Slack-Streit: Hatte der Ärger um WhatsApp überhaupt einen Effekt?

Slack-Streit: Hatte der Ärger um WhatsApp überhaupt einen Effekt?

Ring frei für die nächste Runde im Slack-Streit. Dieses Mal wollen wir über Messenger reden, speziell über WhatsApp und Signal. Es schien der Zeitpunkt gekommen, an dem jeder über den Weggang von WhatsApp nachdenken musste. Aber was ist jetzt – Wochen später – von dem ganzen Trubel geblieben? War das nur ein riesiger Hype, von dem kaum etwas übrig blieb – oder hat sich wirklich etwas geändert? Antoine und Casi klären das in diesem neuen Slack-Fight.

Lasst uns über WhatsApp sprechen – wieder einmal! Seit wie vielen Jahren geht das jetzt schon, dass WhatsApp in der Kritik steht? Spätestens, seit der beliebte Messenger Teil der riesigen Facebook-Welt wurde, überlegen Nutzer, ob jetzt nicht die Zeit gekommen ist, der Plattform den Rücken zu kehren und sich einer Alternative zuzuwenden. 

Alternativen gibt es genug und nachdem WhatsApp ankündigte, dass man unsere Daten künftig mit Facebook teilen wolle, sollte das Maß doch eigentlich voll sein, oder? Okay, es wurde zurückgerudert, WhatsApp bestätigte zudem, dass zumindest vorerst in der EU-Region keine Daten an Facebook weitergegeben würden – aber glaubt Ihr das?

Es gibt gute Gründe, WhatsApp den Rücken zu kehren – und viele haben diese Gelegenheit auch genutzt und rütteln an der Unangreifbarkeit WhatsApps. Dieses Mal ist es eben nicht nur ein Hype, eine Momentaufnahme. Dieses Mal denken die Leute wirklich über Privatsphäre nach, installieren sich Alternativen und nutzen diese auch. Antoine sieht das komplett anders als ich und glaubt nicht daran, dass hier wirklich ein Umdenken stattfindet. Ihr wisst, dass ich recht habe, ich weiß, dass ich recht habe, alle wissen, dass ich recht habe. Nur Antoine weiß das eben noch nicht, weshalb wir uns auf Slack einen erbitterten Kampf um die besseren Argumente geliefert haben. 

Runde 1: WhatsApp-Alternativen sind beliebter denn je. Doch hat das irgendwas zu bedeuten?

Casi: Ich denke, der Wind hat sich gedreht: Zum ersten Mal kommt Facebook/WhatsApp so richtig ins Schwitzen. Allein in drei Tagen konnte sich Telegram über 25 Millionen neue Nutzer freuen, Signal verfünffachte sich sogar von 10 auf 50 Millionen Nutzer allein bei Google Play und das an einem einzigen Tag! Die Leute rennen WhatsApp davon!

Antoine: Der Hype der Post-WhatsApp-Ära ist bereits abgeklungen. In der Tat wurde Signal im Januar letzten Jahres in einer Woche 7,5 Millionen Mal heruntergeladen, eine Steigerung von 4200 % gegenüber der Vorwoche. Telegram, eine ähnliche App, verzeichnete 9 Millionen Downloads, eine Steigerung von 91% im gleichen Zeitraum, laut Zahlen der Analysten von Sensor Tower.

Aber erinnerst Du Dich auch an die "Rekord"-Downloadzahlen, die von den verschiedenen europäischen Regierungen bei der Veröffentlichung ihrer Anwendungen zur Ermittlung von Kontaktpersonen wie Tous Anti Covid, ehemals Stop Covid, oder der Corona-Warn-App zu Beginn der Corona-Pandemie angekündigt wurden?
Ein Download verwandelt sich nicht automatisch in einen neuen Nutzer. Der Modeeffekt, der Hype, der durch die User-Cancel-Culture erzeugt und durch die konfuse mediale Aufbereitung aufrechterhalten wird, hat sicherlich dazu beigetragen, dass die Popularität von Alternativen zu WhatsApp sprunghaft angestiegen ist. Aber wenn ich mir die Top 10 meines Play Stores (in Deutschland) anschaue, sind Signal und Telegram nicht mehr in den Top 10, während WhatsApp weiterhin in den Top 5 ist.

Wie bei jedem Modeeffekt, wie bei einem Meme, wechseln die meisten Leute sehr schnell zu etwas anderem und vergessen es dann wieder. Es ist kein Zufall, dass Signal und Telegram nicht über die Anzahl der neuen Nutzer kommunizieren, die sie seit dem WhatsApp-Skandal hinzugewonnen haben, sondern nur über die Anzahl der Downloads oder ihre jeweiligen Rankings in den App-Stores.
Genauso wie Elon Musk oder Jeff Bezos nicht ihr gesamtes Vermögen in bar haben, haben Signal und Telegram nicht unbedingt so viele aktive Nutzer (ich betone "aktive") gewonnen, wie sie an Downloads und Installationen gewonnen haben.

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Wenn es nach Ben geht, sollten die Leute WhatsApp den Rücken zukehren / © NextPit

Casi: Klar, natürlich entsprechen Downloads nicht aktiven Nutzern. Das ändert aber nichts daran, dass die Apps installiert werden. Ich habe hunderte Nutzer bei WhatsApp und erst knapp vierzig bei Signal, etwa achtzig bei Telegram. Bei einigen konnte ich die Diskussion von WhatsApp unlängst auf die neue App verlagern, bei einigen passiert das vielleicht erst später. 

Wir kennen Facebook: Der nächste Skandal kommt so oder so! Bei der nächsten Gelegenheit werden sich die Leute entweder erinnern, dass sie bereits eine andere gute Messenger-App auf dem Smartphone installiert haben, oder zumindest daran erinnern, dass sie vor einiger Zeit erstmals von Alternativen wie Signal erfahren haben. Dann werden wieder 50 Millionen Menschen die App installieren und ein größer werdender Teil davon wird sie nutzen. 

Es ist wie bei einem Boxer: Mit guten Nehmerqualitäten steckt man so eine Geschichte wie die jüngste einmal weg. Beim nächsten mal wird es schon schwieriger und spätestens danach geht auch ein guter Boxer zu Boden. So wird es WhatsApp auch gehen und bei der Art und Weise, wie Facebook die Privatsphäre von uns allen mit Füßen tritt, werden diese beiden nächsten Wirkungstreffer sicher schon bald einschlagen. 

Wer hat Euch in der ersten Runde mehr überzeugt? Antoine oder Casi?
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Sollen – oder können – Signal, Telegram & Co tatsächlich WhatsApp ersetzen?

Antoine: Das sind eine Menge "Wenns". Tatsache ist aber, dass Signal gar nicht dazu gedacht ist, WhatsApp überhaupt zu ersetzen. Brian Acton, der Mitbegründer der Signal Foundation, der in der Vergangenheit öffentlich dazu aufgerufen hat, Facebook zu verlassen, hat es selbst abgelehnt, dieselben Nutzer dazu zu ermutigen, WhatsApp den Rücken zuzukehren.

"Ich habe nicht den Wunsch, alles zu tun, was WhatsApp tut. Mein Wunsch ist es, den Leuten eine Wahl zu geben", sagte er in einem Interview mit Tech Crunch im vergangenen Januar. "Sonst ist man in etwas eingesperrt, wo man keine Wahl hat. Es ist kein striktes Alles-oder-Nichts-Szenario." Stattdessen stellt sich Brian Acton vor, dass die Menschen Signal für Gespräche mit der Familie und engen Freunden nutzen und WhatsApp für andere, weniger private, weniger intime Chats verwenden.  

Für mich wirft dies jedoch die Frage nach der nicht vorhandenen Interoperabilität zwischen verschiedenen Messaging-Apps auf. So wie es aussieht, ist der Übergang zwischen WhatsApp, Telegram, WhatsApp und anderen nicht nahtlos genug. Es gibt zu viel Reibung, es ist nicht unmittelbar genug. Und meiner Meinung nach haben sich bisher nur wenige Nutzer darauf eingelassen, mit verschiedenen Apps zu jonglieren, um mit verschiedenen Mitgliedern ihres sozialen Kreises zu kommunizieren. Ich weiß, dass ich es jedenfalls nicht getan habe.

Es gibt bestimmte Lösungen, wie zum Beispiel die von mir getestete DM Me-App, mit der man automatisch von einer Messaging-App zur anderen wechseln kann, je nachdem, welche von einem bestimmten Kontakt verwendet wird. Aber es ist immer noch ein Do-it-yourself-Flickwerk, das alles andere als intuitiv und ergonomisch ist.

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DM me erspart Euch das Jonglieren mit verschiedenen Messengern / © NextPit

Casi: Ich bin froh, dass Du Brian Acton, den Mitbegründer der Signal Foundation, ins Spiel bringst. Er ist immerhin auch WhatsApp-Mitgründer und weiß, wovon er spricht. Genau mit seinem Ansatz entzaubert er Dein Argument der zu niedrigen Nutzerzahlen bei Signal und Co: Es geht nicht darum, dass eine App so groß oder gar größer werden muss als WhatsApp. Es geht darum, dass die Leute die Alternativen erkennen und passend für ihre Zwecke nutzen. 

Ein Beispiel: Früher waren die Menschen ewig bei ihrer Bank. Das Gehaltskonto war dort, dort haben sie für ihre Kinder gespart, ihre Versicherungen abgeschlossen und Kredite aufgenommen. Heute hast du bei einer Bank ein Online-Konto, kaufst woanders deine Aktien und noch woanders hast du Deine Altersvorsorge. Und niemand beschwert sich, dass man bei verschiedenen Instituten ist. 

Oder vielleicht ein Beispiel, welches besser zu unserem Internet-Thema passt: Vor ein paar Jahren hätte niemand gedacht, dass es irgendwann mal irgendwas geben könnte, was dem Social Network Facebook gefährlich werden könnte. Dann sind die Leute in Scharen zu Instagram weitergewandert. Und zu TikTok. Facebook kann von mir aus alle Startups aufkaufen oder deren Apps nachbauen, aber trotzdem sehen wir, dass wir für verschiedene Use Cases zu verschiedenen Plattformen marschieren. 

Wieso sollte das bei Messengern anders sein? Schon jetzt bietet fast jeder andere Messenger mehr Möglichkeiten als WhatsApp. Leute werden mit der Zeit erkennen, wo welche Stärken liegen. Zum Chatten ist man bei Plattform A besser aufgehoben, für Privacy nimmt man B, fürs Verschicken von größeren Dateien geht man lieber zu C und für Status-Updates zu D. 

Damit erwächst daraus kein Konkurrent, der WhatsApp allein das Wasser abgräbt, aber alle zusammen haben einen Effekt. "Steter Tropfen höhlt den Stein", sagt ein deutsches Sprichwort und genau das geschieht hier: Die Leute werden über kurz oder lang lernen, für jeden Zweck die beste App zu nutzen – und außer "hier sind aber alle" hat WhatsApp da kein einziges Argument. 

Das ist ein Prozess, der eine Weile dauern wird, ganz klar. Aber es ist eben auch ein Prozess, der beim letzten Ärger um WhatsApp gestartet wurde und der nicht mehr zu stoppen sein wird. Das ist so, als würde man versuchen wollen, die Zahnpasta wieder zurück in die Tube zu bekommen. Dieses Rennen ist kein Sprint – es ist ein Marathon!

Runde Zwei: Punkt für Antoine oder für Casi?
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Moral vs. Business und die Schwierigkeit, einen Wechsel zu vollziehen

Antoine: Wie Du bin ich nach wie vor davon überzeugt, dass die meisten regelmäßigen Nutzer immer den Komfort dem Schutz vorziehen werden. Und dass es für jede Nische/Zielgruppe eine App gibt, so dass es wichtig ist, eine gewisse Auswahl zu haben.

Ja, Menschen, denen der Schutz ihrer persönlichen Daten am Herzen liegt und die ausreichend über das Thema informiert sind, haben nicht auf den WhatsApp-Skandal gewartet, um auf datenfreundlichere Alternativen umzusteigen.

Die WhatsApp-Affäre hatte das Verdienst, die Bedeutung der Problematik rund um unsere persönlichen Daten und deren Sammlung durch kostenlose Dienste noch einmal hervorzuheben. Ich glaube aber, dass Signal oder Telegram diese Chance nicht wirklich genutzt haben.

Sie haben nur den Bekehrten gepredigt, ohne wirklich pädagogisch oder attraktiv genug zu sein, um die Laien mitzunehmen, die wie bei jeder anderen Mainstream-App auch bei WhatsApp den Großteil der Nutzerschaft ausmachen. 

Die keineswegs unbedeutende Minderheit der Nutzer, die sich für den Schutz ihrer Daten einsetzt, reicht vorerst nicht aus. Weder Signal noch Telegram haben eine kritische Masse an Nutzern erreicht, die es ihnen erlauben würde, als glaubwürdige Konkurrenten des Giganten WhatsApp angesehen zu werden.

Ich sage das nicht mit Begeisterung, im Gegenteil. Aber ich will realistisch sein. Alternativen und Auswahl zu haben ist gut. Aber um WhatsApp und den ethischen Umgang der Tech-Giganten mit unseren Daten zu verändern, brauchen wir mehr als Nischenalternativen. Man braucht echte Konkurrenten, Schwergewichte, die in der Lage sind, WhatsApp wirklich und nachhaltig zu gefährden, es zu zwingen, sich zu verändern oder mit der Veränderung zu verschwinden.
Und im Moment ist das nicht der Fall. Wie viele Skandale werden wir brauchen, um wirklich einen Bewusstseinswandel in den Köpfen der Menschen zu erzeugen? Datenschutz sollte nicht eine spezielle Funktion sein, die auf einen bestimmten Typ von Nutzern zugeschnitten ist und von einem bestimmten Typ von Apps bereitgestellt wird.

Wir reden darüber, das Thema groß zu machen, es in den Mainstream zu bringen, richtig? Warum sollte WhatsApp irgendetwas verändern wollen, wenn es nicht einen großen Player gibt, der das Spiel verändert? Und wie könnte es jemals einen ausreichend großen Player geben, wenn alle Alternativen damit zufrieden sind, ihre eigenen jeweiligen Nischen zu bedienen, ohne die Masse anzusprechen, aka die Masse der Nutzer, auf die es tatsächlich ankommt, um eine Veränderung zu bewirken?

Casi: Du hast da absolut einen Punkt, mein lieber Antoine. Aber dennoch: Es geht nicht um Größe allein. Vor ein paar Jahren waren da nur Apple und Samsung bei den Smartphones. Heute sind da auch OPPO, Xiaomi, Huawei, Vivo und so viele mehr, die allein vielleicht nicht die Macht wie Apple und Samsung haben, denen aber Krümel für Krümel Anteile vom gesamten Kuchen wegnehmen.

Ich könnte noch viele Beispiele dafür bringen, dass es in einer globalen Welt immer schwieriger wird für die Großen – weil sie eben auch unsere ganze Aufmerksamkeit bekommen bei jedem Fehler, den sie begehen. Und Facebook wird weiter Fehler machen. 

Es ist vermutlich keine tolle Entwicklung, für welche Kleinigkeiten heutzutage ein Shitstorm nach dem anderen übers Land zieht. Aber sie zeigt eben auch, dass man in dieser Zeit mit keinem noch so kleinen Fehler der Aufmerksamkeit entgehen kann. 

NextPit Whats App 2
Der nächste WhatsApp-Shitstorm kommt bestimmt! / © NextPit

Und wir haben es doch auch gesehen: In kürzester Zeit reagierte WhatsApp auf die Beschwerden, ruderte zurück, erklärte uns, dass wir in Europa nicht von den Änderungen betroffen sind. Wieso erzählen sie uns das, wenn sie doch vermeintlich unangreifbar sind? Die haben schon gemerkt, dass sich der Wind gedreht hat. Wann merkst Du es, Antoine?  

Antoine: Ich bin mit diesem Beispiel überhaupt nicht einverstanden. Keiner der aufstrebenden Android-Hersteller in Europa hat Apple in seinem Ansatz beeinflusst. Schlimmer noch, die meisten von ihnen haben damit begonnen, Apple und ihre iPhones zu emulieren (Xiaomi, Oppo, Huawei). Und sie folgen weiterhin den von Apple auferlegten Trends, die Einführung von Handys ohne Ladegerät zur "Rettung des Planeten" ist nur eines der jüngsten Beispiele unter vielen anderen.

Apple verkauft weiterhin hochpreisige Telefone. iPhones gehören immer noch zu den meistverkauften Telefonen der Welt. Es hat sich nichts geändert. Sie haben nur mehr Auswahl. Aber die Machtverhältnisse bleiben die gleichen. Die chinesischen Hersteller haben den Markt in keiner Weise moralisiert. Selbst Samsung strebt danach, ein so geschlossenes Ökosystem wie das von Apple zu haben, sie alle wollen dominant sein.

Ich glaube wirklich nicht, dass dieser Vergleich auf die WhatsApp-Situation und auf den Punkt, den Du zu machen versuchst, zutrifft. Idealismus ist kein gutes Geschäftsmodell. Die Massen anzusprechen schon. Und um das zu tun, muss man sich bemühen, den Leuten zu helfen und sie sozusagen "zwingen", eine andere Wahl zu treffen. Und wenn ich von einer anderen Wahl rede, dann meine ich nicht, weil es das Richtige ist, was man tun sollte. Moral wird nie über unseren angeborenen Egoismus und den Wunsch, das meiste von dem zu haben, was wir bekommen können, siegen. Aber man muss sein Produkt oder seine Dienstleistung, die ethischer ist, eben so gut machen, dass die Leute keinen Grund mehr haben, an den alten Wegen festzuhalten. 

Signal und Telegram sollten ihre Apps so funktionsreich und so ähnlich wie WhatsApp machen, mit dem besseren Datenschutz als Bonus, wenn sie wirklich wollen, dass die Leute dauerhaft umsteigen. Wenn sie erwarten, dass die Leute umsteigen, nur weil sie datenbewusster sein sollen – was sie natürlich sollten – dann ist das einfach nur eitler Idealismus.

Man kann nicht erwarten, dass die Leute das Richtige tun, indem sie ihre Vorteile opfern, nur weil es eben das Richtige ist. Jede Reibung, jedes Hindernis, jede Schwierigkeit wird die meisten Menschen entmutigen und dazu bringen, einfach bei dem zu bleiben, was sie kennen, bei dem, was einfach ist. Das ist, was mir auffällt; das ist, was ich weiß!!

Abschnitt Drei und Ihr habt wieder die Wahl zwischen Casis und Antoines Meinung
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Damit geht unser zweiter Slack-Fight zu Ende, nachdem sich vor einigen Wochen bereits Ben und Antoine duelliert haben. Antoine und ich haben uns nach diesem Gespräch noch ein bisschen weiter über Smartphone-Hersteller gestritten, aber das ist eine Geschichte, die ein anderes Mal erzählt werden soll. Für heute wollen wir nun von Euch wissen, auf welcher Seite Ihr steht. Stimmt also gerne ab und lasst uns Eure Meinung auch in den Kommentaren da. Weiterhin lasst uns gerne wissen, was Ihr generell von unserem Slack-Streit-Konzept haltet und wer weiß: Vielleicht habt Ihr ja sogar Vorschläge für uns, um was wir uns nächstes Mal streiten könnten. 

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Top-Kommentare der Community

  • HEB vor 2 Monaten

    Ich finde den Ansatz von der Schule von meinem Jungen sehr gut, es ist dort Verboten Klassenchat per WA. In der Schule wird auch nirgends Microsoft verwendet, sondern nur Linux. Der IT Lehrer ist auch Leiter von einem Sportverein und nutzt dafür nur Signal und daher wird es über der Schule und den Schülern auch mehr angenommen. Eventuell sollte man mehr solche IT Lehrer an den Schulen haben, damit unsere Kinder den Umgang mit Daten anderer besser lernen. Mein Sohn hat auch kein WA oder ähnliches auf seinem Smartphone.

  • Michael K. vor 2 Monaten

    Wenn WA die Nutzerdaten in größerem Umfang auswerten und mit anderen Diensten verknüpfen will, dann ist das wie eine Preiserhöhung, denn Daten (Und leider nicht nur die eigenen!) sind der Preis, den die Nutzer zahlen. Dass Dienstleister nach Preiserhöhungen aber Nutzer verlieren, ist absolut normal und auch an anderer Stelle zu beobachten. Daraus zu schlussfolgern, dass dem Dienst die Kunden in Schaaren davonlaufen, halte ich für überzogen. Wenn WA 15 bis 20 Millionen Nutzer verliert, sind das grade mal 1% seiner Nutzer. Andere Messenger könnten mit dieser Zahl ihren Marktanteil u.U. um mehrere 100% erhöhen.
    Was meines Erachtens in der Diskussion zu kurz kommt, aber von Teilnehmern wie Tenten schon angesprochen wurde, sind "gruppendynamische Effekte", die es der Konkurrenz von WA verdammt schwer machen. Da hilft dann auch technische Überlegenheit nicht unbedingt weiter, denn in der Vergangenheit haben sich häufig Systeme, Produkte oder Dienstleistungen durchgesetzt, die unter technischen Gesichtspunkten ihrer Konkurrenz unterlegen waren.
    WA ist aber unter technischen Gesichtspunkten mindestens auf Augenhöhe mit der Konkurrenz, und die finanzielle und technologische Potenz des Mutterkonzerns gibt keinen Grund zu der Annahme, dass sich daran in absehbarer Zeit etwas ändern könnte.
    Was nun die "grupoendynamischen Effekte" ausmacht, kann man direkt aus den Nutzerkommentaren herauslesen.
    Weniger wichtig dürfte sein, dass WA 1,5 Milliarden Nutzer hat, ein anderer Messenger vielleicht nur 1,5 Mi!lionen.
    Das trifft aber nicht mehr für die sich daraus ergebende Konsequenz zu, dass eine beliebige Person aus dem Bekanntenkreis WA mit einer Wahrscheinlichkeit von vielleicht 99,9 % benutzt, einen anderen Messenger aber vielleicht nur mit einer Wahrscheinlichkeit von 5%.
    Daraus ergibt sich aber wiederum, dass von vielleicht 100 Kontakten 99 WA nutzen, aber nur 4 oder 5 eine Alternative.
    Selbst wenn ein Einzelner nun zu der Entscheidung kommt, dass ein anderer Messenger technisch besser sein sollte, oder ihm der Datenpreis zu hoch sein sollte, so ist es zumindest schwierig, wenn nicht unmöglich, den Großteil dieser Kontakte zu überzeugen, einen Alternativmessenger zu installieren und zu nutzen, von einem Komplettwechsel ganz zu schweigen.
    Wer unbedingt auf diese Messengerkontakte angewiesen ist, kann demzufolge einen Komplettwechsel gar nicht vornehmen, weil er die Entscheidung seiner Kontakte dazu nicht oder nur begrenzt beeinflussen kann.
    Wer also nicht bereit ist sich "sozial zu distanzieren", was durch die gegenwärtige Pandemie schon physisch notwendig wird, wird den Messenger nicht nur deshalb wechseln, weil ein anderer vielleicht technische Vorteile bietet.
    Unter jüngeren Menschen mag dieses Verlangen, "dazuzugehören" und als " cool" zu gelten noch weit ausgeprägter sein, und weit schwerer wiegen, als technische Nachteile oder ein hoher Datenpreis.
    Ich selber habe mich zwar gegen WA entschieden, und auch dadurch keine Kontakte verloren, kann aber nachvollziehen, dass dies in anderen Fällen nicht so verlaufen würde.
    Ich nehme daher an, dass der Kundenverlust von WA, der in absoluten Zahlen hoch erscheinen mag, das in relativen Zahlen aber nicht ist, nur eine Augenblickserscheinung ist, die keine nachhaltige Wirkung hat, und schon gar keinen "Paradigmenwechsel" in der Messengernutzung einleitet.
    Was WA wirklich gefährlich werden könnte, wäre ein Konkurrenzprodukt, dass große Nutzerzahlen in kurzer Zeit erreichen kann, weil es irgendeine Eigenschaft hat, oder es andere Gründe gibt, die es als viel "cooler" als WA erscheinen ließe, die die Nuzung von WA als altbacken und rückständig erscheinen ließe.
    Auch wenn man mit einem solchen Produkt viel Geld verdienen könnte, ist doch völlig unklar, wie die Rezeptur dazu aussehen müsste. Dazu müsste man aber spezielle "gruppendynamische Effekte" wirklich verstehen, was schwierig ist, wenn kleine Details mitunter einen Tsunami auslösen können, aber genauso handfeste Vorteile rein gar nichts bewirken können.

  • Conjo Man vor 2 Monaten

    Ich habe vermehrt von Telegram die Infos erhalten..."Person xxx ist jetzt auch bei Telegram". Scheint wohl bei vielen parallel Telegram zu geben bzw. statt WhatsApp zu geben.

    Generell sehe ich das für mich so, dass Smartfones mittlerweile faktisch kleine PC's sind mit denen man auch mal telefonieren kann und bei der Bedienung und Handhabe von PC's haben viele halt immer noch kaum Ahnung und wissen nicht, was sie tun.

    Und dass eine Institution wie das Schulwesen über WhatsApp Gruppen kommuniziert, sagt schon eine Menge über Datenschutz Kenntnisse aus.

    Innerhalb der Familie habe ich über das Familienthek Feature im Playstore meine bezahlte Threema Version fünf Mitgliedern kostenlos zur Verfügung gestellt. Wir nutzen nur noch Threema untereinander.

  • Tenten vor 2 Monaten

    Ich denke halt auch, jede neue Generation möchte sich von der ihrer Eltern absetzen und eigene Wege beschreiten. Die Thematik mit den Daten und deren Schutz ist aber halt für viele Jugendliche eine Thematik ihrer Eltern. Allein deswegen will man da gar nicht von WhatsApp weg. Um Leute zu etwas zu bewegen, muss man wegkommen von der Argumentation mit erhobenem Zeigefinger, das wird nicht funktionieren. Noch in den Achtzigern war es total cool zu rauchen und selbst abschreckende Fotos auf den Packungen haben nicht die abschreckende Wirkung gehabt, die man sich versprochen hatte. Erst als sich langsam in der Gesellschaft die Idee, dass Rauchen gar nicht cool sei, langsam etablierte, ging der Konsum zurück.

  • computerpitti vor 2 Monaten

    Ach ja, toll.. Ihr streitet um alternativen zu what's app. Will ich meinen Kindern euren Artikel weiterleiten, eröffnet sich nur Twitter, Facebook und WhatsApp! Das sagt ja alles, warum ein Wechsel so schwer fällt!

    Ich persönlich bin von What's App geheilt und habe mich abgemeldet. Weder Facebook noch WhatsApp bekommt meine Daten! Ich nutze konsequent Telegram und signal. Meine Freunde und Verwandten tun dies ebenso.

    Jedoch Dummheit und Trägheit siegt, denn alleine die Schulen und Lehrer stellen I. D R. Nicht um... Dort müssen Datenschutz Initiativen ergriffen werden! Das ist längst überfallig!

45 Kommentare

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  • Alex vor 2 Monaten Link zum Kommentar

    Es fällt auf, das bei der Diskussion um Alternativen konsequent der Messenger Ginlo ignoriert wird. Warum ist das so? An der Nutzerzahl kann es nicht liegen, denn dann wäre die Ganze Diskussion hibfällig und WhatsApp Alternativlos.


    • Weil es vielleicht vielen wie mir geht die noch nie etwas von diesem Messenger gehört haben?


      • Alex vor 2 Monaten Link zum Kommentar

        Ginlo (ehemals Brabbler AG, jetzt Ginlo.net Gesellschaft für Datenkommunikationsdienste mbH in München) ist der Nachfolger von SimSMe (T-Kom), ein deutsches Produkt welches DSGVO-konform ist. Das die Experten von Heise von diesem Messenger noch nichts gehört haben, kann ich mir nicht vorstellen. Weil diese aber Ginlo konstant bei Berichten über Messenger ignorieren ändert sich das vermutlich auch nicht wirklich. Ich frag mich halt warum die Experten diesen Messenger aus dem eigenen Land immer ignorieren.


  • Ich habe zwar Signal, WA und Telegram, aber weiterhin bleibt WA der Hauptmessenger. Habe zwar immer wieder gelesen "XY nutzt Telegram", aber lustigerweise schreibt niemand dort und die Konversationen werden weiterhin in WA gepflegt. Das wird auch so bleiben, da muss schon wirklich was heftiges passieren


  • C++ vor 2 Monaten Link zum Kommentar

    Früher hatte man eben nur einen Messenger-Trojaner am Handy und nun hat man sich noch zusätzlich ein paar andere heruntergeladen.
    Zum Titel: Ich denke, in Summe wurde es schlechter und Whatsapp hat in Wirklichkeit kaum jemand gelöscht.


  • Ich wollte meine Freundin zu Threema lotsen. Da ich noch Guthaben im App Store habe, dachte ich das ich ihre einfach die App über meinen Account kaufe und ihr dann schenke. Leider habe ich die Rechnung nicht ohne Apple gemacht denn: Mit Guthaben kann man keine App verschenken. Man muss eine KK hinterlegen. Ich selbst kaufe seit jeher Guthabenkarten weil ich meine KK an möglichst wenigen Orten registrieren will.

    Heute kommunizieren wir über Signal. Über WA kommuniziere ich nur noch mit meiner Mutter. Soweit funktioniert das gut - ausser das ich aus der iOS Foto app keine Bilder verschicken kann. Das ist aber nur bei mir so.

    Ich habe kein Problem wenn ich für Apps mit Geld zahle aber nicht mit Daten. Dass das nicht immer heissen muss das mit bezahl-Apps alles gut ist, zeigt gerade der Fall den ich bei mir bei der Arbeit habe. Wir evaluieren gerade Figma als Design Tool. Mit einer Lizenz kann man zwar viel machen - zahlt aber gemäss kleingedrucktem trotzdem mit seinen und den Daten der Kunden.


  • Natürlich hat sich nichts verändert.

    Heute wird nur gerne die öffentliche Empörung zelebriert.
    Auf Twitter wird sich gegenseitig hochgeschaukelt über Umweltschutz, schlechte Tierhaltung, und Datenschutz diskutiert und am Ende des Tages postet man auf Insta wie man mit dem Panzer das 99 Cent Fleisch bei Aldi kaufen gefahren ist.

    Lustige Welt...


  • 3 x Antoine. Was auch sonst.
    Bei der letzten Debatte hab ich mir den Spass gemacht und Signal draufgehauen und siehe da ,zig Meldungen haben sich angemeldet usw..
    Am Ende haben es einige ausprobiert ,nicht mal die Hälfte hat noch geantwortet ,da war Signal wieder gelöscht und bei den Rest kam später raus ,sie alle bleiben da wo sie sind - WhatsApp.
    Ich bleibe ebenfalls dabei ,denn ich habe dazu meine Meinung und die ändert sich zur Zeit einfach nicht & daran kann auch keiner rütteln.


  • Wenn WA die Nutzerdaten in größerem Umfang auswerten und mit anderen Diensten verknüpfen will, dann ist das wie eine Preiserhöhung, denn Daten (Und leider nicht nur die eigenen!) sind der Preis, den die Nutzer zahlen. Dass Dienstleister nach Preiserhöhungen aber Nutzer verlieren, ist absolut normal und auch an anderer Stelle zu beobachten. Daraus zu schlussfolgern, dass dem Dienst die Kunden in Schaaren davonlaufen, halte ich für überzogen. Wenn WA 15 bis 20 Millionen Nutzer verliert, sind das grade mal 1% seiner Nutzer. Andere Messenger könnten mit dieser Zahl ihren Marktanteil u.U. um mehrere 100% erhöhen.
    Was meines Erachtens in der Diskussion zu kurz kommt, aber von Teilnehmern wie Tenten schon angesprochen wurde, sind "gruppendynamische Effekte", die es der Konkurrenz von WA verdammt schwer machen. Da hilft dann auch technische Überlegenheit nicht unbedingt weiter, denn in der Vergangenheit haben sich häufig Systeme, Produkte oder Dienstleistungen durchgesetzt, die unter technischen Gesichtspunkten ihrer Konkurrenz unterlegen waren.
    WA ist aber unter technischen Gesichtspunkten mindestens auf Augenhöhe mit der Konkurrenz, und die finanzielle und technologische Potenz des Mutterkonzerns gibt keinen Grund zu der Annahme, dass sich daran in absehbarer Zeit etwas ändern könnte.
    Was nun die "grupoendynamischen Effekte" ausmacht, kann man direkt aus den Nutzerkommentaren herauslesen.
    Weniger wichtig dürfte sein, dass WA 1,5 Milliarden Nutzer hat, ein anderer Messenger vielleicht nur 1,5 Mi!lionen.
    Das trifft aber nicht mehr für die sich daraus ergebende Konsequenz zu, dass eine beliebige Person aus dem Bekanntenkreis WA mit einer Wahrscheinlichkeit von vielleicht 99,9 % benutzt, einen anderen Messenger aber vielleicht nur mit einer Wahrscheinlichkeit von 5%.
    Daraus ergibt sich aber wiederum, dass von vielleicht 100 Kontakten 99 WA nutzen, aber nur 4 oder 5 eine Alternative.
    Selbst wenn ein Einzelner nun zu der Entscheidung kommt, dass ein anderer Messenger technisch besser sein sollte, oder ihm der Datenpreis zu hoch sein sollte, so ist es zumindest schwierig, wenn nicht unmöglich, den Großteil dieser Kontakte zu überzeugen, einen Alternativmessenger zu installieren und zu nutzen, von einem Komplettwechsel ganz zu schweigen.
    Wer unbedingt auf diese Messengerkontakte angewiesen ist, kann demzufolge einen Komplettwechsel gar nicht vornehmen, weil er die Entscheidung seiner Kontakte dazu nicht oder nur begrenzt beeinflussen kann.
    Wer also nicht bereit ist sich "sozial zu distanzieren", was durch die gegenwärtige Pandemie schon physisch notwendig wird, wird den Messenger nicht nur deshalb wechseln, weil ein anderer vielleicht technische Vorteile bietet.
    Unter jüngeren Menschen mag dieses Verlangen, "dazuzugehören" und als " cool" zu gelten noch weit ausgeprägter sein, und weit schwerer wiegen, als technische Nachteile oder ein hoher Datenpreis.
    Ich selber habe mich zwar gegen WA entschieden, und auch dadurch keine Kontakte verloren, kann aber nachvollziehen, dass dies in anderen Fällen nicht so verlaufen würde.
    Ich nehme daher an, dass der Kundenverlust von WA, der in absoluten Zahlen hoch erscheinen mag, das in relativen Zahlen aber nicht ist, nur eine Augenblickserscheinung ist, die keine nachhaltige Wirkung hat, und schon gar keinen "Paradigmenwechsel" in der Messengernutzung einleitet.
    Was WA wirklich gefährlich werden könnte, wäre ein Konkurrenzprodukt, dass große Nutzerzahlen in kurzer Zeit erreichen kann, weil es irgendeine Eigenschaft hat, oder es andere Gründe gibt, die es als viel "cooler" als WA erscheinen ließe, die die Nuzung von WA als altbacken und rückständig erscheinen ließe.
    Auch wenn man mit einem solchen Produkt viel Geld verdienen könnte, ist doch völlig unklar, wie die Rezeptur dazu aussehen müsste. Dazu müsste man aber spezielle "gruppendynamische Effekte" wirklich verstehen, was schwierig ist, wenn kleine Details mitunter einen Tsunami auslösen können, aber genauso handfeste Vorteile rein gar nichts bewirken können.


  • HEB vor 2 Monaten Link zum Kommentar

    Ich finde den Ansatz von der Schule von meinem Jungen sehr gut, es ist dort Verboten Klassenchat per WA. In der Schule wird auch nirgends Microsoft verwendet, sondern nur Linux. Der IT Lehrer ist auch Leiter von einem Sportverein und nutzt dafür nur Signal und daher wird es über der Schule und den Schülern auch mehr angenommen. Eventuell sollte man mehr solche IT Lehrer an den Schulen haben, damit unsere Kinder den Umgang mit Daten anderer besser lernen. Mein Sohn hat auch kein WA oder ähnliches auf seinem Smartphone.


  • Habe wegen Datenschutz mit meinen Kontakten gesprochen und geschrieben wollen alle nicht wechseln . Habe nur WA auf dem IPhone sonst nix bleibe auch bei WA ,weil keiner wechseln will


  • Als wenn andere Messenger nicht genauso Daten sammeln.... dann darf man auch kein Google, Apple, Facebook, Instagram nutzen.... dieses Bashing gegen WhatsApp ist nur noch nervig..... seine Kontodaten und Passwörter sollte man nicht mit einem Messenger, gleich welchen, teilen.... aber alles andere ist doch sowas von sch....egal.... was interessiert es Facebook, ob ich Freddie oder Oma Gertrud einen Guten Morgen wünsche.....



    • Aries vor 2 Monaten Link zum Kommentar

      WhatsApp-Nachrichten sind Ende-zu-Ende-verschlüsselt. Damit kannst Du also genauso bedenkenlos Deine Kontodaten teilen wie mit Signal oder Threema. Bei telegram solltest Du dafür den privaten Chat nutzen.

      Bei WhatsApp geht es um etwas ganz anderes! Die lesen die Kontaktdaten des Telefonbuches aus. Erlaubst Du das nicht, kannst Du WhatsApp nicht mehr nutzen, zumindest kannst Du dann keinen Chat starten, sondern musst warten, dass der andere Dir zuerst schreibst.

      Facebook als Konzern hintergeht den Datenschutz auf ganz andere Art. Sie holen sich über die AGB eine Erlaubnis ein, die kackfrech ist und die niemand akzeptieren würde, wenn er die AGB gelesen hat und sich überlegt, was das bedeutet. Dann sagen sie, das hätte man flasch verstanden oder in der Ragion Europa mache man das nicht. Also widersprüchliche Aussagen.

      Und das ganze betrifft nicht nur die Kunden des Konzerns, sondern alle, die in den Kontakten erfasst sind. Also auch Leute, die den AGB nicht einmal unwissentlich zugestimmt haben.

      Solange Datenschutz von den meisten nur auf sich persönlich bezogen wird und nicht erkannt wird, dass er auch eine Verantwortung für andere darstellt, wird sich nichts ändern und Antoine Recht behalten.


      • lolo vor 2 Monaten Link zum Kommentar

        Ja, das stimmt, die INHALTE der Nachrichten auf WhatsApp sind Ende zu Ende verschlüsselt (lustigerweise wird ein Skript von Signal verwendet) aber die METADATEN nicht. Und die liest WhatsApp/Facebook auch munter aus. Dadurch können oft auch sehr gute Rückschlüsse auf die Person gezogen werden, wenn man weiß, mit wem man wann wie lange chattet/telefoniert etc und ob man Sprachnachrichten, Textnachrichten oder Bilder verschickt. Auch die Standortdaten lassen gute Rückschlüsse zu. Guck mal auf YouTube...


      • Aries vor 2 Monaten Link zum Kommentar

        Wie sollen Metadaten verschlüsselt werden? Dann kann ja niemand lesen, an wen die Nachricht geht und wer der Absender ist.

        Signal verringert die Metadaten auf ein möglichst geringes Maß und ja, Facebook wertet die Metadaten aus WhatsApp auch aus. Steht aber alles in den AGB und ist damit für jeden Nutzer kein Problem.

        Das Problem bei Facebook, WhatsApp, Instagram, Oculus bleiben die Daten der Nicht-Nutzer!


      • @Aries
        Deine Erklärung trifft voll in's Schwarze und sollte für die meisten WhatsApp Nutzer verständlich sein. Das Problem an der Sache ist, dass viele begriffstutzig sind und selbst das nicht verstehen werden. Da ist dann jedoch auch Hopfen und Malz verloren. Es müssten mehr Leute zu Regresszahlungen herangezogen werden durch Copyright Verletzungen ihrer ganzen geknipsten Fotos die dann verfolgt werden aufgrund der AGB von WhatsApp. Durch die Verwendung von WA räumt man ihnen nämlich mitunter sämtliche Rechte aller Fotos von sich ein.

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