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Xiaomi 14 Ultra im ersten Test: das beste Kamerahandy 2024?

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© nextpit

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Das Xiaomi 14 Ultra fährt ein mächtiges Kamera-Setup auf, das viele Features sogar für professionelle Anwender mitbringt. Dazu gibt's ein wunderschönes Display und den wohl stärksten Prozessor, den man derzeit in einem Android-Smartphone finden kann. nextpit hat das Xiaomi 14 Ultra bereits angetestet.

Xiaomi 14 Ultra

Pro

  • Tolles Kamera-Setup
  • Massig Rechenpower

Contra

  • HyperOS wieder mit viel Bloatware
Xiaomi 14 Ultra
Xiaomi 14 Ultra
Xiaomi 14 Ultra: Alle Angebote

Xiaomi 14 Ultra: Preis und Verfügbarkeit

Das Xiaomi 14 Ultra ist ein großartiges Smartphone, keine Frage. Der Prozessor bietet massig Power, das neue, plane OLED-Display macht Spaß, und Features wie das 80 W schnelle Wireless Charging beeindrucken. Und dann ist da noch die Kamera, die mit gleich vier 50-Megapixel-Sensoren auf dem Markt einzigartig ist und unzählige Foto- und Videofeatures für professionelle Anwender mitbringt.

Neben all der Hardware läuft auf dem Xiaomi 14 Ultra noch das neue Hyper OS, das gegenüber MIUI allerdings bislang nur kleinere Veränderungen mitbringt. Klar, es gibt ein paar KI-Features, wenngleich Xiaomi hier anders als etwa Samsung bei der S24-Serie noch weniger den Fokus setzt. 

Das Xiaomi 14 Ultra könnt Ihr ab sofort für 1.499 Euro vorbestellen. Wer bis zum offiziellen Marktstart am 19. März kauft, bekommt das Kamera-Kit im Wert von 199 Euro kostenlos dazu.

Design und Display

Das Xiaomi 14 Ultra sieht erwachsener aus als der Vorgänger Xiaomi 13 Ultra. Das Display ist jetzt plan – zumindest weitgehend –, und auch die neue Rückseite wirkt ohne dem Buckel in der Mitte stimmiger. 


Gefällt:

  • Tolle Verarbeitung, liegt gut in der Hand
  • Sehr schönes, planes Display

Gefällt nicht:

  • -


Xiaomi setzt bei seinem neuen Ultra-Flaggschiff auf hochwertige Materialien. Das Chassis ist aus einem Stück Aluminium gefräst und fühlt sich sehr verwindungssteif an. Außerdem ist das Smartphone mit 219,8 g ein Stück leichter als der Vorgänger (227 g) und gefühlt etwas weniger kopflastig. Den Buckel auf der Rückseite des Vorgängers hat Xiaomi beim 14 Ultra eliminiert, doch dafür steht das mächtige Kamera-Element auf der Rückseite noch ein Stück weiter aus dem Gehäuse heraus als beim Vorgänger. Apropos Rückseite: Hier kommt ein Material namens "Nano-Tech Vegan Leather" zum Einsatz, das sich wie die griffige Oberfläche einer Systemkamera anfasst.

Xiaomi 14 Ultra und Xiaomi 13 Ultra nebeneinander
Das Xiaomi 14 Ultra (vorne) behält das Design des Vorgängers bei, wirkt insgesamt aber mit der komplett planen Rückseite einfach stimmiger. / © nextpit

Ansonsten hat sich bei der Hardware kaum etwas verändert. Es gibt nach wie vor drei Buttons für Ein/Aus und zur Lautstärkeregelung, aber leider keinen dedizierten Kamera-Auslöser. Wer sich diesen wünscht, bekommt aber im Zubehör von Xiaomi einen separaten Kamera-Handgriff zum Anstecken. Neben dem zweistufigen Auslöser gibt's hier auch einen Zoom-Ring, eine Taste zum Starten der Videoaufnahme, ein 67-mm-Filtergewinde sowie einen integrierten 1.500-mAh-Akku zum Verlängern Eurer Fototour. Leider konnten wir uns das Kamera-Kit noch nicht ansehen, doch beim Xiaomi 13 Ultra war das Zubehör wirklich gelungen. Kleiner Wermutstropfen: Der Infrarotblaster des Xiaomi 13 Ultra ist verschwunden.

Xiaomi 14 Ultra Display im Detail
Der Infrarot-Blaster auf der Oberseite des Xiaomi 14 Ultra ist verschwunden und jetzt im Kamera-Modul untergebracht. Dafür sieht das Gehäuse jetzt deutlich aufgeräumter aus. / © nextpit

Auf der Vorderseite dominiert wieder das Display, das Xiaomi hier "All-Around Liquid Display" nennt. War beim Vorgänger das Display noch zu beiden Seiten hin abgerundet und floss damit rechts und links ums Gehäuse, so wirkt das Panel jetzt aufgesetzt – fast wie ein großer Wassertropfen, der durch seine Oberflächenspannung gehalten wird. Zum Schutz des Displays kommt kein Gorilla Glass, sondern Xiaomis eigenes "Shield Glass" zum Einsatz. Erfahrungswerte zur Haltbarkeit gibt's hier noch keine, aber die werden wir – und Experten wie JerryRigEverything – zeitnah testen können.

Xiaomi 14 Ultra Display im Detail
Das neue Display des Xiaomi 14 Ultra ist an den Seiten nur noch ganz minimal abgerundet – dafür an allen vier Seiten. / © nextpit

Das 6,73 Zoll große AMOLED-Panel selbst ist mit WQHD+-Auflösung, also 3.200 x 1.440 Pixeln, wunderschön anzusehen. Dank 120 Hz laufen die Inhalte smooth über den Bildschirm, und die LTPO-Technologie reguliert die Bildwiederholrate zum Energiesparen dynamisch auf bis zu 1 Hz herunter. Die maximale Helligkeit des Panels liegt bei 3.000 Nits, das 1.920 Hz PWM-Dimming verspricht auch bei niedrigen Helligkeiten eine flimmerfreie Darstellung. Gamer dürfen sich noch über 240 Hz Abtastrate freuen.

Performance und Akku

Das Xiaomi 14 Ultra ist mit dem neuen Qualcomm Snapdragon 8 Gen 3 ausgestattet, der in vielen aktuellen Highend-Smartphones steckt – wie sich der Prozessor in der Praxis schlägt, wird der ausführliche Test zeigen. Fest steht aber jetzt schon: Beim schnellen Aufladen ist Xiaomi im Highend-Segment ganz weit vorne mit dabei, etwa mit 80 W schnellem Wireless Charging.


Gefällt:

  • Mächtig Leistung dank Snapdragon 8 Gen 3
  • Quick Charging mit 90 W
  • 80 W Wireless Charging und Reverse Wireless Charging
  • Endlich USB 3.2

Gefällt nicht:

  • -

Mit dem Qualcomm Snapdragon 8 Gen 3 hat das Xiaomi 14 Ultra auf jeden Fall die Basis für eine Spitzenperformance – allerdings steckt dieser Chip auch in anderen Flaggschiffen wie dem Samsung Galaxy S24 Ultra (zum Test) oder dem frisch vorgestellen Honor Magic 6 Pro (zum ersten Test). Wo sich die Smartphones performance-technisch dann aber unterscheiden, ist die Kühlung und damit die Performancestabilität. Leider hatten wir bei unserem kurzen Test noch nicht die Zeit für einen Benchmark von Xiaomis Kühlung mit dem frostigen Namen "Dual-Channel Iceloop System", werden das aber zeitnah nachholen.

Bei der Konnektivität bleiben keine Wünsche offen: Es gibt natürlich 5G mit Dual-SIM, Wi-Fi 7, NFC, Bluetooth 5.4 und endlich sogar USB 3.2. Der USB-C-Anschluss dient auch als DisplayPort-Videoausgang in 4K-Auflösung bei maximal 60 fps.

Xiaomi 14 Ultra Produktfoto
Im Xiaomi 14 Ultra steckt der neueste Qualcomm-Prozessor Snapdragon 8 Gen 3. / © nextpit

Der Akku bietet eine Kapazität von 5.000 mAh und dürfte Euch damit sicher über den Tag bringen – auch das wird ein Fall für unseren ausführlichen Test. Das Aufladen klappt mit dem mitgelieferten Netzadapter kabelgebunden mit 90 W, kabellos sind beeindruckende 80 W drin. Und ja, auch das Xiaomi 14 Ultra unterstützt kabelloses Rückwärtsladen, um beispielsweise unterwegs Eure In-Ears aufzutanken.

Wenn Ihr mehr über das Betriebssystem des Xiaomi 14 Ultra wissen wollt, dann werft doch einen Blick in unseren ausführlichen Test des Xiaomi 14 – hier gehen wir auch im Detail auf das neue, alte Betriebssystem HyperOS ein. Neu sind der Name und ein paar KI-Features, die im Vergleich zu Samsung aber recht zurückhaltend ausfallen (das ist nicht unbedingt schlecht), altbekannt sind das streckenweise stark an iOS angelehnte Design und die Bloatware.

Xiaomi 14 Ultra: Kamera

Die ganz große Stärke des Xiaomi 14 Ultra ist das Kamerasystem, das auf dem Smartphone-Markt nach wie vor einzigartig ist. Im Vergleich zum Vorgänger hat Xiaomi nur den Hauptsensor ausgewechselt, der einen Technologiesprung markiert. Aber auch softwareseitig hat der Hersteller ein paar spannende Features an Bord.


Gefällt:

  • Bestes Kamera-Setup am Markt
  • Unzählige 

Gefällt nicht:

  • Kein dedizierter Kamera-Auslöser

Das Xiaomi 14 Ultra hat vier Kameras – das ist soweit überhaupt nicht einzigartig. Aber: Es gibt keine andere Quad-Kamera auf dem Markt, die wie auf dem Reißbrett designed und nicht irgendwie zusammengewürfelt ist. Beim Xiaomi 14 Ultra lösen nämlich alle Sensoren 50 Megapixel auf, alle Sensoren abseits der Hauptkamera sind identisch, alle Sensoren außergewöhnlich groß und alle Objektive außergewöhnlich lichtstark. Zudem sind alle Optiken außer der Ultraweitwinkelkamera optisch bildstabilisiert.

Bildsensorgröße Samsung S24 Ultra und Xiaomi 14 Ultra im Vergleich
Vom Ultraweitwinkel (links) bis zum Telebereich (rechts): Das Xiaomi 14 Ultra hat effektiv immer mindestens die gleiche Sensorfläche zur Verfügung wie das Galaxy S24 Ultra. / © nextpit

Das Herz der Quad-Kamera im Xiaomi 14 Ultra ist der neue Sony LYT-900. Auch wenn sich der Chip in der Hauptkamera von den technischen Eckdaten her – 50 Megapixel auf 1 Zoll Sensorfläche – nicht stark vom Vorgänger Xiaomi 13 Ultra unterscheidet, so gibt es hier dennoch einen interessanten Technologiesprung. Der LYT-900 ist nämlich der erste Sony-Sensor einer neuen Generation, die auf die seit mehr als zehn Jahren dominante Exmor-Serie folgt. Hier gibt's auf jeden Fall Potenzial auf einen Sprung nach vorne bei der Bildqualität.

Die übrigen drei Sensoren vom Typ Sony IMX858 kennen wir schon aus dem Xiaomi 13 Ultra (zum Test). Hier liefern die drei Chips eine konstant gute Bildqualität und eine konsistente Farbwiedergabe über einen sehr großen Brennweitenbereich, was beim Xiaomi 14 Ultra ebenfalls wieder der Fall sein dürfte. Dazu gibt's dieses Jahr ein paar neue Software-Features, von 16-Bit-RAW über vielfältige Audioeinstellungen bis hin zu 10-Bit-LOG-Video im Rec.2020-Farbraum für HDR-Video.

Xiaomi 14 Ultra Display im Detail
Das Objektiv in der Hauptkamera ist mit F1.63 extrem lichtstark. Um bei Tageslicht die Bildqualität zu verbessern, ist eine variable Irisblende verbaut. / © nextpit

Schade: Bei so viel Fokus auf die Kamera wäre ein dedizierter Auslöse-Button am Gehäuse schön gewesen – aber dafür gibt's ja das Kamera-Kit. Was hinter der "Stacked Sensor"-Technologie, Dual-ISO-Funktionalität und der variablen Blende der Hauptkamera steckt, werden wir Euch zeitnah in einem separaten Artikel inklusive Video erklären. 

Vorläufiges Urteil

Das Xiaomi 13 Ultra kam im vergangenen Jahr nur in geringer Stückzahl auf den deutschen Markt – so richtig traute sich der chinesische Hersteller damals noch nicht ins Ultra-Premium-Segment. 2024 sieht das anders aus: Das Xiaomi 14 Ultra wird in größeren Stückzahlen verfügbar sein, und soll auch beim Elektronikmarkt und Provider Eures Vertrauens erhältlich sein.

Die breite Brust kommt nicht von ungefähr: Das Ultra-Xiaomi ist dem ersten Kurz-Test nach ein tolles Smartphone mit vielen Stärken bei Prozessor, Display & Co. sowie dem bislang spannendsten Kamera-System des Jahres 2024.

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Stefan Möllenhoff

Stefan Möllenhoff
Head of Content Production

Schreibt seit 2004 über Technik und brennt seither für Smartphones, Fotografie, IoT besonders im Smart Home und AI. Ist außerdem ein Koch-Nerd und backt dreimal wöchentlich Pizza im Ooni Koda 16 – macht zum Ausgleich täglich Sport mit mindestens zwei Fitness-Trackern am Körper und ist überzeugt, dass man fast alles selber bauen kann, inklusive Photovoltaik-Anlage und Powerstation.

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