Play Store ab 2022: So verbessert Google Datenschutz & Sicherheit

Play Store ab 2022: So verbessert Google Datenschutz & Sicherheit

In meinem Test zur Beta von Android 12 wurde schon ersichtlich, dass Google an der Sicherheit und am Datenschutz des Betriebssystems schraubt. Nun hat das Unternehmen verraten, wie sich diese Änderungen auf den Google Play Store auswirken. Nachfolgend lest Ihr, wie sich Sicherheit und Privatsphäre bald ändern werden.


  • Im Google Play Store wird bald besser ersichtlich, welche Daten eine App sammelt und warum
  • Diese Transparenzpolitik beginnt bereits, bevor Ihr eine App aus dem App-Verzeichnis herunterladet
  • Der Abschnitt "Sicherheit" tritt ab April 2022 in Kraft

Im Mai, während der Google I/O, wurde viel über die Optimierung der Sicherheit und des Datenschutzes bei den Google-Diensten gesprochen. Eines davon ist das Android-Betriebssystem, bei dem endlich ein richtiges Privacy Panel in die Systemeinstellungen aufgenommen wird. Dort könnt Ihr in Echtzeit prüfen, welche Apps welche Ressourcen des Betriebssystems beanspruchen.

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Das ist die Datenschutzleiste von Android 12 / © NextPit

Diese Woche hat Suzanne Frey, Vizepräsidentin für Sicherheit und Datenschutz bei Android jedoch verraten, wie Google die Sicherheit im Play Store verbessern wird. Ihrer Meinung nach beginnt die Transparenz schon, bevor man überhaupt eine App aus dem Android-Shop heruntergeladen hat:

Die Entwickler werden in der Lage sein, den Nutzern einen tieferen Einblick in ihre Datenschutz- und Sicherheitspraktiken zu geben und zu erklären, welche Daten die App möglicherweise sammelt und warum - und zwar bevor die Nutzer die App installieren.

Zu diesem Zweck wird ein Sicherheitsbereich direkt unter den App-Informationen im Shop eingeführt. Dort haben wir nicht nur einen schnelleren und direkteren Zugriff auf die von den Apps geforderten Berechtigungen, sondern auch mehr Informationen darüber, wie unsere Daten behandelt werden.

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Datenschutz und Sicherheit werden im Jahr 2022 mehr Platz im Play Store haben / © Android Developers

Auf diese Weise erhalten wir nun eine Erklärung des Entwicklers darüber, welche Daten eine App sammelt oder weitergibt. Darüber hinaus werden wir mehr Details über die Sicherheitspraktiken der App erfahren, wie z. B. die Datenverschlüsselung. Oder auch, ob die App den Richtlinien des Google-Familientarifs entspricht.

Hier erhalten wir zudem weitere Informationen darüber, welche Art von Daten erfasst und weitergegeben werden. Darunter natürlich der Standort, Kontakte, persönliche Informationen wie Name oder E-Mail-Adresse und Finanzdaten. Auch wird aufgeführt, ob die Daten etwa für App-Funktionen oder nur für personalisierte Werbung verwendet werden und ob die Datenerfassung optional oder für die Nutzung einer App erforderlich ist.

Ab Oktober kann also jeder, der eine Android-App entwickelt und über Google Play zur Verfügung stellt, die für die Nutzung seiner App erforderlichen Sicherheits- und Datenschutzanforderungen an die Google Play Console, die Softwareverwaltungsplattform des Android-Shops, übermitteln.

Laut Suzanne Frey wird der neue Sicherheitsbereich im ersten Quartal 2022 im Play Store gelauncht. Wenn App-Entwickler diesen Abschnitt nicht ausfüllen, können sie keine Anwendungen mehr bei der Google Play Console einreichen und auch neue Software-Updates werden in bestimmten Fällen abgelehnt.

Darüber hinaus wird die Meldung "Keine Informationen verfügbar" in den Sicherheitsbereich eingefügt. Seid Ihr also beim App-Download besonders kritisch, könnt Ihr von einem Download absehen, wenn der Entwickler die benötigten Infos nicht zur Verfügung stellt.

Der Google Play Store rückt näher an den App Store von Apple

In Anlehnung an Apples Mantra möchte Google den Play Store zu einem sichereren Ort für alle Nutzer eines Android-Smartphones machen und so die Kontrolle über das App-Ökosystem erhöhen.

Letztes Jahr kündigte Apple "Apple Labels" an, bei denen es sich, wie der Name schon verrät, um "Etiketten" handelt, die auf der Seite der Apps hinzugefügt werden. Wie bei Google geht's dabei auch um die Nutzung und Erfassung der Nutzerdaten durch Apps. Google folgt dem Beispiel Apples also nun dem eigenen App-Verzeichnis. 

Ich persönlich sehe diese Bewegung sehr positiv, vor allem weil Google selbst seine eigenen Dienste transparenter gestalten muss. Und Ihr? Was haltet ihr von diesem Schritt des Suchmaschinenriesen, mehr Transparenz in den Play Store zu bringen? Ich bin neugierig auf Eure Meinung in den Kommentaren.

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4 Kommentare

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  • Udo Kallina vor 1 Monat Link zum Kommentar

    Boni und Claid Google und Facebook Datenschutz


  • Tim vor 1 Monat Link zum Kommentar

    Spannend wird es vor allem rund um Googles eigene Apps. Google hat ja, als die Funktion zu iOS kam, auch ganz zufällig genau einen Tag vorher aufgehört ihre Apps mit Updates zu versorgen. Und das teilweise über einige Monate hinweg, während davor in den meisten Fällen spätestens alle 2-3 Wochen neue Updates kamen.

    Alex


  • R.Naubereit vor 1 Monat Link zum Kommentar

    Google und Datenschutz? 😳


  •   11
    Gelöschter Account vor 1 Monat Link zum Kommentar

    Na, da bin ich gespannt.

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