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Die besten Einkaufslisten-Apps: Organisiertes Shoppen für iOS und Android

Die besten Einkaufslisten-Apps: Organisiertes Shoppen für iOS und Android

Einkaufen ist eher so mittelspannend, aber wir kommen nicht drumherum. Wenn wir aber schon losziehen, sollten wir dabei so gut organisiert wie möglich sein. Dabei helfen digitale Einkaufszettel bzw. Einkaufslisten-Apps, von denen wir Euch unsere fünf Favoriten vorstellen möchten.

Keine Ahnung, ob das so ein Männerding ist oder Dummheit oder beides: Ich überschätze mich jedenfalls jedes mal maßlos, wenn ich "nur eben schnell vier, fünf Dinge" einkaufen will und davon überzeugt bin, dass ich mir das alles merken kann. Einkaufsliste schreiben? Ach Quatsch, passt schon. Meistens komme ich dann mit vielen unnötigen Brocken nach Hause und vergesse dann tendenziell das am dringendsten benötigte Lebensmittel. 

Damit man nicht so alt aussieht wie ich nach dem Einkaufen, sollte man also auf Einkaufszettel setzen und die gibt es glücklicherweise auch schon seit vielen Jahren in digitaler Form, sprich: Einkaufslisten-Apps für Android und iOS. Wir haben einige davon ausprobiert und wollen Euch die Besten vorstellen. Wie immer ist unsere Auswahl eine subjektive und wir freuen uns stets über Eure Vorschläge, wenn Ihr andere Einkaufszettel-Apps im Einsatz habt. Hier sind unsere Vorschläge:

Inhalt:

Die intelligente Einkaufsliste – Listonic

Einfach, schnell und leicht zu handhaben: Das fasst die Listonic-App relativ gut zusammen. Beim Start verweist Euch die App darauf, dass sie auf einige Eurer Daten zugreift. Welche genutzt werden dürfen, könnt Ihr anschließend selbst einstellen. Habt Ihr diesen Punkt hinter Euch gelassen, könnt Ihr auch schon mit der Liste beginnen. Hierfür müsst Ihr lediglich auf das Plus-Symbol in der unteren rechten Ecke tippen. Besonders praktisch fand ich es hierbei, dass die Worte beim Eintippen in einer Liste vervollständigt wurden und man so das passende Produkt einfach auswählen und der Einkaufsliste hinzufügen kann.

Ist ein Produkt im Einkaufswagen gelandet, kann es ganz einfach in der Liste abgehakt und so nach unten verschoben werden. Ein unübersichtliches Chaos, wie es gerne auf gewöhnlichen Einkaufszetteln entsteht, entfällt hier komplett. Daneben ist es Euch bei dieser App möglich, weitere Geräte zu synchronisieren und so Eure Liste immer auf dem neusten Stand zu halten.

Listonical
Kurz tippen und schon ist bei Listonic die Einkaufsliste erstellt. / © NextPit

Euch nervt die Werbung in der kostenlosen App und Ihr wollt die zusätzlich vorhandenen Funktionen freischalten? Dann könnt Ihr das, indem Ihr für die Einkaufslisten-App einmalig 12,99 Euro auf den Tisch des Hauses blättert. Alternativ könnt Ihr Euch auch für Abo-Modelle entscheiden, bei denen Ihr entweder 0,99 Euro monatlich oder 8,99 Euro jährlich investiert. 

Vorrat-, Lager- und Einkaufslisten-Manager

Wer nicht nur seine Einkäufe, sondern auch gleich seinen Vorrat im Auge behalten will, für den könnte die App mit dem so gar nicht sperrigen Namen "Vorrat-, Lager- und Einkaufsliste-Manager" etwas sein. Nach dem Start der App werden Euch die vorhandenen Bereiche aufgeführt und näher erklärt. Über das Fragezeichen-Symbol in der oberen rechten Ecke könnt Ihr anschließend immer wieder auf die Erklärungen zugreifen.

Eine sehr praktische Option, zumal Euch bei dieser App neben der Einkaufsliste ebenfalls die Optionen "Lagerorte", "alle Vorräte" und verschiedene Suchmöglichkeiten angeboten werden. Was ich ebenfalls schön fand war, dass man hier nicht nur seine Lebensmittel verschiedenen Bereichen – beispielsweise Tiefkühltruhe oder Kühlschrank – zuordnen kann, sondern diese auch angezeigt werden, sobald man eine Einkaufsliste erstellt. So wisst Ihr sofort, welche Produkte Ihr noch braucht und welche Ihr bereits im Lager habt.

Hier müsst Ihr allerdings manuell löschen, sollte Euer Vorrat einmal zur Neige gegangen sein. Dafür könnt Ihr Euren Vorrat aber auch genauso erstellen, wie Ihr es möchtet. Mit Fotos, Mengenangabe und Unterkategorien. Beachtet hier, dass Ihr mit der App zwar eigentlich Barcodes scannen könnt, ein Scanner aber nicht in der App integriert ist. Wollt Ihr diese Funktion nutzen, müsst Ihr Euch eine Scanner-App herunterladen.

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Über das Fragezeichen-Symbol seht Ihr, wie Ihr die einzelnen Bereiche nutzen könnt. / © NextPit

Auch hier könnt Ihr die kostenlose Version nutzen, oder aber die Premium-Version freischalten, damit Funktionen ergänzt und Werbung entfernt wird. Beim Vorrat-, Lager- und Einkaufsliste-Manager fallen dafür einmalig 4,99 Euro an und dann seid Ihr durch mit dem Thema. 

Die Einkaufsliste-App

Für den Namen "Die Einkaufsliste" gibt es vermutlich nicht den Kreativitäts-Nobelpreis, ab er dafür tut sie genau das, was sie im Titel sagt: Sie bietet Euch eine Einkaufsliste. Diese ist dafür aber angenehm einfach zu bedienen und für meine Bedürfnisse wirklich praktisch. Nach der Installation startet Ihr direkt im Menü und könnt über das Plus-Symbol (unten rechts) eine Liste anlegen. Zwar ist – wie bei den meisten Einkaufslisten-Apps – auch hier die Spracheingabe möglich, ich habe mich allerdings mit dem einfachen Tippen begnügt.

Das Schöne an der App war für mich, dass ich hier auch sofort nach Mengenangaben suchen konnte. So wurde mir nach der Eingabe einer "sechs" sofort unterschiedliche Mengen, sprich Kästen, Kilogramm, Liter usw. in einer Liste zur Auswahl gestellt. Eine ähnliche Liste erhaltet Ihr auch, wenn Ihr nach einem Produkt sucht, sodass per automatischer Wortvervollständigung passende Produkte aufgelistet werden.

Auch diese Liste könnt Ihr mit anderen Geräte synchronisieren und sie dauerhaft auf dem Laufenden halten. Des Weiteren kann sie geteilt, geleert oder komplett gelöscht werden. Auch hier könnt Ihr durch Antippen die gekauften Produkte abhaken und nach unten auf die Liste verschieben. Dass ich eine solche Funktion angenehm übersichtlich finde, erwähnte ich ja bereits an anderer Stelle.

Einkaufsliste
"Die Einkaufsliste" ist angenehm intuitiv und übersichtlich / © NextPit

Das Problem mit der Werbung lässt sich auch in dieser Einkaufslisten-App beseitigen und – wer hätte es gedacht – das passiert in Form eines einmaligen Obolus, den Ihr zu entrichten habt. In diesem Fall werden faire 3,49 Euro verlangt, damit ihr von Werbung verschont bleibt. 

Out of Milk – Einkaufsliste

Out of Milk App ist eigentlich schon ein Klassiker unter den Einkaufslisten-Apps und begleitet mich seit vielen Jahren auf den verschiedensten Smartphones. Um die Listen hier mit anderen zu teilen, müsst Ihr Euch per Facebook, Google-Konto oder Mail anmelden.

Davon abgesehen bringt diese App einige Optionen mit sich, die ich sehr angenehm finde. So könnt Ihr beispielsweise auf vorab eingetragene Rezepte, Vorrats- oder To-Do-Listen zugreifen, um Eure Einkaufsliste optimal zu erstellen. Daneben werden auch hier eingegebene Wörter vervollständigt und Euch die Optionen in einer Liste angegeben.

Was diese App besonders schön macht, ist die Tatsache, dass sie die Liste nicht stur runter-rattert, sondern die einzelnen Produkte in einzelne Bereiche unterteilt. So werden Butter und Milch beispielsweise unter dem Oberbegriff  "Eier & Molkereiprodukte" aufgeführt. Eine Funktion, die mir das Einkaufen um einiges erleichtert. Die Produkte könnt Ihr innerhalb der Liste zusätzlich bearbeiten und beispielsweise den Preis und die Menge mit angeben und Euch berechnen lassen.

Im unteren Bereich des Displays wird Euch dann angezeigt, wie viele Produkte Ihr bereits gekauft habt und mit welchen Ausgaben Ihr rechnen müsst. Mittlerweile könnt Ihr Euch bei Out of Milk auch Prospekte anzeigen lassen, so dass Ihr bestenfalls schon vorab wisst, wohin Ihr zu marschieren habt für die besten Angebote. 

Out of Milk
Mit Out of Milk habt Ihr auch Prospekte im Blick / © NextPit

Out of Milk ist kostenlos und enthält Werbung. 

Bring! Einkaufsliste – mit Rezepten und Angeboten

Wollt Ihr die Bring! Einkaufsliste-App nutzen, müsst Ihr Euch zunächst per Mail, Google-Konto oder Facebook anmelden. Andernfalls bekommt Ihr hier leider keinen Zugriff, könnt danach allerdings auch Eure Einkaufsliste mit anderen teilen, was gerade für Hausgemeinschaften günstig kommt. Interessant ist der Aufbau der App. Während Ihr bei den anderen Apps Eure Produkte per Eingabe suchen konntet, ist es Euch hier möglich, über die unterschiedlichen Kategorien das passende Produkt auszuwählen.

Dabei könnt Ihr Eure Eingaben verfeinern, indem Ihr auf das Produkt tippt und aus einer eingeblendeten Liste den passenden Zusatz auswählt. Praktischerweise werden diese Lebensmittel als gut erkennbare Symbole angezeigt, sodass man sich seine Einkaufsliste noch schneller zusammenstellen kann. 

Richtig praktisch ist auch, dass ihr Euch Kategorien für unterschiedliche Supermärkte angelegen könnt. Kauft Ihr also in mehreren Läden ein, könnt Ihr für jeden Laden sortieren, welche Produkte ganz am Anfang kommen und welche erst hinten im Laden stehen. So könnt Ihr von oben nach unten sehr schnell alles abhaken.

Auch Bring! punktet mit Unterstützung für Prospekte und außerdem könnt Ihr Euch auch durch Rezepte inspirieren lassen. Schön dabei: Ihr braucht lediglich auf die Zutaten tippen, damit sie der Einkaufsliste hinzugefügt werden. Sehr schöne und umfangreiche App, die wir Euch auch bereits in unserem Beitrag zu den besten kostenlosen Android-Apps ans Herz gelegt haben. 

Bring
Bring! bietet Euch sogar Rezeptvorschläge / © Bring! Labs AG

Auch bei Bring! freut man sich darüber, wenn Ihr Euch für die Premium-Version entscheidet, die in diesem Fall mit jährlich 13,99 Euro zu Buche schlägt. Dadurch wird nicht nur die Werbung entfernt, sondern auch ein Premium-Support offeriert.

 

Was mir an Bring! gefällt, ist vor allem die Möglichkeit, neue Kochideen zu bekommen. Auf der anderen Seite mag ich persönlich die Out-of-Milk-App wegen Ihrer Übersichtlichkeit. So haben die hier empfohlenen, digitalen Einkaufszettel unterschiedliche Stärken, so dass für jeden was Passendes dabei sein sollte. Welche App gefällt Euch denn am besten? Oder habt Ihr bereits eine andere Einkaufslisten-App auf dem Smartphone, von der Ihr denkt, dass wir sie einmal ausprobieren sollten? Dann schreibt es uns gern in die Kommentare. 

Auch dieser Beitrag wird in loser Reihenfolge aktualisiert (letztes Update: Mai 2021), so dass es schon mal passieren kann, dass ältere Kommentare unter dem Beitrag sich auf vorherige Versionen des Textes beziehen. 

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11 Kommentare

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  • fish vor 4 Monaten Link zum Kommentar

    Out Of Milk hat zum 21.06.2021 alle Non-US (Canada) accounts gekündigt und gelöscht (GDPDU). Diese App steht in der EU jetzt nicht mehr zur Verfügung.


  • Olaf Gutrun vor 5 Monaten Link zum Kommentar

    Brauch ich nicht, deckt die Samsung Notizenapp bestens ab und lässt sich auch wunderbar teilen.


  • Knurrhahn vor 5 Monaten Link zum Kommentar

    "Die Einkaufsliste" aus Sachsen ist für mich die einzige, akzeptable Einkaufslistenapp, weil:
    Keine Tracker, nachvollziehbare Berechtigungen und das Teilen der Liste funktioniert ohne Registrierung, also ohne Angabe einer E-Mail Adresse und eines Namens. Wer die Liste nur alleine nutzt, kann sie auch offline verwenden. Kleiner Wermutstropfen: Sie enthält Werbung, die sich jedoch durch Entrichtung eines geringen, einmaligen Obolus' entfernen lässt. Nicht nur derjenige, der gerne datensparsam lebt, wird hier gut bedient.


  • Rob Otter vor 5 Monaten Link zum Kommentar

    Ich nutze seit Jahren "Denkst Du daran", gab's damals noch für eine Einmalzahlung, inzwischen leider nur noch als Abo Modell, so dass ich die App als Neukauf nur noch bedingt empfehlen kann. Sie bietet aber neben Android m.W. auch eine iOS Version sowie eine Web Version und kann mehrere Listen verwalten, die man nicht nur zum Einkaufen nutzen muss.
    Schön simpel und intuitiv in der Bedienung.


  • engländer vor 5 Monaten Link zum Kommentar

    Sorry, der Artikel hat maximal Kindergartenniveau. Im Alltag ist von den Kandidaten maximal Out of Milk zu verwenden. Den andern Apps und vielen weiteren auf dem Markt fehlen meist elementare Funktionen. So sind oft keine eigenen Regale definierbar und Sortiermöglichkeiten fehlen. Oft ist das Design gruselig (Vorrat, Lager...) oder die Bedienung im Alltag oder mehreren Familienmitgliedern untauglich.
    Das beste Design fand ich bisher bei "HNGRY", allerdings verhindern dort gravierende Funktionsmängel den täglichen Einsatz.


    • Tenten vor 5 Monaten Link zum Kommentar

      Naja, nicht jeder muss gleich Regale anlegen oder den Grundriss seines Supermarktes in einer App nachbilden. Für viele reicht auch einfach eine übersichtliche Liste, die man teilen kann, ohne für jedes Produkt gleich den aktuellen Marktpreis oder die genaue Grammangabe zu haben.


  • Lamensis vor 5 Monaten Link zum Kommentar

    Ich vermisse OurGroceries in der Liste.
    Simple geteilte Liste bei der man nur eine Master Email addresse braucht um neue Geräte hinzuzufügen. Man kann Rezeptlisten erstellen(zb Sandwichtoast fügt Toast, Käse und Salami zur Liste), nach Regalen sortieren (wenn man sie anlegt). Mehrere listen (zb Rewe, Edeka, Getränkemarkt,...) sind auch moglich.
    Nutzen wir seit 8 Jahren, nie bereut.


  • paganini vor 5 Monaten Link zum Kommentar

    Finde Bring top! Nutze das mit meiner Freundin zusammen und wir sind beide zufrieden. Simple und einfach wie es sein sollte


  • Sara A. 16.04.2020 Link zum Kommentar

    Sehr fehlt hier die "Shopping List" App von TK Solutions. Hier kann man seine Liste in mehreren Sprachen diktieren und sehr einfach mit Anderen teilen.


  • Tenten 15.04.2020 Link zum Kommentar

    "Bei mir wurden unter anderem für Schokolade die Begriffe 700 Gramm und Duplo eingeblendet."

    Ha, eine App ganz nach meinem Einkaufsgeschmack :)

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