Bilder und Videos zu Weihnachten schicken: ElfYourself und Alternativen

Bilder und Videos zu Weihnachten schicken: ElfYourself und Alternativen

Jedes Jahr verfolgen Sie Euch aufs Neue: Die Verwandten tanzen plötzlich in Elfenkostümen durch den Schnee und wackeln mit den Hüften, als wäre Weihnachten kein christlicher Feiertag. Natürlich rede ich nicht von meinen eigenen Weihnachtserfahrungen (oder vielleicht doch?) sondern von Apps wie ElfYourself.

Dabei könnt Ihr im Handumdrehen Bilder von Euch oder von Freunden und Verwandten auswählen und daraus unterhaltsame Weihnachtsgrüße erstellen. Könnt Ihr dieses Jahr also nicht jeden eurer Verwandten besuchen, könnt Ihr sie so zumindest wissen lassen, dass Ihr an sie gedacht habt. Damit Ihr direkt zur richtigen App gelangen könnt, haben wir diesen Artikel in “Bilder” und in “Videos” aufgeteilt.

Inhaltsverzeichnis

  1. Weihnachtsgrüße per Collage und Bild
    1. Weihnachten Foto Rahmen
    2. Weihnachten Foto Editor - Christmas Game
  2. Weihnachtsgrüße per Video
    1. ElfYourself
    2. Reface
  3. Wie ist es bei Weihnachtsfoto- und Video-Apps um den Datenschutz bestellt?
  4. Fazit

Weihnachtsgrüße per Collage und Bild

Kommen wir zuerst zu Möglichkeiten, wie Ihr eigene Bilder in weihnachtliche Motive verwandelt. Dabei habe ich darauf geachtet, dass die App sehr einfach nutzbar ist und viele Gestaltungsmöglichkeiten bieten. Gleichzeitig muss die jeweilige App kostenfrei nutzbar sein und Euch nicht beim Herausgeben der Datei zur Kasse bitten. Mit beiden Apps könnt Ihr also ein Bild aufnehmen oder ein Bild vom internen Speicher wählen und daraus eine weihnachtliche Grußkarte erstellen.

Weihnachten Foto Rahmen

Puh, App-Namen waren auch schon einmal kreativer, aber das tut der Qualität von “Weihnachten Foto Rahmen” keinen Abbruch. In der App finden sich Unmengen an weihnachtlichen Filtern und Motiven, von denen einige allerdings nur in der Pro-Version nutzbar sind. Doch schon bei den kostenlosen Filtern sind Optionen dabei, die kreativ sind und sicher für einen Lacher sorgen.

Weihnachten Foto Bilder
Weihnachten Foto Rahmen erlaubt es Euch, bewegte Bilder aus Fotos zu erzeugen. / © Linerock Investmends Ltd / Screenshot: NextPit

Beispielsweise nehmt Ihr ein Foto Eures ganzen Körpers im Stehen auf und plötzlich steht Ihr vor einer weihnachtlichen Treppe, während Kopf und Beine hin- und herschaukeln. Andere Filter platzieren Euch in einer Schneekugel, während Schnee von oben herabfällt. Zwar sind viele der Motive sehr kitschig und entsprechen meinem persönlichen Geschmack nicht wirklich, jede Weihnachten zeigt es sich aber erneut, dass diese Bilder beliebt sind. Ein wenig kennt Ihr diesen Effekt von möglichst abstoßenden Weihnachts-Pullovern, mit dem sich die lustigen Kollegen jedes Jahr erneut auf der Weihnachtsfeier messen.

Mit “Weihnachten Foto Rahmen” könnt Ihr Weihnachtsbilder ziemlich schnell und einfach erstellen. Die Qualität überzeugt dabei in der Regel, nur mit einem kleinen Wasserzeichen müsst Ihr Euch in den Endergebnissen abfinden. Dazu kommen recht viele Werbeeinblendungen in der App.

Weihnachten Foto Editor - Christmas Game

Ebenfalls eine nette Spielerei zu Weihnachten ist die App “Weihnachten Foto editor - Christmas game”. Neben nur sehr schlecht übersetzten App-Titeln gibt es hier ein einfaches Schritt-für-Schritt-Prinzip. Im ersten Schritt nehmt Ihr ein Bild auf oder wählt ein Bild auf eurem Smartphone aus, dann schaut Ihr Euch einen kurzen Werbe-Clip an und anschließend kann es auch schon losgehen.

Weihnachts Foto Apps
Mit der App bastelt Ihr aus Eurem Gesicht im Handumdrehen ein Weihnachtsmotiv. / © Girls Photo Editor / Screenshot: NextPit

In einem Foto-Editor wählt Ihr aus Hunderten Rahmen aus, in die Ihr Euer Gesicht anschließend legen könnt. Praktisch ist dabei vor Allem der Helligkeitsregler, mit dem Ihr in Sekundenschnelle die Belichtung des selbst aufgenommenen Fotos an die der Schablone anpassen könnt. Anschließend tippt Ihr direkt auf den Speicherknopf oder Ihr fügt noch weitere Frisuren, Gegenstände und sonstigen Quatsch hinzu. Vorteil der App ist vor allem, dass es anschließend kein Wasserzeichen ist und dass die Werbung mit nur einem Clip vergleichsweise moderat ausfällt.

Weihnachtsgrüße per Video

Während wir im Jahr 2020 uns alle gezwungenermaßen mit Webcams und Videotechnik auseinandersetzen mussten, nutzt Ihr das jetzt auch an Weihnachten zum Vorteil. Denn mit mit witzigen Videos könnt Ihr Eurer Familie auch dann eine Freude machen, wenn Ihr sie über Weihnachten nicht besuchen könnt.

ElfYourself

Der Klassiker dieser Weihnachtsvideo-Apps, den wir schon im Titel erwähnt haben, ist ElfYourself. Dabei nehmt Ihr von Euch und / oder ein paar Freunden ein Foto auf, das nachher in einem Tanzvideo mit animierten Elfen, eigentlich sind es eher Weihnachtswichtel, auftaucht. Das klingt jetzt erst einmal komisch, sorgt aber immer wieder für einen Lacher. Vielleicht überzeugt Euch ja folgendes Foto.

ElfYourself
Verstörend und kultig können sehr nahe beieinander liegen. / © ElfYourself / Screenshot: NextPIt

ElfYourself ist kostenfrei und benötigt für die Aufnahme eigener Fotos natürlich Eure Kamera. Ist Euch das nicht Geheuer, könnt Ihr auch Bilder aus dem internen Speicher Eures Handys nutzen. Anschließend richtet Ihr das Gesicht in einer Schablone aus, wiederholt das für die Anzahl der “Elfen” und in wenigen Sekunden könnt Ihr das Video anschauen. Alternativ könnt Ihr auch noch Weihnachtsgrüße auf Euer Video schreiben. Pro Tag gibt es zwei kostenfreie Videos, die Ihr erstellen und anschließend per WhatsApp, E-Mail oder sonstige Messenger verschicken könnt. Für das Herunterladen hochauflösender Videos müsst Ihr allerdings pro Video Geld zahlen und um die insgesamt 25 Tänze freizuschalten, müsst Ihr 5,99 Euro für den Saisonpass ausgeben. Dieser gilt für 12 Monate, aber im Prinzip könnt Ihr mit dem Saisonpass gleich auch die Videos für das nächste Jahr vorbereiten. Denn eine Jahresangabe findet sich auf dem Videomaterial nicht.

ReFace

Vor einigen Monaten gab es einen echten Reface-Trend im Internet und wie vermutet gibt es hier aktuell einigen Weihnachts-Content, den Ihr kostenfrei verschicken könnt. Die App tauscht Gesichter auf Videos, Gifs und Bildern mit Eurem Gesicht aus und die Ergebnisse sind erstaunlich gut. Zwar fordert Euch die App zu Beginn zu einem Abonnement auf, Ihr könnt das Abo aber auch ablehnen und die App anschließend mit eingeschränktem Umfang kostenlos nutzen. Dabei blendet auch Reface Wasserzeichen ein, die aber ziemlich dezent sind.

Reface
Ich wiederhole: Verstörend und kultig können sehr nahe beieinander liegen. / © Reface / Screenshot: NextPit

Gerade bei Weihnachts-Gifs kann die App punkten, thematisch passende Filmausschnitte finden sich aber auch. Nachdem die App Euer Video erstellt hat, könnt Ihr es die lustigen Weihnachtsgrüße als WhatsApp-Video, als Gif oder über einen anderen Messenger schicken. Seid Ihr voll und ganz von Reface begeistert, könnt Ihr mit der kostenpflichtigen Version auch eigene Videos oder Filmausschnitte nutzen. Hierfür zahlt Ihr entweder 5,49 Euro pro Monat oder Ihr wählt das Jahres-Abonnement für 26,99 Euro. Der Monatspreis sinkt dabei von 5,49 Euro auf 2,25 Euro.

Reface könnt Ihr Euch sowohl für Apple iOS als auch für Android herunterladen. Jeweils benötigt die App Zugriff auf Euren Speicher oder Eure Kamera. Anschließend nehmt Ihr nur ein Bild auf und die App erledigt den Rest von alleine.

Wie ist es bei den Apps um den Datenschutz bestellt?

Eine App, die Euer Gesicht aufnimmt und auf einen tanzenden Elfen montiert – das klingt erst einmal nach einer Datenkrake. Trotz der besinnlichen Thematik stimmt das auch, denn zur Nutzung müsst Ihr den Apps zumindest Zugriff auf Euren Speicher und Eure Kamera gewähren. Hinzu kommt im Falle von Reface Euer Standort und sogenannte Deepfake-Apps standen in der Vergangenheit für ihren mangelnden Datenschutz in der Kritik.

Die media Test GmbH hat Reface zu seinem anfänglichen Boom einem Datenschutz-Test unterzogen und empfiehlt die App nur mit Einschränkungen. In der App-Version 1.3.17 für Apple iOS seien Tracking-Dienste wie AppsFlyer, Amplitude und Mixpanel implementiert, die Nutzerdaten zu Werbezwecken analysieren. Reface selbst versichert in den Nutzungsbedingungen, dass die Analysedaten von Gesichtern nach 30 Tagen vom Server gelöscht würden. Die originalen Fotos werden sogar nur 24 Stunden lang gespeichert. Dabei wertet der Anbieter die Daten computergestützt aus, erwähnt aber gelegentliche Prüfungen von “verifizierten Partnern”.

Wenn Ihr Euch um Eure Daten bei der Nutzung der genannten Apps sorgt, könnt Ihr eigene Bilder mit quelloffener Software selbst bearbeiten. Beispielsweise stellt die Software Gimp eine kostenfreie Alternative zu Adobe Photoshop dar und bietet neben zahlreichen Funktionen Tools zum Ausschneiden und zur Nutzung mehrerer Ebenen. Mit Bildern aus dem Netz und einigen Fotos könnt Ihr so eigene Collagen zusammenstellen und behaltet die Dateien auf dem eigenen Computer. Eine App-Version für iOS und Android gibt es hier jedoch nicht. Hierfür fassen wir Euch allerdings Bildbearbeitungs-Apps für iOS und Android zusammen.

Fazit

Habt Ihr Euch schon immer gefragt, wo kitschige Weihnachtsgrüße herkommen, habt Ihr nun die Antwort! Apps zum Erstellen weihnachtlicher Collagen gibt es unter iOS und Android Zuhauf und in diesem Artikel findet Ihr Programme, die leicht zu bedienen sind und gute Ergebnisse liefern. Besonders die Video-Apps Reface und ElfYourself werden über Weihnachten für viel Spaß sorgen.

Seid Euch dabei jedoch bewusst, dass Ihr für die Nutzung auch mit Eurem Gesicht zahlt. Denn mal eben das eigene Gesicht als Deep-Fake auf einen Prominenten zu bringen, ist nicht gerade ein sensibler Umgang mit den persönlichen Daten. Wollt Ihr das Risiko eingehen, ist die App sehr unterhaltsam. Ich warne allerdings davor, die App mit fremden Gesichtern zu füttern. Denn wenn es für Euch okay ist, das Gesicht auf einen Server zur Bildbearbeitung hochzuladen, ist es das für andere schon lange nicht. Mit moderner Technik entstehen also auch immer mehr Gründe, an Weihnachten einen Streit anzuzetteln.

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Dieser Artikel wurde am 14. Dezember überarbeitet und neu veröffentlicht. Bestehende Kommentare wurden übernommen.

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5 Kommentare

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  • Mal eben einen alten Artikel abgestaubt und als neu verkauft, dabei sich nichtmal 5 Minuten die Mühe gemacht um wenigstens mal zu schauen ob der Inhalt noch stimmt.

    Kurz mal in den Appstore geschaut und bei z.n. ElfYourself folgendes gefunden.
    Zitat aus einer Bewertung:
    Für gute Qualität wird mal an die 4 Euro pro Video verlangt.

    Im Artikel steht aber
    Zitat: "Für das Herunterladen hochauflösender Videos und die insgesamt 25 Tänze müsst Ihr 5,99 Euro für den Saisonpass ausgeben"

    Und auch sonst schneidet die APP in der Bewertung alles andere als gut APP, genauso wie NextPit die Qualität hier wird leider immer schlechter. Dabei bin ich eine Weile gerne hier gewesen um die Artikel zu lesen. Ich denke ein Vorsatz fürs neue Jahr wird wohl sein Nextpit nicht mehr zu besuchen.


    • Hallo Sebastian,

      natürlich überarbeiten wir Artikel und wenn wir in einem Artikel erwähnen, dass wir ihn komplett überarbeitet haben, dann kannst Du uns das schon glauben. Ich habe den Artikel aus dem vergangenen Jahr komplett gelöscht und eine neue Auswahl an Apps aufgenommen.

      Dass die Videos in hoher Qualität nicht im Saisonpass enthalten sind, habe ich in der ElfYourself-App falsch gelesen. Daher ist es gut, dass du mich darauf hinweist und selbstverständlich passe ich den Artikel an.

      ElfYourself wird im Google Play Store mit 4,3 von 5 Sternen bewertet und jedes Jahr landen die Videos auf WhatsApp und Co. Auch mit ihren Einschränkungen und ihrer Nutzerunfreundlichkeit ist die App super beliebt und gehört einfach in eine Liste über Apps zum Verschicken von Videos und Bildern an Weihnachten.

      Dass Dir die Qualität unserer Artikel aktuell nicht gefällt, ist natürlich schade. Wir arbeiten natürlich immer weiter daran, unsere Artikel zu verbessern und nehmen uns Feedback zu Herzen. Daher lade ich dich gerne weiter dazu ein, uns auf Fehler hinzuweisen, Verbesserungsvorschläge nicht zurückzuhalten und deinen Jahresvorsatz noch einmal zu überdenken. NextPit ist Tech & Community und wir nehmen uns gerne Zeit, auf Eure Einwände und Wünsche einzugehen.

      Grüße und vielen Dank für deinen Kommentar
      Ben


  •   77
    Gelöschter Account 25.12.2019 Link zum Kommentar

    Meine "App" waren echte Weihnachtskarten die per Post an Verwandte, Bekannte und Familie gingen. 👍


    • Das ist natürlich am allerschönsten – muss man nur rechtzeitig dran denken :D

      Gelöschter Account


      •   77
        Gelöschter Account 02.01.2020 Link zum Kommentar

        WhatsApp ist mittlerweile zu alltäglich geworden und z.b. ein Bild was mir zum Geburtstag gratulieren soll erfreut mich absolut nicht wie eine richtige Postkarte oder Brief. Sprachnachricht bei WhatsApp schon eher aber nicht so sehr wie ein Anruf. Genauso mal einen Brief spontan schreiben ist heutzutage immer seltener geworden. Brieffreundschaften find ich immer noch am besten und ja ich hab einen Briefkumpel in Stuttgart, mein Neffen (10). Wir telefonieren viel aber wir schreiben uns auch Briefe. In meinem lege ich ihn dann Briefmarken zu,das er mir antworten kann. Er sagte mir aber auch, wenn er irgendwann mal WhatsApp hat möchte er trotzdem mit mir Briefe schreiben. Jeder schreibt dem anderen so 4 Mal im Monat.

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