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PanzerGlass™ Screen Protector fürs iPhone 14 Pro Max im Test

NextPit Panzer Glass Test
© NextPit

Ihr sucht einen Displayschutz für Euer Smartphone? Dann bietet PanzerGlass™ verschiedene Displayschutzgläser für das iPhone und diverse Android-Smartphones. Die Schutzgläser von PanzerGlass™ sollen hyperstark, stoßfest, sturzsicher und antibakteriell sein. NextPit konnte einige Versionen testen. Hier lest Ihr, was dabei herausgekommen ist.

Aus diesem Anlass habe ich mich in JerryRigEverything verwandelt und verschiedene Displayschutzgläser für das iPhone 14 Pro Max getestet. Ich werde Euch erzählen, wie stabil die Produkte von PanzerGlass™ sind, was Ihr außer dem Schutzglas in der Verpackung findet, wie einfach das Anbringen ist und so weiter.

Hinweis: Dieser Test wurde im Rahmen einer Kooperation mit PanzerGlass™ durchgeführt. Der Hersteller hatte keinen Einfluss auf den redaktionellen Inhalt dieses Artikels oder die Meinung des Autors.

Panzerglas Verpackungsinhalt
Die Verpackung von PanzerGlass™-Produkten soll so umweltfreundlich wie möglich sein. / © NextPit

PanzerGlass™, was ist das, wer ist das?

PanzerGlass™ ist ein dänischer Hersteller, der seit 2013 existiert und Hüllen und Displayschutz für Smartphones, Tablets, Laptops, Smartwatches und andere Geräte anbietet. PanzerGlass™ legt viel Wert auf die Stärke seiner Displayschutzgläser mit ihrem vierschichtigen Design.

PanzerGlass™ verkauft seine Produkte in ganz Europa und die unterschiedlichen Schutzgläser sind nicht schwer zu finden. Im Durchschnitt kostet ein PanzerGlass™-Displayschutz etwa 25 bis 30 Euro.

Vom iPhone 14 (Plus) und iPhone 14 Pro (Max) über das Samsung Galaxy S22 (Plus, Ultra) und Galaxy A53 bis hin zum Xiaomi 12 (Pro) und Redmi Note 11 – die meisten "wichtigen" Smartphones, die seit 2019 veröffentlicht wurden, werden vom Katalog von PanzerGlass™ abgedeckt.

Der Hersteller bietet sogar einige sehr spezielle Modelle an. Da findet Ihr beispielsweise ein Anti-Spy-Schutzglas, die andere davon abhalten soll, Euer Smartphone auszuspähen. Andere Schutzgläser sollen Sonnenreflexionen im Freien reduzieren oder blaues Licht filtern.

PanzerGlass Hands-on
PanzerGlass™ liefert einen Applikator zur präzisen Platzierung mit. Außerdem sind Reinigungsprodukte im Lieferumfang enthalten, um Staub und Fingerabdrücke unter dem Displayschutzglas zu verhindern. / © NextPit.

Installation des PanzerGlass™-Displayschutzes

In der Schachtel befindet sich natürlich das Displayschutzglas mit einem visuellen Hinweis, um die Vorder- von der Rückseite zu unterscheiden. Außerdem gibt es ein Reinigungstuch, ein kleines Mikrofasertuch und einen Aufkleber, um Staub und andere Verschmutzungen vom Bildschirm zu entfernen. PanzerGlass™ liefert auch einen Applikator mit, um das Anbringen des Displayschutzglases zu erleichtern.

Der Vorgang ist ziemlich schnell und einfach durchzuführen. Ich bin normalerweise ziemlich tollpatschig, was Bildschirmschutzfolien und -gläser angeht, und schaffe es nie, Luftblasen zu vermeiden. Aber wenn Ihr Euch ein bisschen mehr anstrengt als ich, dann sollte es klappen. Auf der Rückseite der Verpackung findet Ihr ein kurzes, bebildertes Tutorial – und PanzerGlass™ hat sogar ein ausführliches Video-Tutorial zum Anbringen der Schutzprodukte auf seinem offiziellen Youtube-Kanal.

Falls Ihr es beim ersten Mal vermasselt, keine Sorge: PanzerGlass™ verspricht, dass Ihr ein- und denselben Bildschirmschutz bis zu 200 Mal neu aufkleben könnt. Ich habe es zumindest fünf- oder sechsmal getestet und konnte keinen Haftungsverlust der Oberfläche, die mit dem Bildschirm in Berührung kommt, feststellen. Das ist ziemlich cool und beruhigend. 

Das funktioniert übrigens dadurch, dass hier ein Vollsilikonkleber zum Einsatz kommt, der nicht wirklich "klebt", sondern eher wie ein Saugnapf funktioniert. So gibt's beim Abziehen auch keine Klebereste, und: Die Silikonschicht kann sogar vorhandene Kratzer ausgleichen.

Festigkeit/Solidität

PanzerGlass™ bietet seine Displayschutzgläser in drei Stufen an, von schwach bis stark: Gold, Platinum und Diamond. Ich habe einen Diamond-Bildschirmschutz getestet, der angeblich der stärkste ist, den der Hersteller derzeit verkauft.

Nun, unser Testprotokoll ist eindeutig improvisiert und ein wenig "aus der Hüfte geschossen", wie ich zugeben muss. Ich habe einfach ein Härteprüfset mit einer Moh-Skala verwendet. In diesem Kit befinden sich Stifte, deren Spitzen aus neun verschiedenen Mineralienarten bestehen. Diese repräsentieren das gesamte Spektrum der Moh'schen Härteskala. Dieses Spektrum reicht von 2 bis 9.

Ich ritzte zunächst ein flach auf einem Tisch liegendes Displayschutzglas an, um die erste Stufe auf der Moh-Skala zu bestimmen, ab der man einen Kratzer sehen kann. Die ersten leichten Oberflächenkratzer waren auf Stufe 6 zu sehen. Auf Stufe 8 konnte ich den Bildschirmschutz spürbar einritzen. Aber selbst mit Gewalt konnte ich nicht alle Schichten vollständig durchdringen und hätte den Smartphone-Bildschirm damit nie erreicht.

Ganz vorsichtig habe ich zum Vergleich auch mal auf dem nackten Display des iPhone 14 Pro Max herumgekratzt. Da ich meinen Job behalten möchte und weder auf der Blacklist von Apple noch von meinem Chef Fabien einen Kopf kürzer gemacht werden möchte, habe ich es nicht gewagt, die Spitzen der Härte 8 und 9 zu verwenden. Ich habe es daher bei den Stufen 6 und 7 belassen, die auf dem PanzerGlass™-Schutzglas leichte Kratzer hinterlassen haben – der iPhone-Bildschirm blieb (zum Glück) intakt. Während das Material durchaus kratzfest ist, ist es nicht ganz so stabil wie das Display des iPhone 14 Pro Max. Dafür lässt sich ein Schutzglas aber auch deutlich einfacher wechseln.

Ich habe es auch auf die Spitze getrieben und einen extrem harten und schweren Stahlwürfel aus etwa 30 Zentimetern Höhe auf ein LG V40 ThinQ fallen lassen (das wollte ich nun wirklich nicht mit dem iPhone 14 Pro Max ausprobieren).

Das Display ist zwar nicht gebrochen, hat aber an der Einschlagstelle ein paar tote Pixel davongetragen. Angesichts des heftigen Einschlags ist das allerdings auch kein Wunder – irgendwo sind einfach die physikalischen Grenzen erreicht.

LG-Smartphone Schaden
Das LG-Smartphone hat einen leichten Pixelschaden von dem heftigen Einschlag davongetragen. / © NextPit

Ein PanzerGlass™-Displayschutz besteht aus vier Schichten. Jede Schicht hat eine individuelle Aufgabe. Die äußere Schicht ist fettabweisend. Sie ist speziell behandelt, um Fingerabdrücken und Flecken zu widerstehen und sorgt dafür, dass der Bildschirm stets lesbar bleibt. Die zusätzliche antibakterielle Beschichtung beseitigt laut Hersteller außerdem bis zu 99,99 Prozent der handelsüblichen Bakterien.

Unter eben dieser Schicht befindet sich eine 0,4 Millimeter dicke Schicht aus gehärtetem Glas. Sie schützt den Bildschirm vor direkten Stößen oder Kratzern. Wiederum darunter befindet sich eine Kunststoffschicht, die, vergleichbar mit der Folie auf einer Windschutzscheibe, das Glas Eueres Bildschirms zusammenhält und verhindert, dass im Falle eines Bruches einzelne Glaspartikel streuen. Wenn Euer Smartphone durch einen Sturz trotzdem irgendwie einen Bildschirmriss erleiden sollte, verhindert diese Schicht auch, dass sich dieser weiter ausdehnt oder gar splittert. Die letzte Schicht besteht aus jenem speziellen Silikonmaterial, das wir oben schon beschrieben haben.

Spezielle Schutzgläser für mehr Privatsphäre, gegen Spiegelungen und gegen Blaulicht, ...

Neben den klassischen Displayschutzgläsern bietet PanzerGlass™ auch speziellere Modelle an. Für diesen Test habe ich zum Beispiel einen Schutz vom Typ "Privatsphäre" bekommen. Dieses Schutzglas funktioniert im Grunde so ähnlich wie die Beschichtungen der Bildschirme in manchen Autos, die den Fahrer daran hindern, einen Film zu schauen, während der Beifahrer sich in Ruhe den Inhalt ansehen kann. Wenn Ihr frontal auf Euer Smartphone blickt, seht Ihr alles ganz normal. Von der Seite oder von oben betrachtet, erscheint der Bildschirm dagegen dunkler oder sogar ganz schwarz.

Die Idee dahinter ist, Euren Bildschirm vor neugierigen Blicken zu schützen. Ich habe festgestellt, dass das sehr gut funktioniert. Aber in manchen Situationen kann eine solcher Schutz auch nervig sein – beispielsweise, wenn Ihr bei einem Konzert weit über Kopf fotografieren möchtet.

Ein weiterer besonderer Schutz ist die entspiegelte Version. Laut Hersteller soll sie die Reflexionen des Sonnenlichts ablenken, damit der Bildschirm Eures Smartphones lesbar bleibt, wenn Ihr Euch im Freien aufhaltet. Ich habe versucht, unsere stärkste Videoleuchte, die normalerweise die NextPit-Redakteure in Videos ausleuchtet, direkt auf den Bildschirm des iPhones zu richten.

Ich habe aber keinen großen Unterschied zwischen dem iPhone mit und ohne Schutzhülle feststellen können. Hängt das damit zusammen, dass das iPhone 14 Pro Max das beste Smartphone ist, das je hergestellt wurde? Vielleicht kann kein Licht, auch nicht das vom Himmel, das Apple-Nutzererlebnis trüben (nur ein Scherz, steck Eure Mistgabeln weg).

Der letzte spezielle Schutz, den wir erhalten haben, ist ein Displayschutzglas mit einem intgrierten Blaulicht-Filter. Sie soll das blaue Licht, das von unseren Bildschirmen ausgestrahlt wird und unseren Schlaf beeinträchtigt oder angeblich sogar unsere Haut altern lässt, dämpfen oder idealerweise komplett herausfiltern. Immer mehr Smartphone-Hersteller bieten Lesemodi und Anti-Blaulicht-Filter bei ihren Smartphones an.

Ob das wirklich funktioniert? Wir konnten es leider nicht testen – haben aber auch nicht die richtigen Werkzeuge, um den Unterschied wissenschaftlich genau zu messen.

Fazit

Was den Preis angeht, ist PanzerGlass™ nicht teurer als andere Hersteller in diesem Segment. Ich finde, dass 30 Euro für einen Displayschutz, den man 200 Mal neu installieren kann, absolut fair sind. Die Auswahl an verschiedenen Schutzgläsern ist zudem sehr umfangreich. Es gibt spezielle Schutzgläser mit verschiebbaren Elementen, um die Selfie-Kamera abzudecken, Schutzgläser nur für das Fotomodul auf der Rückseite, und natürlich auch Schutzhüllen für die Seiten und so weiter.

Die Abdeckungen scheinen sehr stabil zu sein, und unser iPhone 14 Pro Max hat den Test unbeschadet überstanden. Die Installation ist einfach und wird vom Hersteller gut erklärt. Und am wichtigsten: Die verschiedenen Schutzgläser haben die Bildqualität des Displays nicht beeinträchtigt. Und selbst wenn manche Displayschutzgläser die Frontkamera abdecken: Einen Qualitätsverlust bei meinen Selfies konnte ich nicht feststellen.

Es ist auch schön, dass PanzerGlass™ Schutzhüllen für Android-Smartphones und nicht nur für iPhones anbietet. Ich finde die Vielfalt der unterstützten Marken und Modelle sehr gut.

NextPit erhält bei Einkäufen über die markierten Links eine Kommission. Dies hat keinen Einfluss auf die redaktionellen Inhalte, und für Euch entstehen dabei keine Kosten. Mehr darüber, wie wir Geld verdienen, erfahrt Ihr auf unserer Transparenzseite.
Antoine Engels

Antoine Engels

Französischer Techjournalist, der auch fließend Englisch und Deutsch spricht. Ich bin für NextPit France verantwortlich, die französischsprachigen Abteilung der NextPit GmbH, einem auf Technik spezialisierten Online-Medium. Testberichte, Vergleiche, Kaufanleitungen, Interviews und Berichte über die Smartphone-, Wearables- und AIoT-Branche.

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4 Kommentare

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  • Rainer S. vor 1 Monat Link zum Kommentar

    Dann lieber für 38 Euro das Whitestone Dome Glass!


  • Martin vor 1 Monat Link zum Kommentar

    Hab sowas noch nie gebraucht. Man kann auch auf seine Sachen aufpassen.


    • Antiappler vor 1 Monat Link zum Kommentar

      Da schließe ich mich an. Nur als die Displays aus Plastik waren, wie bei den XDA Orbit von O2, wäre es nötig gewesen, zumal die sogar noch einen Stift hatten.

      Aber danach hab ich bei keinem Gerät auch nur den kleinsten Kratzer gehabt. Dabei habe ich nichtmal besonders aufgepasst.


  • Jörg W. vor 1 Monat Link zum Kommentar

    Einfach Paketklebeband auf die Seite des Panzerglases kleben falls man vorher Blasen Bildung hatte oder Staubkörner dann nochmal auf Handy legen fertig . Kann man mit billig Produkten auch zig mal machen klebt dann auch noch . Würde keine 30 Euro dafür ausgeben .

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