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Yeedi Mop Station im Test: Tolles Konzept, ordentliche Ausführung

NextPit Yeedi Mop Station
© NextPit

Die Hauptfunktion eines Staubsaugerroboters ist das Aufsaugen von Staub. Einige Geräte verfügen über ein zusätzliches Wischpad. Bei der Yeedi Mop Station jedoch wird diese zusätzliche Funktion – das Wischen – zum Hauptmerkmal. Die Yeedi Mop Station ist ein brillantes Konzept mit einer Selbstreinigungsstation, aber ist die Ausführung die Investition wert? Schaut Euch unseren Testbericht an!

Bewertung

Pro

  • Erweiterte Wischfunktion
  • Einfache Montage und Installation
  • Vier verschiedene Reinigungsstufen
  • Erschwinglicher Preis

Contra

  • Schlechte Saugleistung
  • Kein Staubbeutel in der Station

Yeedi Mop Station: Wo kann ich eine kaufen?

Die Yeedi Mop Station ist bei Online-Händlern wie Amazon ab 649,99 € erhältlich. Dieser Preis kann jedoch deutlich gesenkt werden, da Yeedi auf Amazon derzeit einen heftigen Rabatt von 150 Euro anbietet. Wendet Ihr den Rabattcoupon direkt auf der Amazon-Produktseite an, bekommt Ihr die Yeedi Mop Station für nur 499,99 Euro.


Hinweis: Dieser Artikel ist Teil einer Zusammenarbeit mit Yeedi. Der Hersteller hat keinen Einfluss auf die endgültige Bewertung und die redaktionelle Meinung von NextPit.


Yeedi Mop Station im Einsatz auf einem Teppich
Im Gegensatz zu vielen anderen Modellen auf dem Markt verfügt dieser Staubsaugerroboter von Yeedi über eine Einschalttaste, die sich an der Seite befindet. / © NextPit

Auspacken und Einrichten

Wie alle Staubsaugerroboter und Mopps ist auch die Yeedi Mop Station ziemlich groß und nimmt viel Platz ein. Die Tatsache, dass wir eine komplette Reinigungsstation mit integrierten Wassertanks haben, verlangt das. Zusätzlich zu dem Platz, den die Reinigungsstation mit den Maßen 411 x 382 x 430 mm einnimmt, muss an den Seiten noch ein Abstand von 0,5 Metern und vorne von 1,5 Metern eingehalten werden, damit der Roboter richtig einparken kann.


Gefällt:

  • Einfache Installation und schnelle Einrichtung.
  • Umfassende Schnellstartanleitung.

Gefällt nicht:

  • Der zeitaufwändige optische Kartierungsprozess, kein LiDAR-Sensor.

Yeedi Mop Station - Blick von oben auf die Tanks
Die Yeedi Mop Station wird mit einem Frischwassertank und einem Entsorgungstank zur Selbstreinigung der Wischmopps geliefert. / © NextPit

In dieser Box befinden sich die Selbstreinigungs- und Ladestation, ein Netzkabel, der Staubsaugerroboter, die Seitenbürste, zwei Sätze Wischmopps, Platten zum Befestigen der Wischmopps, ein Wassertank und ein Schmutzbehälter, ein externes Reinigungswerkzeug und die Gebrauchsanleitung für das Gerät. Wie üblich hat Yeedi eine sehr vollständige und leicht verständliche Schnellstartanleitung zusammengestellt.

Die Yeedi Mop Station nutzt die Standardanwendung des Herstellers, um den Staubsaugerroboter und die Funktionen zur Reinigungsautomatisierung zu steuern. Um den Roboter in Betrieb zu nehmen, müsst Ihr zunächst die Yeedi-App aufs Smartphone oder Tablet (Android oder iOS) herunterladen, dann einfach ein Konto erstellen und den Anweisungen direkt in der App folgen. Da der Roboter über eine Kamera verfügt, die oben angebracht ist, um den Raum zu vermessen, erfolgt das Hinzufügen des Modells über einen QR-Code mithilfe der Kameralinse.

Screenshots der Yeedi-App
Die Yeedi Mop Station App bietet eine sehr aufgeräumte Benutzeroberfläche und ist einfach zu navigieren. / © NextPit

Der Roboter selbst ist gut gestaltet und hat eine auffällige Frontplatte für die Sensoren, die mich an die Helme des kultigen Duos Daft Punk erinnert. Die Yeedi Mop Station nutzt die 2,4-GHz-Netzfrequenz für die Internetabdeckung in einem größeren Gebiet.

Sobald die Einrichtung abgeschlossen ist, geht es darum, das Haus zu kartieren. Hier ist die Yeedi Mop Station recht langsam, da sie eine Kamera verwendet und keinen LiDAR-Sensor wie andere, teurere Modelle. Nachdem ich alle Hindernisse wie Schuhe, Kabel und Bücher aus dem Weg geräumt hatte, begann ich mit der Kartierung eines 33 m2 großen Bereichs, für die ich genau eine Stunde brauchte.

Yeedi Mop Station im Einsatz auf einem Teppich
Das Wichtigste zuerst: Die erste Runde dient der Kartierung und du benutzt die Wischmopps nicht. / © NextPit

Ansaug- und Wischleistung

Mit einer Saugleistung zwischen 200 und 2.500 Pa und einer Laufzeit von 200 Minuten im Standardmodus liegt die Yeedi Mop Station unter dem Durchschnitt in ihrer Kategorie.

Wir haben auch eine Randbürste zum Aufsammeln von Schmutz und eine Hauptbürste, die beim Staubsaugen hilft. Wie fast alle anderen Yeedi-Roboter, die wir getestet haben, verfügt auch dieses Modell über eine Kamera für die Kartierung auf der Oberseite, Kollisionssensoren und einen vorderen Stoßfänger. Zu den Sensoren im Inneren gehören die Sturzerkennung und die Teppichsensoren an der Unterseite.


Gefällt:

  • Die einfach zu bedienende App.
  • Ermöglicht Euch, die Reinigung zu planen.
  • Ermöglicht Euch, Bereiche festzulegen für bestimmte Reinigungsaufgaben.
  • Erweiterte Wischfunktion.

Gefällt nicht:

  • Schlechte Qualität der eingebauten Kamera.
  • Schlechte Leistung im Standardmodus.
  • Ständig stößt er wahllos gegen Dinge.
  • Es ist nicht möglich, Bereiche aufzuteilen.

Unterseite des Yeedi Mop Station
An der Unterseite der Yeedi Mop Station befinden sich zwei Wischmopps, die sich drehen lassen, um eine effizientere Bodenreinigung zu ermöglichen. / © NextPit

Das Kartierungssystem der Yeedi Mop Station nutzt die visuelle SLAM-Technologie (Simultaneous Localization and Mapping), d.h. der Kamerasensor auf dem Staubsaugerroboter kartiert die Umgebung. Diese Art der Kartierung hat sich in verschiedenen Tests, die wir durchgeführt haben, als ineffizient erwiesen. Weitere Details findet Ihr in unserem Testbericht zum Yeedi Vac Max.

Mit SLAM kartiert der Roboter die Umgebung in Bezug auf seinen eigenen Standort, um zu navigieren, aber das ist manchmal ungenau. Es kommt häufig zu Kollisionen mit Möbeln, und der Roboter hat Schwierigkeiten zu erkennen, wenn Türen geöffnet oder geschlossen werden. Bei dem Roboter der Yeedi Mop Station war das nicht anders.

Blick von oben auf den Staubsaugerroboter
Oben befindet sich die Kamera, mit der du die Yeedi Mop Station kartieren und navigieren kannst, sowie der Knopf zur Robotersteuerung. / © NextPit

Abgesehen von der Ungenauigkeit und den Navigationsproblemen ist mir aufgefallen, dass dieser Roboter beim Putzen ziemlich langsam ist. Das kann je nach Größe deines Hauses oder deiner Wohnung problematisch sein, denn um eine bessere Leistung zu erzielen, müsst Ihr die Mop Station im Max+-Modus verwenden, der viel mehr Strom verbraucht. In der folgenden Tabelle ist die Leistung des Staubsaugers im Standardmodus auffallend schlecht.

Als Teil unserer Testmatrix für Standard-Staubsaugerroboter haben wir einen Praxistest mit vier Arten von Schmutz durchgeführt, die häufig im Haushalt vorkommen. Dabei wurde der Staubsauger auf den Standard- und den Max+-Modus eingestellt, und es ist erwähnenswert, dass unsere Testwaage auf 0,1 g genau ist. Die Ergebnisse sind in der folgenden Tabelle aufgeführt und wurden auf einem Fliesenboden durchgeführt:

  Testvolumen (g) Standard-Saugvolumen (g) Standard-Wirkungsgrad (%) Max+ Saugvolumen (g) Max+ Wirkungsgrad (%)
Reis
  • 10 g
  • 8.6 g
  • 86 %
9.8 g
  • 98 %
Hafer
  • 10 g
  • 7 g
  • 70 %
9.6 g
  • 96 %
Kaffee
  • 10 g
  • 8.8 g
  • 88 %
9.7 g
  • 97 %
Sand
  • Boden: 10 g
  • Teppichboden: 10 g
  • Boden: 2.6 g
  • Teppichboden: 7 g
  • Boden: 26 %.
  • Teppichboden: 70 %.
  • Boden: 9,2 g
  • Teppichboden: 7.7 g
  • Boden: 92 %.
  • Teppichboden: 77 %.

Wischleistung

Dies ist jedoch kein einfacher Staubsaugerroboter. Yeedi bietet eine fortschrittliche Wischfunktion mit zwei rotierenden Bürsten, die du bei anderen Modellen nicht so leicht findest. Wenn man bedenkt, dass dies das Hauptverkaufsargument der Yeedi Mop Station ist und der Hersteller auf der höchsten Saugstufe keine Reinigungsleistung von mehr als 94% liefert, spielen die beiden Reinigungspads auf der Rückseite des Roboters die wichtigste Rolle bei der Beseitigung von Schmutz.

Blick auf den Wassertank des Saugroboters
Der Wassertank des Staubsaugerroboters fasst nur 300 ml Wasser. / © NextPit

Wenn Ihr etwas auf dem Boden verschüttet habt, wie z. B. Soße oder Milch, solltet Ihr trotzdem zuerst eine Fleckenreinigung durchführen, den Roboter in die Selbstreinigungsstation zurückkehren lassen und dann mit dem normalen Reinigungsprozess beginnen. So wird verhindert, dass die Pads den Schmutz verteilen, anstatt den Boden zu reinigen. Schließlich würdest du beim Reinigungsprozess mit einem manuellen Bodenwischer dasselbe tun. Tatsächlich bieten rotierende Wischmopps einen Abwärtsdruck von 10 N, was etwas mehr als 1 kg entspricht.

The Yeedi app UI showing the main features of the Yeedi Mop Station vacuum cleaner
In der App von Yeedi könnt Ihr Reinigungsbereiche auswählen, damit Ihr das Beste aus der Wischfunktion herausholt. / © NextPit

Im Gegensatz zu Modellen wie dem Roborock Q7 Max+, die auch eine Reinigungsstation haben, wäscht die Yeedi Mop Station die Wischpads innerhalb der Selbstreinigungsstation. Das bedeutet, dass der Staubbehälter manuell geleert werden muss, und dass der Wasser- und der Entsorgungstank ständig gewartet werden müssen Andernfalls würden sich üble Gerüche bilden. Die Station ist auch für das Trocknen der Pads zuständig, ein Prozess, der etwa sechs Stunden dauert.

Was die Akkulaufzeit angeht, so bietet die Yeedi Mop Station einen 5.200-mAh-Akku und eine Laufzeit von 200 Minuten im Standardmodus. Diese Zeit wird jedoch stark verkürzt, wenn der Roboter mit seiner maximalen Kapazität betrieben wird. Eine vollständige Aufladung dauert etwa sechs Stunden, was bei der Reinigung großer Häuser und Wohnungen ein Problem darstellen kann.

Blick auf die Reinigungsstation
Die Yeedi Mop Station erfordert Aufmerksamkeit, wenn es um die Reinigung der Selbstreinigungsstation und der Wischmopps geht. / © NextPit

Yeedi Mop Station: Technische Daten

  Technische Daten
Produkt Yeedi Mop Station
Bild Yeedi Mop Station product image
Farben
  • Weiß
Gewicht
  • -
Gesamthöhe (auch bekannt als "Platz unter dem Sofa")
  • 8,5 cm
  • Gesamtabmessungen: 352 x 344x 85 mm
Max. Ansaugleistung
  • 200 bis 2.500 Pa
Lautstärke (Herstellerangabe)
  • -
Fassungsvermögen
  • Staubsaugerbehälter: 4 ml
  • Wassertank: 300 ml
Bürste
  • 2
Reinigungsstufen
  • Absaugung: 4
  • Wasserdurchfluss-Stufe: 3
Akku
  • Kapazität: 5.200 mAh
  • Laufzeit: 200 Minuten
Navigation
  • SLAM-Sensor, Anti-Kollisionssensor, Anti-Drop-Sensor, Teppich-Detektor-Sensor, Bumper
Smarte Integration
  • Amazon Alexa / Google Assistant
Selbstentleerungsfunktion
  • Ja
  • Fassungsvermögen: 3,5L
  • Gesamtabmessungen: 411 x 382 x 430 mm
Preis:
  • $649,99 (Begrenztes Angebot für $529,99)
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Taugt die Yeedi Mop Station etwas?

Das Konzept der Yeedi Mop Station hat seinen Reiz, denn sie kann für eine fortschrittlichere Reinigung als "nur Staubsaugen" verwendet werden, da ihre zwei Wischmopps den Boden schrubben, wo auch immer sie sich hinbewegen. Darüber hinaus bietet die Selbstreinigungsstation noch mehr Komfort. In unseren Tests hat sich die Yeedi Mop Station als gutes Gerät erwiesen, allerdings nur, wenn sie auf ihrer höchsten Leistungsstufe läuft.

Staubsaugerroboter auf dem Teppich vor einem Sofa
In unseren Tests erwies sich die Yeedi Mop Station als gutes Gerät, wenn sie auf der höchsten Leistungsstufe läuft! / © NextPit

Wie bei den anderen Staubsaugerrobotern von Yeedi ist das Steuerungssystem etwas eingeschränkt und die Navigationstechnologie etwas begrenzt. Mit etwas Zeit und Hingabe lernt Ihr jedoch, wie Ihr das Beste aus diesem smarten Gerät herausholt. Die Yeedi Mop Station ist eindeutig für Wohnungen und große Häuser zu empfehlen, aber stellt Euch darauf ein, dass Ihr etwas mehr in die Wartung investieren müsst als bei fortschrittlicheren Stationen, die auch den Staubbehälter automatisch entleeren.

Insgesamt ist die Yeedi Mop Station immer noch eine solide Empfehlung für alle, die ein Gerät mit Wischfunktion suchen, das ein mehr als nur zufriedenstellendes Reinigungsniveau bietet.

NextPit erhält bei Einkäufen über die markierten Links eine Kommission. Dies hat keinen Einfluss auf die redaktionellen Inhalte, und für Euch entstehen dabei keine Kosten. Mehr darüber, wie wir Geld verdienen, erfahrt Ihr auf unserer Transparenzseite.
Camila Rinaldi

Camila Rinaldi

Seit über 10 Jahren teste ich Smartphones und andere Geräte. Auch wenn ich vor kurzem in das Apple-Ökosystem eingetaucht bin, ist Android immer noch eine meiner Leidenschaften. Früher war ich Chefredakteur von AndroidPIT und Canaltech in Brasilien, jetzt schreibe ich für den US-Markt. Ich bin (immer noch) auf Twitter (@apequenarinaldi)!

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2 Kommentare

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  • Olaf Gutrun vor 1 Monat Link zum Kommentar

    Ich habe eine Abneigung zu Saugrobotern bekommen.

    Mein Kater war mal sehr krank und hatte viel Dünnpfiff, jedenfalls hat der Kater direkt vor den Saugrobiter gekackt, die Bürsten verteilten das ganze wunderbar, in der gesamten Wohnung entstand eine ganz einzigartige Briese. Die Fliesen waren überzogen mit einer hauch dünnen Beton festen Schicht aus Kacke. Es dauerte viele Stunden die Fliesen und Fugen sauber zu bekommen.

    Seid dem will ich keinen Saugroboter mehr haben.


    • Fabien Röhlinger
      • Admin
      • Staff
      vor 1 Monat Link zum Kommentar

      Auch wenn ich mit Dir mitfühle: Ein wenig lustig klingt die Geschichte dennoch 😂