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Garmin Fenix 7 vs Forerunner 955 im Vergleich: Lohnt sich der Aufpreis?

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© NextPit

Die Garmin Forerunner 955 und die Garmin Fenix 7 unterscheiden sich optisch zwar deutlich, bieten aber den nahezu gleichen Funktionsumfang. Allerdings kostet die Fenix 7 stolze 150 Euro mehr. NextPit hat die beiden Sportuhren getestet und verrät, welches Modell sich für wen lohnt.

Technische Daten: Garmin Forerunner vs Garmin Fenix 7 vs Garmin Epix 2 im Vergleich

Produkt
Abbildung Garmin Forerunner 955 Garmin Fenix 7 Garmin Epix 2
Gehäusegröße 47 mm 47 mm 47 mm
Armband 22 mm 22 mm 22 mm
Displaytechnologie MIP MIP AMOLED
Displayglas Gorilla Glass DX Gorilla Glass oder
Saphirglas
Gorilla Glass oder
Saphirglas
Displaygröße 1,3 Zoll 1,3 Zoll 1,3 Zoll
Auflösung 260 x 260 Pixel 260 x 260 Pixel 416 x 416 Pixel
Touchscreen Ja Ja Ja
Speicher 32 GB 16 / 32 GB 16 / 32 GB
Gewicht 52 - 53 g 73 - 79 g 70 - 76 g
Akkulaufzeit (Smartwatch) bis 15 d / 20 d (Solar) bis 18 d / 22 d (Solar) bis 16 d
Akkulaufzeit (GPS) bis 42 h / 49 h (Solar) bis 57 h / 73 h (Solar) bis 42 h
Wasserdicht 5 ATM 10 ATM 10 ATM
Besonderheiten - - -
Solar-Funktion je nach Modell je nach Modell je nach Modell
Varianten Standard
Solar
Standard
Solar
Sapphire Solar

Standard
Preis (UVP) 549 Euro / 649 Euro (Solar) ab 699 Euro ab 899 Euro
Bewertung
Garmin Forerunner 955 – zum Test
Garmin Fenix 7 – zum Test
Garmin Epix 2 – zum Test
Zum Angebot*

Beim Blick aufs Datenblatt werden bereits ein paar wichtigste Unterschiede deutlich: Die Garmin Fenix 7 bietet eine längere Akkulaufzeit sowie bessere Tauchfähigkeiten. Außerdem gibt's eine Saphir-Option nur bei der Fenix 7 und ihrer AMOLED-Schwester Epix 2. Die Forerunner 955 auf der anderen Seite ist deutlich leichter gebaut.

Inhalt:

Garmin Forerunner 955
Tastenlayout und Bedienung sind bei der Garmin Forerunner 955 (hier im Bild) und der Fenix 7 identisch. / © NextPit

Garmin Forerunner 955 vs Fenix 7: Gehäuse und Display

Der Name verrät es schon: Traditionell richten sich die Forerunner-Modelle von Garmin an Läufer – und damit sind sie so leicht wie möglich gebaut. Die Forerunner 955 ist mit – je nach Version – 52 bis 53 Gramm deutlich leichter als die Fenix 7, die mindestens 73 Gramm auf die Waage bringt. Auch wenn 20 Gramm nicht nach viel klingen mag: Der Unterschied ist deutlich spürbar.

Auf der anderen Seite bietet die Fenix 7 dafür aber auch robustere Materialien. Je nach Version kommen beim Gehäuse Stahl oder Titan zum Einsatz, während die Forerunner 955 überwiegend auf Kunststoff setzt. Wer mit der Smartwatch beispielsweise viel klettern geht, hat länger Freude an einer Uhr aus robusteren Materialien. Das besonders kratzfeste Saphirglas über dem Display etwa findet Ihr ebenfalls nur bei einigen Fenix-7-Modellen. Außerdem ist die Fenix 7 bis 10 ATM wasserdicht, die Forerunner 955 bis "nur" 5 ATM.

Garmin Fenix 7 Buttons
Das Gehäuse der Garmin Fenix 7 ist bis zu 10 ATM wasserdicht. / © NextPit

Letzter wichtiger Unterschied beim Gehäuse: Die Garmin Fenix 7 gibt es anders als die Forerunner 955 in drei verschiedenen Größen. Abseits des Standard-Modells hat Garmin nämlich noch die Fenix 7S und die Fenix 7X im Programm. Mehr über die verschiedenen Fenix-Modelle lest Ihr in unserer großen Übersicht: Welche Garmin-Uhr soll ich mir kaufen? 

Abgesehen von den erwähnten Unterschieden sind die Forerunner 955 und die Fenix 7 bei Bedienung und Display sehr ähnlich. Beide Modelle setzen auf das gleiche Button-Layout mit fünf Tasten. Auch das MIP-Display ist mit jeweils 1,3 Zoll, 260 × 260 Pixeln und 64 Farben identisch, bei beiden Modellen gibt's optional eine Version mit integriertem Solarpanel, das die Akkulaufzeit verlängert.

Die Fenix 7 bekommt Ihr allerdings optional auch mit schickem AMOLED-Display – das ansonsten technisch zur Fenix-Uhr identische Modell heißt dann allerdings Garmin Epix 2. Einen Touchscreen bieten alle erwähnten Modelle, und auch die Bedienung ist überall identisch gelöst.

Garmin Forerunner 955
Die Garmin Forerunner 955 (hier im Bild) setzt auf den gleichen optischen Pulssensor wie die Fenix 7. Das Gehäuse ist bei der Forerunner jedoch aus Kunststoff. / © NextPit

Garmin Forerunner 955 vs Fenix 7: Gesundheits- und Tracking-Features

Zu ihrem Start im Sommer 2022 bekam die Garmin Forerunner 955 ein paar spannende Features, die bei der wenige Monate zuvor gelaunchten Fenix 7 noch fehlten. Dazu gehörten beispielsweise der Renn-Kalender und Trainingsvorschläge oder die Metriken zu Trainingsbereitschaft und akuter Trainingsbelastung. 

Inzwischen hat Garmin diese Funktionen per Software-Update auch auf die Fenix 7, Epix 2 und sogar auf die Fenix 6 gebracht. Die einzigen Unterschiede, die wir beim Tracking noch finden konnten, betreffen die Solar-Modelle. Bei der Fenix 7 bekommt Ihr etwas mehr Details zur Lichtintensität ausgespuckt, der Ihr und Eure Sportuhr ausgesetzt waren.

Garmin Fenix 7 Front
Auf der 32-GB-Version der Garmin Fenix 7 ist Kartenmaterial für jene Region vorinstalliert, in der Ihr die Sportuhr gekauft habt. / © NextPit

Einen spannenden Unterschied gibt's noch beim Speicher und der Navigation. Während die Basis-Modelle der Fenix 7 – also jene ohne Saphirglas oder Solar – mit lediglich 16 GB Speicher ausgestattet sind, haben alle Forerunner-955-Modelle 32 GB Speicher. Wenn Ihr regelmäßig auf unterschiedlichen Kontinenten unterwegs seid, macht das durchaus einen Unterschied: Das Kartenmaterial für Nordamerika und Europa ist jeweils etwa 10 GB groß. 

Auch wichtig fürs Tracking: Bei den Fenix-7-Modellen findet Ihr das präzisere Dual-Band-GPS ausschließlich bei den teureren Modellen mit 32 GB Speicher. Die Forerunner 955 bietet in jeder Version Dual-Band-GPS – ob mit oder ohne Solar-Funktion. 

Garmin Forerunner 955 vs Fenix 7: Akkulaufzeit

Wie eingangs erwähnt: Die Garmin Fenix 7 ist ein ganzes Stück schwerer als die Forerunner 955. Dafür bringt sie im Gehäuse allerdings auch einen etwas dickeren Akku unter. Während der Forerunner 955 im Smartwatch-Betrieb laut Hersteller nach 15 Tagen die Puste ausgeht, schafft die Fenix 7 sogar 18 Tage, also 20 Prozent mehr. Wählt Ihr die Solar-Versionen der beiden Uhren, verlängern sich die Laufzeiten auf 20 beziehungsweise 22 Tage – vorausgesetzt, Ihr seht ausreichend Tageslicht.

Im GPS-Tracking-Modus gibt's ebenfalls einen leichten Unterschied. Der Forerunner 955 geht hier nach 42 Stunden die Puste aus, die Fenix 7 schafft hier 57 Stunden. Hier wie dort dürfte die Uhr länger durchhalten als die allermeisten ihrer Nutzer. In den Solarversionen könnt Ihr bei gleicher Sonnenexposition die GPS-Laufzeiten auf 49 respektive 73 Stunden steigern.

Garmin Forerunner 955 Produktfoto
Ganz ehrlich: Auch die "schwächere" Forerunner 955 hält mit ihrem Akku länger durch als die allermeisten ambitionierten Sportler. / © NextPit

Garmin Forerunner 955 vs Fenix 7 im Fazit: Welches Modell für wen?

Mit der Garmin Fenix 7 und der Forerunner 955 kommen sich die beiden Serien so nah wie nie. Dennoch liegen zwischen den beiden Sportuhren rund 150 Euro Unterschied. Die Fenix 7 bietet eine bessere Wasserresistenz, hochwertigere Materialien und optional mit den Saphirglas- und Titanmodellen deutlich robustere Gehäuse. Die Forerunner 955 setzt durch die Bank auf Kunststoffgehäuse.

Technisch gesehen sind die Forerunner 955 und die Fenix 7 nahezu identisch – mit 32 versus 16 GB hat das Forerunner-Modell in der Basis-Version beim Speicher sogar die Nase vorne und bietet zudem in allen Versionen Dual-Band-GPS. Dafür gibt's bei der Fenix 7 ein wenig mehr Akkulaufzeit – wenngleich der Unterschied für die allermeisten Nutzer in der Praxis zu vernachlässigen sein dürfte. 

Sind Euch die Unterschiede bei Design, Gehäuse und Materialauswahl egal, dann ist die Forerunner 955 eindeutig die bessere Wahl. Aber klar: Das schickere und edlere Modell heißt Fenix 7.

Welches Modell ist Euer Favorit? Oder habt Ihr Euch gar bereits für eine der beiden Garmin-Uhren entschieden? Ich freue mich auf Eure Meinung in den Kommentaren! Und wollt Ihr mehr über die in diesem Artikel erwähnten Garmin-Uhren wissen, dann lege ich Euch unsere ausführlichen Testberichte ans Herz, in denen Ihr mehr über die verschiedenen Funktionen der Smartwatches erfahrt.

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Stefan Möllenhoff

Stefan Möllenhoff

Schreibt seit 2004 über Technik und brennt seither für Smartphones, Fotografie und AI. Treibt täglich Sport mit mindestens zwei Fitness-Trackern am Körper und ist überzeugt, dass man fast alles selber bauen kann, inklusive Photovoltaik-Anlage und Powerstation.

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8 Kommentare

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  • Fabian N. vor 1 Woche Link zum Kommentar

    Stefan ist offiziell die Kompetenzkompetenz im Garmin Rabbithole!
    Und ich spare nun auf eine Epix2 - die rutscht mit Saphier nun langsam unter 800

    Wann kommt ENDLICH der D2 Test :D


  • engländer vor 1 Woche Link zum Kommentar

    Die Forerunner scheint es nur in riesig zu geben, die Fenix gibt's als S für normale Arme.
    Allen gemein ist wahrscheinlich der nervige Bug bei der HF-Berechnung. Da werden nach Wechsel von externer HF-Messung beim Sport zur internen Messung danach völlig falsche Werte angezeigt.


  • Rennschnecke vor 1 Woche Link zum Kommentar

    Ich habe die Apple Watch 5 für das Büro und die Garmin 6 pro für daheim.
    Dies bezeichnet genau das richtige Einsatzgebiet für die jeweilige Uhr.
    Bei Sport und Bewegung kann ich mit der Apple Watch kaum etwas anfangen (Akkulaufzeit, Funktionsumfang), im Büro ist mir die Garmin in der Bedienung viel zu träge und unter dem Hemdärmel zu wuchtig.


    • paganini vor 1 Woche Link zum Kommentar

      Hatte auch die 7, 7X und Enduro 2 aber mit der Ultra reicht mir die Akkulaufzeit vollkommen aus. So habe ich alles mit einer Uhr und muss nicht wechseln


      • Stefan Möllenhoff
        • Admin
        • Staff
        vor 1 Woche Link zum Kommentar

        Der Trend geht zur Zweit-Uhr ;-) wie zufrieden bist Du denn mit der Watch Ultra, gerade was die Sport-Features angeht?


      • paganini vor 1 Woche Link zum Kommentar

        Bin sehr zufrieden! Vor allem ist die HF Messung im Gegensatz zur Enduro 2 um einiges genauer. Klar die Laufzeit wäre auch schön aber was mehr fehlt sind die Offline Karten.
        Ich hatte kurzzeitig auch mal die Instinct 2 Solar und die Apple Watch aber da hat mit dann der LTE Empfang gefehlt.

        Sobald Garmin das bekommt und ich damit unabhängig vom Handy sein kann Wechsel ich wieder

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