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KTC G27P6 im Test: Genialer OLED-Monitor für Gamer

nextpit KTC Gaming Monitor 27 23
© nextpit

Gaming-Monitore mit OLED-Display haben oft ein schwaches Preis-Leistungs-Verhältnis. Klar, für 1.000 Euro und mehr konkurrieren sie bereits mit ausgewachsenen Smart-TVs. Seid Ihr auf der Suche nach einem 27-Zoll-Modell mit OLED-Panel, das noch unterhalb der 1.000-Euro-Schallmauer fliegt, solltet Ihr einen Blick auf den KTC G27P6 werfen. Warum der im November gestartete Monitor mehr als nur einen Blick wert ist, lest Ihr im nextpit-Test.

KTC G27P6

Pro

  • Gute Ergonomie
  • Unglaublich hoher Kontrast
  • (Fast) perfekte Schwarzwerte
  • WQHD-Auflösung
  • Gaming-Features
  • Blaulicht-Filter
  • Wunderschönes OLED-Panel
  • Sehr gutes HDR
  • Viele Anschlussmöglichkeiten

Contra

  • Schwache Lautsprecher
  • "Nur" HDMI 2.0
  • Design etwas in die Jahre gekommen
  • Kein Unity-Preset für Office-Anwendungen
KTC G27P6
KTC G27P6
KTC G27P6: Alle Angebote

KTC G27P6: Preis und Verfügbarkeit

Erst vor wenigen Tagen veröffentlichte der chinesische Hersteller KTC auch hierzulande den G27P6 Gaming-Monitor mit einer UVP von 899 Euro und liegt damit bereits unter der Konkurrenz von ASUS oder Samsung. Mit OLED-Panel, WQHD-Auflösung, 27 Zoll Bilddiagonale und spannenden Gaming-Features kann der High-End-Monitor zumindest mit dem Datenblatt punkten.

Auch die Helligkeit ist hier durchaus spannend. Denn diese erreicht laut Datenblatt "nur" 450 cd/m² im APL 25 % (Average Pixel Level), dafür aber 1.000 Nits, wenn der Weißanteil des Bildes lediglich 3 Prozent beträgt. Für OLED-Bildschirme ist dies jedoch nicht verwunderlich, und so konnte ich in meinem lichtdurchfluteten Büro keine Probleme beim Arbeiten oder Zocken feststellen. 

KTC G27P6 LED
Auf der Rückseite des KTC G27P6 befindet sich eine LED-Anzeige. / © nextpit

Der Hersteller ist für ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis bekannt und das trifft auch hier zu – und insbesondere jetzt. Denn Ihr könnt Euch aktuell den Monitor mit dem Gutschein "KTCG27P6NP" für gerade einmal 664,99 Euro bei Geekmaxi sichern. Somit liegt Ihr nicht nur 234 Euro unter der UVP, sondern auch deutlich unterhalb vergleichbarer Modelle wie dem ASUS ROG Swift PG27AQDM, der nach wie vor fast 1.000 Euro kostet.


Dieser Artikel ist Teil einer Kooperation zwischen nextpit und KTC. Auf die redaktionelle Meinung von nextpit hat diese Zusammenarbeit keinen Einfluss. 

Design & Ergonomie

Der KTC G27P6 ist ergonomisch und nutzt ein schlichtes Design mit dünnem Rahmen. Der Metall-Standfuß ist stabil und auch eine VESA-Halterung von 75 x 75 mm ist vorhanden.


Vorteile des KTC G27P6:

  • Stabiler Metall-Standfuß und einfache Montage
  • Hauchdünnes Display
  • In drei Dimensionen beweglich
  • Gute Ergonomie

Nachteile des KTC G27P6:

  • Design etwas in die Jahre gekommen
  • Lässt sich "zu leicht" neigen

Das Design des KTC G27P6 überrascht jetzt nicht. Es handelt sich um einen 27-Zoll-Monitor mit dünnem Rahmen und Dreibein-Gestell. Die ganz exakte Bilddiagonale liegt bei exakt 26,5 Zoll, was jedoch nicht auffällt – es sei denn, Ihr zockt mit Maßband auf dem Bildschirm.

Der G27P6 ist zudem sehr platzsparend. Mit dem Sockel misst der Monitor 60,4 x 53,84 x 20,65 cm (B x H x T) und passt somit perfekt auf die meisten Arbeitsflächen. Mit einer 75 x 75 mm großen VESA-Halterung lässt sich das Gerät auch an der Wand montieren, wodurch die Höhe nur noch 35,06 cm und die Tiefe lediglich 5,23 cm messen.

KTC G27P6 VESA
Anstelle der Monitor-Halterung könnt Ihr hier auch eine VESA-Halterung anbringen. / © nextpit

Die Montage des Monitors ist supereinfach: Ihr hängt das Display an den 700 Gramm "schweren" Metall-Sockel und fixiert es durch eine Schraube. Steht der Bildschirm, reißt ihn außerdem so schnell nichts mehr um.

KTC G27P6 Design
Der KTC G27P6 setzt auf ein dünnes OLED-Display und einen stabilen Standfuß. / © nextpit

Der Gaming-Monitor punktet hier jedoch nicht nur im schlichten Design, sondern vor allem in der Ergonomie. Denn Ihr könnt das Display um 15° nach Links und Rechts rotieren und sogar direkt um 90° ins Hochformat drehen. Zusätzlich lässt sich das Panel um -5° bis +20° neigen, damit Ihr mit einfallenden Sonnenstrahlen keine Probleme erhaltet oder Euren Nacken etwas entspannen könnt.

KTC G27P6 Gedreht
Ihr könnt den Gaming-Monitor bis zu 90 Grad drehen. / © nextpit

Ich selbst schaue relativ gerade auf den Bildschirm – gerade bei längeren Gaming-Sessions. Der KTC lässt sich in der Höhe verstellen, wodurch sich mein Hals während des Tests nicht nur einmal bedankt hat und ich endlich einmal die "richtige" Sitzposition für Computer-Arbeit ausprobieren konnte. Allerdings gibt es auch Abzüge in der B-Note: Leider lässt sich beim Monitor nur die Höheneinstellung fixieren. Es reicht eine leichte Berührung, und das Panel steht schief.

Auf der Rückseite des Monitors findet Ihr neben einer etwas fragilen Abdeckplatte aus Plastik, die die verschiedenen Anschlüsse schützt, auch den Controller für die Einstellungen. Die Steuerung ist anfangs etwas verwirrend, da man teilweise mit dem Controller nach rechts drücken muss, um zu bestätigen. Wer den Mini-Joystick drückt, verlässt das aktuelle Menü – das ist etwas unintuitiv. Andererseits ist das wirklich ein Luxusproblem.

KTC G27P6 Rückansicht
Das Design auf der Rückseite wirkt etwas altbacken – oder auch zeitlos. / © nextpit

Außerdem ist die Verarbeitung des Monitors absolute Geschmackssache. Denn gerade das Design auf der Rückseite wirkt etwas altbacken und die Plastikverkleidung wirkt etwas labil.

Ausstattung & Energieverbrauch

In der Lieferung sind alle nötigen Kabel enthalten und auf der Rückseite des Monitors finden sich insgesamt neun Anschlüsse. Allerdings ist die Energieklasse mit "G" gekennzeichnet.


Vorteile des KTC G27P6:

  • Zahlreiche Anschlüsse auf der Rückseite
  • Factory-Report zur Farbkalibrierung
  • Alle nötigen Kabel enthalten

Nachteile des KTC G27P6:

  • Leider nur Energieklasse "G"
  • Mitgelieferte Kabel nicht mit Datenübertragungsrate gekennzeichnet

Das Portfolio an Anschlüssen des KTC G27P6 ist vielfältiger als bei der Konkurrenz. Ihr findet hier die folgenden Ports:

  • 1x 3,5-mm-Klinkenanschluss
  • 2x HDMI-2.0-Input
  • 1x DisplayPort-1.4-Anschluss
  • 1x USB-Typ-C
  • 1x USB-B-3.0
  • 2x USB-A-3.0
  • 1x DC-24V-Stromanschluss
KTC G27P6 Anschlüsse
Die vielen Anschlüsse auf der Rückseite des KTC G27P6 sind durch eine Plastikklappe geschützt. / © nextpit

Auch der Lieferumfang ist erfreulich großzügig. Beim Öffnen des 9,8 kg schweren Pakets sprang mir direkt ein Zettel entgegen. Dabei handelt es sich nicht um die Ikea-artige Aufbauanleitung oder den Garantieschein, die ebenfalls enthalten sind, sondern den Factory-Report zur Farbkalibrierung und den Delta-E-Tests.

In der Regel sind solche Informationen nicht enthalten und Ihr müsst sie mit Kolorimeter & Co. selbst messen. Solche Informationen sind jedoch Gold wert, um die Kalibrierung des Bildschirms vorzunehmen. Was es mit Zahlen wie "∆E=0,89" auf sich hat, erfahrt Ihr etwas später in diesem Test.

Neben diesem "Factory-Report" bekommt Ihr außerdem alle nötigen Kabel direkt vom Hersteller mitgeliefert, inklusive Strippen für HDMI- oder DisplayPort. Allerdings solltet Ihr darauf achten, dass die Kabel maximal 1,5 m lang sind – allzu weit sollte der Monitor also nicht vom PC entfernt stehen.

KTC G27P6
An Zubehör mangelt es hier nicht, denn beim KTC G27P6 sind die wichtigsten Kabel in der Lieferung dabei. / © nextpit

Im Umfang ist ebenfalls ein Netzteil mit passendem Netzadapter enthalten. Leider hat es hier nur für die Energieklasse "G" gereicht. Ebenso enthalten sind passende Schrauben, damit Ihr den Monitor an der Wand befestigen könnt.

Neben dem hohen Energieverbrauch ist mir noch ein weiteres Manko aufgefallen. Leider sind die Kabel nicht gekennzeichnet. Natürlich dürftet Ihr spätestens beim Einstöpseln feststellen, dass ein USB-Kabel nicht in den HDMI-Port passt. Allerdings fehlen auch Informationen wie die Datenübertragungsrate.

Display & Darstellung

Display und Darstellung sind dank zahlreicher Einstellungsmöglichkeiten sehr vielfältig. Das OLED-Panel sorgt mit perfektem Schwarz und (fast) unendlichem Kontrast für überragende Bilder. Zur genauen Justierung ist externe Software nötig.


Vorteile des KTC G27P6:

  • Unglaublich gutes OLED-Panel
  • (Fast) Perfektes Schwarz
  • Sehr hoher Kontrast
  • Tolles HDR
  • Extrem kurzer Input-Lag und 240-Hz-Bildwiederholrate
  • Bis zu 1.000 cd/m² Helligkeit

Nachteile des KTC G27P6:

  • Zusätzliche Software nötig
  • Ohne HDR viele Einstellungen nötig

Die OLED-Technologie im KTC G27P6 ist einfach schön. Anders kann ich es nicht sagen, denn der Umstieg von meinem alltäglichen IPS-Panel auf OLED hat meine Augen erst einmal erschlagen. Die warmen Farben und die klare Darstellung sind nicht nur beim Zocken unglaublich angenehm. 

Das OLED-Panel hat eine WQHD-Auflösung von 2.560 x 1.440 Pixeln und stammt von LG. Die Auflösung passt perfekt zum 27-Zoll-Format und ist praxistauglicher als 4K, das bei einer solchen Bildschirmgröße für Störeffekte sorgen könnte. Außerdem ist der Betrachtungswinkel mit 120 Grad OLED-typisch ebenfalls gut.


Hinweis: Wie bei der Konkurrenz kommt Ihr bei diesem LG-Panel nicht um den leichten Farbsaum bei Texten auf weißem Untergrund herum. Allerdings betrifft dies nicht nur den KTC G27P6, sondern alle Monitore, die auf einem LG-WOLED-Panel basieren.


Die extrem geringe Reaktionszeit von 0,3 ms sorgt dafür, dass das Panel blitzschnell den Output der Grafikkarte umsetzt. Das perfekte Schwarz fällt ins Auge, da Übergänge bei Filmen oder dunkle Stellen in Spielen einfach toll aussehen. Der Kontrast ist mit 1.500.000:1 einfach gigantisch und sorgt auch bei viel Licht dafür, dass Ihr alles auf dem Bildschirm erkennt. Auch für Maulwürfe, wie ich es einer bin, ist ein solches Kontrast-Level einfach perfekt.

Das HDR ist ausgereift und in zwei Varianten (Standard und Cinema) verfügbar. Allerdings gibt es hier bereits das erste Manko. Denn ohne HDR wirkt das Bild im Test eingegraut – Ihr müsst den HDR-Modus erst manuell bei Eurer Grafikkarte abschalten. Diverse Optionen wie Gamma oder Farbraumabdeckung stehen ebenfalls nur bei abgeschaltetem HDR zur Verfügung.

KTC G27P6
Die Einstellungen erreicht Ihr über den Controller auf der Rückseite des KTC G27P6. / © nextpit

Der DCI-P3-Farbraum wird zu 100 Prozent abgedeckt, die Farbtiefe beträgt 10 Bit, was für kraftvolle und natürliche Farben sorgt. Dabei reicht es, die Standard-Einstellungen von Windows zu nutzen, da KTC den Monitor bereits vorab kalibriert. Möchtet Ihr hier noch nachjustieren, benötigt Ihr einen Colorimeter, mit dem Ihr ein ICC-Profil anlegt und entsprechende Anpassungen vornehmt.

Mit einem Blick auf den Factory-Report wird klar, dass auch der Delta-E-Wert nahe an der 1 ist. Das bedeutet, dass die Grauachse möglichst neutral ist und es somit zu weniger Abweichungen im erweiterten Farbraum kommt. Gerade im DCI-P3-Farbraum ist ein Wert von ∆E=0,93 schon sehr gut und spricht für klare Farben.

Mit Hilfe von Argyll und der Windows-Eingabeaufforderung wollte ich den aRGB-Farbraum etwas genauer prüfen. Mit Hilfe der Grundeinstellungen stellte sich heraus, dass das Farbvolumen laut diesem Test bei 99,15 Prozent liegt, was in etwa der Angabe des Herstellers entspricht. Auch im Factory-Report ist ersichtlich, dass die Farben eine hohe Abdeckung aufweisen und gerade im Blau-Bereich an die Grenze des Wide Color Gamut reichen.

Das Farbvolumen im aRBG-Raum des KTC-G27P6
Die Grafik zeigt die Farbabdeckung im aRGB-Farbraum des KTC G27P6. / © nextpit

Auffällig ist allerdings die geringere Helligkeit des KTC G27P6 bei einem Weißanteil von 25 Prozent. Wie bereits erwähnt, ist das aufgrund des hohen Kontrastes jedoch kein allzu großes Problem – aber beliebig hell dürfen Eure Räumlichkeiten eben nicht sein. Bei Inaktivität dimmt der Monitor automatisch das Panel herunter, um Energie zu sparen und die Burn-In-Gefahr zu reduzieren.

Performance im Alltag

Das OLED-Panel ist hervorragend für Filme und Serien geeignet. Texte werden klar dargestellt und die Farben wirken kräftig. Lediglich die Lautsprecher sind etwas zu schwach.


Vorteile des KTC G27P6:

  • Ordentliche Leistung im Alltag
  • Filme und Serien sehen einfach nur schön aus
  • Keine müden Augen dank Blaulicht-Filter
  • Gute Helligkeit

Nachteile des KTC G27P6:

  • Kein Unity-Preset
  • Die Lautsprecher sind mit 5 W einfach zu schwach
  • Bei verringerter Auflösung verschwimmen Buchstaben

Ich konnte den KTC G27P6 nun einige Tage auch während der Arbeit und im Alltag testen. Hier fiel direkt auf, dass Serien und Filme selten so gut ausgesehen haben, wie auf dem OLED-Monitor. Ich binge Serien häufig am PC und immer wieder fällt mir bei IPS-Paneln auf, dass das Schwarz eher wie ein sehr dunkles Grau wirkt oder Farben abflachen. Dies ist hier nicht der Fall.

Auch während der Arbeit habe ich bemerkt, dass der eingebaute Blaulicht-Filter wirklich gut ist. Denn diesen könnt Ihr je nach Belieben über die Einstellungen anpassen. Ich hatte jedenfalls an langen Arbeitstagen keine Probleme mit brennenden Augen. Auch lästige Probleme mit Schattenwurf an Buchstaben traten im Test nicht auf. Der Monitor stellt die einzelnen Schriftzeichen mit klaren Linien dar und verdickt sie auch nicht unnötig – selbst ohne Kalibrierung.

KTC G27P6
Mit den flexiblen Einstellungsmöglichkeiten bezüglich Display-Winkel und -Höhe steht einer ergonomischen Zock- oder Arbeitsposition nichts im Wege. / © nextpit

Allerdings gilt das nur, wenn Ihr die maximale Auflösung verwendet. Gerade beim Umstieg von 24 Zoll auf 27 Zoll fiel mir auf, dass eine so hohe Auflösung extrem ungewohnt ist. Hier also noch ein Tipp: Sind Euch die Symbole zu klein, ändert nicht die Auflösung, da andernfalls Buchstaben schlechter zu erkennen sein können. Nutzt lieber die Zoom-Funktion. Diese findet Ihr in der Anzeigeeinstellung. Dort könnt Ihr mit einem Zoom von 125 Prozent bereits das Gefühl von Full-HD-Auflösung erzeugen.

In dieser Kategorie gibt es jedoch das erste richtige Problem mit dem Bildschirm. Ja, es sind Lautsprecher verbaut. Ja, in der Regel sind diese nicht sonderlich kraftvoll. Aber leider haben die Boxen im KTC G27P6 mit einer Leistung von 5 W absolut nicht überzeugt – wir haben schon bessere Smartphone-Lautsprecher gesehen. Dementsprechend habe ich hier schnell auf meine Boxen umgestellt.

KTC G27P6
Die Lautsprecher eignen sich für Notification-Sounds, zum Musikhören schließt Ihr lieber externe Boxen oder Kopfhörer an.. / © nextpit

Außerdem fehlt ein Unity-Preset. Ich arbeite in der Regel nicht mit Microsoft Office, daher musste ich nicht mit diesem Problem kämpfen. Allerdings ist gerade für diese Anwendungen eine solche Option wichtig, um die Helligkeit bei verschiedenen Programmen gleichmäßig zu erhalten. Daher ist der Gaming-Monitor nicht unbedingt für jeden im Alltag geeignet.

Gaming-Performance

Bei der Gaming-Performance kann der KTC G27P6 voll überzeugen. G-Sync, FreeSync, ein geringer Input-Lag und zahlreiche Gaming-Features zeichnen den Monitor aus. Lediglich Playstation-Besitzer, die ihre Games auf 4K@120Hz zocken möchten, werden hier enttäuscht, da wir "nur" HDMI-2.0-Anschlüsse haben.


Vorteile des KTC G27P6:

  • Gaming hat selten so schön ausgesehen
  • Viele Einstellungsmöglichkeiten
  • Kaum Bewegungsunschärfe
  • (Fast) kein Input-Lag

Nachteile des KTC G27P6:

  • -

Die Gaming-Performance sollte für einen Gaming-Monitor zweifelsohne am wichtigsten sein. Und gerade hier punktet der KTC G27P6 richtig. Games auf dem OLED-Panel sehen einfach nur gut aus. Dank Gaming-Features wie G-Sync oder FreeSync gibt es auch keine Artefakte oder Negativ-Effekte wie Tearing. 

Der KTC G27P6 erreicht jedoch maximal 240 Hz, wodurch Ihr in der Regel keine V-Sync-Funktion benötigt. Die Bildwiederholrate lässt sich zudem ganz nach Euren Wünschen einstellen und auch sonst habt Ihr viele Einstellungsmöglichkeiten. Hierzu zählen unter anderem eine FPS-Anzeige, das bereits erwähnte HDR, ein Abschalt-Timer sowie ein spezielles Fadenkreuz für Ego-Shooter. Apropos Ego-Shooter: Gerade bei schnellen Spielen fällt das extrem gute Bewegtbildverhalten des Monitors auf.

Natürlich durfte bei unserem Test auch ein Wochenende nicht fehlen – denn was machen Gamer am Wochenende? Richtig: zocken. Und zwar bis tief in die Nacht. Dank der natürlichen Farben und des bereits erwähnten Blaulicht-Filters habe ich allerdings keine Ermüdungserscheinungen meiner Augen festgestellt – es ist selten so schnell 5 Uhr geworden.

Es gab während der Gaming-Sessions keinen wirklich negativen Aspekt. Selbst schnelle Bewegungen sahen einfach nur großartig aus und fühlten sich toll an. Der Monitor unterstützte meine Grafikkarte, so wie ich es mir gewünscht habe. Allerdings gab es drei kleinere Punkte, die noch erwähnt werden sollten. Zum einen sind die Ladezeiten beim "Raus-Tabben" aus dem Game teilweise extrem lang.

KTC G27P6
Auch bei einer langen Gaming-Session überhitzt der Monitor nicht dank der Öffnungen auf der Oberseite. / © nextpit

Dies liegt allerdings daran, dass manche Games auf 1.920 x 1.080 Pixeln laufen, der Monitor selbst jedoch auf WQHD-Auflösung. Die Anpassung dauert nun mal. Zum anderen sind die Einstellungsmöglichkeiten zwar vielfältig, allerdings braucht Ihr eine externe Software wie das Nvidia Control Panel, um einige Einstellungen vorzunehmen. Auch die Bildwiederholrate lässt sich nicht direkt am Monitor ändern.

Der letzte Punkt betrifft eher die Konsolengamer unter Euch. Ihr habt hier zwei HDMI-Anschlüsse, um Eure Playstation oder Xbox anzuschließen. Allerdings handelt es sich um HDMI 2.0, wodurch Ihr keine 4K-Auflösung auf 120 FPS genießen könnt. Aber gerade für die Nintendo Switch oder die Xbox Series S sind die Inputs dennoch perfekt geeignet.

Außerdem müsst Ihr einen DisplayPort-Anschluss nutzen, wenn Ihr auf die volle Bandbreite von 240 Hz zurückgreifen möchtet, da HDMI 2.0 dies nicht unterstützt.

KTC G27P6: Technische Daten

  Datenblatt zum KTC G27P6
Gerät
Preis
  • UVP: 899 Euro
Abbildung KTC G27P6 Product Image
Abmessung
  • Produktgröße (ohne Sockel): 60,44x35,06x5,23 cm
  • Produktgröße (mit Sockel): 60,44x53,4-42,84x20,65 cm
Bilddiagonale
  • 27 Zoll (26,5 Zoll)
Paneltyp
  • LG-OLED
Auflösung
  • WQHD (2.560 x 1.440 Pixel)
Maximale Bildwiederholrate
  • 240 Hz
Kontrastverhältnis
  • 1.500.000 : 1
Helligkeit
  • 450 cd/m² (APL 25 %)
  • 1.000 cd/m² (APL 3 %)
Reaktionszeit
  • 0,03 ms
Farbraumabdeckung DCI-P3
  • 97 %
Anschlüsse
  • 1x 3,5-mm-Klinkenanschluss
  • 2x HDMI-2.0-Input
  • 1x DisplayPort-1.4-Anschluss
  • 1x USB-Typ-C
  • 1x USB-B-3.0
  • 2x USB-A-3.0
  • 1x DC-24V-Stromanschluss
HDR
  • Unterstützt HDR 10
Blaulicht-Filter
  • Ja
FreeSync / G-Sync
  • Ja
Ergonomie
  • Neigungswinkel des Ständers: -5°~ 20°(vorne/hinten)
  • Schwenken: ±15° (Links/Rechts)
  • Schwenkbar: ±90° (Horizontal/Vertikal)
  • Höhenverstellung: 110±5mm
Lautsprecher
  • Ja, 2 x 5 W
Energieklasse
  • Energieklasse "G"
Angebote

Fazit

Wie Ihr aus dem Test bereits lesen könnt, ist der KTC G27P6 derzeit einer der spannensten Monitore auf dem Markt. Es sind nur Kleinigkeiten, die hier etwas aufstoßen. Das Gaming-Erlebnis ist einfach unglaublich gut, und auch im Arbeitsalltag performt der Monitor. Die Gaming-Features sind sinnvoll, und das Gerät ist nicht überladen mit unnötigen Optionen.

Es bleibt allerdings auch zu sagen, dass die Erwartungshaltung bei einer UVP von fast 900 Euro natürlich auch entsprechend hoch ist. Zu einem Preis von aktuell "nur" 664,99 Euro hat der Gaming-Monitor aber eine absolut klare Kaufempfehlung verdient.

Ein Hinweis noch zum Schluss: Der Test lief mit einem Gaming-Rechner ab. Ein guter Monitor ersetzt keinesfalls eine benötigte Grafikkarte, wodurch Ihr Euch darüber im Klaren sein solltet, dass Euer PC eine entsprechende Leistung aufbringen muss, wenn Ihr den Monitor wirklich ausreizen möchtet. 

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Zu den Kommentaren (1)
Dustin Porth

Dustin Porth
Experte für Deals und Gaming

Ich habe 2019 mein Studium zum Technikjournalisten begonnen. Neben einigen Artikeln für unsere Studierendenzeitung und für das Uni-Magazin "technikjournal", habe ich ebenfalls IT-Artikel für einen Blog verfasst und kam anschließend zu tvfindr. Dort lernte ich Technik erst so richtig lieben und verfasste auch meine eigenen Testberichte. Ich selbst bin leidenschaftlicher Gamer und interessiere mich für alles, was einen Stecker oder Akku hat.

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1 Kommentar
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  • Ralf Friedrich 1
    Ralf Friedrich vor 4 Monaten Link zum Kommentar

    Funktioniert zZ. nicht mit Freesync

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