Gewinner und Verlierer: Honor gewinnt Qualcomm zurück, Chaos bei WhatsApp

Gewinner und Verlierer: Honor gewinnt Qualcomm zurück, Chaos bei WhatsApp

Zu sagen, dass die allererste volle Woche des Jahres 2021 eine ereignisreiche war, wäre eine ziemliche Untertreibung. Ich bin mir sicher, dass mittlerweile jeder weiß, was im US-Kapitol passiert ist. Doch auch abseits aller politischen Themen gab es in dieser Woche Gewinner und Verlierer, die wir in unserem wöchentlichen Artikel küren.

So wichtig es auch ist, die Diskussion über die Ereignisse rund um die Stürmung des Kapitols sprengt den Rahmen dessen, was wir hier bei NextPit normalerweise tun. Wir fokussieren uns auf Technik und damit hat die Weltpolitik nunmal nur ganz am Rande etwas zu tun. Welche wichtige Rolle soziale Medien bei politischer Kommunikation und vor allem bei den Ausschreitungen in den USA spielten, darüber hat unser Redakteur Antoine diese Woche berichtet.

Apropos Redakteure: Es war eine bittersüße Woche für uns, denn das neue Jahr begann mit einem Abschied. Julia Froolyks verließ unser Team, doch gleichzeitig konnten wir uns über den Neuzugang Carsten Drees (Casi) freuen, der uns fortan in der deutschen Redaktion unterstützt.

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Das Redmi Note 9T wurde diese Woche vorgestellt! / © Redmi, Collage: NextPit

Jetzt, wo alle aus ihrem zweiwöchigen Urlaub zurück sind, sieht es für uns Technikjournalisten wieder normal aus. Plötzlich scheint es viel mehr Tech-Nachrichten zu geben, über die wir berichten müssen, und mit der CES, die nächste Woche beginnt, werden die Dinge für uns nur noch spannender. Bevor wir also über die Gewinner und Verlierer dieser Woche sprechen, hier ein kurzer Überblick über die Ereignisse der letzten sieben Tage.

Wir beginnen mit Samsung, die offiziell Einladungen und Teaser für die möglicherweise am meisten erwartete Markteinführung des Jahres 2021 verschickt haben. Das neue Samsung Galaxy S21 steht in den Startlöchern und abgesehen von einer möglichen Wiederauferstehung des Exynos steht für Samsung dabei viel auf dem Spiel. Denn womöglich wird der S Pen Einzug in die Flaggschiff-Serie finden und somit steht die Zukunft von Samsungs Note-Serie auf der Kippe. Wir werden also vielleicht auch mehr darüber wissen, in welche Richtung sich Samsungs Flaggschiff-Lineup in Zukunft entwickeln wird.

Auch für Xiaomi war es eine ereignisreiche Woche, in der mehrere Produkte weltweit angekündigt und anschließend vorgestellt wurden. Für Europa wurde in dieser Woche das Redmi Note 9T und sein kleiner Bruder - das Redmi 9T - vorgestellt. Ersteres ist Xiaomis neuster Versuch, ein erschwingliches 5G-Smartphone für den westlichen Markt zu entwickeln. Diese Woche hat Xiaomi außerdem ein weiteres Smartphone namens Mi 10i in Indien vorgestellt. In typischer Redmi-Manier handelt es sich dabei jedoch nur um eine Rebranding-Version des Redmi Note 9 Pro 5G oder des Xiaomi Mi 10 Lite.

In einer Art positiver Entwicklung sah man diese Woche auch, dass Google stillschweigend Apples Anforderungen für den App-Store erfüllt. OnePlus war ebenfalls in den Nachrichten, da das Unternehmen Berichten zufolge in nicht allzu ferner Zukunft sein Smartband- und Smartwatch-Lineup auf den Markt bringen will.

Gewinner der Woche: Honor, die sich in Gesprächen mit Qualcomm befinden

Die chinesische Smartphone-Marke Honor ist unser Gewinner dieser Woche, weil das Unternehmen offenbar eine Art Deal mit dem Chiphersteller Qualcomm abgeschlossen hat. Die ehemalige Huawei-Submarke strebt ein Comeback an, nachdem sie nach dem Verkauf durch Huawei nicht mehr auf der gefürchteten Entity-Liste steht. Da die Trump-Administration in den nächsten Wochen aus dem Amt scheidet, sieht es für das Unternehmen also ziemlich rosig aus.

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Mit ein wenig Glück kann Honor zukünftig wieder Qualcomm-Prozessoren nutzen! / © Qualcomm

Ob Honor es schafft, sein Ziel von 100 Millionen verkauften Smartphones im Jahr 2021 zu erreichen, werden wir sehen müssen, um es zu glauben. Aber denkt daran, dass wir hier über eine chinesische Smartphone-Marke sprechen und mit einer Bevölkerung von 1,4 Milliarden mehr oder weniger patriotischen Menschen, sind 100 Millionen Einheiten eine erreichbare Zahl. Es würde uns daher nicht überraschen, wenn Honor es tatsächlich schafft, in diesem Jahr 100 Millionen Smartphones auszuliefern.

Verlierer der Woche: WhatsApp und das weltweite Daten-Chaos

Unser Verlierer der Woche muss WhatsApp sein. Das Unternehmen hat kürzlich die Nutzungsbedingungen für alle seine Nutzer (außer denen, die in der EU leben) aktualisiert . Gemäß der neuen Bedingungen wird WhatsApp nun Nutzerdaten mit seinem Mutterkonzern Facebook teilen. Für alle, die außerhalb der EU leben, gibt es keine Möglichkeit, sich dagegen zu entscheiden und WhatsApp weiter zu nutzen. Viele Nutzer haben daher bereits angekündigt, auf andere Plattformen wie Telegram oder Signal auszuweichen.

Was diese Entscheidung noch erschreckender macht, ist die Tatsache, dass dies in direktem Gegensatz zu WhatsApps berühmtem Blog-Post aus dem Jahr 2014 steht, in dem das Unternehmen versicherte, dass WhatsApp eigenständig bleibe und unabhängig von Facebook operieren werde

Nun, das war vor mehr als einem halben Jahrzehnt, und dies ist vielleicht die neue Normalität.

Wie auch immer, ich hoffe, Ihr hattet einen großartigen Start ins Jahr 2021 und ich freue mich darauf, Euch nächste Woche weitere Leckerbissen aus der Welt der Technik zu präsentieren. Glaubt mir, es wird eine ereignisreiche Woche für uns, da sowohl die CES als auch der Launch des Galaxy S21 stattfinden. Stay tuned!


Dieser Artikel wurde maschinell übersetzt und anschließend von Benjamin Lucks redaktionell überarbeitet. Die original Version ist auf NextPit.com erschienen und wurde von Rahul Srinivas verfasst.

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7 Kommentare

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  • Telegram, ist hat seit Jahren richtig ordentlich Zulauf!
    Auch Facebook und Zensur, Agitation und Propaganda ist nur noch abartig - also ab zu VK ganz ohne Zensur!


    • Jens vor 3 Monaten Link zum Kommentar

      Naja Telegramm würde ich nicht ansatzweise als WA alternative sehen. Impressum fehlt bis heute. Verschlüsselt nur in Privaten Chats. Keine standardmäßige Ende-zu-Ende-Verschlüsselung. Damit liegt standardmäßig alles offen auf deren Server usw.


      Liegt einen minimaler Datenschutz nahe, ist auch Telegramm nur bedingt zu empfehlen.

      C. F.


  • Tim vor 3 Monaten Link zum Kommentar

    Auch mit 1.4 mrd. "patriotischen" Menschen ist es Mann unmöglich, dass Honor dieses Jahr 100 Millionen Geräte ausliefert. Honor ist schließlich nicht der einzige Hersteller auf dem Markt.


  • C. F.
    • Blogger
    vor 3 Monaten Link zum Kommentar

    Gewinner: Signal und Threema. Leider kann man hier darüber nichts lesen und muss zu Heise oder Golem.


    • Aries vor 3 Monaten Link zum Kommentar

      Und die Zeiteinteilung ist auch falsch, denn das Thema wird von allen Datenschutzbeauftragen der EU, Fachmedien, Boulevardpresse und einigen User hier bereits Thema seit den AGB-Änderungen von 9/2016 diskutiert. Die aktuellen Änderungen betreffen nur eine Umformulierung wegen neu hinzugekommener Funktionen.


    • Threema ist Kostenpflichtig.
      Heute wird WhatsApp angefeindet (wie früher Microsoft) aber wie sieht es in einiger Zeit aus, wenn die Konkurrenz Zulauf bekommt und auf finanzielle Mittel angewiesen ist! Bleiben dann ihre Server immer noch geschlossen? Bei Telegram kann man die Server Speicherung ausschalten. Dazu gibt es noch den Selbstzerstörungsmodus. ABER, wie bringt man mehr als eine Milliarde Nutzer dazu die App zu wechseln?

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