Die besten Gaming-Smartphones: Handys für Gamer im Vergleich

Update: Komplett überarbeitet
Die besten Gaming-Smartphones: Handys für Gamer im Vergleich

144-Hz-Display, ein großer Akku ein besonders leistungsstarkes SoC. Gaming-Smartphones stellen einen Nischenmarkt dar, der immer noch Schwierigkeiten hat, die breite Öffentlichkeit anzulocken. Während die Modelle bestimmte Eigenschaften mit „normalen“ High-End-Smartphones teilen, ist der Beiname „Gaming“ aber mehr als nur ein Marketing-Begriff. NextPit hilft Euch bei Eurer Auswahl mit der Liste der besten Gaming-Smartphones und achtet dabei auch auf Euren Geldbeutel.

Inhaltsverzeichnis:

  1. Wahl der Redaktion: Asus ROG Phone 3: Das beste Gaming-Smartphone im Jahr 2020
  2. Die besten Gaming-Smartphones, die NextPit Euch im Jahr 2020 noch empfiehlt
    1. RedMagic 5S: Die günstigere Alternative zu Asus ROG Phone 3
    2. Lenovo Legion Duel: Das spannendste Gaming-Smartphone des Jahres
  3. NextPit-Alternativen für ein günstigeres und / oder diskreteres Gaming-Smartphone
    1. Realme X50: Das beste Preis-Leistungs-Verhältnis für Gaming-Smartphones im Jahr 2020
    2. OnePlus 8T: Das am wenigsten nerdige Gaming-Smartphone auf dem Markt
  4. Was könnt Ihr 2020 von einem Gaming-Smartphone erwarten?
    1. Kühlsystem vs. Thermal Throttling
    2. Features
    3. Kompromisse
    4. Sind Gaming-Smartphones immer noch zu nischig? 
  5. 144-Hz-Display, Snapdragon 865+, 16 GB RAM - Ist das nicht ein bisschen "zu viel"?
  6. Wie hat NextPit seine besten Gaming-Smartphones für 2020 ausgewählt?
  7. Wie finde ich mein Smartphone zum besten Preis? 

Wahl der Redaktion: Asus ROG Phone 3: Das beste Gaming-Smartphone im Jahr 2020

Wie bei jedem anderen Vergleich der besten Smartphones ist unser Top-Pick eine persönliche Entscheidung des Autors, also in diesem Fall von mir. Allerdings wurde die Wahl in der Redaktion diskutiert und ich werde Euch daher später auch Empfehlungen meiner Kollegen nennen.

NextPIT Asus ROG Phone 3 back
Das Asus ROG Phone ist unser Top-Tipp für Mobile-Gamer / © NextPit

Note

Bewertung Design und Handling

Pro

  • Snapdragon 865+ und 12 oder 16 GB RAM
  • 144-Hertz-Display
  • 270 Hz Abtastrate für Eingaben
  • 1 ms Verzögerung bei Eingaben
  • 6000-mAh-Akku
  • Präzise Trigger
 

Contra

  • Schwer und klobig
  • Kamera nicht besonders gut
  • Keine IP-Zertifizierung
  • Nur 30-Watt-Schnellladen

Das Asus ROG Phone 3 ist ein High-End-Smartphone, das sich an … Trommelwirbel … den Anforderungen von Mobile Games orientiert. Das Flaggschiff bietet einen 6,59-Zoll-Amoled-Bildschirm mit einer Bildwiederholrate von 144 Hertz, einen Qualcomm Snapdragon 865 Plus, 12 oder 16 Gigabyte RAM und einen 6000-mAh-Akku.

Seit der Einführung am 22. Juli 2020 wird das Handy für 999 Euro verkauft und ist damit immer noch deutlich billiger als viele derzeit auf dem Markt befindliche High-End-Smartphones, die gleich gut oder oftmals sogar weniger gut ausgestattet sind.

Das im Vergleich zum ROG Phone 2 verbesserte Kühlsystem arbeitet mit einer größeren Vapor-Chamber und eine speziellen Graphitbeschichtung trägt dazu bei, die Überhitzung auch während langer Spielesitzungen einzudämmen. Ich habe während meiner Tests keine Drosselung wegen Hitzeproblemen spüren können und ich nutze das Handy seit einigen Monaten als Spielekonsole. (Während ich darauf warte, 2021 endlich eine PS5 zu kaufen).

Die Benutzeroberfläche ist auch auf die Anforderungen von Gamern zugeschnitten und erlaubt das Anpassen der Einstelllungen des ROG Phone 3 direkt im Spiel. Das Menü "Amoury Crate" ist ein echtes Kontrollzentrum, mit dem Ihr den Betrieb des Geräts (Lüftergeschwindigkeit, RAM-Verwaltung und Co.) sehr gut steuern könnt. Dabei könnt Ihr für jedes Spiel unterschiedliche Voreinstellungen erstellen. 

asus rog phone 3 test complet xmode
Das Gaming-Ovelay von Asus ist durchaus praktisch. / © NextPit

Der X-Modus zur Leistungssteigerung ist ebenfalls sehr effizient und tatsächlich konnte ich im Test Unterschiede bei Benchmarks feststellen. In Kombination mit dem über USB-C anschließbaren, externen Lüfter könnt Ihr stundenlang spielen, ohne jemals einen Temperaturanstieg in Euren Händen zu spüren.

Der 144-Hz-Amoled-Bildschirm bietet außerdem eine besonders hohe Abtastrate für Berührungen, also der Häufigkeit, die das Display Berührungen Eurer Finger aufzeichnet. Die Frequenz liegt bei 270 Hz und die Reaktionszeit bei nur einer  Millisekunde. Hierdurch ergibt sich ein echter Unterschied im Vergleich zu Smartphones mit geringerer Abtastrate. Eingaben in Spielen wirken flüssiger und die Steuerung responsiver.
Der einzige wirklich gravierende Mangel am Asus ROG Phone 3 ist die ziemlich dumme Platzierung des USB-C-Anschlusses am unteren rechten Rand. Es ist eine Schande für die Ergonomie eines Smartphones, das man die meiste Zeit im Querformat hält.

Zum ROG Phone 3 gibt es zu guter Letzt sehr viel Zubehör wie Game-Controller, den bereits erwähnten Lüfter und sogar eine Docking-Station, mit der Ihr das Handy an einen externen Monitor anschließen könnt. Asus hat ein gutes Gespür dafür, was beim Zocken vom Mobile Games praktisch sein kann.

NextPit ASUS RoG Phone 3 fan ventilator
Mit einem zusätzlichen Lüfter vermeidet Ihr Thermal-Throttling noch ein wenig effizienter. / © NextPit

Zum vollständigen Test des Asus ROG Phone 3.

Die besten Gaming-Smartphones, die NextPit Euch im Jahr 2020 noch empfiehlt

Kommen wir nun zu den weiteren Empfehlungen, auf die Ihr zurückkommen könnt, wenn Euch das ROG Phone 3 nicht gefällt oder es Euch zu teuer ist. Da Gaming-Smartphones von Natur aus viel Leistung mitbringen und recht teuer sind, handelt es sich auch hier um hochwertige Modelle mit dem neusten Schnickschnack. Um eine für alle Budgets geeignete Auswahl anbieten zu können, nenne ich aber auch ein paar Alternativen, auch wenn diese nicht speziell auf Mobile Games zugeschnitten sind..

RedMagic 5S: Die günstigere Alternative zu Asus ROG Phone 3

NextPIT RedMagic 5S back
Das RedMagic 5S ist die günstige Alternative zum Asus ROG Phone 3. / © NextPit

Note

Bewertung Design und Handling

Pro

  • Snapdragon 865 und 12 Gigabyte RAM
  • 144-Hertz-OLED-Screen
  • Abtastrate mit 240 Hz
  • Zuverlässige Temperaturkontrolle
  • Gaming-Mode ist effizient
  • Vergleichsweise günstig
  • Schnellladefunktion mit 55 Watt
 

Contra

  • Groß und schwer
  • Kamera nicht sonderlich gut
  • Nur ein 4500-mAh-Akku
  • Keine IP-Zertifizierung

Mit einem Snapdragon 865, einem Amoled-Bildschirm mit 144 Hz, 12 GB RAM, UFS 3.1-Speicher, 64-MP-Triple-Kamera, haptischen Trigger und einem 4500-mAh-Akku ist das RedMagic 5S ein echtes Monster für weniger als 600 Euro. Die Basisversion mit 8 GB / 128 GB ist seit dem 2. September für 579 Euro in Europa erhältlich. Eine 12 GB / 256 GB-Version ist für 649 € erhältlich.

Wenn Ihr nach einem erschwinglichen Flaggschiff unterhalb der 600-Euro-Marke sucht, gibt es offensichtlich bessere Alternativen wie das OnePlus 8T oder das Xiaomi Mi 10T Pro. Allerdings ist das nicht ganz der Markt, auf den es die ZTE-Tochter Nubia mit dem RedMagic 5S abgesehen hat. Das Smartphone übernimmt voll und ganz die Gaming-Nische und in Bezug auf Leistung und Performance beim Zocken ist das ein voller Erfolg.

Das RedMagic ist dabei knapp 300 Euro billiger als die Hausmarken im Gaming-Segment wie das ROG Phone 3 (999 Euro) oder das BlackShark 3 Pro (899 Euro).

Die rohe Leistung des Snapdragon 865 ist offensichtlich da und ich war wirklich beeindruckt von der Effizienz der Temperaturregelung. Das Smartphone bleibt auch nach einer Stunde Call of Duty Mobile bei hoher Grafik fast kalt wie ein Eiswürfel.

Das Kühlsystem in diesem Modell ist "Version 4.0", wie Nubia es nennt. Der interne Lüfter, das Flüssigkeitskühlrohr und die Graphitmaterialien sind wie beim RedMagic 5G weiterhin enthalten. Auf der Rückseite des Geräts befindet sich jedoch eine neue Silberplatte, die die Wärmeübertragung unterstützt, wenn man das Ice Dock, also einen externen Lüfter des Herstellers, nutzt.

Zwar braucht die Android-Nutzeroberfläche noch ein bisschen Optimierung, aber das Kontrollzentrum ist auf der Softwareseite ein voller Erfolg. Neben der Systemüberwachung und dem Einstellen der Taktumdrehungen der CPU bietet das Game Boost-Menü auch die Überwachung Ihrer Spielzeit als Teil des neuen Digital Wellbeing-Schreis. Abhängig von Euren Spielzeitstatistiken schlägt das Smartphone beispielsweise vor, dass Ihr mal eine Pause einlegen solltet.

nubia redmagic 5s review game boost menu
Der Game-Boost ist durchaus praktisch. / © NextPit

Die Trigger basieren zwar wie beim ROG Phone 3 rein auf Touch, ihre Empfindlichkeit ist dank einer taktilen Abtastrate von 320 Hz aber ebenfalls sehr präzise. Der Game Boost bietet auch andere Optionen zur Verwendung der Trigger, wirklich sinnvoll sind diese aber nicht. Beispielsweise könnt Ihr einen Zielhilfemodus aktivieren, der permanent einen Sucher auf dem Bildschirm anzeigt. Das ist für Shooter zwar recht praktisch, meiner Meinung nach macht Ihr Euch bei Euren Mitspielern damit aber echt unbeliebt. Ich will mich aber nicht weiter beschweren.

Der größte Fehler dieses Smartphones ist zweifellos der Ein- / Ausschalter unter der Lautstärketaste. Denn dieser stört immens, wenn Ihr das Gerät im Querformat haltet. Das ist zwar bei vielen Handys der Fall, beim RedMagic 5S fällt es aber besonders negativ auf. Denn der Schalter behindert nicht nur die "Clips", mit denen Ihr Eure PS4- oder Xbox One-Controller anschließen könnt, sondern sperrt Euer Smartphone ständig, wenn Ihr versucht, den den externen Lüfter anzuschließen.

nubia redmagic 5s review aiming asist
Das ist Schummeln, ist Euch schon klar? / © NextPit

Insgesamt ist das RedMagic 5S von Nubia aber eine großartige und kostengünstige Alternative zum ROG Phone 3 von Asus, wenn man noch Geld für Mobile Games übrig haben möchte.

NextPit RedMagic 5S fan
Der An- und Aus-Schalter ist nicht optimal platziert. / © NextPit

Hier geht's zum vollständigen Test des RedMagic 5S.

Lenovo Legion Duel: Das spannendste Gaming-Smartphone des Jahres

NextPIT Lenovo Legion Duel back
Das Lenovo Legion Phone Duel ist vielleicht das eindrucksvollste (Gaming)-Smartphone des Jahres. / © NextPit

Testbericht noch in Arbeit

 

Pro

  • Snapdragon 865+ und 12 oder gar 16 Go GB RAM
  • 144-Hertz-OLED-Display
  • Abtastrate von 240 Hz
  • Clevere Pop-up-Kamera
  • 5.000-mAh-Akku
  • Cleveres Kühlsystem
  • Gute, präzise Trigger
  • Schnellladen mit 65 Watt
 

Contra

  • Gaming-Interface nicht optimal
  • Platzierung einiger Knöpfe nur weniger Gut
  • Preis

Das Lenovo Legion Duel wurde am 15. Oktober 2020 zum Preis von 999 € veröffentlicht und ist das zweite Smartphone auf dem Markt, das über den leistungsstarken Snapdragon 865+ verfügt, genau wie das ROG Phone 3 von Asus.

Ich bin zwar gerade dabei, den Test abzuschließen, kann Euch aber schon sagen, dass das Lenovo Legion Duel das coolste Gaming-Smartphone des Jahres 2020 ist. Es ist mit seinem seitwärts sitzenden 20-MP-Popup-Fotomodul eindeutig für Gamer und sogar für Game-Streamer konzipiert worden.

Neben dem Vorteil, dass Ihr Euch beim Zocken im horizontalen Modus selbst aufnehmen könnt, ist der 6,65-Zoll-Amoled-Bildschirm mit 144 Hz und seiner Touch-Abtastrate von 240 Hz nicht von einer störenden Notch getrübt! Ein großes Plus für das Spielerlebnis und die Immersion, also das Eintauchen in das Mobile Game. Gleichzeitig ist die Kamera sehr gut dazu geeignet, um sich selbst und das Spiel auf Plattformen wie Twitch oder YouTube zu streamen.

NextPit Lenovo Phone Duel L79031 legion
Die Pop-Up-Kamera ergibt bei der horizontalen Nutzung viel Sinn. / © NextPit

In Bezug auf die Leistung sind wir dank Qualcomms Snapdragon 865+ und 12 oder 16 GB RAM offensichtlich im oberen Preissegment. Die Benchmarks, die ich starten konnte, haben die rohe Leistung des Handys bereits gezeigt und die Temperaturregelung hat sich dank der Integration eines dualen Flüssigkeitskühlsystems ebenfalls als sehr effektiv erwiesen.

Ich bemerkte nach mehreren Stunden des Spielens zwar eine höhere Temperatur (40° C), aber zu keinem Zeitpunkt kam es dabei zu Leistungsabfällen. Das Smartphone behielt während der Spielsitzungen ein konstantes Leistungsniveau und eine konstante Bildrate bei.

Bei der Gaming-Benutzeroberfläche geht Lenovo allerdings nicht so weit wie die Konkurrenz. Das Menü "Legion Realm" bietet Euch nur eine gute Übersicht über wichtige Daten zu SoC, RAM-Verbrauch, Temperatur usw. Zur Leistungsoptimierung steht Euch allerdings nur der "Rampage"-Modus zur Auswahl, um die Leistung auf das Maximum zu steigern. Ein An-Aus-Turbo ohne feine Abstufungen.

Der 5000-mAh-Akku basiert auf zwei Zellen mit jeweils 2500 mAh, die gleichzeitig über USB-C mit 65 Watt aufgeladen werden. Die Platzierung des USB-C-Anschlusses ist auch deutlich besser durchdacht als bei den anderen Modellen dieser Auswahl, da er sich in der Mitte des linken Randes befindet, um eine perfekte Ergonomie im Querformat zu gewährleisten. Die Platzierung des An-Schalters in der Mitte des rechten Randes kann jedoch die Verwendung eines Clips für einen Bluetooth-Controller beeinträchtigen.

Was mir an diesem Lenovo Legion Duel am besten gefällt, ist das runde Gaming-Design. Das Handy ist einfach cool anzusehen und zu berühren. Es gibt LEDs auf der Rückseite und eine riffelige Beschichtung, mit der sich das Smartphone besser greifen lässt, wenn Eure Hände bei spannenden Sessions schwitzig werden. Die haptischen Trigger sind ebenfalls sehr präzise und verbessern die bereits hervorragende Ergonomie dieses sehr guten Gaming-Smartphones.

Wenn es etwas billiger als das Asus ROG Phone 3 wäre, hätte ich dem Handy diese Mängel vergeben. Das ROG Phone 3 ist etwas vollständiger, aber das Lenovo Legion Duel hat eine Wertigkeit und einen visuellen Charme, der auf dem Markt einzigartig ist und mich Nerd voll und ganz überzeugt hat. Es ist zweifellos das "eleganteste" Gaming-Smartphone des Jahres 2020, das Besitzer von Gaming-PCs mit RGB-LEDs sicher ansprechen wird.
 

NextPit-Alternativen für ein günstigeres und / oder diskreteres Gaming-Smartphone

Hier geht es darum, Alternativen zu reinen Gaming-Smartphones zu empfehlen, die notwendigerweise High-End, teurer und vor allem visuell nicht so auffällig sind. NextPit listet Euch hier Smartphones auf, die vielseitiger und / oder erschwinglicher sind, deren Spielmöglichkeiten im Vergleich zu anderen Geräten der Preisklasse aber deutlich besser sind.

Realme X50: Das beste Preis-Leistungs-Verhältnis für Gaming-Smartphones im Jahr 2020

NextPIT Realme X50 5G back
Das Realme X50 eignet sich durchaus als Gaming-Alternative. / © NextPit

Note

Bewertung Design und Handling

Pro

  • Snapdragon 765G
  • 120-Hertz-Display
  • Der Preis
 

Contra

  • 180 Hz-Abtastrate
  • 4200-mAh-Akku
  • Zu minimalistischer Spielmodus

Der Realme ist seit dem 11. August in Europa zu einem Preis von 379 Euro mit 6 GB RAM / 128 GB erhältlich. In der Zwischenzeit wurde das OnePlus Nord am 21. Juli mit ähnlichem technischen Datenblatt und einem Preis von 399 Euro veröffentlicht. Die beiden Handys sind sich recht ähnlich:

120-Hz-LCD-Bildschirm, Snapdragon 765G, 4200-mAh-Akku, ... Es ist schwer, das Realme X50 von seinem Cousin, dem OnePlus Nord, zu unterscheiden. In Bezug auf die rohe Leistung schneidet das Realme X50 besser ab als das Nord, obwohl letzteres ein wenig besser für Spiele optimiert zu sein scheint.

Für diesen Vergleich habe ich drei Testdurchläufe mit mehreren Grafik- und CPU-Benchmarks auf dem Realme X50 und dem OnePlus Nord erstellt. Obwohl die Leistung vergleichbar ist, macht sich dabei ein bestimmter Vorteil des OnePlus Nord’ bemerkbar. Den bei Spielen wie Fortnite erreicht es 45 FPS, während das Realme X50  in den Einstellungen auf 30 FPS beschränkt ist.

Das ist eine Überraschung beim Realme, die wir im Bereich Gaming nicht unbedingt erwarten. Zumal OnePlus uns mit seinem Fnatic-Modus begeistert, der CPU, GPU, RAM usw. optimiert.

Der Realme X50-Spielemodus bietet nur einen "Competitive" -Modus, der nicht wirklich angibt, welche Optimierungen beim Aktivieren ausgeführt werden. Der 4200-mAh-Akku bietet eine solide Akkulaufzeit bei normalem Gebrauch, erscheint im Vergleich zu den anderen Modellen dieser Auswahl aber ein wenig lächerlich.

smartphone game mode realme
Der Spielemodus ist nicht sonderlich umfangreich. Schade! / © NextPit

Insgesamt ist das Realme X50 streng genommen kein Gaming-Smartphone. Es ist ein klassisches, aber sehr umfangreiches Mittelklasse-Smartphone. Allerdings ist es für den Einsatz in Mobile Games ein wenig besser geeignet als andere Modelle seiner Preisklasse. Ich würde nicht so weit gehen zu sagen, dass es für Gamer eine waschechte Alternative ist, aber wenn Ihr ein Smartphone sucht, das beim Spielen eine gute Leistung bringt, ohne Euer Bankkonto zu sprengen, ist dies eindeutig eine gute Alternative.

Das Realme X50 kostet derzeit weniger als 400 Euro. Wenn Ihr etwas mehr Leistung wünscht, ohne vollständig in die Welt der reinen Gaming-Smartphones einzutauchen, könnt Ihr Euch auch für das Realme X50 Pro entscheiden, das für knapp 500 Euro jedoch teurer ist.

Hier lest Ihr den gesamten Test zum Realme X50 auf NextPit

OnePlus 8T: Das am wenigsten nerdige Gaming-Smartphone auf dem Markt

NextPIT OnePlus 8T back
Das OnePlus 8T ist ein High-End-Gaming-Smartphone, das nicht so aussieht. / © NextPit

Note

Bewertung Design und Handling

Pro

  • Snapdragon 865 mit 8 oder 12 GB RAM
  • 120-Hz-Display
  • Hohe Abtastrate von 240 Hz
  • Fnatic-Modus überraschend effektiv
  • Gutes Kühlsystem
  • Schnellladen mit 65 Watt
 

Contra

  • Gaming-Modus nicht der beste dieser Auswahl
  • 4500-mAh-Akku
  • Keine IP-Zertifizierung
  • Display mit Punch-Hole-Notch

Das OnePlus 8T ist seit dem 20. Oktober 2020 zu einem Preis von 599 € mit 8 GB Arbeitsspeicher und 128 GB internem Speicher und für 699 € für die 12 GB / 256 GB-Variante im OnePlus-Store, auf Amazon und bei vielen weiteren Onlinehändlern erhältlich.

Dabei verfügt das Handy über einen 6,55-Zoll-Amoled-Bildschirm mit Full HD+-Auflösung und einer Bildwiederholfrequenz von 120 Hz sowie einer Touch-Abtastrate von 240 Hz, was bei einem "klassischen" Flaggschiff nicht so üblich ist wie bei Gaming-Smartphones. Ein Pluspunkt also.

Im Inneren befindet sich ein Snapdragon 865 sowie ein 4500-mAh-Akku mit der neuen, hocheffizienten, Warp Charge 65T-Schnellladetechnologie.

In Bezug auf die puren Leistung verfügt das OnePlus 8T daher über die Waffen, um mit den besten Gaming-Smartphones auf dem Markt wie dem ROG Phone 3 von Asus oder dem Nubia RedMagic 5S zu konkurrieren. Bei den Grafik-Benchmarks, die ich für meine Tests verwendet habe, ist es dem OnePlus 8T immer gelungen, eine mehr oder weniger stabile Bildrate von etwa 30 FPS aufrechtzuerhalten, ohne jemals die kritische Temperatur von 39° C zu überschreiten.

oneplus 8t review fnatic mode
Der Fnatic-Modus bietet zahlreiche Funktionen in einem Gaming-Overlay. / © NextPit

OnePlus hat das Fotomodul im Vergleich zum OnePlus 8 ein wenig verschoben, um mehr Platz für eine Vapor-Chamber, 12 Temperatursensoren sowie 5 Graphitplatten und Silikonfett zu machen. Hierdurch leitet das Handy anfallende Wärme zuverlässig ab.

Der dedizierte Fnatic-Spielemodus ist ein bisschen weniger umfangreich als bei reinen Gaming-Smartphones, aber die Benutzeroberfläche ist deutlich intuitiver. Ihr könnt das Spielmenü kontextabhängig aufrufen, wie ein Popup im Spiel. Dabei findet Ihr eine Temperaturanzeige, eine Akku-Anzeige, Instagram oder WhatsApp im Fenster (wer braucht das?!), Blockier-Einstellungen für Benachrichtigungen und einige mehr.

Kurz gesagt: Das OnePlus 8T ist eine sehr gute Alternative zu herkömmlichen Gaming-Smartphones und ohnehin ein Tipp für all diejenigen, die ein leistungsstarkes Android-Handy suchen. Das In-Game-Erlebnis ist eines Gaming-Smartphones würdig, doch das Gerät hat nicht so viele Videospiel-Extras und kann perfekt als Daily-Driver verwendet werden.

Hier geht's zum kompletten Test des OnePlus 8T auf NextPit

Was könnt Ihr 2020 von einem Gaming-Smartphone erwarten?

Die Idee hinter Gaming-Smartphones ist nicht nur, ein leistungsstarkes Smartphone anzubieten. Jedes Flaggschiff, das seit 2018 veröffentlicht wurde, ist in der Lage, fast alle der anspruchsvollsten Handyspiele mit hoher Grafik wiederzugeben, so auch bei einigen Modellen der Mittelklasse.

Logischerweise ist die Leistung ein wesentliches Kriterium, aber nicht das einzige. In der Kategorie der Gaming-Smartphones finden wir daher logischerweise viele High-End-Smartphones mit den neuesten Snapdragon-SoCs wie dem Snapdragon 865.

Bildwiederholfrequenz und Abtastrate

Ein noch wichtigeres Kriterium für die Gaming-Performance ist ein flüssiges Spielerlebnis. Daher ist es bei Gaming-Smartphones besonders wichtig, auf ein Display mit hohen Bildwiederholraten von 120 Hertz oder 144 Hertz zu achten. Auch hier sind OLED-Displays begehrenswert, doch es kommt im Vergleich zu “normalen” Smartphones ein weiterer Faktor hinzu: Die Abtastrate für Berührungen, also die Häufigkeit, in der ein Touchscreen die Eingaben Eurer Finger misst. 240 Hz garantieren hier eine sehr hohe Responsivität in Mobile Games und lassen das Spielgeschehen zusammen mit einer hohen Bildwiederholrate sehr flüssig wirken.

Je höher diese Rate, desto genauer werden Eure Eingaben in das Spiel übertragen. Dies ist besonders wichtig für First-Person-Shooter, um ein reaktionsschnelles und präziseres Zielen zu gewährleisten. Schon wenn Ihr von 240 Hertz auf 180 Hertz, werdet Ihr einen Unterschied spüren. Als wäre Eure Präzision beim Zielen gesunken müsst Ihr längere und deutlichere Wischbewegungen ausführen, um das virtuelle Fadenkreuz zu bewegen.

Stellt Euch das wie DPI (Punkte pro Zoll) bei einer PC-Gaming-Maus vor. Hierbei ist es das Ziel, dass die Maus, frei ersetzbar durch “Touch-Steuerung”, auf möglichst empfindliche Bewegungen reagiert, um eine größtmögliche Reaktionsfähigkeit zu gewährleisten.

Kühlsystem vs. Thermal Throttling

Ebenfalls wichtig: Die Ableitung von Wärme muss bei Gaming-Smartphones trotz großer Akkus und technischen Zusätzen wie Triggern optimal funktionieren. Eine Herausforderung, denn gerade die Prozessoren arbeiten bei Mobile Games auf Hochtouren. Daher findet Ihr bei Gaming-Smartphones die fortschrittlichsten Kühlsysteme, bei denen selbst "normale" Flaggschiffe mit Flüssigkeitskühlung, Lüftungskammern, Graphitbeschichtungen und Batterien mit 5000 mAh nicht mehr bieten.

Anders als bei der alltäglichen Smartphone-Nutzung, ist die Belastung bei Mobile Games sehr intensiv und stellt die Komponenten des Smartphones auf die Probe. Das wird umso deutlicher, wenn man sich im Spiel verliert und lange Gaming-Sessions einlegt. Aus diesem Grund bieten Gaming-Smartphones im Allgemeinen ein besseres thermisches Drosselungsmanagement, also eine automatische Leistungsbegrenzung, um eine Überhitzung über 39° C zu vermeiden.

Ich habe keine genauen Werkzeuge, um die Temperatur in meinen Tests genau zu messen. Seit kurzem bietet der 3DMark-Benchmark allerdings einen Test namens "Wild Life" an. Dieser Test simuliert bis zu 20 Minuten lang eine intensive Spielsitzung mit maximaler Grafik. Die Idee dahinter ist, zu sehen, wie sich das Smartphone verhält, wenn es an seine Grenzen stößt.

Dieser Benchmark gibt dann auch Auskunft über die Temperaturschwankung, die Bildrate und über den Batterieverbrauch. Die Temperatur wird natürlich immer ein wenig ansteigen, das ist schon physikalisch kaum zu vermeiden. Je stabiler die Bildrate ist, desto besser funktioniert das Kühlsystem des Smartphones.

best gaming smartphones thermal throttling example
Während einer 20 Minuten langen Test-Session kämpfte das Huawei Mate 40 Pro mehr mit Thermal-Throttling als das Asus ROG Phone 3. / © NextPit

In diesem Beispiel oben sehen wir, dass sich das Huawei Mate 40 Pro deutlich weniger erwärmt als das ROG Phone 3 von Asus und die maximale Temperatur bei 33 ° C im Vergleich zu 40 ° C beim ROG Phone hält. Allerdings stellen wir auch fest, dass die Framerate viel unbeständiger ist als beim Asus-Smartphone.

Vergleichen Sie einfach die beiden Grafiken ganz links im Bild oben. Der Unterschied zwischen der ersten Schleife (1 Minute) und der fünfundzwanzigsten Schleife (20 Minuten) ist beim Mate 40 Pro offensichtlich. Das ROG Phone 3 bietet ein sehr ähnliches Leistungsniveau.

Hier sehen wir die Auswirkungen des Thermal Throttling sehen. Um eine Überhitzung zu vermeiden, schränkt das Mate 40 Pro die Leistung ein, während das ROG Phone 3, das besser mit einem Kühlsystem ausgestattet ist, es sich leisten kann, mehr Wärme zu generieren, während ein normales Leistungsniveau beibehalten wird.

Gaming-Smartphones sind im Vergleich zu „normalen“ Smartphones viel besser darin, die maximale Leistung über einen langen Zeitraum konstant zu halten.

Oder wie mich ein Leser einmal fragte: Haben das iPhone 12 und das Galaxy S20 diese Eigenschaften auch? Nein! Ihre hohe Leistung gibt ihnen zwar eine gewisse Vielseitigkeit, aber sie sind keine Gaming-Smartphones. Sonst wären alle Flaggschiffe Gaming-Smartphones und dann würde der Titel gar keinen Sinn mehr ergeben.

Im Gegensatz zu herkömmlichen Smartphones vernachlässigen Spielemodelle allerdings häufig die Qualität des Smartphone-Kamera. Dazu haben sie ein auffälligeres Design, das oft mit LED-Elementen daherkommt. Dazu sind sie meist recht groß und schwer, was nicht jedermanns Sache ist. Nochmal auf einen Blick:
 

Features:

  • 144 Hz Oled Bildschirm
  • 240 Hz Touch-Abtastrate
  • Snapdragon 865
  • Fortschrittliches Kühlsystem
  • Großer Akku mit durchschnittlich 5.000 mAh
  • Schnelles Laden
  • Zubehör (Lüfter, USB-C / 3,5 mm Klinkenadapter)
  • Erweiterte Batterie- und Leistungsdienstprogramme

Kompromisse: 

  • Auffälliges LED-Design
  • Massiv und ziemlich schwer
  • Unansehnliche Gaming-Schnittstellen
  • Generell hohe Preise
  • Vernachlässigte Fotoqualität

Sind Gaming-Smartphones immer noch zu nischig? 

Natürlich liebe ich es als Nerd, Gaming-Smartphones mit Testosteron-Datenblättern zu sehen. Ich persönlich spiele viel auf meinem Smartphone. Daher weiß ich sehr gut, dass für keines der derzeit verfügbaren Spiele eine so leistungsstarke Maschine erforderlich ist, egal ob native Handyspiele (App Store, Play Store) oder beim Cloud-Gaming.

Und selbst wenn dies bei einigen Spielen der Fall wäre, die überwiegende Mehrheit der mobilen Spieler zockt ohnehin keine ressourcenintensiven Spiele. Gaming-Smartphones sind ihrer Zeit einfach zu weit voraus und der Markt für mobile Videospiele folgt nicht den technischen Ambitionen von Herstellern wie Asus, BlackShark oder Nubia.

Damit meine ich, dass das "Gaming"-Argument bei Smartphones noch nicht groß genug ist, um diese Nische zu einer Basis von Verbrauchern und Followern zu machen, die groß genug ist, um profitabel zu sein. Es ist ein tolles Gefühl, solch ein Power-Monster in der Hand zu haben. Aber wer, abgesehen von einem Geek wie mir, wäre bereit, jeden Tag eine tragbare Spielekonsole aus seinem Smartphone zu machen?

Und wer unter den Spielern von Candy Crush, Fortnite und anderen Minispielen, die es in AppStores gibt, braucht so viel Leistung? Hier kommt die Mainstream-Seite von ROG Phone 3 ins Spiel, um diejenigen Verbraucher zu erfassen, die durch den Gaming-Aspekt verwirrt werden können.

144-Hz-Display, Snapdragon 865+, 16 GB RAM - Ist das nicht ein bisschen "zu viel"?

Ich habe dieser Frage einen vollständigen Artikel gewidmet, den ich unten hervorgehoben habe und zu dem ich Euch herzlich einlade, ihn zu lesen. Natürlich nur, wenn Ihr nach dieser Bestenliste noch fragen übrig habt.

Kurz gesagt, wir brauchen nicht unbedingt die neuesten Snapdragon, Kirin, Exynos oder andere SoCs. Ein High-End-SoC aus dem letzten Jahr oder sogar aus 2018 kann völlig ausreichend sein, vorausgesetzt, Ihr passt Eure Ambitionen in Bezug auf Grafik an.

Auf der anderen Seite würde ich immer empfehlen, das neueste und leistungsstärkste Modell zu wählen, um von einer optimalen Erfahrung ohne Kompromisse zu profitieren. Wenn es Euer Budget erlaubt, natürlich. Darüber hinaus kauft Ihr das Handy ja nicht nur für heute. 

Wir benötigen auch nicht so viel RAM wie auf bei Gaming-PC mit bis zu 10, 12 oder 16 GB Arbeitsspeicher. Die derzeit marktüblichen 6 oder 8 GB sind mehr als ausreichend. Dies ist sicherlich der Punkt, an dem die Hersteller das unnötigste Upgrade vornehmen.

Wenn es aber einen Faktor gibt, der überhaupt nicht überflüssig ist, dann ist es die Bildwiederholrate des Displays. Denn die ist, sofern sie ein Minimum von 90 Hz erreicht, alles andere als eine bloße Spielerei. Und dieses Kriterium hat einen direkten und signifikanten Einfluss auf die Qualität des Spielerlebnisses.

Ein weiterer wichtiger Begriff für den Bildschirm ist die Abtastrate für Berührungen. Also die Häufigkeit, mit der der Bildschirm einen Berührungskontakt mit Ihren Fingern pro Sekunde registriert. Diese in Hz ausgedrückten Daten sind wichtig, um die maximale Flüssigkeit und die bestmögliche Reaktionszeit für Touch-Steuerelemente zu gewährleisten. Im Allgemeinen solltet Ihr beim Kauf auf 240 Hz achten, um ein optimales Erlebnis zu erzielen. Dabei müsst Ihr den Begriff der Bildwiederholfrequenz, die ebenfalls in Hertz ausgedrückt wird, dringend von der Aktualisierungsrate unterscheiden.

Also ja, die Hersteller von Gaming-Smartphones legen eine Schippe zu viel drauf. Man braucht nicht so viel Leistung, um mit hohen Einstellungen Mobile Games zu spielen. Aber wir können den Herstellern kaum die Schuld geben, dass sie die Leistung ihrer Geräte auf die Spitze treiben wollen, oder?

Funktionieren Smartphone-Spielmodi oder nicht?

Was ist, wenn wir unsere Smartphones übertakten? Die Idee scheint absurd, aber immer mehr Hersteller integrieren "Spiele-Modi” in ihr Android-Overlay, um die Leistung der Smartphones zu steigern oder zumindest zu optimieren. Wie funktioniert das und vor allem: funktioniert es überhaupt? Die Antwort findet Ihr in der unten stehenden vollständigen Anleitung, die ich hier ganz kurz zusammenfassen werde.

Fnatic-Modus bei OnePlus, Game Tools bei Samsung, X-Mode bei Asus oder GPU Turbo bei Huawei, ... Seit geraumer Zeit kann man auf einigen Smartphones die Grafikleistung des Geräts verbessern, um ein besseres Spiele-Erlebnis zu erziele.

Um herauszufinden, ob sie wirklich funktionieren, habe ich mehrere Runden von Grafik-Benchmark-Tests sowie Übungstests durchgeführt. In Bezug auf die Benchmarks habe ich mich für die Software entschieden, die wir normalerweise schriftlich für unsere Smartphone-Tests verwenden.

Wie das Ergebnis zeigt, sind die Spiele-Modi höchstens für die Unterdrückung von Benachrichtigungen beim Zocken praktisch. Sie bieten jedoch keine grundlegend höhere Leistung.
 

Benchmark-Vergleich

Gaming-Modes
Game mode: on GeekBench 5 Single Geekbench 5 Multi PassMark Disk PassMark Memory 3D Mark Slingshot Extreme 3D Mark Vulkan 3D Mark Slingshot 3.0
ROG Phone 3 965 3351 111637 28722 7723 7026 9767
OP Nord 617 1891 58248 21260 3274 3063 4573
Realme X50 616 1934 59550 22502 3326 3117 4652
Game mode: off GeekBench 5 Single Geekbench 5 Multi PassMark Disk PassMark Memory 3D Mark Slingshot Extreme 3D Mark Vulkan 3D Mark Slingshot 3.0
ROG Phone 3 966 3320 98869 28387 7109 6385 9425
OP Nord 611 1896 55190 21496 3271 3053 4585
Realme X50 620 1923 57078 22282 3335 3108 4641

Aber die Benchmarks sind nicht 100% zuverlässig und einige Hersteller flunkern, um bessere Ergebnisse zu erzielen. Deshalb habe ich auch praktische Tests durchgeführt, um festzustellen, ob beim Spielen unter realen Bedingungen ein Leistungsunterschied zu spüren ist. Dabei habe ich mich auf die Anzahl der FPS konzentriert.

Und mir ist aufgefallen, dass die durch die Spielmodi erzielte Verbesserung im Gebrauch deutlich mehr zur Geltung kommt, als durch Benchmark-Tests. Die Anzahl der Bilder pro Sekunde ist ein Schlüsselkriterium für die Beurteilung der Qualität eines Spiele-Erlebnisses.

Und die Tatsache, dass Ihr in durch den Spielmodus mehr FPS auf den Bildschirm bekommt ist ein gutes Argument, um die Nützlichkeit der Game-Modi zu verteidigen. Trotzdem sind die Auswirkungen gering, Schaden werden Euch die Modi allerdings nicht.

In absoluten Zahlen kann ein Spielemodus niemals echte Wunder vollbringen und wird niemals einen Ford Ka in einen Ferrari verwandeln. Die Verbesserungen werden im Wesentlichen inkrementell und in keiner Weise überdeutlich sein. Vor allem die Leistungssteigerung kollidiert ein wenig beim Gedanken an eine thermische Drosselung, also einer Software-Einschränkung der Leistung, um eine Überhitzung zu begrenzen.

Abschließend haben wir herausgefunden, dass Game-Modi nicht nur Marketing sind. Aber anstatt einen echten Schub zu geben, sind die Spielmodi bestenfalls ein kleiner Schub.

Wie hat NextPit seine besten Gaming-Smartphones für 2020 ausgewählt?

Wie schon in der Einleitung erläutert, ist diese Liste subjektiv, da sie auf den Vorlieben des Autors (in diesem Fall mir) und der übrigen Redaktion basiert (die Liste wird unter allen Testern diskutiert).

Wir haben uns dazu entschlossen, keine Sammelliste mit allen Gaming-Handys zu erstellen und nur die besten Modelle auszuwählen. Dennoch haben wir mehrere Kategorien festgelegt, um die Auswahl ein wenig aufzufrischen und Alternativen für kleinere Geldbeutel mit aufzunehmen.

Ziel ist es jedoch nicht, die Auswahl damit gegenüber Nicht-Gaming-Modellen zu öffnen. Der Kauf eines Gaming-Smartphones entspricht einem ganz bestimmten Bedarf und einer bestimmten Nutzung. Es ist eine Nische. Es wäre daher nutzlos, klassische Flaggschiffe oder Smartphones einzubeziehen, die überhaupt nicht für mobile Spiele entwickelt wurden, obwohl ihre rohe Leistung möglicherweise eine eingeschränkte Nutzung von Spielen ermöglicht.

Die ausgewählten Modelle werden dennoch anhand bestimmter objektiver Kriterien wie Preis, Leistung (anhand von Benchmarks beobachtet), ihrer technischen Datenblätter usw. ausgewählt.

Darüber hinaus stützen wir auch unsere subjektiven Vorlieben und Entscheidungen auf Testberichte. Wir stellen das Smartphone dabei in einen Kontext mit der aktuellen Marktlage und berücksichtigen dabei mögliche Preissenkungen, die Veröffentlichung neuer Konkurrenzmodelle, die Verfügbarkeit für den Kauf usw. Wenn ein Modell es auf dem Papier verdient in unsere Bestenlisten aufgenommen zu werden, stützen wir uns bei nicht getesteten Geräten auf die Meinung von Kollegen anderer Magazine. Gleichzeitig sind wir offen gegenüber Empfehlungen und Kommentaren, also nutzt den Kommentarbereich unter diesem Artikel für Anregungen und Kritik!

Wie finde ich mein Smartphone zum besten Preis? 

Ein Gaming-Smartphone zu kaufen, ist mit einigen Kosten verbunden. Aus diesem Grund sollte der Kauf gut überlegt sein. Da ich mich ohnehin jeden Tag mit Technik und Angeboten beschäftige, fasse ich Euch nachfolgend ein paar Möglichkeiten zusammen, wie Ihr beim Smartphone-Kauf Geld sparen könnt. Zuallererst konzentrieren wir uns dabei auf Neuwaren.

Findet Ihr ein vermeintlich gutes Angebot im Netz, solltet Ihr vor dem Kauf unbedingt einen Preisvergleich machen. Hierbei helfen Euch Preisvergleichsportale wie Idealo.de oder Geizhals weiter. Gebt die Modellnummer oder den Namen des gewünschten Smartphones ein und prüft, ob es das Gerät nicht irgendwo günstiger gibt. Entdeckt Ihr ein gutes Angebot, solltet Ihr natürlich lieber beim günstigeren Anbieter zuschlagen. Achtet jedoch auf unseriöse Anbieter, zusätzliche Versandkosten und auf Marketplace-Angebote, hinter denen sich oftmals B-Ware, Gebrauchtwaren oder Refurbished-Produkte verstecken.

Bevor wir uns letzteren noch einmal ausführlicher widmen, kurz ein paar Worte zum Zeitpunkt Eures Kaufs. Denn dieser kann durchaus über die Angebotslage bestimmen. Beispielsweise endet das Wirtschaftsjahr mit den Schnäppchentagen Black Friday, Cyber Monday und dem Singles Day. Hier gibt es in der Regel gute Angebote, bei denen Ihr viel Geld sparen könnt. Eine Übersicht über die Daten findet Ihr nachfolgend.

Kommende Aktionstage

Auf diese Aktionstage solltet Ihr mit dem Handykauf vielleicht noch warten:
Aktion Datum
Singles Day 11. November 2020
Black Week 23. November bis 27. November 2020
Black Friday 27. November 2020
Cyber Monday 30. November 2020

Auch der Release eines Nachfolgemodells wirkt sich positiv auf den Preisverfall eines Smartphones aus. Schaut also, ob nicht schon ein Nachfolgemodell in den Gerüchtewolken im Internet herumschwirrt und ob es nicht bald auf den Markt kommt.

Ist Euer neues Gaming-Smartphone noch immer zu teuer, könnt Ihr auch auf Gebrauchtangebote, Verträge, Finanzierungen und Refurbished-Angebote zurückgreifen. 
Bei Refurbished-Produkten handelt es sich zwar um Gebrauchtwaren, die Geräte werden von einem Techniker auf Ihre Funktionsfähigkeit hin geprüft und erhalten in der Regel Garantieverlängerungen. Somit begleitet den Gebrauchtkauf ein wenig mehr Sicherheit.

Gebrauchte Smartphones zu kaufen ist noch ein deutliches Stück günstiger, da niemand weiteres am Gebrauchtkauf profitiert. Allerdings seid Ihr hier nicht durch Garantie geschützt und die Gefahr von Abzock-Angeboten oder defekten Waren ist groß. Passt also auf und lasst Euch zur Not Personalausweise zeigen oder nutzt PayPal, da es hier einen guten Käuferschutz gibt.

Nützt das alles nichts, könnt Ihr den Preis teurer Handys noch immer über Finanzierungs-Angebote oder in Verträgen abstottern. Dabei teilt Ihr die Kosten zwar über einen längeren Zeitraum auf, meist legt Ihr im Endeffekt aber auf den ursprünglichen Preis drauf. Darüber hinaus besteht bei der Finanzierung die Gefahr, dass Ihr bei einem Defekt monatelang für ein Handy zahlt, das kaputt in der Schublade liegt.

Was haltet Ihr von dieser Auswahl? Welche Modelle haben wir vergessen und welche verdienen es, Eurer Meinung nach aufgenommen zu werden? Findet Ihr meine Tipps und hilfreich und meine Methoden richtig? Was halten Ihr von unserem neuen Bestenlisten-Format? Teilt mir Euer Feedback in den Kommentaren mit!

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Top-Kommentare der Community

  • Savero Fa 26.06.2019

    Das beste Gaming Phone ist irgendein beliebiges Flaggschiff.
    Man kann mit allen prima spielen 😎

  •   32
    Gelöschter Account 26.06.2019

    Diese ganzen "Gaming-Phones" taugen doch nur für Kids und den Pausenhof :-) Unnütz wie sonst nix; Leistung nicht besser als vergleichbare Geräte mit dem selben Prozessor. Kameras sind in der Regel deutlich schlechter, Software Updates schlechter. Razer Phone mit unnötigem 120hz Display das quasi eh keine App unterstützt...Kühlleistung beim Razer zum Beispiel nicht gut, Gerät wird unangenehm heiß, 12 GB Arbeitsspeicher wie beim OnePlus sind auch völlig lächerlich und Pausenhof-like.....

30 Kommentare

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  • Die iPhones habt ihr vergessen. Man nehme ein 0-3 Jahre altes iPhone und steckt dennoch bei den meisten Spielen das noch so schnelle Android-Phone in die Tasche.


  • Hat hier jemand schon erfahrung auf welchem Phone Genshin Impact mit höchster Grafikeinstellung läuft? Mit dem Onplus 7T Pro geht gerademal "nur" mittlere einstellung, bei der höchsten einstellung wirds schnell sehr heiss ^^
    Nicht mal mein Laptop kriegt das game in höchster Auflüsung hin (kacke) xD PS4 wär ja noch neh Option, leider funktioneirt dort das Crossplay nicht =(


  • Puh das Rogphone übergeugt im Benchmark bei Disc und Memory sehr.

    Die Unterschiede mit den Abtastraten sind schon sehr groß, das merkt man nicht nur bei spielen.

    So ist der Unterschied zwischen s20 und s10 besonders bei Microsoft Exel extrem.

    Aber auch bei normaler Textbearbeitung merkt man das schon brutal.


  • A. K.
    • Mod
    vor 2 Tagen Link zum Kommentar

    Bin ich der einzige, der die "Gaming Smartphones" für das gebotene relativ günstig findet? Die bieten teilweise mehr als sog. "Flagships" anderer Marken bei gleichen oder niedrigerem Preis.
    Auch wenn es mir das Mobile Gaming nicht ein extra Gaming Phone wert ist, so kann es in Zukunft - Stichwort Streaming - an Bedeutung gewinnen.

    Damit meine ich kein Lets Play oder Twitch Streaming sondern Playstation Remote Play oder das Pendant auf Xbox /PC (steam Link)

    Da sind Trigger und eine Kühlung Gold wert.

    Ein Gaming Laptop macht sich halt nicht so gut in den Öffis und dank der Trigger kann ich evtl auf einen Controller verzichten.


    • Mit der Kühlung das hat schon was, mein s20 tauch regelmäßig beim Gaming in ein Glas Wasser ein, was zwar komisch ist aber durchaus effektiv funktioniert ein paar Sekunden genügen da für eine starke herab Kühlung.


  • Um auf einem Smartphone zu zocken braucht’s kein ultra teures Smartphone sein. Es gibt viele bis 150€ die sich super dafür eignen. Wer auf Markennamen kein großen Wert legt kann bei Amazon fündig werden. Elephone,Oukitel,Ulephone usw bieten sehr gute Preis-Leistungsverhältnisse.


    • Das sind doch aber dann keine Gamingsmartphones.

      Cario


      • Warum nicht? Man muss kein High-End Smartphone besitzen zum zocken. Smartphones sind außerdem keine Spielekonsolen in dem Sinne. Zum zocken braucht's echte Knöpfe und keine digitalen.


      • „ Man muss kein High-End Smartphone besitzen zum zocken.“ Das ist schon klar, es geht hier aber um Gamingsmartphones an sich und nicht darum ob man eins besitzen muss um zu zocken?


  • Das ROG3 hat keine sonderlich gute Kamera, keine IP-Zertifizierung (obwohl das mittlerweile Standard in dieser Preisklasse ist) und es ist "groß und klobig" - wie können das trotzdem 5/5* sein? 😅 Vor allem der Punkt mit der Kamera
    Und mir braucht jetzt keiner mit "Gamer brauchen keine gute Kamera" - es ist und bleibt ein Smartphone, keine Spielekonsole.


  • Wow, also für 1000€ stell ich mir doch lieber einen medium gaming pc zusammen. Kein mobile Game ist diese Investition wert.


  • Sehr interessant... 120Hz bemerke ich durchaus in den Games, die diese Frequenzen unterstützen^^
    habe ein ROG Phone 2 und bin mehr als zufrieden damit. Die Kamera ist jetzt nicht die Beste, aber die AirTrigger bringen auch gerade in Shootern viel, wie ich jüngst wieder bemerken konnte.


    • Auf die Air-Trigger bin ich auch echt neidisch. Was Gaming auf dem Smartphone angeht ist das echt innovativ.


      • Man kann das ersetzen mit Gametriggern. Die Dinger kosten ab 5 Euro und höher. Immernoch günstiger als sich ein Gamingsmartphone zu kaufen.


  • Zocken kann man auch schon mit mittelklasse Smartphone um 300€ da brauche ich keine high end phones wann die Update Politik stimmen würde dann wäre das komplett was anderes aber solange man nicht wie Apple macht 5jahre minimum Updates sehe ich keinen sinn 1300€ für ein Smartphones auszugeben da haben andere recht da wäre es woanders besser investiert das geld


  •   1
    Gelöschter Account vor 9 Monaten Link zum Kommentar

    Lass mich in Ruhe


  • "Anders als bei Computerspielen auf zu schwachen PCs fangen Smartphone-Spiele auf schwachen Geräten nicht an, zu ruckeln. Die Spiele erkennen die verfügbare Hardware und reduzieren grafische Details wie Schlagschatten, Texturenqualität oder Auflösung entsprechend; das Spiel wird einfach hässlicher."

    Wie kommt man denn zu dieser Aussage? Natürlich ruckeln auch Smartphone-Spiele auf leistungsschwachen Handys und zwar extrem.


    • Mit der Pauschal-Aussage habe ich mich wohl etwas weit aus dem Fenster gelehnt. Gut gemachte Spiele sollten jedoch so sklalieren, wie ich es beschrieben habe. Mir sind die anderen einfach noch nicht untergekommen. Da hatte ich wohl Glück.

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