Pros des Apple Studio Display

  • Erstklassige Verarbeitung
  • Heller Bildschirm mit genauer Farbwiedergabe (ein Genuss, ehrlich!)
  • Bild aus jedem Winkel gut sichtbar
  • Tolle Lautsprecher, gutes Mikro
  • Für jede/n MacBook- oder iPad-Nutzer/in ein echter Hochgenuss, weil sofort kompatibel. Es ersetzt nun meinen alten iMac perfekt.

Contras des Apple Studio Display

  • Leider nur 60 Hz Bilderwiederholungsrate
  • Webcam müsste viel mehr können
  • Fest verbautes Stromkabel
  • Schwenkarm für Höhenverstellung (zu) teuer
  • Für PC-Nutzerinnen und -Nutzer eher nichts

Apple Studio Display: Preis und Verfügbarkeit

Apple Studio Display Front
Das Studio Display auf einem aufgeräumten Schreibtisch. Der Schreibtisch sieht leider nicht immer so schön aus, das Studio Display schon. / © NextPit Bildquelle: NextPit

Das Studio Display gibt es in zwei verschiedenen Ausführungen: Einmal mit normalem Glas, das aber eine sehr geringe Reflexion aufweist. Diese Grundvariante gibt es für 1.749 Euro. Es gibt aber auch eine Variante mit Nanotexturglas, die mit 250 Euro Aufpreis auf jeden Fall spürbar mehr kostet. 

Außerdem bietet Apple einen neigungs- und höhenverstellbaren Standfuß an. Dieses (wirklich absolut lohnenswerte) Upgrade ist aber mit 460 Euro richtig teuer. So ganz erschließt sich mir der Aufschlag an dieser Stelle nicht. Aber – das kann ich an dieser Stelle verraten – es hat mich nicht davon abgehalten, die teuerste Variante zu kaufen. Und ich will sie auch nicht missen. Dazu später aber noch mehr.

Apple Studio Display: Design und Verarbeitung

Das gefällt mir

  • Wunderschönes Design.
  • Erstklassige und wertige Verarbeitung.
  • Nirgends gibt es Knöpfe – und das ist auch gut so!

Das gefällt mir nicht

  • Stromkabel nicht abziehbar.
  • Man hat nur einmal die Wahl vor dem Kauf: Die Konfiguration des Ständers ist später nicht mehr zu ändern.

Schön kann Apple einfach! Das Studio Display ist ein wahrer Hingucker, ohne dabei aufdringlich zu wirken. Der Standfuß ist aus einem Aluminiumblock gefräst, alles ist bei Ankunft fix und fertig zusammengebaut. Warum das zwar praktisch anmutet, aber vielleicht später auch für Frust sorgen könnte, erkläre ich weiter unten. 

Das höhenverstellbare Scharnier ist direkt am Standfuß angebracht. Der Monitor lässt sich sowohl nach oben und unten, als auch in der Höhe verstellen. Obwohl all dies mit nur einem Finger zu bewerkstelligen ist, bleibt das Display immer in der gewünschten Position. Für einen Aufpreis von 460 Euro kann man das zwar erwarten. Aber die Qualität ist trotzdem bemerkenswert.

Apple Studio Display Standfuss
Der Standfuss des Studio Displays ist aus einem einzigen Aluminiumblock gefräst. / © NextPit Bildquelle: NextPit

Am oberen Bildschirmrand hat Apple in das Bezel zentral eine 12-Megapixel-Kamera eingebaut, die quasi unsichtbar ist. Auf der Oberseite des Studio Displays gibt es Lüftungsöffnungen für die passive Kühlung.

Wer beim Studio Display nach Tasten suchen möchte, wird nicht fündig. Es gibt keine – nicht eine! Anfangs fand ich das ziemlich irritierend, aber mittlerweile, nach rund drei Monaten mit dem schicken Ding, empfinde ich das als ausgesprochen komfortabel. Alles läuft hier über die Software und das mitgelieferte (übrigens 149 Euro teure) Thunderbolt-4-Kabel. Einmal mit dem iPad oder MacBook verbunden, versorgt das Kabel das angeschlossene Gerät nicht nur mit Strom, sondern überträgt auch sofort das Bild und lässt darüber auch die Steuerung zu. 

Apropos Thunderbolt: Auf der Rückseite finden sich vier USB-C-Anschlüsse für den Anschluss von Peripherie. Es gibt kein HDMI- oder DisplayPort-Anschluss. 

Apple Studio Display Anschlüsse
Die Anschlüsse des Studio Displays – alles USB-C / © NextPit Bildquelle: NextPit

Wie wir aber wissen, ist Schönheit nicht alles – und vielleicht sogar auch hier vergänglich. Denn es gibt zwei Punkte, die mich wirklich stören:

Warum auch immer hat Apple das Netzkabel fest (!) am Monitor verbaut. Den Netzstecker abziehen, um eventuell den Monitor besser transportieren zu können oder ein defektes Kabel austauschen? Fehlanzeige! Genau das habe ich beim iMac eigentlich immer sehr zu schätzen gewusst. Natürlich schleppt man den einmal aufgebauten Monitor nicht ständig umher. Aber trotzdem wäre das eine sinnvolle Option gewesen. 

Der zweite Knackpunkt ist das, was ich bereits weiter oben angedeutet habe. Man muss sich direkt beim Kauf für das Modell entscheiden, was man am Ende auch haben möchte. Was für Nanotexturglas noch logisch erscheint, ist beim höhenverstellbaren Fußstand schon etwas anderes. Gerade weil diese Zusatzoption so teuer ist, dürften sich nicht wenige Käuferinnen und Käufer dagegen entscheiden – und bereuen es vielleicht nach einer gewissen Zeit. Dann aber ist es zu spät …

Apple Studio Display: Display

Das gefällt mir

  • Tolle Farbwiedergabe.
  • Helles und angenehmes Licht.
  • Schrift ist sehr gut zu lesen.

Das gefällt mir nicht

  • Kein ProMotion und kein HDR.

Das Studio Display beherbergt ein 27 Zoll großes Retina Display, das mit 5.120 x 2.880 Pixeln auflöst. Wenn man sich das erste Mal vor diesen Screen setzt, denkt man sich tatsächlich „wow“. Selbst heute, viele Wochen später, geht es mir oft immer noch so. Die Farbwiedergabe, das gestochen scharfe Bild und auch die Displayhelligkeit (die Apple mit 600 Nits angibt) sind wirklich ein Schmaus für die Augen. Obwohl das Studio Display (leider) kein OLED ist, sind auch die Schwarztöne gut. 

Apple Studio Display Screen
Das Bild des Apple Studio Display ist gestochen scharf und hat eine tolle Farbwiedergabe. / © NextPit Bildquelle: NextPit

Leider hat Apple dem Studio Display kein HDR und auch kein ProMotion spendiert. Somit liegt die Bildwiederholrate bei nur 60Hz, anstatt der regulierbaren 120Hz bei ProMotion-Displays.

Wenn man sich also überlegt, dass das Studio Display nicht zwingend bei seinen eigentlichen Kernfunktionen voll punktet, und so der Konkurrenz entfliehen kann – warum also sollte man sich dann ein so teures Gerät kaufen?

Das nächste Kapitel klärt genau diese Frage! 

Apple Studio Display: Besonderheiten

Das gefällt mir

  • Hervorragender Klang der Mikrofone.
  • Noch besserer Klang der Lautsprecher.

Das gefällt mir nicht

  • Center Stage funktioniert(e) nicht immer einwandfrei. Apple hat aber hier Besserung versprochen. 
  • Webcam ist sicherlich insgesamt die Achillesferse der Hardware.

Was das Studio Display in meinen Augen so besonders macht, sind die Funktionen und das Zubehör, dass Apple sonst noch so verbaut hat.

Besonders erwähnenswert sind hier die Lautsprecher und das Mikrofon. Ich kann mich nicht an etwas vergleichbar Gutes bei anderen Monitoren erinnern. 

Webcam Apple Studio Display
Die Webcam des Apple Studio Displays: Kaum sichtbar im Rahmen, nicht so optimal im Betrieb. / © NextPit Bildquelle: NextPit

Apple hat drei Mikrofone verbaut, die für einen ausgezeichneten Ton bei Videokonferenzen & Co. über den Computer sorgen. Im Control Center lassen sich diese Mikrofone außerdem so einstellen, dass bei Anrufen die Stimme in den Vordergrund rückt und Nebengeräusche herausgefiltert werden. Das funktioniert tatsächlich ganz ausgezeichnet und sorgt für deutlich bessere Ergebnisse der Sprachqualität. 

Die Lautsprecher sind ebenfalls absolut großartig: Laut, mit ordentlich Bass und einem ausgezeichneten Raumklang. Ich bin kein Audioexperte, denke aber, dass man das angesichts der schlanken Bauform nicht sehr viel besser machen kann. 

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Die dritte Besonderheit des Studio Displays ist die Software, die auf dem Monitor installiert ist und zusammen mit dem Apple-Silicon A13 Bionic für iOS-Feeling sorgt. Irgendwo habe ich in einem Artikel gelesen, das Apple Studio sei sowas wie ein großes iPhone oder iPad – nur eben ohne Telefonfunktion. Ganz so empfinde ich es nicht. Trotzdem hat das Studio Display dank iOS Funktionen, wie Center Stage (die Webcam folgt dem Gesicht ganz automatisch beziehungsweise kann auch selbständig den Bildausschnitt vergrößern) oder benötigt keine Skalierung für das Großziehen des Hintergrunds. 

Abschließendes Urteil

Das Studio Display von Apple ist wahrlich nicht günstig – vor allem dann, wenn man das wirklich tolle Zubehör, wie das Nanotexturglas und den höhenverstellbaren Standfuß, dazuhaben möchte. Und, nein, Apple hat beim Studio Display auch nicht tief in die Kiste technischer Neuerungen gegriffen: kein HDR, kein ProMotion, nur 60Hz. 

Docking Station mit Apple Studio Display
Das Studio Display hat wirklich das Zeug dazu, den iMac vollständig zu ersetzen. / © NextPit Bildquelle: NextPit

Aber trotzdem ist das Studio Display etwas, was ich in meinem täglichen Alltag nicht mehr missen möchte. Es hat meinen 27“-iMac völlig ersetzt, und ich schließe den Monitor wahlweise an mein MacBook oder das iPad an. 

Dass ich über das Thunderbolt-4-Kabel mein MacBook auch mit bis zu 96 Watt mit Strom versorgen kann und so lästiges Kabel-Gestöpsel wegfällt, ist nur eine schöne Kleinigkeit, über die ich mich immer wieder freue. 

Apple Studio Display im Preisvergleich

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Ist dafür aber ein Minimumpreis von 1.749 Euro gerechtfertigt? Die Antwort kann man sich nur selber geben. Für die hartgesottenen Apple-Fans, die kaum ein Produkt auslassen, stellt sich die Frage wahrscheinlich sowieso nicht, sofern das Geld vorhanden ist. Wenn es nicht unbedingt ein 5K-Monitor sein muss, kann man auch zu deutlich günstigeren 4K-Monitoren greifen. 

Bei einer Auflösung von 5K geht es preislich aber tatsächlich bei rund 1.400 Euro los. Das Studio Display von Apple liegt da also gar nicht so weit darüber. Gerade das Zusammenspiel zwischen Hard- und Software, das auch Studio Display bietet, der wirklich tolle Sound von Lautsprechern und Mikrofon und die Einfachheit, meine Rechner daran anzuschließen, machen das Studio Display mittlerweile zu einer schwer verzichtbaren Arbeitshilfe.

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