Oppo Enco X im Test: Eine Frage der Begierde

Oppo Enco X im Test: Eine Frage der Begierde

"Let's have a black Celebration" ist das Motto, wenn ich hier für Euch die Enco X In-Ears von Oppo für Euch teste. Funktioniert mein absolutes Lieblings-Album mit den True-Wireless-Kopfhörern von Oppo? Findet es raus im Test! 

Bewertung

Pro

  • Satter Bass
  • Klarer, detaillierter Sound
  • Sehr leicht und dezent
  • Wireless Charging
  • Effektives ANC mit gutem Transparenzmodus
  • Guter Halt
  • Fairer Preis

Contra

  • eingeschränkte, spartanische App
  • Steuerung per Touch-Gesten zu limitiert

Kurzfazit

Mit den Enco X In-Ears liefert Oppo mehr als ordentlich ab und bietet True-Wireless-Hörgenuss für einen Preis, mit dem man mehr als konkurrenzfähig ist. Der Sound überzeugt mich vor allem bei den klaren Höhen und Mitten, aber auch der Bass kommt erstaunlich gut zur Geltung. Das ANC verrichtet souverän seinen Dienst und einmal an die Touch-Gesten gewöhnt, will man auch diese nicht mehr missen. 

Kleine Kritikpunkte sind die nicht ausreichend variable Steuerung und die recht spartanische App, die für die meisten nicht Oppo-Phones installiert werden muss. Alles in allem liefert Oppo hier Soundqualität, die mich die Enco X uneingeschränkt empfehlen lässt.

Für wen sind die Oppo Enco X geeignet?

Let’s have a black Celebration

Feiert mit mir eine kleine schwarze Messe. Meine Helden von Depeche Mode haben vor ziemlich exakt 35 Jahren mit “Black Celebration” ein unfassbares Album veröffentlicht, welches mich auch durch meinen Test der Enco X begleitet hat. Es ist ein düsteres, sehr melancholisches Album und war sowohl für die Band als auch mich wegweisend. 

Gute Kopfhörer sind praktisch Pflicht für jeden, der sich durch ein Album wie “Black Celebration” hört und dabei nicht einfach nur Lied nach Lied abspult, sondern diese tausend kleinen Soundeffekte entdecken und immer wieder genießen will. Wer diesen Anspruch hat, gehört definitiv zur Zielgruppe, die Oppo im Blick hat mit seinen In-Ears. 

Durch den Preis von aktuell etwa 155 Euro sind sie erschwinglich genug, dass hier nicht nur Audio-Genießer bedenkenlos zuschlagen können.

 

Design und Verarbeitungsqualität

Dressed in Black

Das Design der Enco X begeisterte mich auf Anhieb und das ging bereits los bei der Verpackung. Die präsentiert sich – eben “Dressed in Black” – komplett in Schwarz mit silberner Schrift. Nach dem Öffnen seht ihr das glänzende, ebenfalls schwarze Case und darin schließlich die beiden In-Ears, die – Ihr ahnt es bereits – ebenfalls in Schwarz gehalten sind mit einem innen verchromten Ende des Stiels. 

NextPit Oppo Enco X case open
Dressed iin Black again / © NextPit

Das Gesamtpaket wirkt einfach edel und wertig und unterstreicht nochmal den hohen Anspruch, den Oppo an dieses Produkt hat. Wenn Ihr das Lade-Case aufklappen wollt, merkt Ihr einen angenehmen Widerstand, der das wertige Gefühl nochmal verstärkt. 

Der “Dynaudio”-Schriftzug an der Seite verweist auf die Partner, die sich Oppo für die Entwicklung der Enco X an Land ziehen konnte, an der Unterseite könnt Ihr das beigelegte USB-Typ-C-Kabel anschließen (nur das Kabel im Lieferumfang, kein Charger) und an der Seite gibt es noch einen Button zum Bluetooth-Connecten. 

“Oh, God, it's raining

But I'm not complaining”

Die In-Ears selbst sind wie gesagt ebenfalls schwarz mit Chrome-Applikationen und müssen sich vor Regen nicht verstecken dank der IP-Zertifizierung (IP 54). Sie sind dazu federleicht mit gerade einmal jeweils 4,8 Gramm und wirken damit “Fragile – like a baby in your arms”. 

Wie erwähnt ist zwar kein Ladegerät im Lieferumfang enthalten, nichtsdestotrotz gibt es für mich auch beim Thema Akku einen Daumen nach oben. Ohne ANC soll der Akku laut Oppo 5,5 Stunden durchhalten – ich bin auf etwa vier Stunden gekommen und hatte dabei zumeist ANC an, das passt also. Das Case, an dem eine LED anzeigt, ob der Akku voll, mittel, oder leer ist, bietet Saft genug, um die In-Ears noch fünf mal aufzuladen, so dass auch unterwegs im Normalfall der Hörgenuss nicht ausgehen sollte. Bonus: Die Enco X unterstützen Wireless Charging, so dass ihr sie einfach auf Euer Qi-Ladepad schmeißen könnt. 

Bedienung und Software

A Question Of Time

Ich bin ja so ein Anleitungs-Verweigerer – das ist so ‘ne typische Männerkrankheit, glaube ich. Daher habe ich die beiden In-Ears erst mal aus der Box gefummelt, gesehen, dass schon Saft drauf ist und direkt versucht, sie mit dem Smartphone zu verbinden, ohne groß nachzulesen, wie das Procedere bei den Enco X ist. 

“It's just a question of time before they lay their hands on you” – als Dave Gahan das sang, hatte er sicher keine Kopfhörer im Sinn und in diesem speziellen Fall sind es dann auch meine Hände, die Hand an die Enco X legten und es war tatsächlich nur eine Frage der Zeit, bis sie mich auch schon beschallten. 

Das Pairing ging nämlich sehr unkompliziert vonstatten. Ich habe hier ja noch das Oppo Find X3 Lite im Haus und das verband sich in Sekundenschnelle mit den In-Ears. Sekunden später saßen die Enco X in meinen Ohren und die ersten Töne erklangen via Spotify. 

Später verband ich die Enco X auch mit meinem Huawei P30 Pro und hier dauerte es ein wenig länger, weil die In-Ears nicht auf Anhieb erkannt wurden. Nach ein, zwei Minuten fand mein Smartphone aber auch hier die Enco X und ich konnte loslegen, ohne die Anleitung anrühren zu müssen. 

NextPit Oppo Enco X inside
Dezentes Design, trotz geringer Größe Bomben-Sound / © NextPit

Touch me - now

Apropos anrühren: “Touch me – now” heißt es zum Ende von “Fly on the windscreen” auf dem Depeche-Mode-Album und das ist auch bei den Enco X die Maxime. Bedient wird der Spaß nämlich über Touch-Gesten und an dem Punkt war ich dann auch chancenlos, was das Ignorieren der Kurzanleitung anging. 

Von alleine wäre ich da nämlich niemals drauf gekommen, dass ich die Musik lauter oder leiser mache, je nachdem, ob ich am Stiel der Enco X nach oben oder nach unten streiche. 

Tippt Ihr zweimal auf besagten Stiel, springt Ihr zum nächsten Stück und legt Ihr den Finger etwa eine Sekunde auf die Enco X, wechselt Ihr den Wiedergabe-Modus. Für alles Weitere brauchte ich dann wie gesagt die Anleitung beziehungsweise die passende App. Nehmt ihr einen der In-Ears raus, pausiert der Song, fummelt Ihr Euch das Teil wieder in die Ohren, spielt die Musik weiter. 

Die App heißt übrigens “Hey Melody” und ist notwendig, wenn Ihr nicht über das passende Oppo-Smartphone verfügt. Diese App kommt von “HeyTap” und nicht von Oppo selbst und ist auch für andere Hersteller wie OnePlus zuständig. Wer ein kompatibles Oppo-Smartphone mit ColorOS 7.0 besitzt, findet die selben Konfigurationsmöglichkeiten allerdings auch tief in den Bluetooth-Einstellungen seines Smartphones vergraben. 

Wenn ich jetzt wieder einen passenden Song aus dem Depeche-Album auswählen müsste, um die App zu beschreiben, wäre es vermutlich am ehesten “World Full of Nothing”, denn diese App präsentiert sich doch sehr spartanisch. Genau drei Dinge könnt ihr mit dieser App machen:

  • Firmwareupdates herunterladen
  • Ohrhörersteuerung
  • Ohrhörer-Sitzprüfung

Schön schon mal, dass Ihr dort die Software aktualisieren könnt – habe ich direkt mal getan. Die Sitzprüfung ist auch sehr praktisch. Ihr habt  die Wahl zwischen verschieden großen Ohrstöpseln und Ihr müsst Euch beim Anpassen nicht nur auf Euer Gefühl verlassen, sondern bekommt sogar von der App angezeigt, ob die Dinger perfekt, gut oder nur durchschnittlich sitzen. 

Dass mit meinen Ohren was nicht stimmt, wusste ich davon ab eh schon vorher. Alle möglichen Dinge an mir sind einfach zu groß geraten (ratet mal, welches Teil ausgerechnet deutlich zu klein geraten ist), manche Dinge sind gleichzeitig zu groß und unförmig wie zum Beispiel meine Ohren. 

Deshalb trage ich auch gerne Over-Ear-Kopfhörer, weil die den Vorteil haben, dass sie gleichzeitig gut sitzen und meine Ohren vor Blicken schützen. Aber zurück zur Sitzprüfung in der App: Ihr bekommt eine kurze Melodie vorgespielt und danach wird Euch dann verkündet, wie gut die Biester sitzen. 

Unter dem Punkt “Ohrhörersteuerung” könnt Ihr dann nicht nur die verschiedenen Gesten konfigurieren, sondern verschafft Euch überhaupt erst einmal einen Überblick, welche Optionen Ihr habt. So erfahrt Ihr hier, dass Ihr mit dreimaligem Tippen den Google Assistant aufrufen können, falls Ihr es so konfiguriert. 

Für mich ist die App mit ihren überschaubaren Möglichkeiten und auch die Funktionsarmut bei der Bedienung per Touch das, was ich am ehesten an den Enco X kritisieren möchte. Wer kommt überhaupt auf die Idee, dass man beim zweimaligen Tippen auf der rechten Seite ein Lied weiter springt – und beim zweimaligen Tippen links ebenfalls? Das könnt Ihr immerhin per App korrigieren, jetzt bringt mich das Tippen links zum vorherigen Track – deutlich besser. 

Leider könnt Ihr bei der Konfiguration nicht nach Belieben loslegen. Es ist Euch also beispielsweise nicht möglich, gleichzeitig Gesten für “zurück”, “vor” und “Pause/Wiedergabe” zu konfigurieren. Es dürfen nur zwei davon sein. Beim Dreifachtippen könnt Ihr lediglich zwischen zwei Möglichkeiten auswählen:

  • Sprachassistent aktivieren
  • nichts

Wieso lässt man mich nicht einstellen, dass ich mit dreimaligem Tippen den Song pausieren möchte? Das finde ich alles in allem enttäuschend, bin allerdings guter Dinge, dass sich das per Software-Update korrigieren lässt. 

Tragekomfort

“Let me see you stripped down to the bone”

Hach, Stripped – ebenfalls so eine wunderbare Nummer! Und ja, man kommt sich tatsächlich ein bisschen nackt vor mit den Enco X, wenn man vorher die wuchtigen Bose-Kopfhörer gewohnt war. Knapp 5 Gramm wiegen die Hörer jeweils und ihr vergesst schon nach wenigen Minuten, dass ihr sie tragt. Es wirkt damit so, als wäre die Musik einfach in Eurem Kopf. 

Ich habe bei meinen Runden durch Dortmund das Musikhören mit den Enco X absolut genossen, weil sie eben so unauffällig sitzen. Die winzigen Stiele sind dazu auch optisch sehr unauffällig, was diesen Eindruck vom Nacktsein verstärkt.

NextPit Oppo Enco X ben
Auch Ben hat die Enco X im Einsatz/ © NextPit

Übrigens habe ich nicht nur beim Latschen auf meinen Runden feststellen müssen, wie gut die Enco X in meinen Ohren sitzen. Ich habe wirklich oft Probleme damit gehabt und mir sind die Scheiß-Dinger früher reihenweise aus den Ohren gefallen. Das passiert mir bei den Enco X nicht, ich habe eigens dafür eine kleine Tanzparty im Wohnzimmer veranstaltet. Selbst Headbanging, Luftgitarre-Spielen und meine atemberaubenden Boygroup-Dance-Moves brachten die Ohrhörer nie ernsthaft in Bedrängnis. Soll heißen: Die Dinger tragen sich nicht nur einfach angenehm, sondern bleiben auch dort, wo sie sollen.

Klang und Active Noise Cancelling

So, hab ich noch was vergessen? Ach jau – ich könnte noch einen Satz zum Sound verlieren, was? Vielleicht interessieren Euch ja auch meine Erfahrungen bezüglich des Klangs, wenn wir schon über die Enco X reden, was?

Zunächst mal will ich Euch erzählen, dass ich mir eigens für diesen Test eine von Bens Ideen geklaut habe und mir eine spezielle Headphone-Test-Playlist gebastelt habe. Dass ich dann die meiste Zeit stattdessen “Black Celebration” gehört habe, ist wieder so ‘ne typische Drees-Geschichte irgendwie. 

“Siehst Du den Himmel nicht?”

In meiner Playlist wollte ich jedenfalls direkt mal was mit Bums haben und habe mir daher den Track “Rot V1.0” von [:SITD:] an die erste Stelle gepackt. Ich glaube, nach dem Song war mir schon klar, dass die Partnerschaft mit den dänischen Audio-Experten von Dynaudio für Oppo reichlich Früchte trägt. Der Bass ist erstaunlich präsent, wobei mich aber die klaren Höhen und die Mitten noch mehr begeistern. 

Man hat nicht das Gefühl, dass man irgendein Detail verpasst, der Sound wird nie matschig, außerdem sind die Enco X auch angenehm laut. Meistens brauche selbst ich de Lautstärke nicht volle Pulle aufzudrehen, was ich sonst bei In-Ears eigentlich ständig mache und dennoch traurig bin, dass sie zu leise sind. Dieses Problem gibt es bei Enco X echt nicht!

Bei besagtem Lied fällt mir das besonders auf, wenn zwischendurch (bei etwa 3:15 Minuten) der Song komplett zum Erliegen kommt und wir erstmal nichts hören außer einer verzerrten Stimme und einem Flächensound sowie einem Synthesizer, der auf dieser Fläche tanzt. Alles ist so klar und gut verständlich, bis dann bei etwa 3:45 der Beat wieder einsetzt und man direkt wieder auf die Tanzfläche springen möchte. Die Songs klingen zerbrechlich, wo sie zerbrechlich sein sollen und ballern, wo sie ballern sollen – klasse! 

Nach diesem Song habe ich ein paar Tracks aufgelistet, bei denen man als Musik-Fan unweigerlich begeistert mit der Zunge schnalzen muss, Sachen wie “Tubular Bells” von Mike Oldfield, “Eleanor Rigby” von den Beatles oder auch Massive Attack mit “Unfinished Sympathy” und “Time” von Pink Floyd zum Beispiel. 

Skippt vielleicht mal zu Talk Talk und “The Rainbow”. Da hört man nicht nur, was für ein unfassbarer Musikgott Mark Hollis war, sondern kann minutenlang lauschen, wie sich ein Song aus ganz fragilen Soundfetzen zu einem wundervollen Refrain steigert. Werft Ihr dann einen Blick auf den Rest der Playlist werdet Ihr feststellen, dass die weiteren Songs nicht ein kleines bisschen zusammenpassen – ein Mixtape aus der Hölle! 

NextPit Oppo Enco X sport 2
Die Enco X In-Ears mit Case / © NextPit

Es geht mir dabei auch nicht darum, dass man die möglichst super durchhören kann, sondern ich wollte bewusst viele verschiedene Stilrichtungen bedienen, die ich privat gerne höre. Nach den ersten 10-15 Songs, bei denen ich versucht habe, Lieder zu versammeln, die durch ihre Komplexität generell schon mal Aufschluss über den Sound der Kopfhörer geben, habe ich also ziemlich beliebig Songs zusammengeworfen, die ich einfach gerne höre. Trancige und andere elektronische Sachen spielen da natürlich für mich eine große Rolle, ebenso aber berücksichtigte ich die Gitarren-Fraktion. 

Bei den Gitarren von “Master of Puppets” habe ich persönlich das Gefühl, dass meine elektronische Musik besser wegkommt. Auch hier nehme ich den Bass wahr, aber die Gitarrenwand klingt für mein Empfinden etwas dünner, als ich es beispielsweise bei Songs wahrnehme, in denen elektronische Sounds und Gitarren gleichermaßen vorkommen wie bei Combichrist und “Not my Enemy”. 

Generell glaube ich aber, dass auch Gitarren sehr gut klingen, jenseits von Metal aber ein bisschen besser. Hört vielleicht auch mal in “Sober” von Tool rein oder in die funkigen Österreicher von Bilderbuch bei “Maschin”. 

Logischerweise habe ich dann eben auch unzählige Male “Black Celebration” durchlaufen lassen. Viele Songs gehen direkt ineinander über und es werden ganz ungewöhnliche Klangkonstrukte erzeugt. Es wäre eine Schande, wenn man das mit Kopfhörern anhören würde, die daraus einen breiigen Sound machen oder zu viele Details verschlucken. 

All das müsst ihr bei Oppos Enco X nicht befürchten. Hin und wieder wirken Höhen vielleicht ein kleines bisschen überpräsent, aber das ist Jammern auf unanständig hohem Niveau. Bei den Bässen frage ich mich bis jetzt noch, wo Oppo die bei jeweils 4,8 Gramm winziger Technik hergezaubert hat. 

“Let me hear you speaking just for me”

Nicht unter den Tisch fallen soll hier das Active Noise Cancelling – ebenfalls etwas, bei dem ich nicht gedacht hätte, dass es bei so winzigen In-Ears so gut funktioniert. Die Außengeräusche wurden im Test wirklich zuverlässig unterdrückt, wobei Ihr bei den Enco X vier verschiedene Stufen habt:

  • Geräuschunterdrückung aus
  • Transparenz
  • Geräuschunterdrückung
  • Maximale Geräuschunterdrückung

Switche ich zwischen Transparenz und der leichteren Geräuschunterdrückung, ist der Unterschied nicht so riesig. Das ist insofern ärgerlich, weil ich nur über die Touch-Geste den Modus ändern kann und ich nicht weiß, welcher jeweils aktiv ist. 

Generell brauche ich den Transparenz-Modus aber eh nicht. Entweder möchte ich meine Umwelt wahrnehmen, oder halt Musik hören. Das spielt durchaus eine Rolle, wenn ihr die Enco X konfiguriert, denn auch hier habt Ihr wieder nur zwei Auswahlmöglichkeiten bei der Bedienung. Soll heißen, Ihr habt theoretisch vier Optionen, könnt bei der Belegung aber nur zwei auswählen. Wie gesagt: Das spartanische Konfigurieren ist für mich ein echtes Defizit der Enco X, wird aber hoffentlich irgendwann per Update der Firmware behoben. 

Entscheide ich mich also für “volle Pulle” bei der Geräuschunterdrückung, funktioniert das ANC richtig, richtig gut. Natürlich nimmt man immer noch ein wenig was aus der Umgebung war, aber gerade Tiefen werden sehr schön ausgeblendet. Ich glaube, viel besser kann man das technisch derzeit bei In-Ears nicht lösen, als es Oppo hier hinbekommen hat. 

Technische Daten

Oppo Enco X

 
  Technische Daten
Kopfhörer:

Art:True Wireless In-Ear

Modell (Kopfhörer):ETI51

Farbe:Schwarz/Weiß

Modell (Ladecase):ETI52

Soundqualität

Treiber:φ11mm dynamischer Treiber + φ6mm ausbalancierter Membrantreiber

Empfindlichkeit des Lautsprechers:104dB bei 1 kHz

Frequenzbereich:20 Hz-20 kHz

Audio Codecs:Audio Codecs LHDC / AAC / SBC

Geräusch-

unterdrückung

Geräusch-Kontroll-Modi:Maximale Geräuschunterdrückung /Geräuschunterdrückung/Transparenz/Geräuschunterdrückung aus
Bluetooth

Binaurale Bluetooth®-Übertragung mit niedriger Latenz:Unterstützt

Bluetooth-Version:BT 5.2

Reichweite:10m

Akkulaufzeit

Akku-Typ:Wiederaufladbarer Lithium-Ionen Akku

Kapazität:44 mAh (Kopfhörer)/535 mAh (Ladecase)

Musikwiedergabe (50% Lautstärke)*:Geräuschunterdrückung aktiv: 4h (einmalige Aufladung) / 20h (mit Ladecase),Geräuschunterdrückung nicht aktiv: 5.5h (einmalige Aufladung) / 25h (mit Ladecase)

Aufladen

Ladedauer (Kabel):80 Min. (Kopfhörer)丨110 Min. (Ladecase)

Ladeport:USB Typ C

Wireless Charger:Qi Wireless Laden wird unterstützt.

Größe

Gewicht (je Kopfhörer):4.8g (±0.2g)

Gewicht (Ladecase):42.5 (±0.5g)

Gewicht (gesamt):52.5 (±1g)

Abmessungen Ladecase (L*B*H):66.3*49*21.7 mm

Staub- und Wasserbeständigkeit Staub- und Wasserbeständigkeit - Kopfhörer:IP54

 

Abschließendes Urteil

“Though it’s not love it means something”

Ja, in einem Lied auf meinem hier vielfach angepriesenen Lieblingsalbum lässt Martin Gore durchblicken, dass es durchaus etwas bedeuten kann, auch wenn es sich nicht um Liebe handelt. Ganz ehrlich: Sehr weit von Liebe bin ich  bei den Oppo Enco X aber nicht entfernt. Ich hab ja lange auf meine Over-Ears gescchworen, bin aber sicher, dass ich für meine nächtlichen Runden durch Dortmund künftig mit den Enco X unterwegs sein werde. 

Sie tragen sich einfach gut, es gibt so gut wie keine Aussetzer, sie sitzen perfekt und letztendlich klingen sie einfach super. Diesen Satz schreibe ich, während Radiohead “No surprises” anstimmen und ich wieder einmal davon begeistert bin, wie klar ich jeden Ton der Gitarre wahrnehme. 

NextPit Oppo Enco X side
Bei den Enco X könnt Ihr blind zuschlagen - absolute Kaufempfehlung! / © NextPit

Das Design ist angenehm dezent, ANC funktioniert bestens, die Akkulaufzeit ist absolut ausreichend und der Preis mit aktuell round about 150 Euro einfach fair für das Gebotene. Der einzige Wermutstropfen ist die Limitierung bei der eigentlich sehr gut gelösten Touch-Bedienung und der spartanischen App. Hier kann Oppo noch zulegen und – da bin ich sicher – wird es auch mit einem der nächsten Software-Updates. 

Wenn Ihr also auf der Suche nach In-Ears seid, die klanglich über jeden Zweifel erhaben und zudem ausreichend laut  sind, dann kommt Ihr kaum an den Enco X vorbei. 

Schaut Euch auch die Tests zu den Galaxy Buds Pro von Samsung und den Soundcore Liberty Air 2 Pro an, die Kollege und Musik-Fan Ben für NextPit getestet hat. Auch die können richtig was und sollten vielleicht als Alternative in Betracht gezogen werden, ebenso wie die AirPods der zweiten Generation, wenn das eher Eure Baustelle ist. 

PS: Derzeit lassen wir die Enco X auch von fünf NextPit-Lesern testen. Schaut am Besten direkt mal im Enco-X-Forum vorbei und lasst auch deren Eindrücke auf Euch wirken.

 

Dieser Test wurde unter Dauerbeschallung verfasst!

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2 Kommentare

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  • Ich habe den Text nicht gelesen, sondern in der Suchmaske "Kamera" eingegeben um direkt dorthin zu springen, wo die Daten der Kamera stehen.
    Die Suche ist nicht fündig geworden.


  • Schöner Test, danke! Deckt sich 1zu1 mit den Erfahrungen, die ich gemacht habe :)

    Auch die Kritikpunkte kann ich nachvollziehen, denn am Anfang war ich auch etwas über die mangelnden Einstellungsmöglichkeiten der App enttäuscht. Jetzt bin ich aber begeistert. Alleine, dass man die Möglichkeiten dazu hat, finde ich einen absoluten Mehrwert. Bietet sonst ein Hersteller so vielfältige Einstellungs-Möglichkeiten?

    Den Transparenzmodus finde ich aber in verschiedenen Momenten praktisch. Zum einen wenn man beim einkaufen die Kassierer:innen gut verstehen möchte, ohne die In-Ears rauszunehmen oder um beim Joggen die Umgebung besser wahrnehmen zu können.