Pros des Huawei Mate 10 Pro

  • Akku kann ein Wochenende durchhalten
  • Kamera hat hervorragende Nachbearbeitung
  • Hardware-Performance ist exzellent
  • Der Sound ist super
  • IP67
  • Dual-SIM (nur Open-Market-Variante BLA-L29)

Contras des Huawei Mate 10 Pro

  • Es gibt keinen Klinkenanschluss
  • HDMI-Adapter für Easy Projection weder mitgeliefert noch bei Huawei erhältlich
  • Zerbrechlicheres Design als früher

Huawei Mate 10 Pro: Preis und Verfügbarkeit

Das Mate 10 Pro kommt bei uns in Deutschland ab Mitte November 2017 in drei Farben zu je 799 Euro auf den Markt. Die Wahl besteht zunächst aus rotbraunem Mokka, Grau und Blau. Das Mate 10 ohne Pro kommt nicht nach Deutschland.

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Ihr habt die Wahl: Grau, Rötlich-Braun oder Blau? / © NextPit Bildquelle: NextPit

Die drei großen Provider und 1&1 nehmen das Mate 10 Pro ebenfalls in ihre jeweiligen Portfolios auf und liefern Vorbestellern das neue Smartphone bis zum 21. November nach Hause. Als Gratis-Dreingabe winkt Vorbestellern das Smart Writing Set im Wert von 229 Euro, dessen besonderer Kugelschreiber handschriftliche Notizen live digitalisiert und ins Mate 10 Pro speichert. Einige Note-8-Interessierte sollten hier hellhörig werden.

Varianten zum Speicher gibt es nicht, wohl aber zur SIM-Ausstattung. Provider-gebundene Editionen werden voraussichtlich nur einen SIM-Slot haben (BLA-L09), während frei erstandene Editionen (BLA-L29) zwei SIM-Slots haben werden. Doch dies müsst Ihr im Einzelfall beim Provider erfragen, wenn das Mate 10 Pro tatsächlich in den Handel kommt. Telefónica und 1&1 hatten uns bestätigt, dass die bei ihnen vertriebenen Geräte Dual-SIM-fähig sind. Das Dual-SIM-Modell ist im Übrigen eines der wenigen, das auf beiden Karten parallel LTE nutzen kann; sinnvoll in Zeiten von VoLTE und All-IP.

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O 2 und 1&1 verkaufen das Mate 10 Pro als Dual-SIM-Gerät. / © NextPit Bildquelle: NextPit

Huawei Mate 10 Pro: Design und Verarbeitung

Huawei hat das Design des Mate 10 Pro generalüberholt. Selbst das im vergangenen Jahr gezeigte Mate 9 Porsche Design verblasst im Vergleich. Leider geht dies auf Kosten der Robustheit: Huawei beugt sich dem Designed-to-Break-Trend und verglast das Mate 10 Pro vorne wie hinten. Der Klinkenanschluss fällt dem neuen Hochglanz-aalglatt-Design zum Opfer; so wie bei erschreckend vielen Flagship-Smartphones des Jahres. Zum Trost gibt es IP67-Zertifizierung gegen Staub und Spritzwasser.

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Das Mate 10 Pro hat das moderne Randlos-Design. / © NextPit Bildquelle: NextPit

Der Aluminiumrahmen ist auf Hochglanz poliert und geht randlos in die beiden Glasflächen über. Der kostenlos mitgelieferte und transparente Silikon-Bumper sowie die standardmäßig aufgeklebte Display-Schutzfolie halten dem Mate 10 Pro erste Gebrauchsspuren vorübergehend vom Leib.

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Der Displayschutz fängt die ersten Kratzer ab. / © NextPit Bildquelle: NextPit

Nach einer Woche sah das getestete Mate 10 Pro noch aus wie neu; von kleinen Blessuren im Schutzzubehör abgesehen. Doch wir werden uns dies noch einmal in einem Jahr anschauen.

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Hinten macht das Glas die Kurve, für schlankere Haptik. / © NextPit Bildquelle: NextPit

Auf der Hands-on-Präsentation hatte man uns bereits erklärt, dass die Antennen für LTE Cat. 18 nicht in dem Aluminium-Design wie beim Vorgänger realisierbar gewesen wären. Es kann sich dabei um die Wahrheit handeln, schließlich verzichtet Huawei im Mate 10 non-Pro auf das GBit-schnelle LTE, bietet dort jedoch das bewährt-robuste Aluminium-Design.

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Die Aluminiumkante geht glatt ins Glas über. / © NextPit Bildquelle: NextPit

Die Pro-Variante des Mate 10 verzichtet, anders als das Mate 9 Pro, auf das Dual-Edge-Design und bedient die Freunde der herkömmlich-planen Displays. Curved Glass befindet sich lediglich auf der Rückseite und sorgt dafür, dass sich das Gerät schlanker greift als es eigentlich ist. Hinten ziert ein „Signature Stripe“ den Bereich der Hauptkameras und sorgt für das neue Erkennungszeichen der Mate-Serie.

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Der neue Glanzstreifen oben wird das neue Design-Merkmal der Marke. / © NextPit Bildquelle: NextPit

Die Displayränder ober- und unterhalb des Displays schrumpfen auf wenige Millimeter. Durch das neue 2:1-Format (wie immer vermarktet als „18:9“) bekommen wir ein 6-Zoll-Display in einem Body, in dem man in früheren Modellen nur ein 5,5-Zoll-Display hätte unterbringen können. In der Tat macht die kompakte Haptik einen attraktiven Eindruck.

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Links ein P10 Plus (5,5 Zoll), rechts das Mate 10 Pro (6 Zoll). / © NextPit Bildquelle: NextPit

Huawei Mate 10 Pro: Display

Wie schon im Mate 9 Pro / Porsche Design, kommt im Mate 10 Pro ein AMOLED-Display zu Einsatz. Zusammen mit einem Nachtmodus, pfiffiger Helligkeits-Automatik und einem dunklen Design für die Benutzeroberfläche spielt Huawei den erhöhten Kontrast der Technologie gut aus. Es löst in knapp 403 ppi auf, hat das neue 2:1-Format und setzt verstärkt auf Androids integriertes Split-Screen-System, um das neue Breitformat vernünftig auszunutzen.

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Das Display besticht durch Farbbrillanz und Schärfe. / © NextPit Bildquelle: NextPit

Nach der ersten Woche zeigen sich die Farben stets satt, die Kontraste umfangreich und AMOLED-Probleme wie ein Burn-in-Effekt sind nicht zu verzeichnen. Da die Technologie jedoch zu vorzeitigem Altern neigt, bedarf dieser Abschnitt einer längerfristigen Beobachtung.

Huawei Mate 10 Pro: Software

Das Oreo-basierte EMUI 8.0 löst das Nougat-basierte EMUI 5 ab und liefert neben den Oreo-Kernfeatures auch einige Verbesserungen im Kontext von künstlicher Intelligenz. Die neu im Chipsatz vorhandene Neural Processing Unit (NPU) soll in künftigen Apps Performance-Vorteile erzeugen. Bislang jedoch sieht man davon wenig.

Das EMUI-Update von Version 5 auf 8 suggeriert einen größeren Sprung als man de facto sieht. Auch ältere Geräte wie das Mate 9 oder das Huawei P10/Plus werden das Update auf jene Version erhalten. Auch auf unserem Redaktions-Mate-8 haben wir EMUI 8 im Rahmen des Beta-Programms installiert. Also listen wir hier im Folgenden nur EMUI-8-Features auf, die man exklusiv auf dem Mate 10 Pro vorfindet.

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Verwendet irgend einen billigen Type-C-HDMI-Adapter für Huaweis Easy Projection. / © NextPit Bildquelle: NextPit

Easy Projection macht das Smartphone zum einfachen PC-Ersatz

Allen voran trumpft das Mate 10 Pro mit der so genannten Easy Projection auf. Diese Besonderheit verwandelt das Mate 10 Pro per Standard-Adapter von Typ-C auf HDMI in einen einfachen Desktop. Leider stößt die Umsetzung in ihrer jetzigen Implementierung noch auf viele Grenzen und muss noch ausgebaut werden. Jedoch zeigt sie schon großes Potenzial, damit sie auch komplexeren Büro-Aufgaben gerecht wird. Wir haben das Feature separat getestet und in einem eigenständigen Test bewertet:

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Easy Projection erlaubt schnelle Präsentationen. / © NextPit Bildquelle: NextPit

Updates beheben Kinderkrankheiten

Unser Testgerät hat noch innerhalb der ersten Woche ein Update erhalten. Dies behob ein schwerwiegendes Problem, das im Zusammenhang mit den Google-Play-Diensten zu einem massiven Battery-Drain geführt hatte. Nach dem Update, das sich ohne Zurücksetzen auf Werkseinstellungen installieren ließ, verschwand das Energieproblem und das Mate 10 Pro konnte die versprochene Akkulaufzeit erreichen.

Huawei verfolgt eine fleißige Update-Politik und liefert für die meisten seiner Geräte zwei Jahre ab Einführung fast monatlich Updates, kann daher als zuverlässig und sicher eingestuft werden.

Manche Updates liefern zudem wichtige Features nach. So auch der aktuelle Patch von Huawei. Dieses nämlich bringt Face Unlock, also die Entsperrung des Smartphones über Gesichtserkennung mit Hilfe der Frontkamera, auf das Smartphone. Die deutschen Geräte des Huawei Mate 10 Pro werden seit dem 23. Mai 2018 mit der neuen Firmware versorgt. Damit haben die Besitzer neben dem Fingerabdrucksensor eine Alternative, um ihr Smartphone mit biometrischen Merkmalen zu sichern.

Huawei Mate 10 Pro: Performance

Der Chipsatz Kirin 970 wurde dank 10-nm-Verfahren energieeffizienter als der 960er, hat aber an der CPU und der GPU nichts verändert. Den größten Performance-Vorteil will das Mate 10 Pro langfristig aus der Neural Processing Unit (NPU) ziehen, die besonders für kommende Aufgaben in den Bereichen AR/VR gewappnet sein soll.

Huawei Mate 10 Pro Benchmarks

  3D Mark Sling Shot Extreme Geekbench 4 Multi Core PC Mark Work 2.0
Huawei Mate 10 Pro 2919 6743 6822
Samsung Galaxy Note 8 2591 6816 5152

Die NPU wurde von Huawei ausgiebig beworben. Wofür sie gut ist? Derzeit beschränkt sich Ihr Mehrwert noch auf wenige Huawei-spezifische Anwendungen. Langfristig will Huawei auch Drittanbieter-Apps mit der NPU beschleunigen. Zusammen mit Microsoft hat Huawei eine Übersetzer-App auf dem Huawei Mate 10 Pro vorinstalliert, die Textbausteine im Handumdrehen und ohne Internetverbindung von einer in eine von 40 anderen Sprachen übersetzt; performt im Test aber noch immer unter Google-Niveau. Weitere Talente der NPU beschreiben wir im Kamera-Bereich unten. Einen Ausblick liefern wir im separaten Artikel.

  • Wofür Huawei sein neues Smartphone-Hirn einsetzt

128 GByte UFS-2.1-Speicher sind flott und reichlich. Eine MicroSD-Option kann dennoch aus unterschiedlichen Gründen praktisch sein. Leider fehlt sie im Huawei Mate 10 Pro, genau wie im Vorgänger Mate 9 Pro/Porsche Design.

Huawei Mate 10 Pro: Audio

Ein weiterer Einsatzort der NPU ist die Normalisierung der Anruflautstärke. Flüstert Ihr ins Telefon, weil es mal wieder „gerade ganz ungünstig“ ist, hört Euch Euer gegenüber in normaler Lautstärke. Umgekehrt: Wenn Euer Gegenüber besonders laut antwortet, kommt dessen Stimme normal laut bei Euch an.

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Der Lautsprecher unten wird im Querformat zum seitwärtigen Stereo-Lautsprecher. / © NextPit Bildquelle: NextPit

Herrscht in Eurer Umgebung aber großer Krach, hebt das Mate 10 Pro die Ausgabe des Lautsprechers entsprechend an und sorgt dafür, dass Ihr Euer Gegenüber trotzdem gut versteht. Sprecht Ihr dann ins Mate 10 Pro, wird Euer Gegenüber dank intelligenter Filterung nichts vom Krach um Euch herum mitbekommen. Huawei ist traditionell einer der besten auf dem Gebiet der Sprachqualität, so dass wir den Test diesbezüglich kaum abwarten können.

Unrühmlich ist der leise Abschied des Klinkensteckers. Der Packung des Huawei Mate 10 Pro wird ein Adapter beiliegen. Doch was ich davon halte, lest Ihr am besten separat nach.

Die Audio-Ausstattung im Gehäuse ist immerhin genau so gut wie im Mate 9: Ein Lautsprecher strahlt nach vorne, einer nach unten ab. Im Hochkant-Betrieb schaltet das Duo in ein Zwei-Wege-Mono-System um. Im Querformat wird daraus ein Stereo-Setup. In jedem Fall klingt der Output satt und verhältnismäßig gut; also erheblich weniger blechern, als man von Smartphone-Lautsprechern erwarten würde.

Huawei Mate 10 Pro: Kamera

In der Kamera-App des Mate 10 Pro kann man der NPU quasi bei der Arbeit zugucken. Die Objekt- und Landschaftserkennung wird über den neuen Prozessor in Echtzeit abgewickelt. In Verbindung mit dem Porträt- oder dem Offene-Blende-Modus sieht man schon im Sucher, wie das Bild nach der Nachbearbeitung aussehen wird. Und auch die Resultate können sich mehr als nur sehen lassen. Schaut selbst:

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Das Mate 10 Pro arbeitet mit Leica-Summilux-Optik. / © NextPit Bildquelle: NextPit

Hardwareseitig hat sich gegenüber dem Kamera-Set-up aus dem Mate 9 relativ wenig verändert. Es handelt sich nun um zwei f/1.6-Optiken der Marke Leica Summilux-H anstelle der f/1,7 mit Summarit-H. Das asymmetrische Sensor-Duett bleibt aber: Der Schwarz-weiße löst mit 20 Megapixeln auf; der RGB-Sensor löst nur 12 Megapixel auf, hat dafür aber einen optischen Bildstabilisator. Jeder der Sensoren hat seinen eigenen Image Signal Processor, dessen Daten von der künstlichen Intelligenz auf der NPU zu einem Bild verschmolzen, in Echtzeit analysiert schon im Sucher in Echtzeit nachbearbeitet werden.

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Der Porträt-Modus startet die Live-Retusche. / © NextPit Bildquelle: NextPit

Im neuen Porträt-Modus, wie man ihn ähnlich schon in den 2017er Varianten des iPhone oder des Google Pixel kennt, erkennt die KI in Echtzeit die Szene und stellt sowohl die Belichtung als auch die Nachbearbeitung entsprechend ein: Belichtungszeit, Fokussierung und Sättigung sorgen so dafür, dass Fotos auch ohne manuelle Nachbearbeitung einen effektvollen Look bekommen. Grünes Gras wird damit eben noch ein bisschen grüner. Die NPU greift hierfür offline auf Trainingsdaten zurück, die Huawei auf den heimischen Servern aus 100 Millionen Fotos ausgewertet hatte.

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Die Software erkennt den Menschen im Sucher und hält ihn im Fokus. / © NextPit Bildquelle: NextPit

Die Kamera versteht also, ob Ihr ein Haustier, einen Menschen, Pflanzen oder Essen fotografiert und wendet Filter an, die für die Fotografie derlei Objekte üblicherweise eingesetzt werden. Und insbesondere bei schnell beweglichen Objekten ist es hilfreich, dass der Fokus jener Bewegung konsequent folgt, bis Ihr auslöst.

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Der Fokus-Modus verzichtet auf die aggressiven Post-Effekte für Hauttöne. / © NextPit Bildquelle: NextPit

Vor allem der im Mate 9 noch recht bemüht implementierte Bokeh-Effekt wird jetzt sparsamer, intelligenter und treffsicherer eingesetzt. Der Porträt-Modus kommt mit dem EMUI-8-Update auch auf die anderen Huawei-Smartphones.

Die Post-Effekte sind cooler als erwartet

Nachdem ich anfangs ein wenig skeptisch war, ob so viel Post-Processing den Fotos guttun wird, haben mich die Resultate größtenteils positiv überrascht. Die Mate-10-Pro-Kamera beziehungsweise ihre KI erkennt zuverlässig, worauf sie sich konzentrieren soll und färbt, schärft und dreht die Dynamik auf, wo es nötig ist. Die Resultate sind zwar stets sichtbar retuschiert, aber trotzdem cool.

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Das Gras ist immer grüner. / © NextPit Bildquelle: NextPit

Natürlich lässt sich die Nachbearbeitung auch deaktivieren. Selbst dann erzielt die Kamera hervorragende Ergebnisse. Dies ist dem optischen Bildstabilisator und nicht zuletzt der neuen, großen f/1,6er Blende geschuldet, die zusammen kleinere ISO-Werte oder kürzere Belichtung also mehr Schärfe ermöglichen.

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Der Dynamikumfang der Kamera des Huawei Mate 10 Pro ist überragend. / © NextPit Bildquelle: NextPit

Zuletzt könnt Ihr den schon im Huawei P9 eingeführten manuellen Modus aktivieren, indem Ihr den Balken über dem Auslöserknopf hochzieht. Dort regelt Ihr manuell ISO, Schließzeit, Belichtungskorrektur, Fokus, Weißabgleich oder Farbtemperatur, falls Euch die Automatik missfällt.

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Ohne manuellen Weißabgleich ginge hier gar nichts. / © NextPit Bildquelle: NextPit

Selfies werden mit der f/2.0-Fixed-Fokus-Knipse gemacht. Auch hier ist ein Fokus-Effekt möglich, der anders als in älteren Versionen auch Gruppen gescheit erkennt. Verschwommene Gesichter gehören damit der Vergangenheit an. Auch hier kann man zusehen, wie der Porträt-Modus sämtliche Gesichter einfängt und scharfstellt.

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Auch die Selfie-Cam erkennt jetzt mehrere Gesichter, die beim Blur übergangen werden. / © NextPit Bildquelle: NextPit

Huawei Mate 10 Pro: Akku

Die Akkuleistung des Huawei Mate 10 Pro ist Mate-üblich überragend. Auch die Probleme mit ausbleibenden Benachrichtigungen, mit denen man diese Akkulaufzeit bei früheren Huawei-Smartphones erkaufen musste, scheinen nach einer Woche Test der Vergangenheit anzugehören.

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Umfangreiche Menüs geben Euch feine Kontrolle über stromintensive Apps. / © NextPit Bildquelle: NextPit

Stattdessen gibt Euch Huawei jetzt ausgeklügelte, manuelle Kontrolle über Apps, die im Hintergrund weiterlaufen. Ab Werk werdet Ihr lediglich über derlei Apps informiert, EMUI stoppt diese jedoch nicht mehr ohne Eure Erlaubnis. Besonders pfiffig ist der dunkle Modus, um mit dem AMOLED-Display des Mate 10 Pro Energie zu sparen.

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SuperCharge lädt das Mate 10 Pro mit über 20 Watt auf. / © NextPit Bildquelle: NextPit

Der 4.000-mAh-Akku lässt sich mit Huaweis proprietärer Technologie turbo-schnell aufladen; nach 30 Minuten lädt das Original-Zubehör von 0 auf 58 Prozent. Ein Siegel vom TÜV Rheinland bescheinigt, dass das System sicher sei. Drahtloses Aufladen fehlt und der Akku lässt sich nicht einfach austauschen.

100 Prozent geladen, konnte ich das Mate 10 Pro bei schwacher Nutzung ein komplettes Wochenende lang, also von Freitagabend bis Montagmorgen verwenden. An einem anderen Wochenende nutzte ich es als WLAN-Hotspot und machte etliche Fotos. Dann hielt der Akku nur einen Tag lang durch; jedoch in diesem Heavy-User-Szenario noch immer länger als viele Konkurrenten.

Huawei Mate 10 Pro: Technische Daten

Abschließendes Urteil

Trotz der vielversprechenden Performance, dem tadellosem Design und der Top-Kamera kann Huawei noch immer beim Preis auftrumpfen. Dass es in Sachen Design dem Trend zu mehr Zerbrechlichkeit folgt und den Klinkenanschluss entfernt, ist in Anbetracht der Konkurrenten leider normal und zum Teil notwendig.

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Huawei kann nicht überholen, ohne einzuholen. / © NextPit Bildquelle: NextPit

Huawei will beim Wettlauf um das beste Smartphone erster werden und serviert den Deutschen nur noch die Pro-Variante der Mate-Serie; alles andere wäre nicht gut genug. Dabei steckt im Inneren erstaunlich viel Vorjahres-Hardware. Huawei wettet auf den Durchbruch mit seiner neuen NPU, dem kleinen Hirn im Mate 10 Pro und auf die Kamera-Effekte.

Und mit letzteren weiß Huawei tatsächlich zu beeindrucken. Nach einer Woche schon will ich diese Kamera nicht mehr missen. Mit kaum einer anderen komme ich so schnell auf ein so gutes Ergebnis. Hier kann Huawei der durchweg teureren Konkurrenz die Stirn bieten.

In den weiteren Wochen werden wir das Huawei Mate 10 Pro Kopf an Kopf antreten lassen, dann werden wir herausfinden, wie seine Akkulaufzeit und wie die Ergebnisse seiner Kamera mit oder ohne Filter gegen iPhone 8, Pixel 2 oder Galaxy Note 8 abschneiden. Mindestens bis dahin gebe ich das Mate 10 Pro aber nicht mehr her.

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