motiv frei und lässt Vorder- und Hintergrund sanft im Bokeh verschwinden. Dass das bei maximal 1080p und 30 fps klappt, zeigt, wie rechenintensiv dieser Trick ist. Mehr zum Kinomodus lest Ihr im folgenden Artikel.

Im Herbst dieses Jahres wird Apple noch eine Schippe obendrauf legen. Denn dann bekommt das iPhone 13 den Codec ProRes 422 HQ, der 4K-Videomaterial mit 735 MBit pro Sekunde in der Speicher knallt – mit 10 Bit Farbauflösung und 4:2:2-Farbsubsampling. Das ist ein Videocodec, wie man ihn üblicherweise bei professionellen Videokameras findet. Nur mal als Anhaltspunkt: Alle NextPit-Videos filmen wir mit einer C200, in 4K60 mit ca. 150 MBit pro Sekunde bei 8 Bit und 4:2:0. Die große Frage wird aber sein: Kann der Sensor den Codec überhaupt ansatzweise ausreizen? I DAUT IT.

Ein Akku wie ein ewiger Sommer

Eineinhalb Stunden mehr Akkulaufzeit verspricht Apple für das iPhone 13 Pro gegenüber dem Vorgänger.  Tatsächlich ist der Akku im Alltag so leistungsstark, dass das nach wie vor langsame Laden immer weniger ins Gewicht fällt.


Hat mir gefallen

  • Sehr lange Laufzeit

Hat mir nicht gefallen

  • Kein Fast-Charging über 20 Watt

Während ich diese Zeilen schreibe, färbt sich hier in Berlin das Laub langsam in Rot- und Brauntöne. Der Sommer des Jahres 2021 war ein wenig wie meine Arbeitsmoral am Montagmorgen: Kaum da. Und schon wieder weg. Wie erfrischend langlebig ist dagegen die Akkudauer des iPhone 13 Pro: Die Batterie ist im Vergleich zum iPhone 12 Pro noch einmal besser geworden – und ist übrigens auch besser als die des iPhone 13. Apple gibt an, die Batterielaufzeit hätte sich bei der Pro-Version im Vergleich zum Vorjahresmodell um 1,5 Stunden verbessert.

Das kann ich bestätigen. Das iPhone 13 Pro trägt mich selbst bei hoher Beanspruchung über den Tag. Gute 14 Stunden Screen-Time waren nötig, um das iPhone 13 Pro leer zu bekommen. Hierfür scheint auch das neue ProMotion-Feature mit verantwortlich zu sein: Da das iPhone seine Bildwiederholrate bis auf 20 Hz herunterschrauben kann, verbraucht das Handy in dieser Zeit auch deutlich weniger Energie.

nextpit apple iphone 13 pro battery usage
Das iPhone 13 Pro kriegt man auch als Vielnutzer nicht so leicht leer. / © NextPit

Das iPhone 13 Pro kommt übrigens ohne separates Netzteil, auf das Apple seit über einem Jahr verzichtet, um Müll einzusparen und den CO2-Fußabdruck zu verringern. Wer also neben dem USB-C-auf-Lightning-Kabel noch einen Ladestecker möchte, muss 25 Euro für ein 20-Watt-Netzteil investieren.

Umweltschutz und andere wichtige Dinge …

… die es nicht unter eine andere Zwischenüberschrift geschafft haben, über die man aber trotzdem reden sollte.

Das Thema “Umweltschutz” ist etwas, was sich Apple nicht erst seit diesem Jahr auf die Fahnen geschrieben hat. Bis zum Jahr 2030 möchte der Konzern aus Cupertino komplett klimaneutral arbeiten und produzieren – und zwar entlang der gesamten Wertschöpfung, inklusive aller Zulieferer.

Unabhängig vom CO2 setzt man bei Apple auch auf einen schonenden Umgang mit Ressourcen. Die seltenen Erden in MagSafe-Magneten sind heute schon zu 100% aus recycelten Stoffen. So auch das verwendete Gold und Zinn, sowie andere Metalle im Smartphone. Hoffentlich ist das ein Trend, dem sich auch viele andere Hersteller sämtlicher Sparten anschließen können.

NextPit Apple iPhone 13 Pro 13
Apple schreibt sich das Recycling groß auf die Fahne. / © NextPit

Wo wir schon bei MagSafe sind: Dabei handelt es sich um einen magnetischen Ring, der auf der Rückseite des iPhones eingelassen ist. An diesen lassen sich verschiedene Accessoires, wie Ladestationen, kleine Ständer oder Taschen und vieles mehr stabil “anheften”. In diesem Jahr bringt Apple seinen Kartenhalter für EC- oder Kreditkarten sogar mit NFC-Chip, der so in das “Find My”-Netzwerk integriert wird. Lässt man die Kartentasche versehentlich zurück, meldet sich das iPhone und weist einen darauf hin.

Fazit: iPhone 13 Pro das beste Smartphone 2021?

Produkttests – gerade im Smartphone-Bereich – lassen sich leider nicht gänzlich auf Labortests und stumpfe Kennzahlen reduzieren. Es schwingt immer auch der persönliche Geschmack des Tester mit; und natürlich der spezifische Einsatzbereich des Produkts. Dass das iPhone 13 Pro nun das beste Smartphone auf dem Markt ist, habe ich mir in den letzten knapp 14 Tagen erarbeitet – und ist erstmal meine ganz persönliche Meinung.

Mit iOS 15 und der Ausstattung des iPhone 13 Pro, den Benchmark- und objektiven Testergebnissen bei Performance und Akkulaufzeit, gepaart mit der Tatsache, dass Apple mehr als fünf Jahre Produktpflege betreibt und die Wiederverkaufspreise gut gepflegter iPhones deutlich höher als die von Android-Handys sind, kann man aber mit sehr gutem Gewissen das iPhone 13 Pro als Kauf empfehlen.

 

Top-Kommentare der Community

  • paganini vor 6 Tagen

    Negativ: Keine Speichererweiterung

    @nextpit
    Ich selbst bin eh kein Fan von einer Speicherkarte aber bitte dann konsequent bei allen als Minuspunkt aufführen und nicht nur bei Xiaomi etc

    Was ich beeindruckend finde dass das Fairphone oder das Motorola Edge 20 nur einen halben Stern weniger haben als das iPhone. Sprich eigentlich sollten beide es mit dem iPhone aufnehmen können. Oder? Ich versteh dann gar nicht wieso alle Leute es so hypen wenn doch nur ein halber Stern Unterschied da ist 🤷‍♂️

  • dieCrisa vor 5 Tagen

    Cloud-Speicher können sie alle - auch bei Apple, wenn´s sein muss; bzw. mit iPhone auch andere Clouds als iCloud. In dem Sinne wäre eine externe SSD oder Harddisk oder USB-Stick auch eine "Speichererweiterung". Aber interessant, dass Du nextpit widersprichst. Oder aber es hilft, nach "Speichererweiterung für SmartPhones" zu googlen. Wie auch immer - man sollte sich auf einen gemeinsamen Nenner einigen, um zu wissen, was genau gemeint ist. Eigentlich völlig unnötig, darüber Worte zu verlieren, dass persönliche Interpretationen mit allgemeinem Sprachverständnis wenig gemein haben.

    paganini geht es nicht um "Speichererweiterungen" in der Cloud, sondern um die Abwertung bei anderen Herstellern, wenn diese Geräte keine interne Speichererweiterung vorweisen.

    Da hat er schlicht Recht.

29 Kommentare

Neuen Kommentar schreiben:
Alle Änderungen werden gespeichert. Änderungen werden nicht gespeichert!
Neuen Kommentar schreiben:
Alle Änderungen werden gespeichert. Änderungen werden nicht gespeichert!

  • Olaf Gutrun vor 4 Tagen Link zum Kommentar

    Wie so vieles hat Samsung sowas wie life text, seid Jahren...

    Und ja es geht gut auch gut, komplizierte Typenschilder alles.

    Kontra wäre für mich kein In display Fingerscan, kein gescheites Tele Platz verschwende im Radius zu große Displayrundungen, Platte Rückseite, Kantiger Rahmen, die nicht einstellbare Darstellung.


    • Damian Sander vor 4 Tagen Link zum Kommentar

      Darstellung lässt sich schon einstellen.
      Bedienungshilfen > Anzeigen & Textgröße > Farbfilter.
      Hab ich bei mir auch aktiv, da das Oled Panel bei mir viel zu warm kalibriert ist.


      • Olaf Gutrun vor 4 Tagen Link zum Kommentar

        Textgröße ist nicht die Darstellung.

        Gibt ein paar youtube Videos wie wenig Seiteninhalt man verglichen zu einem Samsung z.b im Browser hat.


        Meistens sieht man da mehr mit one ui auf einem Blick und das ist auch der Möglichkeit geschuldet die Gesamtdarstellung und Textgrößen voneinander unabhängig einstellen zu können. Ja Tageszeitenabhängige Bildschirmkallibrierung benutze ich auch, solche Systeme sind fein.

        Was das betrifft wird beim Iphone Seiteninhalt ohne Ende verschwendet.

        Die ganzen Icons im App Drawer kann man ja auch in der größe sowie mit verschiedenen Rastern und Darstellungen einstellen auch da finde ich Ios nicht das Gelbe vom Ei.


  • dieCrisa vor 5 Tagen Link zum Kommentar

    "Das ist ein Videocodec, wie man ihn üblicherweise bei professionellen Videokameras findet. Nur mal als Anhaltspunkt: Alle NextPit-Videos filmen wir mit einer C200 ..."
    Das ist ein Anhaltspunkt - für was? Was soll mit diesem Anhaltspunkt gesagt/angedeutet/verglichen/was-auch-immer werden?

    Um den Anhaltspunkt etwas zu konkretisieren, sei folgendes gesagt:

    Die Canon kann auch in 4K Cinema RAW Light, 4:2:2, 12/10 bit, 1 Gbps VBR aufzeichnen. Damit sind auf einer 128-GB CFast 2.0 Speicherkarte ca. 15 Min. möglich. Parallel dazu kann eine 2K-Aufnahme auf SD generiert werden - als platzsparende Proxy-Datei zum Schneiden.

    Das kleinste, Pro-Res-fähige iPhone 13 Pro mit 256 GB Speicher, bietet Platz für etwas mehr als 40 Minuten ProRes-Video (wenn keine weiteren Apps und Daten installiert sind).

    Zweifelsohne ist das eine Schippe oben drauf. Nur - für wen oder was? Für Otto-Normalverbraucher unbrauchbar.

    Selbst ihr bei nextpit nutzt nicht den Profi-Codec. Mit 4K60 bei ca. 150 MBit pro Sekunde bei 8 Bit und 4:2:0 ist das als ambitionierter Hobbyfilmer-Bereich zu sehen.


  • Reginald Barclay vor 5 Tagen Link zum Kommentar

    "...Scrollt man, steigt die Hertzzahl bis auf 120. Tut man nichts, verringert sich die Bildwiederholrate auf nur noch 10 Hz. ..."

    Wer genau hat das gesagt, bzw wo steht das?
    Neugierig auf die flüssige Darstellung habe ich das im humac ausprobiert. Genauso wie ich auf meinem Note20U keinen Unterschied zwischen den Einstellungen 'aus' und 'adaptiv' sehen kann, sehe ich beim Scrollen im direkten Vergleich zwischen 12er und 13er keinen nennenswerten Unterschied.


    • Stan Lee vor 4 Tagen Link zum Kommentar

      Also ich hab das 12p max in der Familie u es ist um einiges schwächer u ganz besonders das Display… beim Scrollen, spiele, Filme schauen u u u
      Alle die ne Zeit das 13 p max zum schauen hatten wollten nach 10min nicht mehr zurück


    • Olaf Gutrun vor 4 Tagen Link zum Kommentar

      Ja die spannende Frage ist wurde auch die grotten schlechte Touch Latenz vom IPhone verbessert oder nur 120hz hinzugefügt?

      In der Eingabelatenz waren die High End Androiden die letzten Jahre erheblich schneller.


  • lu-mia vor 5 Tagen Link zum Kommentar

    Das 13Pro kann mit knapp 30W laden.


  • Mastermind vor 6 Tagen Link zum Kommentar

    Komisch bei anderen Geräten sind die fehlenden Punkte negativ beim iPhone werden sie erst gar nicht mit in die Wertung genommen. Objektiv?


  • Valentin vor 6 Tagen Link zum Kommentar

    Hä?? Ist das Iphone 13 pro nicht aus Edelstahl? Hat der Autor ein Fehler gemacht?


    • Fabien Roehlinger
      • Admin
      • Staff
      vor 4 Tagen Link zum Kommentar

      Die Ränder sind aus Edelstahl. Sonst wäre es ziemlich schwer.


  • Jörg W. vor 6 Tagen Link zum Kommentar

    Bin eigentlich totaler Apple Fan habe mir in den letzten 2Jahren vom 11er bis zum 12 pro jedes Modell gekauft und wollte mir das 13er eventl. auch kaufen aber habe mich jetzt entgültig dagegen entschieden . Konnte das 13er jetzt mal testen und muß sagen das der Unterschied zu meinem 12pro für mich kaum Mehrwert hat . Display 120Hz merke ich nur im direkten Vergleich einen Unterschied . Kamera sehe ich nur bei Lichtschwachen Aufnahmen einen Unterschied . Akkulaufzeit ist für mich unwichtig mache morgens um 6-6:30 Uhr mein 12 pro an und um17 Uhr habe ich immer noch 60-70% Akkuleistung . Was ich am 13er wesentlich schlechter finde ist das Gewicht ist schon echt grenzwertig. Zusammengefasst warte lieber aufs 14 er und hoffe das es dann Verbesserungen gibt die mich überzeugen.


    • Stan Lee vor 6 Tagen Link zum Kommentar

      Da kann man mal sehen in wie weit sich Meinung unterscheiden können denn Ich komm vom 12p m u bereue den Wechsel keine Sekunde. Das 13p m macht einfach alles um einiges besser. Klar legt man kein Wert drauf dann warte, ist einem das geld egal..Wechsel sofort


  • Marc Wolff vor 6 Tagen Link zum Kommentar

    Klar ist das 13 gut. Technik UND Software aus einem Haus. Um die vollen Kamera Einstellungen zu nutzen muss es die 256 Gb Variante sein. 120 H hat nur das Pro. Die Ankündigung von Apple MEIN Phone zu durchsuchen und das Scannen MEINER Mail seit 2019 ist zum Kotzen. JEDER wird Verdächtigt ein Kinderschänder zu sein. Privat bleibt Privat nicht bei Apple. Nach vielen Jahren ist IOS bei mir RAUS.


  • Michael K. vor 6 Tagen Link zum Kommentar

    Die Bemühungen Apples um Datenschutz sind fraglos löblich. Glaubt man Berichten in der Fachpresse, können allerdings Zweifel an ihrerer Effektivität aufkommen:

    https://www.heise.de/news/Populaere-iOS-Apps-tracken-auch-nach-Nutzerverbot-weiter-6200064.html

    Quelle: heise.de


  • Stan Lee vor 6 Tagen Link zum Kommentar

    Ich bin da ganz deiner Meinung
    Ich finde das 13p max Display um Welten besser wie vom 12p m. Allein deswegen hat sich der Wechsel für mich gelohnt u die mörder Laufzeit.
    I.wo hab ich mal gelesen Apple hat das extra gemacht mit der 13… weil alle anderen überspringen u mal zeichen setzen! Apple hat keine Angst vor dem schwarzen mann ;)))

    Ach ja, nochmal Bezug auf den Akku. Ist mein erste Smartphone das ohne Probleme 2tage hält u glaubt mir,ich hab das Ding oft in Gebrauch.


  • paganini vor 6 Tagen Link zum Kommentar

    Negativ: Keine Speichererweiterung

    @nextpit
    Ich selbst bin eh kein Fan von einer Speicherkarte aber bitte dann konsequent bei allen als Minuspunkt aufführen und nicht nur bei Xiaomi etc

    Was ich beeindruckend finde dass das Fairphone oder das Motorola Edge 20 nur einen halben Stern weniger haben als das iPhone. Sprich eigentlich sollten beide es mit dem iPhone aufnehmen können. Oder? Ich versteh dann gar nicht wieso alle Leute es so hypen wenn doch nur ein halber Stern Unterschied da ist 🤷‍♂️


    • C. F.
      • Admin
      vor 5 Tagen Link zum Kommentar

      "Negativ: Keine Speichererweiterung"

      Ich betrachte die iCloud durchaus als Speicherweiterung.


      • dieCrisa vor 5 Tagen Link zum Kommentar

        Cloud-Speicher können sie alle - auch bei Apple, wenn´s sein muss; bzw. mit iPhone auch andere Clouds als iCloud. In dem Sinne wäre eine externe SSD oder Harddisk oder USB-Stick auch eine "Speichererweiterung". Aber interessant, dass Du nextpit widersprichst. Oder aber es hilft, nach "Speichererweiterung für SmartPhones" zu googlen. Wie auch immer - man sollte sich auf einen gemeinsamen Nenner einigen, um zu wissen, was genau gemeint ist. Eigentlich völlig unnötig, darüber Worte zu verlieren, dass persönliche Interpretationen mit allgemeinem Sprachverständnis wenig gemein haben.

        paganini geht es nicht um "Speichererweiterungen" in der Cloud, sondern um die Abwertung bei anderen Herstellern, wenn diese Geräte keine interne Speichererweiterung vorweisen.

        Da hat er schlicht Recht.

Zeige alle Kommentare
Neuen Kommentar schreiben:
Alle Änderungen werden gespeichert. Änderungen werden nicht gespeichert!