Topthemen

VPN-Anbieter im Vergleich: Die besten VPN-Apps für iPhone und Android

Vpn
© Jirsak / Shutterstock.com

In anderen Sprachen lesen:

Da sich immer mehr Menschen Sorgen um ihre Online-Privatsphäre machen, werden VPN-Dienste immer beliebter. Wie wählt man bei so vielen Angeboten auf dem Markt den besten Anbieter aus? NextPit führt Euch durch den Angebotsdschungel und nennt Euch die empfehlenswertesten VPN-Anbieter. Sowohl für Euer iPhone als auch für Android-Smartphones.

(Beachtet, dass die Anbieter die Preise teils in Euro, teils in US-Dollar angeben)

Inhaltsverzeichnis:

  1. Was ist eigentlich ein VPN?
  2. Wichtige Punkte, die bei der Nutzung eines VPN zu beachten sind
    1. Hauptsitz des Unternehmens
    2. Auto-Kill-Switch
    3. Split-Tunneling
    4. Apps und Geräte-Limits
  3. Fazit: Jeder Fall ist einzigartig

Was ist eigentlich ein VPN?

Der Begriff VPN steht für Virtual Private Network und bezeichnet sichere Netzwerke, die über das Weiterleiten von Netzwerkverbindungen realisiert werden. Gleichzeitig werden diese Verbindungen verschlüsselt, was man in Bezug auf VPN als "Tunnelverbindungen" bezeichnet. 

Die Übertragung von Daten per VPN werden also verschlüsselt, sodass Anfragen, Dateien und aufgerufene Seiten nicht nur vor Dritten, sondern auch vor dem Zugangsanbieter selbst – z. B. der Telefongesellschaft – geschützt sind. Diese Funktion ist nützlich, wenn eine Verbindung zu Wi-Fi-Netzwerken ohne Passwort hergestellt wird, bei der die Daten zwischen dem Gerät und dem Router von böswilligen Personen abgefangen werden können. Ihr schützt Euch also vor "Man-in-the-Middle"-Angriffen.

Ein Screenshot des VPN-Anbieters Cyberghost.
Cyberghost bietet sogar einen eigenen Streaming-Modus für VPNs an. / © Cyberghost / Screenshot: NextPit

VPNs können auch verwendet werden, um staatliche Zensursysteme – ob totalitär oder nicht – oder sogar Geo-Blocking zu umgehen. Ihr kennt die Meldung "Dieses Video ist in Eurem Land nicht verfügbar" sicher von YouTube und auch fremde Streaming-Kataloge von Netflix, Amazon und Co. könnt Ihr per VPN entschlüsseln.

Wichtige Punkte, die bei der Nutzung eines VPN zu beachten sind

Die Auswahl eines VPN-Dienstes ist keine einfache Aufgabe, so dass es nicht möglich ist, einen universellen Vorschlag für alle Zielgruppen zu machen. Daher möchten wir einige Punkte hervorheben, über die man bei der Unterzeichnung eines Plans nachdenken sollte:

Hauptsitz des Unternehmens

Es mag seltsam klingen, aber der Sitz des Unternehmens kann je nach der Bedeutung, die dem Schutz Eurer Daten beigemessen wird, und der Nutzung des Dienstes von Bedeutung sein.

Einige Unternehmen weisen darauf hin, dass sie ihren Sitz nicht in einem der so genannten Five Eyes / Nine Eyes / 14 Eyes haben, einem Zusammenschluss von Ländern, die Ihre Nachrichtendienste zusammengeschlossen haben. Liegt ein VPN-Anbieter nicht in einem dieser Länder, entgeht Ihr also auch deren Gerichtbarkeit.

  • Five Eyes: Australien, Kanada, die Vereinigten Staaten, Neuseeland und das Vereinigte Königreich
  • Nine Eyes: Five Eyes + Dänemark, Frankreich, Norwegen und die Niederlande (die Niederlande)
  • 14 Eyes: Nine Eyes + Deutschland, Belgien, Spanien, Italien und Schweden

Der Grund dafür liegt in der Gefahr, dass die Regierung eines dieser Länder die Weitergabe der von dem Dienst gespeicherten Daten verlangen kann. Befindet sich das entsprechende Land dann in einem der Zusammenschlüsse, könnten die sensiblen Daten an die Partnerländer weitergegeben werden. Das hat bereits in der Vergangenheit zu Kontroversen geführt, selbst bei Unternehmen, die damit geworben haben, keine Nutzungsaufzeichnungen (Log-Daten) ihrer Kunden zu führen.

Wenn Euer Ziel bei der Anmeldung für einen VPN-Dienst nur darin besteht, das britische Programm der BBC oder die Spiele der spanischen Fußballliga "LaLiga" zu sehen, müsst Ihr Euch darum weniger Sorgen machen.

Geschwindigkeit und Standorte

In meiner Tabelle am Anfang habe ich die Anzahl der Server und der Standorte nicht umsonst aufgenommen. Denn theoretisch sollten die Geschwindigkeiten, die ein VPN-Netzwerk erreicht, mit der Anzahl verfügbarer Server wachsen. Eine hohe Geschwindigkeit ist natürlich beim Surfen über ein VPN essenziell. Gerade beim Thema Video-Streaming solltet Ihr darauf achten, dass die VPN-Verbindung in die USA nicht zu langsam ist.

Herausfinden könnt Ihr das über Testzertifikate auf der Homepage des VPN-Anbieters. Darüber hinaus gibt es Speedtests im Internet und auch auf NextPit wollen wir zukünftig vermehrt VPN-Anbieter testen. VPNs bieten zudem häufig kostenfreie Testzeiträume, in denen Ihr die Geschwindigkeit selbst ausprobieren könnt.

Auto-Kill-Switch

Viele Menschen nutzen VPNs, um Protokollkontrollsysteme zu umgehen – *räusper* bittorrent *räusper* – und müssen mit Geldstrafen und Klagen rechnen, wenn die unbefugte Nutzung der Verbindung entdeckt wird. Für diesen Fall bieten einige VPN-Dienste eine automatische Trennungsfunktion, auch Kill Switch genannt. Diese stellt die Verbindungsbetrieb nach einer Unterbrechung automatisch ein, sodass die Daten nicht über eine herkömmliche Verbindung an Euren Internet-Provider oder an die Gegenseite gelangen.

Eine Grafik, die eine VPN-Verbindung symbolisiert.
Eine Trennung der Verbindung kann ein schlechtes Licht auf Euch werfen – es sei denn, es erspart Euch eine Geldstrafe oder Sicherheitsprobleme. / © Shutterstock

Split-Tunneling

Der VPN-Verkehr wird über einen Zwischenserver geleitet, der sich zumeist in anderen Ländern befindet. Die Verbindungsqualität ist dabei natürlich geringer, als ohne VPN. Das kann sich besonders negativ auf Anwendungen auswirken, bei der geringe Reaktionszeiten und hohe Geschwindigkeiten wichtig sind – beispielsweise bei Spielen.

Split-Tunneling ist dabei sehr praktisch, da Ihr die VPN-Verbindung nur auf bestimmte Apps oder Daten beschränken könnt. Die zu sichernde Verbindung ist geschützt, während der sonstige Netzverkehr in gewohnter Geschwindigkeit passieren kann. Oder Ihr könnt beispielsweise die Kataloge eines Streaming-Dienstes mit zwei verschiedenen Browsern vergleichen.

Apps und Geräte-Limits

Smartphone, Laptop, Smart-TV, Tablet ... Bevor Ihr einen VPN-Dienst abonniert, solltet Ihr prüfen, welche Dienste Apps für Eure Geräte anbieten. Die wichtigsten VPN-Anbieter haben in der Regel Apps für Android, iOS / iPadOS, Windows und macOS sowie Erweiterungen für gängige Desktop-Browser. Einige bieten sogar Apps für Smart-TVs an.

Die Verfügbarkeit von Apps vereinfacht die Einrichtung der Verbindung. Andererseits können fortgeschrittene Benutzer das VPN auf kompatiblen Routern einrichten und dabei das OpenVPN-Protokoll verwenden. Diese Option kann auch dafür genutzt werden, um das VPN auch auf der Spielkonsole oder einem Streaming-Player zu verwenden. Dabei seht Ihr auch auf dem Fernseher ausländische Streaming-Katalogen oder findet andere Preise beim Onlineshopping.

Die Gerätebeschränkung kann wichtig sein, wenn das VPN mit mehreren Geräten von Freunden zu Hause gemeinsam genutzt wird. Die Zahl berücksichtigt, wie viele Smartphone, Notebooks, Tablets und andere Geräte gleichzeitig das Konto des Dienstes nutzen. Es ist also empfehlenswert, eine Vorstellung davon zu haben, welche Geräte das VPN gleichzeitig nutzen müssen.

Fazit: Jeder Fall ist einzigartig

Die Entscheidung, ein VPN zu buchen, ist nicht einfach. Schließlich können unterschiedliche Prioritäten die Entscheidung, welchen Dienst man abonnieren soll, völlig verändern. Ich möchte nur meine mobilen Zugänge in öffentlichen Netzen schützen? Werde ich in ein Land reisen, das in der Vergangenheit von Überwachung und Zensur betroffen war? Muss ich die geografischen Beschränkungen für einzelne Dienste umgehen?

Aus diesem Grund und vor allem, weil es sich um heikle Anwendungen handelt, ist es nicht möglich, eine einzige Option vorzuschlagen. Es lohnt sich also, die angesprochenen Punkte abzuwägen und herauszufinden, welche der auf dem Markt befindlichen Optionen Euren Bedürfnissen am besten entspricht.

Die besten Smartphones bis 1.000 Euro im Vergleich und Test

  Das beste Smartphone bis 1.000 Euro Das beste iPhone Beste Android-Alternative Das beste Kamera-Handy Preis-Leistungs-Verhältnis Das beste Foldable Das günstigste Smartphone
 
Abbildung Samsung Galaxy S24 Product Image Apple iPhone 15 Product Image Xiaomi 13T Pro Product Image Google Pixel 8 Pro Product Image Nothing Phone (2) Product Image Samsung Galaxy Z Flip 5 Product Image Google Pixel 7a Product Image
Zum Test
Zum Test: Samsung Galaxy S24
Zum Test: Apple iPhone 15
Zum Test: Xiaomi 13T Pro
Zum Test: Google Pixel 8 Pro
Zum Test: Nothing Phone (2)
Zum Test: Samsung Galaxy Z Flip 5
Zum Test: Google Pixel 8a
 
nextpit erhält bei Einkäufen über die markierten Links eine Kommission. Dies hat keinen Einfluss auf die redaktionellen Inhalte, und für Euch entstehen dabei keine Kosten. Mehr darüber, wie wir Geld verdienen, erfahrt Ihr auf unserer Transparenzseite.
Zu den Kommentaren (2)
Rubens Eishima

Rubens Eishima

Seit 2008 habe ich für zahlreiche Webseiten in Brasilien, Spanien, Deutschland und Dänemark geschrieben. Mein Fachgebiet sind Smartphone-Ökosysteme inklusive der Hardware, Komponenten und Apps. Mir sind dabei nicht nur die Leistung und die technischen Daten wichtig, sondern auch Reparierbarkeit, Haltbarkeit und Support der Hersteller. Trotz Tech-Brille auf der Nase arbeite ich immer hart daran, die Sicht der Endverbraucher nicht aus den Augen zu verlieren.

Zum Autorenprofil
Hat Dir der Artikel gefallen? Jetzt teilen!
Empfohlene Artikel
Neueste Artikel
Push-Benachrichtigungen Nächster Artikel
2 Kommentare
Neuen Kommentar schreiben:
Alle Änderungen werden gespeichert. Änderungen werden nicht gespeichert!
Neuen Kommentar schreiben:
Alle Änderungen werden gespeichert. Änderungen werden nicht gespeichert!

  • 7
    feuerstein02977 17.05.2023 Link zum Kommentar

    CyberGhost pennt fast ein. Ich hab ne 1Gbit Leitung und beim Einschalten vom CyberGhost hab ich nur noch 3G. Ist ein Witz.


  • 2
    Andreas 16.05.2023 Link zum Kommentar

    Surfshark fehlt!?

    TupOne

VG Wort Zählerpixel